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DGB will besseren Schutz und Mindestgehalt für Azubis

Lehrjahre sind keine Herrenjahre – in Handwerk und Industrie gilt diese Weisheit weiterhin. Trotzdem sollten Auszubildende größere Rechte haben, fordert jetzt der DGB.

Die gute Nachricht zuerst: 70 Prozent der Auszubildenden in Deutschland sind mit ihrer Ausbildung zufrieden. Mit dieser Zahl, die der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinem Ausbildungsreport 2018 nennt, ist es aber nicht getan, denn an vielen anderen Punkten sieht der Bund noch großes Verbesserungspotential. Darunter ist neben strikteren Regelungen zu Ausbildungsinhalten und Arbeitszeiten auch eine Ausbildungsmindestvergütung für alle Azubis in Deutschland.

Ein Drittel macht Überstunden

So seien regelmäßige Überstunden in einer gut strukturierten Ausbildung eigentlich nicht angebracht, meint der DGB. Trotzdem arbeitet laut der Umfrage, an der 15.000 Auszubildende teilnahmen, jeder dritte von ihnen regelmäßig länger als im Arbeitsvertrag festgehalten. Jeder vierte wird sogar im Schichtdienst eingesetzt. „Insbesondere Schichtarbeit ist ein Problem. Bei den Hotelfachleuten und den FachverkäuferInnen im Lebensmittelhandwerk sind fast 80 Prozent der Auszubildenden im Schichtdienst tätig. Bei jedem, bzw. jeder Zweiten wird die gesetzliche Ruhezeit nicht eingehalten, viele von ihnen müssen öfter am Wochenende arbeiten, obwohl das nur die Ausnahme sein sollte“, so DGB-Jugendreferent Daniel Gimpel.

Gerade Hotelfachleute, Zahnmedizinische Fachangestellte sowie Auszubildende im Einzelhandel hätten in der Umfrage negative Angaben gemacht, aber auch Handwerksberufe wie Tischler und Lebensmittel-Fachverkäufer. Dem DGB ist darüber hinaus auch ein Dorn im Auge, dass mehr als die Hälfte der Befragten auch nach Dienstschluss für ihre Chefs erreichbar sein mussten. „Der Ausbildungsreport deckt auch dieses Mal gravierende Probleme bei der Ausbildungsqualität auf“, heißt es in einem Statement von Gimpel.

Ein weiteres Manko: Ein Drittel der Befragten hatten keinen Ausbildungsplan bekommen, in dem die Lehrinhalte festgelegt sind. Dies ist aber gesetzlich vorgeschrieben. „Spätestens bei den Zwischen-und Abschlussprüfungen rächt sich eine solche betriebliche Praxis. Denn es kann zu enormen Schwierigkeiten führen, wenn den Auszubildenden wichtige Lerninhalte fehlen“, so Gimpel.

Mindestausbildungsvergütung gefordert

Der DGB fordert außerdem, bei einer Überarbeitung des Berufsbildungsgesetzes auch eine Mindestvergütung für Azubis einzuführen. 635 Euro monatlich stellen die Gewerkschafter für das erste Lehrjahr dafür in den Raum, die in vielen Berufszweigen nicht erreicht werden. Darüber hinaus sollen alle weiteren Kosten, die bei der Ausbildung in irgendwelcher Form entstehen, ausschließlich vom Betrieb getragen werden.

Darüber hinaus moniert der DGB bestimmte Arbeitszeitregelungen: Nicht nur sollten regelmäßige Überstunden und Schichtarbeit vermieden werden, auch sollen Wege- und Pausenzeiten künftig als Arbeitszeit angesehen werden und die Praxis der Rückkehrpflicht von Auszubildenden in den Betrieb nach dem Berufsschulunterricht abgeschafft werden. Darüber hinaus fordern Gimpel und seine Mitstreiter, dass Azubis am letzten Arbeitstag vor der Prüfung bezahlt freigestellt werden und bei Nichtübernahme bei Ausbildungsende rechtzeitig informiert werden.

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Denkmalschutz: Hoch geschätzt, wenig gefördert

Die Aktionsgemeinschaft privates Denkmaleigentum fordert, mehr in bauliches Kulturerbe zu investieren. Die Förderung denkmalgeschützter Häuser käme demnach viel zu kurz.

Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 wird das kulturelle Erbe in den Mittelpunkt gestellt und auf allen politischen Ebenen das reiche und vielfältige Kulturerbe von Politikern gewürdigt. Doch zwischen der offiziellen Wertschätzung dieser Denkmale und deren Förderung klafft eine unschöne Lücke. „Die Landesregierungen sparen nach wir vor an der Denkmalförderung und auch der Entwurf des Bundeshaushalts 2018 enthielt zunächst dort eine große Null, wo sonst ein Denkmalschutz-Sonderprogramm ein Vielfaches an Investitionen beflügelte, um wertvolle Bausubstanz vor dem Verfall zu retten.“, sagte Hubertus v. Dallwitz, der Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum in Berlin, im Vorfeld des diesjährigen Tages des offenen Denkmals.

Privater Denkmalschutz muss gefördert werden

„Der Großteil denkmalgeschützter Gebäude wird von privater Hand bewahrt und gepflegt. Je nach Bundesland sind es zwischen 65 bis 80 Prozent aller Baudenkmale. Die Landesregierungen sollten sich jetzt, im Jahr des europäischen Kulturerbes, dazu entschließen, ihre Denkmalförderetats aufzustocken, um das Engagement im privaten Denkmaleigentum zu unterstützen.“, so v. Dallwitz weiter. Die Leistungen der Privaten sind für das Kulturerbe unseres Landes von unübersehbarer und unverzichtbarer Bedeutung! Doch für sehr viele Denkmaleigentümer sind dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen ihres Denkmals erst machbar, wenn sich Bund oder Land mit einem Zuschuss an den Kosten beteiligt.

Die denkmalfachlichen Mehrkosten durch behördliche Auflagen sind erheblich. Daher fordert die Aktionsgemeinschaft die Länder auf, je 10.000 Denkmale mindestens zwei Millionen Euro an Zuwendungen bereitzustellen. Nur Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt erfüllen bisher dieses Ziel.

Steuerliche Vorteile für Denkmalschutz

Weitere Forderungen der Aktionsgemeinschaft, welche sich für die Denkmal besitzenden Mitglieder zweier Bundesverbände einsetzt, sind: Befreiung der Denkmaleigentümer von der Grundsteuer und Wiederanhebung der Abzugsfähigkeit von Aufwendungen in zu eigenen Wohnzwecken genutzten Baudenkmalen von 90 Prozent auf 100 Prozent (§ 10f EStG).

Die von der Deutschen Burgenvereinigung und den Familienbetrieben Land und Forst gegründete Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum vertritt die Interessen von rund 1.000 privaten Denkmaleigentümern gegenüber Bund und Ländern in Fragen des Denkmalschutzrechts.

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Trotz weniger Arbeitsunfälle: Anzahl tödlicher Unfälle alarmierend

Zwar verunglückten im Jahr 2017 insgesamt weniger Menschen auf deutschen Baustellen als noch im Jahr zuvor, allerdings stieg die Anzahl an tödlichen Arbeitsunfällen.

Im Jahr 2017 verunglückten 103.755 Beschäftigte auf deutschen Baustellen. Das sind 1.065 Menschen weniger als im Vorjahr. Das teilte nun die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) mit. Allerdings ist die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle angestiegen. 2017 starben am Bau 88 Personen, 15 mehr als im Vorjahr.

„Hinter jedem einzelnen Arbeitsunfall steckt ein persönliches Schicksal, das zum Teil große Auswirkungen auf den Betrieb sowie das familiäre und soziale Umfeld der Verunglückten hat. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns alle weiter gemeinsam für eine sichere, gesunde und nachhaltige Bauwirtschaft einsetzen.“ Das sagte Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der BG BAU.

Der langfristige Rückgang der Unfallzahlen hat sich verlangsamt, doch der Trend bleibt: So geschahen 2017 immerhin 18.476 Arbeitsunfälle weniger als noch vor zehn Jahren und auch die Unfallquote – also die Unfallzahlen in konjunkturbereinigter Sicht – ist weiter rückläufig: Diese Quote ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,98 Prozent auf 53,64 Fälle pro Tausend Personen zurückgegangen. Vor zehn Jahren lag diese Tausend-Personenquote noch bei 66,60 Fällen. „Gründe für den langfristig rückläufigen Trend sehen wir im gewachsenen Sicherheitsbewusstsein der Unternehmen und einer guten Zusammenarbeit zwischen Innungen, Verbänden, Gewerkschaften und der BG BAU“, so Bergmann weiter.

Absturzunfälle enden öfter tödlich

Ein Schwerpunkt im Unfallgeschehen waren 2017 die über 21.000 Sturz- und Absturzunfälle – auch schon aus geringen Höhen. Insgesamt machte das 20,5 Prozent der Arbeitsunfälle aus. 37,5 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle hatten Abstürze als Ursache. Dazu Bergmann: „Die Regeln und Vorschriften zum Schutz gegen Abstürze, wie Seitenschutz, Absperrungen an Arbeitsflächen, Fanggerüsten und Auffangnetzen müssen konsequent beachtet und umgesetzt werden.“

„Auch künftig werden wir unsere Präventionsmaßnahmen wirksam umsetzen und das Engagement für unser Präventionsprogramm ‚BAU AUF SICHERHEIT. BAU AUF DICH‘ weiter stärken. Sicheres Verhalten lohnt sich für jeden Berufstätigen, seine Familie und seine Kollegen. Und wir werben offensiv für die Betrieblichen Erklärungen“, sagte der Hauptgeschäftsführer. Damit erklären sich die Beschäftigten und Betriebsleitungen, gemeinsam lebenswichtige Regeln zu typischen Gefahrenquellen einzuhalten und bei Sicherheitsmängeln STOPP zu sagen. Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.bau-auf-sicherheit.de

Weiterhin eine große Rolle in der Präventionsarbeit spielt die konsequente Auswertung von Unfallursachen sowie Initiativen der BG BAU für eine Präventionsarbeit, die auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten ist. Zahlreiche präventive Maßnahmen, zum Beispiel gegen Absturz, für sichere Handmaschinen, zur besseren Ausrüstung von Baumaschinen und Baustellen-Lkw oder zur Organisation des Arbeitsschutzes unterstützt die BG BAU auch durch ihre Arbeitsschutzprämien.

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Gericht: Keine überflüssigen Verschönerungen durch Architekten

Architekten sind zwar für Ästhetik am Bau zuständig, doch müssen sie auch auf den Geldbeutel ihres Kunden achten. Ein überzogener Aufwand kann als Planungsmangel gelten.

Wenn ein Architekt oder Bauingenieur eine Maßnahme für einen Kunden plant und überwacht, dann kann der Auftraggeber davon ausgehen, dass diese Arbeiten sachgemäß und mängelfrei durchgeführt werden. Daran besteht kein Zweifel, doch ist das noch nicht alles: Auch darf der Bauherr erwarten, dass sich die Maßnahme auf die wesentlichen Aspekte beschränkt und finanziell im Rahmen bleibt, urteilte das Oberlandesgericht Braunschweig.

Streit um einen Pool

Dieser Grundsatzentscheidung ging ein Rechtsstreit zwischen einem Hausbesitzer und einem Architekten voraus. Das Haus verfügte über einen Swimmingpool, der undicht geworden war. Daraufhin beauftragte der Besitzer den Architekten und schloss mit ihm einen Architektenvertrag, in dem der Architekt Planung und Überwachung der Instandsetzungsarbeiten übernahm. Letzterer nahm seine Aufgaben aber sehr genau und wollte neben der Abdichtung und Neuverfliesung des Beckenbodens – was nach Aussage von Sachverständigen ausreichend gewesen wäre – auch den Beckenrand erneuern. Dadurch entstanden dem Bauherren Mehrkosten von fast 8.000 Euro, berichtet der Pressedienst der Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS).

Im darauffolgenden Rechtsstreit argumentierte der Bauherr, diese Maßnahme sei überflüssig, zu teuer und nicht abgesprochen. Das Gericht gab ihm Recht: „Eine Planung ist dann mangelhaft, wenn sie zwar technisch funktionstauglich ist, aber zu einem nicht erforderlichen Aufwand führt“, zitiert die LBS aus der Urteilsbegründung. Ein Architekt habe die Finanzen des Auftraggebers zu gut wie möglich zu schonen, denn bei einem normalen Architektenvertrag müsse sich der Bauherr darauf verlassen können, das der Planer nur die wirklich notwendigen Arbeiten durchführt.

Die Richter gaben dem Architekten auch einen Rat mit auf den Weg: Sollte er eine Ausweitung der Maßnahme um so einen großen Faktor wirklich für notwendig halten, sei eine Absprache mit dem Bauherren der beste und sicherste Weg. Denn der kennt seine Finanzen ja besser als jeder andere.

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Unipor entwickelt Ziegelstein mit integriertem Fallrohr

Fallrohre und Regenrinnen sind ja nicht wirklich schön anzusehen, doch am Haus kaum ersetzbar. Der Hersteller Unipor arbeitet deshalb an einem Fallrohr im Ziegelstein.

Bei der Gestaltung von Fassaden lassen sich Architekten, Planer und Hersteller immer neue Dinge einfallen, um das Gebäude schöner aussehen zu lassen. Was viele Beteiligte stört, sind Regenrinnen und Fallrohre außen am Haus, doch für das Abführen von Wasser sind diese Elemente nicht wegzudenken. Der deutsche Ziegel-Hersteller Unipor hat sich deshalb nun etwas einfallen lassen und arbeitet an einem Fallrohr, dass innerhalb der Ziegelfassade verläuft.

Studenten machen’s möglich

Entstanden ist diese Idee während eines von Unipor ins Leben gerufenen Seminar für Studenten der TUs Darmstadt und Delft. Sie sollten in kleinen Gruppen neue Möglichkeiten zur attraktiven Gestaltung von Fassaden entwerfen. Eine Gruppe erfand eine Ziegelfassade, bei der die Regenrinne in einer Furche innerhalb der oberen Abschlusssteine verlief. Das funktionierte so, dass die Steine dieser Reihe in U-Form gestaltet waren und damit die Rinne versteckten.

Der wirkliche Clou aber war ebenfalls unsichtbar: Einer der Abschlusssteine war nicht nur als Rinne designt, sondern hatte in der Mitte ein Loch. Hierdurch kann das Wasser nach unten abfließen, denn auch die Steine darunter sind von oben nach unten durchlöchert und dienen als „Fallrohr-Steine“. Das Ganze endet wie ein herkömmliches Fallrohr auch am Gebäudesockel, von wo aus auch Wartungsarbeiten durchgeführt werden können.

„Den Studierenden ist es eindrucksvoll gelungen, die Vielseitigkeit des Baustoffes Ziegel darzustellen“, freute sich Unipor-Geschäftsführer Dr.-Ing. Thomas Fehlhaber, der die Abschluss-Präsentation des niederländischen Kurses in Delft interessiert verfolgte. „Mauerziegel erfüllen nicht nur im klassischen Einfamilienhaus höchste Anforderungen, sondern sind auch für große Bauprojekte geeignet. Ein frischer Blick auf die Materie eröffnet dem traditionellen Baustoff mehr Perspektiven und rückt ihn in das Bewusstsein einer neuen Generation von Architekten.“

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Farbgranulate: Industrie fürchtet Rohstoffengpässe

Hersteller von Masterbatches (Farbgranulaten) fürchten Lieferengpässe, die aus gestiegenen Umweltauflagen und Produktionsstopps in verschiedenen chinesischen Chemieparks resultieren.

Hochlichtechte Farbstoffe basieren häufig auf Anthrachinon oder ähnlichen Vorstufen. Die Produktion dieser Zwischenprodukte für die Farbstoffsynthese wurde in den letzten Jahren aus Europa nach Asien verlagert. Der Masterbatch Verband im Verband der Mineralfarbenindustrie e. V., Frankfurt, sieht die Ursache für den derzeitigen Lieferengpass darin, dass es seit Mai dieses Jahres aufgrund gestiegener Umweltauflagen zu Produktionsstopps in verschiedenen chinesischen Chemieparks kommt.

So sind nach Informationen der Farbstoffhersteller von den Produktionsstopps etwa 300 Firmen betroffen, wobei die Behörden offenbar nicht unterscheiden, ob ein Unternehmen in Verstöße verwickelt ist – oder eben auch nicht. Die Masterbatch-Branche sieht sich deswegen einer verschärften Versorgungslage bei brillanten Gelb-, Orange-, Rot- und Grünfarbstoffen gegenüber. Betroffen sind davon insbesondere Masterbatches, die in die Einfärbung von Kunstfasern, Verpackungen und technischen Kunststoffen gehen.

Keine schnelle Lösung in Sicht

Mangels europäischer Produktionskapazitäten erwarten die Mitglieder des Masterbatch-Verbandes keine kurzfristige Normalisierung der Verfügbarkeit der obengenannten Farbstoffe. Als bedenklich bewerten sie die Abhängigkeit ihrer Zulieferindustrie von global verlagerten Versorgungsketten. Sie haben keinen eigenen Handlungsspielraum bei unvorhergesehenen Ereignissen.

 

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Effizient und umweltgerecht: Kalkschutz auf die pure Art

Bei vielen Verbrauchern wird das Bewusstsein zum gesunden und nachhaltigen Wasserkonsum immer größer. Im Fokus stehen vor allem Kalkschutz und Trinkwasservitalisierung.

Ob es um Essen, Trinken, Kleidung oder sonstige Dinge des täglichen Lebens geht: Eine wachsende Zahl von Verbrauchern achtet heute sehr genau darauf, was sie konsumiert und bevorzugt „puren“ Genuss, der mit Achtsamkeit und nachhaltig gutem Gewissen einhergeht. Beim Thema „Trinken“ erweist sich unser Leitungswasser als eine besonders einfache und zugleich umweltverträgliche Möglichkeit, gesund den Durst zu stillen. Zum einen gilt es als das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland, das zudem einen ähnlich hohen Gehalt an Mineralien wie Kalzium und Magnesium aufweist wie hochwertiges Flaschenwasser. In den meisten Fällen kann auch davon ausgegangen werden, dass Trinkwasser weniger Natrium enthält als Mineralwasser und daher in dieser Hinsicht ebenfalls gesünder ist und milder schmeckt.

Zum Zweiten ist es natürlich auch vor dem Hintergrund seiner Ökobilanz das „Getränk der Wahl“ für umweltbewusste Verbraucher. Denn beim Genuss von Leitungswasser fällt weder Plastikflaschenmüll an noch kommt es zu Schadstoffemissionen beim Transport.

Kalkfrei genießen

Perma-trade Wassertechnik antwortet auf dieses neue Bewusstsein unter den gesundheits- und umweltorientierten Verbrauchern mit primus vital, der eine Kombination aus Kalkschutz und Trinkwasservitalisierung darstellt. Basis dieser neuen Lösung ist das bewährte DVGW-zertifizierte Kalkschutzgerät permasolvent primus 2.0. Mittels Quadrupoltechnik verändert es das Kristallisationsverhalten des im Wasser gelösten Kalks. Dadurch können Kalkablagerungen an Wärmetauschern oder in der Trinkwasserinstallation deutlich miniert werden und der gelöste Kalk wird einfach mit dem Wasserfluss ausgeschwemmt. Somit werden unerwünschte Energieverluste bei der Warmwasserbereitung vermieden. Wertvolle Mineralien bleiben im Trinkwasser erhalten und die natürliche Wasserqualität wird nicht verändert.

Um diese zusätzlich weiter zu verfeinern, hat perma-trade seinen primus nun mit einem Vitalisierungsgerät kombiniert. Da entsprechend DIN 1988-200 in jedem Haus ein mechanischer Wasserfilter eingebaut sein sollte, ist primus vital auch mit Rückspülfiltern der Serie permaster black kombinierbar.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.perma-trade.de/produkt/primus-vital/

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Berlin: Ausweitung von Wohngebieten behindert Baubetriebe

Die deutschen Kommunen brauchen dringend mehr Platz für Wohngebiete. Die Ausweisung von Gewerbeflächen dagegen stagniert, was einigen Bauunternehmen zu schaffen macht.

Die deutsche Bauindustrie brummt wie lange nicht mehr. Dies liegt zu großen Teilen am Boom im Wohnungsbau, denn in deutschen Kommunen fehlt es an Wohnraum. Damit diese Gebäude aber entstehen können, braucht es Bauland, das in vielen Fällen durch die Umwandlung von Gewerbeflächen entsteht. Ironisch ist daran, dass gerade die vom Bauboom profitierenden Baubetriebe nun zu wenig Platz für ihre Betriebsflächen haben.

Es wird eng in Berlin

In Berlin ist die Situation gerade besonders angespannt, weshalb der dortige Rat der Bürgermeister an den Berliner Senat gewandt hat und eine Sicherung der Gewerbeflächen in der Hauptstadt gefordert hat, um kleine und mittlere Unternehmen zu stärken. „Viele unserer Berliner Mitgliedsbetriebe wollen ihre Kapazitäten erweitern, werden aber durch die mangelnde Ausweisung dringend benötigter Gewerbeflächen ausgebremst“, erklärt Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau Berlin Brandenburg.

Die Fachgemeinschaft appelliert vor allem deshalb an die Politik, weil sie die Unternehmen als wichtige Stütze in der Stadt sieht. Zum einen sollten die Bauunternehmen für eine zügige Ausweitung des Wohnraums sorgen, sie selbst hätten aber kaum Platz für ihre Betriebe. „Unsere Unternehmen können sich auf die gestiegenen Bedarfe nicht einrichten, wenn ihnen entsprechende Flächen nicht zur Verfügung gestellt werden. Gerade weil der öffentliche Druck, für mehr Wohnraum zu sorgen, in Berlin außerordentlich groß ist, muss das Land auf einen gesunden Mix von Wohnen und Gewerbe achten“, betont Dr. Schreiner.

Die Bürgermeisterkonferenz fordert aus diesen Gründen ein generelles Verbot der Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohngebiete und die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete. Darüber hinaus soll das Erbbaurecht aktualisiert und das so genannte „Landbanking“ erschweren, bei dem Grundstücke als Investitionsobjekte brach liegen.

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Ist das noch Handwerk? Betriebe zeigen Vielseitigkeit

Eine neue Ausstellung unter dem Motto: „Ist das noch Handwerk? Tradition als Basis, Zukunft fest im Blick.“, stellt die Wandelbarkeit des Handwerks in den Mittelpunkt.

Vom 13.-17. März 2019 stellen über 1.000 Handwerksbetriebe aus etwa 60 Gewerken die Innovationskraft und Wandelbarkeit des Handwerks auf einer Fachmesse in den Münchner Messehallen vor. „Das Handwerk hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung erlebt und sich in vielerlei Hinsicht erneuert – mit seinen Produkten, Dienstleistungen und Arbeitswelten“, betont Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Auf dem jährlichen Spitzentreffen des Handwerks werden daher neueste Ideen und Technologien, der besondere Gründer- und Innovationsgeist sowie zukunftsweisende Betriebskonzepte in den Fokus gerückt.

Auf der Sonderausstellung „Land des Handwerks“ wird das besonders deutlich. Zwölf herausragende Betriebe des Handwerks geben auf dem IHM-Gemeinschaftsstand einen Eindruck von der Modernität und dem Können des Handwerks und davon, wie sich das Handwerk auf die Zukunft ausrichtet, ohne die eigenen Wurzeln zu verlassen: „Vieles hat in die Betriebe Einzug gehalten, das auf den ersten Blick mit Handwerk, wie man es sich herkömmlich vorstellt, scheinbar nicht mehr viel zu tun hat. Und doch ist es so, dass auch diese Produkte und Verfahren ‚noch Handwerk‘ sind“, erklärt Wollseifer.

Digitales Handwerk

Zur Alltagswelt des Handwerks gehören längst Tablets, 3D-Scanner oder Drucker, Drohnen, digitale Vermessungs- oder Bearbeitungsgeräte, komplexe softwaregesteuerte Prozesse oder onlinebasierte Dokumentation. Zum Einsatz kommen nach wie vor aber auch noch alte Techniken: „Hier fließen traditionelles Wissen und Können in innovative und moderne Produkte und Dienstleistungen ein“, so Wollseifer. Zusammen mit handwerklicher Qualität und dem Ansinnen, für Kunden mit individuellen Problemstellungen stets die beste Lösung zu schaffen, ergibt sich eine Wandlungsfähigkeit, mit der das Handwerk an seine Tradition anknüpft und diese fortwährend weiterentwickelt. Noch bis zum 31. Oktober 2018 können sich Handwerksbetriebe um einen Platz auf dem „Land des Handwerks“ bewerben und Handwerkskammern und Verbände ihre Vorschläge einreichen. Mehr Infos dazu unter www.ihm.de/land-des-handwerks.

Begleitend zum Ausstellungsbereich „Land des Handwerks“ sind in Messehalle C2 die Sonderschauen „INNOVATION GEWINNT!“, „YoungGeneration“ und „AutoBerufeAktuell“ sowie der Messestand des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk angesiedelt.

Die IHM ist die Leitmesse des Handwerks in Deutschland und findet in den Münchener Messehallen jedes Jahr im Frühjahr statt. Der gewerkeübergreifende Branchentreff mit deutschen und internationalen Ausstellern gibt in Vorträgen, Fachtagungen, mit einer Vielzahl von Best-Practice-Beispielen und Sonderschauen einen Überblick über die Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Modernität des Handwerks.

Mehr Informationen unter: www.ihm.de

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KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ bis 2022 gesichert

Das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“, mit dem Bäder und Teile der Wohnung barrierefrei gestaltet werden können, wurde im Finanzplan des Bundes bis 2022 finanziert.

455 – eine Aussagelose Zahl, doch bei Hausbesitzern beliebt. Das KfW-Programm 455 mit dem Titel „Altersgerecht Umbauen“ ist nämlich in den vergangenen Jahren eines der beliebtesten Programme der Bank gewesen und musste deshalb immer wieder aufgrund von zu vielen Anfragen schon vor Laufzeitende beendet werden. Der Grund war, dass nur begrenzte Mittel für das Programm bereitgestellt waren, die in mehreren Jahren hintereinander schnell vergriffen waren.

Neue Gelder ab sofort

Nun sind die Töpfe wieder voll: Ende August 2018 teilte die Bundesregierung mit, dass allein für das Jahr 2018 75 Millionen Euro für das Programm bereitgestellt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Antragsteller auch Zuschüsse bekommen. Auch für die kommenden Jahre soll genug Geld da sein, denn die Regierung hat die Gelder für das Programm bis 2022 im Finanzplan des Bundes verankert.

Ob die Töpfe aber diesmal gut genug gefüllt sind, um das ganze Jahr lang allen Antragstellern ihre Wünsche zu erfüllen, bleibt offen. Sollte es jetzt wieder einen Run auf das Programm geben, könnte es schnell wieder vorbei sein mit der Modernisierungshilfe. Verbände raten deshalb dazu, möglichst schnell einen Antrag auf Förderung zu stellen.

Bekannten Weg nutzen

Zuschüsse bekommt man, wie in den vergangenen Jahren auch, über das Zuschussportal der KfW-Bank, mit dem das Verfahren geregelt wird. Wichtig ist, dass der Antrag zur Förderung einer Maßnahme vor Baubeginn gestellt wird und die Auszahlung erst nach Fertigstellung erfolgt. Die Maßnahme muss durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden und bestimmten technischen Mindestanforderungen genügen.

Barrierefreiheit weiterhin wichtig

Dass in Deutschland noch viel für die Barrierefreiheit im Baubestand getan werden muss, da sind sich die meisten Experten einig. Wie die „Aktion Barrierefreies Bad“, eine Initiative der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), mitteilt, sind nur 17 Prozent der Bäder in deutschen Haushalten einwandfrei barrierefrei und für Senioren ohne Einschränkung nutzbar.