Bauwirtschaft bedroht durch kommunale Haushaltssperren

Aufgrund des Gewerbesteuerausfalls sind Kommunen bei der öffentlichen Ausschreibung zurückhaltend, was Schwierigkeiten in der Bauwirtschaft eröffnet.

Das kritisiert Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost (BIVO): Die Kommunen seien ein wichtiger Auftraggeber im öffentlichen Bau. Damit Handwerksunternehmen die Krise überstehen können, müssen baureife Projekte ausgeschrieben werden. Haushaltssperren senden ein falsches Signal. Auch sei es nur so möglich, durch die Gewerbesteuer einen Beitrag zum kommunalen Haushalt zu leisten. „Stattdessen benötigen die Städte und Gemeinden eine kommunale Investitionsoffensive – dies wäre sowohl der beste Motor für die regionale Bauwirtschaft als auch eine dringende Maßnahme, um den nach wie vor bestehenden Investitionsstau abzubauen.“

Obwohl die Bauwirtschaft zu den Branchen gehört, die von den Auswirkungen der Krise verhältnismäßig wenig zu spüren bekommen, eröffnen sich auch hier immer mehr Probleme. Materialengpässe und Lieferverzögerungen wirken sich negativ auf die Produktion aus. Die Ansprechpartner in den Ämtern sind schwer erreichbar, weswegen eine Verlängerung der Arbeitszeiten unerlässlich ist. Auch müssen die Abschlags- und Schlussrechnungen fristgerecht erfolgen, Heimarbeit ist keine Entschuldigung.

Pakleppa fordert „Stützung der Konjunktur“

Die Auftragslage in der Bauwirtschaft ist nachhaltig gefährdet, zudem leiden die Unternehmen unter erschwerten Arbeitsbedingungen am Bau.

„Noch gelingt es den Bauunternehmen größtenteils, den Baustellenbetrieb unter großen Anstrengungen aufrechtzuerhalten. Damit leisten die Bauunternehmen unter erschwerten Bedingungen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Binnenkonjunktur.“, lobt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB). Bei einer internen Befragung gaben 40 Prozent der Bauunternehmen an, bereits von Auftragsstornierungen betroffen zu sein – 30 Prozent verzeichnen bereits einen Umsatzrückgang. Die Geschäftserwartungen für das zweite Halbjahr sinken. Mit großen Bemühungen wird versucht, den Baustellenbetrieb aufrecht zu erhalten, 80 Prozent der Befragten sehen allerdings Störungen in den Abläufen. Viele berichten von Lieferengpässen (43 Prozent) und auch Einschränkungen auf der Auftraggeberseite führen bei einer steigenden Zahl der Unternehmen zu Schwierigkeiten (43 Prozent).

„Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um die Auftragslage halbwegs stabil zu halten. Dazu zählt vor allem ein Konjunkturpaket für die Kommunen, um diese bei ihren Investitionsaufgaben zu unterstützen.“, so Pakleppa weiter. Darüber hinaus fordert er Wachstumsimpulse für den Wohnungsbau, indem Sonderausschreibungen im Mietwohnungsbau fortgesetzt werden oder die lineare Abschreibung dauerhaft von 2 auf 4 Prozent erhöht wird. Auch die Fortführung des Baukindergeldes sieht er als wichtiges Instrument, um eine konjunkturstabilisierende Wirkung zu erzielen.

Prämien der BG Bau für den konstruktiven Arbeitsschutz

Es ereignen sich zahlreiche Unfälle auf Baustellen, viele davon enden tödlich. Um dem entgegen zu wirken, fördert die BG Bau präventive Maßnahmen.

Allein im Jahr 2017 verunglückten 103.755 Beschäftigte auf Baustellen, 88 davon tödlich. Der Schwerpunkt im Unfallgeschehen sind Sturz- und Absturzunfälle. Aus diesem Grund ergreift die BG Bau bereits seit mehreren Jahren wichtige präventive Maßnahmen, um das Unfallrisiko auf dem Bau zu reduzieren.

Kleinsthubarbeitsbühnen/Lifte

Lifte finden Anwendung in Arbeiten aller Art im Hochbau, Ausbau und in der Gebäudeunterhaltung. Sie stellen eine Alternative zu Leitern dar und sind für eine Person vorgesehen. Ergonomisch ist ein Lift äußerst vorteilhaft. Durch eine gesündere Körperhaltung werden die Gelenke und besonders der Rücken entlastet. Die IG Bau übernimmt pro Maßnahme 25 Prozent der Anschaffungskosten, maximal 1.500 Euro.

Bautreppen

Bautreppen dienen als temporäre Möglichkeit, um einzelne Geschossebenen zu überbrücken. Sie finden Einsatz in der Rohbau- und Ausbauphase bis zum Einbau der endgültigen Treppen. Das Begehen von Bautreppen ist im Vergleich zu Anlegeleitern sicherer und in ergonomischer Hinsicht weniger belastend. Auch kann Werkzeug und Material auf diesen leichter mitgeführt und bedarfsweise beidhändig transportiert werden. Die Anschaffung von Bautreppen wird mit einer Rückerstattung von bis zu 750 Euro unterstützt, beziehungsweise von 50 Prozent der Anschaffungskosten.

Weitere präventive Maßnahmen, die von der BG Bau unterstützt werden und weitergehende Informationen sind auf der Internetseite der BG Bau unter Service zu finden.

Jahreprognose verschlechtert sich

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hält ein Umsatzplus im Jahr 2020 in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen für immer unrealistischer.

Die Aussichten für das Gesamtjahr trüben sich ein.  „Unsere Umsatzprognose für 2020 von Ende 2019 ist angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht mehr haltbar – trotz der vergleichsweise guten Umsatzzahlen in den ersten zwei Monaten 2020. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass unsere Branche im Gesamtjahr 2020 lediglich das nominale Umsatzniveau von 2019 erreichen wird. Im Dezember 2019 waren wir noch von einem nominalen Umsatzplus von 5,5 Prozent ausgegangen“, sagt Dieter Babiel, Hautgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Ein Umsatzplus würde immer unrealistischer, da sich die Meldungen über Auftragsstornierungen, ausbleibende Ausschreibungen und Behinderungen der Bautätigkeit häufen. Zwar ist der Umsatz in den ersten zwei Monaten 2020 gestiegen, deren Bedeutung ist für die gesamte Baujahresleistung allerdings vergleichsweise gering.

SOKA-BAU bietet Unterstützung

Besonders in Krisenzeiten leistet SOKA-BAU Unterstützung. Deswegen wurden neue Möglichkeiten zur Personalsuche und Kollegenhilfe geschaffen.

SOKA-BAU bietet Bauunternehmen eine kostenlose Schaltung von Expressanzeigen auf der Jobbörse www.bau-stellen.de. Die Anzeigen gehen innerhalb von 24 Stunden online und sind 30 Tage verfügbar. Dadurch sollen Kurzarbeit und Entlassungen vermieden werden, insbesondere vor dem Hintergrund, dass aufgrund der Krise manche Baubetriebe ihre Arbeitnehmer nicht mehr ausreichend beschäftigen können, während andere händeringend nach Fachkräften suchen. Auf diesem Wege können kurzfristig Arbeitskräfte für einen vorübergehenden Einsatz gewonnen werden.

Kollegenhilfe

Zudem bietet die SOKA-BAU an, die Vermittlungsrolle beim brancheninternen Verleih von Arbeitskräften zu übernehmen. Innerhalb der Branche dürfen Arbeitskräfte verliehen werden, wenn sowohl der verleihende als auch der ausleihende Betrieb seit mindestens drei Jahren unter den gleichen Rahmenbedingungen und Sozialkassentarifverträgen agieren und eine Verleiherlaubnis der Agentur für Arbeit vorliegt. Ein solcher brancheninterner Verleih bedarf nur einer schriftlichen Anzeige bei der Agentur für Arbeit, wenn der verleihende Baubetrieb weniger als 50 Beschäftigte hat und durch den maximal zwölfmonatigen Verleih Entlassungen oder Kurzarbeit vermieden werden sollen. Betriebe, die Beschäftigte kurzfristig einem anderen Unternehmen überlassen möchten, können eine kostenlose Anzeige auf www.bau-stellen.de schalten. Weitere Fragen können jederzeit an jobportal@soka-bau.de adressiert werden. Auch findet sich ein Merkblatt zum Thema Arbeitnehmerüberlassung/Kollegenhilfe auf der Internetseite www.soka-bau.de .

Verzugszinsen und Geltendmachung von Forderungen ausgesetzt

Auch finanzielle Entlastung geht von der SOKA-BAU aus. So werden für die Monate März, April und Mai 2020 keine Verzugszinsen berechnet und – vorläufig bis zum 31.05.2020 – Forderungen nicht durch gerichtliche Verfahren geltend gemacht. Durch Webinare möchte die SOKA-BAU insbesondere neue Baubetriebe über tarifliche Sozialkassenverfahren und weitere Branchenleistungen informieren. Eine Anmeldung ist unter www.soka-bau.de möglich.

Der gewohnte Service wird darüber hinaus aufrechterhalten. Die zusätzlichen Maßnahmen haben keinerlei Auswirkungen auf die Auszahlung von Leistungen oder die Rentenansprüche der Arbeitnehmer, Auszubildenden und Rentner.

Beiträge zur Handwerkerrentenversicherung aussetzen

Selbständige, die sich aufgrund der Corona-Krise in einem finanziellen Engpass befinden, können ihre Beitragszahlungen bis Ende Oktober aussetzen.

Handwerker und andere Selbstständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind und durch die Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten sind, können ihre Beitragszahlungen bis zum 31. Oktober 2020 aussetzen. Dies gilt auch für Beiträge, die aufgrund einer Stundungsvereinbarung auf Raten gezahlt werden. Unter Hinweis auf die Pandemie kann sich jeder Betroffene an seinen Rentenversicherungsträger wenden und formlos eine Aussetzung der laufenden Beitragszahlungen beantragen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Rentenversicherung das Versicherungsverhältnis rückwirkend überprüfen und die Höhe der Beiträge den tatsächlichen Verhältnissen anpassen. Diese Überprüfung wird im Vorhinein angekündigt.  Weitere Informationen sind schriftlich, telefonisch (Tel.: 0800/10004800) oder auf elektronischem Wege zu erhalten.

Leitlinie für die Asbesterkundung

In älteren Gebäuden ist oft noch der gesundheitsschädliche Stoff Asbest zu finden. Diese Leitlinie gibt Empfehlungen im Umgang mit dem Material.

Bereits seit 1993 ist der Einsatz von Asbest in Deutschland wegen des Gesundheitsrisikos verboten. In älteren Gebäuden ist der Stoff allerdings immer noch zu finden. Aus diesem Grund hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz (BAuA) in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) eine „Leitlinie für die Asbesterkundung zur Vorbereitung von Arbeiten in und an älteren Gebäuden“ veröffentlicht.

Zunächst wird dem Leser ein allgemeiner Überblick über den Stoff Asbest, die Gefahr, die von ihm ausgeht und dessen ehemalige Einsatzgebiete ermöglicht. Danach stellt die Leitlinie eine Planungshilfe dar und leitet von der Erkennung bis zur Entsorgung an. Besonders durch grafische Elemente ist die Leitlinie auch für Laien gut verständlich. Das Dokument steht zum Download auf der Website der BAuA zur Verfügung.

Arbeitsschutzstandards werden Corona angepasst

Die BG Bau begrüßt und unterstützt die neuen Arbeitsschutzstandards, die Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und die DGUV verabschiedet haben.

In den vorgelegten Eckpunkten werden Verhaltensregeln vorgegeben und Hinweise zu organisatorischen Maßnahmen in den Betrieben oder zu Schutzausrüstungen gegeben. „Unsere Versicherten und unsere Mitgliedsbetriebe der Baubranche und der baunahen Dienstleistungen arbeiten seit Beginn der Coronavirus-Epidemie zum Teil mit Einschränkungen weiter. Die BG BAU sieht sich deshalb in einer besonderen Verantwortung“, sagt Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der BG BAU. „Daher haben wir gemeinsam mit unseren Sozialpartnern geeignete Instrumente entwickelt und geben den Unternehmen und Versicherten die in dieser herausfordernden Situation erforderlichen Hilfsmittel und Informationen für die Praxis an die Hand.“

Die konkreten Maßnahmen der BG Bau

Die BG Bau hat umfassende Leitfäden, Handlungsanleitungen und weitere Unterstützungsangebote veröffentlicht, in denen die neuen Arbeitsschutzstandards SARS-CoV-2 berücksichtigt wurden. Auch Besonderheiten in der Interaktion mit Dritten werden beachtet. Sie enthalten neben technischen und organisatorischen Maßnahmen auch Hygieneanforderungen. Sämtliche Unterlagen werden ständig an aktuelle Entwicklungen angepasst und stehen unter www.bgbau.de/coronavirus kostenlos zum Download zur Verfügung.

Einwanderungsgesetz kann Handwerk helfen

Bereits seit Anfang März können beruflich Qualifizierte aus Nicht-EU-Staaten leichter in Deutschland arbeiten. Auch das Handwerk profitiert, das Baugewerbe ist optimistisch.

„Unsere Wirtschaft braucht dringend Fachkräfte“, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Das neue Einwanderungsgesetz bezeichnet er deshalb als Meilenstein. Um vor allem in kleinere Fachbetriebe so viele ausländische Fachkräfte wie möglich zu integrieren, sollte man vor allem Qualifizierte gewinnen, die sprachlich und beruflich schnell integrierbar sind. Das Baugewerbe hat angesichts der Pläne derweil noch keine hohen Erwartungen: „Bis Fachkräfte über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz einreisen können, wird es noch geraume Zeit dauern“, sagte Heribert Jöris, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) gegenüber der Deutschen Handwerkszeitung. Der Kammerpräsident für Oberfranken, Thomas Zimmer, befürwortet das neue Gesetz: „Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist ein weiterer – wenn auch kleiner – Baustein, der dazu beitragen kann, den hohen Fachkräftebedarf im Handwerk zu decken.“ Zwar stehe die Gewinnung von Fachkräften aus dem eigenen Land im Vordergrund, dennoch sei der Zuzug von Fachkräften und Ausbildungsinteressierten, egal ob aus der EU oder aus Drittstaaten, notwendig.

Das steht in dem Gesetz

Der wohl wichtigste Aspekt des neuen Gesetzes ist die Abschaffung der Beschränkung auf Engpassberufe und eine Vorrangprüfung. So sind Einwanderer bei ihrer Arbeitssuche nicht mehr auf die so genannten Engpassberufe beschränkt. Beruflich qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten können mit dem Gesetz nach Anerkennung ihrer Qualifikation durch eine zuständige Anerkennungsstelle in Deutschland hier arbeiten. Qualifiziert sind sie dann, wenn sie einen Arbeitsplatz vorweisen und deutsch sprechen können. Und selbst, wer noch keinen festen Arbeitsplatz hat, kann zur Arbeitssuche für sechs Monate einreisen. Das geht allerdings nur für diejenigen, die entsprechende Sprachkenntnisse (B1) vorweisen und ihren Lebensunterhalt selbst aufbringen können. Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), freut sich über das Gesetz: „Das deutsche Handwerk wie die Wirtschaft insgesamt brauchen mehr denn je beruflich qualifizierte Fachkräfte – auch aus Drittstaaten. Deshalb ist es gut, dass deren Beschäftigung in Deutschland mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz nun deutlich erleichtert wird.“ Welche Chancen sich aus dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz für das Handwerk ergeben, werde ein Pilotprojekt zur Gewinnung bosnischer Fachkräfte zeigen, das der ZDH zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit im Februar diesen Jahres gestartet hat.

Bauschutt – Die Ressource von Morgen

Wohin mit dem Bauschutt? Diese Frage wird immer schwerer zu beantworten, denn die Kapazitäten werden knapp. Die Lösung: Den Bauschutt recyceln.

Um auch in Zukunft bauen zu können, muss sich die Bau- und Immobilienwirtschaft auf eine zirkuläre Wertschöpfung ausrichten. Anders werden Klimaschutz, Kostenverträglichkeit und Rohstoffproduktivität kaum vereinbar sein. Circular Economy scheint hier das Mittel der Wahl. Der alternative Wirtschaftsansatz beruht darauf, Mittel so lange und so oft wie möglich zu nutzen.

Cradle-to-Cradle, kurz C2C

Dieses Prinzip ist auf eine konsequente Kreislaufwirtschaft ausgerichtet. Chemiker Michael Braungart und Architekt William McDonough nahmen sich bereits vor 30 Jahren die Natur zum Vorbild. Das Ziel: Produkte entwickeln, die entweder vollständig biologisch abbaubar sind oder endlos recycelt werden können. Dazu wird auf einstoffliche Materialien gesetzt. Mittlerweile arbeiten über 30 Bauprodukthersteller nachweislich nach den C2C-Prinzipien. Im C2C LAB in Berlin können sich Planer und Bauherren beraten lassen.

In der Hamburger HafenCity lassen die Landmarken AG und das Architekturbüro kadawittfeld ein Wohnhochhaus in Anlehnung an die C2C-Prinzipien entstehen. Im ‘Moringa’ werden ausschließlich gesunde, unter sozialen Arbeitsbedingungen und bei geringen Energieaufwand hergestellte Materialien verbaut. Diese werden, genau wie der Großteil der Konstruktion, trennbar und recycelbar sein.

Das Urban-Mining Konzept

Das von der Architektin Anja Rosen entwickelte Konzept findet im Rahmen des viel beachteten Modellprojekts „Rathaus Korbach“ Beachtung. Das Vorstandsmitglied der re!source Stiftung, das auch Sachverständige für Nachhaltiges Bauen und DGNB-Autorin ist, geht der Frage nach, wie sich beim Gebäudeabbruch anfallendes Material vor Ort aufbereiten und ressourcenschonend in den Neubau integrieren lässt. Im Falle des Rathauses in Korbach werden 50 Prozent der etwa 5.400 Tonnen Betonabbruch als recycelte Gesteinskörnung Typ 1 für das Tragwerk des Neubaus verwendet und 12 Tonnen Ziegelabbruch fließen in die Fassade des neuen Gebäudes.