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Stillstand bei der Digitalisierung?

Laut der Telekom-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/21“ ist der Digitalisierungsgrad im Deutschen Baugewerbe mit 52 von 100 Punkten auf Vorjahresniveau geblieben.

Damit liegen die Bauunternehmen sechs Punkte unter dem Branchendurchschnitt. Doch trotz gleichbleibendem Index sind Fortschritte in der Digitalisierung des Baugewerbes zu verzeichnen. Insbesondere die Kundenansprache wurde im vergangenen Jahr zunehmend digitalisiert. Rund 17 Prozent der Betriebe haben Online-Konfigurationen im Einsatz, dank derer die individuellen Bedürfnisse der Kunden passgenau erfüllt werden können. 18 Prozent ermöglichen ihren Kunden Gebäude und Räume bereits vor dem Ortstermin virtuell in Augenschein zu nehmen. “Für den Erfolg der Bauunternehmen wird es immer wichtiger, auf die individuellen Wünsche der Kunden mit digitalen Tools einzugehen”, sagt Thomas Spreitzer, verantwortlich für Vertrieb kleine und mittlere Unternehmen, Partnervertrieb und Marketing bei Telekom Deutschland. Weiterhin betont er, dass die Baubranche den digitalen Nachholbedarf erkannt habe. Bei der Kundenbeziehung hat sich der Indexwert um einen Punkt auf 51 Punkte erhöht. Auch branchenspezifische Fachanwendungen erhalten zunehmend Einzug. 31 Prozent nutzen ein digitales Bautagebuch um alle Daten von der Planung bis zur Ausführung zu dokumentieren. Auf diese Weise können sowohl Fortschritte als auch Mängel von allen Beteiligten eingesehen werden. 15 Prozent der Betriebe setzen bereits auf Building Information Modeling (BIM), um das Projekt vor dem Bau digital zu simulieren. Auch wenn die Baubranche vergleichsweise wenig von der Pandemie betroffen war, haben 46 Prozent ihr Geschäftsmodell an die veränderten Bedingungen angepasst. 53 Prozent haben Büroarbeiten ins Homeoffice verlegt. 70 Prozent wollen weiterhin in die Digitalisierung investieren.

Handwerker bei Impfungen bevorzugen?

Mindestens bis zum 15. März 2021 soll Homeoffice ermöglicht werden. Doch dafür muss zunächst überhaupt die Möglichkeit bestehen, von zu Hause aus zu arbeiten.

„Wenn die Heizung ausfällt, nützt eine Videokonferenz herzlich wenig – und das Brot kann der Bäcker auch nicht am heimischen Ofen backen”, erinnert Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln. Doch auf diese Tätigkeiten kann nicht verzichtet werden. “Spätestens bei der Priorisierung weiterer Impfungen muss die Politik nun erkennen, wer systemrelevante Tätigkeiten ausführt – und deshalb bevorzugt behandelt werden sollte: Unsere Handwerkerinnen und Handwerker stehen jeden Tag ihre Frau und ihren Mann, auch im Sinne des Gemeinwohls.” Neben der Forderung, Handwerker bei der Impfung priorisiert zu behandeln, erinnert Duin auch daran, dass eine Nachbesserung der Corona-Hilfen angekündigt wurde. Viele Betriebe hätten mittlerweile ihre Rücklagen aufgezehrt und seien nun in ihrer Existenz bedroht.

BIM-Nutzung verpflichtend

BIM ist künftig bei Infrastrukturprojekten des Bundes verpflichtend, wodurch die Technologie immer mehr genutzt werden wird. Aber ist sie wirklich so praktisch?

Bereits 2015 wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine schrittweise Einführung der Building-Information-Modeling-Technologie (BIM) entschieden. Auf diese Weise sollte sie flächendeckend in der Branche etabliert werden. Um zu ermittelt, wie gut dieser Plan gefruchtet hat, hat Autodesk im Auftrag von USP Consulting eine neue Studie zum Einfluss des BIM-Stufenplans und seiner Umsetzung auf die Bauindustrie vorgestellt. Dazu wurden 138 Ingenieure führender Ingenieurbüros und Tiefbauunternehmen befragt. Dabei zeigt sich deutlich, dass der Stufenplan sein erwünschtes Ziel erreicht hat. Von den Befragten, die noch nicht auf BIM setzen, wollen 29 Prozent der Ingenieurbüros und 19 Prozent der Tiefbauunternehmen die Technologie bis Ende 2022 einführen. Weitere 11 Prozent der Ingenieurbüros und 6 Prozent der Tiefbauunternehmen wollen ab 2023 damit starten. Auch wenn sich ein großer Teil über den genauen Zeitpunkt der Einführung noch nicht sicher ist, lässt sich schon sicher sagen, dass die Zahl der BIM-Nutzer in den kommenden Jahren deutlich steigen wird.

Effizienzsteigerung und Kostenreduktion durch BIM

BIM-kompetente Unternehmen sind aktuell die Vorreiter in der Digitalisierung der Baubranche – und das ist ein echter Wettbewerbsvorteil. Ausschlaggebend dafür, dass sich viele Unternehmen für die Integration von BIM entscheiden, ist, dass diejenigen, die es bereits nutzen, schnell überzeugt sind. So geben 38 Prozent der Ingenieurbüros an, dank der Technologie ihre Bauausführung effizienter gestalten zu können. 30 Prozent sehen auch eine Effizienzsteigerung in der Arbeitsvorbereitung und 23 Prozent bei der Kalkulation. Auch Tiefbauunternehmen sehen diese Vorteile, doch besonders ausschlaggebend ist hier, dass 22 Prozent eine Kostenreduktion durch die Anwendung von BIM sehen. Warum so viele Unternehmen trotz der durchweg positiven Resonanz BIM noch nicht eingeführt haben, scheint sehr eindeutig. Denn 62 Prozent der Ingenieurbüros und 65 Prozent der Tiefbauunternehmen gaben an, keine Kundennachfrage nach der BIM-Planung zu sehen. Auch diejenigen, die es bereits eingeführt haben, haben dies aus anderen Gründen getan. Bei den Ingenieurbüros ist diese Entscheidung zumeist von äußerlichen Einflüssen motiviert. 59 Prozent nannten als Primärmotivation den „Druck der Politik“. Tiefbauunternehmen sehen hingegen überwiegend eine innere Motivation, wie die Optimierung der internen Prozesse und der Bauabläufe (50 Prozent). Auch die kommenden neuen Vergaberichtlinien versprechen künftig deutliche Vorteile für BIM-Nutzer.

Einstieg durch Pilotprojekte erleichtert

Der Einstieg in die BIM-Technologie geschieht meistens durch Pilotprojekte, nur selten setzen Unternehmen auf eine komplette Einführung von BIM in allen Prozessschritten. „Einer der großen Vorteile der Technologie ist, dass Unternehmen für sich eine ganz individuelle Einführungsstrategie und das passende Tempo wählen können“, kommentierte Theo Agleopoulos, Senior Director für Infrastructure Business, Strategy und Marketing bei Autodesk. Durch die Pilotprojekte sehen die meisten Unternehmen die Vorteile der Technologie und planen eine weiterführende Einführung.

Bund plant weitere 25 Millionen zur Stadtentwicklung ein

Seit Jahren können wir beobachten, wie zahlreiche Innenstände immer weiter aussterben. Durch die Corona-Krise wurde diese Entwicklung noch einmal beschleunigen.

Um diesem Prozess entgegenzuwirken, hat die Bund-Länder-Städtebauförderung das Programm „Lebendige Zentren“ erneut mit 300 Millionen Euro eingeplant. Diese Finanzhilfen sollen für städtebauliche Gesamtmaßnahmen zur Stärkung, Revitalisierung und zum Erhalt von Stadt- und Ortskernen sowie historischen Altstädten eingesetzt werden. Durch sie sollen Innenstädte zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten und Kultur werden und die Standortbedingungen für Gewerbe und Handel verbessert werden.

Ein weiteres Programm mit 25 Millionen Euro

Doch 2020 wurden viele Innenstädte durch die Corona-Krise noch mehr gebeutelt. Die monatelangen Schließungen haben insbesondere den regionalen Einzelhandel getroffen und die Kulturszene ist im letzten Jahr fast komplett zum Erliegen gekommen. Theaterbesuche, Konzerte, Lesungen – all dies konnte im vergangenen Jahr kaum stattfinden und all dies sind Veranstaltungen, die Menschen in die Innenstädte ziehen und diese beleben. Aus diesem Grund hat der Bundestag kurzfristig weitere 25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Ausarbeitung von Städteentwicklungsstrategien durch die Kommunen zu fördern, denn das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) sieht Bedarf, „aber oft noch kein aus­ge­ar­bei­tetes Rezept für den Umgang mit den anste­henden Pro­blem­lagen”.

Die Corona-Krise erfordert langfristige Planung

Baustaatssekretärin Anne Katrin Bohle (parteilos) erklärt: „Unsere Städte stehen kurz- und langfristig vor enormen Auf­gaben. Neben sofor­tigen Maß­nahmen wie den gewal­tigen Über­brückungshilfen brau­chen Städte und Gemeinden lang­fris­tige Stra­te­gien, um die Her­aus­for­de­rungen zu meistern“. Der „Beirat Innenstadt“, bestehend aus Vertretern von Gewerbe, Immobilienwirtschaft, Handel und Handwerk sowie den kommunalen Spitzenverbänden, hat sich am 16. Dezember 2020 auf ein erstes Konzeptpapier geeinigt: In den kommenden acht bis zehn Monaten soll eine Innenstadtstrategie mit Handlungsempfehlungen und Maßnahmen für die Stadtentwicklung hin zu einem resilienten Stadtzentrum erarbeitet werden.

Insgesamt 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung

Insgesamt sind für die Bund-Länder-Städtebauförderung im Jahr 2021 790 Millionen Euro bereitgestellt. Nach Angaben von Bohle nimmt die Nationale Stadtentwicklungspolitik (NSP) ebenfalls neue Ideen für die Innenstadtentwicklung in den Blick. So wurden zum NSP-Projektaufruf „Post-Corona-Stadt“ bis Oktober 2020 insgesamt 222 Projekte eingereicht, 21 davon mit direktem Bezug zum Thema „Innenstadt“. Die ausgewählten Projekte werden noch im Januar veröffentlicht.

Private Bauherren fällen Produktentscheidungen im Alleingang

Handwerker beklagen Wandel am Bau: Statt sich vom Fachhandwerker bei der Kaufentscheidung beraten zu lassen, setzen private Bauherren immer mehr auf das Internet.

Wollte man noch vor wenigen Jahrzehnten sein Bad sanieren, so hat der SHK-Meister eine Vorauswahl aus Produkten getroffen und aus diesen hat man sich im gemeinsamen Gespräch für das passendste entschieden. Heute sieht das ganz anders aus: Nur rund elf Prozent der privaten Entscheider lassen sich von einem Fachhandwerker beraten. 63 Prozent entscheiden allein und neun Prozent gemeinsam mit dem Partner. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes BauInfoConsult bei 154 privaten Haushalten, die kürzlich ihr Bad modernisiert haben. Aber woran liegt das? Durch Baumärkte und insbesondere das Internet haben private Bauherren erleichtert Zugang zu allen Informationen, die sie zu benötigen denken. Sehr zum Leidwesen der Fachhandwerker wollen sie sich nicht reinreden lassen. Insbesondere bei Modernisierungen werden Handwerker kaum um Rat gebeten. Bei Neubauten sieht ihre Position etwas besser aus, doch auch hier spielt die Google-Suche eine entscheidende Rolle. Deswegen klagen SHK-Handwerker seit Jahren immer mehr darüber, dass Kunden den dreistufigen Vertriebsweg nicht einhalten wollen. Sie entscheiden sich für minderwertige Waren, obwohl jeder Fachhandwerker ihnen davon abraten würde.

Mantelverordnung verhindert Recycling von Bauabfällen

Bauwirtschaft und Bauindustrie warnen, dass die neue Mantelverordnung in ihrer aktuellen Form zahlreiche Probleme vorprogrammiere und verlangen Nachbesserung.

Rund 80 Prozent der mineralischen Abfälle fallen in der Bau- und Abbruchwirtschaft an. Eine Wiederverwertung von Bauabfällen ist aus vielerlei Gründen notwendig. Der Platz auf den Deponien wird immer weniger. Die Entsorgung auf lokalen Deponien kostet Geld und diese Kosten würden auf den Bauherren übertragen, was wiederum nicht mit dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu vereinbaren ist. Alternativ könnten die Abfälle quer durch Deutschland verfrachtet werden, was ökologisch betrachtet unvertretbar ist. Auch bedingt eine geringe Recyclingrate die weitere Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Doch die neue Mantelverordnung würde, wenn sie ohne Änderungen in Kraft tritt, Recycling erschweren, sodass mehr Bauabfälle als bisher auf den Deponien landen. Sowohl Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), als auch Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), sprechen sich gegen die aktuelle Fassung der neuen Mantelverordnung aus. Davon betroffen seien die Planung, der Bau und die Unterhaltung von Straßenbaumaßnahmen. Von Seiten der Bauwirtschaft wünscht man sich eine bundeseinheitliche Verordnung, die die Weichen für mehr Baustoffrecycling stellt. Deswegen appelliert sie an die Bundesregierung, die berechtigten Bedenken bei der nächsten Beratung zu berücksichtigen.

Wirtschaftlicher Jahresrückblick 2020

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (bmwi) blickt auf das zurückliegende Jahr 2020. Das Resümee fällt besser aus als im Laufe des Jahres prognostiziert.

Das Bruttoinlandsprodukt sei um 5,0 Prozent zurückgegangen, nachdem es in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen war. Damit ist die volkswirtschaftliche Rezession vergleichbar mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Dennoch fällt das Minus geringer aus, als es im Jahresverlauf von vielen Experten erwartet wurde. Dies läge neben der Resilienz der deutschen Wirtschaft auch an den umfangreichen Maßnahmen der Bundesregierung zur Stützung der Wirtschaft und zur Stabilisierung der Einkommen. Der historische Einbruch von 9,8 Prozent im zweiten Quartal konnte bis Ende des Jahres überwiegend wieder aufgeholt werden. Im dritten Quartal konnten mit einem Plus von 8,5 Prozent wieder 96 Prozent des Schlussquartals 2019 erreicht werden. Im vierten Quartal lief die Erholung zunächst langsamer und ist vermutlich in Folge des erneuten Lockdowns stagniert. Da dieser primär den Dienstleistungssektor betrifft, zeigt sich ein zweiteiliges Bild. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe und der Industrieproduktion haben weiter zugenommen. Trotz ausstehender Einigungen bezüglich des Brexits verbesserten sich im Dezember die Geschäfts- und Exporterwartungen und auch der Warenhandel legte weiter zu. Auch die Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen, allerdings dürfte wieder mehr Kurzarbeit in Anspruch genommen worden sein.

Die Weltkonjunktur erholt sich

Die globale Industrieproduktion wurde im Oktober zum sechsten Monat in Folge um 0,7 Prozent ausgeweitet. Somit hat sie wieder über 99 Prozent ihres Vorjahresniveaus erreicht. Auch der Welthandel hat mit einem weiteren Zuwachs im Oktober um 0,7 Prozent wieder nahezu 99 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht. Die Stimmungsindikatoren sprechen allerdings dafür, dass sich der Aufholprozess stark verlangsamen wird. Auch hier zeichnet sich für die Industrie ein deutlich positiveres Bild ab als für Dienstleistungsbranchen.

Der Außenhandel erholt sich weiter

Das Tempo hat im November sogar wieder zugenommen. Saisonbedingt erhöhte sich der Wert nominal um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit zum siebten Mal in Folge. Im Vergleich Oktober/November mit August/September ergibt sich ein Anstieg um 2,9 Prozent. Auch die Waren- und Dienstleistungseinfuhr nahm im November mit 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat spürbar zu, im Zweimonatsvergleich kam es zu einem Zuwachs von 1,3 Prozent. Das starke Pandemiegeschehen sowie die verstärkten Lockdown-Maßnahmen wichtiger Handelspartner spiegeln sich nur bedingt in den nationalen Frühindikatoren zur Außenwirtschaft wider. Im November hatte sich die ifo Exporterwartung des Verarbeitenden Gewerbes für die kommenden drei Monate spürbar verschlechtert, drehte sich im Dezember allerdings wieder ins Positive. Auch der Aufwärtstrend bei den Auftragseingängen aus dem Ausland setzt sich im November mit 2,9 Prozent im siebten Monat in Folge fort. Die Aussichten des deutschen Außenhandels werden durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gedämpft. Doch es bleibt abzuwarten, wie sich die Maßnahmen, die vorrangig die Dienstleistungen betreffen, auch auf die Industrie auswirken werden.

Industrie vom Lockdown weniger betroffen

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich im November erneut um 0,9 Prozent. Industrie und Baugewerbe konnten ihre Erzeugung um 1,2 Prozent beziehungsweise 1,4 Prozent ausweiten, während das Energiegewerbe einen Rückgang von 3,9 Prozent verzeichnet. In der Industrie haben der Kfz-Bereich, die EDV- sowie optischen Geräte den größten Wachstumsbeitrag verbucht. Im Zweimonatsvergleich ergibt sich ein Anstieg der Produktion im produzierenden Gewerbe von 5,0 Prozent, in der Industrie von 5,4 Prozent, im Baugewerbe von 3,4 Prozent und im Energiebereich von 4,3 Prozent. Auch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe erholen sich seit Mai kontinuierlich, im November stiegen sie um 2,3 Prozent. Der Zweimonatsvergleich zeigt ein Wachstum von 4,9 Prozent. Die Ordereingänge aus dem Inland erhöhen sich um 5,3 Prozent, aus dem Euroraum um lediglich 0,3 Prozent und aus dem Nicht-Euroraum um 7,5 Prozent. Im November überschritten die Auftragseingänge ihr Niveau vom vierten Quartal 2019 um nahezu 6,5 Prozent.

Der Einzelhandel entwickelt sich unterschiedlich

Ohne Kfz nahmen die Umsätze im November um 1,1 Prozent zu, im Oktober um 2,8 Prozent. Insgesamt hat sich der Umsatz im letzten Jahr laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um 4,0 Prozent gesteigert. Allerdings ist hier zu sehen, dass die gestiegenen Umsätze insbesondere aus einer kräftigen Zunahme im Internet- und Versandhandel resultieren, während der stationäre Handel, insbesondere mit Bekleidung, unter den Maßnahmen litt. Einschließlich Kfz nahm der Handel im Oktober um 1,1 Prozent zu, nach einem Minus von 0,3 Prozent im September. Das Niveau des vierten Quartals 2019 wurde somit um 6,0 Prozent übertroffen. Im Dezember stieg die Zahl der Neuzulassungen von Pkw durch private Haushalte um 14,5 Prozent, im November um 14,0 Prozent. Saisonbereinigt lag die Zahl der Neuzulassungen durch private Haushalte bei über 135.000 Pkw pro Monat und somit deutlich über den durchschnittlichen Monatswerten aus 2018 und 2019. Ein Grund dafür kann der Vorzieheffekt infolge des niedrigen Umsatzsteuersatzes sein. Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel trüben sich im Dezember weiter ein und auch beim GfK Konsumklima wurde für Januar eine weitere Verschlechterung erwartet, obwohl das aktuelle Infektionsgeschehen und die Fortsetzung und Verschärfung des Lockdowns noch nicht eingeflossen sind. Saisonbedingt zur Weihnachtszeit sind die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen, nachdem sie im November um 0,8 Prozent gesunken sind. Die Inflationsrate lag im Dezember bei -0,3 Prozent, was nicht zuletzt auf die Umsatzsteuersenkung zurückzuführen ist. Zuletzt im Januar 2015 wurde eine so niedrige Inflationsrate verbucht. Die Preise für Energieprodukte sanken um 6,0 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent und für Dienstleistungen stiegen sie um 1,1 Prozent. Die Kerninflation ging um 0,2 Prozent zurück. Im Jahresdurchschnitt stieg die Inflationsrate um 0,5 Prozent. Eine niedrigere Inflationsrate hatte er zuletzt zur globalen Finanzkrise gegen.

Entwicklungen am Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich stabil. Seit dem Sommer zeigt die Beschäftigung einen leichten Aufwärtstrend und die Arbeitslosigkeit beziehungsweise Unterbeschäftigung verringert sich bei abflachender Kurzarbeit. Der Teil-Lockdown bedingt einen erneuten Anstieg der Kurzarbeit. Sie wurde im Oktober von 2,0 Millionen Beschäftigten in Anspruch genommen, im September von 2,3 Millionen. Im November und Dezember dürfte die Zahl von Kurzarbeitenden wieder gestiegen sein. Im November nahm die saisonbedingte Erwerbstätigkeit um 3.000 Personen leicht ab, nachdem sie in den vorherigen vier Monaten zugenommen hatte. Die Nachfrage am Arbeitsmarkt bleibt zurückhaltend. Im Oktober stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten saisonbedingt um 59.000 Personen. Im Dezember sank die registrierte Arbeitslosenzahl saisonbedingt merklich um 37.000 Menschen. Nach den Ursprungszahlen erhöht sich die Zahl der Arbeitslosen leicht auf 2,71 Millionen Menschen. Seit dem Sommer hat sich der Vorjahresabstand um fast 160.000 auf 480.000 Personen verringert. Die umfragebasierten Frühindikatoren entwickeln sich im Dezember uneinheitlich.

Rechtswidriges Regelwerk zur Instandhaltung von Betonbauten

Die „Technische Regel Instandhaltung Betonbauwerke“ ist nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Das bedeutet große Unsicherheiten für Planer und Ausführende.

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat am 19. Januar 2021 auf seiner Internetseite die „Technische Regel Instandhaltung von Betonbauwerken“ (TR Instandhaltung) veröffentlicht. Durch die gleichzeitig veröffentlichte “Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmung” (MVV TB) wurde unter anderem die TR Instandhaltung in das Bauordnungsrecht aller 16 Bundesländer eingeführt. Dies ist geschehen, obwohl die Europäische Kommission die Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass die Entwürfe für die Teile 1 und 2 der TR Instandhaltung nicht konform mit dem EU-Recht sind. Deswegen wurden die deutschen Behörden aufgefordert, die notifizierten Entwürfe anzupassen. Fachexperten der Deutschen Bauchemie hatten die veröffentlichen Texte geprüft und festgestellt, dass sie weitgehend identisch sind mit den bemängelten Texten. Sie wurden also nicht entsprechend der Hinweise der EU-Kommission überarbeitet, und das, obwohl diese betont hat, dass sie sich die Eröffnung eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland vorbehalten, sofern Deutschland seiner gesetzlichen Pflicht zur rechtskonformen Ausgestaltung des Regelwerks nicht nachkomme. Laut der Deutschen Bauchemie missachte das Regelwerk das Behinderungsverbot der Bauproduktenverordnung (EU) Nr. 305/2011 sowie das EuGH-Urteil C.100/13 vom 16. Oktober 2014. Da es nicht unwahrscheinlich ist, dass die Regelung bald entweder direkt von der EU-Kommission oder einem rechtswidrig belasteten Dritten vor Gericht angegriffen und somit als unwirksam erklärt wird, entsteht eine große Verunsicherung bei Planern und Ausführenden. Denn diese sind dem Risiko ausgesetzt, nach einem Regelwerk geplant und gebaut zu haben, das zum Zeitpunkt der Abnahme von Bauleistungen schon nicht mehr gilt.

Das erste kommerziell gedruckte Haus steht in New York

Preislich unterbietet das gedruckte Haus sowohl die in Europa gängige Stein- und Betonbauweise als auch die in den USA üblichen Holzbauten. Zudem altert es langsamer.

Häuser drucken statt mühsam zu bauen ist schon seit Jahren eine Wunschvorstellung, die sich immer mehr der Realität nähert. In den USA ist nun das erste kommerziell gedruckte Gebäude zum Kauf gelistet und es dürfte die Preise in der Gegend gehörig zum Wanken bringen. Ein 1.000 Quadratmeter Grundstück, darauf ein Haus mit 130 Quadratmetern, drei Schlafzimmer, zwei Bäder, ein gigantisches Wohnzimmer und eine Garage. Auf den Immobilienfotos ist es optisch nicht von herkömmlichen Gebäuden zu unterscheiden. Doch schaut man auf den Preis, denken die meisten potenziellen Hauskäufer wohl, hier einen Betrug entdeckt zu haben. Während andere Gebäude ähnlicher Größe in Riverhead im Bundesstaat New York deutlich über 500.000 Dollar kosten, soll dieses Gebäude nur 300.000 Dollar kosten. Und das, obwohl die meisten Gebäude in den USA aus Holz gebaut werden und somit deutlich schneller altern als Betongebäude, wie das Haus aus dem 3D-Drucker eines ist. Um die Skepsis der Leute zu beruhigen, verspricht der Hersteller SQ4D eine Garantie über 50 Jahre. Die Konstruktion des Hauses findet unmittelbar vor Ort statt. Mit einem Roboter wird zunächst das Fundament und die Innen- und Außenwände aus einem speziellen Betongemisch gedruckt. „3D Printing Media Network“ berichtet bereits von zahlreichen weiteren Bauprojekten von New York bis Kalifornien.