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Handwerk.NRW: Bereits einiges angepackt

Auf dem zweiten Spitzentreffen zur Umsetzung der Empfehlungen der Enquetekommission zeigten sich die Vertreter mit dem bisher Erreichten schon sichtlich zufrieden.

Die Landesregierung sei auf dem richtigen Kurs, zog Andreas Ehlert, Präsident von Handwerk.NRW, beim zweiten Spitzengespräch der Enquetekommission ein positives Fazit. Die Kommission wurde 2015 vom nordrhein-westfälischen Landtag eingesetzt und hat Ende 2017 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Dieser enthielt 171 Handlungsempfehlungen, mit deren Umsetzung sowohl das Handwerk als auch die Landesregierung bisher gut vorangekommen sind.

Hohe Zufriedenheit

„Die Enquetekommission zeigt Wirkung“, ergänze Ehlert sein Fazit. Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags fügte hinzu, dass die Fokussierung auf die Förderung des Handwerks eine wichtige Entscheidung sei, um das Land zu stärken. Auch beim ersten Spitzengespräch im März 2018, war die Zufriedenheit bei allen Beteiligten hoch.

Laut des zugehörigen Umsetzungsberichts hätten auch schon viele Landes- und auch Bundesministerien und weitere Institutionen die Vorschläge in ihre Arbeit integriert. Dem Bericht ist auch zu entnehmen, dass bereits mehr als zwei Drittel der 171 Empfehlungen in Umsetzung oder bereits umgesetzt sind. Auch die Handwerksorganisationen arbeiteten daran, die an sie selbst gerichteten Empfehlungen umzusetzen. Im Bericht lässt sich genau nachverfolgen, welche Empfehlungen für welchen der vier großen Bereiche „Wettbewerb und Wirtschaftspolitik“, „Digitalisierung und technologischer Wandel“, „Bildung und Qualifizierung“ und „Arbeitswelt und Arbeitsmarkt“ bereits umgesetzt oder in Planung sind. Sowohl das Handwerk als auch die Landesregierung sehen es als notwendig an, dass die Beratungsstrukturen des Handwerks in puncto digitaler Infrastruktur weiter ausgebaut und gestärkt werden. Denn diese biete die Grundlage für eine weiter aufstrebende mittelständische Wirtschaft.

Fokus auch auf Rahmenbedingungen

Der Bericht beschäftigt sich im zweiten Teil aber auch mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Handwerksrecht, Gründung und Übergabe sowie Gewerbeförderung. Damit das Handwerk eine stärkere Kultur der Selbstständigkeit und bessere Standortbestimmungen aufbaut und entwickelt, sind in den Empfehlungen auch Entfesselungspakete, die geplante Gründerinitiative und Änderungen des Mittelstandsförderungsgesetzes verankert. Bürokratische Hürden sollen ebenfalls abgebaut werden.

Mitarbeiter in den Mittelpunkt

Auch der Bereich der Fachkräftesicherung wird im Blick behalten: „Um die Stärke des Handwerks zu erhalten, ist die Gewinnung und Sicherung von qualifizierten und motivierten Fachkräften von entscheidender Bedeutung.“ Arbeitsbedingungen und Altersvorsorge spielen hier eine wichtige Rolle. Aber nicht nur die Sicherung von Fachkräften ist wichtig, auch der Nachwuchs will gewonnen werden. Das vierte Themengebiet widmet sich daher ganz der Berufsorientierung, Integration sowie den Ausbildungsvorrausetzungen. Auch die Berufskollegs sollen intensiver unterstützt werden – mit einer Agenda zur Stärkung der beruflichen Bildung durch die Landesregierung.

Weitere Maßnahmen sind noch in Planung. Die Regierung will dafür eng mit dem Handwerk zusammenarbeiten.

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