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Innovation Beton: jetzt mit Temperaturüberwachung

Das Warten, bis der Beton die gewünschte Festigkeit erreicht hat, kostet beim Rohbau besonders viel Zeit. Eine neue Lösung kann die Wartezeiten allerdings verkürzen.

Immer mehr Neuerungen der Digitalisierung finden ihren Weg auf die Baustelle: ob digitale Tools in der Bauplanung oder digitale Lagerlogistik. Für die Bauarbeiter bedeutet das, den gesamten Bauprozess effizienter gestalten zu können und die Produktivität und Qualität zu steigern. Eine Erfindung kann hierbei ganz besonders helfen: Concremote. Ist der Beton gegossen, muss er erst einmal hart werden, bevor man weitermacht. Mit der neuen Lösung kann man jetzt aber genau verfolgen, wann der Beton eine gewisse Festigkeit erreicht hat.

Echtzeitmessung im Beton

Sensoren im Beton messen die Temperaturentwicklung im Beton, Concremote kann dann in Echtzeit anzeigen, wie fest der Stoff genau ist. Der Hersteller verspricht, mit dem System eine hilfreiche Entscheidungsgrundlage im Bauablauf zu haben. Mit einer integrierten Mobilfunktechnologie werden die erfassten Daten an das Concremote-Rechenzentrum des holländischen Technologieunternehmens Concrefy übertragen. Über eine App können die Bauunternehmen dann den Festigkeitszustand des Betons einsehen und darauf basierend weitere Entscheidungen treffen. In der Praxis hat das System bewiesen, dass die notwendigen Betonfestigkeiten schon häufig viel schneller erreicht waren als erwartet.

Vor allem im Brückenbau bietet Concremote viele Vorteile. Durch viele Bedingungen und Richtlinien an den Brückenbau ist man in der Betonrezeptur sehr eingeschränkt, durch das neue System kann allerdings viel Zeit eingespart werden. Das bietet sowohl Einsparungen im Material als auch im Personal. Auch können so Betonprüfungen optimiert werden. Concremote findet momentan bereits Verwendung bei einigen Brückenbauten.

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