Die Ladesäulenpflicht kommt

Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) sieht vor, dass Deutschland im Neubau, bei der Sanierung und im Bestand die Ladeinfrastruktur aufbaut.

Der Plan innerhalb des „Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ – kurz Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) – sieht vor, dass die EU-Vorgaben 1:1 in nationales Recht umgesetzt werden. Genauere Vorgaben dazu, wo und wann Lademöglichkeiten gebaut werden müssen und was sie erfüllen müssen, werden folgen. Konkret sieht das Gesetz vor, dass bei Neubau oder „größerer Renovierung“ von Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen künftig jeder Stellplatz mit Schutzrohren für Elektrokabel auszustatten ist. Bei Nichtwohngebäuden gilt das für jeden fünften Stellplatz. Zusätzlich ist in Nichtwohngebäuden mindestens ein Ladepunkt zu errichten. Jedes Nichtwohngebäude mit mehr als 20 Stellplätzen ist bis zum 1. Januar 2025 zudem mit einem oder mehr Ladepunkten auszustatten. Ausnahmen gelten ausschließlich für Gebäude, die sich im Eigentum von kleinen und mittelständischen Unternehmen befinden und auch von ihnen genutzt werden.

Kritik für den Gesetzentwurf

Seitens des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmer (DgW) gibt es einige Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge für den Entwurf. So führe das ganze Vorhaben beispielsweise zur Erhöhung der Wohnkosten, wenn die E-Mobilität aus der Wohnraumvermietung finanziert werden soll. Der Verband fordert für diesen Fall Refinanzierungsmöglichkeiten aus der Ladeinfrastruktur und den Verkauf von Ladestrom. Auch hätten die Abstellflächen zum Laden von E-Fahrzeugen überwiegend nicht 1:1 die gleiche Fläche wie bereits vorhandene Stellplätze. Es müssten also möglicherweise neue Stellflächen geplant werden. Eigentümer befürchten außerdem zusätzliche bürokratische und finanzielle Anforderungen, die im aktuellen Entwurf über die Vorgaben der EU-Richtlinie hinausgehen.

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