Handwerker aufgepasst!

Öffentliche Ausschreibungen sind für viele Handwerksbetriebe die ideale Gelegenheit, um neue Aufträge zu generieren. Helden am Bau bietet jetzt noch mehr Möglichkeiten.

Wer sich in seinem Gebiet auskennt und zudem rechtzeitig weiß wann in seiner Region ein neues Bauprojekt ansteht, hat eine größere Chance sich neue Aufträge zu sichern. Helden am Bau hilft dabei, die richtige Ausschreibung passend zum eigenen Gewerk zu finden – schnell und unkompliziert.

Jetzt noch einfacher mit öffentlichen Ausschreibungen arbeiten

Damit Handwerksunternehmen noch vor allen anderen von relevanten öffentlichen Ausschreibungen erfahren, hat Helden am Bau seinen Service erweitert. Die wichtigste Neuerung: Öffentliche Ausschreibungen werden jetzt noch schneller bereitgestellt. Zudem erhalten die Ausschreibungen sämtliche relevanten Informationen, die es zu einer erfolgreichen Bewerbung braucht: Nutzer profitieren von der Anzeige der Vergabenummer, des Submissionstermins sowie der Bekanntmachungstexte. Dadurch lassen sich mehr Ausschreibungen noch schneller finden, alle Informationen direkt auf Helden am Bau ansehen sowie Bekanntmachungstexte vollständig einsehen.

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Image: iStock.com/mattjeacock

Holzhaus – Do it yourself

Absolventen der TH Köln entwickelten in ihrer Masterarbeit ein Konzept, mit dem ein Holzhaus ganz ohne Vorkenntnisse selbst gestaltet und selbst gebaut werden kann.

„Hammer, Akku-Schrauber und zwei Personen – mehr braucht es auf der Baustelle nicht, um mit unserem System ein bis zu dreistöckiges Einfamilienhaus zu bauen“, bringt Max Salzberger das Besondere seiner Masterarbeit auf den Punkt, die er gemeinsam mit Michael Lautwein geschrieben hat. Der Förderpreis des Kölner VDI-Bezirks würdigte die Arbeit jetzt und vergab den mit 2.000 Euro dotierten Preis an die beiden ehemaligen Architekturstudenten für ihr Bausystem SimpliciDIY.

Dies bedeutet aber noch lange nicht das Ende des Projektes: SimpliciDIY soll so weiterentwickelt werden, dass es als Open-Source-Lösung von allen genutzt werden kann. Denn das Ziel ist es, Bauherren mit kleinem Budget, aber der Bereitschaft zur Eigenleistung, den Bau von eigenem Wohn- oder auch Arbeitsraum möglich zu machen. Weiterer Pluspunkt des Systems: Durch die Holzbauweise und die Fertigung vor Ort sind die Gebäude besonders nachhaltig.

Selbstdesigntes Eigenheim

Bauherren können mit Hilfe der Software, die momentan noch ein Prototyp ist, eigene Häuser planen und designen oder aber einen der bestehenden Entwürfe nutzen. Der Entwurf dient dann als Grundlage, um die benötigten Teile zu berechnen. „Die Rahmenkonstruktion wird aus Doppel-T-Trägern aus Holz gefertigt. Verbunden werden die Träger mit von uns entwickelten Knotenpunkten aus Holzplattenwerkstoffen. Die weltweite Verfügbarkeit der Werkstoffe war ein entscheidendes Kriterium bei der Materialwahl. Die nötigen Fertigungsdaten werden kostenfrei online zur Verfügung gestellt und können mit einer CNC-Fräse in jeder Tischlerei hergestellt werden“, erklärt Lautwein. Das fertige Haus nach dem Entwurf der Masterabsolventen besteht fast vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen. Nur für die Schrauben, Fenster, Türen und Leitungen gibt es noch keine nachhaltigere Lösung.

Im Austausch mit Fachkräften

Damit die Abläufe und die Problemstellungen in der Produktion und auf der Baustelle berücksichtigt werden können, wendeten die beiden Masterabsolventen sich an Handwerksbetriebe und Werkstoffproduzenten. Auch die Planungs- und Produktionswege im Häuserbau nahmen sie genauer unter die Lupe.

In den nächsten Semestern soll gemeinsam mit Studierenden der TH Köln ein erstes Haus auf Grundlage von SimpliciDIY entstehen, so dass die nötigen Nachweise für die baurechtliche Zulassung erbbracht werden können.

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Besondere Auszeichnung für schöne Ziegelsteinbauten

120 eingereichte Projekte und insgesamt 20.000 Euro Preisgeld: am 1. Februar hat das Ziegel Zentrum Süd (ZZS) in München wieder den Deutschen Ziegelpreis verliehen.

Den Preis erhalten Bauwerke, die mit ihrer Optik besonders herausstechen und – wie der Name schon sagt – hauptsächlich aus Ziegelsteinen bestehen. Dabei sollen sie laut ZZS „dem nachhaltigen, Ressourcen schonenden Bauen verpflichtet sein und positiv zur Gestaltung des öffentlichen Raumes beitragen.“

Die Sieger

Zwei Hauptpreise wurden am 1. Februar verliehen. Der erste ging an das Team von Harris + Kurrle Architekten aus Stuttgart: die von ihnen entworfene Stadtbibliothek in Rottenburg am Neckar besteht aus Ziegeln mit Dämmstoff-Füllung und überzeugte die Jury mit der gelungenen Verbindung vom benachbarten und auffälligen Bischöflichen Palais und den kleineren Häusern der Altstadt.

4.000 Euro Preisgeld erhielten die Architekten für dieses Bauwerk.

Ebenfalls 4.000 Euro gab es für die Peter Böhm Architekten aus Köln für das Philosophische Seminar in Münster. Das Gebäude erweitert die Westfälische Wilhelmsuniversität Münster und steht gegenüber dem Fürstenberghaus, das sich zum Vorbild genommen wurde: sowohl im Maßstab als auch der westlichen Kante gleichen sich die beiden Gebäude. Überzeugend war für die Jury auch hier die Einbringung eines neuen Gebäudes in seine historische Umgebung – nicht zuletzt weil die roten Ziegelsteine der Außenwände vom Fürstenberghaus übernommen und mit einer passenden hellen Schlammfarbe verdeckt wurden.

Sonstige Auszeichnungen

Wegen der vielen Einreichungen vergab die Jury außerdem noch sechs Sonderpreise und acht Auszeichnungen. Die Sonderpreise wurden unter anderem für Kategorien wie „Soziales Engagement“ und „Bauen im historischen Kontext“ verliehen. Besonderes soziales Engagement bewies zum Beispiel die Architektin Kristina Egbers für eine Schule in Harare, Simbabwe: ein klassisches Bauwerk mit Ziegel-Außenwänden, das nicht nur Raum zum Lernen für die Schüler bietet, sondern auch Schatten und Schutz vor dem Klima.

Teilnahmevoraussetzung war für alle Einreichungen, dass die Bauten seit September 2015 ihren geplanten Nutzungszweck erfüllen sollen.

Image: Chlorophylle – stock.adobe.com

Modellprojekt: DBU fördert Holzhochhaus „Carl“

Nachhaltiges Bauen macht auch vor der Höhe nicht halt: Mit dem neuen Hochhaus „Carl“ soll nun ein neues Leuchtturmprojekt für die Holzbaubranche geschaffen werden.

Es tut sich was im nachhaltigen Hochhausbau. Nachdem sowohl im Baden-Württembergischen Heilbronn als auch in Hamburgs Hafencity neue Hochhäuser in Holzbauweise angekündigt wurden, zieht die Baugenossenschaft Arlinger in Pforzheim nun nach: Mit dem 14-stöckigen Hochhaus „Carl“ soll hier ein neues Modellprojekt entstehen – gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). „Läuft der Bau erfolgreich, kann er dank seines Modellcharakters ein Leuchtturm für die Holzbaubranche werden. Gleichzeitig wird mit Hilfe dieses regionalen, nachwachsenden und klimaschonenden Materials dringend benötigter Wohnraum geschaffen“, erwartet DBU-Generalsekretär Alexander Bonde, anlässlich der Bewilligungsübergabe zum Projektstart.

Das von Peter W. Schmidt Architekten geplante Projekt wird mit insgesamt 330.700 Euro gefördert. Geplant sind neben dem eigentlichen Hochhaus auch zwei flachere Gebäude, sodass am Ende 73 neue Wohnungen, eine Kindertagesstätte für rund 100 Kinder sowie eine Bäckerei mit Café entstehen sollen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2020, die Fertigstellung für Ende 2021 geplant.

Brandschutz- und Statik-Konzepte sollen bundesweit übertragbar sein

„Konventionelles Bauen mit Stein, Stahl und Beton benötigt sehr viele Ressourcen und Energie. Der Holzbau stellt dazu eine ökologische Alternative dar, die wirtschaftlich konkurrenzfähig werden soll“, erläutert Sabine Djahanschah, DBU-Fachreferentin für Architektur und Bauwesen. Doch bisher seien die Bauvorschriften noch so formuliert, dass Hochhäuser aus Holz in der Regel gar nicht oder nur mit vielen Ausnahmeregelungen genehmigt werden. Das mache diese Bauweise für Bauherren aufgrund zusätzlicher Kosten unattraktiv.

Arlinger-Vorstand Carsten von Zepelin sieht allerdings gerade hier einen neuen Ansatzpunkt: „An dieser Stelle wollen wir mit Carl in eine neue Richtung weisen: Unsere Konzepte sollen später auch von anderen genutzt werden können und so den Holzbau insgesamt fördern.“ So sollen vor allem technische Lösungen hinsichtlich des Brandschutzes und der Statik bundesweit übertragbar werden. Als Beispiel könne die Ausbildung eines Vorsprungs als Verlängerung der Geschossdecke genannt werden, einer sogenannten Krempe. Die soll das Überspringen eines Feuers an der Holzfassade von einem Stock zum anderen verhindern können und somit unter Einhalten aller Brandschutzvorschriften bodentiefe Holzfenster und eine Holzfassade ermöglichen.

Schneller bauen und Rohstoff sparen durch modulare Bauweise

„Fassade, Kern, Inneres: ‚So viel Holz wie möglich‘ ist bei diesem Bau die Devise. Doch da es sich um ein sogenanntes Holz-Hybrid-Hochhaus handelt, kommen auch Stahl und Beton zum Einsatz. So setzen wir beispielsweise bei dem Kern des Treppenhauses aus Brandschutzgründen Beton ein“, erklärt von Zepelin. Hiervon allerdings deutlich weniger als in konventionellen Bauwerken. Dies spart zusätzlich eines der mittlerweile knappsten Rohstoffe der Welt: Sand!

Zudem sollen vorgefertigte Module einen schnelleren Bau ermöglichen. Die Verwendung von Holz als Baumaterial liege gerade in Lagen wie Pforzheim am Rande des Schwarzwaldes auf der Hand: In der Gegend sei viel regionales Holz vorhanden, welches bisher beim Hausbau selten verwendet werde.

Knapp 2.000 Tonnen CO2 einsparen

Die Vorteile für die nachwachsenden Ressourcen direkt vor der eigenen Haustür liegen auf der Hand: „Holz ist stabil, hat bei wenig Eigengewicht eine hohe Tragkraft und steht Stahl damit in nichts nach“, erklärt von Zepelin. Zudem sei auch die Ökobilanz vom Baustoff Holz sehr gut. So würden Berechnungen ergeben, dass der geplante Neubau pro Lebenszyklus, also 50 Jahre, rund 2.000 t Kohlenstoffdioxid-Emissionen weniger verursache als ein konventionell errichtetes Gebäude. Zudem wachse Holz nach und sei vollständig recycelbar.

„Carl hat das Potenzial, ein starkes Signal für den Holzbau und zugleich das heimische Holz als Material ins ganze Land zu senden. Das macht den Bau zu einem geeigneten Leuchtturm, auch fernab der Küste“, resümiert DBU-Generalsekretär Bonde. Die DBU fördere konzeptionelle Mehraufwendungen im Rahmen des Projektes.

Der Name „Carl“ leitet sich von der Adresse Carl-Hölzle-Straße ab, die den Mitbegründer der Baugenossenschaft Carl Hölzle ehrt. Außerdem trage der Name die ersten drei Buchstaben von ARLinger, dem Namen des Stadtteils und der Baugenossenschaft in sich.

Image: Boos Wunschleuchten

boos bringt Licht in die Projekte

Neustart für die deutsche Niederlassung der BL Group Europe und die Marke WunschLeuchten: Der Spezialist für Straßenleuchten führt seine Arbeit unter der Marke boos fort.

Tapetenwechsel für die deutsche Niederlassung der BL Group Europe und ihrer neuen Marke boos: Das Unternehmen verlegt seinen Standort ins oberschwäbische Tettnang. Mit Beginn des Jahres 2019 werden hier Leuchten der bewährten internationalen Marke produziert und vertrieben. boos bietet seinen Kunden dabei komplette Lichtlösungen für die Bereiche Außen-, Straßen-, Innen- und Industriebeleuchtung an. Ein starkes Team im Vertriebsaußen- und Innendienst übernimmt die kompetente Beratung der Kunden und stellt eine professionelle Abwicklung sicher.

Zur Herkunft des Unternehmens

Die im Bereich der Straßenbeleuchtung seit Jahrzehnten erfolgreiche Marke WunschLeuchten aus Karlsdorf bei Karlsruhe wird ab sofort in der Marke boos und in der BL Group aufgehen. boos kann aus dem Wissen und der Erfahrung von drei Generationen an Licht-Spezialisten schöpfen und hat mittlerweile einen internationalen Konzern mit verschiedenen Produktions- und Vertriebsstandorten aufgebaut.

Die Boos Lighting Group umfasst Produktionsstandorte in Russland, Spanien und Deutschland sowie ein internationales Vertriebsnetz. In der Zentrale in Russland sowie in der Niederlassung in Spanien wird in eigenen wissenschaftlichen Forschungszentren an den neuesten Lichttechnologien geforscht: Hier werden Konzepte für die Beleuchtung der Zukunft für Straßen-, Außen-, Industrie- und Innenbeleuchtung entwickelt. Ebenfalls werden an den eigenen Standorten Metallarbeiten durchgeführt, Gehäuse konstruiert, Optiken entwickelt und somit die stetige Optimierung der Leuchten und ihres Wirkungsgrades vorangebracht. So befinden sich die wichtigsten Produktionsschritte an den eigenen Fertigungsstätten der BL Group und damit in der kompetenten Hand des erfahrenen Leuchten-Spezialisten boos, der auf Qualität und Langlebigkeit setzt.

WunschLeuchten geht in boos auf

Die Marke WunschLeuchten ist bereits seit 2014 Bestandteil der BL Group und seither deren deutsche Niederlassung, nachdem der damalige Eigentümer das Unternehmen aus Altersgründen verkaufte. Das 1962 gegründete Familienunternehmen hatte sich bereits seit den 70er Jahren auf die eigene Entwicklung und Fertigung von dekorativen Straßen- und Wegeleuchten spezialisiert. Über die Jahrzehnte wurde das Fachwissen im Bereich Leuchten-Technik immer weiter ausgebaut und vertieft, ebenso Produktpalette und Kundenstamm stetig weiter vergrößert.

Zum Jahresbeginn 2019 wurde der deutsche Standort von boos bei Karlsruhe geschlossen und in den Süden Deutschlands nach Tettnang verlagert, wo nun Außenleuchten „Made in Germany“ mit hohem Qualitätsstandard produziert werden. Von dort aus wird eine umfassende Beratung der Kunden mit ganzheitlichen Beleuchtungskonzepten stattfinden. Wichtige Zulieferer für die Produktion sowie verschiedene Kooperationspartner sind in der unmittelbaren Umgebung des Standortes angesiedelt. Auch die Bestückung der LEDs auf Platinen erfolgt künftig im nahen Allgäu, was für noch größere Flexibilität und kurze Reaktionszeiten auf Kundenanforderungen sorgen wird.

Image: Fotolia/Wilm Ihlenfeld

Neue EU-Regelungen für Beleuchtung

Die EU-Mitgliedsstaaten und die Europäische Kommission haben sich auf neue Ökodesign-Regelungen für Beleuchtungsprodukte verständigt – sie sollen stromsparender werden.

Aktuell ist die tägliche Beleuchtung für rund zwölf Prozent des Stromverbrauchs in der EU verantwortlich. Um diesen Wert zu senken und Lampen stromsparender zu machen, haben sich die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission auf neue Öko-design-Regelungen geeinigt.

Die durch das Bundesumweltministerium und das federführende Bundeswirtschaftsministerium vertretene Bundesregierung hatte sich im Ökodesign-Regelungsausschuss bei der Überarbeitung und Zusammenfassung der drei bestehenden Beleuchtungsverordnungen (EC No. 244/2009, EC No. 245/2009 und EU No. 1194/2012) für bessere Energie- und Ressourceneffizienzanforderungen eingesetzt.

Mehr LED-Lampen

Vor allem Halogenlampen sollen durch die Verschärfung der Energieeffizienzanforderungen durch die wesentlich effizienteren LED-Lampen ersetzt werden. Heutige Halogenlampen erfüllen die vorgesehenen neuen Energieeffizienzanforderungen in den meisten Fällen nämlich nicht. Zudem soll die neue Verordnung auch einen wichtigen Beitrag zum Ressourcenschutz leisten, da sie die Langlebigkeit von Beleuchtungen fördert. So sollen Leuchten künftig so gestaltet werden, dass das Leuchtmittel einfach ersetzt werden kann. Ist dies aus technischen Gründen nicht möglich, müssen Verbrauch darüber informiert werden.

Übergangszeit vereinbart

Die neuen Regelungen sollen ab dem 1. September 2021 angewendet werden. Für Beleuchtungsprodukte, die nur schwer auf LED umgestellt werden können, gilt eine Übergangszeit bis zum 1. September 2023. Dies betrifft beispielsweise bestimmte T8-Leuchtstoffröhren oder besonders kleine Halogenbirnchen. Für bestimmte seltene Anwendungen in Kunst und Wissenschaft sollen ebenfalls Ausnahmeregelungen geschaffen werden.

Der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament müssen der Verordnung noch zustimmen.

Diese Themen bewegten das Handwerk 2018

Fahrverbote, Mindestlohn, Meisterpflicht und DSGVO – das Jahr 2018 war turbulent. In unserem Jahresrückblick zeigen wir, was die Helden am Bau am meisten beschäftigte.

Der Anfang des Jahres stand ganz im Zeichen der neuen Mindestlohnregelungen für Dachdecker und dem Bauhauptgewerbe. Aber auch die neuen Tarifverträge für den Garten- und Landschaftsbau waren ein Gesprächsthema:

„Neuer Mindestlohn für Dachdecker ab Januar 2018“

„Mindestlohn im Bauhauptgewerbe steigt ab 2018“

„Neuer GaLaBau-Tarifvertrag mit sofortiger Lohnerhöhung“

Die zum Januar geänderten Buchführungsgrenzen betrafen ebenfalls viele Handwerker.

Erstes Quartal 2018

Neben den gesetzlichen Änderungen interessierten sich unsere Leser aber auch für globalere Themen. So handelte einer der beliebtesten Artikel im März von schwindendem Sand und künstlich aufgeschütteten Stränden. Schuld daran sei vor allem die Bauwirtschaft sowie die sogenannten Sand-Mafia: „Die Sand-Mafia – Das schmutzige Geschäft mit den Stränden“

Die größte Aufmerksamkeit bekam allerdings das Bundesverwaltungsgericht, das in einem Urteil den Weg für mögliche Diesel-Fahrverbote freimachte. Im Laufe des Jahres zeigte sich, dass viele Städte davon Gebrauch machten – sehr zum Leidwesen des Handwerks: „Handwerk kritisiert Diesel-Urteil“

Ausblick auf viele neue Aufträge machte das im Frühjahr angekündigte Baukindergeld. Wir erklärten die „Vor- und Nachteile des neuen Baukindergeldes“

Zweites Quartal 2018

Zu Beginn des zweiten Quartals stand zunächst alles im Zeichen der Fahrtzeit zur Baustelle. Ein unklar formulierter Tarifvertrag ändert nämlich nichts daran, dass Anfahrtszeit zur Montage in eine andere Stadt wie reguläre Arbeitszeit vergütet werden muss: „Fahrtzeit zur Baustelle ist Arbeitszeit“

Auf besonders großes Interesse stieß bei unseren Lesern in diesem Zusammenhang die vom EU-Parlament beschlossene Ausweitung der Tachographenpflicht: Denn auch Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen, die gewerblich genutzt werden, müssen nun mit Fahrtenschreiber ausgestattet sein – mit Folgen für das Handwerk: „EU-Parlament beschließt Ausweitung der Tachographenpflicht“

Zudem gilt seit Juli 2018 eine Maut-Gebühr für Lkw ab 7,5 Tonnen, ähnlich wie auf Autobahnen, auch auf Bundesstraßen: „Maut auf Bundesstraßen kommt im Juli 2018“.

Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) machte Anfang des Jahres vielen Unternehmen zu schaffen. Umso erfreulicher war für viele Leser Mitte des Jahres die Meldung, dass sich die große Koalition aktiv gegen den entstandenen Abmahnmissbrauch einsetzt: „Handwerk begrüßt DSGVO-Abmahnschutz“

Drittes Quartal 2018

Für Aufsehen sorgte im dritten Quartal eine neue Initiative der Bauwirtschaft, mit der Baukostenexplosionen verhindert werden sollen: „Streit bei öffentlichen Projekten: Jetzt greift Bauindustrie durch!“

Dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht zeigte ein Urteil gegen das Edelstahl-Kartell: „205 Millionen Euro Strafe im Edelstahl-Kartell“

Auch organisierte Kriminalität und Schwarzarbeit auf Baustellen nehme laut Bundesvorsitzenden der IG Bau immer weiter zu, was auf großes Interesse unserer Leser stieß: „Baustellen: Organisierte Kriminalität nimmt zu“

Gute Nachrichten gab es hingegen für Dachdecker. So hatte die Sozialkasse der Dachdecker (Soka-Dach) bekannt gegeben, Einpersonenbetriebe künftig keine Berufsbildungsbeiträge mehr zu berechnen und bisherige Zahlungen zurückzuerstatten: „Soka-Dach entlastet Dachdecker“

Die Digitalisierung bringt auch neue Technologien und Werkzeuge für das Handwerk hervor. So nimmt die Anzahl an Drohnen stetig zu. Wir zeigten, was es alles zu beachten gilt: „Drohnen im Handwerk – dies gilt es zu beachten“

Viertes Quartal 2018

Neue Technologien erleichtern aber nicht nur die Arbeit, sie können sie zum Teil sogar ersetzen. Großen Anklang fand in diesem Zusammenhang daher sowohl die Meldung über handwerkende Roboter als auch aus dem 3-D Drucker stammende Häuser:

„Roboter als Handwerker – die Lösung des Fachkräftemangels?“

„Häuser aus dem 3D-Drucker – Das Ende des Handwerks?“

Neben Abmahnanwälten, die die Unsicherheit mit der neuen Datenschutzgrundverordnung auszunutzen versuchen, sorgte eine Warnung der Handwerkskammer vor einer falschen „Datenschutzauskunft-Zentrale“ für Aufsehen: „Falsche „Datenschutzauskunft-Zentrale“ bedroht Handwerk!“

In diesem Zusammenhang meldete sich schließlich auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zu Wort und stellte klar, dass die oftmals von Generalunternehmern oder Hausverwaltungen geforderten „Auftragsverarbeitungs-Verträge“ weder nötig noch sachgerecht seien: „Datenschutz im Handwerk oftmals übertrieben“

Mit großem Interesse haben unsere Leser schließlich die Ergebnisse der Kommission zur Aufklärung des Grenfell Tower-Brandes in London verfolgt. Bei dem verheerendem Unglück kamen am 14. Juni 2017 insgesamt 79 Menschen ums Leben. Lange Zeit stand hierbei die Wärmedämmung als Brandursache oder zumindest als Brandbeschleuniger fest. Jetzt zeigte sich aber: „Londoner Hochhausbrand: Wärmedämmung unschuldig!“

Gegen Ende des Jahres sorgte eine Initiative der bayerischen Regierung für Aufsehen und viel Zustimmung im Handwerk. So setzte sich die Landesregierung im Bundesrat für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ein. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) begrüßte die Initiative: „Bayern setzt sich für Meisterpflicht ein“

Ein glücklicher Zufall

Heute, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir Ihnen zur Einstimmung auf die Feiertage eine kleine Geschichte erzählen.

Die Geschäfte waren festlich dekoriert, die Lichterketten leuchteten bereits in allen Farben und egal wo man hinkam, konnte man die Leckereien der Weihnachtsmärkte riechen. An vielen Ecken standen die Menschen in Trauben um die kleinen Buden herum, um sich bei einer heißen Schokolade oder einem Punsch die Hände zu wärmen. Andere hetzten von Geschäft zu Geschäft, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Sie traten aus den warmen Läden in den kalten Winternachmittag hinaus, nur um kurz danach wieder schnell im nächsten zu verschwinden.

Unberührt von der ganzen Hektik um ihn herum, trank ein älterer Herr in einem Café ganz in Ruhe seinen Kaffee. Obwohl die Temperaturen bereits gefährlich nahe gegen null gingen, saß er draußen an einem der letzten dort noch aufgebauten Tische. Ein junger Mann, der sich seinen Weg durch die volle Innenstadt bahnte, kam an dem Café vorbei. Wie durch Zufall fiel ihm auf dieser Höhe etwas aus dem Rucksack, so dass der aufmerksame ältere Herr ihm etwas zurief. Der Jüngere drehte sich um und bedankte sich bei dem Herrn. „Alles gut, das ist ja selbstverständlich“, entgegnete er. „Wollen sie sich nicht auf einen Kaffee zu mir setzen und kurz ein wenig durchatmen? Sie sehen ja auch sehr schwer bepackt aus.“ Dem jungen Mann war das Erstaunen deutlich ins Gesicht geschrieben. Aber nach kurzem Überlegen entschied er sich, das Angebot anzunehmen; sah der Herr doch wirklich sehr freundlich aus.

„Wissen Sie was? Das mache ich tatsächlich. Ich bin gerade auf dem Weg zum Bahnhof, um über die Feiertage nach Hause zu fahren. Aber mein Zug geht sowieso erst in einer Stunde. Da habe ich noch Zeit für einen Kaffee. Ich bin übrigens Freddy.“ „Freut mich dich kennenzulernen, Freddy. Mein Name ist Michael“, lächelte der ältere Herr, der ziemlich erstaunt war, dass der junge Mann sich tatsächlich zu ihm setzte. Und so kamen die beiden auf unerwartete Art und Weise ins Gespräch.

Freddy, der direkt zu Beginn das Gefühl verspürt hatte, dass Michael vielleicht jemandem zum Reden brauchte, hörte ihm aufmerksam zu. Michael erzählte, dass er in der Weihnachtszeit ehrenamtlich in der Grundschule arbeitete. Er war gelernter Tischler und freute sich, dass er den Kindern in seinem Ruhestand noch etwas beibringen konnte. „Jedes Jahr ab Mitte November komme ich zweimal in der Woche in die Schule. Die haben dort einen super ausgestatteten Werkraum, da zeige ich den Mädels und Jungs, wie sie mit Holz arbeiten können. Natürlich geht es bei den meisten vor allem darum, Weihnachtsgeschenke für die Eltern, Geschwister oder auch für Oma und Opa zu basteln. Das macht die Sache ganz besonders schön. Zu sehen wie sie so viel Ehrgeiz entwickeln, aber auch die Geduld aufbringen etwas Schönes für ihre Liebsten zu schaffen, das macht mich immer wieder aufs Neue richtig glücklich.“

Während er sprach, wurde sein Lächeln immer breiter. Freddy, dessen Tag bisher nicht so gut gelaufen war, bereute es gar nicht, sich zu ihm gesetzt zu haben. Ihm wurde bei den Erzählungen des älteren Herrn schon viel wärmer ums Herz. „Leider wird es in diesem Jahr wohl das letzte Mal sein, dass ich in der Schule war. So langsam werde ich wohl doch ein wenig zu alt und meine Hände machen nicht immer das, was sie sollen. Manchmal zittern sie so sehr, dass ich Werkzeuge aus der Hand legen muss aus Angst, dass ich sonst etwas fallenlasse.“ Michael wirkte sichtlich bekümmert. „Ich habe das immer so gerne gemacht, das wird mir wirklich fehlen. Aber dafür werde ich die letzte Woche bis zu den Weihnachtsferien nochmal so richtig genießen und nur an tollen Sachen mit den Kindern werkeln. Ich habe sie sogar schon tuscheln hören, dass sie zum Abschied eine Überraschung für mich planen.“ Er kicherte wie ein kleiner Junge, als er das sagte. „Aber wie unhöflich von mir! Quatsche hier die ganze Zeit vor mich hin, ohne dich auch mal zu Wort kommen zu lassen. Was machst du denn eigentlich?“ Erwartungsvoll schaute er Freddy an.

„Es ist wirklich ein sehr witziger Zufall, dass wir beide uns hier heute über den Weg gelaufen sind und du mir deine Geschichte erzählt hast. Ich mache nämlich gerade eine Ausbildung zum Tischler“, sagte Freddy. „Und wenn ich könnte, würde ich nächstes Jahr mit dir gemeinsam in die Schule gehen, damit du das nicht an den Nagel hängen musst. Das klingt nämlich wirklich nach einer tollen Sache.“

Bei diesen Worten huschte wieder ein Lächeln über Michaels Gesicht. „Das ist lieb von dir, das zu sagen. Aber mit einem Vollzeitjob hättest du ja gar keine Zeit dafür, das wäre ja viel zu viel.“ Doch Freddy ließ der Gedanke nicht los. Den Spaß, den der alte Mann bei seiner Arbeit in der Schule hatte, hatte er sogar bei diesem kurzen Gespräch gespürt. „Das stimmt, ich selber habe leider keine Zeit dafür. Aber weißt du was? Bei mir im Betrieb sind ja auch schon ein paar Leute in den Ruhestand gegangen. Was hältst du davon, wenn ich die mal frage? Ihr würdet euch mit Sicherheit gut verstehen und dann können die Kinder nächstes Jahr Weihnachten doch wieder an Geschenken basteln, werkeln, schnitzen und sägen.“ Jetzt strahlte Michael wie ein Honigkuchenpferd. „Oh junger Mann, du weißt ja gar nicht, was für ein riesiges Weihnachtsgeschenk du mir damit machen würdest.“

Und so tauschten die beiden ihre Telefonnummern aus und gingen ihrer Wege. Der eine völlig beschwingt davon, dass er sein Herzensprojekt doch nicht aufgeben muss, der andere glücklich, dass er jemand anderen pünktlich zu Weihnachten eine große Freude machen konnte.

 

Wir danken Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

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Neues Verfahren für Hochglanzlack soll Raumluft verbessern

Frische Luft ist wichtig – gerade innerhalb von Gebäuden. Ein neues Herstellungsverfahren für Lackmöbel ohne Lösemittel soll dabei helfen, die Raumluft zu verbessern.

Der Geruch von Lösemittel aus Möbeln und Bauprodukten ist in neu ausgestatteten Innenräumen keine Seltenheit. Die Firma Innovative Oberflächentechnologien (IOT, Leipzig) will dies nun vollends verhindern und erhält dabei fachliche und mit rund 332.000 Euro auch finanzielle Unterstützung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Wissenschaftliche Unterstützung kommt zudem vom Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM, Leipzig). „Kann die Idee erfolgreich umgesetzt werden, wird nicht nur die Luftqualität in geschlossenen Räumen verbessert. Sie kann auch helfen, Rohstoffe zu schonen und Energie zu sparen“, erwartet DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Lackfolien ohne Lösemittel

Um Küchen oder andere Möbel auf Hochglanz zu bringen, werden sie in der Regel mit einer speziellen Folie in Klavierlack-Qualität beschichtet. „Dafür wird eine sehr glatte Folie mit speziellem Lack beschichtet, der bis zur Hälfte aus Lösemitteln besteht. Anschließend muss die Folie getrocknet und unter ultraviolettem Licht gehärtet werden“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Reiner Mehnert das bisherige Verfahren. Dieser Vorgang verbraucht jedoch viel Energie und Rohstoffe: allein für den europäischen Möbelmarkt würden 300 bis 500 Tonnen Lösemittel und 1.200 Megawattstunden Energie verbraucht.

Die Idee von IOT und IOM ist es nun, Speziallacke zu entwickeln, die auch ohne Lösemittel auskommen. Zusätzlich soll die Farbe beim Auftragen auf die Folie mechanisch so bearbeitet werden, dass eine für den Hochglanzeffekt verantwortliche, sehr ebene Oberfläche entsteht.

Bekanntes Verfahren soll helfen

„Für den zweiten Schritt – das Aushärten der Lackschicht mit Hilfe von ultraviolettem Licht – wollen wir zudem ein Verfahren nutzen, das wir im Rahmen eines fast abgeschlossenen DBU-Projektes erfolgreich weiterentwickelt haben“, erklärt Prof. Mehnert. „Dank dieses weltweit einzigartigen Verfahrens können wir auf die ansonsten benötigten Rezepturbestandteile zum Start der Aushärtereaktion verzichten. Diese sind teuer, knapp am Markt, und deren Rückstände in der Lackschicht belasten die Luft in den Räumen, in denen die Möbel später stehen.“

Zudem werde insgesamt weniger Lack aufgetragen. Schon jetzt hätten verschiedene Firmen Interesse an diesem Verfahren bekundet, die Verhandlungen würden laufen. DBU-Generalsekretär Bonde: „Das Projekt hat Modellcharakter. Anwendungsmöglichkeiten in anderen Branchen versprechen einen breiten Nutzen und damit große Umweltentlastung.“

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Glückliche Hotelgäste dank guter Akustik

Das Fraunhofer Institut für Bauphysik kooperiert mit Partnerunternehmen, um schlaflose und unzufriedene Hotelgäste in Zukunft zu vermeiden.

Fast jeder der schon einmal Gast in einem Hotel war kennt es: Alles ist sauber und modern, die Lage des Hotels top, aber auf dem Zimmer stören Straßenlärm, Geräusche vom Flur oder manchmal auch die Lüftung aus dem Bad. Ein dickes Minus für den Aufenthalt. Doch wenn es nach dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) geht, ein lösbares Problem.

„Unerhörte Hotels“

Das Institut hat gemeinsam mit Partnerunternehmen das Projekt „Unerhörte Hotels“ ins Leben gerufen. Das Projekt soll Möglichkeiten aufzeigen, Lärmquellen in Hotels zu verringern beziehungsweise ganz zu vermeiden. Lösungen sollen natürlich für die Zimmer, aber auch für Diskretion an der Rezeption, Sprachverständlichkeit in der Lobby und im Tagungsraum sowie für die raumakustische Atmosphäre in Restaurants gefunden werden. In Deutschland gibt es bereits Klassifizierungs- und Zertifizierungssysteme und auch die Schallschutznorm, die für gewisse Qualitätsstandards sorgen, allerdings fehlen gerade für die Akustik von Restaurants und Hotels ausreichende wissenschaftliche Untersuchungen. Hier will das Verbundprojekt ansetzen.

Gesamtwirkung steht im Vordergrund

Das Fraunhofer IBP hat bereits internationale Forschungsergebnisse ausgewertet und Gästebefragungen und Messungen durchgeführt, um so grundlegende Erkenntnisse für die akustische Gestaltung in Hotels zu sammeln. Prof. Philip Leistner, Leiter des Fraunhofer IBP erklärte, dass es zwar eine Menge an organisatorischen, technischen und baulichen Maßnahmen gebe, die die Akustik in Hotels qualitativ verbessern würden, es aber vor allem auf die Wechsel- und Gesamtwirkung der Einzelmaßnahmen ankäme.

Eindeutige Störfaktoren

Die Gästebefragung lieferte deutliche Ergebnisse. Die größte Störquelle ist vor allem von außen eindringender Lärm, der auch bei geschlossenen Fenstern noch zu hören ist. Dabei kann diese Art von Lärm mit Hilfe der richtigen Fenster und ihren Zusatzeinrichtungen, sofern sie dann richtig eingebaut sind, ganz einfach vermieden werden. Aber auch Gesprächsfetzen vom Flur und Türen die ins Schloss fallen, stören den Gast. Weiter fühlen sich Gäste auch vom Brummen der Lüftung und den Wasser- und Sanitärgeräuschen im Bad gestört. Doch auch hier kann zum Beispiel mit energieeffizienten Ventilatoren oder schalltechnisch geprüften Geräten Abhilfe geschaffen werden. Ein weiterer Punkt auf der Liste des Fraunhofer IBP ist die Wahl des richtigen Bodenbelags. Vor allem Teppiche warten mit einer Menge an akustischen Vorteilen auf.

Nutzt man diesen Wissens- und Gestaltungsfundus des Fraunhofer IBP in der Praxis, vermeidet man akustische Störungen und stellt sicher, dass die Gäste zufrieden sind – und gerne wiederkommen.