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Bauverbände.NRW nimmt Arbeit auf

Das nordrhein-westfälische Baugewerbe hat sich neu formiert und zum 1. Januar die neue Dachorganisation Bauverbände.NRW gegründet – mit vielen Neuerungen für die Mitglieder.

Zum Jahresanfang gehören die Baugewerblichen Verbände (BGV) und die Bauverbände Westfalen der Vergangenheit an: Sie haben sich zur gemeinsamen Dachorganisation Bauverbände.NRW zusammengeschlossen und zum 1. Januar mit der Arbeit begonnen. Die Protagonisten versprechen sich hiervon vor allem Vorteile für die Innungen und für die Mitgliedsbetriebe.

Zur Bauverbände.NRW gehören der:

  • Baugewerbe-Verband Nordrhein,
  • Baugewerbeverband Westfalen,
  • Straßen- und Tiefbau-Verband Nordrhein-Westfalen,
  • Fachverband Ausbau und Fassade Nordrhein-Westfalen,
  • Verband Stuck-, Putz-, Trockenbau Westfalen,
  • Zimmerer- und Holzbau-Verband Nordrhein sowie der
  • Deutsche Auslandsbau-Verband.

Damit sind die Berufsgruppen der Maurer und Betonbauer, der Brunnenbauer, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Fliesenleger, Straßen- und Tiefbauer, Stuckateure, wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz-Isolierer sowie der Zimmerer vertreten.

Politisches Schwergewicht

Rüdiger Otto, Präsident der neuen Organisation, bezeichnete die Formation gegenüber der NH-Nachrichten als „politisches Schwergewicht, an dem bei Bauthemen keiner vorbeikommt“. Juristisch fungiert die Formation als eingetragener Verein. Zum Hauptgeschäftsführer wurde bei der konstituierenden Sitzung im Sommer Hermann Schulte-Hiltrop bestimmt, der als Diplom-Ökonom bereits 17 Jahre lang hauptamtlich die Bauverbände Westfalen leitete. Karlgünter Eggermann wurde zum Vizepräsidenten ernannt.

Um „eine durchgehende qualifizierte Betreuung der Betriebe sicherzustellen“, so Schulte-Hiltrop, seien die Berater in den beiden Geschäftsstellen ab sofort übergreifend für alle Mitgliedsfirmen zuständig. Darüber hinaus können nordrheinischen Unternehmen nun auf qualifizierte Unterstützung in Sachen IT und Digitalisierung zurückgreifen und Kollegen im westfälischen Landesteilen stehen Fachberater für die Themen Umwelt und Entsorgung zur Verfügung.

Beiträge bleiben gleich

„In der Gründungsversammlung der neuen Dachorganisation und auch in den Beratungen über den Haushalt der Einzelverbände für 2019 sei immer wieder darauf gedrungen worden, dass die Neugliederung nicht mit Kostensteigerungen für die Innungen einhergehen dürfe“, erklärt der Hauptgeschäftsführer. Aus diesem Grund sollen die Innungsbeiträge 2019 und 2020 stabil bleiben. Kostensparend wirke sich in diesem Zusammenhang beispielsweise das neue Mitgliedermagazin BAU.NRW aus, das an die Stelle der bisherigen Zeitschriften BauInfo und Baudirekt tritt. „Das neue Magazin wird in einem modernisierten, in unserer Sicht leserfreundlichen Layout die gewohnt-informativen Inhalte bringen“, so Schulte-Hiltrop.

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