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4.000 Euro bei bestandener Prüfung

Bremen zahlt seinen Bürgern, die eine Aufstiegsfortbildung erfolgreich absolvieren, einmalig eine Prämie von 4.000 Euro. Auch in anderen Bundesländern gibt es Zuschüsse.

Die Frage nach der Sicherung des Fachkräftnachwuchses stellt sich nicht nur Bremen. Die Freie Hansestadt stellt ihren Bürgern seit dem ersten Januar einen finanziellen Anreiz von 4.000 Euro in Aussicht, wenn sie eine Aufstiegsfortbildung wie den Meister, Fachwirt, Techniker oder Betriebswirt absolvieren. Ebenso soll die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung mehr in den Vordergrund rücken, um mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung zu begeistern.

Von der Richtlinie des Bremer Senats profitieren Absolventen, die ihre Fortbildung zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2020 erfolgreich abschließen. Interessierte können sich an den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen wenden. Dieser ist für die Beratung, Antragsannahme und Bewilligung der Prämie zuständig.

Andere Bundesländer, andere Anreize

Bremen ist allerdings nicht das einzige Bundesland, das seinen Handwerkern einen Zuschuss bei bestandener Fortbildung zahlt. In Bayern gibt es zum Beispiel den sogenannten Meisterbonus mit 2.000 Euro. In NRW gibt es keinen Meisterbonus, dafür aber eine Meistergründungsprämie über 7.500 Euro, die das Land bei Gründung, Übernahme oder der Beteiligung an einem Betrieb auszahlt. In Berlin liegt die Gründungsprämie sogar bei 15.000 Euro. Auch viele andere Länder winken mit finanziellen Boni bei bestandenen Meisterprüfungen oder der Gründung eines Betriebes.

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Handwerk geschockt: Fahrverbot auch für neuste Diesel möglich

Die Verwässerung der strengen Euro-6-Grenzwerte für PKW ist laut Europäischem Gericht (EuG) unzulässig. Damit drohen ab 2021 auch Fahrverbote für neueste Diesel.

Handwerker mit Dieselfahrzeuge müssen sich auf neue Unsicherheiten einstellen: Nach einem jüngsten Urteil des Europäischen Gerichts, könnten ab 2021 auch neuste Diesel der Euro-6-Norm aus europäischen Großstädten verbannt werden. Laut Gericht habe die EU-Kommission bei der Einführung neuer Abgastest die Grenzwerte der Euro-6-Norm zu Unrecht gelockert. Die Luxemburger Richter stimmten damit einer Klage der Städte Paris, Madrid und Brüssel zu. Diese dürften die Grenzwerte nun vor Gericht anfechten und im Zweifel auch Fahrverbote für neuste Diesel verhängen, die zuvor offiziell zugelassen wurden.

Gegen das erstinstanzliche Urteil sind noch Rechtsmittel zum Europäischen Gerichtshof möglich. Die jetzigen Regelungen sollen daher noch rund 14 Monate anwendbar bleiben.

Auswirkungen noch nicht absehbar

Welche Folgen das Urteil für die Praxis hat, ist zurzeit noch unklar. In Stuttgart, wo seit Anfang des Jahres bereits Fahrverbote verhängt wurden, wächst die Unsicherheit nach der Entscheidung aus Luxemburg. „Das Urteil bringt große Unsicherheit für die Handwerker mit sich“, sagt Gesine Kapelle, Diesel-Expertin von der Handwerkskammer Region Stuttgart, gegenüber der Deutschen Handwerkszeitung. „In Stuttgart sollen Handwerker bereits jetzt ihre Flotten erneuern. Lange galt die Euro-6-Norm als sicher. Doch wir raten unseren Betrieben, nur Fahrzeuge mit dem Standard Euro 6d-temp anzuschaffen, da nur diese neueste Version auch im Straßenbetrieb garantiert niedrige NOx-Werte haben. Doch leider sind die Fahrzeuge bisher nur vereinzelt verfügbar.“

Inzwischen habe die Landesregierung in Stuttgart zwar zugesagt, keine Fahrverbote für Euro-6-Diesel auszusprechen, in anderen Städten könnte dies aber durchaus eintreten. „Das Urteil besagt nicht, dass Fahrverbote für Euro 6 nun grundsätzlich zulässig oder zwingend notwendig sind. Es ist erst einmal nur ein Urteil, das sich mit dem formalen Weg der Festlegung von Vorgaben bei der Typenzulassung beschäftigt.“, wird Carsten Benke, Verkehrsexperte beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, in der Deutschen Handwerkszeitung zitiert. „Grundsätzlich könnte in der Zukunft aber die Möglichkeit bestehen, dass die Städte dann auch für aktuelle Euro-6-Diesel Fahrverbote aussprechen könnten. Das wäre aber überhaupt erst in einigen Jahren denkbar. Zudem ist für fast alle Städte in Deutschland anzunehmen, dass es dann gar keine nennenswerten Immissionsgrenzwertüberschreitungen mehr gibt. Bis dahin müssen sich alle Verantwortlichen massiv anstrengen und die Schadstoffbelastung senken.“

Klar sei allerdings, dass die Unsicherheiten für Dieselfahrer weiter zunehmen, was letztlich auch Fuhrpark-Modernisierungen im Wege stehe.

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Politische Debatte: Zurück zur Meisterpflicht

Eine Reform schaffte 2004 die Meisterpflicht ab. Allerdings nicht ohne Fehler und Probleme. Der Bundestag diskutiert nach über zehn Jahren nun eine Wiedereinführung.

Im Dezember 2018 debattierte der Bundestag zum ersten Mal darüber, ob die Meisterpflicht wieder eingeführt werden sollte. Nach Anträgen der FDP und der AFD setzt sich jetzt der Wirtschaftsausschuss mit der Forderung auseinander.

Durch die Veränderung der Handwerksordnung im Jahr 2004 sei eine der tragenden Säulen des Mittelstands und damit der Wirtschaft geschwächt worden, so der AFD-Abgeordnete Tino Chrupalla, Malermeister aus Sachsen. Weiter wies er darauf hin, dass handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten einen hohen kulturellen Wert hätten. Diesen gelte es zu erhalten – mit dem Wissen und den Traditionen.

Kritik aus den Reihen der anderen Parteien

Gegenstimmen kamen von Seiten der FDP. „Mit diesem Antrag schaden Sie dem deutschen Handwerk mehr als sie ihm nutzen“, kritisierte der Elektromeister Manfred Todtenhausen. Seine Fraktion schloss sich an und forderte vor allem Anerkennung für das Handwerk. Und der Meisterbrief sei unverzichtbarer Bestandteil der beruflichen Bildung. Eine Ausweitung des Meisters auf mehr Berufe müsste außerdem besonnen ablaufen, so Todtenhausen weiter. An Peter Altmaier (CDU) richtete er sich mit einer Forderung: Der Bundeswirtschaftsminister soll bis Mai einen Gesetzentwurf dazu vorlegen.

Auch CDU/CSU will die Fehlentwicklungen korrigieren. Fakt sei, dass man mehr Meister gebrauchen könne, so Astrid Grotelütschen: „Der Meistertitel ist Garant für Qualität und Ausbildung.“ Im Koalitionsvertrag sei auch vereinbart, in Gesprächen mit Handwerkern eine Wiedereinführung des Meisters für einzelne Berufsbilder zu diskutieren, erklärte die Abgeordnete weiter.

Sabine Poschmann (SPD) kritisierte, dass der Antrag der AFD reichlich spät komme, da die Koalition sich bereits mit dem Thema auseinandersetze. Sie merkte auch an, dass nur noch rund 30 Prozent der Beschäftigten nach Tarifvertrag bezahlt würden. „So simpel, wie Sie die Gewerke zur Meisterpflicht zurückführen wollen, ist die Sache nicht.“ Auch den Antrag der FDP lehnte sie mit der Begründung ab, dass es bereits verschiedene Ausarbeitung zu dem Thema gebe und eine erneute Evaluation das ganze Verfahren in die Länge ziehen würde. Klaus Ernst von der Linken schloss sich der Meinung der SPD-Abgeordneten an und ergänzte ihre Rede um die Punkte, der geringen Urlaubstage und schlechten Arbeitsbedingungen, die Jugendliche häufig davon abhalten würden, eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf zu beginnen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung und keinen Schnellschuss forderte Claudia Müller von den Grünen.

Mögliche Richtigstellung der Reform von 2004 Ungefähr 15 Gewerke waren 2004 im Zuge der Novellierung der Handwerksordnung zulassungsfrei geworden. Die große Koalition überlegt nun eine Ausweitung der Meisterpflicht auf diese Gewerke. Dahinter steckt die Absicht, die in 2004 gemachten Fehler zu berichtigen. Seit der Reform können zum Beispiel Rolladenbauer und Fliesenleger ohne berufliche Qualifikation arbeiten. Dagegen benötigen Bäcker oder Schreiner, die ausbilden oder sich selbstständig machen wollen, einen Meisterbrief. Eine Arbeitsgruppe aus SDP und Union beschäftigt sich mit dieser Fragestellung. Ebenso wird überprüft, ob eine Rückkehr zur Meisterpflicht für bestimmte Berufe möglich ist. Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) lässt durch ein Gutachten prüfen, ob und wie eine Ausweitung der Meisterpflicht wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich möglich ist.

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Neue Kälte-Klima-Richtlinie in Kraft getreten

Am 1. Januar 2019 ist die novellierte Kälte-Klima-Richtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums in Kraft getreten.

In allen geförderten Anwendungsbereichen dürfen ab sofort nur noch nicht-halogenierte Kältemittel zum Einsatz kommen. Erstmals werden auch CO2-Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen gefördert. Die neuen Förderbedingungen ermöglichen den Umstieg auf zukunftsfähige Anlagen, die das Klima nachhaltig schützen.

Bei den stationären Anlagen ist die Förderung modular und umfassend aufgebaut. Gefördert werden Kälteerzeuger, zugehörige Komponenten und Systeme sowie thermische Speicher. Die geförderten Anlagen müssen besonders energieeffizient sein. Wer seine stationäre Kälte- oder Klima-Anlage noch nachhaltiger und klimaschonender betreiben will und auf eigene Kosten gleichzeitig eine Anlage zur Nutzung regenerativer Energien am Standort errichtet, kann einen Kombinationsbonus in Anspruch nehmen.

Von der Förderung profitieren können Unternehmen ebenso wie Kommunen und weitere Organisationen. Förderanträge zu der Richtlinie nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ab sofort entgegen. Die Antragstellung erfolgt mit dem elektronischen Antragsverfahren.

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Nutzen dezentraler Wohnraumlüftung wissenschaftlich bestätigt

Zwei voneinander unabhängige Studien haben nun das Vorurteil widerlegt, dass Pendellüfter für keinen oder nur geringen Austausch verbrauchter Raumluft sorgen würden.

Kontrollierte Wohnraumlüftung ist im Zuge des energieeffizienten Bauens und Sanierens aus der modernen Bauplanung kaum noch wegzudenken. Und so gibt es mittlerweile eine Vielfalt an Konzepten und Produkten zur Wohnraumlüftung. Gelten zentrale Lüftungsanlagen für viele immer noch als das „Non Plus Ultra“ in der Wohnraumlüftung, so sind inzwischen die dezentralen Systeme auf dem Vormarsch und machen mit bemerkenswerten Absatzsteigerungen auf sich aufmerksam: Für den Zeitraum von 2014 bis 2018 geht beispielsweise die Interessengemeinschaft dezentrale Wohnraumlüftung (IGDWL) von einem Wachstum von mehr als 100 Prozent aus – und das bei einer aktuellen Absatzmenge von über 200.000 Stück allein in Deutschland.

Die positive Entwicklung könnte in naher Zukunft noch weitaus stärker ausfallen als derzeitige Prognosen annehmen. Denn aktuell wurde erstmals genauer untersucht, wie sich die alternierende Betriebsweise von dezentralen Push-Pull-Konzepten auf die Effizienz des Luftaustausches im Raum auswirkt: Zwei voneinander unabhängige wissenschaftliche Studien haben dabei das Vorurteil, dass Pendellüfter für keinen oder nur geringen Austausch der verbrauchten Raumluft sorgen würden, widerlegt: Zum einen die Doktorarbeit von Dr. Alexander Merzkirch an der Universität Luxemburg, zum anderen das Forschungsprojekt EwWalt der RWTH Aachen mit der Unterstützung des ITG Dresden.

Ideales Raumklima

Beide Studien kommen zu dem Schluss, dass die raumweise- und raumübergreifende Lüftung mit dezentralen Pendellüftungssystemen für eine nahezu ideale Durchmischung von alter und neuer Luft sorgt.

Dr. Alexander Merzkirch führte im Rahmen seiner Dissertation „Energieeffizienz, Nutzerkomfort und Kostenanalyse von Lüftungsanlagen in Wohngebäuden: Feldtests von neuen Anlagen und Vorstellung bedarfsgeführter Prototypen“ (Shaker Verlag, 2015) an der Uni Luxemburg eine breit angelegte Analyse zur Funktion von Lüftungsgeräten durch. Dabei ermittelte er in einer Musterwohnung Lüftungseffizienzwerte von dezentralen Push-Pull-Systemen. Der Idealwert einer Mischlüftung von 0,5 wurde mit 0,45 dabei fast erreicht. Dies bedeutet, dass 50 Prozent der verbrauchten Luft bei geringer Strömungsgeschwindigkeit durch frische, sauerstoffhaltige Außenluft ausgetauscht wird und sich die Schadstoffkonzentration im Raum verdünnt. Durch diese Art der Mischlüftung wird durch die relativ niedrigen Luftgeschwindigkeiten für eine hohe gefühlte und tatsächliche Behaglichkeit gesorgt, da Temperaturen nur langsam ansteigen oder abfallen und Zugerscheinungen vermieden werden können.

Ergebnis bestätigt

Kurz danach wurde die Lüftungseffizienz von dezentralen Geräte ein zweites Mal überprüft, diesmal von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller. Das Forschungsvorhaben EwWalt unter dem Titel „Energetische Bewertung dezentraler Einrichtungen für die kontrollierte Wohnraumlüftung mit alternierender Betriebsweise“ forschte ab 2016 zwei Jahre lang zur Lüftungseffizienz und Beeinflussung der Wärmerückgewinnung bei Pendellüftern. Gefördert durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wurden numerische Strömungssimulationen durchgeführt. Dabei wurden u.a. die Lüftungsqualität und die Verweildauer der Luft im Raum gemessen. Das Forschungsprojekt EwWalt kam schließlich zu ähnlichen Ergebnissen wie zuvor Dr. Merzkirch. Außerdem zeigte sich, dass die Positionierung der Push-Pull-Systeme in einer Wohneinheit kaum Einfluss auf die Lüftungseffizienz aufweist und somit die Raumluft eine annähernd perfekte Durchmischung erfährt.

Auf die „Lüftungseffizienz“ kommt es an

Die Lüftungseffizienz beschreibt bei gegebenem Luftvolumenstrom die Wirksamkeit der Lüftung im Raum. Sie ist eine charakteristische Kenngröße, wie die verbrauchte Raumluft sowie Schadstoffe aus dem Raum abgeführt werden. Einen großen Einfluss auf die Lüftungseffizienz hat dabei die Luftführung im Raum. Wichtig ist, dass die frische Zuluft nicht sogleich wieder nach draußen abgeführt wird („Kurzschlusslüftung“), sondern die verbrauchte Raumluft nach und nach ersetzt.

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BIM-Technologie kaum im Einsatz

Neue Studie zum Einsatz von Building Information Modeling zeigt, dass nicht nur die deutschen Mittelständler dem Einsatz der Technologie skeptisch gegenüber stehen.

Das Building Information Modeling (BIM) ist in der Bauindustrie angekommen. Das mittelständische Baugewerbe zögert hingegen noch etwas und steht dem Ganzen skeptischer entgegen. Nur ein kleiner Anteil der SHK-Installateure arbeitet mit BIM, obwohl es als die Zukunft des Bauens gilt. Das bezieht sich allerdings nicht nur auf Deutschland, auch europaweit hat digitales Bauen und Planen noch nicht richtig Fuß fassen können.

Building Information Modeling (BIM) wird in Zeiten knapper Ressourcen und mangelnder Effizienz als die Lösung für die Zukunft der Bauwirtschaft gehandelt. Da auch die Öffentliche Hand die verbindliche Einführung der Technologie bis zum Jahr 2020 fordert, wird das Thema in der Bauindustrie immer präsenter. Es bleibt die Frage, wie beziehungsweise ob das digitale Planen und Bauen von mittelständischen Unternehmen umgesetzt wird. Denn dort steht dem Ansatz laut einer aktuellen Studie eine große Menge Skepsis gegenüber. Der Zentralverband Sanitär-Heizung-Klima (ZVSHK) stellte kürzlich in dieser Studie heraus, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz der mehr als 51.000 SHK-Fachbetriebe in Deutschland bereits BIM nutzt.

Europaweite Skepsis

Das Marktforschungsinstitut USP bestätigte im Rahmen der europäischen SHK-Handwerksbefragungen, dass dies nicht nur in Deutschland so sei. Das Institut befragte dazu 1.002 Installationsbetriebe aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und den Niederlanden, ob überhaupt ein Bedarf für den Einsatz von BIM vorherrsche oder ob die Lüftungs- und Heizungsanlagen eher nach klassischen Vorgaben eingebaut werden. Deutschland liegt mit skeptischen 59 Prozent wenig überraschend auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von Großbritannien mit 52 Prozenten. Das wiederrum ist einigermaßen erstaunlich, gilt das Vereinigte Königreich gemeinsam mit den skandinavischen Ländern doch als Vorreiter für die Verwendung von BIM. Die Niederlande, Belgien und Frankreich haben dagegen mit 29 beziehungswiese 25 Prozent deutlich weniger Vorbehalte.

Kenntnismangel als Grund

Als Ursache für die Skepsis gegenüber dem Einsatz von BIM sieht die Studie vor allem den Umstand, dass bisher nur wenige Fachplaner über umfangreiche Kenntnisse über das BIM-Verfahren verfügen. So bekommen die SHK-Installateure häufig nicht die entsprechend aufbereiteten Daten von den zuständigen Planern. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis BIM in der Installationspraxis ankommt, vermutet Studienleiterin Ralitsa Ruseva und ist sich sicher, dass sich BIM im SHK-Handwerk bei entsprechender Verwendung schnell etablieren wird. Laut Studie sei bei den Installateuren nämlich durchaus ein Bewusstsein für die Bedeutung von BIM vorhanden.

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Gefährliches Radon – Strahlenschutz ab 2019 verpflichtend

Radioaktives Radon entweicht problemlos in die Atemluft. Ein neues Strahlenschutzgesetz verunsichert nun viele Bauherren, denn auch der Keller muss geschützt werden.

„Die Debatte über das radioaktive Edelgas Radon verunsichert zurzeit viele Bauherren und Hauseigentümer“, beobachtet Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Freiburg-Südbaden. Auslöser der aktuellen Debatte ist das neue Strahlenschutzgesetz (StrlSchG), das erstmals verbindliche Regelungen zum Radonschutz in Aufenthaltsräumen enthält und Referenzwerte für die Belastung mit Radon festlegt. Als gesundheitlich unbedenklich gilt demnach der Bereich von 100 bis 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³ ) im Jahresmittel.

Das novellierte Strahlenschutzgesetz tritt vollständig am 31. Dezember 2018 in Kraft. Der VPB hat dazu den Ratgeber „Radon“ erstellt.

Radon – die Gefahr aus dem Boden

Radon ist ein radioaktives Edelgas . Es entsteht beim Zerfall von Uran, das in allen Gesteinen und Böden in unterschiedlich hoher Konzentration enthalten ist und Richtung Erdoberfläche aufsteigt. In hohen Konzentrationen ist Radon gesundheitsschädlich. Es gilt heute als Hauptursache für Lungenkrebserkrankungen bei Nichtrauchern in Deutschland. Grund genug, sich beim Bauen Gedanken über das Gas zu machen.

Gingen Experten früher davon aus, Radon komme fast ausschließlich in Bergbauregionen vor, ist heute bekannt, dass die Problematik grundsätzlich ganz Deutschland betrifft; sie ist nicht nur auf die Regionen mit uranhaltigem Muttergestein beschränkt.

Auf den Boden kommt es an

„Entscheidend für die Radonbelastung ist die Durchlässigkeit des jeweiligen Bodens“, erklärt VPB-Sachverständiger Ellinger: „Lockere, gut wasserdurchlässige Böden, lassen auch Radon leicht passieren. Dicht gelagerte, wasserundurchlässige und feuchte Böden sind weniger durchlässig. Und wassergefüllte Bodenschichten stellen für Radon eine nahezu undurchdringliche Barriere dar.“

Diese Kenntnis nutzen Fachplaner bei der Konstruktion der Keller: Ein wasserdichter, sorgfältig erstellter Stahlbetonkeller, bei dem auf die Betonnachbehandlung geachtet wurde, oder eine entsprechend sorgfältig hergestellte wasserdichte Stahlbetonbodenplatte, sind technisch ausreichend, um die beim Neubau geforderten Grenzwerte für die Radonbelastung im Gebäude unter 300 Bq/m³ zu halten. „Aus technischer Sicht ist das Einhalten der Anforderung ein bei Neubauten durchaus erreichbares Schutzziel“, konstatiert Marc Ellinger. Wer einen wasserdichten Stahlbetonkeller baut, bekommt im Regelfall auch einen nahezu radondichten Keller.

Dazu gehören auch vollflächig aufgelegte, dicht miteinander verklebte Bitumenbahnen oder sogar vollflächig verschweißte Bitumenschweißbahnen, wie sie als Trennlage in Wohnräumen auf der Bodenplatte ohnehin üblich sind. „Auf das sorgfältig ausgeführte Anarbeiten an durchdringende Bauteile wie Rohrleitungen muss dabei natürlich besonders geachtet werden“, mahnt der Sachverständige.

Auch Bewohner sind gefragt

Aber auch die Bewohner sollten alles tun, um sich vor Radon zu schützen: „Regelmäßiges Querlüften bei weit geöffneten Fenstern reduziert die Radonbelastung in Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsräumen maßgeblich“, empfiehlt Marc Ellinger, warnt aber gleichzeitig: „Wer eine Lüftungsanlage betreibt muss darauf achten, dass dabei kein Unterdruck entsteht, sonst kann Radon sogar ins Haus gesaugt werden.“

„Radon und seine gasförmigen Zerfallsprodukte sind sehr leicht. Sie folgen, ähnlich wie die Raumluft, den thermischen Strömungen im Gebäude“, gibt der Fachmann zu bedenken. Unvermeidbare Kamineffekte, wie sie sich in offenen Treppenhäusern und Installationsschächten einstellen, transportieren das Radon in der Raumluft bis in die höheren Etagen und unters Dach. VPB-Experte Ellinger rät zur Vorsorge: „Sinnvoll sind deshalb zwei Maßnahmen: Einmal die bauliche Trennung von Keller und Wohnbereich. Und zum Zweiten das dichte Ausbetonieren aller Installationsöffnungen in der Kellerdecke und den übrigen Geschossdecken nach Fertigstellung der Installation. Unterbleibt das sorgfältige Verschließen der Deckendurchbrüche, kann sich Radon in geschlossenen, schlecht belüfteten Hohlräumen, und dazu gehören Gebäude, erheblich aufkonzentrieren.“

„Im Neubau ist Radon technisch durchaus beherrschbar und stellt im Regelfall kein Problem dar“, resümiert Mar Ellinger, „vorausgesetzt, die Bauteile, die das Gebäude zum Erdreich hin abschließen, werden sorgfältig und mangelfrei ausgeführt.“ Das gelinge vor allem im Schlüsselfertigbau erfahrungsgemäß nur, wenn die Bauherren die Baustelle regelmäßig vom Sachverständigen kontrollieren lassen. Darüber hinaus sollten Hausbesitzer die durchschnittliche jährliche Radonbelastung durch das Aufstellen von Exposimetern messen, rät Experte Ellinger. „Die Messdauer dafür beträgt mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr. Die Kosten hierfür sind vernachlässigbar.“

Der neue VPB-Ratgeber „Radon“ kann kostenlos von der VPB-Website heruntergeladen werden.

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Einfach mehr Lohn reicht nicht

Der seit Jahren andauernde Azubi-Mangel soll jetzt mit einer Mindestausbildungsvergütung in Angriff genommen werden. Die FDP stellt einen positiven Effekt in Frage.

Wieder mehr Menschen für eine duale Ausbildung begeistern, das ist das Ziel von Bildungsministerin Anja Karliczeck. Helfen soll dabei eine sogenannte Mindestausbildungsvergütung. Ab Januar 2020 sollen bundesweit alle Ausbildungsbetriebe dazu verpflichtet sein, sich an den Mindestlohn für Auszubildende zu halten. 504 Euro im ersten, 529 Euro im zweiten und 580 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Das sind zumindest die Zahlen, die im Gespräch sind.

Als unnötige Mehrbelastungen für Ausbildungsbetriebe schätzt dagegen die FDP die geplante Maßnahme ein. Gleichzeitig stellt sie in Frage, ob ein solcher Lösungsansatz tatsächlich die Wünsche von potenziellen Auszubildenden berücksichtigen würde. Daher bat sie in einer Kleinen Anfrage die Bundesregierung um Zahlen, die einen positiven Effekt einer Mindestvergütung auf die aktuelle Ausbildungssituation zeigen.

Unabgestimmter Schnellschuss

Einen Beleg können die Zahlen allerdings nicht liefern. Zwar zeigen Befragungen, dass viele Bewerber sich eine hohe Ausbildungsvergütung wünschen, allerdings seien Aspekte wie ein gutes Betriebsklima, sichere Arbeitsplätze und besonders gute Übernahme- und Aufstiegschancen den meisten noch viel wichtiger. Und obwohl die tarifliche Ausbildungsvergütung von 2007 bis 2017 um durchschnittlich 39,5 Prozent gestiegen ist, hat sich die Anzahl der Auszubildenden um 11,2 Prozent verringert. In Kleinstbetrieben mit bis zu neun Beschäftigten sank sie sogar um 31 Prozent. Die 15 Ausbildungsberufe, die die stärksten Besetzungsprobleme haben, zahlen allerdings bereits jetzt schon einen höheren Lohn, als im bundesweiten Durchschnitt. Zudem liegt dieser oberhalb der geplanten Mindestausbildungsvergütung. Der Sprecher für berufliche Bildung der FDP-Bundestagsfraktion, Jens Brandenburg, urteilt daher: „Der Vorstoß der Ministerin ist ein unüberlegter und unabgestimmter Schnellschuss.“

Weiter hält er die Mutmaßungen über die Zufriedenheit von Auszubildenden für vage. Der FDP-Politiker prangert außerdem an, dass viele Fragen offen blieben. Auswirkungen auf bestehende Ausbildungsverhältnisse oder auch in welcher Form Konsequenzen bei Nicht-Beachtung auf die Betriebe zukommen würden, werden nicht thematisiert. Ebenfalls blieb die Bundesregierung eine Einschätzung zum bürokratischen Mehraufwand schuldig. Man nehme sich der Frage aber in laufenden beziehungsweise anstehenden Beratungen an.

Zusätzliche Bürokratie ohne Effekt

„Ein Eingriff in die von den Tarifpartnern ausgehandelte Höhe von Ausbildungsvergütungen, würde in ein über Jahrzehnte bewährtes System eingreifen“, kritisiert der FDP-Abgeordnete Manfred Todtenhausen ebenfalls die Pläne der Bildungsministerin. Seine Befürchtung: Die geplante Mindestausbildungsvergütung bleibt ohne großen Effekt, bringt aber trotzdem zusätzliche Bürokratie und Kontrollen. „Damit dient es der gemeinsamen Sache nach mehr und besserer beruflicher Bildung nicht“, sagt er.

Die Tarifautonomie solle nicht in Frage gestellt werden, es solle lediglich um die Schaffung einer absoluten Untergrenze gehen, stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort die Absichten klar. Weiter heißt es, dass Auszubildende auf diese Weise vor Vergütungen geschützt werden, die flächendeckend und branchenübergreifend sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitisch nicht mehr als angemessen angesehen werden können. Oberhalb dieser gesetzlichen Mindeststandards sei es weiterhin an den Tarifpartnern, angemessene Ausbildungsvergütungen festzulegen. Stand jetzt gilt eine Vergütung als unzulässig, wenn sie die tarifliche Vergütung um mehr als 20 Prozent unterschreitet.

Regional statt bundesweit

Vor allem kleine Betriebe und Betriebe in Ostdeutschland würden laut einer Studie des Berufsbildungsinstituts (BIBB) durch eine solche Reglung stärker belastet. Bei 500 Euro Mindestvergütung müssten circa 19 Prozent aller Handwerksbetriebe mehr Geld auf den Tisch legen. „Eine bundeseinheitliche Ausbildungsvergütung wird dazu führen, dass nicht mehr, sondern weniger ausgebildet wird. Und das nicht, weil einige Betriebe keine höhere Ausbildungsvergütung zahlen wollen, sondern sie es schlichtweg nicht bezahlen können“, prognostiziert Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Aus diesem Grund spricht sich der ZDH für regionale und branchenspezifische Lösung aus.

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Bioenergie nicht die erhoffte Rettung

Sie gilt als die Lösung für den hohen Energieverbrauch der Welt: Bioenergie. Die Ergebnisse einer jetzt veröffentlichten Studie stellen das deutlich in Frage.

Damit das Ausmaß des Klimawandels begrenzt werden kann, darf sich die Erdtemperatur bis zum Jahr 2100 nicht um mehr als 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhöhen. Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Raps, Mais, Ölpalme und Co. scheint die Antwort auf die Frage der Energie der Zukunft zu sein. Sie klingt im Vergleich zur Nutzung von fossilen Rohstoffen auch viel klimaschonender. Doch ein Forscherteam des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums der TU München (TUM) und der Durham University in Großbritannien hat jetzt eine neue Studie veröffentlicht, die andere Problematiken aufzeigt, welche sich durch die intensive Ausweitung der Anbauflächen ergeben würden.

Überraschende Ergebnisse

„Um den Klimawandel mit Energiepflanzen wirksam zu begrenzen, müssen sie bis 2100 auf circa 4,3 Prozent der globalen Landflächen angebaut werden – das entspricht fast der 1,5-fachen Fläche aller EU-Länder zusammen. Damit schaden wir der biologischen Vielfalt, die in diesen Gebieten bisher zuhause ist, gravierend. Die negativen Auswirkungen des Klimawandels, die mit maximaler Bioenergie-Nutzung verhindert werden könnten, werden diese Verluste nicht wettmachen“, erläutert Dr. Christian Hof, der die Studie am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt durchführte und jetzt an der TU München forscht. Sein Team erforschte erstmals global wie sich die Kombination aus Landnutzungs- und Klimawandel auf Säugetiere, Vögel und Amphibien auswirkt. In zwei Szenarien setzten sie sich mit der Frage auseinander, was für einen Effekt eine maximale Bioenergie-Nutzung, die einer Begrenzung der Erderwärmung auf rund 1,5 Grad entspricht, beziehungswiese eine minimale Bioenergie-Nutzung und ein Temperaturanstieg von circa drei Grad, auf die Tierwelt hätte. „Ob sich die Temperatur bis 2100 um 1,5 oder 3,0 Grad erhöht: Rund 36 Prozent der Lebensräume von Wirbeltieren sind entweder durch den Klimawandel oder die neue Landnutzung infolge des Anbaus von Bioenergie-Pflanzen massiv gefährdet. Die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt sind also vergleichbar. Unterschiedlich ist nur, auf wessen Konto sie gehen“, erklärt Dr. Alke Voskamp vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum die erstaunlichen Ergebnisse.

Tropische Regionen besonders betroffen

Nicht nur das in vielen Gebieten Wirbeltieren die Vertreibung aus ihrem Lebensraum zu schaffen machen wird, sie leiden zusätzlich auch unter den Auswirkungen des Klimawandels. „Bei einem geringeren Temperaturanstieg bis 1,5 Grad, den wir durch die maximale Nutzung von Bioenergie erkaufen, könnten sogar größere Flächen unter dieser Doppelbelastung leiden. Unter diesem 1,5 Grad-Szenario wird insgesamt ein größerer Anteil der Verbreitungsräume von Wirbeltieren durch Klimawandel, Landnutzung oder beides beeinträchtigt“, so Dr. Voskamp. Das Paradoxe an der Situation? Insbesondere Amphibien mit kleinen Verbreitungsgebiet, die vor allem in den Tropen und Neotropen vorkommen, leiden wahrscheinlich deutlich mehr unter der intensiven Ausbreitung der Anbauflächen, als sie es durch eine Erderwärmung um bis zu 3,0 Grad würden. Doch gerade in diesen Regionen der Erde werden sich die Anbaugebiete für Bioenergie-Pflanzen stark ausweiten.

Neue Wege finden

„Der Klimawandel ist nach wie vor eine der größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt und muss möglichst auf 1,5 Grad Temperaturerhöhung begrenzt werden. Wie unsere Studie zeigt, ist die Bioenergie und die massive Ausweitung der Anbauflächen hierfür aber der falsche Weg. Wir müssen stattdessen stärker daran arbeiten, Energie einzusparen“, sind sich Dr. Hof und sein Team mit Blick auf die Ergebnisse ihrer Studie einig.

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Pellet-Preise steigen weiter

Zu Beginn der kalten Jahreszeit sind auch die Preise für Pellets wieder gestiegen. Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen ist Heizen mit Pellets aber immer noch günstiger.

Pellets sind im November wie zur kalten Jahreszeit üblich noch einmal im Preis gestiegen. Laut Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands e. V. (DEPV) ist verglichen mit dem Vormonat ein Anstieg von 1,8 Prozent zu verzeichnen. Auch zum November 2017 hat sich der Preis erhöht (plus 6,4 Prozent). Pelletkunden zahlen im Schnitt für eine Tonne (t) Pellets 254,36 Euro, wenn 6 t abgenommen werden. Das entspricht einem Kilopreis von 25,44 Cent. Eine Kilowattstunde (kWh) Wärme aus Pellets kostet dementsprechend 5,09 Cent, die von Heizöl 8,17 Cent und von Erdgas 5,93 Cent. Das entspricht einem Preisvorteil von Pellets in Höhe von 37,7 Prozent bzw. rund 14 Prozent zu den fossilen Brennstoffen.

„Der Preis von Holzpellets folgt über das Jahr hinweg der typischen U-Form – niedrig im Sommer und etwas höher im Winter“, berichtet DEPV-Geschäfts­führer Martin Bentele. „Von daher ist dieser geringe Preisanstieg normal. Zum momentan hohen Ölpreis gibt es keinerlei Verbindung. Holzpellets sind in Deutschland ein regionales Produkt, das per Lkw lokal angeliefert wird. Wer als Verbraucher noch Pellets nachfüllen muss, sollte die weiterhin schneefreien Verhältnisse zur problemlosen Vorratsauffrischung nutzen und nicht warten, bis der Winter den Straßenverkehr und auch den Energietransport erschwert.“

Regionale Unterschiede

Regionalpreise Beim Preis für Holzpellets ergeben sich im November 2018 regional folgende Unterschiede (Abnahmemenge 6 t): Am günstigsten waren Pellets mit 248,83 Euro/t weiterhin in Mitteldeutschland. In Nord- und Ostdeutschland kostet eine Tonne Pellets 250,53 Euro, in Süddeutschland 256,87 Euro.