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Handwerkskammer braucht neuen Geschäftsführer

Die Handwerkskammer zu Köln beendet die Zusammenarbeit mit dem Hauptgeschäftsführer Dr. Ortwin Weltrich. Mit Juristen wurde ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen.

Seit 2007 war der 63-Jährige der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln. Insgesamt war Weltrich über 25 Jahre für die Kammer tätig. Ende März haben beide Parteien allerdings die Zusammenarbeit beendet. Auch mit dem stellvertretenden Geschäftsführer, Peter Panzer, wurde ein Aufhebungsvertrag vereinbart. Über den Inhalt der Aufhebungsverträge wurde Stillschweigen vereinbart.

Vor der Presse in Köln allerdings erläuterte Kammerpräsident Hans Peter Wollseifer die Gründe für die Trennung. So werden Entwicklungshilfeprojekte der Kammer zu 100 Prozent aus Mitteln des Bundes finanziert. Die Personalkosten der Experten, die vor Ort (beispielsweise in Afrika) arbeiten, vollständig erstattet. In den letzten Jahren allerdings, wurden viele dieser Erstattungszahlungen an Bildungs- und Beratungs-GmbHs nicht vollständig im Haushalt der Kammer verbucht, sondern stattdessen teilweise als Einnahmen der GmbHs verrechnet. Das führte zu einem Bilanzgewinn dieser arbeitenden Firmen und zu hohen Steuerzahlungen. Seit 2015 summierten sich diese Steuerzahlungen. Nachdem der Vorstand der Kammer Wind von der Sache bekam, ließ er Rechtsgutachten durchführen. Diese zeigen erhebliche Schäden für die Kammer auf. Für Wollseifer liegt die Gesamtverantwortung eindeutig bei der Geschäftsführung, was eine Beendigung der Arbeit mit sofortiger Kündigung rechtfertige und unumgänglich mache.

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