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Wie Roboter die Zukunft des Bauens verändern sollen

Bezahlbarer Wohnraum, Fachkräftemangel, Digitalisierung – Die Baubranche steht vor vielen Herausforderungen. Bauroboter könnten Abhilfe schaffen, sagt Wienerberger.

Im Rahmen der Digitalisierung und in Verbindung mit dem Fachkräftemangel rücken Roboter , die die Arbeit auf Baustellen übernehmen können, zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund befasst sich auch der Ziegelproduzent Wienerberger unter anderem mit der modularen Bauweise sowie dem Einsatz von Baurobotern.

„Beide Ansätze erhöhen die Effizienz auf der Baustelle erheblich und schaffen zusätzliche Kapazitäten zur Bedienung der Nachfrage“, konstatiert Jürgen Habenbacher, Sprecher der Geschäftsführung der Wienerberger Deutschland GmbH. So könnten beispielsweise Fertigbauteile aus Ziegeln bereits in den Produktionshallen und damit in konstant hoher Qualität und unabhängig vom Wetter hergestellt werden. Anschließend verrichtet ein Bauroboter seinen Dienst wiederum direkt vor Ort.

Moderner Bauroboter Hadrian X

Um das Bauverfahren vor Ort mit Hilfe von Baurobotern schneller und sicherer zu machen, kooperiert Wienerberger mit Fastbrick Robotics Limited. Das an der australischen Börse gelistete Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Baurobotern für Mauerwerk spezialisiert. „Dazu entwickeln und erproben wir derzeit Ziegel, die speziell für den Bauroboter Hadrian X von Fastbrick optimiert sind“, erklärt Jürgen Habenbacher.

Mit der eigens entwickelten Stabilisierungstechnologie ist der Bauroboter Hadrian X speziell für die Arbeit im Freien ausgelegt. So soll es ihm möglich sein, Bewegungen, die durch Wind, Vibrationen oder Gegenbewegungen verursacht werden, in Echtzeit zu messen und auszugleichen. Auf diese Weise kann der Roboter vollautomatisiert Wohnbauten mit hoher Präzision und Qualität bei gleichzeitig optimiertem Materialeinsatz errichten.

Im Sommer wurde die Montage des ersten Hadrian X abgeschlossen. Dieser befindet sich derzeit in der Prüfungs- und Inbetriebnahmephase. „Mit dieser Technologie könnte künftig Wohnraum schneller und günstiger realisiert werden – bei gleichzeitig geringerem Ressourceneinsatz und weniger Arbeitsaufwand“, erwartet Jürgen Habenbacher. „Das ist ein weiterer Schritt in unserer Strategie, unseren Kunden innovative Produkte, Dienstleistungen und Lösungen anzubieten.“

 

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