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BIM-Technologie kaum im Einsatz

Neue Studie zum Einsatz von Building Information Modeling zeigt, dass nicht nur die deutschen Mittelständler dem Einsatz der Technologie skeptisch gegenüber stehen.

Das Building Information Modeling (BIM) ist in der Bauindustrie angekommen. Das mittelständische Baugewerbe zögert hingegen noch etwas und steht dem Ganzen skeptischer entgegen. Nur ein kleiner Anteil der SHK-Installateure arbeitet mit BIM, obwohl es als die Zukunft des Bauens gilt. Das bezieht sich allerdings nicht nur auf Deutschland, auch europaweit hat digitales Bauen und Planen noch nicht richtig Fuß fassen können.

Building Information Modeling (BIM) wird in Zeiten knapper Ressourcen und mangelnder Effizienz als die Lösung für die Zukunft der Bauwirtschaft gehandelt. Da auch die Öffentliche Hand die verbindliche Einführung der Technologie bis zum Jahr 2020 fordert, wird das Thema in der Bauindustrie immer präsenter. Es bleibt die Frage, wie beziehungsweise ob das digitale Planen und Bauen von mittelständischen Unternehmen umgesetzt wird. Denn dort steht dem Ansatz laut einer aktuellen Studie eine große Menge Skepsis gegenüber. Der Zentralverband Sanitär-Heizung-Klima (ZVSHK) stellte kürzlich in dieser Studie heraus, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz der mehr als 51.000 SHK-Fachbetriebe in Deutschland bereits BIM nutzt.

Europaweite Skepsis

Das Marktforschungsinstitut USP bestätigte im Rahmen der europäischen SHK-Handwerksbefragungen, dass dies nicht nur in Deutschland so sei. Das Institut befragte dazu 1.002 Installationsbetriebe aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und den Niederlanden, ob überhaupt ein Bedarf für den Einsatz von BIM vorherrsche oder ob die Lüftungs- und Heizungsanlagen eher nach klassischen Vorgaben eingebaut werden. Deutschland liegt mit skeptischen 59 Prozent wenig überraschend auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von Großbritannien mit 52 Prozenten. Das wiederrum ist einigermaßen erstaunlich, gilt das Vereinigte Königreich gemeinsam mit den skandinavischen Ländern doch als Vorreiter für die Verwendung von BIM. Die Niederlande, Belgien und Frankreich haben dagegen mit 29 beziehungswiese 25 Prozent deutlich weniger Vorbehalte.

Kenntnismangel als Grund

Als Ursache für die Skepsis gegenüber dem Einsatz von BIM sieht die Studie vor allem den Umstand, dass bisher nur wenige Fachplaner über umfangreiche Kenntnisse über das BIM-Verfahren verfügen. So bekommen die SHK-Installateure häufig nicht die entsprechend aufbereiteten Daten von den zuständigen Planern. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis BIM in der Installationspraxis ankommt, vermutet Studienleiterin Ralitsa Ruseva und ist sich sicher, dass sich BIM im SHK-Handwerk bei entsprechender Verwendung schnell etablieren wird. Laut Studie sei bei den Installateuren nämlich durchaus ein Bewusstsein für die Bedeutung von BIM vorhanden.

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Goldene Ehrennadel für Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder)

Wolf-Harald Krüger bekam auf der Vollversammlung der Handwerkskammer Frankfurt(Oder) – Region Ostbrandenburg vor rund 100 Gästen die ehrenvolle Auszeichnung verliehen.

Pünktlich zum 60. Geburtstag überreichte Hans-Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), dem Präsidenten der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg die Goldene Ehrennadel. Wolf-Harald Krürger ist seit 1996 Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer. Seit 2008 führt er die Kammer, bis Herbst 2021 ist er gewählt.

In den bisherigen zehn Jahren seiner Präsidentschaft legte er den Fokus vor allem auf diese Punkte:

  • Den Kammermitgliedsbeitrag seit 1998 bis heute konstant zu halten,
  • die Kammerverwaltung noch mitgliederorientierter auszurichten,
  • die Berufsausbildung mit Abitur zu thematisieren und deren Wiedereinführung, auch in Brandenburg, als sogenanntes BerufsAbitur zu fordern,
  • für die Einführung eines Azubitickets gleich dem Studententicket in ganz Brandenburg zu kämpfen,
  • eine Meistergründungsprämie und den Meisterbonus aus Haushaltsmitteln des Landes Brandenburg durchzusetzen,
  • sich vehement für die „Kleine Bauvorlageberechtigung“ im Landtag stark zu machen und die „Rückvermeisterung” von Handwerksberufen zur Meisterpflicht voranzutreiben.

Mehrere Landtagsabgeordnete aller Parteien aus dem Kammerbezirk gratulierten Krüger persönlich. Auch Martin Patzelt, Mitglied des Bundestags für die CDU beglückwünschte den Präsidenten zu seiner Auszeichnung. Auch der Hauptgeschäftsführer der größten polnischen Partnerkammer aus Poznan, Tomas Wika, überreichte Kröger seine Glückwünsche.

Weitere Gratulanten kamen aus den Reihen der Führungsetagen von Industrie- und Handelskammern der berlin-brandenburgischen Region. Wolf-Harald Kröger, der in Schöneiche wohnt und arbeitet, ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Krüger & Krüger Ingenieurbau GmbH in Schöneiche.

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Die steifsten Leichtbaumaterialien überhaupt

ETH-Wissenschaftler haben eine Konstruktionsweise entwickelt, welche Leichtbaumaterialien maximale Steifigkeit verleiht – mehr Steifigkeit ist praktisch unmöglich.

3D-Druck und andere additive Fertigungsverfahren ermöglichen es, Materialien mit bisher ungeahnt komplexen inneren Strukturen herzustellen. Interessant ist dies auch für die Leichtbauweise. Denn es lassen sich so Materialen entwickeln mit einem möglichst großen Anteil an inneren Hohlräumen (damit die Materialien möglichst leicht werden), und die gleichzeitig möglichst stabil sind. Um dies zu erreichen, müssen die inneren Strukturen auf intelligente Art möglichst effizient aufgebaut sein.

Forschende der ETH Zürich und des MIT unter der Leitung von Dirk Mohr, Professor für numerische Materialmodellierung in der Fertigung, haben nun neue innere Strukturen für Materialien entwickelt, welche Kräfte aus nicht nur einer Richtung, sondern aus allen drei Dimensionen aufnehmen müssen, und die gleichzeitig extrem steif sind.

Mathematisch lässt sich ermitteln, wie steif Materialien mit inneren Hohlräumen theoretisch überhaupt werden können. Und so lässt sich auch zeigen, dass Mohrs neue Konstruktionsweise extrem nahe an diese theoretische Steifigkeitsobergrenze kommt. Mit anderen Worten: Es ist praktisch unmöglich, andere Materialstrukturen zu entwickeln, die bei gegebenem Gewicht noch steifer sind.

Platten statt Gitter

Charakteristisch für die neue Konstruktionsweise ist, dass die Steifigkeit im Materialinnern nicht mit Gitterstäben, sondern mit sich regelmäßig wiederholenden Plattenstrukturen erreicht wird.

„Das Gitterprinzip ist sehr alt, es wird schon lange bei Fachwerkhäusern, bei Stahlbrücken und Stahltürmen wie dem Eiffelturm angewandt. Man kann durch Gitterstrukturen hindurchsehen. Diese werden daher häufig als optimale Leichtbaustrukturen wahrgenommen“, sagt ETH-Professor Mohr. „Mit Computerberechnungen und experimentellen Messungen konnten wir nun jedoch zeigen, dass Plattenstrukturen bei gleichem Gewicht und Volumen bis zu dreimal steifer sind als Gitterstrukturen.“ Und nebst der Steifigkeit (Widerstand gegen elastische Verformung) kommt auch die Festigkeit (Widerstand gegen irreversible Verformung) dieser Strukturen den theoretischen Maximalwerten sehr nahe.

Die ETH-Wissenschaftler haben die Strukturen zunächst am Computer entwickelt und dabei ihre Eigenschaften berechnet. Anschließend stellten sie sie im 3D-Druck im Mikrometermaßstab aus Kunststoff her. Mohr betont jedoch, dass die Vorteile dieser Konstruktionsweise universell gälten: bei allen Materialien und auch auf allen Größenskalen vom Nanometermaßstab bis ganz groß.

Der Zeit voraus

Mit den neuen Strukturen sind Mohr und sein Team ihrer Zeit voraus: Die Herstellung im 3D-Druck ist derzeit noch verhältnismäßig teuer. „Stellt man solche Strukturen heute additiv aus Edelstahl her, kosten sie pro Gramm so viel wie Silber“, sagt Mohr. „Sobald additive Fertigungstechnologien für die Massenproduktion bereit sind, wird es jedoch zum Durchbruch kommen. Den Leichtbau, der heute aus Kostengründen praktisch nur im Flugzeugbau und in der Raumfahrt zur Anwendung kommt, könnte man dann auch für ein breites Spektrum von Anwendungen nutzen, bei denen Gewicht eine Rolle spielt.“ Außerdem machen die vielen Hohlräume eine Struktur nicht nur leichter, sondern es lassen sich damit auch Rohstoffe und folglich Rohstoffkosten sparen.

Möglichen Anwendungen seien kaum Grenzen gesetzt, sagt Mohr. Medizinische Implantate, Laptopgehäuse und ultraleichte Fahrzeugstrukturen sind nur drei von vielen möglichen Beispielen. „Wenn die Zeit reif ist und Leichtbaumaterialien dereinst im großen Maßstab hergestellt werden, wird man dafür diese periodischen Plattenstrukturen verwenden“, ist der ETH-Professor überzeugt.

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Konflikte außergerichtlich klären

Geld, Zeit und Nerven sparen, indem Streitpunkte nicht vor Gericht, sondern in einem Alternative Dispute Resolution-Verfahren beigelegt werden. DGA-Bau will aufklären.

Bei einem Bauprojekt sind in der Regel viele verschiedene Parteien beteiligt. Vom Bauherrn, über die Unternehmen bis hin zum Planer. Dabei kommt es aufgrund des hohen Wettbewerbs- und Zeitdrucks sowie der hohen technischen und organisatorischen Komplexität der Projekte nicht selten zu Konflikten. Im Jahr 2017 landeten ganze 100.000 Fälle rund um das Thema Bau vor Gericht. In weiteren 240.000 Verfahren ging es um Mietstreitigkeiten. Ein kosten- und zeitintensiver Gerichtsprozess wäre aber gar nicht immer notwendig gewesen. Der Meinung ist auch die Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft (DGA-Bau). Die hatte beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine Studie zu den Ursachen für die Bevorzugung von Gerichtsverfahren in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sind jetzt da und zeigen deutlich, dass besonders das fehlende Wissen über Alternative Dispute dafür verantwortlich ist, dass viele den Gang zum Gericht vorziehen.

Vorteile überwiegen

Dabei sind gerade im Bausektor effiziente Strategien zur Konfliktbewältigung wichtig. Auf die 100.000 Gerichtsverfahren kamen aber lediglich 2.000 Alternative Dispute Resolution-Verfahren (ADR). Anbieten würden sich zum Beispiel alternative Möglichkeiten wie Schiedsgerichtbarkeit, Adjudikationen und Mediation. Die Vorteile gegenüber gerichtlichen Auseinandersetzungen liegen auf der Hand: geringere Kosten und keine lange Verfahrensdauer. Zudem wachsen dem deutschen Rechtsystem komplexe Bausachprozesse häufig über den Kopf, da es nicht nur um rechtliche sondern auch technische Fragestellungen geht, die Expertise erfordern. Bei einer außergerichtlichen Reglung sind in der Regel Fachpersonen involviert, so dass diese die Nachteile nicht mit sich bringen.

Wissen an die Hand geben

Auf Grundlage der Ergebnisse der Studie hat sich nun die DGA-Bau das Ziel gesetzt, den Anteil von ADR-Verfahren deutlich zu steigern. 40 Prozent der Streitfälle sollen in Zukunft auf außergerichtlichem Weg gelöst werden. Die Strategie der DGA-Bau dabei: Wissen und Kompetenzen vermitteln. Die Autoren der Studie haben hierfür Handlungsempfehlungen verfasst, die sich auf fünf verschiedene Handlungsfelder fokussieren. Zu den Bereichen der Information und Kommunikation, Ausbildung und Weiterbildung, ADR-verfahrensspezifische Maßnahmen, Maßnahmen in der Organisation der Streitparteien und die regulatorischen Maßnahmen zur Förderung von ADR-Verfahren ist umfangreiches Wissen zusammengetragen worden. Zusätzlich sollen in der Weiterbildung Fachanwaltskurse Kompetenzen im Konfliktmanagement vermitteln. Das Thema Konfliktmanagement soll auf lange Sicht ebenfalls in die Bildungspläne der Schulen einbezogen werden.

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Baugewerbe sieht 2019 gelassen entgegen

Das deutsche Baugewerbe rechnet für die Baubranche auch 2019 mit einem stabilen Umsatzwachstum um sechs Prozent. Die Beschäftigungen sollen ebenfalls steigen.

„Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Bautätigkeit im neuen Jahr auf hohem Niveau fortsetzen wird und erwarten für 2019 ein nominales Umsatzplus im Bauhauptgewerbe von sechs Prozent. Der Umsatz erreicht damit ein Niveau von 128 Milliarden Euro.“ Das erklärten die Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Dipl.-Ing. Peter Hübner, und des Zentral­verbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Dipl.-Ing. Reinhard Quast, auf der gemeinsamen Jahresabschluss-Pressekonferenz in Berlin.

„Für den Wohnungsbau gehen wir im laufenden Jahr von einem nominalen Umsatzwachstum von 6,5 Prozent aus. Für 2019 erwarten wir ein weiteres deutliches Wachstum von 5,5 Prozent. Damit sind 2018 rund 300.000 Wohnungen erstellt worden. Für das neue Jahr rechnen wir mit 315.000 bis 320.000 Einheiten“, erklärten Hübner und Quast. Für Produktion und Fertigstellungen gelte, dass die Zunahme auf den weiterhin boomenden Geschosswohnungsbau beschränkt bleibe. Der klassische Eigenheimbau werde dagegen auf Vorjahresniveau stagnieren. „320.000 Wohnungen bedeuten zwar eine Verdopplung des Fertigstellungsniveaus gegenüber 2010. Das reicht aber noch nicht an den Bedarf von mindestens 350.000 Wohnungen heran“, ergänzten Hübner und Quast.

Wirtschaftsbau trotzt Konjunkturtief

Wenn auch am Konjunkturhorizont derzeit einige dunkle Wolken zu erkennen seien, für den Wirtschaftsbau gelte dies nicht, so die Bau-Spitzenverbände. Sie erwarten für das laufende Jahr eine nominale Wachstumsrate der Umsätze in dieser Sparte von sieben Prozent, die 2019 nur leicht auf sechs Prozent zurückgehen soll. „Zwar sind die Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft nach unten revidiert worden. Betroffen wäre die deutsche Bauwirtschaft aber erst dann, wenn deutsche Industrieunternehmen aufgrund verschlechterter Absatzerwartungen im Ausland ihre Investitionen – darunter auch in Bauten – im Inland zurückfahren würden“, erklärten Hübner und Quast. Davon sei aber in den aktuellen Investitionsumfragen nichts zu sehen.

„Trotz einiger nach wie vor unerfüllter Wünsche im kommunalen Bereich, die finanzpolitischen Rahmenbedingungen für den öffentlichen Bau bleiben auch im neuen Jahr günstig. Wir erwarten für 2018 ein nominales Umsatzplus im Bauhauptgewerbe in dieser Sparte von fünf Prozent, das 2019 leicht auf sechs Prozent zulegen sollte. Nach langen Jahren der Investitionszurückhaltung der öffentlichen Hand zeigt sich nun wieder ein deutliches Wachstum der Bautätigkeit bei Bund, Ländern und Gemeinden. Vorreiter war der Bund, der von 2014 bis 2017 die Investitionen bzw. Investitionszuschüsse in Bundesfernstraßen, Eisenbahnen des Bundes, Bundeswasserstraßen und den kombinierten Verkehr von 10,3 auf 13,3 Milliarden Euro gesteigert hat.“

Arbeitsmarktprognose positiv

Auch die gute Entwicklung auf dem Bauarbeitsmarkt halte an. Die Zahl der Beschäftigten habe im Jahresdurchschnitt 2018 bei rund 832.000 gelegen, 20.000 oder 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Verglichen mit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mit 705.000 hätte die Branche die Belegschaften um nahezu 20 Prozent ausgeweitet. Somit habe auch der Bau seinen Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit und zur deutlichen Ausweitung der Erwerbstätigkeit geleistet. Für 2019 gehen Hübner und Quast von einem weiteren Beschäftigungsaufbau in der Größenordnung von gut zwei Prozent auf 850.000 Erwerbstätige aus.

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Beton, Rost, Asphalt – authentische Nachbildung für Wand und Boden

imi erweitert das Angebot seiner innovativen und flexiblen Beton-Lösungen: Vier weitere Dekore eröffnen Architekten neue ästhetische Möglichkeiten der Raumgestaltung.

Der Werkstoffhersteller „imi surface design“ aus dem Münsterland ist für seine innovativen Wand- und Bodenbeläge mit ganz besonderen Oberflächen bekannt. In ihrer Beton-Vintageoptik ist die „imi-design Matte“ nur schwer vom Original zu unterscheiden. Nun werden noch vier weitere Dekore auf dem circa drei Millimeter starken Material angeboten: Beton anthrazit, Asphalt und Rost in einer glatten Variante sowie mit einer groben Struktur, dem „Edelrost“.

Mit diesen neuen Dekoren erweitert imi seinen Beitrag zu den innenarchitektonischen Gestaltungsmöglichkeiten für den Trend des „Industrial-Style“. Dabei werden optische Attribute aus Werkhallen in den unterschiedlichsten Bereichen verwendet: im privaten Wohnraum (den „Lofts“), der Gastronomie sowie in Verwaltungen oder Handels- und Dienstleistungsunternehmen.

Die „imi-design Matte“ sorgt für flexible Lösungen

In der Vergangenheit stießen Gestalter bei der Umsetzung dieses Trends bei Neubauten oder Sanierungen oftmals auf Hindernisse in Form von starren Platten, die ihre gewünschten, gestalterischen Vorstellungen unmöglich machten.

imis Beton-Matten bieten für diese Problematik eine innovative Lösung: Die flexiblen und biegsamen Matten für Boden, Wand und Decke mit authentischen Nachbildungen der originalen Werkstoffe bieten Gestaltern maximale Gestaltungsfreiheit in Büro-, Geschäfts- und Wohnräumen. Auch für Renovierungen in Küche, Bad und vielem mehr sind sie ideal. Zudem erleichtern die Matten ihren Anwendern den Prozess erheblich, da sie extrem strapazierfähig und dimensionsstabil sind und sie sich sowohl für Fußbodenheizungen als auch zur Ausformung von Rundungen und Kanten eignen. Mit den neuen Dekoren der Beton-Matte bietet imi Gestaltern nun weitere Möglichkeiten, ihre Ideen einfach umzusetzen.

Bodenbelag von imi mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet

Die Matte wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und ohne den Zusatz von Chlor oder Weichmachern produziert, was sie recycelbar macht. Nichtsdestotrotz kann man sie genau so einfach wie PVC oder Vinyl verarbeiten. Dafür werden lediglich ein Cuttermesser zum Schneiden des Materials, eine Führungsschiene und ein 1-Komponentenkleber zum Verkleben benötigt. Die umlaufenden Außenfasen der Matte bilden schon im Verbund eine attraktive V-Fuge. Sollte zusätzlich eine ästhetische Verfeinerung gewünscht werden, bietet imi Aluminium-Profile für Außen- und Innenecken, sowie Übergangsprofile an.

imi liefert die Matten im Großformat zum Verkleben an Wand und Decke, oder im Planken- oder Fliesenformat, stumpf oder mit umlaufender Fase auf Wand oder Boden. Für eine schwimmende Verlegung auf dem Boden gibt es bei imi eine selbstklebende Unterlegmatte. Sollte eine nachträgliche Bodenversieglung gewünscht werden ist dies auch möglich.

Musterpaket und Stand auf der Bau

Fordern Sie Ihr kostenloses Musterpaket der imi-beton Matte bequem online an unter www.imi-beton.com

Außerdem können die Bodenbeläge von imi auf der diesjährigen Bau in München in Halle A5, Stand 415 begutachtet werden.

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Gefährliches Radon – Strahlenschutz ab 2019 verpflichtend

Radioaktives Radon entweicht problemlos in die Atemluft. Ein neues Strahlenschutzgesetz verunsichert nun viele Bauherren, denn auch der Keller muss geschützt werden.

„Die Debatte über das radioaktive Edelgas Radon verunsichert zurzeit viele Bauherren und Hauseigentümer“, beobachtet Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Freiburg-Südbaden. Auslöser der aktuellen Debatte ist das neue Strahlenschutzgesetz (StrlSchG), das erstmals verbindliche Regelungen zum Radonschutz in Aufenthaltsräumen enthält und Referenzwerte für die Belastung mit Radon festlegt. Als gesundheitlich unbedenklich gilt demnach der Bereich von 100 bis 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³ ) im Jahresmittel.

Das novellierte Strahlenschutzgesetz tritt vollständig am 31. Dezember 2018 in Kraft. Der VPB hat dazu den Ratgeber „Radon“ erstellt.

Radon – die Gefahr aus dem Boden

Radon ist ein radioaktives Edelgas . Es entsteht beim Zerfall von Uran, das in allen Gesteinen und Böden in unterschiedlich hoher Konzentration enthalten ist und Richtung Erdoberfläche aufsteigt. In hohen Konzentrationen ist Radon gesundheitsschädlich. Es gilt heute als Hauptursache für Lungenkrebserkrankungen bei Nichtrauchern in Deutschland. Grund genug, sich beim Bauen Gedanken über das Gas zu machen.

Gingen Experten früher davon aus, Radon komme fast ausschließlich in Bergbauregionen vor, ist heute bekannt, dass die Problematik grundsätzlich ganz Deutschland betrifft; sie ist nicht nur auf die Regionen mit uranhaltigem Muttergestein beschränkt.

Auf den Boden kommt es an

„Entscheidend für die Radonbelastung ist die Durchlässigkeit des jeweiligen Bodens“, erklärt VPB-Sachverständiger Ellinger: „Lockere, gut wasserdurchlässige Böden, lassen auch Radon leicht passieren. Dicht gelagerte, wasserundurchlässige und feuchte Böden sind weniger durchlässig. Und wassergefüllte Bodenschichten stellen für Radon eine nahezu undurchdringliche Barriere dar.“

Diese Kenntnis nutzen Fachplaner bei der Konstruktion der Keller: Ein wasserdichter, sorgfältig erstellter Stahlbetonkeller, bei dem auf die Betonnachbehandlung geachtet wurde, oder eine entsprechend sorgfältig hergestellte wasserdichte Stahlbetonbodenplatte, sind technisch ausreichend, um die beim Neubau geforderten Grenzwerte für die Radonbelastung im Gebäude unter 300 Bq/m³ zu halten. „Aus technischer Sicht ist das Einhalten der Anforderung ein bei Neubauten durchaus erreichbares Schutzziel“, konstatiert Marc Ellinger. Wer einen wasserdichten Stahlbetonkeller baut, bekommt im Regelfall auch einen nahezu radondichten Keller.

Dazu gehören auch vollflächig aufgelegte, dicht miteinander verklebte Bitumenbahnen oder sogar vollflächig verschweißte Bitumenschweißbahnen, wie sie als Trennlage in Wohnräumen auf der Bodenplatte ohnehin üblich sind. „Auf das sorgfältig ausgeführte Anarbeiten an durchdringende Bauteile wie Rohrleitungen muss dabei natürlich besonders geachtet werden“, mahnt der Sachverständige.

Auch Bewohner sind gefragt

Aber auch die Bewohner sollten alles tun, um sich vor Radon zu schützen: „Regelmäßiges Querlüften bei weit geöffneten Fenstern reduziert die Radonbelastung in Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsräumen maßgeblich“, empfiehlt Marc Ellinger, warnt aber gleichzeitig: „Wer eine Lüftungsanlage betreibt muss darauf achten, dass dabei kein Unterdruck entsteht, sonst kann Radon sogar ins Haus gesaugt werden.“

„Radon und seine gasförmigen Zerfallsprodukte sind sehr leicht. Sie folgen, ähnlich wie die Raumluft, den thermischen Strömungen im Gebäude“, gibt der Fachmann zu bedenken. Unvermeidbare Kamineffekte, wie sie sich in offenen Treppenhäusern und Installationsschächten einstellen, transportieren das Radon in der Raumluft bis in die höheren Etagen und unters Dach. VPB-Experte Ellinger rät zur Vorsorge: „Sinnvoll sind deshalb zwei Maßnahmen: Einmal die bauliche Trennung von Keller und Wohnbereich. Und zum Zweiten das dichte Ausbetonieren aller Installationsöffnungen in der Kellerdecke und den übrigen Geschossdecken nach Fertigstellung der Installation. Unterbleibt das sorgfältige Verschließen der Deckendurchbrüche, kann sich Radon in geschlossenen, schlecht belüfteten Hohlräumen, und dazu gehören Gebäude, erheblich aufkonzentrieren.“

„Im Neubau ist Radon technisch durchaus beherrschbar und stellt im Regelfall kein Problem dar“, resümiert Mar Ellinger, „vorausgesetzt, die Bauteile, die das Gebäude zum Erdreich hin abschließen, werden sorgfältig und mangelfrei ausgeführt.“ Das gelinge vor allem im Schlüsselfertigbau erfahrungsgemäß nur, wenn die Bauherren die Baustelle regelmäßig vom Sachverständigen kontrollieren lassen. Darüber hinaus sollten Hausbesitzer die durchschnittliche jährliche Radonbelastung durch das Aufstellen von Exposimetern messen, rät Experte Ellinger. „Die Messdauer dafür beträgt mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr. Die Kosten hierfür sind vernachlässigbar.“

Der neue VPB-Ratgeber „Radon“ kann kostenlos von der VPB-Website heruntergeladen werden.

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Bioenergie nicht die erhoffte Rettung

Sie gilt als die Lösung für den hohen Energieverbrauch der Welt: Bioenergie. Die Ergebnisse einer jetzt veröffentlichten Studie stellen das deutlich in Frage.

Damit das Ausmaß des Klimawandels begrenzt werden kann, darf sich die Erdtemperatur bis zum Jahr 2100 nicht um mehr als 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhöhen. Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Raps, Mais, Ölpalme und Co. scheint die Antwort auf die Frage der Energie der Zukunft zu sein. Sie klingt im Vergleich zur Nutzung von fossilen Rohstoffen auch viel klimaschonender. Doch ein Forscherteam des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums der TU München (TUM) und der Durham University in Großbritannien hat jetzt eine neue Studie veröffentlicht, die andere Problematiken aufzeigt, welche sich durch die intensive Ausweitung der Anbauflächen ergeben würden.

Überraschende Ergebnisse

„Um den Klimawandel mit Energiepflanzen wirksam zu begrenzen, müssen sie bis 2100 auf circa 4,3 Prozent der globalen Landflächen angebaut werden – das entspricht fast der 1,5-fachen Fläche aller EU-Länder zusammen. Damit schaden wir der biologischen Vielfalt, die in diesen Gebieten bisher zuhause ist, gravierend. Die negativen Auswirkungen des Klimawandels, die mit maximaler Bioenergie-Nutzung verhindert werden könnten, werden diese Verluste nicht wettmachen“, erläutert Dr. Christian Hof, der die Studie am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt durchführte und jetzt an der TU München forscht. Sein Team erforschte erstmals global wie sich die Kombination aus Landnutzungs- und Klimawandel auf Säugetiere, Vögel und Amphibien auswirkt. In zwei Szenarien setzten sie sich mit der Frage auseinander, was für einen Effekt eine maximale Bioenergie-Nutzung, die einer Begrenzung der Erderwärmung auf rund 1,5 Grad entspricht, beziehungswiese eine minimale Bioenergie-Nutzung und ein Temperaturanstieg von circa drei Grad, auf die Tierwelt hätte. „Ob sich die Temperatur bis 2100 um 1,5 oder 3,0 Grad erhöht: Rund 36 Prozent der Lebensräume von Wirbeltieren sind entweder durch den Klimawandel oder die neue Landnutzung infolge des Anbaus von Bioenergie-Pflanzen massiv gefährdet. Die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt sind also vergleichbar. Unterschiedlich ist nur, auf wessen Konto sie gehen“, erklärt Dr. Alke Voskamp vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum die erstaunlichen Ergebnisse.

Tropische Regionen besonders betroffen

Nicht nur das in vielen Gebieten Wirbeltieren die Vertreibung aus ihrem Lebensraum zu schaffen machen wird, sie leiden zusätzlich auch unter den Auswirkungen des Klimawandels. „Bei einem geringeren Temperaturanstieg bis 1,5 Grad, den wir durch die maximale Nutzung von Bioenergie erkaufen, könnten sogar größere Flächen unter dieser Doppelbelastung leiden. Unter diesem 1,5 Grad-Szenario wird insgesamt ein größerer Anteil der Verbreitungsräume von Wirbeltieren durch Klimawandel, Landnutzung oder beides beeinträchtigt“, so Dr. Voskamp. Das Paradoxe an der Situation? Insbesondere Amphibien mit kleinen Verbreitungsgebiet, die vor allem in den Tropen und Neotropen vorkommen, leiden wahrscheinlich deutlich mehr unter der intensiven Ausbreitung der Anbauflächen, als sie es durch eine Erderwärmung um bis zu 3,0 Grad würden. Doch gerade in diesen Regionen der Erde werden sich die Anbaugebiete für Bioenergie-Pflanzen stark ausweiten.

Neue Wege finden

„Der Klimawandel ist nach wie vor eine der größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt und muss möglichst auf 1,5 Grad Temperaturerhöhung begrenzt werden. Wie unsere Studie zeigt, ist die Bioenergie und die massive Ausweitung der Anbauflächen hierfür aber der falsche Weg. Wir müssen stattdessen stärker daran arbeiten, Energie einzusparen“, sind sich Dr. Hof und sein Team mit Blick auf die Ergebnisse ihrer Studie einig.

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Einfach mehr Lohn reicht nicht

Der seit Jahren andauernde Azubi-Mangel soll jetzt mit einer Mindestausbildungsvergütung in Angriff genommen werden. Die FDP stellt einen positiven Effekt in Frage.

Wieder mehr Menschen für eine duale Ausbildung begeistern, das ist das Ziel von Bildungsministerin Anja Karliczeck. Helfen soll dabei eine sogenannte Mindestausbildungsvergütung. Ab Januar 2020 sollen bundesweit alle Ausbildungsbetriebe dazu verpflichtet sein, sich an den Mindestlohn für Auszubildende zu halten. 504 Euro im ersten, 529 Euro im zweiten und 580 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Das sind zumindest die Zahlen, die im Gespräch sind.

Als unnötige Mehrbelastungen für Ausbildungsbetriebe schätzt dagegen die FDP die geplante Maßnahme ein. Gleichzeitig stellt sie in Frage, ob ein solcher Lösungsansatz tatsächlich die Wünsche von potenziellen Auszubildenden berücksichtigen würde. Daher bat sie in einer Kleinen Anfrage die Bundesregierung um Zahlen, die einen positiven Effekt einer Mindestvergütung auf die aktuelle Ausbildungssituation zeigen.

Unabgestimmter Schnellschuss

Einen Beleg können die Zahlen allerdings nicht liefern. Zwar zeigen Befragungen, dass viele Bewerber sich eine hohe Ausbildungsvergütung wünschen, allerdings seien Aspekte wie ein gutes Betriebsklima, sichere Arbeitsplätze und besonders gute Übernahme- und Aufstiegschancen den meisten noch viel wichtiger. Und obwohl die tarifliche Ausbildungsvergütung von 2007 bis 2017 um durchschnittlich 39,5 Prozent gestiegen ist, hat sich die Anzahl der Auszubildenden um 11,2 Prozent verringert. In Kleinstbetrieben mit bis zu neun Beschäftigten sank sie sogar um 31 Prozent. Die 15 Ausbildungsberufe, die die stärksten Besetzungsprobleme haben, zahlen allerdings bereits jetzt schon einen höheren Lohn, als im bundesweiten Durchschnitt. Zudem liegt dieser oberhalb der geplanten Mindestausbildungsvergütung. Der Sprecher für berufliche Bildung der FDP-Bundestagsfraktion, Jens Brandenburg, urteilt daher: „Der Vorstoß der Ministerin ist ein unüberlegter und unabgestimmter Schnellschuss.“

Weiter hält er die Mutmaßungen über die Zufriedenheit von Auszubildenden für vage. Der FDP-Politiker prangert außerdem an, dass viele Fragen offen blieben. Auswirkungen auf bestehende Ausbildungsverhältnisse oder auch in welcher Form Konsequenzen bei Nicht-Beachtung auf die Betriebe zukommen würden, werden nicht thematisiert. Ebenfalls blieb die Bundesregierung eine Einschätzung zum bürokratischen Mehraufwand schuldig. Man nehme sich der Frage aber in laufenden beziehungsweise anstehenden Beratungen an.

Zusätzliche Bürokratie ohne Effekt

„Ein Eingriff in die von den Tarifpartnern ausgehandelte Höhe von Ausbildungsvergütungen, würde in ein über Jahrzehnte bewährtes System eingreifen“, kritisiert der FDP-Abgeordnete Manfred Todtenhausen ebenfalls die Pläne der Bildungsministerin. Seine Befürchtung: Die geplante Mindestausbildungsvergütung bleibt ohne großen Effekt, bringt aber trotzdem zusätzliche Bürokratie und Kontrollen. „Damit dient es der gemeinsamen Sache nach mehr und besserer beruflicher Bildung nicht“, sagt er.

Die Tarifautonomie solle nicht in Frage gestellt werden, es solle lediglich um die Schaffung einer absoluten Untergrenze gehen, stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort die Absichten klar. Weiter heißt es, dass Auszubildende auf diese Weise vor Vergütungen geschützt werden, die flächendeckend und branchenübergreifend sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitisch nicht mehr als angemessen angesehen werden können. Oberhalb dieser gesetzlichen Mindeststandards sei es weiterhin an den Tarifpartnern, angemessene Ausbildungsvergütungen festzulegen. Stand jetzt gilt eine Vergütung als unzulässig, wenn sie die tarifliche Vergütung um mehr als 20 Prozent unterschreitet.

Regional statt bundesweit

Vor allem kleine Betriebe und Betriebe in Ostdeutschland würden laut einer Studie des Berufsbildungsinstituts (BIBB) durch eine solche Reglung stärker belastet. Bei 500 Euro Mindestvergütung müssten circa 19 Prozent aller Handwerksbetriebe mehr Geld auf den Tisch legen. „Eine bundeseinheitliche Ausbildungsvergütung wird dazu führen, dass nicht mehr, sondern weniger ausgebildet wird. Und das nicht, weil einige Betriebe keine höhere Ausbildungsvergütung zahlen wollen, sondern sie es schlichtweg nicht bezahlen können“, prognostiziert Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Aus diesem Grund spricht sich der ZDH für regionale und branchenspezifische Lösung aus.

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Kein „Efficiency First“ der Regierung in puncto Klimaschutz

Bundesregierung mit leeren Händen in Kattowitz. Mehrere führende Umweltverbände attestieren eine deutliche Blamage vor den Augen der Weltgemeinschaft.

„Ein klimaneutraler Gebäudebestand ist erklärter Kernbaustein der deutschen Klimaschutzstrategie”, stellt der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), Christian Noll, klar. Und genau hier nimmt die Bundesregierung gerade billigend in Kauf, dass energetische Maßnahmen für die Vermieter noch unattraktiver werden. Eine steuerliche Förderung der Gebäudesanierung die auf sich warten lässt sowie die Ankündigung die Sanierungsraten zu drosseln, bescherten der deutschen Regierung in Kattowitz einen peinlichen Auftritt. Die Pariser Klimaziele werden so sicherlich nicht erreicht und durch das Energiesammelgesetz wird die Energiewende in der Bundesrepublik weiter geschädigt. Noll erläuterte weiter, dass die Sanierungsraten, die bereits sehr niedrig seien, jetzt noch weiter sinken würden. Das sei nicht nur blamabel, sondern vor allem auch wirtschaftsschädlich. 600.000 Arbeitsplätze stellen deutsche Unternehmen im Bereich der Energieeffizienzlösungen und befinden sich damit weltweit an der Spitze.

Verpasste Chancen

Auch Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), schloss sich der Meinung des DENEFF an. Seinem Eindruck nach, stand Deutschland den anderen Staaten mit leeren Händen gegenüber. Hätte die Regierung sich ihren Leitspruch „Efficiency First“ wirklich zu Herzen genommen und dafür gesorgt, dass die steuerliche Förderung für Haussanier endlich umgesetzt wird, wäre sie nicht in eine solche Situation gekommen. Nicht nur für Vermieter, auch für Mieter können Sanierungen attraktiv sein. Auch können energetische Sanierungen sozialverträglich sein. Der Energieberaterverband GIH betonte, dass es in der Wohnungswirtschaft viele Unternehmen gibt, die dies hinbekommen würde. An dieser Stelle wäre es die Aufgabe der Bundesregierung gewesen Anreize zu schaffen, damit Vermieter sanieren wollen. Möglichkeiten gäbe es hierfür genug: Eine Neugestaltung des Mietspiegels, steuerliche Anreize oder staatliche Förderungen sind nur ein paar Beispiele.

Rück- statt Fortschritte

In Sachen Klimaschutz macht Deutschland weiter Rückschritte. Energieeffizienzdienstleistern legt die Bundesregierung Steine in den Weg: Die Mietrechtsänderung und auch das Energiesammelgesetz wurden verabschiedet. Neue Belastungen für die Wärme-Kraft-Kopplung und Kürzungen des Mieterstromzuschlags behindern den Klimaschutz. Um einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, muss aber anspruchsvoll saniert werden. Dabei ist es nicht unmöglich Wohnraum sowohl nachhaltig als auch bezahlbar zu gestalten.