Durch BIM kostenschwere Fehler vermeiden

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe und die Bundesingenieur- und Bundesarchitektenkammer fördern durch einheitliche Fortbildung die Zusammenarbeit am Bau.

Martin Falenski, Hauptgeschäftsführer der Bundesingenieurkammer (BIngK), Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB) und Dr. Tillman Prinz, Bundesgeschäftsführer der Bundesarchitektenkammer (BAK) haben ein gemeinsames Vorgehen bei der Fort- und Weiterbildung im Bereich Building Information Modeling (BIM) beschlossen. Künftig sollen Schulungen nach dem „BIM Standard Deutscher Architekten- und Ingenieurkammern“ angeboten werden. Durch diese Kooperation sollen alle am Bau Beteiligten – von Planung bis Fertigstellung – in der BIM-Methodik geschult werden, um ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln.

„Eine intensive Kooperation der an einem Bauwerk Beteiligten setzt voraus, dass Architekten, Planer und Bauunternehmer die Sichtweise des jeweils anderen kennen.“, sagt Pakleppa. „Gerade durch das Arbeiten mit BIM können aufgrund frühzeitiger Abstimmung kostenträchtige Fehler und Kollisionen vermieden werden. Wie das effizient geschehen kann, erfahren die Beteiligten in den gemeinsamen Fortbildungen. Dass diese Abstimmung künftig digital stattfindet, macht den ganzen Prozess erst effizient.“

Online Architektur studieren

Universitäten sind ein Paradies für Viren und sonstige Krankheitserreger. Besonders in kreativen Studiengängen ist die Online-Lehre ein Problem.

In überfüllten Hörsälen hocken Studierende eng an eng auf dem Boden, weil wieder einmal zu viele für eine Veranstaltung zugelassen wurden, pünktlich um viertel vor strömen Tausende aus den Räumen in enge Flure, in Bibliotheken sitzt man teilweise stundenlang nebeneinander und viele Studierende pendeln aus ihrem Elternhaus, bringen Viren mit, sammeln und verteilen sie in Zug und Uni, und nehmen sie später wieder mit nach Hause. Als sich also herausstellte, dass Corona nicht nur eine exotische Krankheit irgendwo ganz weit weg ist, sondern zu einer weltweiten Pandemie wird, wurden die Unis geschlossen und auf Online-Lehre umgesattelt. Aber was bedeutet das für Lehrende und Lernende? Vor allem in kreativen und praktischen Studiengängen wie Architektur?

3D in der Telekonferenz?

Das Architekturstudium lebt vom Konzipieren, Skizzieren und Modellieren.  Lehrende und Studierende tauschen sich verbal, unter Zuhilfenahme von Text, anhand von Zeichnungen und Modellen über Entwürfe aus. Und spätestens bei den 3D-Modellen sind wir an den Grenzen der online-Lehre angelangt. Eine Befragung internationaler Lehrender zeigt, wie schwer es ist, über Telekonferenzen zu unterrichten. Aber erhöhter Zeitaufwand und Kopfschmerzen durch das stundenlange Starren auf Bildschirme sind nicht das einzige Problem. Viele Studierende haben keinen ausreichenden Zugang zum Internet, können deswegen ihre Kameras nicht anschalten oder werden mitten im Meeting rausgeworfen. Aber nicht nur der Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden leidet und wird von einem situativ-räumlichen Gespräch zu einer formalen Mail, auch die Studierenden untereinander können sich nur noch erschwert austauschen. Und auch das außeruniversitäre Leben der Studenten ist ins Wanken geraten: Viele müssen nebenbei arbeiten, um sich ihr WG-Zimmer leisten zu können, aber die typischen Studentenjobs, wie Kellnern oder im Kino an der Kasse sitzen, werden im Moment nicht gebraucht.

Platz 1 unter Top-100 Baukonzernen kommt aus China

In einer Aufstellung der 100 Baukonzerne mit dem höchsten Einkommen in 2019 stammen die meisten Unternehmen aus China. Aus Deutschland kommt nur ein Unternehmen.

Um insgesamt fünf Prozent konnte die globale Bauwirtschaft ihren Umsatz im Jahr 2019 steigern. Den größten Beitrag dazu hat wohl China geleistet. So sind chinesische Unternehmen für rund 44 Prozent der globalen Erlöse verantwortlich. Und auch in den Top-100 der weltweiten Bauunternehmen belegen die Chinesen die ersten vier Plätze. Mit mehr als 200 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2019 belegt das chinesische Unternehmen China State Construction Engineering Corporation (CSCEC) den ersten Platz – und das mit großem Abstand zur Konkurrenz. Platz 2 und 3 belegten die China Railway Group Ltd. (CREC) und China Railway Construction Corp. Ltd (CRCC) mit jeweils etwas über 120 Milliarden US-Dollar. Das geht aus der aktuellen Untersuchung „Global Power of Construction“ der Deloitte Unternehmensberatung hervor.

Europäische Baukonzerne können kaum mithalten

Erst auf Platz 5 folgte in dem Ranking das erste europäische Unternehmen: Vinci aus Frankreich erwirtschaftete gut 53 Milliarden US-Dollar. Das ist immer noch weit vom vierten Platz entfernt, den das chinesische Unternehmen China Communications Group Ltd. mit 80 Milliarden US-Dollar Umsatz belegt. Nur einen der 100 Plätze belegt ein deutsches Unternehmen. Die oberbayerische Bauer AG liegt mit 1,65 Milliarden US-Dollar Umsatz dennoch weit hinter den Konkurrenten. Große deutsche Unternehmen wie Hochtief, Strabag und Ed. Züblin werden nicht aufgelistet, da es sich hierbei um Tochtergesellschaften von anderen europäischen Konzernen handelt. Die österreichische Strabag-Gruppe allerdings hat es im Ranking immerhin auf Platz 22 geschafft. Geht es um Umsatzanstiege, liegt aber ausnahmsweise nicht China vorn. So steigerten vor allem die hinteren Plätze des Rankings ihre Umsätze beträchtlich. Die US-amerikanische Infrastructure & Energy Alternatives Inc. steigerte ihren Umsatz vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 um 87 Prozent. Der griechische Baukonzern Ellaktor SA kam auf 35 Prozent und das türkische Bauunternehmen Enka Insaat Ve Sanayi AS auf 34 Prozent.

BIM – Die Planungsmethode der Zukunft

BIM-Spezialisten sind eine Rarität, doch ist ihre Arbeit heiß begehrt, denn sie behalten den Überblick über alle Schritte bei Planung und Umsetzung.

Durch Building Information Modeling, kurz BIM, ist eine bessere Planung, Ausführung und Bewirtschaftung eines Gebäudes möglich. Dabei dreht sich alles um ein digitales 3D Modell, auf das alle Projektbeteiligten zugreifen können, um darin die Daten für ein Vorhaben zu hinterlegen. Dazu wird das Gebäudemodell detailgetreu nachgestellt und über den gesamten Planungsprozess von allen Beteiligten mit Informationen angereichert. Der BIM-Manager hält dabei die Fäden in der Hand: Er koordiniert das Modell und überprüft regelmäßig, ob die mit den Kunden vereinbarten Ziele eingehalten werden. So kann rechtzeitig festgestellt werden, ob Konstruktions-, Zeit-, Material- und Kostenplanung realistisch sind. Zu den Aufgaben eines BIM-Managers gehört beispielsweise, Projekte aus den Bereichen Automotive, Bau und Healthcare zu steuern, Strategien für individuelles BIM zu entwickeln und die Qualitäten der eingesetzten BIM-Methoden zu analysieren. Ingenieure, die sich BIM-Wissen aneignen, sich auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt, da es immer noch an gut ausgebildeten und praxisorientierten BIM-Managern fehlt. Je nach Berufserfahrung verdient ein BIM-Manager zwischen 3.500 und 6.500 Euro brutto monatlich. Allerdings gibt es noch keinen klassischen Ausbildungsweg.

Praxiserfahrung ist das A und O

„Der BIM-Manager ist sozusagen der digitale Bauleiter. Er vereint das Wissen auf der konstruktiven Seite und ist die Schnittstelle zu den Projektbeteiligten und dem Bauherrn“, erklärt Carlos Vicente, Inhaber der Cavicon GmbH. Er selbst bezeichnet sich als BIM-Spezialist. Dabei kommen ihm seine Ausbildungen zum Energieberater, zum technischen Zeichner und zum Gebäudetechniker zugute, das nötige Wissen zum Thema BIM hat er sich allerdings durch tägliche Praxis und Schulungen über Jahre hinweg angeeignet. Auch Christoph Großmann, BIM-Manager beim Architektur- und Ingenieurbüro IPROconsult berichtet, dass er sich das nötige Wissen für seine Position vor allem während und nach seiner Hochschulausbildung durch das Studium von Fachliteratur und durch praktische Arbeit selbst angeeignet hat. An der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft können Interessierte ein Zertifikatsstudium ablegen. Dazu lernen die Teilnehmer den gesamten BIM-Prozess praktisch kennen, beispielsweise in dem Workshop Hochbau, in dem in interdisziplinären Teams selbstständig diverse Planungsschritte für ein Ferienhaus durchgeführt werden sollen. Die Weiterbildung findet zwei Mal jährlich auf dem Campus der Hochschule statt.

Betrug mit gefälschten Handwerker-Rechnungen

In einer neuen Betrugsmasche fischen Betrüger echte Handwerker-Rechnungen aus Briefkästen und ändern Kontonummern.

„Ich musste selbst dreimal hinschauen, um die Manipulation an unserer Rechnung zu erkennen“, sagte der Inhaber eines familiengeführten Baubetriebs in Düsseldorf gegenüber dem Handwerksblatt. Er ist einer Masche zum Opfer gefallen, die seit einiger Zeit im Umlauf ist. Die Abzocker fangen Original-Rechnungen von Handwerkern im Briefkasten ab, fertigen eine haargenaue Kopie mit abgeänderten Kontodaten an und kassieren so die Überweisung für die handwerklichen Leistungen. So lief es auch im Fall des Düsseldorfer Betriebes, als er eine offene Rechnung anmahnte: „Der Kunde sagte, dass er gezahlt habe und über 8.000 Euro längst auf unserem Konto eingegangen sein müssten. Also habe ich mir von ihm die besagte Rechnung zuschicken lassen. Und siehe da: Die sah exakt so aus wie unsere, nur rechts unten war die Kontonummer gegen eine andere ausgetauscht! Wahrscheinlich haben die Betrüger das Original eingescannt und dann die falschen Kontodaten eingefügt“, mutmaßt der Firmenchef.

Das Geld kommt so gut wie nie wieder zurück

„Besonders niederträchtig an der Masche ist, dass der Betrug erst Wochen später auffällt“, sagt Martin Klisch, Abteilungsleiter Recht bei der Handwerkskammer Trier, im Interview mit dem Handwerksblatt. Als jemand, der schon vielen Mitgliedsbetrieben durch diesen Betrug geholfen hat, weiß er: Ist das Geld erstmal auf einem fremden Konto gelandet, so kann der Überweisende dies fast nie wieder zurückholen. Laut Verbraucherberatung Rheinland hat die Bank dann keinen Zugriff mehr auf den Betrag. Ein Rücküberweisungsantrag verspricht wenig Erfolg, denn meistens haben die Betrüger ihr Konto bereits leergeräumt. Und Banken sind auch meist machtlos: „Banken haben keine Verpflichtung mehr, Kontoinhaber und Überweisungsempfänger abzugleichen“, betont Klisch.

Meist geht es um sehr hohe Geldsummen. So wurde ein Tischler aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich um 30.000 Euro betrogen, ein Maler aus dem Kreis Trier-Saarburg um 4.500 Euro. In Luxemburg ist sogar der staatliche Wohnungsbaufonds auf diese Abzocke hereingefallen, 800.000 Euro flossen auf ein falsches Konto in Polen, berichtet Klisch.

Tipps für Betriebe und Kunden

Da unklar ist, wann und wie die Täter an die Briefe herankommen, können Betriebe und Kunden mit folgenden Tipps das Risiko, selbst Opfer der Betrugsmasche zu werden, ein wenig eindämmen. So sollten Kontodaten bereits im Vertrag aufgenommen werden. Neutrale Briefumschläge des Betriebs können den Inhalt des Briefs verschleiern, gleichzeitig sollten Betriebe die Rechnungen auch als E-Mail verschicken. Auch können die Rechnungen beim Kunden telefonisch angekündigt werden. Kunden sollten die Kontodaten in jedem Fall abgleichen und den Betrieb auffordern, die Rechnungen auch per E-Mail zu versenden und anzukündigen. Der Briefumschlag sollte immer auf Beschädigungen überprüft werden, bei Auffälligkeiten sollten Kunden immer den Rechnungssteller kontaktieren.

ChangeLab! – Durch Zusammenarbeit etwas bewirken

Der Chemiekonzern Wacker unterstützt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bei Aufbau einer Innovationsplattform für nachhaltiges Bauen.

Das Förderprojekt „ChangeLab! Wacker/KIT Innovation Platform for Pioneering Sustainble Construction“ hat zum Ziel, Akteure der verschiedenen Stufen der Bauwertschöpfungskette stärker mit der Forschung zu vernetzen. Dazu richtet es sich neben Studenten der KIT auch an Architekten, Ingenieure und Bauexperten, die sich über neue Ideen und Denkansätze in den Bereichen Materialentwicklung und kreislaufgerechte Konstruktion informieren und austauschen möchten. Durch Veranstaltungen soll der Austausch zur Bioökonomie im Bauwesen vorangebracht werden. Als nächstes vorgesehen ist das Symposium „grow.build.repeat“ für den 3. und 4. Dezember 2020 an der KIT-Fakultät für Architektur. Im Mittelpunkt steht bei dieser Veranstaltung das Innovationspotential von regenerativen Baumaterialien und deren Konstruktionsprinzipien im Bauwesen.

Ein Zeichen setzen für die Entwicklung nachhaltiger Technologien

„Auch in Coronazeiten hat das Thema Nachhaltigkeit für uns einen sehr hohen Stellenwert“, betont Peter Summo, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Polymers. „Wir wollen bewusst ein Zeichen für die Entwicklung nachhaltiger Technologien im Bausektor setzen. Das Thema ist für uns von strategischer Bedeutung.“ Der Chemiekonzern beschäftigt sich bereits seit Jahren mit nachhaltigen Produkten, so nutzen sie beispielsweise biobasierte Essigsäure aus der Holzindustrie zur Herstellung von Bindemitteln für Innenwandfarbe. „Um solche nachhaltigen und innovativen Konzepte zu entwickeln, sind wir auch auf den Austausch mit den Fachleuten entlang der gesamten Wertschöpfungskette angewiesen“, betont Summo. „Die ChangeLab!-Plattform schafft für einen solchen Austausch zwischen allen Beteiligten ideale Bedingungen.”

Der Klimawandel muss ein zentrales Thema des alltäglichen Denkens werden

Projektpartner auf Seiten der KIT ist die Professur Nachhaltiges Bauen am Institut Entwerfen und Bautechnik der Architektur-Fakultät. Diese beschäftigt sich seit 2017 unter Leitung von Professor Dirk E. Hebel mit  nachhaltigen Materialressourcen und kreislaufbasierten Konstruktionsprinzipien in Forschung und Praxis. „Der Klimawandel und die Frage, wie wir in Zukunft mit immer knapper werdenden Ressourcen umgehen wollen, müssen zu zentralen Themen im alltäglichen Denken, Handeln und Bauen unserer Disziplin werden“, mahnt Prof. Hebel. „Dass wir Wacker für unsere ChangeLab!-Plattform gewinnen konnten, ist ein großer Gewinn für die Arbeit an unserer Fakultät und eine große Inspirationsquelle für alle, die sich mit der Zukunft des Bauens beschäftigen wollen“.

Kein Geld bei Corona-Schließung

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat entschieden: Die Betriebsschließungsversicherung muss bei einer Corona-bedingten Schließung nicht zahlen.

Verspricht eine Betriebsschließungsversicherung Deckungsschutz für nur konkret aufgeführte Krankheiten und ist in dieser Covid-19 nicht ausgeführt, besteht hierfür kein Versicherungsschutz bei einer Betriebsschließung. Die Inhaberin einer Gaststätte hatte von ihrem Versicherer knapp 27.000 Euro verlangt, da sie im Frühjahr 2020 ihren Betrieb schließen musste. Allerdings erhielt der Vertrag die Passage „nur die im Folgenden aufgeführten“. Die darauf folgende Aufzählung der Krankheiten und Erreger in den vereinbarten Versicherungsbedingungen sei laut dem OLG Hamm abschließend. Daher bestehe kein Anspruch auf Leistungen aus der Betriebsschließungsversicherung bei einer Corona-bedingten Schließung. Allerdings ist wichtig, dass nur in diesem besonderen Fall so entschieden wurde, bei anderen Versicherungsbedingungen könnte anders entschieden werden. Auch kann ein anderes OLG anders entscheiden, solange keine höchstrichterliche Entscheidung vorliegt, an die die Instanz-Gerichte gebunden sind.

Bei der Planung: Steckdosen nicht vergessen.

Wer zu wenige Steckdosen in seinem Eigenheim hat, hat keine andere Wahl, als die Wände aufzustemmen – und das ist aufwendig und kostenintensiv.

Gerne werden die Steckdosen bei der Hausplanung vergessen. Später, wenn man dann in seinem vermeintlichen Traumhaus lebt, regt man sich darüber auf, dass im Schlafzimmer nicht genügend Steckdosen sind, die Steckdosen in der Küche nicht bei der Küchenzeile angebracht wurden und auf der Terrasse gar nicht daran gedacht wurde, weshalb man nicht einmal eine Lampe anschließen kann. Deswegen empfiehlt es sich, anhand erster Ideen festzulegen, wie die Möbel arrangiert werden sollen. So lässt sich die Lage der Steckdosen bereits in den Plan einzeichnen. Grundsätzlich gilt: Lieber zu viele als zu wenige. Und wer einen Garten hat, sollte daran denken, dass der Rasenmäher auch Strom braucht. Um zu vermeiden, dass die Wand aufgestemmt werden muss, sobald man feststellt, dass es doch zu wenige Steckdosen sind, sollten Neubauten mit verschiedenen Leerrohren versehen werden. Sie können auch genutzt werden, wenn ein zusätzliches TV- oder Netzwerkkabel verlegt werden muss.

Leistungsfähiger mit BIM

Building Information Modeling ermöglicht effizienteres Bauen. DIN arbeitet nun an einer Normungsroadmap, um die breite Anwendung zu ermöglichen.

Durch Building Information Modeling (BIM) wird Bauen leistungsfähiger, effizienter und deutlich weniger anfällig für Fehler. Das System basiert darauf, dass die verschiedenen Phasen der Bauwerke komplett digitalisiert werden. Dazu sind allerdings klare Schnittstellen nötig. Diese werden nun durch eine Normungsroadmap hergestellt, die für eine höhere Verbreitung und Akzeptanz des digitalen Bauens sorgen soll. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur bereits mit der Erarbeitung begonnen. Unterstützt wird es dabei von dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), buildingSMART und Building Information Modeling. Mit Hilfe relevanter Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Hand und Gesellschaft soll eine strategische Ausrichtung der Standardisierung und Normen entwickelt werden, die die breite Anwendung von BIM in der Praxis ermöglichen. Die Einarbeitung der Roadmap-Inhalte findet im Fachbereich 13 des DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau) unter Bezugnahme weiterer Normenausschüsse statt. Danach sollen die Inhalte der Fachöffentlichkeit vorgelegt und eventuelle Kommentare eingearbeitet werden.

Ein natürlicher Hitzeschutz

Wenn die Temperaturen wieder in schwindelerregende Höhen klettern, freuen sich die Bewohner von Häusern mit vorgehängter hinterlüfteter Fassade (VHF).

Denn diese können hohe Temperaturen im Innenraum vermeiden, da sie der dahinterliegenden Wandkonstruktion Schatten spenden. Über den Hinterlüftungsquerschnitt wird ein Großteil der Wärme effektiv abgeführt und das ohne, dass der Architekt in seiner gestalterischen Freiheit eingeschränkt ist. Zukunftsorientiertes Bauen fordert Umweltbewusstsein, Langlebigkeit und Innovation. Eine VHF weist zahlreiche Vorteile in diesen Bereichen auf. So ist sie etwa langlebig, recyclingfähig samt sortenreiner Trennbarkeit der Materialien, sie hat geringe Lebenszykluskosten und bietet einen schadenfreien Schutz vor Wärme und Feuchte. Aus diesen Gründen gilt diese Konstruktion bereits als die beste Möglichkeit, sich auf die immer deutlicher werdenden klimatischen Bedingungen vorzubereiten. Unter anderem der „Österreichische Fachverband für vorgehängte hinterlüftete Fassaden“ setzt sich dafür ein, ihre thermische Effizienz bekannter zu machen.