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Umfrage zu Renovierungs-Trends bei Europas Heimwerkern

Wie eine Studie jetzt ermittelt hat, gibt es unter europäischen Heimwerkern viele Gründe für Modernisierungen in Eigenarbeit – doch stoßen sie dabei auch auf Probleme.

Auch wenn ausgebildete Handwerker für Modernisierungen und Sanierungen von Gebäuden zuständig sind, greifen Haus- und Wohnungsbesitzer in europäischen Ländern gern selbst zum Werkzeugkasten und erledigen anstehende Arbeiten. Um den „Do It Yourself“-Teil (DIY) der Modernisierungsbranche besser zu verstehen, hat das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult mehrere tausend Heimwerker aus elf europäischen Ländern befragt.

Ästhetische Gründe weit vorne

Teilgenommen haben private Renovierer aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Polen, Dänemark und Schweden. Auf die Frage, aus welchen Gründen sie eine Modernisierung ihres Zuhauses vorhaben, nannten 30 Prozent ästhetische Gründe. Rund ein Viertel von ihnen wollte den Wohnkomfort erhöhen (25 Prozent) oder eine Instandsetzungsmaßnahme durchführen (23 Prozent). 15 Prozent gaben an, einen Umbau zu realisieren und fünf Prozent wollten etwas für die Nachhaltigkeit des Gebäudes tun.

Gefragt wurde außerdem, was die Heimwerker im Moment von der Umsetzung einer Maßnahme abhält. Als häufigster Grund wurde ein limitiertes Budget genannt (23 Prozent). Daneben sagten einige der Befragten sie hätten nicht genug Zeit (acht Prozent) oder könnten sich stilistisch nicht entscheiden (sechs Prozent). Sieben Prozent der Teilnehmer sagten, dass sie für aufwändigere Arbeiten keinen geeigneten Handwerker zur Unterstützung finden könnten.

Anhaltspunkte für Wirtschaft, Vertrieb und Handwerker

All diese Punkte sind nach Ansicht der Studienautoren Anknüpfungspunkte, an denen die DIY-Wirtschaft anpacken sollte: Zwar könne man das Problem der limitierten Budgets nicht lösen, doch seien die anderen genannten Gründe durchaus wichtig. So könne man Kunden mit exakt zugeschnittenen Angeboten die Angst vor Projekten nehmen.

„Das beginnt mit einem Video, das den Verbrauchern die Scheu nimmt und zeigt, wie man die Arbeiten zeiteffizient durchführen kann. Auch die Produktsortimente können entsprechend gestaltet werden – etwa im Bereich der Sicherheitstechnik werden derzeit immer mehr Plug-and-Play-Lösungen entwickelt, die dann von einigen als Komplett-Sofortpaket für das ganze Haus vermarktet werden“, meint Reinier Zuydgeest, DIY-Experte bei dem Mutterunternehmen von BauInfoConsult, USP Marketing Consultancy.

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