Drei Finalisten für nachhaltiges Bauen

In einem durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) initiierten Wettbewerb stehen nun die neun Finalisten fest. Das Publikum entscheidet, wer gewinnt.

„Sustainability Challenge“ („Nachhaltigkeitsherausforderung“) nennt sich der jährlich stattfindende Wettbewerb, in dem jeweils drei Einreichungen in den Kategorien Forschung, Start-Up, und Produktinnovation gegeneinander antreten. Dieses Jahr beweisen die Finalisten am 25. Juni in Stuttgart das Potential ihrer Innovationen, die Veranstaltung läuft im Rahmen des Tages der Nachhaltigkeit. „Die Finalisten zeigen mit ihren Ansätzen und Lösungen die enorme Themenvielfalt des nachhaltigen Bauens“, freut sich Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB und Mitglied der Jury. Rund 100 Bewerbungen gingen ein, aus denen die Jury zusammen mit anderen Mitgliedern des DGNB Innovationsbeirats neun Kandidaten ausgewählt hat.

Vielversprechende Innovationen

In der Kategorie „Forschung“ finden sich drei Finalisten. Im Rahmen des Projektes BauCycle wird zusammen mit dem Fraunhofer Institute eine ganzheitliche Verwertungsstrategie für Bauschutt und dessen Feinfraktion erforscht. Heraus kam ein neuer Lösungsansatz für das Baustoffrecycling. Ein weiteres Forschungs- und Entwicklungsprojekt von Arup, Mogu und Ardex entwickelt momentan eine Strategie für die Nutzung von Bioverbundwerkstoff Myzelium und die Agriculture Lighting Facade ermöglicht mit ihrem neuen Projekt den ganzjährigen Gemüseanbau hinter Glasfassaden.

Schon die Kategorie „Forschung“ verspricht also besonders nachhaltige Ideen und Strategien zum Klimaschutz und einer positiven Ökobilanz. In der Kategorie „Start-up“ sticht vor allem eine Innovation von der Vilisto GmbH heraus: sie hat ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Wärmemanagement für Nichtwohngebäude entwickelt. So können Heizkörper vielleicht schon bald vollautomatisch, vorausschauend und bedarfsgerecht gesteuert werden. Die dritte Kategorie „Produktinnovation“ verspricht ebenfalls sehr interessante Ideen. So hat zum Beispiel die Intewa GmbH eine neue Systemlösung für einen fast geschlossenen Wasserkreislauf parat. Dieses System kann Regen und Grauwasser so aufbereiten, dass bis zu 95 Prozent Trinkwasser eingespart werden könnten. Alle Finalisten können mit Namen und Beschreibungen der Innovationen auf der Website vom DGNB eingesehen werden.

Das Publikum entscheidet

Wer sich in den drei Kategorien jeweils als Gewinner durchsetzen wird, zeigt sich am 25. Juni in Stuttgart im Rahmen des DGNB Tages der Nachhaltigkeit. Hier präsentieren sich die Kandidaten ab 14:30 Uhr mit Impulsvorträgen an einem eigenen Ausstellungsstand. Das Publikum bestimmt am Abend dann die Preisträger, die noch am selben Tag bekannt gegeben und ausgezeichnet werden.

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