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Bundeskartellamt: Millionenstrafe für Asphalthersteller

Wegen unrechtmäßiger Preis-, Gebiets- und Quotenabsprachen wurden vom Bundeskartellamt hohe Geldstrafen gegen Asphalthersteller verhängt – einige gingen straffrei aus.

Wie das Bundeskartellamt nun mitteilte, wurde eine Geldbuße in Höhe von 1,43 Millionen Euro gegen die Gaul GmbH, einen Hersteller von Asphaltmischgut, wegen der Beteiligung an einer Kartellabsprache verhängt. Seit 2011 ist Gaul eine Tochtergesellschaft des STRABAG-Konzerns. Die Absprachen betrafen demnach Preis-, Gebiets-, Kunden- und Quotenabsprachen bei der Belieferung von Bauunternehmen im westlichen Rhein-Main-Gebiet in Form von Liefergemeinschaften seit mindestens 2005 bis 2013.

An den Absprachen beteiligt gewesen seien außerdem die Südhessische Asphalt-Mischwerke GmbH & Co. KG („SHM“) sowie die damalige Tochtergesellschaften der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie AG („MHI“). Die SHM legte die Absprache 2013 laut Bundeskartellamt allerdings durch einen Kronzeugenantrag offen und blieb deshalb straffrei. Das Verfahren gegen eine bestehende MHI-Tochtergesellschaft wurde mangels wirksamer Rechtsnachfolge, das Verfahren gegen die MHI AG aus Ermessensgründen eingestellt.

Unrechtmäßige Liefergemeinschaften

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes sagte dazu: „Die beteiligten Unternehmen haben über Jahre hinweg für größere Lieferaufträge an Asphaltmischgut regelmäßig Liefergemeinschaften gebildet, obwohl die meisten Aufträge auch von einem dieser Unternehmen allein hätten ausgeführt werden können.“ Die Liefergemeinschaften dienten daher vor allem einer Marktberuhigung, um einen Preis- und Bieterkampf unter den beteiligten Unternehmen zu vermeiden. „Der Wettbewerb wurde auch durch Gebiets- und Kundenzuweisungen sowie miteinander abgestimmte Preislisten für Kleinaufträge ausgehebelt. Straßenbauunternehmen als Abnehmer des Asphaltmischguts und letztlich der Staat als Auftraggeber für den Straßenbau gehörten zu den Leidtragenden.“

Asphaltmischgut wird in Mischanlagen aus Gesteinskörnungen unter Zugabe von Bindemitteln wie Bitumen hergestellt. Direkte Abnehmer sind vor allem die Straßenbauunternehmen. Gaul verfügte demnach sowohl in Büttelborn, Ludwigshafen und Sprendlingen als auch in Wiesbaden über eigene Asphaltmischanlagen. Bereits seit Ende der 90er Jahre stimmten sich die genannten Asphalthersteller laut Bundeskartellamt über Aufträge ab und bildeten Liefergemeinschaften, die von den Kapazitäten her häufig nicht erforderlich waren beziehungsweise nicht daraufhin geprüft wurden. Im betrachteten Tatzeitraum seit 2005 kam es zu mehr als 100 bi- und trilaterale Liefergemeinschaften, die auf die Absprache zurückgingen.

Vorwürfe bestätigt

Die Verfahren gegen einige kleine Hersteller von Asphaltmischgut wurden eingestellt, da sich der anfängliche Tatverdacht der Beteiligung an den Absprachen letztlich nicht erhärtete.

Wie das Bundeskartellamt meldet, hat Gaul die gegen sie erhobenen Vorwürfe eingeräumt und einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung zugestimmt. Die verhängte Geldbuße ist allerdings noch nicht rechtskräftig, sodass gegen den Bescheid noch Einspruch eingelegt werden kann, über den das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden würde.

Mit den Grenzen zulässiger Liefergemeinschaften hat sich das Bundeskartellamt bereits in seinen Sektoruntersuchungen „Walzasphalt“ sowie „Zement und Transportbeton“ befasst. Zeitgleich zu dem nun abgeschlossenen Bußgeldverfahren begleitete das Bundeskartellamt die Erstellung von Leitlinien des Deutschen Asphaltverbandes (DAV) e.V. für die Prüfung der kartellrechtlichen Zulässigkeit von Arbeits- bzw. Liefergemeinschaften. Diese Leitlinien wurden nun branchenweit veröffentlicht. Ähnliche Leitlinien werden von weiteren Verbänden im Baustoffbereich geplant.

Leitlinien zur Orientierung

„Diese Leitlinien sind gute Leitplanken für eine kartellrechtliche Bewertung entsprechender Kooperationen zwischen Bietern oder Lieferanten“, so Mundt. „Wenn sich die Hersteller von Asphaltmischgut daran orientieren, sind sie auf der sicheren Seite. In Zweifelsfällen können sich die Unternehmen natürlich auch an uns wenden.“

Ein Fallbericht zum Verfahren mit den Inhalten des § 53 Abs. 5 GWB wird in Kürze auf der Internetseite des Bundeskartellamts veröffentlicht werden. Der Fallbericht wird auch weitere Informationen zu den „Leitlinien für die Prüfung der kartellrechtlichen Zulässigkeit von Arbeits- bzw. Liefergemeinschaften“ des DAV enthalten.

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Gefährliches Radon – Strahlenschutz ab 2019 verpflichtend

Radioaktives Radon entweicht problemlos in die Atemluft. Ein neues Strahlenschutzgesetz verunsichert nun viele Bauherren, denn auch der Keller muss geschützt werden.

„Die Debatte über das radioaktive Edelgas Radon verunsichert zurzeit viele Bauherren und Hauseigentümer“, beobachtet Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Freiburg-Südbaden. Auslöser der aktuellen Debatte ist das neue Strahlenschutzgesetz (StrlSchG), das erstmals verbindliche Regelungen zum Radonschutz in Aufenthaltsräumen enthält und Referenzwerte für die Belastung mit Radon festlegt. Als gesundheitlich unbedenklich gilt demnach der Bereich von 100 bis 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³ ) im Jahresmittel.

Das novellierte Strahlenschutzgesetz tritt vollständig am 31. Dezember 2018 in Kraft. Der VPB hat dazu den Ratgeber „Radon“ erstellt.

Radon – die Gefahr aus dem Boden

Radon ist ein radioaktives Edelgas . Es entsteht beim Zerfall von Uran, das in allen Gesteinen und Böden in unterschiedlich hoher Konzentration enthalten ist und Richtung Erdoberfläche aufsteigt. In hohen Konzentrationen ist Radon gesundheitsschädlich. Es gilt heute als Hauptursache für Lungenkrebserkrankungen bei Nichtrauchern in Deutschland. Grund genug, sich beim Bauen Gedanken über das Gas zu machen.

Gingen Experten früher davon aus, Radon komme fast ausschließlich in Bergbauregionen vor, ist heute bekannt, dass die Problematik grundsätzlich ganz Deutschland betrifft; sie ist nicht nur auf die Regionen mit uranhaltigem Muttergestein beschränkt.

Auf den Boden kommt es an

„Entscheidend für die Radonbelastung ist die Durchlässigkeit des jeweiligen Bodens“, erklärt VPB-Sachverständiger Ellinger: „Lockere, gut wasserdurchlässige Böden, lassen auch Radon leicht passieren. Dicht gelagerte, wasserundurchlässige und feuchte Böden sind weniger durchlässig. Und wassergefüllte Bodenschichten stellen für Radon eine nahezu undurchdringliche Barriere dar.“

Diese Kenntnis nutzen Fachplaner bei der Konstruktion der Keller: Ein wasserdichter, sorgfältig erstellter Stahlbetonkeller, bei dem auf die Betonnachbehandlung geachtet wurde, oder eine entsprechend sorgfältig hergestellte wasserdichte Stahlbetonbodenplatte, sind technisch ausreichend, um die beim Neubau geforderten Grenzwerte für die Radonbelastung im Gebäude unter 300 Bq/m³ zu halten. „Aus technischer Sicht ist das Einhalten der Anforderung ein bei Neubauten durchaus erreichbares Schutzziel“, konstatiert Marc Ellinger. Wer einen wasserdichten Stahlbetonkeller baut, bekommt im Regelfall auch einen nahezu radondichten Keller.

Dazu gehören auch vollflächig aufgelegte, dicht miteinander verklebte Bitumenbahnen oder sogar vollflächig verschweißte Bitumenschweißbahnen, wie sie als Trennlage in Wohnräumen auf der Bodenplatte ohnehin üblich sind. „Auf das sorgfältig ausgeführte Anarbeiten an durchdringende Bauteile wie Rohrleitungen muss dabei natürlich besonders geachtet werden“, mahnt der Sachverständige.

Auch Bewohner sind gefragt

Aber auch die Bewohner sollten alles tun, um sich vor Radon zu schützen: „Regelmäßiges Querlüften bei weit geöffneten Fenstern reduziert die Radonbelastung in Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsräumen maßgeblich“, empfiehlt Marc Ellinger, warnt aber gleichzeitig: „Wer eine Lüftungsanlage betreibt muss darauf achten, dass dabei kein Unterdruck entsteht, sonst kann Radon sogar ins Haus gesaugt werden.“

„Radon und seine gasförmigen Zerfallsprodukte sind sehr leicht. Sie folgen, ähnlich wie die Raumluft, den thermischen Strömungen im Gebäude“, gibt der Fachmann zu bedenken. Unvermeidbare Kamineffekte, wie sie sich in offenen Treppenhäusern und Installationsschächten einstellen, transportieren das Radon in der Raumluft bis in die höheren Etagen und unters Dach. VPB-Experte Ellinger rät zur Vorsorge: „Sinnvoll sind deshalb zwei Maßnahmen: Einmal die bauliche Trennung von Keller und Wohnbereich. Und zum Zweiten das dichte Ausbetonieren aller Installationsöffnungen in der Kellerdecke und den übrigen Geschossdecken nach Fertigstellung der Installation. Unterbleibt das sorgfältige Verschließen der Deckendurchbrüche, kann sich Radon in geschlossenen, schlecht belüfteten Hohlräumen, und dazu gehören Gebäude, erheblich aufkonzentrieren.“

„Im Neubau ist Radon technisch durchaus beherrschbar und stellt im Regelfall kein Problem dar“, resümiert Mar Ellinger, „vorausgesetzt, die Bauteile, die das Gebäude zum Erdreich hin abschließen, werden sorgfältig und mangelfrei ausgeführt.“ Das gelinge vor allem im Schlüsselfertigbau erfahrungsgemäß nur, wenn die Bauherren die Baustelle regelmäßig vom Sachverständigen kontrollieren lassen. Darüber hinaus sollten Hausbesitzer die durchschnittliche jährliche Radonbelastung durch das Aufstellen von Exposimetern messen, rät Experte Ellinger. „Die Messdauer dafür beträgt mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr. Die Kosten hierfür sind vernachlässigbar.“

Der neue VPB-Ratgeber „Radon“ kann kostenlos von der VPB-Website heruntergeladen werden.

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Dachdecker erzielen Einigung bei Lohn- und Gehaltstarifverträgen

ZDVH und IG BAU stimmten nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden einem Schlichtungsverfahren zu. Jetzt nahmen beide Parteien den Schlichterspruch an.

Nachdem die ersten beiden Runden der Verhandlungen ohne Erfolg blieben, haben sich der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und die IG BAU in einem Schlichtungsverfahren geeinigt. Folgendem Ergebnis haben beide Parteien nun zugestimmt:

  • Vom 1. August bis 30. November 2018 gelten die bisherigen Löhne und Gehälter als unverändert.
  • Ab dem 1. Dezember 2018 steigen sie um 2,7 Prozent.
  • Ab dem 1. Oktober 2019 um noch einmal 2,9 Prozent.

Im April gibt es zusätzlich eine Einmalzahlung von 360 Euro für alle Mitarbeiter in Dachdeckerbetrieben, die bereits Mitglied der IG BAU sind.

 

Erhöhung auch für Auszubildende

Auch die Löhne der Auszubilden waren Thema der Verhandlungen. Für sie gibt es ebenfalls gute Nachrichten. Ihre Abrechnung verändert sich folgendermaßen:

  • Ab dem 1. Dezember 2018 gibt es monatlich 80 Euro mehr und
  • ab dem 1. September 2019 monatlich nochmal 30 Euro.

Ebenfalls einigten sich beide Seiten auf eine Erhöhung der allgemeinverbindlichen Erstattungsleistungen durch die Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks (SOKA-DACH) an Ausbildungsbetriebe. Statt bisher fünf, werden im ersten Lehrjahr jetzt sieben Monatsvergütungen und im zweiten fünf, statt bisher drei erstattet. Außerdem senkt sich der Berufsbildungsbeitrag für die SOKA-DACH um 0,3 Prozent auf 2,0 Prozent der Bruttolohnsumme.

Insgesamt gelten die Lohn- und Gehaltstarifverträge über 26 Monate bis zum 30. September 2020.

 

Gutes Ergebnis für beide Seiten

„Nach 13 Stunden Verhandlungsmarathon hat Schlichter Garrelt Duin ein Ergebnis vorgelegt, mit dem beide Parteien leben können. Schwierig war es, der Gewerkschaft zu verdeutlichen, dass der Bau zwar boomt, aber beileibe nicht alle Dachdeckerbetriebe davon profitieren, denn verkürzt gesagt: jedes Hochhaus hat nur ein Dach“, erläutert ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk als Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite die Verhandlungen aus. „Das Ergebnis wird gerade für die kleinen Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern zum Kraftakt werden, und die stellen immerhin die deutliche Mehrheit im Dachdeckerhandwerk dar. Mehr Geld für die Auszubildenden über alle drei Lehrjahre hinweg sehen wir positiv, denn das hilft den Betrieben, die ausbilden wollen und dringend Nachwuchs suchen. Es war uns klar, dass wir hier noch mehr tun müssen, um attraktiv zu bleiben. Positiv für die Ausbildungsbetriebe sind dabei auch die deutlich erhöhten Zuschüsse zur Ausbildung“, verdeutlicht der Präsident.

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Trinkwassersicherheit bei Baumaterial schwer zu überprüfen

Hierzulande eingebautes Sanitärmaterial muss Vorschriften entsprechen, um die Trinkwassersicherheit zu garantieren. Nicht alle erhältlichen Produkte halten diese ein.

Wenn in deutschen Bädern Armaturen und Sanitärartikel verbaut werden, müssen sie bestimmte Vorgaben erfüllen. Denn gerade für Bauteile die mit Trinkwasser in Berührung kommen, gelten in Deutschland gewisse Regeln. Und trotzdem gibt es Probleme. Denn Kunden erhalten auf dem deutschen Markt auch Produkte, die offiziell nicht verbaut werden dürfen.

EU strebt einheitliche Reglung an

Obwohl es bereits seit April 2017 Richtlinien für Werkstoffe und Einbauteile aus Metall verbindlich gibt und an Vorgaben für Kunststoffe und andere organische Materialien sowie keramische Werkstoffe gearbeitet wird, sieht das Ganze in der Praxis ganz anders aus: Eine Verpflichtung der Hersteller auf den Bauteilen anzugeben, aus welchem Material sie bestehen und ob sie den deutschen Trinkwasservorgaben entsprechen oder nicht, gibt es nämlich bisher nicht. Die Trinkwassersicherheit ist so kaum oder nur sehr schwer überprüfbar.

Anfang des Jahres legte die EU-Kommission eine Novelle der EU-weiten Trinkwasserrichtlinie vor, die sich genau dieser Schwierigkeit annimmt. Geplant sind genaue Vorgaben für die Materialien der Bauteile die mit Trinkwasser in Berührung kommen, die für alle Länder bindend sind. Die Frage nach einer Kennzeichnungspflicht, die vor allem die Praxis einfacher machen würde, bleibt aber weiterhin offen. Ende Oktober stimmte zumindest das EU-Parlament den Plänen der Kommission zu. Jetzt geht es darum, dass die Mitgliedsländer im Rat über das Thema verhandeln. Laut eines Sprechers des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) sind im Moment unterschiedliche Möglichkeiten im Gespräch: „Entweder eine Regelung über die EU-Bauprodukteverordnung oder über einheitliche Vorgaben für Materialien in Kontakt mit Trinkwasser in der Trinkwasserrichtlinie.“

Rechtliche Folgen für Handwerker bisher noch möglich

Die seit letztem Jahr in Deutschland geltenden verpflichtenden Vorgaben drehen sich um hygienische Anforderungen. Das Umweltbundesamt erarbeitete sie entsprechend der Trinkwasserverordnung. Seitdem sind sie für Bauteile aus Metall wie Wasserleitungen, Armaturen und Wasserhähne für Küchen und Bäder gültig. Trotzdem bleiben Produkte anderer, nicht-deutscher Hersteller, im Handel erhältlich. Nach EU-Gesetz dürfen Hersteller in der EU ihre Waren auch in der gesamten EU vertreiben. Dabei dürfen sie nicht von zu strengen Bestimmungen einzelner Länder beeinflusst werden. Daher sind auf dem deutschen Markt Bauteile käuflich erhältlich, die aber nach deutschem Recht gar nicht eingebaut werden dürfen. Bleibt es für den Heimwerker bei einer Ordnungswidrigkeit, wenn er ein Teil einbaut, das nicht den deutschen Vorschriften entspricht, kann es für den SHK-Handwerker rechtliche Folgen haben.

Wer auf Nummer sicher gehen will muss den Hersteller fragen

Da es eben weder eine Kennzeichnungspflicht noch ein Siegel für das Einhalten der Vorgaben gibt, bleibt es ein großes Problem die genauen verwendeten Materialien herauszufinden. Der Rechtsexperte des Zentralverbandes Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK), Carsten Müller-Oehring, rät Handwerkern beim Hersteller nachzufragen und nur Bauteile zu verwenden, deren Gesetzeskonformität vom Hersteller bestätigt wurde. Zusätzlich stellt der Verband seinen Mitgliedern eine Liste zur Verfügung, auf der sich Hersteller finden die dem Verband bestätigt haben, dass ihre Produkte der gesetzlichen Norm entsprechen. Vollständig ist diese Liste allerdings nicht.

Wenn der Kunde das Material kauft

Sogenanntes beigestelltes Material wird oft verwendet um die Baukosten gering zu halten. Oft werden sie im Internet oder in Baumärkten gekauft und den bestellten Handwerkern zum Einbau zur Verfügung gestellt. „Aufklären muss der Handwerker seinen Kunden dennoch über all die Gefahren, die das Material mit sich bringen kann, also beispielsweise auch, dass eine Armatur nicht zwingend der Trinkwasserverordnung entspricht, wenn der Kunde sie im Baumarkt gekauft hat“, sagt Carsten Müller-Oehring. Gibt es keine Sicherheit für die Trinkwassersicherheit der Produkte und der Handwerker baut sie trotzdem ein, verstößt er gegen geltendes Recht und haftet, da er eine mangelhafte Leistung erbracht hat. Per Vertragsklausel kann der Handwerker eine Haftung wegen Verstoßes gegen eine bestehende Aufklärungs- und Informationspflicht allerdings ausschließen.

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Staubarme Technik für Azubis

Die BG BAU kooperiert mit der Industrie, um künftig jedes Jahr rund 60.000 Auszubildende zu Beginn ihres Arbeitslebens mit staubarmen Techniken vertraut zu machen.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) verzeichnet jedes Jahr hunderte Anzeigen wegen Verdacht einer staubbedingten Berufskrankheit, beispielsweise Silikose, Siliko-Tuberkulose oder Lungenkrebs. Auslöser ist meistens aufgewirbelter Bau- beziehungsweise Quarzstaub. Um schon möglichst früh auf diese Gefahren sowie auf staubarme Techniken aufmerksam zu machen, arbeitet die BG BAU nun noch enger mit der Industrie zusammen: Mit zur Verfügung gestellten Maschinen und Geräten sollen künftig jährlich rund 60.000 Auszubildende für diese Thematik sensibilisiert werden.

Die gemeinsame Initiative ist Teil des Aktionsprogramms „Staubminimierung beim Bauen“ – einer breit angelegten Aktion relevanter Verbände und Gewerkschaften sowie von Bauaufsicht und Politik.

Technische Lösungen zum Schutz der Gesundheit

„Zwar entsteht bei Arbeiten am Bau grundsätzlich häufig viel Staub“, weiß Bernhard Arenz, Leiter der Prävention der BG BAU. „Doch gibt es inzwischen umfassende technische Lösungen, um Staub zu mindern und bereits an der Quelle zu beseitigen.“ So haben mehrere Hersteller staubarmer Elektrowerkzeuge und Maschinen die Initiative ergriffen und der BG BAU einige ihrer Geräte zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung gestellt. Allein am 30. Oktober wurden insgesamt 220 Maschinen – zunächst befristet auf zwei Jahre – als Dauerleihgabe überreicht.

„Diese gemeinsame Initiative macht es erstmals möglich, künftig schon den beruflichen Nachwuchs für staubarmes Arbeiten zu sensibilisieren, indem sie mit den technischen Möglichkeiten vertraut gemacht werden“, so Arenz.

Arbeitsschutzpaten

Die Geräte wurden an ausgewählte Aufsichtspersonen der BG BAU übergeben, die als „Arbeitsschutzpaten“ den Ausbilderinnen und Ausbildern in den rund 286 überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Bauwirtschaft sowie in Meisterschulen zur Arbeitssicherheit beratend zur Seite stehen. Ziel ist es, die Maschinen und Geräte ab sofort in Veranstaltungen zum Thema Arbeitsschutz unmittelbar und praktisch erlebbar vorzuführen.

„Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem gemeinsamen Weg zur ,staubfreien Baustelle‘. Es ist wichtig, insbesondere junge Menschen frühzeitig an das Thema ´staubarmes Arbeiten´ heranzuführen. Das kann nur gelingen, wenn staubarme Techniken und Technologien bereits in die Ausbildung integriert werden“, resümiert Arenz.

Arbeitsschutz durch finanziellen Anreiz

Um den allgemeinen Arbeitsschutz in Betrieben noch stärker zu fördern, hat die BG BAU zusätzlich verschiedene technische Lösungen und Verfahren in den Katalog der Arbeitsschutzprämien aufgenommen. Unternehmen, die die entsprechenden Techniken beziehungsweise Geräte anschaffen, können hierdurch einen finanziellen Zuschuss der BG BAU erhalten.

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Schäden vermeiden – Ladungssicherung für Handwerker

Jährlich verunglücken mehr als 800 Menschen wegen mangelnder Ladungssicherung. Um Unfälle vorzubeugen, muss auch im Transporter auf eine korrekte Sicherung geachtet werden.

Die Ladung muss gesichert werden, ganz egal wie kurz oder lang die zurückzulegende Strecke ist. Ist das nicht der Fall, kann es bei einem Unfall zu gefährlichen bis tödlichen Verletzungen kommen. Auch Bußgelder, Punkte in Flensburg und teure Materialschäden sind mögliche Folgen. Gerade im Transporter muss auf die richtige Ladungssicherung geachtet werden. Ansonsten reicht schon eine einfache Bodenwelle aus und die Massekräfte, die durch die Schnelligkeit und Wendigkeit eines Transporters wesentlich höher sind als bei einem LKW, sorgen dafür, dass sich das Material zu gefährlichen Geschossen entwickelt.

Gesetzliche Regelung der Ladungssicherung

Grundsätzlich regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO), wie die Ladung gesichert werden muss. Hiernach sollte die Ladung generell so gesichert und verstaut werden, dass sie nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen könnte. Diese Reglungen gelten für den normalen Fahrbetrieb, aber natürlich auch für Situationen wie Vollbremsungen oder Ausweichmanöver. In der StVO finden sich auch genaue Angaben dazu, wie hoch und breit ein Fahrzeug maximal beladen sein und wie weit die Ladung nach vorn, hinten und zur Seite höchstens hinausragen darf. Die Verantwortung für die Sicherung trägt übrigens derjenige, der den Schaden oder den verkehrsunsicheren Zustand verschuldet hat. Das ist in der Regel der Fahrer oder auch der Fahrzeughalter. Je nach Fall kann es aber auch der Betriebsinhaber, Absender oder Verlader sein.

Pflichten und Aufgaben von Fahrzeughalter und Fahrer

Für den Zustand des Fahrzeugs ist der Halter verantwortlich. Das bedeutet, dass er vor Fahrantritt dafür sorgen muss, dass es sich in einem verkehrstauglichen Zustand befindet und für den konkreten Transport geeignet ist. Auch muss er die entsprechenden Ladungssicherungsmittel zur Verfügung stellen. Die regelmäßige Kontrolle der Ausrüstung und des Fahrzeugs zählt ebenso zu den Aufgaben des Halters. Weiter ist es die gesetzliche Pflicht des Fahrzeughalters den Fahrer einzuweisen und zu schulen, insbesondere bei Gefahrguttransporten. Sicherheit bieten vor allem Betriebsanweisungen, die aufzeigen, wie Arbeitsmaterial und Werkzeuge zu verladen sind.

Der Fahrer selbst hat vor Fahrtantritt die Lastverteilung und Ladungssicherung zu überprüfen, auch wenn ein Kollege oder ein Kunde die Sicherung der Ladung übernommen hat. Findet er Mängel vor, muss er die Durchführung des Transports verweigern. Ansonsten geht er ein großes Haftungsrisiko ein. Während der Fahrt – und vor allem nach steilen Kurven, Schlaglöchern und Bremsmanövern – sollte er die Ladung regelmäßig kontrollieren. Je nach Art der Ladung sollte aber auch das Fahrverhalten angepasst werden.

Wer seine Ladung nur mangelhaft sichert und von der Polizei angehalten wird, dem drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 200 Euro sowie Punkte in Flensburg.

Die Ladung richtig sichern

Grundlegend gilt: Entweder wird formschlüssig oder kraftschlüssig gesichert. Abhängig von der Art der Ladung können diese beiden Methoden aber auch kombiniert werden. Unabhängig von der Variante müssen die zulässigen Abmessungen nach StVO und Achslasten immer beachtet werden. Darüber hinaus müssen schwere Gegenstände immer zuerst eingeladen werden. Beim Transport von Werkzeug oder anderen Kleinteilen ist es sinnvoll eine professionelle Einbaulösung zu wählen.

Formschlüssige Ladungssicherung

Beim Transport von mehreren Elementen müssen diese so aneinander gereiht werden, dass sie sich gegenseitig stützen. Wenn die Kisten oder Kartons auf der Ladefläche verteilt und nicht gestapelt werden, gelingt so die Sicherung. Für zusätzliche Bodenhaftung kann eine Anti-Rutschmatte sorgen. Die Ladung muss immer in alle Richtungen gesichert werden. Die Stirn- oder Bordwand dient hierbei als Festpunkt. Eine sinnvolle Unterstützung können darüber hinaus Sperrbalken sein, die an entsprechenden Lochschienen in der Seitenwand oder der Ladefläche befestigt werden. Beim sogenannten Diagonalzurren werden an der Ladung vier vorgespannte Zurmittel angebracht. Die Haltekraft verhindert ein Verrutschen der Ladung.

Kraftschlüssige Sicherung

Bei dieser Form der Sicherung wird die Ladung durch Zurmittel wie Spanngurte oder Netze niedergezurrt – die Ladung wird auf den Boden gepresst. Das Ladungssicherungsmittel muss direkt an der Ladung anliegen, ansonsten ist die Sicherung nicht gewährleistet. Hierbei macht es Sinn, die Karosserie und Befestigungspunkte im Vorfeld darauf zu prüfen, ob sie für die Belastung ausgelegt sind. Von besonderer Bedeutung bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung ist der sogenannte Zurrwinkel. Je flacher der Winkel des Spanngurtes ist, desto weniger Anpresskraft überträgt der Gurt auf die Ladung. Empfohlen wird ein Winkel von mindestens 35 Grad.

Hat man seine Ladung vorschriftsmäßig gesichert, bleibt immer noch das Überprüfen und Nachziehen der Gurte nach ein paar Kilometern.

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Funkbasierte Smart-Home-Lösungen: Intelligenz zum Nachrüsten

Durch eine flexible Hausautomation auf Funk-Basis lassen sich vernetzte Smart Home-Lösungen realisieren, ohne Wände aufzustemmen oder Leitungen zu verlegen.

Ein intelligent vernetztes Zuhause: Viele Menschen denken dabei unweigerlich an eine umfangreiche, kabelgebundene Lösung, die nur mit großem Aufwand im Bestandsbau nachzurüsten ist. Hier kann die Beratungskompetenz der IT-Techniker und -Systemintegratoren zu einem Umdenken führen: Mit dem Angebot einer flexiblen Hausautomation auf Funk-Basis wie dem Rademacher HomePilot Smart Home lassen sich neue Kunden gewinnen und ein rasant wachsender Markt erschließen.

Wichtig ist, die Kunden im Beratungsgespräch von den vielen Vorteilen dieser unkomplizierten Nachrüstlösung zu überzeugen: Für die Installation der smarten Funktechnik müssen weder Wände aufgestemmt noch Leitungen verlegt werden. Für die Inbetriebnahme sind lediglich ein PC mit Internetzugang und aktuellem Browser sowie ein Internet-Router nötig. Das zentrale Steuerungselement wird dann einfach an den Router angeschlossen und ermöglicht die einfache Automatisierung der verschiedenen Anwendungen. Von Rollladen und Sonnenschutz über Heizung und Beleuchtung bis hin zu elektrischen Geräten und Sicherheitsfunktionen wie Rauchmelder und Kameras für innen und außen: Die Produktvielfalt stellt sicher, dass sich nahezu alle Wünsche der Bewohner realisieren lassen.

Schneller Gerätezugriff und leichte Bedienung

Das HomePilot Smart Home punktet zudem mit seiner einfachen Bedienbarkeit. In welcher Position befinden sich die Rollläden? Welche Temperatur ist auf dem Heizungsthermostat eingestellt? Brennt noch Licht im Schlafzimmer? Mit der HomePilot App können Nutzer ihre favorisierten Geräte des HomePilot-Systems übersichtlich im Dashboard – der Startseite der App – anordnen und haben so die für sie wichtigsten Informationen schnell im Blick. Die jeweiligen Geräte sind in frei platzierbaren Kacheln dargestellt, die die jeweils grundlegenden Geräteinformationen bieten. Wählt der Nutzer die größere von zwei Kachelvarianten, bekommt er auch mehr Geräteinformationen angezeigt. Besonders praktisch: Über die Kacheln kann der Nutzer die jeweiligen Geräte auch mit grundlegenden Befehlen direkt ansprechen, zum Beispiel die Beleuchtung ein- oder ausschalten, die Rollläden öffnen oder schließen, oder auch hinterlegte Szenen aktivieren.

Über das Dashboard erkennt der Bewohner darüber hinaus sofort, wenn etwas nicht in Ordnung ist. So werden Warnmeldungen wie eine Blockade oder ein niedriger Batteriestand des Gerätes in der Gerätekachel über ein zusätzliches Icon symbolisiert.

Auch Sprachsteuerung möglich

Ein immer wichtigeres Verkaufsargument ist zudem die Sprachsteuerung, das belegt eine  aktueller Deloitte-Studie: Demnach befinden sich bereits in 13 Prozent der Haushalte ein smarter Lautsprecher mit Sprachsteuerungs-Funktion, zehn Prozent planen den Kauf im kommenden Jahr und weitere 24 Prozent sind grundsätzlich daran interessiert, Geräte auf Zuruf zu steuern. Auch im HomePilot Smart Home lassen sich in Verbindung mit den digitalen Sprachassistenten Alexa und Google Assistant die verschiedenen Anwendungen wie Beleuchtung, Heizung und Rollläden oder auch festgelegte Szenen unkompliziert per Sprache steuern beziehungsweise auslösen.

Fundiertes Know-how für mehr Umsatz

Wer sich für ein Smart Home interessiert, sucht in der Regel kompetente Beratung. Vor allem die vermeintliche Komplexität der Technik oder Bedenken hinsichtlich der Sicherheit sind Hemmnisse, die es im persönlichen Gespräch abzubauen gilt. Hier punkten IT-Techniker, Systemintegratoren sowie IT-Systemhäuser mit fundiertem Spezialwissen rund um Smart-Home-Technologien und einer guten Kenntnis des Marktes. Damit Techniker und Betriebe das bedeutende Umsatzpotential des Smart-Home-Geschäfts optimal ausschöpfen können, bietet Rademacher eine Ausbildung zum „HomePilot-Fachmann“ an, bei dem die Teilnehmer mit wenig Schulungsaufwand mit den Vorteilen des HomePilot Smart Home vertraut gemacht werden. Mit diesem Wissen werden sie zum kompetenten Ansprechpartner für ihre Kunden und sichern sich langfristig Mehrgeschäft. Für die Ausbildung zum „HomePilot-Fachmann“ melden sich Interessenten auf www.rademacher.de an.

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ALUJET Montape: Anschlussfugen neu definiert

Um eine normgerechte Anschlussfuge zu erstellen, müssen mehrere Produkte in mehreren Arbeitsgängen verarbeitet werden. ALUJET bietet nun eine zeitsparende Kombilösung.

Für Trockenbauer stellen Anschlussfugen, die zwischen Montagewand und angrenzenden Bauteilen wie massiven Wänden oder Decken auftreten, noch immer eine besondere Herausforderung dar. Der Grund: Zwischen den einzelnen Bauteilen kommt es materialbedingt immer wieder zu Bewegungen. So reagieren Gipskarton- oder Gipsfaserplatten auf Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen beispielsweise empfindlicher als die massiven Bauteile. Zudem treten die Bewegungen in den verschiedenen Materialien in unterschiedlichen Richtungen auf. Temperaturbedingtes Ausdehnen findet am stärksten in Längsrichtung der Wände statt, sodass die Spannungen an den Übergängen am größten sind. Auch eine mögliche Durchbiegung der Decke sowie eventuelle Setzungen der Wände sollten eingeplant werden. Kommt die Spachtelmasse nämlich an ihre Grenzen oder ist fehlerhaft eingebracht worden, droht die Anschlussfuge zu reißen.

Kontrollierte Risse einplanen

Damit sich hieraus keine optischen und technischen Mängel ergeben, die später vom Kunden beanstandet werden können, werden mitunter kontrollierte und unauffällige Risse provoziert. Hierzu wird der Anschluss komplett angespachtelt, der Kontakt zwischen Fugenspachtel und massiver Wand allerdings dauerhaft verhindert. Dies gelingt entweder durch einen Trennschnitt – was bei einem haarbreiten Riss eine aufwändige und handwerklich anspruchsvolle Aufgabe darstellt – oder durch einen entsprechenden Trennstreifen. Letzterer wird nach Montage des Profils mit dem Trennwandband jeweils links und rechts vom Profil auf den Untergrund geklebt. Da die angespachtelte Fugenmasse und der Putz hierbei keine starre Verbindung eingehen und die Bewegungen hierdurch gleitend stattfinden, kann auch nichts reißen. Es entsteht somit eine geplante Anschlussfuge. Überschüssige Trennstreifen, die nach dem Spachteln noch herausragen, können hinterher sauber mit dem Cutter abgeschnitten werden.

Mit ALUJET Montape Arbeitsschritte sparen

Neben des Klebens des ohnehin nötigen Dichtungsbandes, erhöht das Aufbringen des Trennstreifens die Arbeitszeit enorm und der Baufortschritt leidet darunter sehr. Aus diesem Grund hat die ALUJET GmbH in diesem Jahr das ALUJET Montape auf den Markt gebracht. Dieses Band ist einseitig selbstklebend und hat bereits die integrierten Trennstreifen inklusive. Durch den Einsatz des patentieren ALUJET Montape ist es möglich, das Trennwandband und die Trennstreifen in einem Arbeitsgang zu verarbeiten. Das Anbringen eines zusätzlichen Trennstreifens rechts und links vom Profil ist dann nicht mehr notwendig.

Auf diese Weise kann der Verarbeiter auf einfache und schnelle Weise eine reklamationsfreie Sollfuge erstellen. Da die Anschlussfuge mit dem ALUJET Montape normgerecht und herstellerkonform ist, bedeutet dies eine zusätzliche Sicherheit für den Unternehmer.

Schritt 1: Das ALUJET Montape funktioniert ohne Trennliner und ist damit sofort und ohne zusätzlichen Arbeitsgang einsetzbar. Das ALUJET Montape mit der Klebeseite mittig auf dem UW- bzw. CW-Profil fixieren. Gleichmäßig auf dem UW- bzw. CW-Profil aufkleben. Die optimale Haftung wird durch Andrücken des ALUJET Montape auf dem UW- bzw. CW Profil erreicht

Schritt 2: Trennstreifen auseinanderklappen. Für das plane Aufliegen den Falz des Trennstreifens nachstreifen. Das UW- bzw. CW Profil lt. Herstellerangaben an Wand, Decke bzw. Boden ansetzen und befestigen.

Schritt 3: Die Gipskartonplatte bzw. Gipsfaserplatte lt. Herstellerangaben mit einem Abstand von 3-5 mm zum Trennstreifen befestigen. Die Fugen zwischen Trennstreifen und Gipskartonplatte bzw. Gipsfaserplatte fachgerecht verspachteln.

Schritt 4: Den Trennstreifen des ALUJET Montape bündig mit z.B. einem Universalmesser abtrennen. Am Ende steht die mangelfreie und herstellerkonforme Anschlussfuge.

 

Weitere Informationen zum ALUJET Montape gibt es hier.

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Falsche „Datenschutzauskunft-Zentrale“ bedroht Handwerk!

Die Handwerkskammer warnt aktuell vor einem unseriösen Angebot: Im Zuge der DSGVO versucht die sogenannte „Datenschutzauskunft-Zentrale“ Handwerker zu täuschen.

Bereits im Jahr 2010 und in den Folgejahren machte eine ominöse „Gewerbeauskunft-Zentrale“ von sich Reden. An nahezu jeden Gewerbetreibenden und Verein verschickte sie damals ein Formular zur Eintragung in ein kostenpflichtiges, aber nutzloses Verzeichnis. Das perfide daran: Die Betrüger weckten mit ihrer „Gewerbeauskunft-Zentrale“ den Eindruck, eine seriöse Behörde zu sein. In einem jahrelangen juristischen Kampf konnte sich der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität letztendlich durchsetzen und das unlautere Geschäftsmodell wurde vom Markt genommen.

Wie die Deutsche Handwerkszeitung berichtet, konnten die Betreiber mit diesem Geschäftsmodell, und mit Hilfe von neun Anwaltskanzleien und Inkassobüros, Umsätze in Millionenhöhe erwirtschaften.

Die Geschichte wiederholt sich

Ein ähnliches „Geschäftsmodell“ der sogenannten „Datenschutzauskunft-Zentrale“, mit einer Postadresse in Oranienburg, ist im Oktober 2018 aufgetaucht. Die Betreiber kontaktieren hierbei Betriebe mit einem Fax, das die Überschrift trägt: „Eilige FAX-Mitteilung – Erfassung Gewerbebetriebe zum Basisdatenschutz nach EU-DSGVO“.

Auch in diesem Fall wird auf den ersten Blick eine Rechtspflicht suggeriert, dass das beigefügte Formular auszufüllen und zurückzusenden sei. Als Grundlage wird hierbei die „gesetzliche Pflicht zur Umsetzung des Datenschutzes“ im Sinne der „Anforderungen der seit 25.05.2018 geltenden europäischen Datenschutzgrundverordnung“ (DSGVO) angeführt.

Wer Antwortet muss zahlen

In einer willkürlich aber meist sehr kurz gesetzten Frist wird der Empfänger dazu aufgefordert, einige Fragen zum Unternehmen zu ergänzen. Hierfür wird in Fettschrift eine „Rückantwort gebührenfrei per Fax“ versprochen. Da das Formular behördenähnlich gestaltet ist und einen amtlichen Eindruck macht, wirkt es auf den ersten Blick seriös und vertrauenserweckend. Der Teufel steckt allerdings mal wieder im Detail: So ist im Kleingedruckten zu lesen, dass es sich lediglich um ein privates Angebot für ein „Leistungspaket Datenschutz“ handelt. Hierfür geht man bei Beantwortung des Faxes einen Vertrag über drei Jahre Laufzeit ein, für den ein jährlicher „Basisdatenschutz-Beitrag“ in Höhe von netto 498 Euro zzgl. Umsatzsteuer fällig wird.

Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald rät, das Fax zu ignorieren. Eine Pflicht zur Unterzeichnung des Formulars besteht nicht!

Handwerkskammer bietet Hilfe an

Wer das Fax versehentlich doch beantwortet und zurückgesandt hat, kann den vermeintlich zustande gekommenen Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten. Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Mannheim können sich dazu an die Rechtsabteilung der Kammer wenden. Übrigens: Das „Leistungspaket Datenschutz“ bekommen Mitgliedsbetriebe kostenlos bei der Landesdatenschutzbehörde oder bei der Handwerkskammer.

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Heizungswasseraufbereitung im Vorbeifließen

Heizungsanlagen dürfen nur mit speziell aufbereitetem Wasser befüllt werden. Für SHK-Betriebe bringt dies sowohl Verantwortung als auch Herausforderungen mit sich.

Jeder Fachhandwerker weiß, dass der störungsfreie und langfristig zuverlässige sowie energieoptimierte Betrieb einer Heizanlage entscheidend von der Qualität des Heizungswassers abhängt. Um Schäden und Energieverlusten vorzubeugen, legt die VDI-Richtlinie 2035 diesbezüglich verbindlich Grenzwerte für die Wasserhärte und den pH-Wert fest. Die Einhaltung dieser Kriterien ist nicht nur entscheidend für den dauerhaften Schutz moderner Heizungsanlagen, sondern auch für eventuelle Garantieansprüche.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden und komplexe Projekte unterschiedlicher Art und Größenordnung zu ermöglichen, hat perma-trade Wassertechnik die Inline-Entsalzungsmethode PT-IL-20 entwickelt. Das einfach zu bedienende mobile Gerät arbeitet nach wenigen Handgriffen weitestgehend selbstständig und braucht nicht über den gesamten Prozess beaufsichtigt zu werden.

Einfache Lösung: Aufbereitung im laufenden Betrieb

Das mobile Gerät wird temporär über einen Bypass vom Rücklauf her kommend in den Heizkreislauf eingebunden. Zunächst fließt das Wasser durch einen feinporigen Tiefenfilter, der Trübstoffe und Magnetit entfernt, danach sorgt eine angeschlossene Mischbettpatrone für die Entmineralisierung. Bis zu drei Entmineralisierungseinheiten lassen sich dabei in Reihe schalten. Beim Durchfließen werden nicht nur Magnesium und Calcium entfernt, sondern auch korrosive Salze wie Chlorid und Sulfat und, falls vorhanden, anorganische Korrosionsinhibitoren. Im Gegensatz zu einer Enthärtung, hat das Wasser nach dieser Entmineralisierung nicht nur eine reduzierte Wasserhärte, sondern auch eine stark verminderte elektrische Leitfähigkeit. Zudem lässt sich mit permaLine auch der pH-Wert den Richtlinienvorgaben entsprechend einstellen.

Ob Bestandsanlage oder Neubefüllung: Offen für Anforderungen aller Art

Bei Bestandsanlagen sowie Erweiterungen derselben, z.B. im Rahmen eines Kesseltauschs oder einer Reparatur, erweist sich die Aufbereitung im laufenden Betrieb als äußerst vorteilhaft. Dies ganz besonders in speziellen Einsatzbereichen – wie zum Beispiel Hotels, Industrieanlagen oder Biogasanlagen, stehen doch hier die Betriebssicherheit und der ununterbrochene Anlagenbetrieb an erster Stelle. Selbst bei komplexen Anlagen, die mit Blockheizkraftwerken oder Fernwärmesystemen gekoppelt sind, oder auch in Kühlkreisläufen ist eine inline Systemwasseraufbereitung problemlos möglich. Zudem lassen sich Anlagen, die vor Jahren nicht der VDI-Richtlinie 2035 entsprechend befüllt wurden, so im Nachhinein korrigieren.

Auch bei der Inbetriebnahme von Neuanlagen, die nach erfolgreicher Dichtigkeitsprüfung nicht mehr entleert, sondern während des Betriebs aufbereitet werden, ist diese Methode bestens geeignet. Dank permaLine kann zunächst mit Leitungswasser befüllt werden, das dann anschließend aufbereitet wird. Wie in zahlreichen Praxiseinsätzen bewiesen, lassen sich selbst große Anlagevolumen von 50.000 Litern und mehr innerhalb weniger Tage sicher aufbereiten.

Weitere Informationen zur permaLine – Systemwasseraufbereitung gibt es hier.