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Neue Förderprogramme für Solarstrom für Mieter

Die Energiewende ist in aller Munde. So wurden bereits unzählige Eigenheime durch Zuschüsse von Bund und Ländern mit Solarstromanlagen ausgestattet. Das riesige Solarpotential auf Mietsgebäuden blieb bislang jedoch weitgehend ungeachtet. Doch laut Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW Solar) könnten auf Mietsgebäuden bundesweit rund vier Milliarden Kilowattstunden Solarstrom produziert und zum größten Teil auch direkt vor Ort wieder verbraucht werden.

Aus diesem Grund hat der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel Ende Oktober 2016 landesweite Förderprogramme für Mieterstrommodelle und Solarstromspeicher vorgestellt. Zudem kündigte Anja Siegesmund, Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, das Landesförderprogramm „Solar Invest“ an, welches sich ebenfalls an Mieter wendet.

Um für mehr Transparenz und Informationen zu sorgen, hat der BSW-Solar die kostenlose Broschüre „Geschäftsmodelle mit PV-Mieterstrom“ veröffentlicht.

Ein weiteres geplantes Förderprogramm sieht den Ausbau von Solarstromspeicher als Ergänzung größerer bestehender oder neuer Photovoltaik-Anlagen ab einer Leistung von 30 Kilowatt vor. „Die neue Speicherförderung wird vielen Gewerbebetrieben in NRW die bedarfsgerechte Bereitstellung von Ökostrom deutlich erleichtern. Es ist gut, dass die Landesregierung auch hier eine Lücke geschlossen hat“, sagt Carsten Körnig vom BSW Solar.

Insgesamt werden 50 Prozent der Ausgaben bezuschusst. Die maximale Förderhöhe liegt dabei bei 75.000 Euro pro Speicher.

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