Neue Zahlen in der Städtebauförderung

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat plant für die Zukunft ein Drei-Säulen-Programm zur Städtebauförderung. Das meiste Geld fließt in lebendige Zentren.

Die Etataufstellung des Bundesministeriums für Innern, Bau und Heimat zeigt: Insgesamt 790 Millionen Euro gehen bald in Förderprogramme der Städtebauförderung. Alleine 300 Millionen davon werden zukünftig in die Errichtung lebendiger Zentren fließen. 200 Millionen Euro stehen bereit für den sozialen Zusammenhalt und die restlichen 290 Millionen Euro fließen in die nachhaltige Entwicklung. Zusätzliche 75 Millionen Euro stehen außerdem für nationale Projekte im Bereich Städtebau zur Verfügung.

Der Umstieg zu dieser neuen Säulenstruktur wird nicht von heute auf morgen erfolgen. Die Übergangszeit, mit der gerechnet wird, beläuft sich auf vier bis fünf Jahre. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, freut sich über die Neustrukturierung der Städtebauförderung: „Die zukünftige Säulenstruktur entspricht den Vorschlägen und Forderungen des ZIA – die von uns in die Konsultation eingebrachten Vorschläge zur Reform wurden umgesetzt“, begrüßt Dr. Andreas Mattner die geplanten Änderungen. „Die nun freiere Maßnahmengestaltung hat positive Auswirkungen insbesondere auf Wirtschaftsimmobilien, die ein essenzieller Bestandteil einer ganzheitlichen Stadtentwicklung sind und ohne die ein moderner und nachhaltiger Städtebau nicht funktioniert. Den Fokus ausschließlich auf Wohnen zu legen, ist nicht zielführend. Wünschenswert wäre aus Sicht der Immobilienwirtschaft, wenn auch integrierte Stadtentwicklungskonzepte durch den Bund förderfähig wären. Hier sehen wir noch Nachbesserungsbedarf.“ resümiert Dr. Mattner.

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