Image: iStock.com/drxy

Neue Bauinnovationen auf den Knauf Werktagen 2019

Zum 6. Mal und in sechs Städten veranstaltete die Knauf-Gruppe ihre Werktage. Neue Produkte und Services rund um die Bautechnik und Gestaltung wurden hier präsentiert.

Bereits zum 6. Mal hat Knauf seine eigenen Werktage veranstaltet, anstatt auf der BAU-Messe in München auszustellen und sich die Halle mit anderen Teilnehmern zu teilen. Von Mitte Januar bis Mitte Februar bereiste die Knauf-Gruppe mit ihren 12 Partnerunternehmen Berlin, Mainz, Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg und Hannover.

Unter dem Motto „Erleben. Vernetzen. Bauen.“ boten die Ausstellungen allen Fachhandwerkern, Baustofffachhändlern und Architekten viel zu sehen. Dabei konnten sie sich über den aktuellen Stand und neue Techniken in jedem Bereich des Baus informieren. Ob Boden, Wand, Fassade oder Dach – diverse neue Techniken feierten hier ihre Premiere vor interessierten Fachbesuchern. Über 100 anschauliche Modelle zum selbst mit anpacken zeigten neue Lösungen für allerlei Vorgänge auf der Baustelle. Durch die interaktiven Konstruktionen konnten die Fachbesucher außerdem darüber mitdiskutieren, wie sich dadurch die wachsenden Anforderungen an zum Beispiel den Brandschutz, die Akustik und die Energieeffizienz durch die Innovationen realisieren lassen.

Fokus Digital

Im Fokus standen vor allem digitale Lösungen, die am Bau immer wichtiger werden. Hier wurden viele bereits funktionierende Anwendungen vorgestellt. Dazu zählt zum Beispiel die Planung mit dem BIM-Plugin, das das digitale Entwerfen aller Komponenten an einem Bauprojekt vereinfachen und sowohl in 2D als auch 3D anzeigen kann. Auch gibt es einige Apps, die wie „Container +“ beispielsweise das Materialmanagement übernehmen und Übersichten zu benötigten Ressourcen anzeigen können.

Image: Fotolia/weseetheworld

Gegen Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure

Generalanwalt Maciej Szpunar hält die Verbindlichkeit der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Mit Schlussanträgen wehrt er sich.

Bereits im Dezember 2018 wurde das Klageverfahren eingeleitet: Generalanwalt Maciej Szpunar hält die aktuellen Mindest- und Höchstsätze der Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) für unvereinbar mit dem EU-Recht. Das begründet er mit der Niederlassungsfreiheit, die durch die Gebührenordnung eingeschränkt wird, da Ingenieure und Architekten nicht die Möglichkeit haben, sich über immer niedrigere Preise im Markt zu behaupten. An die Mindest- und Höchstsätze aus der Ordnung sind alle Architekten und Ingenieure gebunden. Am 28. Februar 2019 veröffentlichte Szpunar Schlussanträge, um diesen Einwand deutlich zu machen. In der Vergangenheit ist der Europäische Gerichtshof (EuGH) den Empfehlungen des Generalanwalts häufig gefolgt. Für diesen Fall wird im zweiten oder dritten Quartal 2019 ein Urteil erwartet.

Die Klage findet wenig Zuspruch

Die Bundesarchitektenkammer meldet sich mit ihrem wichtigsten Argument gegen das Votum von Szpunar zu Wort: bereits zu Anfang der Ordnung hätten Bundesregierung und allerlei Interessenverbände deutlich gemacht, dass in so einem wichtigen Bereich wie der Baukultur der Qualitätswettbewerb nicht durch den günstigsten Preis, sondern durch die hochwertigste Qualität entschieden werden sollte. Nach ihnen würde ein Preiswettbewerb die Branche ruinieren. Die Bundesingenieurkammer (BIngK) argumentiert ähnlich: „Jeder weiß, dass für einen zu niedrigen Preis keine hinreichende Qualität geliefert werden kann – das gilt auch für Ingenieurleistungen. Daher befürchten wir, dass nach einem Wegfall der Mindestsätze der HOAI nur noch der Preis darüber entscheidet, was beziehungsweise wie geplant und gebaut wird. Die Qualität wäre dann zweitrangig. Wer beim Planen spart, zahlt hinterher beim Bauen drauf“, meint BIngK-Präsident Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer.

Der Verband Beratender Ingenieure (VBI) teilt die Auffassung des Generalanwaltes ebenfalls nicht. Hier findet man die von deutscher Seite vorgebrachten Argumente für eine Beibehaltung der Regelungen schlüssig. Die Vorschriften der HOAI seien ein wertvolles Gerüst und eine Richtschnur für  das Planen und Bauen in Deutschland.

Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) nennt die mögliche Entscheidung für die Forderungen des Generalanwalts als eine „Ohrfeige für den Verbaucherschutz“. Die guten Planungsleistungen und die somit gewohnt gute Qualität des deutschen Baus würden darunter leiden, dass sich Billiganbieter in Deutschland etablieren könnten, wenn man sich beim EuGH für die Änderungen entscheidet. Das würde vor allem die Verbraucher hart treffen. „Deutschland muss verteidigen, was erhalten werden kann“, fordert der BDB-Präsident Hans Georg Wagner.

Image: iStock.com/Nikada

Hilfe gegen Unfälle auf dem Bau

Vor allem die Arbeit am Abbruch und Rückbau birgt viele Gefahren. Eine neue „Branchenregel“ gibt jetzt einen Überblick über die wichtigsten Arbeitsschutzbedingungen.

Ob Arbeit unter viel Lärm, in luftigen Höhen oder mit gesundheitsgefährdenden Stoffen – das potenzielle Verletzungs- und Gesundheitsrisiko auf Baustellen zum Abbruch und Rückbau ist hoch. Die neue Branchenregel 101-603 „Branche Abbruch und Rückbau“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hilft jetzt dabei, wichtige Arbeitsschutzbedingungen einzuhalten und Risiken zu minimieren. Dabei wendet sich das Dokument an die Unternehmer selbst, die für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Angestellten verantwortlich sind. „Das Besondere an dieser Branchenregel ist, dass sie ganz unterschiedliche Gefährdungen bündelt und Hinweise gibt, wie sie vermieden werden können. So hilft sie, Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Gesundheitsschäden zu verhindern“, meint Günter Eisenbrandt, Mitarbeiter des zuständigen Sachgebiets im Fachbereich Bauwesen der DGUV.

Fachleute der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und weiterer Berufsgenossenschaften (BG Verkehr, BGHM und BGHW) haben intensiv mit Fachleuten aus der Abbruchbranche zusammengearbeitet, um besonders praxisbezogene Regeln aufzustellen und fachkundige Erfahrungen einzubringen. Auch viele Vertreter der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände haben aktiv an der Branchenregel gearbeitet. „Damit ist sichergestellt, dass die in der Branchenregel enthaltenen Beispiele und Lösungsvorschläge sich bereits in der Praxis bewährt haben“, sagt Eisenbrandt. Das Dokument kann kostenlos auf der Seite der DGUV heruntergeladen werden.

Image: iStock.com/mattjeacock

Neue Richtlinien für Klimaschutz

Attraktive Stadtplanung betreiben, gleichzeitig aber die Auswirkungen auf den Klimawandel berücksichtigen – die neue Richtlinie „VDI 3787 Blatt 8“ soll dies vereinfachen.

Die Kommission „Reinhaltung der Luft“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Deutschen Instituts für Normen (DIN) planen für den 5. Juni ein Expertenforum zur „Stadtentwicklung im Klimawandel“ in Frankfurt am Main. Hierbei stellen sie ihre neue Richtlinie „VDI 3787 Blatt 8“ vor, die den Städten die komplexen Zusammenhänge zwischen stadtklimatischen Charakteristika und planungsrelevantem Agieren aufzeigen soll. Während der Veranstaltung sollen demnach auch bereits realisierte Beispiele aus verschiedenen Städten vorgestellt werden.

Der Grund für das neue 41-seitige Dokument liegt in der aktuellen kommunalen Entwicklung: hier stehen oft keine eindeutigen Strategien und Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung des Ausstoßes von klimarelevanten Treibhausgasen. Häufig stehen die Gemeinden und Landkreise vor finanziellen Engpässen und Unsicherheiten bezüglich möglichen Klimafolgen, die ihnen diese gewünschte Vermeidung von Klimaschäden erschweren. VDI und DIN sind der Meinung, dass die Ansätze Klimaschutz und Klimaanpassung momentan noch weitgehend unabhängig voneinander betrachtet werden, obwohl sie eigentlich in einer engen Wechselbeziehung zueinander stehen sollten. Zwischen den beiden Ansätzen gebe es Konflikte, die gelöst werden müssen, aber auch Synergieeffekte, die genutzt werden sollten.

Interessierte Behörden und Unternehmen können sich auf der Internetseite des VDI zu der Veranstaltung anmelden, die über den ganzen Tag läuft. Alle Teilnehmer erhalten vor der Tagung die Unterlagen zum neuen Richtlinienblatt.

Image: Fotolia/weseetheworld

Wer braucht in Deutschland eine Arbeitserlaubnis?

Um Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erhalten, müssen ausländische Nicht-EU-Bürger sich erst um eine Arbeitserlaubnis bemühen. Doch wie hoch stehen die Chancen?

Ein neues Einwanderungsgesetz, das die Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland regeln soll, ist bereits in der Mache. Doch bis das in Kraft tritt, gelten bereits eindeutige Gesetze für ausländische Arbeitskräfte. Somit müssen sich Nicht-EU-Bürger zunächst um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland kümmern, bevor sie sich um einen Job bewerben dürfen. Streben sie einen Job in einem Berufsfeld mit Fachkräftemangel und Engpässen an, sind die Chancen relativ hoch, dass sie eine erhalten. Welche Berufe dazu gehören, zeigt eine Positivliste der Bundesagentur für Arbeit. Auf ihr sind Berufe wie die Altenpflege, der Rohrleitungsbau und die Mechatronik aufgelistet. Alle EU-Bürger, die nach Deutschland einwandern, haben uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.

Ausländische Studenten und Azubis

Etwas einfacher als ausländische Einwanderer, die in Deutschland arbeiten wollen, haben es ausländische Studenten. Diese haben nach ihrem Examen 18 Monate Zeit, sich einen Arbeitsplatz zu suchen. Haben sie dies in der Zeit geschafft, erhalten sie automatisch eine Arbeitserlaubnis. Etwas anders sieht es bei den Azubis aus: sie bekommen unter gleichen Bedingungen nur 12 Monate nach Abschluss ihrer betrieblichen Ausbildung Zeit, eine Stelle zu bekommen. Akademiker aus dem Ausland, die einen anerkannten Hochschulabschluss haben, können seit August 2012 die sogenannte „Blaue Karte EU“ erhalten. Sie gilt gleichzeitig als Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass derjenige einen Arbeitsvertrag mit mindestens 46.000 Euro Bruttojahresgehalt und die Zustimmung der Zentralen Auslandsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit bekommen hat.

Was Arbeitgeber tun müssen

Damit der Antragsteller seine Erlaubnis bekommt, muss der zukünftige Arbeitgeber der Bundesagentur für Arbeit gleichzeitig detaillierte Auskunft über den Lohn, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen geben. So wird zum einen gewährleistet, dass die beruflichen Qualifikationen des ausländischen Interessenten mit denen in Deutschland vergleichbar sind, zum anderen werden somit gleiche Beschäftigungsbedingungen angestrebt. Ob ein Betrieb die ausgeschrieben Stelle mit einem ausländischen Staatsbürger besetzen darf, kann er vorher über eine Vorabprüfung durch die ZAV erfahren.

Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge

Für Flüchtlinge gelten etwas besondere Umstände: um eine Arbeitserlaubnis beantragen zu dürfen, müssen sie bereits mindestens drei Monate als registrierter Asylbewerber in Deutschland leben. Oft dauert es für diese aber viel länger, eine Stelle zu finden. Das liegt sowohl an den mangelnden Deutschkenntnissen, sowie an der ungewissen Zeit, die ein Flüchtling noch in Deutschland verbringen wird. Davor schrecken die Arbeitgeber oftmals zurück. Auch prüft die Agentur für Arbeit vorher, ob es einen mindestens gleichwertigen Bewerber aus Deutschland beziehungsweise dem EU-Ausland gibt. Ist das nicht der Fall, erhält der Asylbewerber eine Arbeitserlaubnis für den Job.

Image: iStock.com/KatarzynaBialasiewicz

Flächenheizung und -kühlung erreichen Rekordhoch

Eine gesamte Länge von 207 Millionen Metern erreichen die verlegten Rohre für Flächenheizungen und -kühlungen 2018 in Deutschlands Decken, Böden und Wänden.

Diese Zahl bedeutet ein Wachstum der Länge um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und stellt somit ein neues Rekordhoch dar. Diese Zahlen wurden jetzt vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und dem Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) mitgeteilt. Während der Heizkörpermarkt im Jahr 2018 einen Rückgang um etwa acht Prozent entwickelte, gibt es im Geschäft um die effizienten Flächensysteme schon seit einigen Jahren einen dynamischen Aufschwung.

Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH, erläutert die vielen Vorteile des Heizsystems. So kann die Flächenheizung und -kühlung mit allen anderen Heizsystemen kombiniert werden und ist nicht nur unkompliziert in der Installation in Neubauten, sondern auch bei gewünschter Modernisierung einer bereits bestehenden Heizung. Hierfür bieten die Hersteller viele passende Systeme zur Installation. Zudem ist das System sehr effizient und sorgt für Wärme im ganzen Jahr. Gleichzeitig kann aber auch das Kühlsystem für den Sommer in einfacher Weise mit dem System kombiniert werden. All diese positiven Eigenschaften machen das Flächenheiz- und Flächenkühlsystem laut dem Geschäftsführer zum momentan populärsten Wärmeübergabesystem.

BDH und BVF haben außerdem eine Veränderung im Einsatz festgestellt: wurden die Flächenheiz- und -kühlsysteme in den vergangenen Jahren eher im Wohnungsbau eingesetzt, so wächst das Interesse am Einsatz in Nicht-Wohnbauten. Die beiden in einem System vereinten Eigenschaften Heizen und Kühlen sorgen auch in Büroräumen und Hallengebäuden für hohe Effizienz und Komfort.

Image: iStock.com/vencavolrab

Die Zunahme von Solarheizungen geht zurück

Wurden 2017 noch rund 78.000 neue Anlagen installiert, so ging die Zahl 2018 auf etwa 71.000 zurück. Das entspricht flächenmäßig einem Rückgang von ungefähr 8 Prozent.

Neue Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeigen: das Wachstum vom Interesse am Heizen mit Solarenergie hatte im Jahr 2018 nicht gerade seinen Höhepunkt. Insgesamt erzeugten gegen Ende des Jahres etwa 2,4 Millionen Solarthermieanlagen Solarenergie. Die Fläche aller Solarkollektoren betrug zum Jahresende circa 20,5 Millionen Quadratmeter. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist die Zahl der Quadratmeter nur um 0,5 Millionen gestiegen. Zum Vergleich: In den Jahren 2013 und 2014 gab es dagegen noch einen Anstieg von etwa 0,9 Millionen Quadratmetern.

Probleme in der Unterstützung

„Solarheizungen sind populär, weil sie sich mit nahezu allen anderen Heizsystemen kombinieren und unkompliziert nachrüsten lassen. Trotzdem wächst die Zahl der Solarwärmeanlagen nicht im gewünschten Maße“, konstatierte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Bei zu vielen Neubauten und Heizungssanierungen bleibt die Kraft der Sonne ungenutzt. Staatliche Förderprogramme sind oft unbekannt und weisen Lücken auf.“ Deshalb fordern beide Bundesverbände gemeinsam, dass bessere Anreize für das Installieren solcher Anlagen geschaffen werden. Dabei dürften erneuerbare Energien und Energieeffizienz nicht gegeneinander gestellt und ausgespielt werden.

„Die Kombination von effizienter Heiztechnik und Solarthermie ist eine lohnende Investition. Gegenüber einer Altanlage lassen sich Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent realisieren. Dies macht sich nicht nur finanziell bemerkbar, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Der momentane Stand in Sachen Förderung

Einen staatlichen Zuschuss kann in Höhe von mindestens 2.000 Euro kann erwarten, wer die Heizung im Eigenheim in Richtung Solarenergie modernisieren möchte. In der Regel erhält man sogar 3.600 Euro. Entscheidet man sich für eine Solaranlage, die lediglich zur Warmwasserbereitstellung dient, erhält man mindestens 500, maximal 2.000 Euro. Auch fördert der Staat die Erweiterung einer bereits bestehenden „Sonnenheizung“ mit bis zu 2.000 Euro. Dazu muss die bisherige Kollektorfläche allerdings zwischen vier und 40 Quadratmetern groß sein und bereits zwei Jahre in Betrieb gewesen sein. Im Neubau wird der Bau von Solaranlagen bisher nicht gefördert, hier stehen die erneuerbaren Energien im Wettbewerb zu zum Beispiel Photovoltaik-Wärmepumpen-Kombinationen.

Image: iStock.com/Pali Rao

Flüchtlinge finden Arbeit im Handwerk

Etwa jeder zehnte Lehrling im Bereich der Handwerkskammer Düsseldorf stammt aus einem der acht Hauptasylherkunftsländer. Die Integration schreitet gut voran.

Insgesamt 617 Lehrlinge aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien haben zum Stichtag des 31. Oktobers eine Lehre im Gebiet um Rhein und Ruhr aufgenommen. Das sind 199 Lehrlinge mehr als im Jahr davor und stellt laut der Handwerkskammer Düsseldorf somit einen Zuwachs von 50 Prozent dar.

„Das regionale Handwerk hat hier in den vergangenen drei Jahren einen kaum zu überschätzenden gesellschaftlichen Beitrag geleistet. Viele Betriebsinhaber setzen sich mit großem persönlichen Einsatz für die Ausbildung junger Menschen mit Fluchthintergrund ein“, erläutert der Geschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, Dr. Axel Fuhrmann. Er betont, dass diese positive Entwicklung daher rühren dürfte, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit, Integrationshelfern und der Kammer selbst besteht. Bei ihren Zwischen- und Abschlussprüfungen werden die ausländischen Azubis außerdem mit zusätzlichem Deutsch- und Nachhilfeunterricht unterstützt.

Ebenfalls eine große Rolle spielen das „Programm der Willkommenslotsen“ und das Programm „Passgenaue Besetzung“. Beides wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Die Programme helfen Unternehmen jeder Größe bei der Suche nach qualifizierten Arbeitnehmern unter den Flüchtlingen. Inzwischen kommen rund 170 Willkommenslotsen auf knapp 110 Kammern und anderen Organisationen der Wirtschaft.

Hohe Erfolgsquoten – vor allem im Handwerk

Im ganzen Jahr 2018 haben die Willkommenslotsen rund 9.650 Geflüchteten zu einer Beschäftigungsmöglichkeit verholfen. Darunter zählen nicht nur Ausbildungen, sondern auch beispielweise Praktika und Einstiegsqualifikationen. Insgesamt 2.900 junge Flüchtlinge unter allen Vermittelten gingen in eine Ausbildung. Den Handwerksorganisationen stehen insgesamt etwa 70 Willkommenslotsen zur Seite. Von den zehn erfolgreichsten Maßnahmeträgern kommen sechs Organisationen allein aus dem Handwerk. Die Quote der ins Handwerk vermittelten Flüchtlinge ist hoch: bereits im ersten Halbjahr 2018 gab es 2.215 Vermittlungen in diese Branche – das entspricht einem Anteil von 50 Prozent aller Vermittlungen in dem Halbjahr.

Image: H. Schubert GmbH

Blauer Engel für perfekte Beton-Imitation für Wand und Boden

Die „imi-beton Matte“ wurde um zwei Rost-Optiken, Asphalt und eine weitere Betonoptik in Anthrazit erweitert – bei nachhaltiger Verarbeitung, wie der Blaue Engel zeigt.

Elastische Wand- und Bodenbeläge mit ganz besonderen Oberflächen. Nachbildungen, die vom Original nur schwer zu unterscheiden sind – das zeichnet die innovativen Wand- und Bodenbeläge des Werkstoffherstellers „imi surface design“ aus dem Münsterland aus. Neben der Beton- Vintageoptik, bietet der münsterländische Werkstoffhersteller jetzt auch noch vier weitere Dekore auf dem circa drei Millimeter starken Material an: Beton anthrazit, Asphalt sowie Rost. Letzteres ist dabei sowohl in einer glatten als auch einer Variante mit grober Struktur, dem „Edelrost“, erhältlich.

Umweltverträgliche Böden mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet

Gesundes Wohnen ist schon längst zum obersten Wunsch vieler Verbraucher geworden. Um Produkte bereits auf den ersten Blick als unbedenklich erkennen zu können, setzt das Gütesiegel „Blauer Engel“ einen klaren Schwerpunkt bei der gesundheitlichen Bewertung von Produkten, die insbesondere im Innenraum eingesetzt werden. So wird auch die imi-beton Matte aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und ohne den Zusatz von Chlor oder Weichmachern produziert. Dadurch ist sie emissionsarm, hat einen geringeren Schadstoffgehalt und ist in der Wohnumwelt gesundheitlich unbedenklich. Zudem ist sie zu 100 Prozent recycelbar. Und obwohl die Beton-Matte nicht aus PVC oder Vinyl hergestellt wird, kann sie wie eine solche denkbar einfach verarbeitet werden. Benötigt werden hierzu lediglich ein Cuttermesser zum Schneiden des Materials, eine Führungsschiene sowie einen 1-Komponentenkleber zum Verkleben. Die umlaufenden Außenfasen der Matte bilden im Verbund schon eine attraktive V-Fuge.

Flexible Lösungen am Puls der Zeit

Ein übergreifender Trend in der Innenarchitektur ist heute ohne Zweifel der „Industrial-Style“. Optische Attribute aus Werkhallen werden nicht nur im privaten Wohnraum (den „Lofts“) geschätzt, sondern halten mehr und mehr auch Einzug bei der innenarchitektonischen Gestaltung in Gastronomie, Verwaltungen, in Handels- und Dienstleitungsunternehmen und im privaten Wohnbereich.

Wollten Gestalter aber bei Neubauten oder Sanierungen in der Vergangenheit die gewünschte Optik erzielen, hatten sie es immer mit starren Platten zu tun, die ihre gewünschten, gestalterischen Vorstellungen gleich wieder unmöglich machten.

imi schafft hier die Lösung in Form einer flexiblen, biegsamen Matte mit authentischen Nachbildungen originaler Werkstoffe für Boden, Wand und Decke, mit der auch Rundungen und Kanten ausgeformt werden können. Dabei ist sie extrem strapazierfähig, dimensionsstabil und für Fußbodenheizungen geeignet. Sie bietet eine maximale Gestaltungsfreiheit in Büro-, Geschäfts- und Wohnräumen. Ideal auch bei Renovierungen in Küche, Bad und vieles mehr. Ob Wand, Decke oder Boden, sogar runde Elemente lassen sich mit der imi-beton Matte belegen.

imi liefert die Matten im Großformat zum Verkleben an Wand und Decke. Alternativ steht auch ein Planken- oder Fliesenformat zur Verfügung, das stumpf oder mit umlaufender Fase auf Wand oder Boden erhältlich ist. Für eine schwimmende Verlegung auf dem Boden gibt es bei imi eine selbstklebende Unterlegmatte. Sollte eine nachträgliche Bodenversieglung gewünscht werden ist dies auch möglich.

Musterpaket und Stand auf der FAF in Köln

Fordern Sie Ihr kostenloses Musterpaket der imi-beton Matte bequem online an unter www.imi-beton.com.

Außerdem können die Bodenbeläge von imi auf der diesjährigen FAF In Köln in Halle A7, Stand 413 begutachtet werden.

Image: iStock.com/drxy

Darum wird Bauen immer teurer

Der Bauindustrieverband NRW hat nach einer Analyse vier Faktoren aufgestellt, die ihrer Meinung nach zu der Baukostensteigerung führen.

Der Grund für die Analyse und die Veröffentlichung dieser vier Gründe liegt in einer anhaltenden Diskussion um die Steigerung der Baukosten im Hoch-, Tief- und Straßenbau: „Die Diskussion um steigende Baupreise nimmt ja mittlerweile in Teilen groteske Züge an. Der Vorwurf, die Bauunternehmen würden sich jetzt die Taschen voll machen, ist geradezu lachhaft und entbehrt jedweder Realität“, meint Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen. Im Wesentlichen ergibt die Analyse folgende vier Faktoren beziehungsweise Ursachen:

  1. Immens anziehende Preise für Rohstoffe und Materialien
  2. Ein weit überdurchschnittlicher Tarifabschluss für 2018
  3. Die Auslastung von Nachunternehmern und Handwerkern
  4. Moderat ansteigende Unternehmenseinnahmen

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die Kosten für Wohngebäude im vierten Quartal 2018 um rund 4,4 Prozent, die von Bürogebäuden um 3,9 und die von gewerblichen Betriebsgebäuden um etwa 4,5 Prozent gestiegen. So hoch war der Anstieg schon lange nicht mehr.

Engpässe bei der Lieferung

Der anziehende Preis für Rohstoffe ist vor allem mit massiven Lieferengpässen bei Kies, Sand und somit Beton zu erklären. In den vergangenen Jahren sei die Nachfrage nach Bauleistungen so extrem gestiegen, dass sich Rohstofflieferanten zunächst auf die hohe Nachfrage ausrichten und somit expandieren mussten. Allein Betonstahl kostete im Jahresdurchschnitt 2018 rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der zweite Faktor lässt sich folgendermaßen begründen: Zum Mai 2018 gab es im Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe eine Steigerung von 5,7 Prozent. Bei einem Anteil der Lohn- und Gehaltskosten von 30 Prozent am Bau macht sich diese Entwicklung auch an den Baupreisen bemerkbar.

Die Nachfrage bestimmt den Preis

Durch die hohe Nachfrage im Bau sind kleinere Bauunternehmen und Handwerksbetriebe zunehmend ausgelastet und können die Auslastung nur schwer umverteilen. Treten diese Betriebe dann als Nachunternehmen auf, bestimmen sie die aktuellen Preise. „Die Bauindustrie befindet sich derzeit im Schraubstock zwischen Kritik an steigenden Preisen unserer Auftraggeber und zunehmend selbstbewussten Nachunternehmern“, so die Hauptgeschäftsführerin der nordrhein-westfälischen Bauindustrie, Prof. Beate Wiemann.

„Die Bauindustrie macht sich auf Kosten der Kunden die Taschen voll“

Im Raum steht oft die öffentliche Ansicht, die Bauunternehmen würden sich zugunsten ihrer Kunden bereichern. Betrachtet man allerdings die Umsatzrendite vor Steuern von 3,5 Prozent im Jahr 2016, bekommt man einen ganz anderen Eindruck. Zudem liegt die Preisentwicklung im Bauhauptgewerbe seit mehr als 20 Jahren unterhalb der Entwicklung der Verbraucherpreise.

Prof. Beate Wiemann dazu: „Die Bauindustrie bleibt der ‚Rendite-Zwerg‘ der deutschen Industrie. Für die Renditen, die wir bei Hochkonjunktur erzielen, würden andere wie der Maschinenbau und die Automobilindustrie morgens nicht einmal aufstehen.