Diese Themen bewegten das Handwerk 2018

Fahrverbote, Mindestlohn, Meisterpflicht und DSGVO – das Jahr 2018 war turbulent. In unserem Jahresrückblick zeigen wir, was die Helden am Bau am meisten beschäftigte.

Der Anfang des Jahres stand ganz im Zeichen der neuen Mindestlohnregelungen für Dachdecker und dem Bauhauptgewerbe. Aber auch die neuen Tarifverträge für den Garten- und Landschaftsbau waren ein Gesprächsthema:

„Neuer Mindestlohn für Dachdecker ab Januar 2018“

„Mindestlohn im Bauhauptgewerbe steigt ab 2018“

„Neuer GaLaBau-Tarifvertrag mit sofortiger Lohnerhöhung“

Die zum Januar geänderten Buchführungsgrenzen betrafen ebenfalls viele Handwerker.

Erstes Quartal 2018

Neben den gesetzlichen Änderungen interessierten sich unsere Leser aber auch für globalere Themen. So handelte einer der beliebtesten Artikel im März von schwindendem Sand und künstlich aufgeschütteten Stränden. Schuld daran sei vor allem die Bauwirtschaft sowie die sogenannten Sand-Mafia: „Die Sand-Mafia – Das schmutzige Geschäft mit den Stränden“

Die größte Aufmerksamkeit bekam allerdings das Bundesverwaltungsgericht, das in einem Urteil den Weg für mögliche Diesel-Fahrverbote freimachte. Im Laufe des Jahres zeigte sich, dass viele Städte davon Gebrauch machten – sehr zum Leidwesen des Handwerks: „Handwerk kritisiert Diesel-Urteil“

Ausblick auf viele neue Aufträge machte das im Frühjahr angekündigte Baukindergeld. Wir erklärten die „Vor- und Nachteile des neuen Baukindergeldes“

Zweites Quartal 2018

Zu Beginn des zweiten Quartals stand zunächst alles im Zeichen der Fahrtzeit zur Baustelle. Ein unklar formulierter Tarifvertrag ändert nämlich nichts daran, dass Anfahrtszeit zur Montage in eine andere Stadt wie reguläre Arbeitszeit vergütet werden muss: „Fahrtzeit zur Baustelle ist Arbeitszeit“

Auf besonders großes Interesse stieß bei unseren Lesern in diesem Zusammenhang die vom EU-Parlament beschlossene Ausweitung der Tachographenpflicht: Denn auch Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen, die gewerblich genutzt werden, müssen nun mit Fahrtenschreiber ausgestattet sein – mit Folgen für das Handwerk: „EU-Parlament beschließt Ausweitung der Tachographenpflicht“

Zudem gilt seit Juli 2018 eine Maut-Gebühr für Lkw ab 7,5 Tonnen, ähnlich wie auf Autobahnen, auch auf Bundesstraßen: „Maut auf Bundesstraßen kommt im Juli 2018“.

Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) machte Anfang des Jahres vielen Unternehmen zu schaffen. Umso erfreulicher war für viele Leser Mitte des Jahres die Meldung, dass sich die große Koalition aktiv gegen den entstandenen Abmahnmissbrauch einsetzt: „Handwerk begrüßt DSGVO-Abmahnschutz“

Drittes Quartal 2018

Für Aufsehen sorgte im dritten Quartal eine neue Initiative der Bauwirtschaft, mit der Baukostenexplosionen verhindert werden sollen: „Streit bei öffentlichen Projekten: Jetzt greift Bauindustrie durch!“

Dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht zeigte ein Urteil gegen das Edelstahl-Kartell: „205 Millionen Euro Strafe im Edelstahl-Kartell“

Auch organisierte Kriminalität und Schwarzarbeit auf Baustellen nehme laut Bundesvorsitzenden der IG Bau immer weiter zu, was auf großes Interesse unserer Leser stieß: „Baustellen: Organisierte Kriminalität nimmt zu“

Gute Nachrichten gab es hingegen für Dachdecker. So hatte die Sozialkasse der Dachdecker (Soka-Dach) bekannt gegeben, Einpersonenbetriebe künftig keine Berufsbildungsbeiträge mehr zu berechnen und bisherige Zahlungen zurückzuerstatten: „Soka-Dach entlastet Dachdecker“

Die Digitalisierung bringt auch neue Technologien und Werkzeuge für das Handwerk hervor. So nimmt die Anzahl an Drohnen stetig zu. Wir zeigten, was es alles zu beachten gilt: „Drohnen im Handwerk – dies gilt es zu beachten“

Viertes Quartal 2018

Neue Technologien erleichtern aber nicht nur die Arbeit, sie können sie zum Teil sogar ersetzen. Großen Anklang fand in diesem Zusammenhang daher sowohl die Meldung über handwerkende Roboter als auch aus dem 3-D Drucker stammende Häuser:

„Roboter als Handwerker – die Lösung des Fachkräftemangels?“

„Häuser aus dem 3D-Drucker – Das Ende des Handwerks?“

Neben Abmahnanwälten, die die Unsicherheit mit der neuen Datenschutzgrundverordnung auszunutzen versuchen, sorgte eine Warnung der Handwerkskammer vor einer falschen „Datenschutzauskunft-Zentrale“ für Aufsehen: „Falsche „Datenschutzauskunft-Zentrale“ bedroht Handwerk!“

In diesem Zusammenhang meldete sich schließlich auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zu Wort und stellte klar, dass die oftmals von Generalunternehmern oder Hausverwaltungen geforderten „Auftragsverarbeitungs-Verträge“ weder nötig noch sachgerecht seien: „Datenschutz im Handwerk oftmals übertrieben“

Mit großem Interesse haben unsere Leser schließlich die Ergebnisse der Kommission zur Aufklärung des Grenfell Tower-Brandes in London verfolgt. Bei dem verheerendem Unglück kamen am 14. Juni 2017 insgesamt 79 Menschen ums Leben. Lange Zeit stand hierbei die Wärmedämmung als Brandursache oder zumindest als Brandbeschleuniger fest. Jetzt zeigte sich aber: „Londoner Hochhausbrand: Wärmedämmung unschuldig!“

Gegen Ende des Jahres sorgte eine Initiative der bayerischen Regierung für Aufsehen und viel Zustimmung im Handwerk. So setzte sich die Landesregierung im Bundesrat für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ein. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) begrüßte die Initiative: „Bayern setzt sich für Meisterpflicht ein“

Ein glücklicher Zufall

Heute, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir Ihnen zur Einstimmung auf die Feiertage eine kleine Geschichte erzählen.

Die Geschäfte waren festlich dekoriert, die Lichterketten leuchteten bereits in allen Farben und egal wo man hinkam, konnte man die Leckereien der Weihnachtsmärkte riechen. An vielen Ecken standen die Menschen in Trauben um die kleinen Buden herum, um sich bei einer heißen Schokolade oder einem Punsch die Hände zu wärmen. Andere hetzten von Geschäft zu Geschäft, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Sie traten aus den warmen Läden in den kalten Winternachmittag hinaus, nur um kurz danach wieder schnell im nächsten zu verschwinden.

Unberührt von der ganzen Hektik um ihn herum, trank ein älterer Herr in einem Café ganz in Ruhe seinen Kaffee. Obwohl die Temperaturen bereits gefährlich nahe gegen null gingen, saß er draußen an einem der letzten dort noch aufgebauten Tische. Ein junger Mann, der sich seinen Weg durch die volle Innenstadt bahnte, kam an dem Café vorbei. Wie durch Zufall fiel ihm auf dieser Höhe etwas aus dem Rucksack, so dass der aufmerksame ältere Herr ihm etwas zurief. Der Jüngere drehte sich um und bedankte sich bei dem Herrn. „Alles gut, das ist ja selbstverständlich“, entgegnete er. „Wollen sie sich nicht auf einen Kaffee zu mir setzen und kurz ein wenig durchatmen? Sie sehen ja auch sehr schwer bepackt aus.“ Dem jungen Mann war das Erstaunen deutlich ins Gesicht geschrieben. Aber nach kurzem Überlegen entschied er sich, das Angebot anzunehmen; sah der Herr doch wirklich sehr freundlich aus.

„Wissen Sie was? Das mache ich tatsächlich. Ich bin gerade auf dem Weg zum Bahnhof, um über die Feiertage nach Hause zu fahren. Aber mein Zug geht sowieso erst in einer Stunde. Da habe ich noch Zeit für einen Kaffee. Ich bin übrigens Freddy.“ „Freut mich dich kennenzulernen, Freddy. Mein Name ist Michael“, lächelte der ältere Herr, der ziemlich erstaunt war, dass der junge Mann sich tatsächlich zu ihm setzte. Und so kamen die beiden auf unerwartete Art und Weise ins Gespräch.

Freddy, der direkt zu Beginn das Gefühl verspürt hatte, dass Michael vielleicht jemandem zum Reden brauchte, hörte ihm aufmerksam zu. Michael erzählte, dass er in der Weihnachtszeit ehrenamtlich in der Grundschule arbeitete. Er war gelernter Tischler und freute sich, dass er den Kindern in seinem Ruhestand noch etwas beibringen konnte. „Jedes Jahr ab Mitte November komme ich zweimal in der Woche in die Schule. Die haben dort einen super ausgestatteten Werkraum, da zeige ich den Mädels und Jungs, wie sie mit Holz arbeiten können. Natürlich geht es bei den meisten vor allem darum, Weihnachtsgeschenke für die Eltern, Geschwister oder auch für Oma und Opa zu basteln. Das macht die Sache ganz besonders schön. Zu sehen wie sie so viel Ehrgeiz entwickeln, aber auch die Geduld aufbringen etwas Schönes für ihre Liebsten zu schaffen, das macht mich immer wieder aufs Neue richtig glücklich.“

Während er sprach, wurde sein Lächeln immer breiter. Freddy, dessen Tag bisher nicht so gut gelaufen war, bereute es gar nicht, sich zu ihm gesetzt zu haben. Ihm wurde bei den Erzählungen des älteren Herrn schon viel wärmer ums Herz. „Leider wird es in diesem Jahr wohl das letzte Mal sein, dass ich in der Schule war. So langsam werde ich wohl doch ein wenig zu alt und meine Hände machen nicht immer das, was sie sollen. Manchmal zittern sie so sehr, dass ich Werkzeuge aus der Hand legen muss aus Angst, dass ich sonst etwas fallenlasse.“ Michael wirkte sichtlich bekümmert. „Ich habe das immer so gerne gemacht, das wird mir wirklich fehlen. Aber dafür werde ich die letzte Woche bis zu den Weihnachtsferien nochmal so richtig genießen und nur an tollen Sachen mit den Kindern werkeln. Ich habe sie sogar schon tuscheln hören, dass sie zum Abschied eine Überraschung für mich planen.“ Er kicherte wie ein kleiner Junge, als er das sagte. „Aber wie unhöflich von mir! Quatsche hier die ganze Zeit vor mich hin, ohne dich auch mal zu Wort kommen zu lassen. Was machst du denn eigentlich?“ Erwartungsvoll schaute er Freddy an.

„Es ist wirklich ein sehr witziger Zufall, dass wir beide uns hier heute über den Weg gelaufen sind und du mir deine Geschichte erzählt hast. Ich mache nämlich gerade eine Ausbildung zum Tischler“, sagte Freddy. „Und wenn ich könnte, würde ich nächstes Jahr mit dir gemeinsam in die Schule gehen, damit du das nicht an den Nagel hängen musst. Das klingt nämlich wirklich nach einer tollen Sache.“

Bei diesen Worten huschte wieder ein Lächeln über Michaels Gesicht. „Das ist lieb von dir, das zu sagen. Aber mit einem Vollzeitjob hättest du ja gar keine Zeit dafür, das wäre ja viel zu viel.“ Doch Freddy ließ der Gedanke nicht los. Den Spaß, den der alte Mann bei seiner Arbeit in der Schule hatte, hatte er sogar bei diesem kurzen Gespräch gespürt. „Das stimmt, ich selber habe leider keine Zeit dafür. Aber weißt du was? Bei mir im Betrieb sind ja auch schon ein paar Leute in den Ruhestand gegangen. Was hältst du davon, wenn ich die mal frage? Ihr würdet euch mit Sicherheit gut verstehen und dann können die Kinder nächstes Jahr Weihnachten doch wieder an Geschenken basteln, werkeln, schnitzen und sägen.“ Jetzt strahlte Michael wie ein Honigkuchenpferd. „Oh junger Mann, du weißt ja gar nicht, was für ein riesiges Weihnachtsgeschenk du mir damit machen würdest.“

Und so tauschten die beiden ihre Telefonnummern aus und gingen ihrer Wege. Der eine völlig beschwingt davon, dass er sein Herzensprojekt doch nicht aufgeben muss, der andere glücklich, dass er jemand anderen pünktlich zu Weihnachten eine große Freude machen konnte.

 

Wir danken Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

Handwerker aufgepasst: Jetzt abstimmen und gewinnen

Welches Unternehmen hat im Handwerk einen Stein im Brett? Die ibau GmbH ruft erneut zur größten Branchenbefragung auf und verlost Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Damit Handwerker gute und zufriedenstellende Arbeit leisten können, müssen sie sich auf Hersteller und entsprechende Marken verlassen können. Aber welcher Hersteller und welche Marke sind in ihrer jeweiligen Branche am beliebtesten und haben im Handwerk einen Stein im Brett? Um dies herauszufinden ruft die ibau GmbH erneut zur größten Branchenbefragung des Handwerks auf. Unter allen Umfrageteilnehmern verlost ibau Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Direkt zur Umfrage

Wer als Handwerker seine Kunden zufriedenstellen und neue Aufträge generieren will, der braucht neben dem eigenen Know-how vor allem das richtige Material. Gerade für Profis ist es daher besonders wichtig, auf zuverlässige Hersteller und ihre Produkte zurückgreifen zu können. Doch welche Marke gilt als Qualitätsführer? Welche Marke genießt das Vertrauen des Handwerks und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis?

Favoriten nennen und gewinnen

Zur Beantwortung dieser Fragen führt die ibau GmbH regelmäßig die größte Branchenbefragung zum Thema Markenbekanntheit, Markenpräferenz und Markenakzeptanz unter Handwerkern und Fachunternehmern durch. Im Vordergrund steht dabei die Frage, welche Marken und Hersteller bei ihren Kunden einen „Stein im Brett“ haben.

Handwerker und Fachunternehmer haben noch bis zum 30. November die Möglichkeit an der Umfrage teilzunehmen und sich die Chance auf einen Weber Gasgrill “Genesis® II E-410™ GBS™, Black” aus Edelstahl, eine Philips Perfect Draft Bierzapfanlage inklusive zwölf Fässern Bier, einen Kickertisch oder einen Bluetooth Lautsprecher UE Boom 2 zu sichern. Hierzu brauchen lediglich diejenigen Hersteller- und Industrieunternehmen genannt werden, die die besten Produkte und Lösungen in den einzelnen Gewerken bieten. Die Teilnahme an der Umfrage ist kostenlos.

Jetzt teilnehmen 

 

 

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Schindler und Haushahn erhöhen Preise um sechs Prozent

Schindler Deutschland und Haushahn, zwei Töchterfirmen des schweizerischen Aufzug-Konzerns Schindler AG, erhöhen ihre Preise zur Jahresmitte 2018 um rund sechs Prozent.

Wie die beiden Aufzug-Hersteller Schindler Deutschland und Haushahn, die beide zum schweizerischen Schindler-Konzern gehören, mitteilen, haben die Unternehmen ihre Preise auf Produkte und Dienstleistungen zum 16. Juli 2018 um rund sechs Prozent in allen Segmenten erhöht.

Kosten durch Fachkräfte und Rohstoffe

Hintergründe der Preisanpassungen sind hohe Investitionen in die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte und gestiegene Rohstoffkosten. „Wir benötigen Experten, um das hohe Maß an Qualität und Sicherheit zu gewährleisten, das unsere Kunden von uns erwarten“, sagt Frank Böhnert, Direktor Neuanlagen und Modernisierung bei Schindler Deutschland. Doch es wird zunehmend schwieriger Fachkräfte zu finden. Schindler steigert daher nochmals seine seit Jahren hohen Investitionen in Ausbildung und Qualifikation der eigenen Mitarbeiter. Die Rohstoffpreise für Stahl und Metalle wie Kupfer oder Aluminium sind alleine im letzten Jahr um rund 30 % gestiegen und haben die Produktionskosten nach oben getrieben. Auch die letzten Tarifabschlüsse schlagen in den Kosten zu Buche.

Gleichzeitig erweitert Schindler sein Leistungsspektrum durch Innovationen in den Bereichen vernetztes Bauen und zukunftsfähige Mobilität: „Wir investieren stark in die digitale Zukunft des Aufzugs und bieten neue Features und Services an, wie das Schindler Actionboard, mit dem Betreiber ihre Anlagen effizienter betreuen können“, ergänzt Frank Böhnert. Ein ähnliches Bild liefert auch die Haushahn GmbH.

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Psychoterror: Schwere Vorwürfe gegen Thyssenkrupp-Aktionäre

Aufsichtsratschef Ulrich Lehner erhebt im Streit um den Kurs schwere Vorwürfe gegen einzelne Aktionäre. Mit Psychoterror sollte der Vorstandschef destabilisiert werden.

Im Zuge der Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit dem Konkurrenten Tata war Aufsichtsratschef Ulrich Lehner unter Druck geraten, weil Anteilseigner mehr Tempo beim angekündigten Umbau des Ruhrkonzerns gefordert hatten. Anfang Juli gab er überraschend seinen Rücktritt bekannt. In einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit vom 11. Juli beschuldigte Lehner nun einzelne Investoren Wege beschritten zu haben „die teilweise schon als Psychoterror bezeichnet werden können“. Ziel sei es gewesen den Industriegüterkonzern und seinen abgetretenen Vorstandschef Heinrich Hiesinger zu destabilisieren.

Lehner setzte bei der Suche nach einem Nachfolger für Hiesinger laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur zunächst nur auf eine Übergangslösung. So solle Finanzchef Guido Kerkhoff das Unternehmen bis zu einer endgültigen Personalentscheidung führen. Ein Sprecher von Thyssenkrupp wollte dies allerdings nicht bestätigen.

Lehner ließ dabei offen, wie lange eine Einigung im Aufsichtsrat über die Strategie und einen neuen Unternehmenschef dauern könne. „Es wird so lange dauern, wie es dauern muss“, wird er in einer DPA-Meldung zitiert. Den Forderungen nach einem Verkauf der profitablen Aufzugssparte erteilte Lehner allerdings eine klare Absage: „Das widerspräche jeglicher Vernunft. Bei uns gibt es keine Not“, so Lehner.

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VDMA: Deutschlands Aufzüge sind sicher!

Der vergangene Anlagensicherheitsreport des TÜV Rheinlands brachte erhebliche Mängel an alten Aufzugsanlagen zutage. Dennoch sieht der VDMA aktuell keine Gefahr.

In Deutschland verkehren zurzeit rund 750.000 Aufzüge. 640.000 davon dienen der Beförderung von täglich mehreren Millionen Menschen und gehören damit zu den überwachungsbedürftigen Anlagen. Jedes Jahr kommen bundesweit durchschnittlich 20.000 neue Aufzugsanlagen dazu oder ersetzen bestehende ältere Anlagen. Ungefähr die Hälfte des Aufzugsbestands in Deutschland ist mindestens 20 Jahre alt. Dies spricht laut VDMA zunächst für die Qualität der Aufzüge und vor allem für die Qualität der Serviceunternehmen, die diese Anlagen auch weiterhin in einem zuverlässigen Zustand halten. Allerdings entsprechen Anlagen in diesem Alter nicht mehr unbedingt dem heutigen Stand der Technik, wie der letzte Anlagensicherheitsreport des TÜV Rheinlands zeigt. Die Sicherheit alter Aufzugsanlagen steht deshalb ganz oben auf der Agenda des VDMA.

2017 keine tödlichen Unfälle

Unfälle sind zum Glück selten, so dass der Aufzug nach wie vor das sicherste „Nahverkehrsmittel“ ist. Auch die aktuellen Unfallzahlen der Prüforganisationen und des VDMA für das Jahr 2017 belegen, dass der sicherheitstechnische Zustand der Aufzugsanlagen auf hohem Niveau verharrt. In den vergangenen Jahren ist keine Zunahme von schweren oder tödlichen Nutzerunfällen zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil: In Relation zum Anlagenbestand, der jedes Jahr um ca. 2 Prozent zunimmt, sind die Zahlen von schweren und tödlichen Unfällen sogar rückläufig.

2017 wurden keine Todesfälle im Zusammenhang mit Aufzügen registriert. Die Zahl der schweren Unfälle ging 2017 von 30 auf sieben Fälle zurück. Bei diesen sieben schweren Unfällen handelte es sich um Arbeitsunfälle, von denen nur vier auf einen Mangel am Aufzug zurückzuführen waren, so die Erhebungen des VDMA Aufzüge und Fahrtreppen.

Sicherheit durch qualifizierte Wartung

Aufzugsanlagen sind sicher, wenn sie in ausreichendem Maße qualifiziert gewartet und instandgehalten werden. Es gibt jedoch eine Dunkelziffer von ca. 100.000 Aufzugsanlagen, die offenbar nicht gewartet oder geprüft werden, was sowohl vom VDMA als auch den Zugelassenen Überwachungsstellen deutlich kritisiert wird.

Einige Unfälle hätten durch Investitionen in Modernisierung vermieden werden können. Eine signifikante Gefährdung für Nutzer kann durch Anlagen entstehen, die weder geprüft noch gewartet werden. Die sichere Bereitstellung eines Aufzugs liegt allerdings in der gesetzlichen Verantwortung des Betreibers – also den Immobilienbesitzern, Vermietern und Wohnungsverwaltern. Die Prüforganisationen, Aufzugshersteller und die Wartungsunternehmen können nur auf diese Missstände hinweisen.

Betreiber müssen für Sicherheit sorgen

Mit einer regelmäßigen Instandhaltung wird die sichere Funktion von Aufzügen erhalten, aber der Stand der Technik entwickelt sich fort. Die Anforderungen an die Sicherheit erhöhen sich fortlaufend, entsprechend dem allgemeinen Sicherheitsbedürfnis, so dass eine technische Nachrüstung von Bestandsanlagen früher oder später notwendig wird und vom Betreiber veranlasst werden muss.

Die Verantwortung für die sichere Benutzung und die Verhinderung von Unfällen liegt in den Händen des Betreibers. Dieser sollte eine regelmäßige Gefährdungsbeurteilung nach Betriebssicherheitsverordnung durchführen, wodurch Abweichungen bestehender Aufzugsanlagen zum heutigen Stand der Technik festgestellt werden. Die bestehenden Sicherheitslücken können durch Modernisierungsmaßnahmen behoben und damit die Unfallgefahr minimiert werden.

Prüfplakette

Ob eine Aufzugsanlage geprüft ist, erkennt man – wie beim Auto – an der Prüfplakette, die seit 2015 in jedem Aufzug vorhanden sein muss. Das Überschreiten der Prüffrist kann somit vom Aufzugsnutzer festgestellt und an den zuständigen Betreiber bzw. die zuständige Behörde/Gewerbeaufsicht gemeldet werden.

Auftragseingang stieg 2017 um 2,4 Prozent

„Der Markt für Aufzüge und Fahrtreppen wächst“, berichtet der VDMA Fachverband Aufzüge und Fahrtreppen. Der Auftragseingang Neuanlagen in der deutschen Aufzugsindustrie stieg im vergangenen Jahr nach Stückzahl um 2,4 Prozent auf 21.437 Einheiten. Das ist ein stetiger Anstieg seit 2009. Im Wert ging der Auftragseingang um 0,8 Prozent auf rund 890 Millionen Euro zurück.

In Deutschland gibt es derzeit rund 750.000 installierte Aufzugsanlagen, davon ca. 640.000 zur Personenbeförderung, und ca. 36.000 Fahrtreppen. Der Branchenumsatz beträgt mehr als 2,5 Milliarden Euro und in der Branche sind circa 17.000 Personen beschäftigt. Der VDMA Fachverband Aufzüge und Fahrtreppen repräsentiert 90 Prozent des deutschen Marktes.

 

 

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Michael Cesarz neuer CEO MULTI bei thyssenkrupp Elevator

thyssenkrupp Elevator, einer der deutschlandweit führenden Aufzughersteller, hat mit Michael Cesarz nun einen neuen CEO, der außerdem die Abteilung MULTI leiten soll.

Michael Cesarz ist neuer CEO MULTI bei thyssenkrupp Elevator. Der Vorstand überträgt ihm die Leitung eines eigenen Bereiches, um die Potenziale der innovativen Produktentwicklung in der Aufzugsindustrie noch effizienter und umfassender einsetzen und vermarkten zu können.

Innovatives Transportsystem

Das neue MULTI-Team verantwortet ein Transportsystem mit enormer Transformationskraft für die Zukunft von Gebäuden und ganzen Städten. MULTI benötigt keinerlei Seile und ist in der Lage, Passagiere sowohl vertikal wie horizontal zu befördern. Dabei bewegen sich – ähnlich wie in einem Metro-System – mehrere Kabinen in Schächten.

Aufzugsnutzern bietet MULTI eine deutlich erhöhte Kapazität und erheblich verkürzte Wartezeiten. Zudem setzt es durch seine konstruktionsbedingten Eigenschaften keinerlei Grenzen im Hinblick auf die Gebäudehöhe oder –form, sodass sich Architekten hier ganz neue Perspektiven eröffnen. Ein weiteres, zentrales Argument für MULTI ist, dass im Gebäudeinneren entscheidend weniger Grundfläche für den Aufzug benötigt wird – besonders attraktiv für Entwickler und Investoren.

„Optimale Besetzung“

Prof. Cesarz kann eine erfolgreiche Laufbahn mit zahlreichen prominenten Stationen vorweisen. Der ausgebildete Architekt gilt als Spezialist für innovative Entwicklungen und sorgte bereits mit der Meydan Mall in Istanbul und Nachfolgekonzepten für spektakuläre Bauten wie das Amsterdamer „The Edge“, die in Berlin realisiert werden, für Aufmerksamkeit. „Mit Michael Cesarz haben wir die optimale Besetzung für den Posten des CEO MULTI. Er ist in technologischen Fragen ebenso versiert wie in architektonischen und verfügt über außergewöhnliche Erfahrung als Führungskraft – eine Bereicherung in jeder Hinsicht“, erklärt Andreas Schierenbeck, CEO thyssenkrupp Elevator.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe – schließlich geht es hier um eine wirklich revolutionäre Technik mit unendlichen Anwendungsmöglichkeiten gerade im Hinblick auf Mobilität in den smarten Städten der Zukunft. Jetzt gilt es, die Chancen zu nutzen und die Potenziale umfassend zu erschließen, die sich mit MULTI bieten“, ergänzt Michael Cesarz.

Viel Auslandserfahrung

Cesarz verfügt nicht nur über langjährige berufliche Erfahrung in Europa, sondern auch in Dubai, wo er als CEO der Majid Al Futtaim Shopping Mall-Kette für über 20 Niederlassungen im gesamten Nahen Osten verantwortlich zeichnete. Zuvor war er für die Real Estate-Sparte bzw. das Asset Management der METRO Group mit Sitz in Düsseldorf zuständig. In der Stadt am Rhein bekleidete Cesarz zudem die Position eines Executive Board Member bei dem Bekleidungshaus Peek & Cloppenburg, wo er sich vor allem auf Entwicklung und Expansion konzentrierte.

Neben seinem architektonischen Know-how gilt Michael Cesarz als Experte für die Bereiche Design, Entwicklung, Projektmanagement und operatives Geschäft in der gesamten Real Estate-Branche.

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TÜV Rheinland: Jeder sechste Aufzug mit Mängeln

Bestürzende Zahlen: Aus der Überprüfungsstatistik des TÜV Rheinland hatten von 544.000 kontrollierten Aufzügen 80.000 deutliche Mängel – 2.000 wurden gleich stillgelegt.

Der TÜV Rheinland schlägt Alarm: Viele Aufzüge in Deutschland sind nach Einschätzung der Sicherheitsexperten unsicher. Bei gut einer halben Million Kontrollen im Jahr 2017 fielen insgesamt 80.000 Aufzüge mit erheblichen bis gefährlichen Mängeln auf. 1965 von ihnen wurden auf der Stelle stillgelegt. „Bei diesen Aufzügen war der technische Zustand so bedenklich, dass Gefahr für Leib und Leben gegeben war“, sagte Thomas Pfaff, Geschäftsfeldleiter Deutschland beim TÜV Rheinland.

Tragseile oft verschlissen

Dabei sind verschlissene Tragseile oft ein Problem bei älteren Modellen, daneben funktionieren die Türverriegelungen und Notrufanlagen oft nicht. Dass es in der Vergangenheit nicht zu schlimmen Unfällen gekommen sei, liege an den hohen Prüfstandards in Deutschland, meint der TÜV. „Die gesetzlichen Vorgaben zu den Prüfinhalten sind in den letzten Jahren umfangreicher und anforderungsgerechter geworden”, so Pfaff, denn jeder Aufzug muss jährlich durch den TÜV kontrolliert werden.

Wie kann man sich schützen? An jedem Aufzug muss seit 2015 eine Wartungsplakette kleben, die die nächste fällige Überprüfung angibt. Wenn dieses Datum deutlich überschritten ist, nimmt man lieber die Treppe.

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Thyssenkrupp setzt auf seillose Aufzüge mit Magnetschwebetechnik

Die Ära der Magnetschwebetechnik geht mit dem Aus des Transrapids nicht zu Ende: Thyssenkrupp plant seillose Aufzüge, bei denen diese Technik zum Tragen kommt.

Mit der Gründung eines Geschäftsbereichs für seillose Aufzüge setzt der Thyssenkrupp-Konzern auf eine Weiterentwicklung der Technik aus der gestoppten Magnetschwebebahn Transrapid. “Wir haben 120 Patente”, sagte der Chef des Geschäftsbereichs „Multi“, Michael Cesarz. Bei der neuen Technik, die speziell für den Einsatz in Gebäuden mit einer Höhe von mehr als 400 Metern geeignet sei, sehe sich der Essener Konzern in einer weltweiten Führungsrolle.

Die bereits in einem Testturm in Rottweil mit Sandsäcken erprobte Technologie werde voraussichtlich ab Ende 2021 in einem Gebäude in Berlin erstmals zum Einsatz kommen, sagte Cesarz. Ab dem Jahr 2022 rechne Thyssenkrupp dann mit dem Bau von fünf bis sechs seillosen Aufzügen pro Jahr. Das Interesse an der im Vergleich zu herkömmlichen Aufzügen noch etwa doppelt so teuren Technik sei bereits groß.

Mehr Arbeitsplätze

Nach dem Start Anfang Februar soll der neue Geschäftsbereich mit Sitz in Essen zunächst auf etwa 70 Mitarbeiter ausgebaut werden. „Es wird kein Massengeschäft”, sagte Cesarz. Langfristig gehe er jedoch von einem Ersatz der rund 160 Jahre alten seilgebundenen Aufzugstechnik aus. Mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro und mehr als 50.000 Beschäftigten zählt die Aufzugssparte zu den wichtigsten Geschäftsfeldern des Industriekonzerns.

Von der Magnetschwebebahn Transrapid hatte sich das Unternehmen vor Jahren verabschiedet. 2006 war es auf einer Teststrecke zu einem schweren Unfall gekommen, als ein Transrapid auf einen Werkstattwagen auffuhr. 23 Menschen kamen damals ums Leben. Cesarz betonte jedoch die Sicherheit des Systems bei einem Einsatz in Aufzügen. Ein Zusammenstoß von Kabinen sei ebenso wenig möglich wie eine Störung aufgrund eines Stromausfalls.

Gewinne für Handwerker bei Wahl der beliebtesten Hersteller

Mit der Umfrage ibau Stein im Brett wählten Handwerker jüngst die bei Ihnen beliebtesten Hersteller. Dabei räumten die teilnehmenden Handwerker erstklassige Preise ab.

„Welche Marke gilt in meinem Gewerk als Qualitätsführer und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis?“ Diese Fragen stellen sich wohl alle Handwerker, die qualitativ hochwertige Arbeit abliefern und damit ihre Kunden zufriedenstellen wollen. Um diese Fragen beantworten zu können, führt die ibau GmbH einmal im Jahr Deutschlands größte Branchenbefragung unter Handwerkern und Fachunternehmern durch.

Rund 2.600 Handwerker und Fachunternehmer unterschiedlicher Gewerke gaben hierzu ihre Stimmen ab und wählten aus knapp 300 Herstellern diejenigen aus, die bei ihnen einen „Stein im Brett“ haben.

Begehrte Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro

Unter allen Teilnehmenden verloste ibau insgesamt zwei Weber Gasgrills „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“, fünf Philips Perfect Draft Bierzapfanlagen inklusive zwölf Fässern Bier, sechs Kickertische “Ullrich Sport”, sowie acht Bluetooth Lautsprecher der Marke UE Boom 2.

Wenn Sie sich bei der nächsten Umfrage ebenfalls einen dieser tollen Gewinne sichern wollen, registrieren Sie sich jetzt auf Helden am Bau und wir informieren Sie rechtzeitig über die nächste Umfrage: Hier registrieren.

Die Freude unter den Gewinnern war groß:

Mit einem Weber Gasgrill „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“ ist Iris Greiner von der Gärtnerei Greiner Garten und Landschaftsbau samt Kollegen und Familie für eine sommerliche Grillparty bestens ausgestattet.

Auch Christian Laumann ist einer der glücklichen Gewinner und grillt seine Würstchen künftig ebenfalls auf einem neuen Weber Gasgrill.

Fliesenleger Bernd Krepinsky und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen sich schon einmal warm für die diesjährige Fußballweltmeisterschaft.

Und auch die Innenausbau Wittstock GmbH freut sich über einen nagelneuen Tischkicker.

 

Die diesjährigen Preisträger reihen sich damit in die Riege glücklicher Gewinner aus der vergangenen Umfrage ein.

 

Welche Hersteller bei den Gewinnern einen „Stein im Brett“ haben und wer den „Oscar der Baubranche“ abräumen konnte lesen Sie auf: https://www.ibau-steinimbrett.de/gewinner-2018/