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Europawahl 2019 – Die Erwartungen des Handwerks

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat Wünsche und Erwartungen an die Parteien formuliert, um seine Mitgliedsbetriebe auch auf europäischer Ebene zu vertreten.

Die meisten Gesetzgebungsvorschläge, die Einfluss auf Handwerksbetriebe haben, werden mittlerweile in Brüssel beschlossen – für die gesamte EU. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) möchte genau deswegen natürlich die Interessen seiner Mitgliedsbetriebe auch auf europäischer Ebene vertreten, damit die Interessen möglichst früh in relevante Gesetzgebungsverfahren mit eingebracht werden können. Daher ist auch die im Mai anstehende Europawahl für den ZDH von Bedeutung. Mit dem Papier „In Vielfalt zusammen“ hat der ZDH Forderungen und Vorschläge formuliert und sie in sieben Kernbereiche gegliedert: Zukunft der europäischen Union, Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen, europäischer Binnenmarkt, bessere Rechtsetzung, Fachkräftesicherung und berufliche Bildung, Umweltpolitik sowie regionale Wirtschaft.

Profitieren von Europa

„Deutschland liegt im Herzen Europas. Wir profitieren von Sicherheit und Wohlstrand, die uns Europa bringt“, heißt es darüber hinaus in dem Papier. Der zunehmenden Skepsis gegenüber der europäischen Idee müsse man mit Vorschlägen und Lösungen entgegentreten und nicht zusätzliche Probleme schaffen, besonders in den Bereichen Grenzschutz, Sicherheit und Terrorismusbekämpfung. Auch mit Blick auf den möglichen Brexit müsse die Finanzierung der EU sichergestellt werden. Weiter komme es in der Wirtschaftspolitik darauf an, Stabilisierung mit der Unterstützung von Wachstum in Südeuropa zu verbinden. „Risikominimierung und Strukturreformen müssen der Weg sein, die Wirtschafts- und Währungsunion zu vertiefen. Eine Vergemeinschaftung von Schulden darf es nicht geben“, fordert der ZDH.

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