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Erste Studie zum „Smart Readiness Indicator“ veröffentlicht

Wie intelligent kann ein Gebäude sein? Um dies vergleichend darstellen zu können, wurde der „Smart Readiness Indicator“ (SRI) eingeführt. Die Grundlagenforschung läuft.

Bereits in der 2018 novellierten EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) ist der Begriff „Smart Readiness Indicator“ (SRI) zu finden. Er soll beschreiben, wie smart ein Gebäude sein kann, beziehungsweise bewerten, wie gut ein Nutzer mit dem Netz interagieren sowie den Gebäudebetrieb energieeffizient regeln kann. Die Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) sowie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben hierzu eine Grundlagenstudie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der EBZ Business School und dem Wuppertal Institut berücksichtigen dabei bisher veröffentlichte Erkenntnisse der EU und zeigen einen pragmatischen Lösungsansatz.

Technologischen Anforderungen gerecht werden

Zu den wesentlichen Anforderungen, die in die SRI-Bewertung mit einfließen, zählen unter anderem der Einsatz von Smart Metern, die Einbindung von Ladestationen für Elektromobilität sowie Energiespeicher und Energie-Managementsysteme. Bereits installierte Technik steht dabei ebenso auf dem Prüfstand wie vorhandene Infrastruktur für mögliche Erweiterungen. Insgesamt solle der Indikator Gebäudeeigentümern, Mietern und Investoren praktische Orientierungshilfe, inwieweit bestehende oder neu zu errichtende Gebäude zeitgemäßen technologischen Anforderungen gerecht werden.

„Der Indikator wird dazu beitragen, dass sich der Wert eines Gebäudes in Zukunft auch daran messen lassen muss, wie ‚intelligent‘ das Haus vernetzt ist“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Der ‚Intelligenzindikator‘ könnte die Nachfrage nach smarten Immobilien ankurbeln.“

Weitere Geschäftsfelder

Für die weitere Verbreitung im Markt und einer allgemeinen Akzeptanz des SRI, müssen wesentliche Funktionsbereiche wie Heizung, Lüftung, Beleuchtung oder Energiemanagement kostengünstig erfasst, bewertet und vergleichbar gemacht werden. Rund um den SRI könnten so zusätzliche Geschäftsfelder und Dienstleistungen entstehen, die auch für Energieunternehmen interessant sind.

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