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Rund 1,33 Millionen Heizkessel in NRW reif für den Austausch

Veraltete Heizkessel kosten nicht nur viel im Unterhalt, mit modernen Anlagen wären laut Experten auch bis zu 6,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermeidbar.

Laut NRW-Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser kommt der Aufruf der Verbraucherzentrale NRW genau zum richtigen Zeitpunkt: „Angesichts der steigenden Heizkosten dieses Jahr ist es umso wichtiger, das Heizsystem im eigenen Keller auf den Prüfstand zu stellen und Einsparpotenziale gezielt aufzudecken und zu nutzen.“ Nach Einschätzungen der Verbraucherzentrale herrscht in vielen Heizkellern des Bundeslandes akuter Handlungsbedarf. Von insgesamt zwei Millionen Gas- und Ölheizkesseln müssen rund 1,33 Millionen erneuert werden.

Finanzielle Anreize und Klimaschutz

Die Verbraucherschützer sehen großes Potential in der Umrüstung von Öl- auf Holzpelletkessel und der flächendeckenden Einführung von Brennwerttechnik. In vielen Fällen würde das finanzielle Vorteile bringen. Darüber hinaus könnten die Emissionen der betroffenen Gebäude fast halbiert werden. „Jeder Haushalt, der sich vom alten Heizungsschätzen verabschiedet und in moderne, effiziente Technik investiert, bringt den Umwelt- und Ressourcenschutz in unserem Land voran und spart dabei noch bares Geld“, begrüßt Ministerin Heinen-Esser den Vorschlag der Verbraucherzentrale.

Besser heizen

Um die Verbraucher auf das Thema aufmerksam zu machen,  ist die Aktion „Besser heizen“ ins Leben gerufen worden. Hausbesitzer werden aufgerufen, die eigene Heizung auf Austauschbedarf zu überprüfen. Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie der Verbraucherzentrale NRW betont, dass es wichtig sei, dass sich die Verbraucher frühzeitig mit ihrer Heizung beschäftigen. Ansonsten würde es in Zeiten voller Auftragsbücher zu einem Expresszuschlag kommen, wenn man sich erst im Falle einer kaltbleibenden Wohnung kümmere.

Umstieg auf erneuerbare Energien nicht immer das Richtige

Sieverding empfiehlt vor dem Wechsel genau zu überprüfen, was für das Eigenheim infrage kommt. Für manche Wohnhäuser eigneten sich Wärmepumpen oder Holzpellets und Solarwärme mehr als für andere. Aber auch mit der Umstellung von Öl- und Gasheizwertkesseln auf Brennwerttechnik sänke der Energieverbrauch. Nach Berechnungen der Verbraucherzentrale schon um etwa ein Viertel. „Bereits dieser finanziell lohnende Minimalschritt allein könnte, konsequent umgesetzt, 2,7 Millionen Tonnen CO2 einsparen – rund elf Prozent aller CO2 Emissionen in der Wohngebäudebeheizung NRW“, betonte Sieverding die positiven Auswirkungen.

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