EU-weite Regeln für Drohnen ab 2020

Drohnen sind längst nicht nur ein Spielzeug: Auch auf Baustellen werden die Multikopter eingesetzt. Ab 2020 gelten EU-weit neue Regeln, die jeder Besitzer beachten muss.

Bereits seit dem 7. April 2017 gibt es klare Regeln für den Betrieb von Drohnen. Dazu zählen zum Beispiel eine Kennzeichnungspflicht und bestimmte Betriebsverbote in sensiblen Bereichen wie an Einsatzorten der Polizei oder der Feuerwehr. Ab einem Gewicht von 2 Kilogramm müssen die Drohnenpiloten außerdem einen „Drohnenführerschein“ machen, auch besteht eine Versicherungspflicht. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat nun neue Bestimmungen veröffentlicht, die bis Juni 2020 in nationales Recht übergeführt werden müssen. Diese Bestimmungen sollen die Regeln für den Betrieb von Drohnen EU-weit vereinheitlichen. Auf 27 Seiten in insgesamt 23 Artikeln werden klare Regeln festgelegt, die nicht zuletzt wegen verschiedener Vorfälle der Störung vom Flugverkehr an Flughäfen aufgestellt wurden.

Was bedeutet das fürs Handwerk?

Die Nutzung von den unbemannten Fluggeräten hat sich längst auch auf das Handwerk ausgebreitet. Besonders Dachdecker, Metallbauer und Maurer nutzen sie, um Schäden an Bauwerken aus der Luft ausfindig zu machen, die nächsten Arbeitsschritte zu planen oder auch, um dem Kunden den aktuellen Stand des Bauvorhabens zu zeigen. Auch für die Drohnen-Besitzer aus dem Handwerk gilt daher, sich über die Neuerungen zu informieren. Denn schon jetzt gelten spezifische Voraussetzungen für die Nutzung. Die Deutsche Flugsicherung stellt diese noch bis zum Juni 2020 geltenden Regeln in einem Flyer  zusammen. Fest steht aber: Schärfer als die ohnehin bereits geltenden Richtlinien werden die neuen EU-weiten Regeln wohl nicht. In jedem Bereich sehen die Bestimmungen der EASA weniger strenge Voraussetzungen vor. Die maximal erlaubte Flughöhe ohne Sondererlaubnis erhöht sich von 100 auf 120 Meter und auch eine Kennzeichnungspflicht bleibt wie bisher gehabt erhalten. Das 27-seitige und ausführliche Dokument zu allen Details rund um die neuen Bestimmungen sind auf der Websitevon EUR-Lex abrufbar.

Next ArticleKalksandstein als Träger für Wohnbau