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Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau sucht neue Sachverständige

Der Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau (VQC) wächst stetig. Aus diesem Grund werden nun Bundesweit neue Sachverständige gesucht.

Insgesamt 3.200 Prüfaufträge gingen 2017 beim VQC ein – 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Einschließlich November seien zudem von 37 VQC-Sachverständigen insgesamt 6.600 Baustellen-Begehungen durchgeführt worden.

Um der gestiegenen Nachfrage nach einer zertifizierten Qualitätskontrolle von Ein- und Zweifamilienhäusern hinterher zu kommen, sucht der VQC bundesweit neue Sachverständige auf freiberuflicher Basis. Infrage kommen dabei vor allem Bauingenieure sowie Architekten mit Berufserfahrung. Besonders gefragt sind dabei zurzeit Interessenten aus den Regionen rund um Greifswald, Stralsund, Rostock, Lübeck und Uelzen. Aber auch für andere Regionen Deutschlands werden immer wieder Sachverständige gesucht.

 

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Personalrochade an der Spitze von Schöck

Alfons Hörmann und Nikolaus Wild

Stühlerücken bei der deutschen Schöck AG: Bei dem Hersteller für Fassadenelemente tauschten zwei langjährige Manager des Unternehmens ihre beiden Posten untereinander.

Zwei bekannte Gesichter lenken auch weiterhin die Geschicke der Schöck AG. Zum Jahreswechsel wechselte der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Alfons Hörmann in das Amt des Vorsitzenden im Vorstand der Schöck AG und des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Schöck Bauteile GmbH. Sein Vorgänger Nikolaus Wild besetzt im Gegenzug nun den frei gewordenen Chefposten im Aufsichtsrat.

Weiterentwicklung des Unternehmens als primäre Aufgabe

„Ich freue mich nach fast zwei Jahrzehnten im Schöck-Aufsichtsrat auf die neue Aufgabe im Vorstandsteam und möchte die Schöck-Erfolgsgeschichte mit dem bewährten Führungsteam zukunftssicher fortschreiben. Die Megatrends Umweltorientierung, Energieeinsparung und Digitalisierung stellen neue Anforderungen auch an unser Unternehmen. Die daraus resultierenden Chancen werden wir aktiv nutzen“, sagte Alfons Hörmann. Besonders die Entwicklung des innovativen Glasfaserbetons soll vorangetrieben werden.

Hörmann saß bereits seit 1999 im Aufsichtsrat und entwickelte zusammen mit der Besitzerfamilie der AG das Unternehmen über lange Zeit weiter. Nikolaus Wild dagegen war von 2001 bis 2015 Vorstandsvorsitzender der Schöck AG. Dann ging er zunächst in den Ruhestand, kehrte aber Mitte 2017 in den Aufsichtsrat zurück, dessen Vorsitzender er nun ist. „Kontinuität in der Unternehmensleitung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor mittelständischer Familienunternehmen und das werden wir auch bei Schöck konsequent fortsetzen“, so Wild.

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Jeder Dritte nutzt Smart Home-Anwendungen

Die intelligente Vernetzung des Zuhauses mit dem Internet, meist unter dem Begriff Smart Home zusammengefasst, erobert den deutschen Markt, bestätigen mehrere Studien.

Smart Homes sind auf dem Vormarsch: Die digitale Vernetzung der eigenen vier Wände hat bereits in jedem dritten deutschen Haushalt in irgendeiner Form Einzug gehalten, insgesamt dürfte der Markt aber noch deutlich größer werden. Studien im vergangenen Jahr ergaben, dass das Wachstumspotential enorm ist, allerdings auch die Bedenken der Deutschen.

40 Prozent gelten als „interessiert“

Eine dieser Untersuchungen war im Juni 2017 der „Smart Home Monitor“ der deutschen Marktforschungsgesellschaft Splendid Research. Hier gaben 36 Prozent der Befragten an, bereits Anwender eines oder mehrerer Smart Home-Produkte zu sein. Weitere 40 Prozent galten als „interessiert“ an der Technologie. Eine enorme Chance für die Hersteller: Drei Viertel der Teilnehmer waren damit offen für die Nutzung der Technologie, Splendid Research erwartet deshalb ein Marktpotential von 22,2 Milliarden Euro jährlich auf dem deutschen Markt.

Genutzt wurden die bereits installierten Geräte der befragten Nutzer vor allem zum Energiemanagement (59,7 Prozent) und für Entertainment und Kommunikation (56,1 Prozent). Hausautomation und Komfort (36,4 Prozent), Gebäude- und Wohnungssicherheit (32,5 Prozent) und Gesundheit (15,5 Prozent) lagen deutlich dahinter. Interessanterweise waren die Anschaffungsgründe vor allem der Komfort (63,9 Prozent), gefolgt von Sicherheit (39,1 Prozent) und Spaß (31,6 Prozent).

Dass sich nicht schon mehr Menschen eine solche Anwendung ins Haus geholt haben, hat verschiedene Gründe: Mehr als die Hälfte der Befragten (55,8 Prozent) gab an, dass sie die Wahrung ihrer Privatsphäre als gefährdet ansieht. Auch dass die Geräte mit anderen Anwendungen inkompatibel sein könnten (46 Prozent) oder gehackt werden könnten (33,8 Prozent) fürchteten einige der Umfrageteilnehmer.

Preise sinken immer weiter

Ein Grund für die steigende Beliebtheit der Produkte ist auch der sinkende Preis der Anwendungen. „Die Smart Home Produkte werden für weitere Bevölkerungskreise interessant. Gleichzeitig machen sinkende Preise viele Geräte auch für immer mehr Haushalte erschwinglich “, sagt Thilo Gans, Geschäftsführer der Verbraucherplattform home&smart GmbH.

Ganz billig ist eine umfassende Umrüstung eines Hauses auf die digitale Vernetzung aber weiterhin nicht: home&smart hat errechnet, dass zwei- bis dreitausend Euro für ein solches System notwendig wären. Darin enthalten sind Lautsprecher, Sprachassistenten, WLAN-Steckdosen, Thermostate, Rauchmelder, Türschloss, Tür- und Fenstersensoren, Überwachungskamera, Bewegungssensoren und Lichtsteuerungen sowie Multiroom-WLAN Speaker.

Bei der zukünftigen Entwicklung sind sich alle einig, dass es nur weiter aufwärts gehen kann – ein Abfallen der Beliebtheit von Smart Homes ist nicht in Sicht.

 

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DIW erwartet Ende des Neubau-Booms

Die deutsche Baukonjunktur wird sich auch 2018 weiterhin positiv entwickeln, glaubt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Für den Neubau gilt das aber nicht.

Gute und schlechte Nachrichten für die deutsche Baubranche hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seiner Prognose des Bauvolumens für das Jahr 2018 parat: In der jetzt veröffentlichten Studie berichten die Marktforscher, dass sich die Konjunkturentwicklung am Bau auch in diesem Jahr steil nach oben zeigen wird. Dies gehe allerdings mit einem Rückgang des Wohnungsneubaus und steigenden Preisen einher.

Modernisierungen wieder wichtiger

Einen großen Beitrag zur starken Baukonjunktur sollen in den kommenden Jahren die Modernisierungen des Gebäudebestands spielen. 2017 verzeichnete man noch ein Plus an Sanierungsmaßnahmen von 4,7 Prozent, 2018 und 2019 seien hier Zuwachsraten von 6 und 7,5 Prozent zu erwarten. „Typischerweise wird beim Kauf einer Immobilie auch immer ihre Substanz modernisiert. Gemessen am Transaktionsvolumen der vergangenen Jahre auf dem Wohnungsmarkt hat sich hier Sanierungsbedarf aufgestaut“, sagen die Autoren der Studie, Martin Gornig und Claus Michelsen.

Insgesamt erwarten die Ökonomen ein Umsatzwachstum der Baubranche von 1,8 Prozent in diesem und 2,4 Prozent im kommenden Jahr. Dieses Plus wird vor allem vom Wohnungsbau getragen, der 2018 um 3,5 und 2019 um 3 Prozent wachsen soll. Im öffentlichen Bau erwartet das DIW einen Rückgang der Umsätze um 1,6 Prozent in diesem Jahr sowie ein Plus im kommenden Jahr von 0,6 Prozent. Der gewerbliche Bau soll 2018 in etwa gleich bleiben (plus 0,2 Prozent), dafür aber 2019 um starke zwei Prozent zulegen.

Das deutsche Bauvolumen soll in diesem Zeitraum von 373 Milliarden Euro (2017) zuerst auf 392 Milliarden Euro (2018) und dann auf 414 Milliarden Euro (2019) ansteigen. Dieser deutliche Umsatzzuwachs wird laut Prognose aber nur bedingt die Kassen der deutschen Bauunternehmen füllen, denn auch Löhne, Energie, Rohstoffe und Grundstücke sollen deutlich teurer werden, sodass die Gewinne deutlich niedriger ausfallen werden.

Teure Preise behindern Neubau

Genau dieser Anstieg der Preise im Baugewerbe ist es, was Experten derzeit am meisten Sorge bereitet. Leistungen von Bauunternehmen und Handwerkern werden immer teurer, ganz abgesehen von den mittlerweile astronomischen Grundstückspreisen in deutschen Großstädten. Da deutsche Unternehmen außerdem aufgrund des Fachkräftemangels durchschnittlich zu wenig Personal haben, verzögern und verteuern sich ihre Einsätze zunehmend. „Bekanntermaßen ist in den gefragten Lagen der großen Städte das Bauland knapp, und die Bauwirtschaft arbeitet an der Grenze ihrer Kapazitäten“, wird Claus Michelsen in einer DIW-Pressemitteilung zitiert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Beim Wohnungsbau werden in den kommenden Jahren Einschnitte nicht zu verhindern sein. Bauherren werden neben den hohen Grundstückspreisen mittelfristig nämlich auch unter den langsam wieder steigenden Zinsen leiden, die das Aufnehmen von Krediten erschweren. So werden die Investitionen in den Geschosswohnungsbau von 2017 auf 2018 noch einmal um 8 Prozent zulegen, im Jahr darauf dann aber schon nur noch halb so stark steigen. Und rechnet man die steigenden Baupreise mit ein, wird selbst dieses Plus in Realität noch viel kleiner sein, meint das DIW.

Politische Lösung gefordert

Das Problem ist damit klar umrissen, doch was ist die Lösung? Die Studienautoren sehen die Politik in der Pflicht: „Die Aufstockung von Gebäuden, die Bebauung in zweiter Reihe und das Schließen von Baulücken birgt großes Potential, Wohnraum dort zu schaffen, wo die Nachfrage groß ist. Mit einer Investitionszulage für die Nachverdichtung könnte die Politik zusätzliche Investoren aktivieren“, so Michelsen. Er und sein Kollege Gornig schlagen vor, mehr Geld in die Stadtentwicklung zu investieren und so in bereits bestehenden Wohnvierteln mehr Wohnraum zu schaffen.

 

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Neuer Gefahrentarif im Zimmererhandwerk

Seit dem 1. Januar 2018 gilt der 3. Gefahrentarif der BG BAU. Die neue Regelung schließt vor allem Zimmererunternehmen mit ein, die nun höhere Beiträge zahlen müssen.

Weil in manchen Berufszweigen das Unfallrisiko deutlich höher ist als in anderen, müssen diese Gewerke auch höhere Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung bei der Berufsgenossenschaft zahlen. Zu dieser Gruppe gehören seit dem neuen Jahr auch die Zimmerer.

Gefahrentarif für risikoreiches Arbeiten

Wie die BG BAU mitteilt, gibt es im neuen „3. Gefahrentarif“ der Genossenschaft nun eine neue Tarifstelle für das Zimmererhandwerk. Damit werden Zimmerarbeiten als eigene Kategorie der baugewerblichen Arbeit aufgefasst und erhalten einen eigenen Schlüssel zur Bemessung der Beiträge. Vorher zählten sie in die Kategorie „Bauwerksbau“, von nun an zahlen die Unternehmen deutlich höhere Beiträge als in ihrer vorherigen Kategorie, während die Beiträge in der Tarifstelle „Bauwerksbau“ im Gegenzug sinken.

„Die Unfallbelastung lässt es nicht mehr zu, dass Zimmererarbeiten und die Gewerbezweige der Tarifstelle ‚Bauwerksbau‘ in einer gemeinsamen Tarifstelle zusammengefasst werden“, teilt die BG mit. Arbeiten in der Tarifstelle „Zimmererarbeiten“ haben nun einen Beitragsfaktor von 18,12, während der Faktor bei „Bauwerksbau“ nur noch 12,58 beträgt. Beiträge für Zimmerer sind somit fast 50 Prozent höher als im restlichen Bauhandwerk.

Diese Gefahrentarife existieren, damit besonders unfallträchtige Gewerke mehr Geld in das Beitragssystem der BG einzahlen, da diese Gewerke auch öfter die Leistung der Unfallkasse in Anspruch nehmen. Die Höhe der tatsächlich zu zahlenden Beiträge hängt davon ab, wie viel Geld die BG im abgelaufenen Kalenderjahr für ihre Leistungen ausgeben musste. Führt ein Beschäftigter eine Risikotätigkeit aus, muss sein Unternehmen den zu zahlenden Beitrag mit dem oben genannten Faktor multiplizieren.

Zu viele Unfälle bei den Zimmerern

Da die BG BAU auch die Unfallstatistik im Baugewerbe führt, kann sie die Beitragserhöhung für die Zimmerer gut begründen: 2016 lag die durchschnittliche Unfallquote im Bereich der Bauwirtschaft und baunaher Dienstleistungen bei 55,29 Fällen pro 1.000 Beschäftigten. Bei den Zimmerern dagegen lag die Quote deutlich über 100. Im Durchschnitt erleidet jährlich jeder achte Beschäftigte hier einen Unfall.

Um diese Zahlen mittelfristig zu verringern, plädiert die Genossenschaft für sicherere Arbeitsplätze und nimmt die Unternehmen mit in die Verantwortung. „Angesichts der Entwicklungen sind Unternehmen im Zimmererhandwerk besonders gefordert, die Arbeitsplätze sicher zu gestalten und mehr in den Arbeitsschutz zu investieren! Die Fachleute der BG BAU unterstützen und beraten dabei“, gab BG BAU-Hauptgeschäftsführer Klaus-Richard Bergmann zu Protokoll.

Außerdem erinnert die Genossenschaft daran, dass Beiträge gesenkt werden, wenn ein Unternehmen in die Arbeitssicherheit seiner Beschäftigten investiert. Besondere Anschaffungen, die das Arbeiten erleichtern oder die Mitarbeiter vor anderen Belastungen schützen, können sich positiv auf die Beiträge auswirken. Schutzmaßnahmen gegen Absturz und handgeführte Sägen zählen dabei genauso wie Weiterbildungen bei der BG.

 

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Internationale Zusammenarbeit: BAK und bdla bündeln ihre Kräfte

Mitte Dezember haben die Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) eine Zusammenarbeit auf internationalem Parkett vereinbart.

Mit dem gemeinsamen Ziel, die berufspolitische Interessenvertretung der Landschaftsarchitekten auf europäischer und internationaler Bühne effizienter zu gestalten, haben BAK-Vizepräsident Prof. Ralf Niebergall und bdla-Präsident Till Rehwaldt im Dezember in Berlin eine Vereinbarung über die internationale Zusammenarbeit der beiden Verbände unterzeichnet.

In diesem Zusammenhang ist die BAK ab sofort ordentliches Mitglied im internationalen Verband der Landschaftsarchitekten (IFLA) sowie der IFLA Europe, welche die europäische Region vertritt. Gleichzeitig wechselt der bdla seinen Mitgliedsstatus und wird assoziiertes IFLA-Mitglied. Auf diese Weise übernimmt also die Bundesarchitektenkammer die deutsche Vertretung und sämtliche sich aus der Mitgliedschaft ergebenden Rechte und Pflichten bei der IFLA. Durch den Beitritt der BAK wird das deutsche Mitglied mit rund 7.500 Landschaftsarchitekten in den 16 Länderkammern die stärkste Einzelorganisation in der IFLA.

Landschaftsarchitektur im Umbruch

Für Till Rehwaldt ist die „Kooperation ein Meilenstein für die deutschen Landschaftsarchitekten zur Vermittlung der fachliche Expertise der Profession. Mit der neu justierten Zusammenarbeit von BAK und bdla wird es gelingen, die Interessenvertretung der Landschaftsarchitekten – insbesondere in Brüssel – auf ein neues Level zu heben. Die fachlichen Herausforderungen in Europa sind gewaltig, die Profession der deutschen Landschaftsarchitekten ist gewappnet.“

Für die Bundesarchitektenkammer hob Prof. Niebergall die Bedeutung der intensivierten Kooperation hervor: „Mit der Vereinbarung steigern wir die Präsenz des gesamten Berufsstands. Ich freue mich, dass die Bundesarchitektenkammer mit einer gestärkten Stimme auf europäischer und internationaler Ebene sprechen kann.“

Inhaltliche Arbeit und Abstimmung der einzelnen Positionen von BAK und bdla sollen im Arbeitskreis Internationales der BAK erfolgen. Hierzu werden unterschiedliche Delegierte entsendet. Als deutscher Vertreter, welcher im Einvernehmen zwischen BAK und bdla festgelegt wird, ist bdla-Fachsprecher Prof. Fritz Auweck geplant.

 

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SOKA-BAU: Starke Bautätigkeit im November

Wie die letzten Auswertungen der übermittelten Beitragsmeldungen an die SOKA-BAU zeigen, ist das effektive Arbeitsvolumen im November 2017 saisonbereinigt um 2,8 Prozent gestiegen.

Das Arbeitsvolumen habe damit das höchste Niveau seit März 2017 erreicht. Allerdings ging die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer um 0,6 Prozent sowie die Bruttolohnsumme um 0,2 Prozent leicht zurück. Die Frühindikatoren sind aber wieder positiv ausgefallen: So sind sowohl die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (+0,2 Prozent), als auch die Baugenehmigungen im Hochbau (+1,0 Prozent) im Oktober angestiegen. Es bleibt aber abzuwarten, ob damit eine nachhaltige Wende zum Positiven eingeleitet wurde.

Im Trend sind die Auftragseingänge seit Ende 2016 nämlich rückläufig, während die Baugenehmigungen nach einem schwachen ersten Halbjahr 2017 lediglich wieder das Niveau vom Jahresende 2016 erreicht haben.

Schlechtere Finanzierbarkeit von Wohnimmobilien

Die Rahmenbedingungen für den privaten Wohnungsbau haben sich ebenfalls graduell verschlechtert: „Zwar lagen die Zinsen für neue Hypothekenkredite im November auf dem Niveau des Vormonats, die gesamte Kreditbelastung der privaten Haushalte ist – im Verhältnis zu den verfügbaren Einkommen – aufgrund der steigenden Immobilienpreise allerdings angestiegen“, heißt es dazu in der Meldung. Die Finanzierbarkeit von Wohnimmobilien habe sich damit für private Haushalte weiter verschlechtert.

Die Stimmung in der Industrie hat sich allerdings verbessert: Wegen bestehenden Kapazitätsengpässen stiegen auch die Lieferzeiten auf Rekordwerte. Dadurch sei ein stärkerer Anstieg der Unternehmensinvestitionen vorgezeichnet, und damit auch der Wirtschaftsbauinvestitionen.

 

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Solarstromspeicher: Förderung verschlechtert sich

Für Solarstromspeicher können Privatpersonen und Unternehmen auch weiterhin Förderungen in Anspruch nehmen. Zum 1. Januar haben sich die Konditionen jedoch verschlechtert.

Die KfW Bankengruppe bietet Privatpersonen und Unternehmen auch im neuen Jahr weiterhin einen zinsverbilligten Kredit mit hohem Tilgungszuschuss für den Erwerb von Solarstromspeicher an. Dieser ist zum 1. Januar allerdings von 13 Prozent auf 10 Prozent gesunken.

Wer sich also eine typische Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von fünf Kilowatt zulegen will, erhält einen maximalen Kreditbetrag von 10.000 Euro und einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 1.000 Euro für die Solarbatterien. Allerdings ist Eile geboten, denn nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stehen nur noch begrenzt Fördermittel zur Verfügung, obwohl das Programm offiziell erst am 31. Dezember 2018 endet.

Zum Vergleich: 2017 hatte die KfW allein bis Ende Mai rund 3.200 Förderungen für Heimspeicher genehmigt. Für 2018 sind Gelder für insgesamt 5.000 Speicher vorhanden. Setzt sich der Trend des Vorjahres fort, wird es ab Mitte August keine Gelder mehr geben.

Nicht alle Solarspeicher werden gefördert

„Der Staat fördert nur Speicher an kleinen und mittleren Solaranlagen“, erklärt Jürgen Groß vom Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN). „Batteriesysteme in Verbindung mit Photovoltaikanlagen über 30 Kilowatt installierter Leistung sind nicht förderfähig.“

Eigentümer des stationären Batteriesystems erhalten nur dann eine finanzielle Unterstützung, wenn die dazugehörige Photovoltaikanlage nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurde. Zudem muss für die Batterien des Speichersystems eine Zeitwertersatzgarantie des Händlers oder Herstellers für einen Zeitraum von zehn Jahren vorliegen. Im Falle eines Defekts kann dann nämlich zumindest der Wert des Stromspeichers zum Zeitpunkt des Ausfalls ersetzt werden.

Wer sich für eine neue Photovoltaikanlage mit Solarstromspeicher entscheidet, kann für den Speicher einen Kredit in Höhe von maximal 2.000 Euro pro Kilowattstunde installierter Solaranlagenleistung beantragen. Da die Kosten bei einer Nachrüstung etwas höher sind, gibt es für die Nachrüstung einer bereits bestehenden Solarstromanlage mit einem Batteriespeicher sogar 2.200 Euro je Kilowattstunde.

Förderungen gesenkt

„Der Fördersatz beim Tilgungszuschuss gibt an, welchen Anteil der Nettoinvestitionskosten, die für den Kauf und Einbau eines Batteriespeichers anfallen, der Staat übernimmt“, heißt es dazu in einer Pressemeldung. „Bis zum Jahresende beträgt er noch zehn Prozent. Ursprünglich sollte die letzte Degressionsstufe erst am 1. Juli 2018 in Kraft treten. Da das Bundeswirtschaftsministerium den Zuschuss jedoch am 1. Oktober 2017 außerplanmäßig um drei Prozentpunkte auf 13 Prozent abgesenkt hatte, und zum Jahreswechsel eine weitere Absenkung vorgesehen war, wurde die letzte Förderstufe nun auf den 1. Januar vorgezogen. Der Grund für die vorgezogene Absenkung der Förderung seien stärker gesunkene Anschaffungskosten als prognostiziert“, so das Ministerium.

 

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Kein Schimmel dank Smart Home

Intelligente Anwendungen können für eine bessere Luftqualität in den eigenen vier Wänden sorgen und damit effektiv gegen Schimmel vorbeugen.

Eine gesunde und angenehme Raumluft fördert nicht nur das Wohlbefinden, für die Langlebigkeit eines Gebäudes ist sie sogar unabdingbar. Entsprechende Smart Home-Anwendungen sorgen daher nicht nur für frische Luft für seine Nutzer, sie schützen aufgrund einer guten Durchlüftung auch die Bausubstanz vor zu hoher Feuchtigkeit.

Schimmel entsteht bei zu hoher Luftfeuchtigkeit relativ zur Temperatur. In der Praxis bedeutet das, dass vor allem kalte und feuchte Räume, wie etwa Keller oder Bad, besonders anfällig sind. Der Schimmel breitet sich dabei gerne an Stellen aus, an denen sich feuchte Luft an kalten Oberflächen niederschlägt.

Aus diesem Grund ist es vor allem im Winter wichtig, regelmäßig zu lüften. Da viele Menschen im Alltag hierfür allerdings keine Zeit finden, kann ein Smart Home viele Bewohner entlasten.

Smarte Fenster sorgen für frische Luft

Durch Sensoren in den verschiedenen Räumen können Anwender unkompliziert die Luftqualität des gesamten Hauses im Blick behalten und entsprechend reagieren. In Kombination mit einer intelligenten Fenstersteuerung lüftet das Smart Home-System dann automatisch im ganzen Haus. Natürlich ist es auch möglich spezielle Regeln zu erstellen, die für jeden Raum individuell angepasst werden können.

Insgesamt sollte die Raumtemperatur nie unterhalb des Taupunktes liegen, bei der sich Wasserdampf als Tau, Nebel oder Kondenswasser abscheidet. Abhilfe kann hier eine intelligente Heizung schaffen, die durch das Einstellen der korrekten Temperatur einer Schimmelbildung vorbeugt. Auch hier sind natürlich individuelle Regeln einstellbar.

Vernetzung bietet umfassendsten Schutz

Für noch mehr Sicherheit und Komfort lassen sich das Heizungssystem mit Sensoren zur Luftqualität und einer dezentralen Lüftungsanlage vernetzen. Der Anwender stellt dann lediglich Richtwerte zu Temperatur und Luftqualität ein und der Regler veranlasst dann selbstständig das Heizen und Lüften – oder erinnert daran, die Fenster zu öffnen. Dies spart auch bares Geld: Das System reguliert nämlich automatisch die Heizung herunter, wenn die Fenster geöffnet sind, um Energiekosten zu sparen. So lassen sich die Heizkosten reduzieren, die Schimmelbildung vermeiden und ein konstant angenehmes Raumklima schaffen.

 

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Einbruchschutz durch Alurollläden

Rollläden bieten nicht nur Schutz vor Sturm, Kälte und unerwünschten Blicken, spezielle Modelle aus robustem Aluminium erschweren auch das Geschäft von Einbrechern.

Materialkunde wird auch für Einbrecher immer wichtiger. Denn wer nicht auf den ersten Blick Aluminium- von Kunststoffrollläden unterscheiden kann, wird schnell entnervt sein. Im Vergleich zu einfachen Ausführungen aus Kunststoff sind Rollläden aus Aluminium nämlich nur schwer zu knacken.

„Stranggepresste Stäbe sind dickwandiger und dadurch sehr viel stabiler als ausgeschäumte Kunststoff-Varianten“, wird Steffen Schanz, kaufmännischer Leiter von Schanz Rollladensysteme im Online-Fachmagazin haustechnikdialog.de zitiert. „Solche Rollläden lassen sich kaum auseinanderziehen. In geschlossenem Zustand sind sie noch zusätzlich über ein Seilzug-System fixiert, das von Blenden und Führungsschienen verdeckt ist. Auf diese Weise lassen sich Rollläden nicht einfach aushängen oder abmontieren.“ Nur mit schwerem Gerät, viel Zeit und einiges an Gewalt ließe sich hier etwas ausrichten.

Arbeit schreckt Einbrecher ab

Vor allem im Winter, wenn die Tage kürzer werden und es draußen lange dunkel bleibt, haben Einbrüche Konjunktur. Doch die wenigsten Einbrecher sind dabei gut ausgerüstete Profis. Oftmals haben sie nur einen einfachen Schraubendreher dabei, mit dem ungesicherte Standardfenster innerhalb weniger Sekunden aufgehebelt werden können. Stoßen sie dabei auf Widerstand oder dauert die Prozedur länger, bekommen die meisten Täter schnell kalte Füße und brechen den Versuch ab.

Gerade im Winter erfüllen stabile Rollladen-Systeme vor allem drei Funktionen: Sie schützen vor Gewitter, Stürmen und Starkregen, dienen als Wärmedämmung und halten ungebetene Gäste auf Abstand. „Sollten Rollläden bei einem Einbruchsversuch beschädigt werden, kommt die Reparatur meist billiger, als beschädigte Fenster und Türen auszutauschen“, so Steffen Schanz. Daher sei es besonders im Erdgeschoss ratsam, auf hochwertige Aluvarianten zu setzen.