Bahn hat Modernisierungspläne

Die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn für Modernisierungen ist unterzeichnet. Das Baugewerbe begrüßt diese Entwicklung.

So meint Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe: „Mit der Verstetigung der Investitionen in die Infrastruktur der Bahn im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung werden die richtigen Weichen gestellt. Mit den zur Verfügung gestellten Finanzmitteln erhalten die mittelständischen Firmen der Bauwirtschaft die erforderliche Planungssicherheit, um nachhaltig Kapazitäten für die anstehenden Bauaufgaben zu schaffen. Daher begrüßen wir die Vereinbarung zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn ausdrücklich.“ Pakleppa betont, dass nun allerdings sichergestellt werden müsse, dass diese Gelder auch wirklich verbaut werden, damit die Bahninfrastruktur auch wirklich das geplante Update erhalte. Das betreffe nicht nur das Schienennetz, sondern auch Bahnhöfe, Park & Ride-Parkplätze und andere schienennahe Komponenten aus dem Hoch- und Tiefbau. „Wichtig ist, dass hierbei der heimische Mittelstand eingebunden ist und die Vergabepraxis durch Fach- und Teillosvergabe auch kleinere Bauunternehmen einbezieht. Nur wenn die gesamte Bauwirtschaft, deren Großteil nach wie vor die baugewerblichen Betriebe des Mittelstands ausmachen, an der Umsetzung der Investitionen mitarbeitet, kann es zu einer spürbaren Verbesserung für das Schienennetz kommen.“

Betriebsverbot für Ölheizungen wird verschärft

Der Bundesrat plant, das beabsichtigte Betriebsverbot für Ölheizungen nun auch auf Heizkessel auszuweiten, die mit festen fossilen Brennstoffen betrieben werden.

Grund dafür ist die hohe Treibhausgasbelastung beim Verbrennen der Stoffe. Das geht aus einer Stellungnahme vom 20. Dezember 2019 der 984. Sitzung zu dem geplanten Gebäudeenergiegesetz (GEG) hervor. Die Länder fordern, dass der Wärmesektor auch für synthetische Energieträger geöffnet wird. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssten alle Technologien zum Einsatz kommen. Des Weiteren hat der Bundesrat vor, Grubengas aus dem stillgelegten Steinkohlebergbau den erneuerbaren Energien gleichzusetzen. Das Gas könne ökologisch sinnvoll verwertet werden. Unter anderem bei der Durchführung der Energieberatung und den Angaben im Energieausweis schlägt der Bundesrat praktikablere Lösungen vor, verschärfen will er dahingegen die Stichprobenprüfungen von Klimaanlagen.

Austauschprämie für Ölheizungen

Das geplante Gebäudeenergiegesetz ist Teil des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung. Mit dem Gesetz ist ab 2026 ein Einbauverbot für Ölheizungen verbindlich und Gas- und Ölheizungen, die seit 1991 eingebaut oder aufgestellt wurden, dürfen nur 30 Jahre lang betrieben werden. Wer seine alte Ölheizung durch ein klimafreundlicheres Modell ersetzen will, kann künftig auf eine Austauschprämie (bis zu 45 Prozent) bauen. Die novellierte Richtlinie des Marktanreizprogramms (MAP) „Wärme aus erneuerbaren Energien“ sieht neben der Austauschprämie für Ölheizungen auch noch weitere Verbesserungen vor. So sollen auch energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen, die keine alten Ölheizungen ersetzen, finanziell bezuschusst werden. Das bedeutet 35 Prozent Zuschuss für Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, 30 Prozent für Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent und außerdem 20 Prozent Zuschuss für Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind.

„Mit der ‚Austauschprämie für Ölheizungen‘ fördern wir zukunftsfähige Investitionen mit bis zu 45 Prozent der Investitionskosten“, sagt der Präsident des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Torsten Safarik, und ergänzt: „Ab Januar 2020 können Bürgerinnen und Bürger die Austauschprämie beantragen. Der Umstieg auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien wird somit deutlich attraktiver.“ Die Investitionszuschüsse für energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen können beim BAFA beantragt werden. Die Stellungnahme zum Thema wurde vom Bundesrat bereits an die Bundesregierung weitergeleitet. Sobald sie sich dazu geäußert hat, leitet sie sie einschließlich ihrer Gegenäußerung zur Beratung an den Bundestag weiter.

Pro Neubau 29 Mängel zu verzeichnen

Im Rahmen einer Studie im Auftrag des Bauherren-Schutzbunds (BSB) wurde untersucht, wie viele Mängel es an fertiggestellten Bauten gibt. Das Ergebnis ist überraschend hoch.

Untersucht wurden 100 neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser im Rahmen der Studie „Bauqualität beim Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern“. Insgesamt wurden 700 Baustellenkontrollen an den 100 Bauvorhaben durchgeführt. 20 Mängel wurden dabei im Durchschnitt pro Bau festgestellt – bei der Abnahme kamen pro Bauvorhaben dann noch 9 dazu. 48 Prozent aller Mängel entstehen dabei bereits bis zur Fertigstellung des Rohbaus. Zu diesem Zeitpunkt sind sie noch relativ schnell und einfach zu erkennen, da sie noch an der Oberfläche liegen. BSB-Geschäftsführer Florian Becker weist auf das hohe Schadenspotential der Rohbau-Mängel hin: „Diese Baumängel bilden ein hohes finanzielles Risiko. Werden sie unerkannt überbaut, erwachsen aus kleinen Fehlern schnell immense Schäden.“ Daraus resultierende eindringende Feuchtigkeit und Rissbildungen sind im Nachhinein nur mit hohem finanziellem und zeitlichem Aufwand reparierbar. Und das sprengt häufig den finanziellen Rahmen der Bauherren. Am häufigsten treten Mängel beim Estrich und Innenputz auf. 16 der 100 Bauvorhaben waren von solchen Mängeln betroffen. Ebenfalls hoch sind die Mängel in den Bereichen Rohbau und Statik (12 betroffene Bauvorhaben) und Wärmedämmung mit 11 betroffenen Bauten. Jedes zehnte Haus weist außerdem eine fehlerhafte Gebäudeabdichtung im Kellerbereich und Bodenbereich auf. Die Ursache für die Fehler liegt dabei oft bereits vor Baubeginn vor. Den Studienergebnissen zufolge fehlen in 99 Prozent der Fälle wichtige Planungsunterlagen, ohne die eine auftragsgemäße Umsetzung kaum möglich ist. Bei jedem fünften Haus fehlten außerdem statische Angaben zur Tragwerksplanung. BSB-Geschäftsführer Becker rät zur Kontrolle: „Der Gesetzgeber hat hier klare Vorgaben getroffen. Bauherren sollten ihre Unterlagen von einem unabhängigen Sachverständigen auf Vollständigkeit prüfen lassen und gegebenenfalls Nachforderungen an das Unternehmen richten.“

Auch Leiharbeiter bekommen fairen Lohn

Das Bundesarbeitsgericht hat einen Grundsatz beschlossen, der eine vergleichbare Bezahlung von Leiharbeitern vorgibt. Damit stärkt man die Rechte von Leiharbeitnehmern.

Bereits seit 2017 gibt es einen „Equal-Pay-Grundsatz“ („Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“) im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Nach diesem Ansatz müssen Leiharbeitnehmer nach einer Einarbeitungszeit von neun Monaten genauso viel verdienen wie ein Arbeitnehmer aus der Stammbelegschaft. Ein längeres Abweichen von dem Equal-Pay-Grundsatz ist nur dann möglich, wenn Branchenzuschlagstarifverträge der Zeitarbeitsbranche bestehen. Dann bekommen Leiharbeiter bereits nach einer Einarbeitungszeit von höchstens sechs Wochen stufenweise mehr Gehalt, bis sie nach maximal 15 Monaten genau so viel Geld bekommen, wie ihre Kollegen. Leiharbeiter haben dabei einen gesetzlichen Auskunftsanspruch zum Gehaltsniveau im Entleihunternehmen.

Arbeitnehmer erhielt über ein Jahr lang weniger Geld als seine Kollegen

Mit einem beispielhaften Fall ging ein Leihabeiter mit als Kläger vor Gericht. Er hatte zuvor als Leiharbeiter als Kraftfahrer in der Metalbranche gearbeitet. Sein Arbeitsvertrag enthielt beschlossene Tarifverträge zwischen der DGB-Tarifgemeinschaft und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) mit einer dynamischen Bezugnahmeklausel. Zusätzlich enthielt der Vertrag Regelungen, die teilweise von diesen tariflichen Bestimmungen abwichen. Für seine Tätigkeit von April 2014 bis August 2015 erhielt er einen Stundenlohn von 11,25 Euro brutto und damit weniger als die Stammarbeitnehmer des Betriebs. Vor Gericht klagte er dann einen Ausgleich für die Lohndifferenz ein. Und er bekam Recht: So habe der Verleiher keine gültige zur Abweichung vom Gebot der Gleichbehandlung berechtigte Vereinbarung getroffen. „Diese setzt insbesondere nach Systematik und Zweck der Bestimmungen des AÜG eine vollständige Anwendung eines für die Arbeitnehmerüberlassung einschlägigen Tarifwerks voraus“, heißt es in einer Mitteilung des BAG zum aktuellen Urteil. Dahingegen enthalte der Arbeitsvertrag beider Parteien Abweichungen von den tariflichen Bestimmungen, die nicht ausschließlich zugunsten des Arbeitnehmers wirken.

Energieverbrauch beim Heizen bleibt konstant hoch

Statistiken zeigen: Der Energieverbrauch beim Heizen bleibt seit Jahren in etwa gleich. Auch die Sanierungsrate stagniert weiter. Grund dafür sind fehlende Anreize.

Zum Erreichen der Klimaziele wäre normalerweise eine Sanierungsrate von 1,5 Prozent nötig. Entgegen dieser Vorsätze stagniert sie allerdings weiter bei etwa einem Prozent. Als Grund dafür sieht die Deutsche Energie-Agentur (dena) vor allem fehlende Anreize für Sanierungsmaßnahmen und den Einsatz von innovativen Technologien. Wenn es so weiter geht wie bisher, werden die Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich nach Schätzungen der dena im Jahr 2030 um bis zu 28 Millionen Tonnen über dem angestrebten Wert von 70 bis 72 Millionen Tonnen liegen. Das neu beschlossene Klimapaket soll diesen Stillstand nun beenden. Experten fordern allerdings, dass die angestrebten Änderungen rasch umgesetzt werden müssen. Ansonsten treiben Hauseigentümer nicht rasch genug Sanierungen voran und warten wegen Unsicherheit eher ab.

Erschreckend ist außerdem der Energieverbrauch im Jahr 2017. So überstieg dieser mit insgesamt 870 Terrawattstunden sogar knapp das Niveau von 2010 mit 865 Terrawattstunden! Auch gestiegen sind die Heizölpreise im Jahr 2018, weshalb die Energiekosten insgesamt angestiegen sind. Hinzu kommt der zunehmende Absatz von Klimaanlagen. So ist die Anzahl an verkauften Klimageräten von 120.000 im Jahr 2009 auf 200.000 im Jahr 2018 gestiegen. Hausbesitzer, die einen hohen Heizenergieverbrauch beobachten, sollten die zuletzt beschlossenen Anreize, die zunächst nur auf zehn Jahre begrenzt sind, nutzen und ihr Wohneigentum somit auf einen besseren energetischen Stand bringen. Ob mit einer neuen klimafreundlichen Heizung oder einer schrittweisen Dämmung des Gebäudes, hängt vom Gebäudetyp ab. Fakt ist allerdings, dass sich durch solche Sanierungsmaßnahmen enorm viel Geld sparen lässt.

Energieeffizienz als Grund für viele Sanierungen

Etwa 54 Prozent deutscher Hausbesitzer möchten in den nächsten drei Jahren in die Modernisierung ihrer Immobilie investieren. Grund Nummer 1 dafür ist die Energieeffizienz.

Bei aktuellen Umfragen zu Modernisierungsvorhaben an Immobilien fallen besonders häufig die Worte „energetische Modernisierungsmaßnahmen“ wie zum Beispiel der Austausch von Fenstern, Türen oder der Heizungsanlage. Laut den „LBS-Modernisierungstrends 2019“ planen mit 46 Prozent fast die Hälfte aller Vermieter und mit 37 Prozent über ein Drittel der Selbstnutzer, die Türen oder Fenster zu modernisieren. Eine Modernisierung der Heizung planen 41 Prozent der Vermieter und 31 Prozent der Selbstnutzer. Zwar wurde die Fassadendämmung längst nicht so oft genannt wie andere Maßnahmen, dennoch planen immerhin 22 Prozent der Vermieter und 16 Prozent der Selbstnutzer, die Außenbeschichtung ihrer Fassade zu erneuern. Am häufigsten jedoch werden Badsanierungen in den Zukunftsplänen erwähnt. Diese Maßnahme planen 67 Prozent der Vermieter und 46 Prozent der Selbstnutzer. Der Dachausbau und Smart-Home-Maßnahmen wurden vergleichsweise nur wenig genannt.

Vermieter aktiver als Selbstnutzer

In allen Maßnahmen bleiben die Vermieter mit ihren Vorhaben die Vorreiter. Bei der Bad- und Heizungssanierung liegen zwischen beiden Parteien die größten Unterschiede. Aber auch beim Erneuern von Leitungen sind Vermieter mit 38 Prozent deutlich aktiver als die Selbstnutzer mit 15 Prozent. Interessant sind auch die drei von elf abgefragten Kategorien der Modernisierung, in denen die Selbstnutzer mit ihren Vorhaben vorn liegen. So planen 15 Prozent von ihnen Arbeiten rund um eine Smart-Home-Technik, bei den Vermietern liegt dieser Teil bei nur elf Prozent. Beim Dachausbau liegen Selbstnutzer mit 16 Prozent um drei Prozent weiter vorne als Vermieter. Am stärksten ist dieser Unterschied, wenn es um geplante Arbeiten rund um den Garten geht. So planen hier 29 Prozent der Selbstnutzer, in den nächsten drei Jahren aktiv zu werden. Bei den Vermietern beläuft sich der Anteil auf niedrige zwölf Prozent. Die LBS-Studie zeigt, dass die Sanierungsvorhaben nicht vom Alter abhängig sind. So planten 52 Prozent der über 65 Jahre alten Eigentümer und 58 Prozent der Vermieter in derselben Altersstufe eine Modernisierung. Der Grund für die vielen Vorhaben könnte allerdings das Durchschnittsalter der Wohnimmobilien sein: Das beläuft sich in NRW nämlich auf 52 Jahre. LBS-Chef Jörg Münning sieht aber noch ein weiteres Motiv: „Wenn mit Sparzinsen nichts mehr zu verdienen ist, stecken Hausbesitzer das Geld lieber in die Senkung der Energiekosten – und erzielen so letztlich eine monatliche ‚Dämm-Rendite‘.“

Förderung von Gebäudesanierung muss schnell kommen

Nun meldet sich auch Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zur geplanten steuerlichen Förderung von Gebäudesanierungen zu Wort.

Nachdem kürzlich der Gesetzesentwurf zur Einführung einer steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen vom Kabinett gebilligt wurde, äußerten sich bereits Wirtschaftsminister Peter Altmaier und auch der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, positiv und erfreut zu dem geplanten Gesetz. Nun zeigt sich auch Generalsekretär Holger Schwannecke erfreut über die Bestimmungen: „Mit der Zustimmung des Bundestages zur steuerlichen Förderung der energetischen Sanierung ist ein weiterer wichtiger Schritt getan, damit eines der wichtigsten Förderinstrumente im Gebäudesektor endlich wirksam wird.“ Entscheidend sei jetzt allerdings, dass Bund und Länder sich im anstehenden Vermittlungsverfahren schnell und einvernehmlich einigen, ohne dass die Wirksamkeit der Maßnahmen negativ beeinträchtigt wird. So müsse dieser aktuelle Versuch einer steuerlichen Sanierungsförderung unbedingt erfolgreich sein und dürfe nicht „politischen Grabenkämpfen“ geopfert werden. Ein Scheitern des Instruments könnten sich weder der Bund noch die Länder leisten. Zwar hätte sich Schwannecke gerne weitreichendere Förderungen für die Sanierung elektrischer Anlagen gewünscht, „doch dürfte der vorgesehene progressionsunabhängige Steuerabzug von 20 Prozent der Aufwendungen je Einzelmaßnahme einen wichtigen Anreiz für Gebäudeeigentümer darstellen, in eine energetische Sanierungen zu investieren.“ Auch die Förderlaufzeit von zehn Jahren lobt Schwannecke. „Unsere Betriebe können sich so auf die voraussichtlich steigende Nachfrage nach energetischen Sanierungen sukzessive einstellen und entsprechende Kapazitäten aufbauen.“

Gebäudesanierung bald steuerlich gefördert

Das Bundeskabinett hat beschlossen: Die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierung beginnt 2020. Das Handwerk zeigt sich sichtlich erleichtert.

Vorher vom Bundesfinanzministerium vorgelegt, wurde der Gesetzesentwurf zur Einführung einer steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen nun vom Kabinett gebilligt. Diese Maßnahme ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030 und soll die bestehenden Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums ergänzen. „Das ist ein guter Tag für den Klimaschutz im Gebäudesektor“, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Steuerliche Anreize sind im Gebäudebestand ein zentrales Instrument und gut sowohl für den Klimaschutz wie auch für das Handwerk und Arbeitsplätze vor Ort.“ Mit dem Gesetz wird es möglich sein, Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Heizen mit erneuerbaren Energien steuerlich fördern zu lassen. Das betrifft zum Beispiel einen Heizungstausch, den Einbau neuer Fenster oder die Dämmung von Dächern und Außenwänden. Die Kosten solcher Maßnahmen sollen künftig mit bis zu 20 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich in Abzug gebracht werden. Außerdem sollen Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen von einer progressionsunabhängigen Ausgestaltung profitieren. Voraussetzung ist lediglich, dass es sich bei dem geförderten Gebäude um selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Das Gesetz soll bereits für das Steuerjahr 2020 gelten und kann somit erstmalig mit der Steuererklärung im Jahr 2021 geltend gemacht werden.

Möglichkeiten der steuerlichen Förderung

Sanierungswillige haben dann künftig die Wahl: Entweder sie beantragen Investitionszuschüsse für die Sanierung, oder sie schreiben Einzelmaßnahmen steuerlich ab. Mithilfe des CO2-Gebäudesanierungsprogramms, das Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien oder dem Heizungsoptimierungsprogramm können Investitionszuschüsse beantragt werden. „Mit dem Beschluss bringt das Bundeskabinett eines der wichtigsten Förderinstrumente im Gebäudesektor endlich auf den Weg und stößt damit eine bedeutende Maßnahme des kürzlich beschlossenen Klimaschutzprogramms 2030 an“, kommentiert Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Als nunmehr zweite Säule biete die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen eine echte Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen, so Wollseifer.

Zuschüsse für altersgerechtes Umbauen verbraucht

Mithilfe des Zuschuss-Programms „Altersgerecht Umbauen“ der KfW werden altersgerechte Umbauvorhaben bezuschusst. Doch der Fördertopf für dieses Jahr ist bereits leer.

Bis zu 6.250 Euro können Bauherren für Umbauten zum altersgerechten Wohnen erhalten. Seit Jahren ist das Programm sehr nachgefragt. Dieses Jahr war die Nachfrage vielleicht etwas zu groß, denn: Die 75 Millionen Euro, die jährlich für das Programm bereitgestellt werden, sind zum wiederholten Mal vor Jahresende aufgebraucht. Für das letzte Quartal 2019 ist ohne Aufstockung der Bundesmittel keine Antragstellung mehr möglich. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BASGO) und der Verband Wohneigentum (VWE) fordern nun, das Zuschuss-Programm der KfW mit schrittweise steigenden, für das ganze Kalenderjahr ausreichenden Finanzmitteln auszustatten. „Die Mittel von 50 Millionen Euro haben 2016 nur bis zur Jahresmitte gereicht. Für 2017 haben wir bereits gefordert, mindestens 100 Millionen Euro bereitzustellen. Und diese Summe sollte in den nächsten fünf Jahren kontinuierlich angehoben werden“, erinnert Manfred Jost, Präsident des Verband Wohneigentums. Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO, fordert: „Dieses erfolgreiche Zuschussprogramm, das den Bürgerinnen und Bürgern die Vorsorge erleichtert und hilft die Zahl schwerer Stürze im Haushalt zu vermindern, muss gut ausgestattet und lückenlos verstetigt werden.“ Eine Förderung von altersgerechten Umbaumaßnahmen erfolgte zum ersten Mal im Rahmen des „Konjunkturpakets I“ in den Jahren 2010 und 2011. 2014 wurde das Zuschussprogramm der KfW dann wieder aufgelegt. Gestartet wurde mit einem Fördertopf von 54 Millionen Euro, 2016 gab es lediglich 50 Millionen. 2017 wurde er auf 75 Millionen Euro aufgestockt, diese Höhe gilt bis 2022.

Gebäudesanierung bald steuerlich gefördert

Das Bundeskabinett hat beschlossen: Die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierung beginnt 2020. Das Handwerk zeigt sich sichtlich erleichtert.

Vorher vom Bundesfinanzministerium vorgelegt, wurde der Gesetzesentwurf zur Einführung einer steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen nun vom Kabinett gebilligt. Diese Maßnahme ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030 und soll die bestehenden Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums ergänzen. „Das ist ein guter Tag für den Klimaschutz im Gebäudesektor“, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Steuerliche Anreize sind im Gebäudebestand ein zentrales Instrument und gut sowohl für den Klimaschutz wie auch für das Handwerk und Arbeitsplätze vor Ort.“ Mit dem Gesetz wird es möglich sein, Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Heizen mit erneuerbaren Energien steuerlich fördern zu lassen. Das betrifft zum Beispiel einen Heizungstausch, den Einbau neuer Fenster oder die Dämmung von Dächern und Außenwänden. Die Kosten solcher Maßnahmen sollen künftig mit bis zu 20 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich in Abzug gebracht werden. Außerdem sollen Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen von einer progressionsunabhängigen Ausgestaltung profitieren. Voraussetzung ist lediglich, dass es sich bei dem geförderten Gebäude um selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Das Gesetz soll bereits für das Steuerjahr 2020 gelten und kann somit erstmalig mit der Steuererklärung im Jahr 2021 geltend gemacht werden.

Möglichkeiten der steuerlichen Förderung

Sanierungswillige haben dann künftig die Wahl: Entweder sie beantragen Investitionszuschüsse für die Sanierung, oder sie schreiben Einzelmaßnahmen steuerlich ab. Mithilfe des CO2-Gebäudesanierungsprogramms, das Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien oder dem Heizungsoptimierungsprogramm können Investitionszuschüsse beantragt werden. „Mit dem Beschluss bringt das Bundeskabinett eines der wichtigsten Förderinstrumente im Gebäudesektor endlich auf den Weg und stößt damit eine bedeutende Maßnahme des kürzlich beschlossenen Klimaschutzprogramms 2030 an“, kommentiert Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Als nunmehr zweite Säule biete die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen eine echte Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen, so Wollseifer.