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Staat soll bei Dachausbau helfen

Durch Ausbau leerstehender Dächer und den Ausbau von Wohnhäusern und Supermärkten können neue Wohnräume geschaffen werden. Das soll der Staat aktiv finanziell fördern.

Bislang gibt es zahlreiche Förderprogramme vom Staat: energetische Sanierungen von Häusern werden in vielerlei Hinsicht unterstützt und auch Handwerkskosten können steuerlich abgesetzt werden. Für den Dachausbau selbst erhält der Bauherr allerdings keinerlei Zuschüsse oder andere Förderungen. Dass sich das ändert, fordern jetzt die Grünen: der Staat solle zehn Prozent der Baukosten übernehmen, die bei einem Dachausbau und somit bei der Schaffung von neuem Wohnraum anfallen. Die maximale Förderungsgrenze soll jedoch bei 150 Euro pro Quadratmeter liegen. Durch den Ausbau von Dächern, Wohnhäusern und Supermärkten könnten in dieser Wahlperiode 100.000 zusätzliche Wohnungen entstehen, heißt es im Antrag der Grünen. Geht es nach dem aufgestellten Förderungsprogramm, sollen noch in diesem Jahr 10.000 Wohnungen mit etwa 90 Millionen Euro gefördert werden. Über drei Jahre plant die Partei Investitionen in Höhe von mehr als 800 Millionen Euro.

Schätzungen zufolge fehlen momentan in Deutschland etwa eine Millionen Wohnungen. Gegen diesen Missstand soll der Antrag ein erster Schritt sein. Tierschützer sehen den Ausbau kritisch: viele Tiere wie Vögel finden in den leeren Dächern einen Unterschlupf, den man mit einem Ausbau zerstören würde. Dadurch würden Nistplätze vernichtet und die Artenvielfalt bedroht.

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