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Die Zunahme von Solarheizungen geht zurück

Wurden 2017 noch rund 78.000 neue Anlagen installiert, so ging die Zahl 2018 auf etwa 71.000 zurück. Das entspricht flächenmäßig einem Rückgang von ungefähr 8 Prozent.

Neue Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeigen: das Wachstum vom Interesse am Heizen mit Solarenergie hatte im Jahr 2018 nicht gerade seinen Höhepunkt. Insgesamt erzeugten gegen Ende des Jahres etwa 2,4 Millionen Solarthermieanlagen Solarenergie. Die Fläche aller Solarkollektoren betrug zum Jahresende circa 20,5 Millionen Quadratmeter. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist die Zahl der Quadratmeter nur um 0,5 Millionen gestiegen. Zum Vergleich: In den Jahren 2013 und 2014 gab es dagegen noch einen Anstieg von etwa 0,9 Millionen Quadratmetern.

Probleme in der Unterstützung

„Solarheizungen sind populär, weil sie sich mit nahezu allen anderen Heizsystemen kombinieren und unkompliziert nachrüsten lassen. Trotzdem wächst die Zahl der Solarwärmeanlagen nicht im gewünschten Maße“, konstatierte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Bei zu vielen Neubauten und Heizungssanierungen bleibt die Kraft der Sonne ungenutzt. Staatliche Förderprogramme sind oft unbekannt und weisen Lücken auf.“ Deshalb fordern beide Bundesverbände gemeinsam, dass bessere Anreize für das Installieren solcher Anlagen geschaffen werden. Dabei dürften erneuerbare Energien und Energieeffizienz nicht gegeneinander gestellt und ausgespielt werden.

„Die Kombination von effizienter Heiztechnik und Solarthermie ist eine lohnende Investition. Gegenüber einer Altanlage lassen sich Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent realisieren. Dies macht sich nicht nur finanziell bemerkbar, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Der momentane Stand in Sachen Förderung

Einen staatlichen Zuschuss kann in Höhe von mindestens 2.000 Euro kann erwarten, wer die Heizung im Eigenheim in Richtung Solarenergie modernisieren möchte. In der Regel erhält man sogar 3.600 Euro. Entscheidet man sich für eine Solaranlage, die lediglich zur Warmwasserbereitstellung dient, erhält man mindestens 500, maximal 2.000 Euro. Auch fördert der Staat die Erweiterung einer bereits bestehenden „Sonnenheizung“ mit bis zu 2.000 Euro. Dazu muss die bisherige Kollektorfläche allerdings zwischen vier und 40 Quadratmetern groß sein und bereits zwei Jahre in Betrieb gewesen sein. Im Neubau wird der Bau von Solaranlagen bisher nicht gefördert, hier stehen die erneuerbaren Energien im Wettbewerb zu zum Beispiel Photovoltaik-Wärmepumpen-Kombinationen.

Handwerker aufgepasst!

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EU-Parlament stimmt neuer Dachverordnung zu

Das Europäische Parlament hat den Bericht zur Dachverordnung für die neue Förderperiode der Kohäsionspolitik ab 2021 angenommen. Das Handwerk zeigt sich zufrieden.

Die Verordnung legt die allgemeinen Vorgaben fest, nach denen die EU ihre Regionen über die Strukturfonds (z. B. EFRE, ESF) fördert. „Das ist ein gutes Ergebnis. Die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen kann weiterhin zielgerichtet und in ihrer gesamten Breite gestärkt werden“, zeigt sich Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, zufrieden.

„Um die kommenden Herausforderungen zu bewältigen, müssen wir die Potenziale und Innovationen der Handwerksbetriebe in den Regionen aktivieren“, so Schwannecke. Die Kohäsionspolitik mache knapp ein Drittel des gesamten EU-Haushalts aus. Die Gelder müssten in sinnvolle und nachhaltige Projekte fließen, die bürokratiearm der lokalen Wirtschaft helfen. „Dies geschieht zum Beispiel durch die Unterstützung der Bildungszentren im Handwerk, in denen Fachkräfte für die Unternehmen auf höchstem Niveau aus- und weitergebildet werden, aber auch durch die gezielte einzelbetriebliche Förderung.“

Nur ein Etappensieg

Es sei daher sinnvoll, dass sich das Plenum für eine Erhöhung der EU-Kofinanzierungsquote ausgesprochen hat und diese somit weitgehend in der heutigen Höhe beibehalten werden kann. Dadurch könnten wichtige EU-Projekte weitergeführt und neue Projekte begonnen werden. „Diese positiven Ergebnisse sind gleichwohl nur ein Etappensieg. Jetzt kommt es darauf an, dass sie in den nachfolgenden Trilogverhandlungen des Europäischen Parlaments mit Rat und EU-Kommission bestätigt werden.“

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Intelligent heizen und rund 100 Euro sparen

Die staatlich geförderte Heizungsoptimierung wird sehr gut angenommen, so das Bundeswirtschaftsministerium. Die Maßnahmen rentieren sich bereits nach wenigen Jahren.

Der Austausch von alten Pumpen oder der Einbau hydraulischer Abgleiche lohnt sich für Eigentümer gleich doppelt. Zum einen lassen sich mit beiden Maßnahmen die jährlichen Heizkosten eines Einfamilienhauses um mehr als 100 Euro senken. Zum anderen gibt es seit 2016 vom Bund Zuschüsse für solche Modernisierungen. Beantragen können diese Zuschüsse alle, deren Heizungen älter sind als zwei Jahre. Mehr als 120.000 Förderanträge wurden schon bewilligt, über 35.000 hydraulische Abgleiche unterstützt und mehr als 180.000 Pumpentausche gefördert. Bei einer Durchführung von professionellen Fachkräften gibt es 30 Prozent der investierten Nettokosten zurück. „Wichtig ist jedoch, sich vor Beauftragung des Handwerkers online für die Förderung zu registrieren“, weiß Kerstin Vogt vom Serviceportal „Intelligent heizen“, das im Rahmen des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik, einem Angebot des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik des VdZ, angeboten wird. Förderantrag und Rechnungskopien können dann nach Abschluss der Arbeiten online über das BAFA-Portal oder auch über den Postweg eingereicht werden.

Zufriedenstellendes Programm

Diejenigen, die bereits Fördermittel vom Bund beantragt haben und auch gefördert wurden, zeigten sich laut Bundeswirtschaftsministerium sehr zufrieden. Rund 93 Prozent der geförderten Eigentümer sind mit dem Antragsverfahren zufrieden, ganze 98 Prozent der geförderten Eigentümer würden das Programm sogar weiterempfehlen. Kerstin Vogt begründet noch einmal detailliert, wieso sich eine Investition lohnt: „Der Einbau einer modernen Heizungs- oder Warmwasserzirkulationspumpe kostet im Schnitt nur 400 Euro brutto und mit dem Zuschuss noch einmal 100 Euro weniger. Gleichzeitig sinken die jährlichen Stromkosten um rund 100 Euro. Die Maßnahme rentiert sich daher schon nach drei Jahren. Ein hydraulisch abgeglichenes Heizsystem mit modernen Thermostatventilen kann im Einfamilienhaus ebenfalls mehr als 100 Euro pro Jahr sparen. Je nach vorhandener Technik kostet diese Dienstleistung ab 500 Euro brutto.“ Und so ein hydraulischer Abgleich sorgt für geringere Energiekosten. Die optimale Einstellung der Heizung bewirkt, dass sich die Wärme optimal im Gebäude verteilt.

Der 30-Prozent-Zuschuss kann darüber hinaus auch noch für eine weitere Maßnahme beantragt werden: Er gilt auch für die Nachrüstungen von Thermostatventilen an den Heizkörpern. Die ist nämlich erforderlich, damit der hydraulische Abgleich auch genauestens durchgeführt werden kann. Mehr Informationen zur Förderungen und den bezuschussten Maßnahmen gibt es auf www.intelligent-heizen.info.

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Hardware-Nachrüstung bei Handwerkerfahrzeugen

Betriebe, deren Autos vom Dieselskandal betroffen sind, können ab sofort Anträge für Zuschüsse bei der Nachrüstung stellen. Bis zu 5.000 Euro Fördergeld sind möglich.

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, begrüßt die Veröffentlichung von technischen Vorschriften zur Nachrüstung von Dieselautos mit der Abgasnorm Euro 4 und Euro 5 durch die Bundesregierung: „Damit haben die Bundesregierung und insbesondere der Verkehrsminister Wort gehalten – endlich, denn wir fordern eine solche Nachrüstverordnung schon seit drei Jahren.“ Trotzdem ist er nicht ganz zufrieden – bei den Herstellern hätte er sich mehr Verantwortungsübernahme gewünscht. Denn die finanzielle Beteiligung von Seiten der Hersteller fällt vergleichsweise gering aus. Nur wenige wollen Kosten übernehmen und dann auch nur in Großstädten, die von Stickoxid-Emissionen betroffen sind.

Voraussetzungen

Der Großteil des Geldes kommt vom Bund. Das Verkehrsministerium hat nun konkrete Förderbestimmungen für die Hardwarenachrüstungen von Handwerker- und Lieferfahrzeugen bekannt gegeben: Halter von Fahrzeugen, die in den betroffenen 65 Städten und angrenzenden Landkreisen mit entsprechenden Grenzwertüberschreitungen der Stickoxid-Emissionen ansässig sind und solche, die dort ein Viertel ihres Umsatzes erwirtschaften, werden gefördert. Die Nachrüstung von Fahrzeugen unter 3,5 Tonnen soll mit bis zu 3.800 Euro, bei Fahrzeugen mit einem Gewicht ab 3,5 Tonnen mit bis zu 5.000 Euro bezuschusst werden. Seit Beginn des Jahres können entsprechende Anträge bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) gestellt werden. Wer eine größtmögliche Förderung erhalten will, sollte nicht zu lange warten: Ab dem 1. Juni 2019 sind die Summen auf 3.000 beziehungsweise 4.000 Euro begrenzt. „Grundsätzlich erhöht sich die Chance auf den Erhalt von Fördermitteln, je eher ein Antrag gestellt und dieser nach den geltenden Anforderungen vervollständigt wurde“, erläuterte die BAV.

Aber nicht nur das Datum der Antragsstellung spielt eine Rolle bei der Höhe der Förderung, sondern auch die Unternehmensgröße. So sollen kleine Betriebe bis zu 60 Prozent, mittlere bis zu 50 Prozent und große Betriebe bis zu 40 Prozent der Umrüstungskosten erhalten.

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Unterstützung der Arbeitgeber im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Ab 2019 können Arbeitgeber, die Langzeitzeitarbeitslose einstellen, Lohnkostenzuschüsse vom Bund erhalten. So soll auch beim Fachkräftemangel Abhilfe geschaffen werden.

Langzeitarbeitslose wieder in das Arbeitsleben zu integrieren ist nicht immer leicht. Für Arbeitgeber gibt es seit Beginn dieses Jahres einen Anreiz mehr, Menschen einzustellen, die über einen längeren Zeitraum hinweg nicht erwerbstätig waren.

Stellt ein Arbeitgeber einen Langzeitlosen sozialversicherungspflichtig ein, kann er für bis zu fünf Jahre einen Lohnkostenzuschuss vom Bund erhalten. Vorrausetzung ist, dass der Beschäftigte länger als sechs Jahre ohne Job war und älter als 25 Jahre ist. In den ersten zwei Jahren beträgt der Zuschuss 100 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns. In den weiteren drei Jahren verringert er sich pro Jahr um jeweils zehn Prozent. Der Zuschuss bemisst sich am Arbeitsentgelt, so dass auch Arbeitgeber, die höhere Gehälter zahlen, die vollen 100 Prozent erhalten. Ebenso wird auch die Einstellung von Personen gefördert, die mindestens zwei Jahre arbeitslos waren. Da gibt es dann einen Zuschuss von 75 Prozent im ersten und 50 Prozent im zweiten Jahr. Auch hier ist wieder das tatsächliche Arbeitsentgelt maßgeblich.

ZDH äußert Zweifel

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) äußerte sich gegenüber dem Teilhabe- und Qualifizierungsgesetz, in dem der Lohnsteuerzuschuss geregelt ist, kritisch. „Das Gesetz birgt die Gefahr, sich als teures, aber wenig zielführendes arbeitsmarktpolitisches Instrument zu erweisen. Es ist vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels durchaus richtig, die hervorragende Lage am Arbeitsmarkt dafür zu nutzen, endlich einen Fokus auf die Gruppe der Langzeitarbeitslosen zu richten und sie für reguläre Beschäftigungsverhältnisse fit zu machen. Dafür aber wäre der richtige Weg, sie individuell zu betreuen und dabei zu unterstützen, sich beruflich zu qualifizieren, um sie dann gezielt zu vermitteln“, äußerte sich Hans Peter Wollseifer, Präsident des ZDH, im November zum Gesetz.

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Neue Kälte-Klima-Richtlinie in Kraft getreten

Am 1. Januar 2019 ist die novellierte Kälte-Klima-Richtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums in Kraft getreten.

In allen geförderten Anwendungsbereichen dürfen ab sofort nur noch nicht-halogenierte Kältemittel zum Einsatz kommen. Erstmals werden auch CO2-Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen gefördert. Die neuen Förderbedingungen ermöglichen den Umstieg auf zukunftsfähige Anlagen, die das Klima nachhaltig schützen.

Bei den stationären Anlagen ist die Förderung modular und umfassend aufgebaut. Gefördert werden Kälteerzeuger, zugehörige Komponenten und Systeme sowie thermische Speicher. Die geförderten Anlagen müssen besonders energieeffizient sein. Wer seine stationäre Kälte- oder Klima-Anlage noch nachhaltiger und klimaschonender betreiben will und auf eigene Kosten gleichzeitig eine Anlage zur Nutzung regenerativer Energien am Standort errichtet, kann einen Kombinationsbonus in Anspruch nehmen.

Von der Förderung profitieren können Unternehmen ebenso wie Kommunen und weitere Organisationen. Förderanträge zu der Richtlinie nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ab sofort entgegen. Die Antragstellung erfolgt mit dem elektronischen Antragsverfahren.

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KIWUH nimmt seine Arbeit auf

Das bundesweit agierende Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) hat am 1. Januar 2019 erstmals seine Arbeit aufgenommen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat zu Jahresbeginn den Startschuss für das Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) unter dem Dach der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gegeben.

„Mit dem Kompetenz- und Informationszentrum bündeln wir wichtige Aufgaben und Kompetenzen im Bereich Wald und Holz an einem Standort. Gleichzeitig schaffen wir weitere hochqualifizierte Arbeitsplätze im ländlichen Raum in den neuen Bundesländern“, erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, anlässlich der Eröffnung des KIWUH.

Das Kompetenzzentrum wird im Auftrag des BMEL die FNR als Projektträger für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe unterstützen. Zudem obliegt dem KIWUH die Fach- und Verbraucherinformation rund um die Themen Wald, nachhaltige Forstwirtschaft und Holzverwendung und deren Beitrag zum Klimaschutz.

Weniger CO2 durch Waldklimafonds

Eine zweite wichtige Fördersäule, die im KIWUH neu angesiedelt wird, ist die Projektträgerschaft der FNR für den von BMEL und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gemeinsam gesteuerten Waldklimafonds. Dieser 2013 eingerichtete Fonds ist der spezifischen Förderung von Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel und zum Erhalt und Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz gewidmet.

Das Kompetenz- und Informationszentrum ist mit insgesamt 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Abteilung innerhalb der FNR mit Sitz im mecklenburgischen Gülzow-Prüzen angesiedelt. Abteilungsleiter ist der studierte Forstwissenschaftler Marcus Kühling.

„Die Weltklimakonferenz im Dezember 2018 hat uns den dringenden Handlungsbedarf zur Erhaltung der Waldökosysteme und für eine nachhaltige Wald- und Holzwirtschaft zugunsten von Klima- und Artenschutz erneut vor Augen geführt“, sagt Marcus Kühling. „Der Forst- und Holzsektor ist eine der Schlüsselbranchen auf dem Weg zu einer ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig handelnden Gesellschaft. Stabile und naturnah bewirtschaftete Wälder sind mit Blick auf Schonung und Ersatz endlicher Ressourcen nicht nur ein unverzichtbarer Rohstofflieferant. Sie sind Lebensräume für viele geschützte Tier- und Pflanzenarten und der wichtigste Erholungsraum für die Menschen.“

Hintergrund

Mit dem Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) trägt die Bundesregierung dem in der Waldstrategie 2020 und im Klimaschutzplan 2050 benannten wachsenden öffentlichen Informationsbedarf zu Fragen nachhaltiger Waldbewirtschaftung und intelligenter Holzverwendung Rechnung.

Mit der Übertragung der Projektträgerschaft für den „Waldklimafonds“ auf die FNR übernimmt das KIWUH insgesamt über 150 laufende Forschungsvorhaben mit einem Fördermittelumfang von rund 50 Millionen Euro.

Aus dem Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ werden aktuell über 100 Projekte zur Stärkung einer nachhaltigen Forstwirtschaft und zur Sicherung der Waldfunktionen sowie über 70 weitere Vorhaben zur nachhaltigen Holzwirtschaft mit einem Förderumfang von insgesamt rund 25 Millionen Euro unterstützt. Forschungsfelder sind hier beispielsweise die Züchtung von Forstsaatgut, das neuen Klima- und Nutzungsanforderungen entspricht, die Entwicklung von Strategien zur Optimierung des „naturnahen Waldbaus“ für die Rohstoffversorgung, das Entwickeln umweltfreundlicher Dämm- und Baumaterialien auf Basis des nachwachsenden Rohstoffes Holz oder der gesellschaftliche Dialog zu Bioökonomie und Nachhaltigkeit.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe ist seit 25 Jahren als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ aktiv. Bereits seit Gründung der FNR unterstützt die Fachagentur Forschungsthemen in den Bereichen nachhaltige Forstwirtschaft und innovative Holzverwendung. Die FNR ist seit 2016 zusätzlich mit den operativen Aufgaben bei der Umsetzung der Deutschen Waldtage sowie der Charta für Holz 2.0 betraut. Sie leistet darüber hinaus Fachinformationen und Öffentlichkeitsarbeit.

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Förderung des Holzbaus stößt auf Unmut

Die Baden-Württembergische Regierung plant den Holzbau stärker zu fördern. Die einseitige Unterstützung stößt bei Vertretern des Mauerwerks auf Gegenwind.

„Was würde passieren, wenn Baden-Württemberg die aktuelle Investitionsinitiative pro E-Mobilität von VW unterstützt, indem es die Behörden des Landes anweist, ab sofort nur noch VW-Fahrzeuge als Dienstwagen anzuschaffen? Ein Sturm der Entrüstung würde durchs Ländle fegen“, bringt Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), die Situation in Baden-Württemberg auf den Punkt. Die Landesregierung plant zwar den Holzbau intensiver zu fördern, den des Mauerwerks hingegen nicht. Damit greift sie in den Wettbewerb der Bauweisen ein.

Baden-Württemberg als Gewinner

Bedenkt man dabei, dass das Bundesland der größte Waldbesitzer ist und mit Verkauf von Holz aus staatlichem Besitz in 2011 mehr als 150 Millionen Euro mit einer Umsatzrendite von fast 25 Prozent erwirtschaftet wurden, bekommt die Situation eine ganz andere Brisanz. So würde vor allem Baden-Württemberg selbst von der Förderung profitieren. 

Dabei ist die Errichtung von Ein-und Mehrfamilienhäusern mit Mauerwerk rund zehn Prozent günstiger, als der Bau mit Holz. Die Kommunen und das Land, die per Vergaberecht daran gebunden sind wirtschaftlich zu handeln, investieren Steuergelder in öffentliche Bauten. Trotzdem bleibt eine Begründung dafür aus, warum die Holzbauweise dennoch bevorzugt werden sollte. Tritt die geplante Förderung in Kraft, werden die mit der Holzbauweise konkurrierenden Branchen kategorisch außen vor bleiben. In Baden-Württemberg sind das rund 45.000 Beschäftige, die indirekt oder direkt im Wohnbau mit Mauerwerken tätig sind.

Klare Zielvorgaben

Die Haltung von Ronald Rast von der DGfM ist daher klar: „Es müssen faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden und klare Zielvorgaben festgelegt werden.“ Denn nur so könne man schnell, kostengünstig und nachhaltig bauen. Es solle dem Sachverstand der Marktteilnehmer überlassen werden, welche Bauweise die bessere ist. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten entschlackt werden, optimierte Baunutzungsverordnungen und eine optimale Infrastruktur für die Zukunft des Bauens geschaffen werden. Vollkommen unnötig seien dagegen Festlegungen und Bauweisen, die von der Politik vorgeschrieben werden.

Diese Themen bewegten das Handwerk 2018

Fahrverbote, Mindestlohn, Meisterpflicht und DSGVO – das Jahr 2018 war turbulent. In unserem Jahresrückblick zeigen wir, was die Helden am Bau am meisten beschäftigte.

Der Anfang des Jahres stand ganz im Zeichen der neuen Mindestlohnregelungen für Dachdecker und dem Bauhauptgewerbe. Aber auch die neuen Tarifverträge für den Garten- und Landschaftsbau waren ein Gesprächsthema:

„Neuer Mindestlohn für Dachdecker ab Januar 2018“

„Mindestlohn im Bauhauptgewerbe steigt ab 2018“

„Neuer GaLaBau-Tarifvertrag mit sofortiger Lohnerhöhung“

Die zum Januar geänderten Buchführungsgrenzen betrafen ebenfalls viele Handwerker.

Erstes Quartal 2018

Neben den gesetzlichen Änderungen interessierten sich unsere Leser aber auch für globalere Themen. So handelte einer der beliebtesten Artikel im März von schwindendem Sand und künstlich aufgeschütteten Stränden. Schuld daran sei vor allem die Bauwirtschaft sowie die sogenannten Sand-Mafia: „Die Sand-Mafia – Das schmutzige Geschäft mit den Stränden“

Die größte Aufmerksamkeit bekam allerdings das Bundesverwaltungsgericht, das in einem Urteil den Weg für mögliche Diesel-Fahrverbote freimachte. Im Laufe des Jahres zeigte sich, dass viele Städte davon Gebrauch machten – sehr zum Leidwesen des Handwerks: „Handwerk kritisiert Diesel-Urteil“

Ausblick auf viele neue Aufträge machte das im Frühjahr angekündigte Baukindergeld. Wir erklärten die „Vor- und Nachteile des neuen Baukindergeldes“

Zweites Quartal 2018

Zu Beginn des zweiten Quartals stand zunächst alles im Zeichen der Fahrtzeit zur Baustelle. Ein unklar formulierter Tarifvertrag ändert nämlich nichts daran, dass Anfahrtszeit zur Montage in eine andere Stadt wie reguläre Arbeitszeit vergütet werden muss: „Fahrtzeit zur Baustelle ist Arbeitszeit“

Auf besonders großes Interesse stieß bei unseren Lesern in diesem Zusammenhang die vom EU-Parlament beschlossene Ausweitung der Tachographenpflicht: Denn auch Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen, die gewerblich genutzt werden, müssen nun mit Fahrtenschreiber ausgestattet sein – mit Folgen für das Handwerk: „EU-Parlament beschließt Ausweitung der Tachographenpflicht“

Zudem gilt seit Juli 2018 eine Maut-Gebühr für Lkw ab 7,5 Tonnen, ähnlich wie auf Autobahnen, auch auf Bundesstraßen: „Maut auf Bundesstraßen kommt im Juli 2018“.

Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) machte Anfang des Jahres vielen Unternehmen zu schaffen. Umso erfreulicher war für viele Leser Mitte des Jahres die Meldung, dass sich die große Koalition aktiv gegen den entstandenen Abmahnmissbrauch einsetzt: „Handwerk begrüßt DSGVO-Abmahnschutz“

Drittes Quartal 2018

Für Aufsehen sorgte im dritten Quartal eine neue Initiative der Bauwirtschaft, mit der Baukostenexplosionen verhindert werden sollen: „Streit bei öffentlichen Projekten: Jetzt greift Bauindustrie durch!“

Dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht zeigte ein Urteil gegen das Edelstahl-Kartell: „205 Millionen Euro Strafe im Edelstahl-Kartell“

Auch organisierte Kriminalität und Schwarzarbeit auf Baustellen nehme laut Bundesvorsitzenden der IG Bau immer weiter zu, was auf großes Interesse unserer Leser stieß: „Baustellen: Organisierte Kriminalität nimmt zu“

Gute Nachrichten gab es hingegen für Dachdecker. So hatte die Sozialkasse der Dachdecker (Soka-Dach) bekannt gegeben, Einpersonenbetriebe künftig keine Berufsbildungsbeiträge mehr zu berechnen und bisherige Zahlungen zurückzuerstatten: „Soka-Dach entlastet Dachdecker“

Die Digitalisierung bringt auch neue Technologien und Werkzeuge für das Handwerk hervor. So nimmt die Anzahl an Drohnen stetig zu. Wir zeigten, was es alles zu beachten gilt: „Drohnen im Handwerk – dies gilt es zu beachten“

Viertes Quartal 2018

Neue Technologien erleichtern aber nicht nur die Arbeit, sie können sie zum Teil sogar ersetzen. Großen Anklang fand in diesem Zusammenhang daher sowohl die Meldung über handwerkende Roboter als auch aus dem 3-D Drucker stammende Häuser:

„Roboter als Handwerker – die Lösung des Fachkräftemangels?“

„Häuser aus dem 3D-Drucker – Das Ende des Handwerks?“

Neben Abmahnanwälten, die die Unsicherheit mit der neuen Datenschutzgrundverordnung auszunutzen versuchen, sorgte eine Warnung der Handwerkskammer vor einer falschen „Datenschutzauskunft-Zentrale“ für Aufsehen: „Falsche „Datenschutzauskunft-Zentrale“ bedroht Handwerk!“

In diesem Zusammenhang meldete sich schließlich auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zu Wort und stellte klar, dass die oftmals von Generalunternehmern oder Hausverwaltungen geforderten „Auftragsverarbeitungs-Verträge“ weder nötig noch sachgerecht seien: „Datenschutz im Handwerk oftmals übertrieben“

Mit großem Interesse haben unsere Leser schließlich die Ergebnisse der Kommission zur Aufklärung des Grenfell Tower-Brandes in London verfolgt. Bei dem verheerendem Unglück kamen am 14. Juni 2017 insgesamt 79 Menschen ums Leben. Lange Zeit stand hierbei die Wärmedämmung als Brandursache oder zumindest als Brandbeschleuniger fest. Jetzt zeigte sich aber: „Londoner Hochhausbrand: Wärmedämmung unschuldig!“

Gegen Ende des Jahres sorgte eine Initiative der bayerischen Regierung für Aufsehen und viel Zustimmung im Handwerk. So setzte sich die Landesregierung im Bundesrat für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ein. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) begrüßte die Initiative: „Bayern setzt sich für Meisterpflicht ein“