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Jährlicher Deutscher E-Planer-Preis ausgelobt

Zum wiederholten Male zeichnet die Fachzeitschrift ep Elektropraktiker erfolgreiche Planungsprojekte in der Gebäudetechnik aus. Die Anmeldefrist endet bald.

Im Rahmen der belektro, der Berliner Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht, soll auch in diesem Jahr der seit 2015 jährlich vergebene Deutsche E-Planer-Preis verliehen werden. Die Regionalmesse und der Berliner Verlag Huss-Medien führen ihre Zusammenarbeit damit weiter aus.

„Die belektro bietet die richtige Bühne für die Preisvergabe. Denn etwa jeder achte Besucher der Regionalmesse arbeitet als Planer“, sagt Annick Horter, Projektleiterin der belektro bei der Messe Berlin. „Innovative Lösungen in der Gebäudetechnik zeigt die belektro neben der Preisverleihung auch an vielen Messeständen und im Rahmenprogramm.“

Rüdiger Tuzinski, Chefredakteur von ep Elektropraktiker, zeigt sich erfreut über die positive Resonanz der Branche zum Deutschen E-Planer-Preis: „Es ist schön zu sehen, dass im vierten Jahr des Preises erneut zahlreiche Planer ihre Projekte einreichen. Es steht eine spannende Juryentscheidung bevor. Aber das Rennen ist noch lange nicht gemacht und es besteht immer noch die Chance, am Wettbewerb teilzunehmen.“

Bewerbungen noch bis 31. Juli

Der Deutsche E-Planer-Preis wird in folgenden Kategorien verliehen:

  • Energieeffizienz
  • Gebäudeautomation und gewerkeübergreifende Systemintegration
  • Beleuchtungsanlagen
  • Schaltanlagen
  • Blitzschutzplanung
  • Brandschutzplanung
  • Integration erneuerbarer Energien
  • Junge Planer (bis 35)
  • Alarm- und Sicherheitstechnik

Ob Elektroingenieur, planender Meister und Elektrofachkraft mit Planungsaufgaben, Angestellter, Selbständiger, Absolvent oder Studierender – teilnehmen kann jeder, der mit der Elektroplanung in Gebäuden befasst ist. Eine Jury aus renommierten Fachleuten und Autoren der Fachzeitschrift ep Elektropraktiker kürt die besten Planungsleistungen. Weitere Informationen zur Bewerbung gibt es hier [www.elektropraktiker.de/eplanerpreis/aktuelles/]

Die Preisverleihung auf der belektro findet am 6. November 2018 um 11 Uhr in Halle 4.2 statt.

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Laubgebühr: Nachbarn können finanziellen Ausgleich fordern

Wo Bäume stehen, da fallen Blätter – das muss geduldet werden. Wenn die Laubmenge vom Nachbarn allerdings zur Plage wird, kann ein Ausgleich gefordert werden.

Wer einen Garten besitzt, der muss damit leben, dass es auch mal vom Nachbargrundstück Laub herüberweht. Das gehört einfach dazu und wird auch von den Gerichten in aller Regel so gesehen. Aber wie immer im Leben machen es der Umfang der Belästigung und die anderen Rahmenbedingungen aus, ab wann man von einer nicht mehr zumutbaren „Laubplage“ sprechen muss.

Im konkreten Fall war ein Grundstückseigentümer für mehrere Bäume verantwortlich, die nach landesrechtlichen Bestimmungen den Grenzabstand verletzten. Eine Beseitigung der Bäume war wegen des Ablaufs der entsprechenden Fristen nicht mehr durchsetzbar. Aber immerhin gestand der Bundesgerichtshof nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS in letzter Instanz den Nachbarn einen Ausgleichsanspruch für den erhöhten Reinigungsaufwand durch die großen Mengen von Laub, Nadeln, Blüten und Zapfen zu.

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Boom bei Renovierungen beflügelt deutsche Sanitärindustrie

Das Badezimmer zu renovieren und zu modernisieren steht in Deutschland gerade voll im Trend. Wer sich darüber besonders freut, sind die Hersteller solcher Produkte.

Einer aktuellen Studie zufolge wollen 16,7 Millionen Deutsche Erwachsene in diesem oder im kommenden Jahr Veränderungen und Anschaffungen im Badezimmer vornehmen, informiert die Vereinigung der Deutschen Sanitärwirtschaft (VDS). Im Trend stehen dabei vor allem der barrierefreie Umbau von Badezimmern und der Wunsch nach Wohlfühl-Atmosphäre.

Design wird wichtiger

Für lange Zeit stand im Badezimmer die Funktionalität im Mittelpunkt, was sich auch in der meist kargen Ausstattung wiederspiegelte. Doch gerade der demographische Wandel zwingt viele Eigenheimbesitzer in Deutschland zum Umbau des Badezimmers, das übrigens durchschnittlich 9,1 Quadratmeter groß ist. So soll das Badezimmer einfach und ohne Hindernisse nutzbar sein: Ebenerdige Duschen, Sitzgelegenheiten zum Ankleiden und einfach bedienbare Schränke verkaufen sich derzeit deshalb sehr gut, informiert der VDS.

Mehr Komfort wünschen sich aber nicht nur Senioren, sondern die Mehrzahl der Deutschen. Deshalb sind alle Maßnahmen, die das Bad zu einem Wohlfühl-Raum machen, derzeit hoch im Trend. Auch das Design muss stimmen: Statt langweiliger, weißer Kacheln werden heutzutage vor allem Holzelemente und hochwertiger Stein verwendet. Badmöbel müssen außerdem leicht bedienbar sein, qualitativ aussehen und – wie in der Küche – immer mehr Funktionen erfüllen. „Das moderne Badezimmer ist heute der Zwilling der Küche,“ Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. „Denn für den benötigten Stauraum wollen die Kunden intelligente Möbel.“

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„Zweite Chance nicht zu Lasten kleiner Handwerksbetriebe“

Nachdem das Europäische Parlament über das neue, vereinfachte Insolvenzrecht abgestimmt hat, meldet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erste Bedenken.

Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat seinen Bericht zum Richtlinienvorschlag über präventive Restrukturierungsrahmen und zweite Chancen für Unternehmer verabschiedet. Dazu erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke:

„Das Handwerk begrüßt grundsätzlich vorbeugende Restrukturierungsverfahren, die Insolvenzen vermeiden können. Zugleich unterstützen wir auch das Ziel, Insolvenzen vom Stigma des endgültigen Scheiterns zu befreien, indem Unternehmern eine echte zweite Chance geboten wird. Das darf jedoch nicht zu Lasten kleiner Lieferanten gehen. Wenn sich Schuldner zu leicht ihrer Verbindlichkeiten entledigen können, drohen gerade kleine Betriebe schnell mit in den Strudel der Insolvenz gerissen zu werden.

Der Bericht des Europäischen Parlaments geht in die richtige Richtung. Das gilt vor allem für die Verlängerung der Restschuldbefreiungsfrist auf fünf Jahre. Allerdings vermissen wir die konkrete Regelung, dass zumindest ein maßgeblicher Teil der Forderungen beglichen werden muss, bevor ein Schuldner von seinen Restverbindlichkeiten befreit wird. Das wäre besonders für kleine Betriebe wichtig, weil für sie ein Forderungsausfall schwere Folgen bis hin zur eigenen Insolvenz nach sich ziehen kann.“

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Das Ende einer Ära: ebm-papst-Geschäftsführer tritt zurück

Nach 18 sehr erfolgreichen Jahren als Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der ebm-papst Gruppe hat sich Thomas Borst zum 30. Juni 2018 aus der aktiven Rolle zurückgezogen.

Der langjährige Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der ebm-papst Gruppe, Thomas Borst, hat sein Amt niedergelegt. „Die anstehenden Veränderungen lege ich in die Hände der künftigen Führungsmannschaft!“, kommentierte er seine Entscheidung.

Auf seine Initiative hin entstand die Marke ebm-papst und die damit erfolgreiche strategische Positionierung in den globalen Märkten. Unter seiner Führung der weltweiten Vertriebsorganisation wurde der Umsatz der ebm-papst Gruppe von 600 Millionen Euro auf über 2 Milliarden Euro mehr als verdreifacht.

Gesellschafter und Beirat bedanken sich sehr herzlich bei Thomas Borst für sein jahrzehntelanges Engagement und wünschen ihm für seine private Zukunft alles Gute.

Neue Leitung

Die Leitung des Bereiches Vertrieb und Marketing übernimmt zukünftig Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe.

„Ich möchte mich ganz herzlich bei Thomas Borst für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vielen gemeinsamen Jahren bedanken und wünsche ihm viel Glück bei allem, was er sich vorgenommen hat“, so Stefan Brandl.

Die Gruppengeschäftsführung bei ebm-papst wird sich zukünftig aus den vier Mitgliedern Stefan Brandl (Vorsitzender/CEO), Thomas Wagner (Produktion/COO), Hans Peter Fuchs (Finanzen und Controlling/CFO) sowie Dr. Stephan Arnold (Forschung, Entwicklung und Materialwirtschaft/CTO) zusammensetzen.

Der Gruppengeschäftsführung als Unterbau angeschlossen ist ganz im Sinne der Struktur 2020 ein internationales Managementboard mit den Geschäftsführern aus Landshut, St. Georgen, den USA sowie China.

Anfang 2017 hatte Stefan Brandl die „Struktur 2020“ bei ebm-papst gestartet. Mit dieser wird sich das Unternehmen an seinen drei Hauptstandorten in Nordamerika, Asien und Europa (Deutschland) internationaler und nach dem Prinzip „local for local“ ausrichten, jedoch innerhalb des Top-Managements stärker verzahnen.

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Energieeffizient dank BAFA-Finanzierung

Moderne Absaug- und Filtertechnik hält die Luft sauber, schont die Mitarbeitergesundheit und das Klima. Der Schritt zu Neu- und Reinvestitionen war dabei so leicht wie noch nie.

Steigende Energiekosten sind ein zentrales Thema gerade für Unternehmen der Metall verarbeitenden Industrie und gehen einher mit einem gestiegenen Bewusstsein für Prävention, Umwelt- und Klimaschutz. Seit rund fünf Jahren erleichtert dabei das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) mit seinem Förderprogramm zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien die Anschaffung einer modernen Absaug- und Filtertechnik.

Bis zu 30 Prozent staatlichen Investitionszuschuss können Antragsteller in diesem Programm bei ganzheitlichen Modernisierungen bzw. für förderfähige Komponenten von Einzelmaßnahmen erhalten. Bereits in mehr als 150 Fällen verhalf TEKA seinen Kunden durch die Antragsunterstützung und –abwicklung zur staatlichen Finanzspritze. Der höchste, über TEKA vermittelte Förderbetrag lag bei 65.000 Euro von maximal möglichen 100.000 Euro.

Profitabel auch für kleine und mittelständische Unternehmen

„Wir wollten und mussten etwas für unsere Energiebilanz tun“, berichtet Geschäftsführerin Marion Rosing von der Firma Elsing-Brüning. Der Spezialist für Sonder- und Individuallösungen im Maschinen-, Anlagen- und Laborbau aus dem münsterländischen Gescher stand erst im vergangenen Jahr vor der Situation, dass sich die Energiekosten mit zunehmenden Kapazitäten und wachsendem Maschinenpark für die 4.000 qm große Produktion vervierfacht hatten. So fiel die Entscheidung leicht, für die neue Edelstahlfertigungsanlage sowie auf allen Handschweißplätzen neueste Filter- und Absaugtechnik einzusetzen.

„Man muss sich einfach einmal mit der Materie befassen. Es lohnt sich. Es handelt sich schließlich um anständige Summen und keine Kleckerbeträge“, resümiert Marion Rosing.

„So wie bei Elsing-Brüning steht derzeit bei vielen Unternehmen der Austausch von Anlagen an, oftmals fehlen jedoch zeitliche Kapazitäten für die nicht selten monatelang dauernde Förderprozedur“, berichtet Uwe Heinz, TEKA-Vertriebsleiter. Wichtig sei dabei vor allem, die Anträge vor der Anlagenbestellung einzureichen.

Aktuell steigt die Nachfrage von Kunden, die den Förder-Service von TEKA zur Reduzierung von Investitionskosten für die Neuanschaffung von Absaug- und Filteranlagen, den Austausch alter gegen neuer, moderner Anlagentechnik und auch förderfähige Einzelmaßnahmen in Anspruch nehmen, stark an. So werden Neuinvestitionen nicht nur durch die Belastung zunehmender Energiekosten, sondern auch von der gesetzlich vorgeschriebenen Absenkung des Staubgrenzwertes angetrieben. Bis Ende 2018 müssen Unternehmen Maßnahmen zur Modernisierung ihrer Lüftungstechnik ergreifen, die die Senkung des Staubgrenzwertes für alveolengängige, also lungengängie Stäube von 3 auf 1,25 mg/m3 Luft sicherstellen.

100 Prozent Bewilligungsquote

„Die durch uns erzielte Bewilligungsquote liegt bei 100 Prozent. Unsere Kunden vertrauen uns in diesem Segment“, so TEKA-Geschäftsführer Erwin Telöken und betont, dass flächendeckend auch über das weit verzweigte Händlernetz eine fördertechnische Beratung, z.B. durch beauftragte Energieberater, sicher gestellt sei. Noch bis Ende 2019 läuft das BAFA-Förderprogramm.

 

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Streit bei öffentlichen Projekten: Jetzt greift Bauindustrie durch!

Bei öffentlichen Bauprojekten werden Kosten- und Terminabsprachen oft verletzt, was Unternehmen viel Geld kostet. Aber reicht die neue Initiative der Bauwirtschaft?

Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Flughafen Berlin-Brandenburg: Bei öffentlichen Bauprojekten in Deutschland scheint das Einhalten des Kosten- und Terminrahmens praktisch nie zu funktionieren. Doch es kann auch anders gehen, wenn Bauunternehmen und Bauträger partnerschaftlich die Umsetzung des Projekts angehen, glaubt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). Der Verband hat deshalb nun die Partnerschaftsinitiative „Bauen statt streiten“ ins Leben gerufen, die das erreichen soll.

Kooperation statt Konfrontation

„Bauen statt streiten – dieses Angebot macht die Bauindustrie, um öffentliche Bauprojekte effizienter im Termin- und Kostenrahmen umzusetzen. Dies setzt einen Kulturwandel am Bau voraus. Wir setzen dabei auf Partnerschaftsmodelle, bei denen sich alle Projektpartner auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam für den Projekterfolg einstehen“, beschreibt HDB-Präsident Peter Hübner das Projekt.

Dazu hat der Verband eine Broschüre mit dem Titel „Bauen statt streiten – Partnerschaftsmodelle am Bau: kooperativ, effizient, digital“ veröffentlicht. Hier werden Beispiele von deutschen Bauunternehmern vorgestellt, die Hand in Hand mit einem öffentlichen Träger ihre Projekte verwirklicht haben und auch mit entsprechenden Verträgen die rechtliche Basis dafür geschaffen haben. „Die Best-Practice-Beispiele unserer Mitgliedsunternehmen zeigen, dass ein partnerschaftlicher Umgang auf der Baustelle bereits heute möglich ist. Wir möchten unsere öffentlichen Partner ermutigen, diese Modelle gerade bei großen Infrastrukturprojekten noch stärker zu nutzen“, so Hübner.

Digitale Plattformen nutzen

Bessere Absprachen sollen vor allem im virtuellen Raum getroffen werden. Hier sollen Projekte schon früh eingestellt werden, sodass die Träger ein passendes Unternehmen finden können, das dann wiederum an Planung, Bau und Instandhaltung beteiligt werden kann. Dadurch soll der ganze Ablauf effektiver und reibungslos vonstattengehen. „Uns ist bewusst, dass dies eine Veränderung der bisherigen Praxis bedeutet. Doch gerade im Zeitalter der Digitalisierung müssen traditionelle Leitbilder des öffentlichen Bauens, wie die Trennung von Planung und Bau, überdacht werden“, betont Hübner.

Wenn ein Projekt eingestellt ist, soll der Träger ein bestimmtes Partnerschaftsmodell auswählen können – von der Fach- und Teillosvergabe über Generalunternehmerverträge, Design-and-Build-Verträge und Funktionsbauverträge bis hin zu Öffentlich-Privaten Partnerschaften – und sich dafür ein passendes Unternehmen suchen. Beide sollen dann im Rahmen dieses Modells partnerschaftlich an der Umsetzung der geplanten Maßnahme arbeiten. „Am Ende sollte jeder Partner die Aufgaben und Risiken übernehmen, die er am besten beherrschen kann. Wenn wir dieses Motto beherzigen, werden am Ende auch die Steuermittel der Bürger am wirksamsten eingesetzt“, so Hübner abschließend.

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Solarstrom für Unternehmen boomt

Nicht nur private Hausbesitzer, auch Unternehmen setzen immer mehr auf Photovoltaik: Neue Zahlen der Solarwirtschaft zeigen einen Boom in der Sparte der Gewerbebetriebe.

50 Prozent mehr Solaranlagen wurden im ersten Quartal 2018 im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum auf den Dächern deutscher Unternehmen installiert, 328,3 Megawatt wurden allein in diesen ersten drei Monaten des Jahres angeschlossen. Damit ist klar, dass Photovoltaik auch in Industrie und Gewerbe angekommen ist, meinen der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und der deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Günstiger Strom, niedrige Preise

Diese Entwicklung lässt sich vor allem damit erklären, dass Photovoltaik-Module sehr viel günstiger geworden sind und sich die eigene Stromproduktion für Unternehmen deshalb finanziell lohnt. „Gerade der Mittelstand kann mit der eigenen Photovoltaikanlage die Energiekosten senken und zugleich einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten. Das ist für die Akzeptanz der Energiewende in der Wirtschaft von nicht zu unterschätzender Bedeutung“, sagt Dr. Sebastian Bolay, Leiter des Referats Strommarkt, erneuerbare Energie beim DIHK.

Mittlerweile ist es Unternehmen nämlich günstiger, eigenen Strom zu erzeugen als ihn vom Versorger zu beziehen. Wie BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig erläutert, sind Module im vergangenen Jahrzehnt um mehr als 75 Prozent günstiger geworden. Für Unternehmen des industriellen Mittelstands sei das solare Geschäft deshalb im Moment extrem lukrativ, außerdem biete sich für viele die Installation von Batteriespeichern an.

Daneben gibt es in Deutschland weiterhin hohe Einspeisevergütungen für Ökostrom. Somit können Unternehmen den eigenen, günstigen Strom nicht nur nutzen, sondern auch hoch vergütet ins Netz abgeben. Bis zu fünf Prozent Gewinn sind hier möglich.

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Rekord: Dickstes Laminat der Welt vorgestellt

Auf der glasstec-Sonderschau stellte der Glashersteller sedak mit knapp 30 Zentimetern das bislang dickste Glas-Laminat der Welt vor – mit vielen neuen Einsatzmöglichkeiten.

Das dickste Laminat der Welt wurde aus 18 ESG-Einzelgläsern mit dazwischenliegenden SentryGlass-Interlayern gefertigt. Jede einzelne Scheibe weist eine Bruchspannung von mindestens 160 MPA auf. Die XXL- Scheibe bringt mehr als 5,6 Tonnen auf die Waage. Ein außergewöhnliches Exempel dafür, in welchem Ausmaß Glas inzwischen laminiert werden kann, um so auch die Möglichkeiten des Werkstoffs als tragendes Element für den konstruktiven Glasbau zu erweitern.

„Die physikalischen Eigenschaften dieses extremen Glasaufbaus erlauben, gänzlich neue Wege in der Konstruktion mit Glas einzuschlagen“, unterstreicht sedak-Prokurist Ulrich Theisen die Bedeutung der hauseigenen Entwicklung. Derartige Glaskonstruktionen halten höchsten Drucklasten stand und behalten zugleich ihre Transparenz, denn die 18 Optiwhite-Gläser schmälern den Durchblick nicht. Zudem ist das Schwergewicht frei von Blasen oder anderen störenden Verunreinigungen.

Weitere Rekorde

Ein zweiter Glasrekord [https://www.heldenambau.de/news/ab-2018-fertigt-sedak-die-groessten-veredelten-glaeser-der-welt/150/271775], den sedak aktuell hält: ab September diesen Jahres werden bei sedak auch die längsten Isolier- und Sicherheitsgläser der Welt produziert, Maße: bis 3,51 x 20 Meter.

Gläser in Überformaten als zuverlässige Tragkonstruktion zu produzieren, ist mittlerweile Standard.

Glasfins, -stützen und -träger aus Gersthofen kommen daher weltweit als tragende Elemente für Ganzglasfassaden oder -dächer zum Einsatz. Beispielsweise beim Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel oder bei der medizinischen Fakultät in Montpellier.

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Energieberater: Baukindergeld an Effizienz koppeln

Wer bekommt Baukindergeld? In die Debatte hat sich nun auch das Deutsche Energieberater-Netzwerk eingeschaltet: Nur energieeffiziente Wohnungen sollen gefördert werden.

Die bundesweite Diskussion um die Einführung einer Bauförderung für Familien – das Baukindergeld – reißt nicht ab. Besonders die Frage, ob die Zahlung an bestimmte Auflagen gebunden sein sollte, beispielsweise an Einkommen der Eltern oder die Größe der Wohnung, ist noch nicht geklärt. Eine neue Idee kommt nun vom Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN): Nur Käufer von energetisch effizienten Wohnungen sollten eine Förderung erhalten.

So möchte das DEN das Baukindergeld an bestimmte Gebäudestandards koppeln. „Damit würde diese Förderung zu einem bewussten Umgang mit Ressourcen beitragen, welcher wirtschafts- und klimapolitisch von größter Bedeutung ist“, argumentiert Hermann Dannecker, einer der beiden DEN-Vorsitzenden. Eine mögliche Bemessungsgrundlage könnte der Energieverbrauch pro Quadratmeter sein, schlägt der Verband vor, der die Einführung der Förderung grundsätzlich begrüßt.

Stadt-Land-Gefälle beachten

Außerdem plädiert das Netzwerk dafür, die Zulagen nach Stadt, Land und Region zu staffeln. Da das Bauen in der Stadt deutlich teurer sei, soll es hier auch mehr Geld geben als auf dem Land. Darüber hinaus müsse eine Förderung wirklich so konzipiert sein, dass sie bedürftigen Familien helfe. Die Kritik des Bundesrechnungshofs am Baukindergeld zeige, dass es sozial nicht allzu gerecht ausgelegt sei.

Vom Tisch ist dagegen die zwischenzeitliche Planung, nur Wohnungen bis 120 Quadratmeter Größe zu unterstützen. Das DEN stimmt dem zu: „Es ist grundsätzlich richtig, keine Flächenbegrenzung zur Bedingung für das Baukindergeld zu machen“, sagt Hinderk Hillebrands, der zweite Vorsitzende des DEN, „für den gesamten ländlichen Raum hätte diese Förderung kaum einen Sinn gemacht, da nur sehr wenige Menschen unter 125 Quadratmeter bauen bzw. bauen lassen. Das ist die durchschnittliche Wohnfläche für eine vierköpfige Familie im Einfamilienhaus oder in einer Doppelhaushälfte mit drei Zimmern, Bad, Hauswirtschaftsraum, Anschlussraum, Ess-/Wohnzimmer und Küche.“