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4.000 Euro bei bestandener Prüfung

Bremen zahlt seinen Bürgern, die eine Aufstiegsfortbildung erfolgreich absolvieren, einmalig eine Prämie von 4.000 Euro. Auch in anderen Bundesländern gibt es Zuschüsse.

Die Frage nach der Sicherung des Fachkräftnachwuchses stellt sich nicht nur Bremen. Die Freie Hansestadt stellt ihren Bürgern seit dem ersten Januar einen finanziellen Anreiz von 4.000 Euro in Aussicht, wenn sie eine Aufstiegsfortbildung wie den Meister, Fachwirt, Techniker oder Betriebswirt absolvieren. Ebenso soll die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung mehr in den Vordergrund rücken, um mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung zu begeistern.

Von der Richtlinie des Bremer Senats profitieren Absolventen, die ihre Fortbildung zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2020 erfolgreich abschließen. Interessierte können sich an den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen wenden. Dieser ist für die Beratung, Antragsannahme und Bewilligung der Prämie zuständig.

Andere Bundesländer, andere Anreize

Bremen ist allerdings nicht das einzige Bundesland, das seinen Handwerkern einen Zuschuss bei bestandener Fortbildung zahlt. In Bayern gibt es zum Beispiel den sogenannten Meisterbonus mit 2.000 Euro. In NRW gibt es keinen Meisterbonus, dafür aber eine Meistergründungsprämie über 7.500 Euro, die das Land bei Gründung, Übernahme oder der Beteiligung an einem Betrieb auszahlt. In Berlin liegt die Gründungsprämie sogar bei 15.000 Euro. Auch viele andere Länder winken mit finanziellen Boni bei bestandenen Meisterprüfungen oder der Gründung eines Betriebes.

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Handwerk geschockt: Fahrverbot auch für neuste Diesel möglich

Die Verwässerung der strengen Euro-6-Grenzwerte für PKW ist laut Europäischem Gericht (EuG) unzulässig. Damit drohen ab 2021 auch Fahrverbote für neueste Diesel.

Handwerker mit Dieselfahrzeuge müssen sich auf neue Unsicherheiten einstellen: Nach einem jüngsten Urteil des Europäischen Gerichts, könnten ab 2021 auch neuste Diesel der Euro-6-Norm aus europäischen Großstädten verbannt werden. Laut Gericht habe die EU-Kommission bei der Einführung neuer Abgastest die Grenzwerte der Euro-6-Norm zu Unrecht gelockert. Die Luxemburger Richter stimmten damit einer Klage der Städte Paris, Madrid und Brüssel zu. Diese dürften die Grenzwerte nun vor Gericht anfechten und im Zweifel auch Fahrverbote für neuste Diesel verhängen, die zuvor offiziell zugelassen wurden.

Gegen das erstinstanzliche Urteil sind noch Rechtsmittel zum Europäischen Gerichtshof möglich. Die jetzigen Regelungen sollen daher noch rund 14 Monate anwendbar bleiben.

Auswirkungen noch nicht absehbar

Welche Folgen das Urteil für die Praxis hat, ist zurzeit noch unklar. In Stuttgart, wo seit Anfang des Jahres bereits Fahrverbote verhängt wurden, wächst die Unsicherheit nach der Entscheidung aus Luxemburg. „Das Urteil bringt große Unsicherheit für die Handwerker mit sich“, sagt Gesine Kapelle, Diesel-Expertin von der Handwerkskammer Region Stuttgart, gegenüber der Deutschen Handwerkszeitung. „In Stuttgart sollen Handwerker bereits jetzt ihre Flotten erneuern. Lange galt die Euro-6-Norm als sicher. Doch wir raten unseren Betrieben, nur Fahrzeuge mit dem Standard Euro 6d-temp anzuschaffen, da nur diese neueste Version auch im Straßenbetrieb garantiert niedrige NOx-Werte haben. Doch leider sind die Fahrzeuge bisher nur vereinzelt verfügbar.“

Inzwischen habe die Landesregierung in Stuttgart zwar zugesagt, keine Fahrverbote für Euro-6-Diesel auszusprechen, in anderen Städten könnte dies aber durchaus eintreten. „Das Urteil besagt nicht, dass Fahrverbote für Euro 6 nun grundsätzlich zulässig oder zwingend notwendig sind. Es ist erst einmal nur ein Urteil, das sich mit dem formalen Weg der Festlegung von Vorgaben bei der Typenzulassung beschäftigt.“, wird Carsten Benke, Verkehrsexperte beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, in der Deutschen Handwerkszeitung zitiert. „Grundsätzlich könnte in der Zukunft aber die Möglichkeit bestehen, dass die Städte dann auch für aktuelle Euro-6-Diesel Fahrverbote aussprechen könnten. Das wäre aber überhaupt erst in einigen Jahren denkbar. Zudem ist für fast alle Städte in Deutschland anzunehmen, dass es dann gar keine nennenswerten Immissionsgrenzwertüberschreitungen mehr gibt. Bis dahin müssen sich alle Verantwortlichen massiv anstrengen und die Schadstoffbelastung senken.“

Klar sei allerdings, dass die Unsicherheiten für Dieselfahrer weiter zunehmen, was letztlich auch Fuhrpark-Modernisierungen im Wege stehe.

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Politische Debatte: Zurück zur Meisterpflicht

Eine Reform schaffte 2004 die Meisterpflicht ab. Allerdings nicht ohne Fehler und Probleme. Der Bundestag diskutiert nach über zehn Jahren nun eine Wiedereinführung.

Im Dezember 2018 debattierte der Bundestag zum ersten Mal darüber, ob die Meisterpflicht wieder eingeführt werden sollte. Nach Anträgen der FDP und der AFD setzt sich jetzt der Wirtschaftsausschuss mit der Forderung auseinander.

Durch die Veränderung der Handwerksordnung im Jahr 2004 sei eine der tragenden Säulen des Mittelstands und damit der Wirtschaft geschwächt worden, so der AFD-Abgeordnete Tino Chrupalla, Malermeister aus Sachsen. Weiter wies er darauf hin, dass handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten einen hohen kulturellen Wert hätten. Diesen gelte es zu erhalten – mit dem Wissen und den Traditionen.

Kritik aus den Reihen der anderen Parteien

Gegenstimmen kamen von Seiten der FDP. „Mit diesem Antrag schaden Sie dem deutschen Handwerk mehr als sie ihm nutzen“, kritisierte der Elektromeister Manfred Todtenhausen. Seine Fraktion schloss sich an und forderte vor allem Anerkennung für das Handwerk. Und der Meisterbrief sei unverzichtbarer Bestandteil der beruflichen Bildung. Eine Ausweitung des Meisters auf mehr Berufe müsste außerdem besonnen ablaufen, so Todtenhausen weiter. An Peter Altmaier (CDU) richtete er sich mit einer Forderung: Der Bundeswirtschaftsminister soll bis Mai einen Gesetzentwurf dazu vorlegen.

Auch CDU/CSU will die Fehlentwicklungen korrigieren. Fakt sei, dass man mehr Meister gebrauchen könne, so Astrid Grotelütschen: „Der Meistertitel ist Garant für Qualität und Ausbildung.“ Im Koalitionsvertrag sei auch vereinbart, in Gesprächen mit Handwerkern eine Wiedereinführung des Meisters für einzelne Berufsbilder zu diskutieren, erklärte die Abgeordnete weiter.

Sabine Poschmann (SPD) kritisierte, dass der Antrag der AFD reichlich spät komme, da die Koalition sich bereits mit dem Thema auseinandersetze. Sie merkte auch an, dass nur noch rund 30 Prozent der Beschäftigten nach Tarifvertrag bezahlt würden. „So simpel, wie Sie die Gewerke zur Meisterpflicht zurückführen wollen, ist die Sache nicht.“ Auch den Antrag der FDP lehnte sie mit der Begründung ab, dass es bereits verschiedene Ausarbeitung zu dem Thema gebe und eine erneute Evaluation das ganze Verfahren in die Länge ziehen würde. Klaus Ernst von der Linken schloss sich der Meinung der SPD-Abgeordneten an und ergänzte ihre Rede um die Punkte, der geringen Urlaubstage und schlechten Arbeitsbedingungen, die Jugendliche häufig davon abhalten würden, eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf zu beginnen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung und keinen Schnellschuss forderte Claudia Müller von den Grünen.

Mögliche Richtigstellung der Reform von 2004 Ungefähr 15 Gewerke waren 2004 im Zuge der Novellierung der Handwerksordnung zulassungsfrei geworden. Die große Koalition überlegt nun eine Ausweitung der Meisterpflicht auf diese Gewerke. Dahinter steckt die Absicht, die in 2004 gemachten Fehler zu berichtigen. Seit der Reform können zum Beispiel Rolladenbauer und Fliesenleger ohne berufliche Qualifikation arbeiten. Dagegen benötigen Bäcker oder Schreiner, die ausbilden oder sich selbstständig machen wollen, einen Meisterbrief. Eine Arbeitsgruppe aus SDP und Union beschäftigt sich mit dieser Fragestellung. Ebenso wird überprüft, ob eine Rückkehr zur Meisterpflicht für bestimmte Berufe möglich ist. Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) lässt durch ein Gutachten prüfen, ob und wie eine Ausweitung der Meisterpflicht wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich möglich ist.

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Elektrogeräte: Hersteller müssen Ersatzteile bereitstellen

Dank einer neuen EU-Ökodesign-Regelung, müssen Hersteller künftig Ersatzteile für Elektrogeräte liefern. Zudem müssen sie Informationen zur Reparatur herausgeben.

Die EU-Kommission hat neue Ökodesign-Regelungen für Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler und elektronische Displays vorgestellt. Demnach spielt neben der Energieeffizienz erstmals vor allem auch der Ressourcenschutz eine wichtige Rolle. Hierzu werden Hersteller per Gesetz in die Pflicht genommen, Ersatzteile und Informationen bereitzustellen. Verbraucher und Werkstätte sollen künftig leichter an Informationen gelangen, wie man Ersatzteile austauscht.

Die Abstimmung des Ministerrats für Kühlschränke und Displays fand bereits im Dezember 2018 statt. Für Geschirrspüler und Waschmaschinen ist sie im Januar angesetzt. Die neuen Regeln werden allerdings erst im September 2021 in Kraft treten, da vorher sowohl das EU-Parlament als auch die Mitgliedsstaaten noch zustimmen müssen.

Regelung soll Umwelt und Geldbeutel schonen

Da freie Werkstätte in der Vergangenheit oftmals keine Ersatzteile von den Herstellern oder nur gegen höhere Kosten geliefert bekamen, diktierten nach Auffassung der EU-Kommission vor allem die Anbieter den Markt. Die neuen Regelungen sollen nun Abhilfe schaffen.

Bereits im Oktober 2018 hatte Rundfunk- und Fernsehtechnikermeister Detlef Vangerow die EU-Vorschläge als Experte im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums bewertet: „Reparaturen sichern die Existenz der Reparaturwerkstätten und erhalten das technische Know-how in Deutschland! Und Ersatzteile sind der Schlüssel zur Reparatur“, wird der Handwerker im Handwerksblatt zitiert.

Auch Verbraucherschützer zeigen sich zufrieden mit den neuen Normen: „Neben Energie werden damit auch Ressourcen gespart. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel der Verbraucher. Der Ball liegt jetzt bei den EU-Mitgliedstaaten. Sie müssen Maßstäbe beim Ressourcenschutz setzen und die Öko-Designrichtlinie erweitern“, sagt Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband, gegenüber dem Handwerksblatt.

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DOYMA: Hauseinführungen weitergedacht

Mit den Bauherrenpakten All inclusive präsentiert DOYMA erstmals Mehrsparten-Hauseinführungen für Gebäude mit und ohne Keller, die als Komplett-Sets ausgeliefert werden.

Die Bauherrenpakete All inclusive wurden konzipiert, um Architekten, ausführenden Handwerksbetrieben, Fachplanern und Bauherren eine einfache Rundumsorglos-Lösung an die Hand zu geben, die garantiert alle erforderlichen Teile enthält, weit vorgefertigt ist, eine schnelle Montage ermöglicht und parallel mit mehreren Medienleitungen bestückt werden kann. Die richtungsweisenden Pakete werden erstmalig auf der BAU 2019 in München vorgestellt.

Viele Vorteile

Bei den Bauherrenpaketen All inclusive sind alle Dichtelemente werkseitig vormontiert, was für ausführende Handwerksbetriebe eine große Zeitersparnis bedeutet, da der Arbeitsaufwand im Vorfeld des Einbaus deutlich reduziert wird. Zudem sind die Gewerke mit Blindstopfen vorbelegt. Damit ist die Hauseinführung mit dem Einbau gas- und wasserdicht. Das bedeutet auch sicheren Schutz vor dem radioaktiven Bodengas Radon. Dadurch, dass alle erforderlichen Komponenten – auch die Abdichtung für das Gasgewerk (RMA und Schuck) im Set enthalten sind – kann stets termingerecht gearbeitet werden. Natürlich sind darüber hinaus eine flexible Belegung der einzelnen Sparten – unabhängig vom Baufortschritt – und auch ein späteres Relining möglich.

Das Bauherrenpaket All inclusive für nicht unterkellerte Gebäude beinhaltet zudem eine Abdichtung für die Entsorgungsleitung. Auf alle Bauherrenpakete gewährt DOYMA 25 Jahre Garantie – weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Wer sich für die All inclusive-Lösungen entscheidet, darf sich auf eine definierte Kostensicherheit und eine deutliche Ersparnis im Vergleich zum Einzelkauf freuen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bauherrenpaket.de

 

Kontakt

DOYMA GmbH & Co

Industriestraße 43-57

28876 Oyten

Fon: 0 42 07/91 66-0

Telefax: 0 42 07/91 66-199

Email: info@doyma.de

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Mit smarter Technik Wasserschäden gering halten

Grohe AG kooperiert mit der Deutschen Telekom um Wasserschäden frühzeitig zu bemerken. Das Magenta SmartHome System kann jetzt mit dem Grohe Sense verbunden werden.

The ConsumerView berichtete im Januar 2017, dass nur rund 44 Prozent der Europäer davon ausgehen, dass ein Wasserschaden gravierende Schäden anrichten kann. In mehr als der Hälfte der europäischen Haushalte (54 Prozent) kam es aber bereits schon mindestens einmal zu einem Wasserschaden. Dabei sind Schutzmaßnahmen vor Feuer, Rauch und Einbrüchen für einen Großteil der Menschen mittlerweile selbstverständlich, oftmals sogar verpflichtend.

In Kombination mit SmartHome

Hier möchte Grohe mit seinem Grohe Sense oder dem Grohe Sense Guard ansetzten: Die Sensoren der Schutzsysteme bemerken Wasser und Temperaturstürze unter drei Grad. Gekoppelt mit der Magenta SmartHome App erhalten die Nutzer in einem solchem Fall dann eine Benachrichtigung auf ihr Smartphone. Zusätzlich kann der Alarm auch noch optisch oder akustisch erfolgen, wenn Leuchten oder Lautsprecher entsprechend vernetzt sind.

Vorteile für alle Beteiligten

Laut ISH 2017-Bericht hätten durch solche Systeme 93 Prozent der Schäden verhindert werden können. Das ist zum einen attraktiv für Haus- und Wohnungseigentümer, da sich bei entstehender Feuchtigkeit innerhalb von nur 24 Stunden Schimmel bilden kann. Die gesundheitlichen Risiken sind dabei hoch, kann dieser Atemwegsbeschwerden, Allergien oder auch Asthma auslösen. Aber auch die Versicherungsgesellschaften profitieren von einem solchen Warnsystem: 2015 beliefen sich die Reparaturkosten in Europa infolge von Wasserschäden für Hausratsversicherer auf rund 230 Millionen Euro. Gebäudeversicherer mussten mit 2,3 Milliarden Euro sogar noch tiefer in die Tasche greifen.

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BIM-Technologie kaum im Einsatz

Neue Studie zum Einsatz von Building Information Modeling zeigt, dass nicht nur die deutschen Mittelständler dem Einsatz der Technologie skeptisch gegenüber stehen.

Das Building Information Modeling (BIM) ist in der Bauindustrie angekommen. Das mittelständische Baugewerbe zögert hingegen noch etwas und steht dem Ganzen skeptischer entgegen. Nur ein kleiner Anteil der SHK-Installateure arbeitet mit BIM, obwohl es als die Zukunft des Bauens gilt. Das bezieht sich allerdings nicht nur auf Deutschland, auch europaweit hat digitales Bauen und Planen noch nicht richtig Fuß fassen können.

Building Information Modeling (BIM) wird in Zeiten knapper Ressourcen und mangelnder Effizienz als die Lösung für die Zukunft der Bauwirtschaft gehandelt. Da auch die Öffentliche Hand die verbindliche Einführung der Technologie bis zum Jahr 2020 fordert, wird das Thema in der Bauindustrie immer präsenter. Es bleibt die Frage, wie beziehungsweise ob das digitale Planen und Bauen von mittelständischen Unternehmen umgesetzt wird. Denn dort steht dem Ansatz laut einer aktuellen Studie eine große Menge Skepsis gegenüber. Der Zentralverband Sanitär-Heizung-Klima (ZVSHK) stellte kürzlich in dieser Studie heraus, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz der mehr als 51.000 SHK-Fachbetriebe in Deutschland bereits BIM nutzt.

Europaweite Skepsis

Das Marktforschungsinstitut USP bestätigte im Rahmen der europäischen SHK-Handwerksbefragungen, dass dies nicht nur in Deutschland so sei. Das Institut befragte dazu 1.002 Installationsbetriebe aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und den Niederlanden, ob überhaupt ein Bedarf für den Einsatz von BIM vorherrsche oder ob die Lüftungs- und Heizungsanlagen eher nach klassischen Vorgaben eingebaut werden. Deutschland liegt mit skeptischen 59 Prozent wenig überraschend auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von Großbritannien mit 52 Prozenten. Das wiederrum ist einigermaßen erstaunlich, gilt das Vereinigte Königreich gemeinsam mit den skandinavischen Ländern doch als Vorreiter für die Verwendung von BIM. Die Niederlande, Belgien und Frankreich haben dagegen mit 29 beziehungswiese 25 Prozent deutlich weniger Vorbehalte.

Kenntnismangel als Grund

Als Ursache für die Skepsis gegenüber dem Einsatz von BIM sieht die Studie vor allem den Umstand, dass bisher nur wenige Fachplaner über umfangreiche Kenntnisse über das BIM-Verfahren verfügen. So bekommen die SHK-Installateure häufig nicht die entsprechend aufbereiteten Daten von den zuständigen Planern. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis BIM in der Installationspraxis ankommt, vermutet Studienleiterin Ralitsa Ruseva und ist sich sicher, dass sich BIM im SHK-Handwerk bei entsprechender Verwendung schnell etablieren wird. Laut Studie sei bei den Installateuren nämlich durchaus ein Bewusstsein für die Bedeutung von BIM vorhanden.

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Einfach mehr Lohn reicht nicht

Der seit Jahren andauernde Azubi-Mangel soll jetzt mit einer Mindestausbildungsvergütung in Angriff genommen werden. Die FDP stellt einen positiven Effekt in Frage.

Wieder mehr Menschen für eine duale Ausbildung begeistern, das ist das Ziel von Bildungsministerin Anja Karliczeck. Helfen soll dabei eine sogenannte Mindestausbildungsvergütung. Ab Januar 2020 sollen bundesweit alle Ausbildungsbetriebe dazu verpflichtet sein, sich an den Mindestlohn für Auszubildende zu halten. 504 Euro im ersten, 529 Euro im zweiten und 580 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Das sind zumindest die Zahlen, die im Gespräch sind.

Als unnötige Mehrbelastungen für Ausbildungsbetriebe schätzt dagegen die FDP die geplante Maßnahme ein. Gleichzeitig stellt sie in Frage, ob ein solcher Lösungsansatz tatsächlich die Wünsche von potenziellen Auszubildenden berücksichtigen würde. Daher bat sie in einer Kleinen Anfrage die Bundesregierung um Zahlen, die einen positiven Effekt einer Mindestvergütung auf die aktuelle Ausbildungssituation zeigen.

Unabgestimmter Schnellschuss

Einen Beleg können die Zahlen allerdings nicht liefern. Zwar zeigen Befragungen, dass viele Bewerber sich eine hohe Ausbildungsvergütung wünschen, allerdings seien Aspekte wie ein gutes Betriebsklima, sichere Arbeitsplätze und besonders gute Übernahme- und Aufstiegschancen den meisten noch viel wichtiger. Und obwohl die tarifliche Ausbildungsvergütung von 2007 bis 2017 um durchschnittlich 39,5 Prozent gestiegen ist, hat sich die Anzahl der Auszubildenden um 11,2 Prozent verringert. In Kleinstbetrieben mit bis zu neun Beschäftigten sank sie sogar um 31 Prozent. Die 15 Ausbildungsberufe, die die stärksten Besetzungsprobleme haben, zahlen allerdings bereits jetzt schon einen höheren Lohn, als im bundesweiten Durchschnitt. Zudem liegt dieser oberhalb der geplanten Mindestausbildungsvergütung. Der Sprecher für berufliche Bildung der FDP-Bundestagsfraktion, Jens Brandenburg, urteilt daher: „Der Vorstoß der Ministerin ist ein unüberlegter und unabgestimmter Schnellschuss.“

Weiter hält er die Mutmaßungen über die Zufriedenheit von Auszubildenden für vage. Der FDP-Politiker prangert außerdem an, dass viele Fragen offen blieben. Auswirkungen auf bestehende Ausbildungsverhältnisse oder auch in welcher Form Konsequenzen bei Nicht-Beachtung auf die Betriebe zukommen würden, werden nicht thematisiert. Ebenfalls blieb die Bundesregierung eine Einschätzung zum bürokratischen Mehraufwand schuldig. Man nehme sich der Frage aber in laufenden beziehungsweise anstehenden Beratungen an.

Zusätzliche Bürokratie ohne Effekt

„Ein Eingriff in die von den Tarifpartnern ausgehandelte Höhe von Ausbildungsvergütungen, würde in ein über Jahrzehnte bewährtes System eingreifen“, kritisiert der FDP-Abgeordnete Manfred Todtenhausen ebenfalls die Pläne der Bildungsministerin. Seine Befürchtung: Die geplante Mindestausbildungsvergütung bleibt ohne großen Effekt, bringt aber trotzdem zusätzliche Bürokratie und Kontrollen. „Damit dient es der gemeinsamen Sache nach mehr und besserer beruflicher Bildung nicht“, sagt er.

Die Tarifautonomie solle nicht in Frage gestellt werden, es solle lediglich um die Schaffung einer absoluten Untergrenze gehen, stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort die Absichten klar. Weiter heißt es, dass Auszubildende auf diese Weise vor Vergütungen geschützt werden, die flächendeckend und branchenübergreifend sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitisch nicht mehr als angemessen angesehen werden können. Oberhalb dieser gesetzlichen Mindeststandards sei es weiterhin an den Tarifpartnern, angemessene Ausbildungsvergütungen festzulegen. Stand jetzt gilt eine Vergütung als unzulässig, wenn sie die tarifliche Vergütung um mehr als 20 Prozent unterschreitet.

Regional statt bundesweit

Vor allem kleine Betriebe und Betriebe in Ostdeutschland würden laut einer Studie des Berufsbildungsinstituts (BIBB) durch eine solche Reglung stärker belastet. Bei 500 Euro Mindestvergütung müssten circa 19 Prozent aller Handwerksbetriebe mehr Geld auf den Tisch legen. „Eine bundeseinheitliche Ausbildungsvergütung wird dazu führen, dass nicht mehr, sondern weniger ausgebildet wird. Und das nicht, weil einige Betriebe keine höhere Ausbildungsvergütung zahlen wollen, sondern sie es schlichtweg nicht bezahlen können“, prognostiziert Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Aus diesem Grund spricht sich der ZDH für regionale und branchenspezifische Lösung aus.

Diese Themen bewegten das Handwerk 2018

Fahrverbote, Mindestlohn, Meisterpflicht und DSGVO – das Jahr 2018 war turbulent. In unserem Jahresrückblick zeigen wir, was die Helden am Bau am meisten beschäftigte.

Der Anfang des Jahres stand ganz im Zeichen der neuen Mindestlohnregelungen für Dachdecker und dem Bauhauptgewerbe. Aber auch die neuen Tarifverträge für den Garten- und Landschaftsbau waren ein Gesprächsthema:

„Neuer Mindestlohn für Dachdecker ab Januar 2018“

„Mindestlohn im Bauhauptgewerbe steigt ab 2018“

„Neuer GaLaBau-Tarifvertrag mit sofortiger Lohnerhöhung“

Die zum Januar geänderten Buchführungsgrenzen betrafen ebenfalls viele Handwerker.

Erstes Quartal 2018

Neben den gesetzlichen Änderungen interessierten sich unsere Leser aber auch für globalere Themen. So handelte einer der beliebtesten Artikel im März von schwindendem Sand und künstlich aufgeschütteten Stränden. Schuld daran sei vor allem die Bauwirtschaft sowie die sogenannten Sand-Mafia: „Die Sand-Mafia – Das schmutzige Geschäft mit den Stränden“

Die größte Aufmerksamkeit bekam allerdings das Bundesverwaltungsgericht, das in einem Urteil den Weg für mögliche Diesel-Fahrverbote freimachte. Im Laufe des Jahres zeigte sich, dass viele Städte davon Gebrauch machten – sehr zum Leidwesen des Handwerks: „Handwerk kritisiert Diesel-Urteil“

Ausblick auf viele neue Aufträge machte das im Frühjahr angekündigte Baukindergeld. Wir erklärten die „Vor- und Nachteile des neuen Baukindergeldes“

Zweites Quartal 2018

Zu Beginn des zweiten Quartals stand zunächst alles im Zeichen der Fahrtzeit zur Baustelle. Ein unklar formulierter Tarifvertrag ändert nämlich nichts daran, dass Anfahrtszeit zur Montage in eine andere Stadt wie reguläre Arbeitszeit vergütet werden muss: „Fahrtzeit zur Baustelle ist Arbeitszeit“

Auf besonders großes Interesse stieß bei unseren Lesern in diesem Zusammenhang die vom EU-Parlament beschlossene Ausweitung der Tachographenpflicht: Denn auch Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen, die gewerblich genutzt werden, müssen nun mit Fahrtenschreiber ausgestattet sein – mit Folgen für das Handwerk: „EU-Parlament beschließt Ausweitung der Tachographenpflicht“

Zudem gilt seit Juli 2018 eine Maut-Gebühr für Lkw ab 7,5 Tonnen, ähnlich wie auf Autobahnen, auch auf Bundesstraßen: „Maut auf Bundesstraßen kommt im Juli 2018“.

Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) machte Anfang des Jahres vielen Unternehmen zu schaffen. Umso erfreulicher war für viele Leser Mitte des Jahres die Meldung, dass sich die große Koalition aktiv gegen den entstandenen Abmahnmissbrauch einsetzt: „Handwerk begrüßt DSGVO-Abmahnschutz“

Drittes Quartal 2018

Für Aufsehen sorgte im dritten Quartal eine neue Initiative der Bauwirtschaft, mit der Baukostenexplosionen verhindert werden sollen: „Streit bei öffentlichen Projekten: Jetzt greift Bauindustrie durch!“

Dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht zeigte ein Urteil gegen das Edelstahl-Kartell: „205 Millionen Euro Strafe im Edelstahl-Kartell“

Auch organisierte Kriminalität und Schwarzarbeit auf Baustellen nehme laut Bundesvorsitzenden der IG Bau immer weiter zu, was auf großes Interesse unserer Leser stieß: „Baustellen: Organisierte Kriminalität nimmt zu“

Gute Nachrichten gab es hingegen für Dachdecker. So hatte die Sozialkasse der Dachdecker (Soka-Dach) bekannt gegeben, Einpersonenbetriebe künftig keine Berufsbildungsbeiträge mehr zu berechnen und bisherige Zahlungen zurückzuerstatten: „Soka-Dach entlastet Dachdecker“

Die Digitalisierung bringt auch neue Technologien und Werkzeuge für das Handwerk hervor. So nimmt die Anzahl an Drohnen stetig zu. Wir zeigten, was es alles zu beachten gilt: „Drohnen im Handwerk – dies gilt es zu beachten“

Viertes Quartal 2018

Neue Technologien erleichtern aber nicht nur die Arbeit, sie können sie zum Teil sogar ersetzen. Großen Anklang fand in diesem Zusammenhang daher sowohl die Meldung über handwerkende Roboter als auch aus dem 3-D Drucker stammende Häuser:

„Roboter als Handwerker – die Lösung des Fachkräftemangels?“

„Häuser aus dem 3D-Drucker – Das Ende des Handwerks?“

Neben Abmahnanwälten, die die Unsicherheit mit der neuen Datenschutzgrundverordnung auszunutzen versuchen, sorgte eine Warnung der Handwerkskammer vor einer falschen „Datenschutzauskunft-Zentrale“ für Aufsehen: „Falsche „Datenschutzauskunft-Zentrale“ bedroht Handwerk!“

In diesem Zusammenhang meldete sich schließlich auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zu Wort und stellte klar, dass die oftmals von Generalunternehmern oder Hausverwaltungen geforderten „Auftragsverarbeitungs-Verträge“ weder nötig noch sachgerecht seien: „Datenschutz im Handwerk oftmals übertrieben“

Mit großem Interesse haben unsere Leser schließlich die Ergebnisse der Kommission zur Aufklärung des Grenfell Tower-Brandes in London verfolgt. Bei dem verheerendem Unglück kamen am 14. Juni 2017 insgesamt 79 Menschen ums Leben. Lange Zeit stand hierbei die Wärmedämmung als Brandursache oder zumindest als Brandbeschleuniger fest. Jetzt zeigte sich aber: „Londoner Hochhausbrand: Wärmedämmung unschuldig!“

Gegen Ende des Jahres sorgte eine Initiative der bayerischen Regierung für Aufsehen und viel Zustimmung im Handwerk. So setzte sich die Landesregierung im Bundesrat für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ein. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) begrüßte die Initiative: „Bayern setzt sich für Meisterpflicht ein“

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DGNB veröffentlicht Report zur Zukunftsfähigkeit von Kälteanlagen

Unter dem Titel „Kostenfalle Kältemittel – Was Bauherren und Planer wissen sollten“ hat die DGNB einen neuen Report veröffentlicht. Im Fokus steht auch die aktuelle F-Gase-Verordnung.

In ihrem neuen Report „Kostenfalle Kältemittel – Was Bauherren und Planer wissen sollten“, setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) kritisch mit dem aktuellen Umgang mit Kälteanlagen in Gebäuden und deren Zukunftsfähigkeit auseinander. Die Veröffentlichung weist auf die Auswirkungen der seit 2015 gültigen neuen Fassung der F-Gas-Verordnung hin und zeigt Alternativen zur Verwendung von teilfluorierten Kältemitteln (HFKW) auf. Zudem wird die Rolle von Kältemitteln im Zertifizierungssystem der DGNB herausgestellt.

Der Bedarf an Klimakälte wird global in großem Umfang in den kommenden Jahrzehnten ansteigen. Neben dem Klimawandel und der Erderwärmung spielen hier viele weitere Faktoren eine Rolle. Dazu zählen die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundene Notwendigkeit einer Kühlung der Computertechnik und Serverräume. Ein anderer Faktor ist die veränderte Bauweise mit zunehmend verglasten Gebäuden auch in heißen Regionen, aber auch die sich verändernden Anforderungen der Nutzer. Problematisch ist dies nicht nur aus Sicht der damit verbundenen Steigerung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Im Großteil der heute bestehenden Kälteanlagen werden noch klimaschädliche Kältemittel verwendet.

Um dem entgegenzuwirken, wurde bereits 2015 in einer verschärften Form die sogenannte F-Gas-Verordnung erlassen. Diese sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 die Menge der CO2-Äquivalente von HFKW schrittweise um rund 80 Prozent beschränkt wird. Schon in diesem Jahr standen am Markt nur noch 63 Prozent der Ausgangsmenge zur Verfügung. Der Effekt: Eine Verteuerung, die in Zukunft weiter zunehmen wird, und die Notwendigkeit für die Nutzer, ihre Anlagen noch vor dem Ende der eigentlichen Lebensdauer austauschen zu müssen, wenn diese nicht mehr gewartet werden können oder die Betriebsmittel zur Nachfüllung nicht mehr verfügbar sind.

Lösungsansätze: passive Kühlung und natürliche Kältemittel

Beim Thema Kältemittel sind wir an einem Wendepunkt angekommen: Entweder werden von der Industrie neue, heute noch nicht verfügbare Alternativlösungen entwickelt, oder natürliche Kältemittel wie CO2, Propan oder Wasser kommen wieder vermehrt zum Einsatz. Die DGNB geht in ihrer Veröffentlichung auf die spezifischen Vor- und Nachteile der verschiedenen natürlichen Kältemittel ein und benennt zudem eine Reihe von neuen Lösungen. Insbesondere regt die Publikation Bauherren und Planer dazu an, sich im ersten Schritt über Möglichkeiten für eine passive Kühlung in Gebäuden intensiv Gedanken zu machen. Hierbei geht es um Maßnahmen wie Verschattung, eine angemessene Wärmedämmung, angemessene Fensterflächen oder die Reduzierung interner Lasten von Elektrogeräten und Beleuchtung.

Die Nutzung passiver Systeme belohnt die DGNB im Rahmen der Gebäudezertifizierung im Kriterium „Einsatz und Integration von Gebäudetechnik“. Darüber hinaus werden Kältemittel noch in drei weiteren Kriterien adressiert: Die „Ökobilanz des Gebäudes“, „Risiken für die lokale Umwelt“ und „Gebäudebezogene Kosten über den Lebenszyklus“. Bei letzterem wird beispielsweise eine Analyse des Einsatzes von Kältemitteln sowie der möglichen Um- und Nachrüstungskosten empfohlen.

„Die Kälte- und Klimabranche steht vor einem Umbruch“, sagt mit Dr. Anna Braune, Abteilungsleiterin Forschung und Entwicklung bei der DGNB, eine der Autorinnen des Reports zusammenfassend. „Weiterhin auf klimaschädliche Kältemittel zu setzen, ist keine Option. Es braucht umweltfreundliche und zukunftssichere Methoden, Gebäude thermisch komfortabel zu betreiben.“ Anregungen, wie dies aussehen kann, zeigt der DGNB Report „Kostenfalle Kältemittel“, der kostenfrei heruntergeladen werden kann.