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Die EU ist wichtig für das Handwerk

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bekennt sich ganz klar zur Europäischen Union und macht deutlich, wie wichtig sie für Bürger und Unternehmen ist.

Sieben Seiten hat das Dokument, in dem der Verband herausstellt, dass die Union nicht nur für das Handwerk wichtig ist. „Europa – Wert und Mehrwert“ lautet der Titel des Papiers. „Die Europäische Union muss auch in der Zukunft Friedens-, Wohlstands- und Sicherheitsgarant bleiben“, heißt es in der Einleitung seitens des ZDH-Präsidenten Hans Peter Wollseifer. „Das Handwerk ist für ein Europa, das groß ist in den großen Fragen, und das sich klein macht bei den Fragen, die sich besser im kleineren nationalen Rahmen lösen lassen. Sicherheit, Migration, internationaler Wettbewerb, Klimawandel: Da brauchen wir mehr Europa – und nicht weniger. Gleichzeitig bleibt das Prinzip der Subsidiarität wichtig: Was die Mitgliedsstaaten besser regeln können als die EU, das sollen sie auch weiterhin selbst regeln können. Eingriffe etwa in die nationalen Kompetenzen zur Berufsregulierung lehnen wir ab“, sagte Wollseifer.

Herausforderung Brexit

Der Präsident warnt auch vor den Folgen des Brexits, vor allem vor denen eines „No-Deal-Brexits“. Da das Handwerk Zulieferer für die deutsche Industrie sei, würden die Betriebe die Folgen mittelbar zu spüren bekommen. „Ungeachtet der ohne Zweifel bestehenden Herausforderungen ist nicht die EU das Problem, wie es uns derzeit Viele einreden wollen, sondern im Gegenteil: Die EU ist die Lösung. Das Handwerk sagt Ja zu Europa“, so Wollseifer.

Insgesamt fordert der ZDH vor allem Verbesserungen für mittelständische Betriebe. Die EU müsse weiter auf den bisherigen Errungenschaften aufbauen und insgesamt noch „wettbewerbsfähiger, innovativer und mittelstandsfreundlicher werden“. Zu hohe bürokratische Auflagen würden insbesondere kleine mittelständische Unternehmen momentan sehr belasten. Von den europäischen Förderprogrammen aber würden kleinere und mittlere Unternehmen deutlich profitieren. So fließen laut Angaben des Verbands 20 Prozent der gesamten Mittel der Regionalförderung in Deutschland an mittelständische Betriebe.

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