Wie sehr schadet Corona der Bauindustrie?

Die Corona-Krise hat die (deutsche) Wirtschaft schwer getroffen. Zwar deutete sich schon zu Beginn des Jahres eine konjunkturelle Abkühlung an, doch mit dem Ausbruch der globalen Pandemie und dem deutschlandweitem Shutdown, wurde dieser Abwärtstrend stark beschleunigt. Dies zeigt sich auch durch das milliardenschwere Konjunkturpaket der Bundesregierung und der EZB, wodurch die schlimmsten Auswirkungen abgefedert werden sollen. Wie und in welchem Maße ist die Bauwirtschaft betroffen? Um diese Fragen zu beantworten und ein aktuelles Stimmungsbild von Beteiligten der Baubranche zu erhalten, befragen wir seit Anfang März einige tausend Entscheiderinnen und Entscheider der Bauindustrie. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse fassen wir regelmäßig in einer Sentiment Analyse zusammen.

Ihre Mithilfe ist gefragt

Um die aktuelle Stimmungslage weiterhin abbilden und in unseren Analysen zur Verfügung stellen zu können, benötigen wir Ihre Unterstützung! Denn besonders Originaltöne aus Fachkreisen bilden die wesentliche Grundlage um realitätsnah die kurzfristigen Entwicklungen der Baubranche widerzuspiegeln. Selbstverständelich erhalten auch Sie die Ergebnisse wieder kostenfrei. Wir hoffen auf Ihre Teilnahme an unserer kurzen Umfrage zum Monat Juni! Hier teilnehmen.

Die Stimmungslage im Mai

Da die Baubranche bis Ende April im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie weitestgehend verschont geblieben ist, wächst die Sorge um nachgelagerte Effekte. Um diese abzufedern werden vor allem seitens der Branchenverbände die Rufe nach staatlicher Unterstützung lauter. Das 130 Milliarden Euro Konjunkturpaket der Bundesregierung hinterlässt in der Branche bis jetzt jedoch noch keine Euphorie. Was das Konjunkturpaket für die baulichen Aktivitäten der Kommunen bedeutet und ob es über eine Signalwirkung hinaus zielführende Impulse für die Bauwirtschaft setzen kann, beleuchten wir in der Sentiment Analyse für den Monat Mai.

Zur vollständigen ibau Sentiment Analyse für Mai.

Die Stimmungslage im April

Im Vergleich zu anderen Branchen ist die Bauwirtschaft im April von der COVID-19-Pandemie noch nicht so stark betroffen. Wo es dennoch zu direkten Auswirkungen kommt und welche Bereiche am stärksten beeinflusst werden, klärt die Sentiment Analyse im April. Hauptaugenmerk liegt daher auf Zurückstellungs- und Rücktrittstendenzen, Verschiebungen in bestimmten Projektkategorien, Veränderungen im Projektbestand sowie den Ausfall bestimmter Gewerkeleistungen. So zeigt sich beispielsweise, dass es zwar zu deutlich mehr Ausfällen in den Lieferketten und in Einzelgewerken kommt, diese aber noch kompensiert werden können. Es besteht grundsätzlich die Hoffnung, dass die Baubranche aufgrund zeitlich verzögert eintretender Auswirkungen größtenteils verschont bleiben könnte.

Zur vollständigen ibau Sentiment Analyse für April.

Die Stimmungslage im März

In der zweiten Märzhälfte, zu Beginn der Corona-Krise, ist der Bereich Industrie, Handel und Gastronomie erwartungsgemäß dramatisch eingebrochen, aber auch der Bereich Wohnen verzeichnet einen starken Rückgang. In einer ersten Einschätzung bekräftigen Marktteilnehmer, dass kurzfristig alles weiter läuft, mittelfristig verhalten optimistisch reagiert wird und langfristig zunächst alles wie geplant bleibt. Hauptgrund hierfür ist, dass der grundsätzliche Bedarf an Wohnraum und gewerblichen Immobilien sowie an kommunalen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen auch weiterhin bestehen bleibt. Allerdings wird mit Bauverzögerungen durch Ausfall von Personal und Lücken in den Lieferketten gerechnet. Aufgrund der langen Planungs- und Umsetzungsphasen hat die Baubranche die Chance mit Augenmaß auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren.

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Immer mehr Unternehmen von Auftragsstornierungen betroffen

Die monatliche Schnellumfrage unter den ZDB-Mitgliedsunternehmen offenbart deutliche Spuren der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftslage.

Die Unternehmen berichten von ihren Anstrengungen, die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, dabei den Baustellenbetrieb aufrecht zu erhalten und die Arbeitsabläufe effektiv zu gestalten. Die Geschäftslage wird weiterhin überwiegend mit „befriedigend“ eingestuft. Im Vergleich zum Vormonat wird die Bautätigkeit im Wirtschaftsbau sowie im öffentlichen Bau leicht rückläufig eingestuft – dies steht im Gegensatz zu den Entwicklungen im Vorjahr, wo eine zunehmende Bautätigkeit vermerkt wurde. Bereits in den Monaten März und April waren circa 30 Prozent der Unternehmen von Umsatzrückgängen betroffen, knapp 40 Prozent verzeichneten Auftragsstornierungen und für das zweite Halbjahr 2020 wird von einem spürbaren Rückgang der Order ausgegangen. Die Geräteauslastung liegt im Hochbau bei gut 70 Prozent und steigt im Tiefbau von 65 Prozent auf 70 Prozent.

Alarmierende Zahl tödlicher Unfälle

Laut der BG Bau kamen zwischen Mitte März und Ende April 15 Menschen bei Unfällen auf Baustellen ums Leben, dabei ein 19-jähriger Auszubildender.

Sechs der Todesfälle ereigneten sich aufgrund von Abstützen von Dächern– davon fünf nach innen durch ungesicherte Dachöffnungen beziehungsweise nicht durchbruchsichere Dachflächen. Weitere zwei Menschen kamen bei Abstürzen von Gerüsten ums Leben, vier in Zusammenhang mit herabfallenden oder umkippenden Bauteilen und drei bei der Arbeit mit Baumaschinen. Auch ein 19-jähriger Dachdecker-Auszubildender stürzte bei der Neueindeckung eines Mansardendachs in die Tiefe. Zumeist ließen sich diese tragischen Unfälle mit einfachen Mitteln und der Einhaltung von Vorgaben verhindern.

Bernhard Arenz, Präventionsleiter der BG Bau, sieht einen Zusammenhang zwischen der steigenden Zahl tödlicher Unfälle und der Corona Pandemie. Während viel Aufmerksamkeit und Energie auf den Baustellen in Corona-bezogene Maßnahmen gesteckt werden, werden andere wichtige Vorkehrungen außer Acht gelassen und dafür bezahlen die Angestellten teilweise mit dem Leben. Arenz weiter: „Die Situation muss uns alle wachrütteln. Wir brauchen nun ein konzertiertes, gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten, um nicht noch weitere Menschenleben zu gefährden. Arbeitsschutz muss wieder in den Fokus rücken, es kann nicht sein, dass Regelungen umgangen werden oder vor dem Hintergrund der Coronavirus-Epidemie aus dem Blick geraten.“

„SARS-CoV-2- Arbeitsschutzstandards für das Baugewerbe“

Mit dieser Handreichung der BG Bau soll es künftig leichter fallen, auch in Krisenzeiten ausreichend für die Gesundheit der Arbeitnehmer zu sorgen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat konkrete Standards für Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz während Coronavirus-Zeiten vorgelegt.  Mit ihren „SARS-CoV-2- Arbeitsschutzstandards für das Baugewerbe“ setzt die Berufsgenossenschaft Bau (BGBau) diese praktisch um. Gemeinsam mit ihren Partnern aus der Baubranche entstand so eine Hilfeleistung für Unternehmen der Bauwirtschaft und baunahen Dienstleistungen, den rechtlichen Anforderungen an den Arbeitsschutz zu entsprechen. Die Handreichung, die sich primär an Arbeitgeber richtet, definiert Schutzmaßnahmen für Beschäftigte der Baubranche und gibt Hinweise zur Organisation der Arbeit, basierend auf den Mindeststandards des BMAS.

„Unsere Betriebe haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie mit hohem Aufwand große Anstrengungen unternommen, die vorgegebenen Hygiene-Standards und Abstandsregelungen einzuhalten, um den Baustellenbetrieb offen halten zu können. Daher begrüßen wir die Konkretisierungen der Vorgaben des BMAS zum Arbeitsschutz in der Corona-Zeit. Sie geben unseren Betrieben auch für die Zukunft Sicherheit. Denn die Gesundheit ihrer Mitarbeiter hat für unsere Mittelständler seit jeher Priorität“, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB).

Bauwirtschaft bedroht durch kommunale Haushaltssperren

Aufgrund des Gewerbesteuerausfalls sind Kommunen bei der öffentlichen Ausschreibung zurückhaltend, was Schwierigkeiten in der Bauwirtschaft eröffnet.

Das kritisiert Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost (BIVO): Die Kommunen seien ein wichtiger Auftraggeber im öffentlichen Bau. Damit Handwerksunternehmen die Krise überstehen können, müssen baureife Projekte ausgeschrieben werden. Haushaltssperren senden ein falsches Signal. Auch sei es nur so möglich, durch die Gewerbesteuer einen Beitrag zum kommunalen Haushalt zu leisten. „Stattdessen benötigen die Städte und Gemeinden eine kommunale Investitionsoffensive – dies wäre sowohl der beste Motor für die regionale Bauwirtschaft als auch eine dringende Maßnahme, um den nach wie vor bestehenden Investitionsstau abzubauen.“

Obwohl die Bauwirtschaft zu den Branchen gehört, die von den Auswirkungen der Krise verhältnismäßig wenig zu spüren bekommen, eröffnen sich auch hier immer mehr Probleme. Materialengpässe und Lieferverzögerungen wirken sich negativ auf die Produktion aus. Die Ansprechpartner in den Ämtern sind schwer erreichbar, weswegen eine Verlängerung der Arbeitszeiten unerlässlich ist. Auch müssen die Abschlags- und Schlussrechnungen fristgerecht erfolgen, Heimarbeit ist keine Entschuldigung.

Pakleppa fordert „Stützung der Konjunktur“

Die Auftragslage in der Bauwirtschaft ist nachhaltig gefährdet, zudem leiden die Unternehmen unter erschwerten Arbeitsbedingungen am Bau.

„Noch gelingt es den Bauunternehmen größtenteils, den Baustellenbetrieb unter großen Anstrengungen aufrechtzuerhalten. Damit leisten die Bauunternehmen unter erschwerten Bedingungen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Binnenkonjunktur.“, lobt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB). Bei einer internen Befragung gaben 40 Prozent der Bauunternehmen an, bereits von Auftragsstornierungen betroffen zu sein – 30 Prozent verzeichnen bereits einen Umsatzrückgang. Die Geschäftserwartungen für das zweite Halbjahr sinken. Mit großen Bemühungen wird versucht, den Baustellenbetrieb aufrecht zu erhalten, 80 Prozent der Befragten sehen allerdings Störungen in den Abläufen. Viele berichten von Lieferengpässen (43 Prozent) und auch Einschränkungen auf der Auftraggeberseite führen bei einer steigenden Zahl der Unternehmen zu Schwierigkeiten (43 Prozent).

„Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um die Auftragslage halbwegs stabil zu halten. Dazu zählt vor allem ein Konjunkturpaket für die Kommunen, um diese bei ihren Investitionsaufgaben zu unterstützen.“, so Pakleppa weiter. Darüber hinaus fordert er Wachstumsimpulse für den Wohnungsbau, indem Sonderausschreibungen im Mietwohnungsbau fortgesetzt werden oder die lineare Abschreibung dauerhaft von 2 auf 4 Prozent erhöht wird. Auch die Fortführung des Baukindergeldes sieht er als wichtiges Instrument, um eine konjunkturstabilisierende Wirkung zu erzielen.

Mineralwolle im Einsatz für Lärmschutz

Durch seine offenporige Struktur kann der Dämmstoff Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle) einen großen Beitrag zum Lärmschutz leisten – von innen und außen.

Gerade Lärm in tiefen Frequenzen, wie zum Beispiel Straßenlärm oder das Dröhnen eines vorbeifliegenden Flugzeuges können mit dem Stoff sehr effizient absorbiert werden. „Fassaden und Dächer, die mit Mineralwolle gedämmt werden, erreichen – je nach Dicke und Aufbau – Schalldämmwerte von über 50 dB (Rw-Wert), wobei bereits eine Minderung lauter Geräusche um 10 dB als halb so laut wahrgenommen wird. Die Schalldämmung mit Mineralwolle sorgt daher auch bei hohen Außenlärmbelastungen für Ruhe im Innenraum“, sagt Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie (FMI). Gerade in urbanen Räumen ist die Reflektion des Schalls auf Fassaden und somit die Verlärmung von Freiräumen ein großes Problem. Mineralwolle kann solchen Lärm um bis zu 70 Prozent absorbieren, wenn die Geräusche auf die Fassade treffen.

Mineralwolle für bessere Raumakustik

Auch im Innenraum kann Mineralwolle bei der Verbesserung der Akustik helfen. So prallen die Schallwellen in einem voll besetzten Klassenzimmer beispielsweise immer wieder von Wand zu Wand ab. So hat Gesprochenes oftmals eine Nachhallzeit von über einer Sekunde. Das schafft in einem Raum, in dem viel gesprochen wird, viel Lärm, der sich irgendwann in ein undeutliches Rauschen verwandelt. Schallabsorber mit Mineralwolle dämpfen Schall und Störgeräusche, reduzieren die Schallreflektion und senken damit die Nachhallzeit auf eine zum Beispiel für Grundschulen empfohlene Nachhallzeit von 0,3 Sekunden. „Richtig positioniert sorgt Mineralwolle daher für eine gute Sprachverständlichkeit und eine angenehme Sprechlautstärke in den Räumen“, sagt Tenzler.

Zeitraum für Marktraumumstellung L-Gas auf H-Gas ausgeweitet

Wegen der Krise sind erforderliche Anpassungsarbeiten immer schwieriger durchzuführen. Deswegen wurde der Zeitraum in Teilen Deutschlands ausgeweitet.

Seit 2014 läuft in Deutschland die sogenannte Marktraumumstellung. Private wie Industriekunden stellen von niederkalorischem Gas (L-Gas) auf hochkalorisches Gas (H-Gas) um, da die Versorgung mit L-Gas künftig nicht mehr sichergestellt werden kann. Für dieses Jahr waren etwa 400.000 Anpassungen geplant, allerdings teilen Monteure zunehmend mit, dass die erforderlichen Anpassungsarbeiten auf Grund der derzeitigen Einschränkungen des täglichen Lebens immer schwieriger durchzuführen sind.

Die gesetzliche Verantwortung für die Marktraumumstellung liegt bei den Netzbetreibern. In Teilen Deutschlands halten sie es für möglich und vertretbar, eine Anpassung der Umstellungsmaßnahmen einzuleiten. In anderen Teilen des Landes wird vorerst davon abgesehen.

SOKA-BAU bietet Unterstützung

Besonders in Krisenzeiten leistet SOKA-BAU Unterstützung. Deswegen wurden neue Möglichkeiten zur Personalsuche und Kollegenhilfe geschaffen.

SOKA-BAU bietet Bauunternehmen eine kostenlose Schaltung von Expressanzeigen auf der Jobbörse www.bau-stellen.de. Die Anzeigen gehen innerhalb von 24 Stunden online und sind 30 Tage verfügbar. Dadurch sollen Kurzarbeit und Entlassungen vermieden werden, insbesondere vor dem Hintergrund, dass aufgrund der Krise manche Baubetriebe ihre Arbeitnehmer nicht mehr ausreichend beschäftigen können, während andere händeringend nach Fachkräften suchen. Auf diesem Wege können kurzfristig Arbeitskräfte für einen vorübergehenden Einsatz gewonnen werden.

Kollegenhilfe

Zudem bietet die SOKA-BAU an, die Vermittlungsrolle beim brancheninternen Verleih von Arbeitskräften zu übernehmen. Innerhalb der Branche dürfen Arbeitskräfte verliehen werden, wenn sowohl der verleihende als auch der ausleihende Betrieb seit mindestens drei Jahren unter den gleichen Rahmenbedingungen und Sozialkassentarifverträgen agieren und eine Verleiherlaubnis der Agentur für Arbeit vorliegt. Ein solcher brancheninterner Verleih bedarf nur einer schriftlichen Anzeige bei der Agentur für Arbeit, wenn der verleihende Baubetrieb weniger als 50 Beschäftigte hat und durch den maximal zwölfmonatigen Verleih Entlassungen oder Kurzarbeit vermieden werden sollen. Betriebe, die Beschäftigte kurzfristig einem anderen Unternehmen überlassen möchten, können eine kostenlose Anzeige auf www.bau-stellen.de schalten. Weitere Fragen können jederzeit an jobportal@soka-bau.de adressiert werden. Auch findet sich ein Merkblatt zum Thema Arbeitnehmerüberlassung/Kollegenhilfe auf der Internetseite www.soka-bau.de .

Verzugszinsen und Geltendmachung von Forderungen ausgesetzt

Auch finanzielle Entlastung geht von der SOKA-BAU aus. So werden für die Monate März, April und Mai 2020 keine Verzugszinsen berechnet und – vorläufig bis zum 31.05.2020 – Forderungen nicht durch gerichtliche Verfahren geltend gemacht. Durch Webinare möchte die SOKA-BAU insbesondere neue Baubetriebe über tarifliche Sozialkassenverfahren und weitere Branchenleistungen informieren. Eine Anmeldung ist unter www.soka-bau.de möglich.

Der gewohnte Service wird darüber hinaus aufrechterhalten. Die zusätzlichen Maßnahmen haben keinerlei Auswirkungen auf die Auszahlung von Leistungen oder die Rentenansprüche der Arbeitnehmer, Auszubildenden und Rentner.

Beiträge zur Handwerkerrentenversicherung aussetzen

Selbständige, die sich aufgrund der Corona-Krise in einem finanziellen Engpass befinden, können ihre Beitragszahlungen bis Ende Oktober aussetzen.

Handwerker und andere Selbstständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind und durch die Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten sind, können ihre Beitragszahlungen bis zum 31. Oktober 2020 aussetzen. Dies gilt auch für Beiträge, die aufgrund einer Stundungsvereinbarung auf Raten gezahlt werden. Unter Hinweis auf die Pandemie kann sich jeder Betroffene an seinen Rentenversicherungsträger wenden und formlos eine Aussetzung der laufenden Beitragszahlungen beantragen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Rentenversicherung das Versicherungsverhältnis rückwirkend überprüfen und die Höhe der Beiträge den tatsächlichen Verhältnissen anpassen. Diese Überprüfung wird im Vorhinein angekündigt.  Weitere Informationen sind schriftlich, telefonisch (Tel.: 0800/10004800) oder auf elektronischem Wege zu erhalten.