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Go digital: Beratungen zum halben Preis

Mittelständische Firmen können Beratungen zum Thema Digitalisierung in Anspruch nehmen. Das Bundeswirtschaftsministerium übernimmt bis zu 50 Prozent der Beratungskosten.

Im Zeitalter der Digitalisierung wird es für die Betriebe immer wichtiger, mitzuziehen. Damit mittelständische Unternehmen mitkommen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Förderprogramm „go-digital“ gestartet. Im Rahmen dieses Programms gibt es online eine interaktive Beraterlandkarte, auf der jedes Unternehmen die nächste Beraterin oder den nächsten Berater finden und kontaktieren kann. Kontaktdaten, Ansprechpartner und Hintergrundinformationen zu den Leistungen stehen per Mausklick bereit. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stellt die Wichtigkeit des Programms heraus: „Für unsere Unternehmen und ihre Beschäftigten aber auch für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft insgesamt ist entscheidend, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen den Anschluss an die Digitalisierung erfolgreich hinbekommen. Mit unserem unbürokratischen Förderprogramm ‚go-digital‘ unterstützen wir sie dafür bedarfsgerecht vor Ort.“

BMWi fördert umfangreich

Das Förderprogramm unterstützt alle interessierten kleinen und mittleren Unternehmen, die Beratungsleistungen für die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse in Anspruch nehmen wollen. Hat ein Unternehmen einen passenden Berater auf der Karte gefunden, muss es einen Beratervertrag abschließen. Um alles Weitere, wie zum Beispiel die Antragstellung, kümmert sich das Beratungsunternehmen selbst. Ein großer Vorteil des Programms: das BMWi übernimmt bis zu 50 Prozent der entstandenen Beratungskosten. Dass der Bedarf sehr groß ist, zeigen die Zahlen: circa 200 Förderanträge gehen jetzt schon monatlich ein, und es werden immer mehr. Auch die Zahl der vom BMWi autorisierten Beratungsunternehmen steigt immer weiter; mittlerweile sind es schon über 700.

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Kredite könnten bald teurer werden

Neue Eigenkapitalvorschriften für Banken könnten die Kreditvergabe zur Immobilienfinanzierung und auch für kleine und mittlere Unternehmen bald schwerer und teurer machen.

Das Baugewerbe warnt vor den Auswirkungen der Verhandlungen zum Reformpaket „Basel IV“: europäische Banken würden durch die inhaltlichen Verhandlungen in Zukunft stärker belastet als bisher gedacht. Nachdem die neuen Baseler Vorschriften in europäisches Recht umgesetzt wurden, sollen sie zum 1. Januar 2022 angewendet werden. Für die Banken wird dann eine höhere Mindestkapitalausstattung vorgeschrieben. „Dies erschwert und verteuert die Kreditvergabe im Bereich der Immobilienfinanzierung ebenso wie bei kleinen und mittleren Unternehmen“, erklärt Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes.

Baugewerbe fordert Änderung durch Bundesregierung

In der deutschen Bauwirtschaft stoßen die neuen Regelungen nicht auf Begeisterung: „Für beides besteht in Deutschland überhaupt kein Anlass“, betont Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB). Das Baugewerbe fordert jetzt von der Bundesregierung, dass sie bei der laufenden Umsetzung in Bewegung setzen soll, „dass Immobilienkredite in Deutschland nicht versteuert werden und die Mittelstandsfinanzierung nicht erschwert wird.“

Pakleppa betont weiter, es gebe keinen Grund dafür, für das risikoarme deutsche Baufinanzierungsgeschäft die Risikogewichte mehr als zu verdoppeln: „Dies muss unbedingt vermieden werden. Die bestehenden niedrigen Risikoeinschätzungen entsprechen den Erfahrungen der deutschen Finanzierungsinstitute. Für eine Verdopplung der Risikogewichte, zumindest in Deutschland, besteht keinerlei Anlass.“ Es handelt sich hierbei um eine Erhöhung des Risikogewichtes um 125 Prozent, was auch für Christian Ossig nicht nachvollziehbar ist und unbedingt vermieden werden müsse. Das Baugewerbe fordert gemeinsam, die Bundesfinanzierung aus dem Anwendungsbereich von Basel IV herauszunehmen und appelliert weiter an die Bundesregierung, dahingehend Druck auf die EU-Kommission auszuüben.

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Erstmals allgemeine Regeln für Heizungsbauer

Der ZVSHK hat erstmals eine Planungshilfe für Heizungsinstallateure zusammengestellt und veröffentlicht. Darin sind alle anerkannten Regeln der Technik zu finden.

Ein Heizungsfachbetrieb muss beim Einbauen viele Normen und Richtlinien erfüllen und hat auch die Aufgabe, bei den ständig neuen Angeboten auf dem Markt den Überblick zu behalten. Vom Wärmeerzeuger über die Wärmeverteilung bis hin zur Wärmeübergabe muss dem Kunden ein individuelles Heizungssystem angeboten werden, das die allgemein anerkannten Regeln der Technik erfüllt.

„Regelwerk Heizung – Band 1: Planung“ heißt das 117-seitige Dokument, das jetzt veröffentlicht wurde. Es soll den Heizungsbauern bei genau diesen Anforderungen helfen. In dem Dokument sind erstmals für das Gewerk Heizung relevante Regeln, Normen, Richtlinien und Verordnungen zusammengetragen. Das Werk umfasst damit leider nicht alle maßgeblichen Normen und Richtlinien, funktioniert allerdings wie ein Wegweiser bei der Planung – bislang gab es so etwas laut Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) noch nicht. Ergänzend zu dem Regelwerk mit Planungshilfen hat der Verband außerdem einen Entwurf für „Hydraulikschaubilder für Standardszenarios der Wärmeerzeugung zur Raumheizung“ veröffentlicht. Der Entwurf ist der Fachöffentlichkeit zur Diskussion freigegeben, Einsprüche sind bis zum 20. Juli 2019 möglich.

Mitglieder zahlen weniger

Unter der Website des ZVSHK kann das Hauptregelwerk für 158 Euro erworben werden. Wer Mitglied bei dem Verband ist, zahlt mit 79 Euro nur die Hälfte. Im kostenlos abrufbaren Inhaltsverzeichnis und einer Leseprobe kann man bereits einsehen, welche Punkte das Dokument enthält. Der Zusatzentwurf mit den Hydraulikschaltbildern kann für 25 Euro heruntergeladen werden. In Arbeit sind bei dem Verband darüber hinaus auch „Band 2: Ausführung“ und „Band 3: Wartung“. 

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Diskussion um Verschärfung des Baurechts

Finanzminister Olaf Scholz schlug zuletzt vor, das Baurecht wegen der aktuellen Wohnungsnot zu verschärfen. Bauminister Horst Seehofer sieht darin allerdings keine Lösung.

Nicht lange ist es her, da hat Olaf Scholz (SPD) dafür plädiert, mehr Druck auf Inhaber ungenutzter Grundstücke auszuüben und dieses Baugebot im Baurecht zu verschärfen, um es öfter einsetzen zu können. Für ihn ist es durch die aktuelle Wohnungsnot nicht akzeptabel, dass leere Grundstücke ungenutzt bleiben. Eine Sprecherin Seehofers machte jedoch deutlich, dass dies nicht im Sinne des Bauministers ist. Und auch der baupolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Kai Wegner, erklärte zuletzt der Rheinischen Post: „Die Einlassung von Scholz ist kein Beitrag zum schnellen Wohnungsbau. Entsprechende Verfahren dauern zehn bis 20 Jahre.“

Die bisherigen Möglichkeiten

Das Baugebot ist ein Instrument für Gemeinden. Durch dieses Gebot bekommen sie die Möglichkeit, den Eigentümer eines leeren Grundstücks im Geltungsbereich eines Bebauungsplans dazu zu verpflichten, die Fläche innerhalb einer angemessenen Frist gemäß Bebauungsplan zu bebauen. Sieht der Eigentümer sich wirtschaftlich allerdings nicht in der Lage, für diese Bebauung aufzukommen, kann er verlangen, dass die Gemeinde das Grundstück übernimmt. Und wenn sich ein Eigentümer der Zusammenarbeit verweigert, kann die Gemeinde letztlich auch eine Enteignung geltend machen. Dies passiert allerdings selten und dauert sehr lange.

Mehr Rechte für Gemeinden

Der Deutsche Städtetag allerdings steht hinter Scholz: „Städte müssen leichter und mit größeren Erfolgschancen Eigentümer von baureifen Grundstücken zum Bauen auffordern können“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy. Außerdem sei es ein großer Fortschritt, wenn Städte Baugebote gleich für ein bestimmtes Gebiet festlegen können, in dem Wohnraummangel besteht. Dedy meint, dass der Bund dafür Voraussetzungen im Baugesetzbuch schaffen sollte. Das Hauptaugenmerk liege dabei nicht auf Enteignung, sondern auf einvernehmlichen Lösungen mit dem Eigentümer.

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Brandschutzschalter nicht mehr Pflicht

Der Einbau sogenannter Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen – kurz AFDD – sind nach einer wesentlichen Änderung nicht mehr Pflicht, allerdings immer noch empfohlen.

Im Februar erst hat die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) einen Entwurf der Norm DIN VDE 0100-420 veröffentlicht, in der der Einbau von Brandschutzschaltern als verpflichtend vorgesehen war. Nach heftigen Protesten wurde dieser Entwurf nun aber doch überarbeitet und es wird lediglich eine Empfehlung des Einbaus ausgesprochen. Durch ist das ganze allerdings noch nicht. Durch die Unsicherheit, welcher Entwurf denn nun gilt, treten beim Aufsetzen eines Vertrages viele Fragen und Unklarheiten auf.

Einbauen oder nicht einbauen?

Bauordnungsrechtlich besteht in keinem Bundesland die Verpflichtung, einen solchen Schalter einzubauen. Fehler, die durch einen seriellen Fehlerlichtbogen passieren können, gelten als „normale“ Brandursachen und müssen nicht zusätzlich durch einen AFDD abgesichert werden. Möchte man bei einem Neubau allerdings auf diese Schalter verzichten, ist es ratsam, den Bauherren darüber aufzuklären und den Verzicht schriftlich unter Berücksichtigung des aktuellen Entwurfs der DIN VDE 0100-420-1:2018-02 zu vereinbaren. Hierzu schlägt der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) folgende Möglichkeiten vor:

1. Sie vereinbaren im Bauvertrag die Anwendung der derzeitig gültigen DIN VDE 0100-420:2016-02. Dann müssen Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen in den unter Abschnitt 1 genannten Situationen eingebaut werden. Die hierdurch bedingten Mehrkosten müssen in diesem Fall einkalkuliert werden.

oder

2. Sie vereinbaren im Bauvertrag, dass Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen nicht eingebaut werden müssen und schließen den Abschnitt 421.7 der zurzeit gültigen DIN VDE 0100-420:2016-02, der die Pflicht zum Einbau von Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen vorsieht, ausdrücklich aus und vereinbaren anstelle dessen den Abschnitt 421.7 aus dem Entwurf der DIN VDE 0100- 420-1:2018-12.

Zur Frage einer möglichen Sicherheits- beziehungsweise Risikoanalyse kann laut ZDB die Entscheidungshilfe der obersten Bauaufsicht Berlin Hinweise liefern.

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Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises verliehen

Stararchitekt Bjarke Ingels aus Dänemark kann sich über den Ehrenpreis des diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreises freuen. Er überzeugt mit besonderen Gebäuden.

„Bjarke Ingels ist der Architekt unserer Zeit“, schwärmt der Initiator der Auszeichnung, Stefan Schulze-Hausmann. „Er nimmt die wichtigsten globalen Strömungen auf und setzt sie in spektakuläre Bauwerke um, die dem Menschen dienen und neue Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit setzen.“

Laut der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis hat sich der Architekt der Bjarke Ingels Group in den letzten Jahren zu einem der erfolgreichsten Architekten entwickelt. Er zeige der Welt, „dass saubere Technologien grenzenlose Möglichkeiten bieten und soziale Verantwortung mit architektonischer Extravaganz zusammengehen kann.“ Zu seinen bekanntesten Werken gehört zum Beispiel das pyramidale Bauwerk VIA 57 im Westen Manhattans, das bereits 2016 den Internationalen Hochhaus Preis gewann. Auch ist er durch die Planung am „2 World Trade Center“ bekannt. Ein besonders nachhaltiges Werk ist das Müllheizkraftwerk „Copenhill“ in Kopenhagen: es wird in Zukunft nicht nur Großteile der Stadt mit Energie versorgen, sondern produziert auch noch mehr sauberes Wasser, als es verbraucht. Außerdem dient es durch die Gestaltung des Dachs als Skipiste und Naherholungsgebiet. Am 22. November 2019 wird der Architekt seinen Preis entgegennehmen.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur

Noch bis zum 7. Juni 2019 können sich Bauherren, Architekten oder Nutzer von Neu- und Bestandsbauten um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur bewerben. Dabei ist eine Nachhaltigkeitszertifizierung keine Bedingung für eine Bewerbung.

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Wie sauber werden Solarmodule entsorgt?

Bald ist es so weit: die erste große Welle an Solarmodulen in Deutschland muss entsorgt werden. Einige enthalten allerdings hochgiftige Materialien. Was passiert damit?

Laut einer aktuellen Prognose soll ab 2020 zwischen 20.000 und 200.000 Tonnen Solarzellenabfall anfallen. Spätestens dann ist die geschätzte Lebensdauer von 25 Jahren der ersten in Deutschland installierten Welle an Photovoltaik-Anlagen erreicht. Nach 2020 sollen die geschätzten Zahlen kontinuierlich steigen und können bis 2035 schon mehrere Millionen betragen. Die Lebensdauer von 25 Jahren kommt deshalb zustande, weil die Module über die Jahre viele kleine Defekte entwickeln können. Dafür verantwortlich sind Schäden durch Wind und Wetter an Kabeln und Oberflächen der Anlagen. Bei solchen Schäden müssen allerdings nicht zwingend die ganzen Module ausgetauscht werden, oftmals sind es nur einzelne Bauteile.

Wohin mit dem Abfall?

Zuständig für die Entsorgung der ausgedienten Module sind grundsätzlich die sogenannten „Erstinverkehrbringer“, nämlich Hersteller und Importeure. Nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz sind sie dazu verpflichtet, die zurückgenommenen Elektroaltgeräte auf eigene Kosten ordnungsgemäß zu entsorgen. Für Privatpersonen und Installationsbetriebe, also nicht-Erstinverkehrbringer, ist die Entsorgung auf einem öffentlich-rechtlichen Wertstoffhof kostenlos. Dort werden die Module von anderen Geräten getrennt und von speziellen Entsorgungsunternehmen abgeholt.

Wie steht es um Recycling?

Seit mehr als 15 Jahren wird bereits an Recyclingverfahren für Solarmodule geforscht. Der Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten Körnig, freut sich über die Entwicklung: „Entsorgungsfachbetriebe sind heute in der Lage, Altmodule so zu recyceln, dass die Wertstoffe fast vollständig wieder einem Produktionsverfahren als Sekundärrohstoffe zugeführt werden können.“ Er sieht in den kommenden, zu recycelnden Modulen eine Chance für Deutschland, sich einen technologischen Fortschritt zu erarbeiten.

Auch das Umweltbundesamt kann die Erfolge beim Recycling der Photovoltaik-Anlagen bestätigen. So könne man momentan bereits 70 Prozent des verbauten Materials in Form von Metall und Glas wieder verwenden. „Aufgrund der Zusammensetzung eines PV-Moduls aus überwiegend Glas, Aluminium und Kunststoffen können nach unseren Informationen mehr als 90 Prozent des PV-Moduls recycelt beziehungsweise verwertet werden“, erklärt Axel Strobelt.

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Erste Studie zum „Smart Readiness Indicator“ veröffentlicht

Wie intelligent kann ein Gebäude sein? Um dies vergleichend darstellen zu können, wurde der „Smart Readiness Indicator“ (SRI) eingeführt. Die Grundlagenforschung läuft.

Bereits in der 2018 novellierten EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) ist der Begriff „Smart Readiness Indicator“ (SRI) zu finden. Er soll beschreiben, wie smart ein Gebäude sein kann, beziehungsweise bewerten, wie gut ein Nutzer mit dem Netz interagieren sowie den Gebäudebetrieb energieeffizient regeln kann. Die Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) sowie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben hierzu eine Grundlagenstudie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der EBZ Business School und dem Wuppertal Institut berücksichtigen dabei bisher veröffentlichte Erkenntnisse der EU und zeigen einen pragmatischen Lösungsansatz.

Technologischen Anforderungen gerecht werden

Zu den wesentlichen Anforderungen, die in die SRI-Bewertung mit einfließen, zählen unter anderem der Einsatz von Smart Metern, die Einbindung von Ladestationen für Elektromobilität sowie Energiespeicher und Energie-Managementsysteme. Bereits installierte Technik steht dabei ebenso auf dem Prüfstand wie vorhandene Infrastruktur für mögliche Erweiterungen. Insgesamt solle der Indikator Gebäudeeigentümern, Mietern und Investoren praktische Orientierungshilfe, inwieweit bestehende oder neu zu errichtende Gebäude zeitgemäßen technologischen Anforderungen gerecht werden.

„Der Indikator wird dazu beitragen, dass sich der Wert eines Gebäudes in Zukunft auch daran messen lassen muss, wie ‚intelligent‘ das Haus vernetzt ist“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Der ‚Intelligenzindikator‘ könnte die Nachfrage nach smarten Immobilien ankurbeln.“

Weitere Geschäftsfelder

Für die weitere Verbreitung im Markt und einer allgemeinen Akzeptanz des SRI, müssen wesentliche Funktionsbereiche wie Heizung, Lüftung, Beleuchtung oder Energiemanagement kostengünstig erfasst, bewertet und vergleichbar gemacht werden. Rund um den SRI könnten so zusätzliche Geschäftsfelder und Dienstleistungen entstehen, die auch für Energieunternehmen interessant sind.

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Aktiv gegen Schadstoffe – mit neuem Straßenbelag

In Stuttgart ist die Luft schmutzig. Das soll sich ändern. Nun testet die Stadt etwas Neues: Der Clean Air Asphalt soll die giftige Stickoxide unschädlich machen.

Stuttgart hat ein Problem: Die Luftverschmutzung mit Stickoxiden ist hier so hoch, wie in keiner anderen Großstadt Deutschlands. Die Stadt geht aktiv dagegen vor, jetzt auch mit einem Mittel, dass auf den ersten Blick ziemlich kurios wirkt. Das Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg hat nun als dritten Schritt des Luftreinhalteplans 200.000 Euro bereitgestellt, damit die Landeshauptstadt in einem Pilotprojekt einen neuen Straßenbelag testen kann. Der sogenannte Clean Air Asphalt, kurz ClAir, soll die Belastung durch Stickoxide dauerhaft senken.

Schadstoffe unschädlich machen

Peter Hübner, Vorstand des ausführenden Unternehmens, der STRABAG AG, freut sich, dass der ClAir Asphalt nun erstmalig in der Praxis getestet wird: „Die STRABAG AG ist Vorreiterin für Innovationen in der Branche und wir hoffen, dass wir einen Beitrag zur Schadstoffentlastung in Stuttgart leisten können.“ Weiter erklärte er, wie der Asphalt das leisten soll: „Es handelt sich hierbei um einen Straßenbelag, dem photokatalytisches Abstreumaterial beigemengt wurde. Der Abbau giftiger Stickoxide erfolgt durch das in der Asphaltoberfläche enthaltene Titanoxid, das Schadstoffe in unschädliche Substanzen umwandelt.“ Unterstützt wurde die Projektentwicklung auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Effektivität noch unklar

Unsicher ist aber noch, inwiefern der Asphalt einen Einfluss auf die Sauberkeit und Qualität der Luft hat. Die Schadstoffbelastung in Stuttgart sei in den letzten Jahren zwar stark zurückgegangen. „Inwieweit und in welchem Umfang hierbei Schadstoff reduzierende Fahrbahnbeläge einen substanziellen Beitrag leisten können, werden wir hier und bei einem weiteren Pilotprojekt mit der STRABAG AG in Stockach untersuchen“, erläuterten Ministerialdirigent Andreas Holler und der Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Stuttgart Wolfgang Schanz.

Das Pilotprojekt ist derweil gestartet: In der ersten Osterferienwoche wurden etwa 8.200kg des Abstreumaterials in den Asphalt am Neckartor in Stuttgart gewälzt. Ob und wie stark Schadstoffe dann durch den Straßenbelag gemindert werden können, soll ein begleitendes Wissenschaftsprojekt feststellen.

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Neue bauliche Maßnahmen zum Schutz vor Radon

Das Bundesumweltministerium hat einen Radonmaßnahmeplan veröffentlicht. Dieser soll helfen, in Zukunft besser vor der Strahlung des radioaktiven Edelgases zu schützen.

Insgesamt 40 Seiten hat das am 24. April veröffentlichte Dokument, in dem das Bundesumweltministerium (BMU) die Strategie von Bund und Ländern zur Verbesserung des Schutzes vor Radon neu zusammenfasst. Es richtet sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Bürger. Neben den bereits bestehenden Regelungen zum Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen geht das neue Dokument zudem auf den Schutz der Bevölkerung in Aufenthaltsräumen ein. Zu den geplanten Zielen gehört, dass Menschen in Aufenthalts- und Arbeitsräumen dem gefährlichen radioaktiven Edelgas möglichst nicht mehr ausgesetzt sein sollen. Denn viele Untersuchungen zeigen: der Zerfall von Radon und seine Zerfallsprodukte in der Lunge gelten als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland – direkt nach dem Rauchen. Das Dokument kann auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums kostenlos heruntergeladen werden.

Was ändert sich für den Bau?

Für Neu- und Bestandsbauten sollen bauliche Maßnahmen zum Schutz von Radon zukünftig weiterentwickelt werden, die dann verbindlich gelten. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde schon getan: Im Radonhandbuch, das am 3. April vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht wurde, kann man bereits etwas über bauliche Maßnahmen zum Schutz vor Radon erfahren. Diese Maßnahmen sind in dem Handbuch praxisnah und leicht verständlich beschrieben. Das Handbuch steht auf der Internetseite des Bundesamts für Strahlenschutz zum Herunterladen zur Verfügung.