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Psychoterror: Schwere Vorwürfe gegen Thyssenkrupp-Aktionäre

Aufsichtsratschef Ulrich Lehner erhebt im Streit um den Kurs schwere Vorwürfe gegen einzelne Aktionäre. Mit Psychoterror sollte der Vorstandschef destabilisiert werden.

Im Zuge der Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit dem Konkurrenten Tata war Aufsichtsratschef Ulrich Lehner unter Druck geraten, weil Anteilseigner mehr Tempo beim angekündigten Umbau des Ruhrkonzerns gefordert hatten. Anfang Juli gab er überraschend seinen Rücktritt bekannt. In einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit vom 11. Juli beschuldigte Lehner nun einzelne Investoren Wege beschritten zu haben „die teilweise schon als Psychoterror bezeichnet werden können“. Ziel sei es gewesen den Industriegüterkonzern und seinen abgetretenen Vorstandschef Heinrich Hiesinger zu destabilisieren.

Lehner setzte bei der Suche nach einem Nachfolger für Hiesinger laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur zunächst nur auf eine Übergangslösung. So solle Finanzchef Guido Kerkhoff das Unternehmen bis zu einer endgültigen Personalentscheidung führen. Ein Sprecher von Thyssenkrupp wollte dies allerdings nicht bestätigen.

Lehner ließ dabei offen, wie lange eine Einigung im Aufsichtsrat über die Strategie und einen neuen Unternehmenschef dauern könne. „Es wird so lange dauern, wie es dauern muss“, wird er in einer DPA-Meldung zitiert. Den Forderungen nach einem Verkauf der profitablen Aufzugssparte erteilte Lehner allerdings eine klare Absage: „Das widerspräche jeglicher Vernunft. Bei uns gibt es keine Not“, so Lehner.

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