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Neue EU-Regelungen für Beleuchtung

Die EU-Mitgliedsstaaten und die Europäische Kommission haben sich auf neue Ökodesign-Regelungen für Beleuchtungsprodukte verständigt – sie sollen stromsparender werden.

Aktuell ist die tägliche Beleuchtung für rund zwölf Prozent des Stromverbrauchs in der EU verantwortlich. Um diesen Wert zu senken und Lampen stromsparender zu machen, haben sich die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission auf neue Öko-design-Regelungen geeinigt.

Die durch das Bundesumweltministerium und das federführende Bundeswirtschaftsministerium vertretene Bundesregierung hatte sich im Ökodesign-Regelungsausschuss bei der Überarbeitung und Zusammenfassung der drei bestehenden Beleuchtungsverordnungen (EC No. 244/2009, EC No. 245/2009 und EU No. 1194/2012) für bessere Energie- und Ressourceneffizienzanforderungen eingesetzt.

Mehr LED-Lampen

Vor allem Halogenlampen sollen durch die Verschärfung der Energieeffizienzanforderungen durch die wesentlich effizienteren LED-Lampen ersetzt werden. Heutige Halogenlampen erfüllen die vorgesehenen neuen Energieeffizienzanforderungen in den meisten Fällen nämlich nicht. Zudem soll die neue Verordnung auch einen wichtigen Beitrag zum Ressourcenschutz leisten, da sie die Langlebigkeit von Beleuchtungen fördert. So sollen Leuchten künftig so gestaltet werden, dass das Leuchtmittel einfach ersetzt werden kann. Ist dies aus technischen Gründen nicht möglich, müssen Verbrauch darüber informiert werden.

Übergangszeit vereinbart

Die neuen Regelungen sollen ab dem 1. September 2021 angewendet werden. Für Beleuchtungsprodukte, die nur schwer auf LED umgestellt werden können, gilt eine Übergangszeit bis zum 1. September 2023. Dies betrifft beispielsweise bestimmte T8-Leuchtstoffröhren oder besonders kleine Halogenbirnchen. Für bestimmte seltene Anwendungen in Kunst und Wissenschaft sollen ebenfalls Ausnahmeregelungen geschaffen werden.

Der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament müssen der Verordnung noch zustimmen.

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