Die Folgen der Corona-Krise

Eine Studie zu den Auswirkungen auf das Handwerk empfiehlt: Orientierung an der Finanzkrise 2008/9 und die Stärkung der innerbetrieblichen Maßnahmen.

Wir stehen erst am Anfang der Krise, aber es steht fest, dass diese erhebliche Folgen für die Wirtschaft haben wird und auch für die Handwerksbetriebe. Die Nachfrage hat stark nachgelassen und unterbrochene Lieferketten sorgen dafür, dass kaum noch produziert werden kann. Je nach Gewerk werden die Folgen sehr unterschiedlich sein. Zu diesem Zweck hat das Ludwig-Föhler-Institut eine Studie zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf das Handwerk veröffentlicht.

Passende Maßnahmen zur Liquiditätssicherung

Obwohl die Betriebe dank der guten Konjunktur der letzten Jahre ihre Eigenkapitalbasis stärken konnten, kann die Liquidität in den kommenden Wochen und Monaten abnehmen. Bereits beschlossene Maßnahmen zur Liquiditätssicherung gehen in die richtige Richtung. Wenn die Vergabe der Gelder durch langsame bürokratische Prozesse allerdings aufgehalten wird, kann es so spät sein, dass die Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Deswegen muss die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt und der Überschuldungsbegriff im Insolvenzrecht angeglichen werden.

Auch sollte sich an den Maßnahmen während der Finanzkrise 2008/2009 orientiert werden. Obwohl wir erst am Beginn der Krise stehen, können die Ansätze von damals auch heute effektiv sein. Aber nicht nur staatliche Maßnahmen sind notwendig, auch innerbetrieblich muss alles Mögliche getan werden. Alle Mitarbeiter eines Betriebs sollten sich gegenseitig beistehen und so für Stabilität sorgen. Auch muss versucht werden, am Arbeitsplatz ein Stück Normalität in den zerrütteten Alltag zu bringen. Zudem hat sich in der Finanzkrise gezeigt, dass Betriebe, die ihre Mitarbeiter flexibel eingesetzt haben, besser durch die Krise gekommen sind.

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