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BBSR will Nazi-Bauten erforschen

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vergibt gerade einen interessanten Forschungsauftrag zur Aufarbeitung nationalsozialistischer Stadtplanung.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vergibt zwölf Forschungsaufträge im ExWoSt-Forschungsvorhaben „Bauen und Planen im Nationalsozialismus. Voraussetzungen, Institutionen, Wirkungen“, in dem die NS-Vergangenheit der damals zuständigen Institutionen für Stadtentwicklung, Wohnungswesen, Raumordnung und Bauen in der NS-Zeit sowie fachliche und personelle Kontinuitäten und Diskontinuitäten in angrenzenden Zeiträumen erforscht und aufgearbeitet werden sollen. Insgesamt stehen für die Forschungsvorhaben ca. 1,3 Mio. Euro zur Verfügung.

Forschungsfragen aus Historikerkommission

Eine vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) berufene Unabhängige Historikerkommission hat die Forschungsfragen ausgearbeitet. Sie wird das Auswahlverfahren und die Projekte begleiten. Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen als auch Institutionen und andere juristische Personen. Vorgaben zur Fachrichtung gibt es keine. Das Auswahlverfahren ist zweistufig: Zunächst ist ein Forschungskonzept vorzulegen. Daraufhin ausgewählte Bewerber stellen ihr Konzept dann der Unabhängigen Historikerkommission persönlich vor.

Die Forschungsaufträge beziehen sich auf ein breites Spektrum an Themen: Sie reichen von der NS-Wohnungspolitik über die Städtebau- und Bestandspolitik von 1933 bis1945 bis hin zu städtebaulichen Weichenstellungen in der Phase des Wiederaufbaus. Die vollständige Ausschreibung ist auf den Internetseiten des BBSR unter www.bbsr.bund.de in der Rubrik „Aktuell“ abrufbar.

Die Mitglieder der Kommission sind: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Prof. Dr. Werner Durth, Prof. Dr. Tilman Harlander, Prof. Elke Pahl-Weber, Prof. Dr. Wolfram Pyta (Sprecher der Kommission), Prof. Dr. Adelheid von Saldern, Prof. Dr. Wolfgang Schäche und Prof. Dr. Regina Stephan.

 

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