Auch nach 2025 ist der Einbau einer Ölheizung noch möglich

Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) hat die wichtigsten Bestimmungen des beschlossenen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zusammengefasst.

Unter anderem enthält dieses neue Bestimmungen für Häuser mit Ölheizung. So dürfen bestehende Ölheizungen weiter betrieben und modernisiert werden. „Es gibt kein Ölheizungsverbot, lediglich eine Zusammenführung bestehender und neuer Auflagen, die Eigentümer zu berücksichtigen haben“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Bis 2025 können bestehende Heizkessel auch ohne weitere Maßnahmen gegen moderne Öl-Brennwertgeräte ausgetauscht werden. Für Hausbesitzer in Baden-Württemberg gelten andere Regeln, nämlich die Vorgaben des landesspezifischen „Erneuerbare Wärmegesetzes” (EWärmeG). In Hamburg ist die Gültigkeit landeseigener Regelungen noch unklar.

Der Einsatz erneuerbarer Energien wird weiterhin gefördert

Nach 2025 dürfen Ölheizungen weiterhin eingebaut werden, insofern sie erneuerbare Energien wie Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen mit einbinden. Wenn kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden und keine erneuerbaren Energien anteilig eingebunden werden können, ist der Einbau einer Ölheizung alleine erlaubt. Wenn das Gebäude bereits mit erneuerbaren Energien versorgt wird, kann der Eigentümer jederzeit einen Kesseltausch durchführen. Der Einbau einer Öl-Hybridanlage wird auch weiterhin staatlich gefördert. 30 Prozent der Investitionskosten werden übernommen, wenn eine erneuerbare Komponente eingebaut wird. Auch gibt es immer wieder nichtstaatliche Förderaktionen, beispielsweise von Heizgeräteherstellern. Wenn keine Heizungsmodernisierung notwendig ist, können auch unabhängig davon erneuerbare Energien integriert werden.

Anlagen müssen nach 30 Jahren Laufzeit ausgetauscht werden

In Bezug auf die maximalen Betriebszeiten älterer Öl- und Gasheizungsanlagen gelten weiterhin die Bestimmungen der Energieeinsparungsverordnung (EnEV), sprich eine maximale Laufzeit von 30 Jahren. Bei Wohngebäuden mit maximal zwei Wohnungen, von denen eine am 1. Februar 2002 durch den Eigentümer selbst bewohnt wurde, greifen die Austauschpflichten für 30 Jahre alte Heizkessel nur im Falle eines Eigentümerwechsels. Heizgeräte mit Niedrigtemperatur- oder Brennwerttechnik sind auch von der Pflicht ausgenommen. Allerdings sollten Eigentümer, deren Heizung in die Jahre gekommen ist, aus Kosten- und Umweltgründen dennoch über eine Modernisierung nachdenken. 

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