Bauwirtschaft bedroht durch kommunale Haushaltssperren

Aufgrund des Gewerbesteuerausfalls sind Kommunen bei der öffentlichen Ausschreibung zurückhaltend, was Schwierigkeiten in der Bauwirtschaft eröffnet.

Das kritisiert Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost (BIVO): Die Kommunen seien ein wichtiger Auftraggeber im öffentlichen Bau. Damit Handwerksunternehmen die Krise überstehen können, müssen baureife Projekte ausgeschrieben werden. Haushaltssperren senden ein falsches Signal. Auch sei es nur so möglich, durch die Gewerbesteuer einen Beitrag zum kommunalen Haushalt zu leisten. „Stattdessen benötigen die Städte und Gemeinden eine kommunale Investitionsoffensive – dies wäre sowohl der beste Motor für die regionale Bauwirtschaft als auch eine dringende Maßnahme, um den nach wie vor bestehenden Investitionsstau abzubauen.“

Obwohl die Bauwirtschaft zu den Branchen gehört, die von den Auswirkungen der Krise verhältnismäßig wenig zu spüren bekommen, eröffnen sich auch hier immer mehr Probleme. Materialengpässe und Lieferverzögerungen wirken sich negativ auf die Produktion aus. Die Ansprechpartner in den Ämtern sind schwer erreichbar, weswegen eine Verlängerung der Arbeitszeiten unerlässlich ist. Auch müssen die Abschlags- und Schlussrechnungen fristgerecht erfolgen, Heimarbeit ist keine Entschuldigung.

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