Image: Henk Merjenburgh, Caroline Gasch

Nachhaltig beleuchten

Aus Alt wird Neu, aus ineffizient wird nachhaltig. Zwei Beispiele zeigen die Möglichkeit einer nachhaltigen und stimmungsvollen Architektur-Beleuchtung.

Ende der 90er Jahre stattete die Gemeinde Harderwijk den charakteristischen Vischmarkt mit Bodeneinbauleuchten von WIBRE aus. Damals fiel die Wahl auf Leuchten mit Natriumdampf-Hochdrucklampen wegen der warmen gelben Farbe, die das Ambiente des Vischmartk in den Abendstunden rustikal und atmosphärisch aufwertet. Die Stadtmauer, die Bäume und sogar einige charakteristische Häuser am Vischmarkt wurden beleuchtet. Viele Jahre später entstand der Wunsch der Stadt, diese Leuchten mit nachhaltiger LED-Technik auszustatten. „Aufgrund der deutschen Wertigkeit dieser Edelstahlleuchte und der Tatsache, dass es sich hierbei immer noch um wirklich „handgefertigte“ Einbauten handelt, bestand die Möglichkeit das Innenleben der Leuchte komplett mit neuen LED-Modulen inklusive Netzteil zu ersetzen.“ so Jan Niemeijer vom WIBRE-Partner ESZET Lighting.

Nachhaltige LED-Beleuchtung mit gewohnter Atmosphäre

Da die Atmosphäre des Vishmarkt absolut identisch bleiben musste, wurden bernsteinfarbene LEDs gewählt. Mit einem Vergleichsaufbau zwischen der bestehenden traditionellen Beleuchtung und der langlebigen LED-Beleuchtung konnte ein herausragendes Ergebnis erzielt werden.

Knapp 90 Leuchten befinden sich nun in der Innenstadt und stellen für den Besucher kaum ein Unterschied zwischen alt und neu dar. Noch immer die rustikale und charakteristische Atmosphäre des Vischmarktes, aber mit einem nachhaltigen Touch – LED kann mit Sicherheit warm und stimmungsvoll sein!

Majestätisch und farbenfroh beleuchtet

„Le Jardin de la France“, der Garten Frankreichs, wie die Stadt Tours auch genannt wird, liegt an der Loire, zwischen Orléans und der Atlantikküste. Die geschichtsträchtige Stadt mit ihren unzähligen Brücken, prächtigen Stadtpalais und alten Kathedralen ist wie geschaffen für die urbane Außenbeleuchtung.

Neben zahlreichen Gärten, Boulevards und Terassen thront im Herzen der Stadt das majestätische Rathaus vor dem „Place Jean Jaurès“, ein zentraler Platz und Besuchermagnet mit zwei pompösen Springbrunnen als Wahrzeichen.

Im Zuge einer groß angelegten Sanierung einiger öffentlichen Plätze, wurden die Springbrunnen neu angelegt, restauriert und mit einer durchdachten Lichtplanung neu beleuchtet. Die alten, wartungsintensiven PAR38-Scheinwerfer mit 120 Watt Stromverbrauch wurden demontiert und durch langlebige POW-LED-Scheinwerfer aus Edelstahl ersetzt. So werden bis zu 70 Prozent des Strombedarfs eingespart, die Wartung auf ein Minimum reduziert und zusätzlich die Attraktivität des gesamten Platzes erhöht. Im äußeren Ring des Brunnens sind gleichmäßig je 18 Leuchten direkt hinter den Düsen installiert. Im Inneren strahlen je vier Scheinwerfer das herabfallende Wasser oder die Einzeldüsen an. Die Lichtfarben werden durch das fortlaufend fließende Wasser optimal weiter getragen, so dass der komplette Wasserstrahl leuchtet.

Die gesamte Lichtinstallation ist in die vorhandene DMX-Anlage integriert, so können die Springbrunnen synchron gesteuert und nach Belieben beleuchtet werden. Der „Garten Frankreichs“ ist nun um zwei beleuchtete Wasserattraktionen reicher, und Tours wird diesem Namen mehr und mehr gerecht.

Weitere Informationen gibt es unter www.wibre.de.

Image: iStock.com/KatarzynaBialasiewicz

Kamine und Holzöfen – wirklich so umweltfreundlich?

Etwa elf Millionen Brennholzöfen sind in Deutschlands Haushalten im Einsatz. Optisch ein Hingucker und vermeintlich gut für die Umwelt. Letzteres ist aber umstritten.

Wegen der fehlenden fossilen Energieträger beim Heizen mit dem Kamin oder Ofen behaupten viele Nutzer, es sei umweltfreundlicher und weniger schädlich für die Gesundheit. Das ZDF-Magazin Frontal 21 räumt mit diesem Fakt allerdings auf. Dabei werden die Brennholzöfen sogar als „unterschätzte Dreckschleudern“ bezeichnet. So erzeugt Holz beim Verbrennen deutlich mehr Feinstaub als die Alternativen Öl und Gas und auch mehr als der Straßenverkehr. Viele Schornsteinfeger sehen diese Einschätzung allerdings als falsch und finden, dass bei der Messung dahinter viele andere wichtige Faktoren an Ausstößen von Autos nicht beachtet wurden. Als Beispiel wurden als Experiment Luft-Messstationen an einer großen Hauptstraße in Berlin und an einem Berliner Stadtrand installiert. Die gemessenen Feinstaub-Werte lagen erschreckend nah beieinander, dafür verantwortlich sei der Feinstaub aus Holzöfen.

Feinstaub-Partikel und die Gesundheit

Die durch die Holzverbrennung freigesetzten Staubpartikel seien laut einem Forscher in dem Beitrag besonders gesundheitsschädlich für den Menschen: sie dringen bis tief in die Lunge ein und kommen im Holzrauch viel stärker vor als zum Beispiel in Dieselabgasen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bereits vor Jahren einen Grenzwert für das Auftreten von kleinen Feinstaub-Partikeln mit 2,5 Mikrometer Größe aufgestellt. Bei flächendeckenden Messungen in Deutschland lag der Messwert aber deutlich über diesem Grenzwert.

Zu wenige Vorgaben und Regeln für Öfen

Im Beitrag kam dadurch zunehmend die Frage auf, wieso niemand diese Werte und deren Ursprung kontrolliert. Bei Dieselfahrzeugen zum Beispiel gibt es einen Partikelfilter, bei Holzöfen sind sie aber keine Pflicht. Auch wird an Kaminen und Öfen vom Schornsteinfeger nichts direkt gemessen. Laut einem Schornsteinfeger, der für das Magazin im Einsatz war, gibt es keine immissionsschutzrechtlichen Messungen. Es wird stattdessen anhand von verschiedenen Parametern erfragt, was ein Ofen ausstößt. Diese Werte werden vom Hersteller erhoben und angegeben, vorher wurden sie von einer Prüfstelle bestätigt.

Doch auch hier folgt erneut eine Ernüchterung für die Zuschauer: Mitarbeiter des Deutschen Biomasseforschungszentrums haben herausgefunden, dass bei diesen Tests durch die Hersteller und Prüfstellen oftmals die Feinstaubemissionen die Grenzwerte überstiegen haben, obwohl die gemessenen Öfen diesen Wert eigentlich nicht übersteigen dürfen. Dass solche Öfen trotzdem zugelassen sind und sich in täglicher Benutzung befinden, wird im Beitrag folgendermaßen erläutert: So würden die Hersteller die Prüfungen selbst beauftragen und bezahlen und notfalls könne sie sogar wiederholt werden. Außerdem geben die Forscher in dem Beitrag an, dass die Prüfungen darauf abzielen würden, in einer Laborsituation möglichst optimale Bedingungen für die zu messenden Werte zu schaffen.

Der ganze Beitrag geht mit dem Ziel voraus, Fehleinschätzungen bezüglich der momentanen Debatte um saubere Luft aufzuklären und auch andere wichtige Verursacher aufzuzeigen. Kritisiert wird dabei, dass in dieser Debatte der Straßenverkehr und vor allem Dieselfahrzeuge in den Fokus rücken, dass dieser Fokus allerdings häufig zu engstirnig gesetzt wird.

Der Beitrag vom 5. März kann kostenlos in der ZDF Mediathek angeschaut werden. https://www.zdf.de/politik/frontal-21/feinstaub-aus-brennholzoefen-100.html

Image: iStock.com/drxy

Neue Bauinnovationen auf den Knauf Werktagen 2019

Zum 6. Mal und in sechs Städten veranstaltete die Knauf-Gruppe ihre Werktage. Neue Produkte und Services rund um die Bautechnik und Gestaltung wurden hier präsentiert.

Bereits zum 6. Mal hat Knauf seine eigenen Werktage veranstaltet, anstatt auf der BAU-Messe in München auszustellen und sich die Halle mit anderen Teilnehmern zu teilen. Von Mitte Januar bis Mitte Februar bereiste die Knauf-Gruppe mit ihren 12 Partnerunternehmen Berlin, Mainz, Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg und Hannover.

Unter dem Motto „Erleben. Vernetzen. Bauen.“ boten die Ausstellungen allen Fachhandwerkern, Baustofffachhändlern und Architekten viel zu sehen. Dabei konnten sie sich über den aktuellen Stand und neue Techniken in jedem Bereich des Baus informieren. Ob Boden, Wand, Fassade oder Dach – diverse neue Techniken feierten hier ihre Premiere vor interessierten Fachbesuchern. Über 100 anschauliche Modelle zum selbst mit anpacken zeigten neue Lösungen für allerlei Vorgänge auf der Baustelle. Durch die interaktiven Konstruktionen konnten die Fachbesucher außerdem darüber mitdiskutieren, wie sich dadurch die wachsenden Anforderungen an zum Beispiel den Brandschutz, die Akustik und die Energieeffizienz durch die Innovationen realisieren lassen.

Fokus Digital

Im Fokus standen vor allem digitale Lösungen, die am Bau immer wichtiger werden. Hier wurden viele bereits funktionierende Anwendungen vorgestellt. Dazu zählt zum Beispiel die Planung mit dem BIM-Plugin, das das digitale Entwerfen aller Komponenten an einem Bauprojekt vereinfachen und sowohl in 2D als auch 3D anzeigen kann. Auch gibt es einige Apps, die wie „Container +“ beispielsweise das Materialmanagement übernehmen und Übersichten zu benötigten Ressourcen anzeigen können.

Image: Fotolia/weseetheworld

Gegen Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure

Generalanwalt Maciej Szpunar hält die Verbindlichkeit der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Mit Schlussanträgen wehrt er sich.

Bereits im Dezember 2018 wurde das Klageverfahren eingeleitet: Generalanwalt Maciej Szpunar hält die aktuellen Mindest- und Höchstsätze der Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) für unvereinbar mit dem EU-Recht. Das begründet er mit der Niederlassungsfreiheit, die durch die Gebührenordnung eingeschränkt wird, da Ingenieure und Architekten nicht die Möglichkeit haben, sich über immer niedrigere Preise im Markt zu behaupten. An die Mindest- und Höchstsätze aus der Ordnung sind alle Architekten und Ingenieure gebunden. Am 28. Februar 2019 veröffentlichte Szpunar Schlussanträge, um diesen Einwand deutlich zu machen. In der Vergangenheit ist der Europäische Gerichtshof (EuGH) den Empfehlungen des Generalanwalts häufig gefolgt. Für diesen Fall wird im zweiten oder dritten Quartal 2019 ein Urteil erwartet.

Die Klage findet wenig Zuspruch

Die Bundesarchitektenkammer meldet sich mit ihrem wichtigsten Argument gegen das Votum von Szpunar zu Wort: bereits zu Anfang der Ordnung hätten Bundesregierung und allerlei Interessenverbände deutlich gemacht, dass in so einem wichtigen Bereich wie der Baukultur der Qualitätswettbewerb nicht durch den günstigsten Preis, sondern durch die hochwertigste Qualität entschieden werden sollte. Nach ihnen würde ein Preiswettbewerb die Branche ruinieren. Die Bundesingenieurkammer (BIngK) argumentiert ähnlich: „Jeder weiß, dass für einen zu niedrigen Preis keine hinreichende Qualität geliefert werden kann – das gilt auch für Ingenieurleistungen. Daher befürchten wir, dass nach einem Wegfall der Mindestsätze der HOAI nur noch der Preis darüber entscheidet, was beziehungsweise wie geplant und gebaut wird. Die Qualität wäre dann zweitrangig. Wer beim Planen spart, zahlt hinterher beim Bauen drauf“, meint BIngK-Präsident Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer.

Der Verband Beratender Ingenieure (VBI) teilt die Auffassung des Generalanwaltes ebenfalls nicht. Hier findet man die von deutscher Seite vorgebrachten Argumente für eine Beibehaltung der Regelungen schlüssig. Die Vorschriften der HOAI seien ein wertvolles Gerüst und eine Richtschnur für  das Planen und Bauen in Deutschland.

Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) nennt die mögliche Entscheidung für die Forderungen des Generalanwalts als eine „Ohrfeige für den Verbaucherschutz“. Die guten Planungsleistungen und die somit gewohnt gute Qualität des deutschen Baus würden darunter leiden, dass sich Billiganbieter in Deutschland etablieren könnten, wenn man sich beim EuGH für die Änderungen entscheidet. Das würde vor allem die Verbraucher hart treffen. „Deutschland muss verteidigen, was erhalten werden kann“, fordert der BDB-Präsident Hans Georg Wagner.

Image: iStock.com/mattjeacock

Neue Richtlinien für Klimaschutz

Attraktive Stadtplanung betreiben, gleichzeitig aber die Auswirkungen auf den Klimawandel berücksichtigen – die neue Richtlinie „VDI 3787 Blatt 8“ soll dies vereinfachen.

Die Kommission „Reinhaltung der Luft“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Deutschen Instituts für Normen (DIN) planen für den 5. Juni ein Expertenforum zur „Stadtentwicklung im Klimawandel“ in Frankfurt am Main. Hierbei stellen sie ihre neue Richtlinie „VDI 3787 Blatt 8“ vor, die den Städten die komplexen Zusammenhänge zwischen stadtklimatischen Charakteristika und planungsrelevantem Agieren aufzeigen soll. Während der Veranstaltung sollen demnach auch bereits realisierte Beispiele aus verschiedenen Städten vorgestellt werden.

Der Grund für das neue 41-seitige Dokument liegt in der aktuellen kommunalen Entwicklung: hier stehen oft keine eindeutigen Strategien und Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung des Ausstoßes von klimarelevanten Treibhausgasen. Häufig stehen die Gemeinden und Landkreise vor finanziellen Engpässen und Unsicherheiten bezüglich möglichen Klimafolgen, die ihnen diese gewünschte Vermeidung von Klimaschäden erschweren. VDI und DIN sind der Meinung, dass die Ansätze Klimaschutz und Klimaanpassung momentan noch weitgehend unabhängig voneinander betrachtet werden, obwohl sie eigentlich in einer engen Wechselbeziehung zueinander stehen sollten. Zwischen den beiden Ansätzen gebe es Konflikte, die gelöst werden müssen, aber auch Synergieeffekte, die genutzt werden sollten.

Interessierte Behörden und Unternehmen können sich auf der Internetseite des VDI zu der Veranstaltung anmelden, die über den ganzen Tag läuft. Alle Teilnehmer erhalten vor der Tagung die Unterlagen zum neuen Richtlinienblatt.

Image: H. Schubert GmbH

Blauer Engel für perfekte Beton-Imitation für Wand und Boden

Die „imi-beton Matte“ wurde um zwei Rost-Optiken, Asphalt und eine weitere Betonoptik in Anthrazit erweitert – bei nachhaltiger Verarbeitung, wie der Blaue Engel zeigt.

Elastische Wand- und Bodenbeläge mit ganz besonderen Oberflächen. Nachbildungen, die vom Original nur schwer zu unterscheiden sind – das zeichnet die innovativen Wand- und Bodenbeläge des Werkstoffherstellers „imi surface design“ aus dem Münsterland aus. Neben der Beton- Vintageoptik, bietet der münsterländische Werkstoffhersteller jetzt auch noch vier weitere Dekore auf dem circa drei Millimeter starken Material an: Beton anthrazit, Asphalt sowie Rost. Letzteres ist dabei sowohl in einer glatten als auch einer Variante mit grober Struktur, dem „Edelrost“, erhältlich.

Umweltverträgliche Böden mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet

Gesundes Wohnen ist schon längst zum obersten Wunsch vieler Verbraucher geworden. Um Produkte bereits auf den ersten Blick als unbedenklich erkennen zu können, setzt das Gütesiegel „Blauer Engel“ einen klaren Schwerpunkt bei der gesundheitlichen Bewertung von Produkten, die insbesondere im Innenraum eingesetzt werden. So wird auch die imi-beton Matte aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und ohne den Zusatz von Chlor oder Weichmachern produziert. Dadurch ist sie emissionsarm, hat einen geringeren Schadstoffgehalt und ist in der Wohnumwelt gesundheitlich unbedenklich. Zudem ist sie zu 100 Prozent recycelbar. Und obwohl die Beton-Matte nicht aus PVC oder Vinyl hergestellt wird, kann sie wie eine solche denkbar einfach verarbeitet werden. Benötigt werden hierzu lediglich ein Cuttermesser zum Schneiden des Materials, eine Führungsschiene sowie einen 1-Komponentenkleber zum Verkleben. Die umlaufenden Außenfasen der Matte bilden im Verbund schon eine attraktive V-Fuge.

Flexible Lösungen am Puls der Zeit

Ein übergreifender Trend in der Innenarchitektur ist heute ohne Zweifel der „Industrial-Style“. Optische Attribute aus Werkhallen werden nicht nur im privaten Wohnraum (den „Lofts“) geschätzt, sondern halten mehr und mehr auch Einzug bei der innenarchitektonischen Gestaltung in Gastronomie, Verwaltungen, in Handels- und Dienstleitungsunternehmen und im privaten Wohnbereich.

Wollten Gestalter aber bei Neubauten oder Sanierungen in der Vergangenheit die gewünschte Optik erzielen, hatten sie es immer mit starren Platten zu tun, die ihre gewünschten, gestalterischen Vorstellungen gleich wieder unmöglich machten.

imi schafft hier die Lösung in Form einer flexiblen, biegsamen Matte mit authentischen Nachbildungen originaler Werkstoffe für Boden, Wand und Decke, mit der auch Rundungen und Kanten ausgeformt werden können. Dabei ist sie extrem strapazierfähig, dimensionsstabil und für Fußbodenheizungen geeignet. Sie bietet eine maximale Gestaltungsfreiheit in Büro-, Geschäfts- und Wohnräumen. Ideal auch bei Renovierungen in Küche, Bad und vieles mehr. Ob Wand, Decke oder Boden, sogar runde Elemente lassen sich mit der imi-beton Matte belegen.

imi liefert die Matten im Großformat zum Verkleben an Wand und Decke. Alternativ steht auch ein Planken- oder Fliesenformat zur Verfügung, das stumpf oder mit umlaufender Fase auf Wand oder Boden erhältlich ist. Für eine schwimmende Verlegung auf dem Boden gibt es bei imi eine selbstklebende Unterlegmatte. Sollte eine nachträgliche Bodenversieglung gewünscht werden ist dies auch möglich.

Musterpaket und Stand auf der FAF in Köln

Fordern Sie Ihr kostenloses Musterpaket der imi-beton Matte bequem online an unter www.imi-beton.com.

Außerdem können die Bodenbeläge von imi auf der diesjährigen FAF In Köln in Halle A7, Stand 413 begutachtet werden.

Image: iStock.com/drxy

Darum wird Bauen immer teurer

Der Bauindustrieverband NRW hat nach einer Analyse vier Faktoren aufgestellt, die ihrer Meinung nach zu der Baukostensteigerung führen.

Der Grund für die Analyse und die Veröffentlichung dieser vier Gründe liegt in einer anhaltenden Diskussion um die Steigerung der Baukosten im Hoch-, Tief- und Straßenbau: „Die Diskussion um steigende Baupreise nimmt ja mittlerweile in Teilen groteske Züge an. Der Vorwurf, die Bauunternehmen würden sich jetzt die Taschen voll machen, ist geradezu lachhaft und entbehrt jedweder Realität“, meint Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen. Im Wesentlichen ergibt die Analyse folgende vier Faktoren beziehungsweise Ursachen:

  1. Immens anziehende Preise für Rohstoffe und Materialien
  2. Ein weit überdurchschnittlicher Tarifabschluss für 2018
  3. Die Auslastung von Nachunternehmern und Handwerkern
  4. Moderat ansteigende Unternehmenseinnahmen

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die Kosten für Wohngebäude im vierten Quartal 2018 um rund 4,4 Prozent, die von Bürogebäuden um 3,9 und die von gewerblichen Betriebsgebäuden um etwa 4,5 Prozent gestiegen. So hoch war der Anstieg schon lange nicht mehr.

Engpässe bei der Lieferung

Der anziehende Preis für Rohstoffe ist vor allem mit massiven Lieferengpässen bei Kies, Sand und somit Beton zu erklären. In den vergangenen Jahren sei die Nachfrage nach Bauleistungen so extrem gestiegen, dass sich Rohstofflieferanten zunächst auf die hohe Nachfrage ausrichten und somit expandieren mussten. Allein Betonstahl kostete im Jahresdurchschnitt 2018 rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der zweite Faktor lässt sich folgendermaßen begründen: Zum Mai 2018 gab es im Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe eine Steigerung von 5,7 Prozent. Bei einem Anteil der Lohn- und Gehaltskosten von 30 Prozent am Bau macht sich diese Entwicklung auch an den Baupreisen bemerkbar.

Die Nachfrage bestimmt den Preis

Durch die hohe Nachfrage im Bau sind kleinere Bauunternehmen und Handwerksbetriebe zunehmend ausgelastet und können die Auslastung nur schwer umverteilen. Treten diese Betriebe dann als Nachunternehmen auf, bestimmen sie die aktuellen Preise. „Die Bauindustrie befindet sich derzeit im Schraubstock zwischen Kritik an steigenden Preisen unserer Auftraggeber und zunehmend selbstbewussten Nachunternehmern“, so die Hauptgeschäftsführerin der nordrhein-westfälischen Bauindustrie, Prof. Beate Wiemann.

„Die Bauindustrie macht sich auf Kosten der Kunden die Taschen voll“

Im Raum steht oft die öffentliche Ansicht, die Bauunternehmen würden sich zugunsten ihrer Kunden bereichern. Betrachtet man allerdings die Umsatzrendite vor Steuern von 3,5 Prozent im Jahr 2016, bekommt man einen ganz anderen Eindruck. Zudem liegt die Preisentwicklung im Bauhauptgewerbe seit mehr als 20 Jahren unterhalb der Entwicklung der Verbraucherpreise.

Prof. Beate Wiemann dazu: „Die Bauindustrie bleibt der ‚Rendite-Zwerg‘ der deutschen Industrie. Für die Renditen, die wir bei Hochkonjunktur erzielen, würden andere wie der Maschinenbau und die Automobilindustrie morgens nicht einmal aufstehen.

Image: iStock.com/vencavolrab

Klimatische Gebäudesanierung: Bundesregierung muss liefern

Die Deutsche Umwelthilfe fordert nach der voraussichtlichen Absage der Gebäudekommission einen neuen Maßnahmenplan zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudebereich.

Um die Klimaziele gemäß Klimaschutzplan bis 2050 erreichen zu können, müssen die CO2-Emissionen im Gebäudesektor von 119 Millionen Tonnen (Stand 2014) auf 70 bis 72 Millionen Tonnen sinken. Dies sei laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) mit den aktuell verabschiedeten Maßnahmen allerdings nicht erreichbar. Aufgrund langer Investitionszyklen müssten daher bereits heute die richtigen Weichen gestellt werden.

Laut Medienberichten möchte die Bundesregierung allerdings die Kommission „Zukunft der Gebäude“ absagen. Nach der langwierigen Diskussion über ihre Einsetzung kritisiert die Deutsche Umwelthilfe diese Entscheidung, da ein Maßnahmenpakt zur Erreichung der Klimaziele notwendig bleibe. Dieser müsse bis spätestens Juli 2019 als Beitrag für das geplante Klimaschutzgesetz vorliegen, da aufgrund langer Investitionszyklen schon früh die richtigen Weichen gestellt werden müssten.

Taten statt Worte

Dazu erklärt Constantin Zerger, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz der DUH: „Uns kommt es auf wirksamen Klimaschutz im Gebäudebereich an. Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung Taten angekündigt, geliefert hat sie bis heute nicht. Die Absage der Gebäudekommission ist ein weiterer Tiefpunkt für den Klimaschutz beim Bauen und Wohnen. Dabei drängt die Zeit: Die Bundesregierung und ihre Experten müssen jetzt ihre Hausaufgaben machen und ein konkretes Maßnahmenpaket zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudebereich vorlegen.“

Ein Maßnahmenplan für den Gebäudebereich müsse zu einer CO2-Einsparung von mindestens 50 Millionen Tonnen bis 2030 führen. Zu dieser Einsparung hat sich die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzplan verpflichtet. Notwendig sei dafür ein anspruchsvoller Niedrigstenergiestandard für Neubauten, eine deutliche Erhöhung der Sanierungsrate für Bestandsgebäude und eine Wärmeversorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien. Da der bereits vorliegende Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes weit hinter diesen Forderungen zurückbleibt, müsse dieser deutlich nachgebessert oder gar ganz zurückgezogen werden.

Aktueller Entwurf unzureichend

Dazu Paula Brandmeyer, Stellvertretende Bereichsleiterin Energie und Klimaschutz der DUH: „Dieser aktuelle Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes hilft nicht, er rückt die Erreichung der Klimaziele in weitere Ferne. Im Entwurf möchte die Bundesregierung den Energiestandard auf dem heutigen Niveau festschreiben. Das ist Irrsinn: Um die Klimaziele zu erreichen, müssten damit auch die Neubauten von heute vor 2050 noch einmal saniert werden. Das kostet zusätzlich und belastet Eigentümer und Mieter.“

Im aktuellen Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes solle lediglich das geltende Anforderungsniveau der Energieeinsparverordnung (ENEV)-2016 fortgeschrieben werden. Dagegen fordert die DUH eine Anhebung auf den KfW-40 Standard. Zudem müssen Schlupflöcher und bürokratische Regelungen aus dem Gesetzentwurf gestrichen werden. Doch nicht nur der Neubau benötige bessere energetische Standards. Um die Klimaziele bis 2050 zu erreichen, sei vor allem eine höhere Sanierungsrate von mindestens zwei Prozent bei Bestandsgebäuden von Nöten. Diese liege aktuell bei unter einem Prozent. Entscheidend sei aber auch die Sanierungstiefe – wenn saniert wird, dann richtig und auf einen guten Standard.

Image: iStock.com/Bogdanhoda

Anwohner sollen weiter für Straßenausbau zahlen

Die Bauverbände.NRW fordern weiterhin gerechte und sozial verträgliche Abgaben für den Straßenausbau. Sie befürchten, Straßen könnten sonst noch schlechter aussehen.

Seit längerem schon votiert die Volksinitiative des Bundes der Steuerzahler dafür, dass die Beiträge für den Straßenausbau abgeschafft werden. Dieser Bund hat inzwischen etwa 140.000 Unterstützer. Die Landesregierung hat bereits angekündigt, bis Ostern einen Vorschlag für eine Neuregelung zu machen. Auf beide Fraktionen reagiert Bauverbände.NRW mit der Forderung, die Beiträge weiterhin bestehen zu lassen. Die Interessenvertretung des Bau-, Straßen- und Tiefbaugewerbes warnt davor, dass bei einer Abschaffung die Qualität der etwa 110.000 Kilometer Kommunal- und Gemeindestraßen in NRW noch mehr leiden würde als bisher. Dabei plädieren sie für eine gerechte Kostenbeteiligung aller Bürger, wobei zur Berechnung des Beitrags Härtefälle berücksichtig werden sollen. Auch müssten die Beiträge stetig erhoben und durch die Landeskasse weiter gefördert werden.

Ein Argument des Steuerzahlerbundes gegen die Erhebung der Beiträge ist es, dass der Ausbau der Straßen nur den Eigentümern der anliegenden Häuser zugutekäme, da sich der Immobilienwert steigern würde. Dieses Argument widerlegen der Präsident und der Vorsitzende der Bauverbände.NRW, Rüdiger Otto und Joachim Selzer, damit, dass es kein Gutachten gebe, das diese Befürchtung stützen würde. Somit soll es bei den anliegenden Gebäuden weder zu einem Zuschlag oder einem Abschlag des Gebäudewertes kommen. Nach dem Verband ist die einzige Lösung, dass die Anwohner die Beiträge für die anliegenden Straßen zahlen.

Beiträge sollen ausschließlich zu diesem Zwecke genutzt werden

Das soll nach den Vorstellungen des Verbandes in Form von vierteljährlichen kleineren Zahlungen im Voraus passieren. Dabei erwähnen Otto und Selzer das sogenannte Husumer Modell. Nach diesem werden Abgaben regelmäßig und im Voraus erhoben, welche sich im Jahr auf einen Betrag im unteren dreistelligen Bereich summieren. Bisher wurden die Straßenausbaubeiträge immer erst nach Fertigstellung eines Bauprojektes eingezogen. Auch verweisen Otto und Selzer darauf, dass ähnliche oder zusammenhängende Straßenzüge zusammengefasst werden sollten, um die Baustellen lokal besser einteilen zu können, und den bürokratischen Aufwand zu minimieren. Wichtig sei auch, dass die Mittel zweckgebunden bleiben und nicht für andere kommunale Ausgaben genutzt werden.

In einem Brief von Bauverbände.NRW an die Landtagsfraktionen heißt es, dass man die Entscheidung über die Erhebung der Straßenausbaubeiträge nicht an die Kommunen übertragen möchte. Das begründet der Verband mit der Gefahr, dass Sachentscheidungen, die relevant für die Verkehrssicherheit und Bautechnik sind, zugunsten opportunistischer Gegebenheiten verlagert werden würden.

Image: iStock.com/benjaminec

Neue Zulassung um feuerverzinkte Betonstähle

Seit Januar 2019 gibt es eine neue allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) für feuerverzinkte Betonstähle. Mit der Zulassung kommen einige praxisrelevante Vorteile.

Feuerverzinkter Betonstahl ist seit 1981 in Deutschland bauaufsichtlich zugelassen und kommt in vielen speziellen Bereichen, wie zum Beispiel bei Infraleichtbetonbauten und Bauten in maritimer Atmosphäre zum Einsatz.

Was die Zulassung möglich macht

Die neue Zulassung ermöglicht unter anderem, dass in den Expositionsklassen XC1 und XC4 durch eine Minderung der Betondeckung Beton eingespart werden kann, woraus sich statische und auch gestalterische Vorteile ergeben. Die Einsparung ist dadurch möglich, dass feuerverzinkte Betonstähle in karbonatisiertem Beton korrosionsschutztechnisch deutliche Vorteile gegenüber unverzinktem Betonstahl aufweisen. Auch in den Expositionsklassen XD und XS bieten feuerverzinkte Betonstähle zusätzlichen Schutz, wenn es um Bewehrungskorrosion durch Chloridbelastung geht.

In der Zulassung wird außerdem ausgeführt, welche besonderen Auflagen bei Entwurf, Bemessung und beim Feuerverzinken selbst zu beachten sind. Feuerverzinkt ausgeführt werden dürfen nach dem Dokument Betonstähle, Betonstabstahl, Betonstahl in Ringen, Betonstahlmatten und alle Betonstähle mit bauaufsichtlicher Zulassung.

Erstmals können durch die Neuerungen auch weiterverarbeitete Bauprodukte wie Mattenkörbe, Haken oder Bügel feuerverzinkt werden. Das Biegen vom Betonstahl ist vor der Verzinkung erlaubt, sofern die in der abZ angebenen Biegerollendurchmesser berücksichtig werden. Die Zulassung deckt noch viele weitere Gebiete ab, so führt sie zum Beispiel Neuerungen bezüglich der Ausbesserung von Fehlstellen und Beschädigungen auf, sowie der Möglichkeit einer Nachbehandlung.

Unter feuerverzinken.com/betonstahl kann man die abZ kostenlos herunterladen und erhalt somit auch eine aktuelle Liste autorisierter Feuerverzinkungsunternehmen.