Immer mehr ausländische Azubis auf dem Bau

Seit 2008 steigt die Anzahl an ausländischen Berufsanfängern deutlich. Vor allem in sogenannten „Mangelberufen“ mit fehlenden Azubis ist dieser Anstieg erfreulich.

Eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes aus Mitte Februar zeigt, dass immer mehr ausländische Auszubildende die entstandenen Lücken in den Handwerksberufen schließen. Innerhalb der zehn Jahre zwischen 2008 und 2018 ging die Gesamtzahl der jährlich neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um ganze 14,1 Prozent von 607.600 auf 521.900 zurück. Gleichzeitig aber verdoppelte sich die Zahl der ausländischen Berufsanfänger auf 61.000. Die Stellen fanden sie auch in extra ausgewiesenen Mangelberufen des Handwerks. Dazu gehören laut einer Arbeitsagenturliste unter anderem Metallbauer, Maurer, Gärtner, Berufskraftfahrer und Kfz-Mechatroniker. 2018 machten diese Mangelberufe noch ein gutes Viertel sämtlicher Ausbildungsanfänger aus. In diesen Berufen stieg 2018 die Zahl der ausländischen Berufseinsteiger mit 16.700 sogar auf mehr als das Dreifache. Gerade Bewerber aus den typischen Asylherkunftsländern wie Afghanistan und Syrien fanden hier einen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig ging die Zahl der deutschen Anfänger in den Mangelberufen um 9,5 Prozent zurück.

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