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UNITAS mit neuem Kaufmännischem Vorstand

Die Leipziger Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG hat einen neuen Vorstand: Nachdem die bisherige Vorstandssprecherin Martina Wilde in den Ruhestand geht, hat Iris Liebgott seit dem 1. Oktober 2017 den Kaufmännischen Vorstand übernommen.

Zuletzt war Liebgott 18 Jahre lang für die Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft „Eisenach“ eG tätig. Zusätzlich saß sie seit 2010 nebenamtlich im Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Bad Berka“ eG.

„Ich freue mich über die Chance, mich einer neuen beruflichen Herausforderung mit hoher Eigenverantwortung und viel Gestaltungsspielraum zu stellen“, wird Liebgott auf der UNITAS-Homepage zitiert. „Die Genossenschaftsidee trägt zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen bei und wird durch kreative Veränderungen immer wieder an moderne Gegebenheiten angepasst“.

Den positiven Kurs ihrer Vorgängerin und der gesamten Wohnungsgenossenschaft will Liebgott fortsetzen. „Unsere Mitglieder stehen im Mittelpunkt des Handelns. Deshalb müssen Investitionsentscheidungen unter kaufmännischen, sozialen und menschlichen Gesichtspunkten getroffen werden. Die Genossenschaft sollte ein Gegengewicht zu den renditeorientierten Immobilieninvestoren bleiben“, sagt sie.

So seien Wohnungen bei Genossenschaften keine Spekulationsobjekte, was wirtschaftlich angemessene Mieten sowie Investitionen in die Erhaltung der Wohnungen, in Gemeinschaftseinrichtungen und auch in den Neubau ermöglichen. „Sämtliche Einnahmen aus der Vermietung werden in das genossenschaftliche Vermögen investiert, ohne dass Gewinne für einzelne Immobilienbesitzer entstehen“, so Liebgott.

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Ausschreibungsverfahren zur Förderung von KWK-Anlagen gestartet

Durch die Anpassung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) und dem Erlass der KWK-Ausschreibungsverordnung wurde nun auch die Förderung für KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung im Anlagensegment von mehr als ein bis einschließlich 50 Megawatt auf Ausschreibungen umgestellt.

„Die wettbewerbliche Ermittlung der KWK-Förderung ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer wirtschaftlich tragfähigen Umgestaltung der deutschen Energieversorgung. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) wird bei der Durchführung der KWK-Ausschreibungen auf ihre Erfahrungen aus den EE-Ausschreibungen zurückgreifen“, wird Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, auf der BNetzA-Homepage zitiert.

Neu dabei ist, dass die Höhe der Zuschlagzahlungen für Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen nicht mehr gesetzlich vorgegeben, sondern wettbewerblich ermittelt werden. Für den Gebotstermin am 1. Dezember 2017 betrage das Höchstgebot sieben Cent pro Kilowattstunde. Dabei erhalte das niedrigste Gebot den Zuschlag, bis das Volumen der jeweiligen Ausschreibungsrunde erreicht ist. Für diese erste Runde beträgt das Ausschreibungsvolumen für KWK-Anlagen 100 Megawatt installierte KWK-Leistung.

Die aktuellen Ausschreibungsbedingungen können auf der Homepage der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/kwk-ausschreibung eingesehen werden.

Von den Ausschreibungen sind grundsätzlich alle Anlagen im Anlagensegment betroffen. Aus diesem Grund ist eine spezielle Genehmigung der Anlage nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Ausschreibungsteilnahme nicht nötig. Allerdings müssen die Projekte im Marktstammdatenregister registriert sein. Für den ersten Gebotstermin ist es laut Bundesnetzagentur aber ausreichend, wenn der Registrierungsantrag dem Gebot beigefügt wird.

„Mit der Bekanntgabe der Ausschreibungen am heutigen Tag beginnt auch die zweiwöchige Frist zur Abgabe der Verzichtserklärung nach § 35 Absatz 14 KWKG“, heißt es dazu in einer Pressemeldung der Bundesnetzagentur. „Diese ist wichtig für Anlagenbetreiber, deren Anlagen die Voraussetzungen der Übergangsbestimmungen erfüllen und die eine Förderung nach dem alten Förderregime der gesetzlich festgelegten Zuschlagszahlungen in Anspruch nehmen können und wollen.“

Das entsprechende Formular zur Abgabe der Verzichtserklärung sowie weitere Formulare stehen ebenfalls auf der Homepage der Bundesnetzagentur zum Download bereit.

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CO2-Steuer auf fossile Brennstoffe vorgeschlagen

Eine Besteuerung fossiler Brennstoffe, die den Ausstoß von klimafeindlichem CO2 praktisch „bestrafen“ würde, wird von verschiedenen Gruppen und Verbänden vorgeschlagen, zuletzt vom Bundesverband Erneuerbare Energie. Nun haben sich 15 namhafte deutsche Klimaforscher zusammengetan und eine mögliche Umsetzung einer solchen Abgabe befürwortet. In einer Erklärung schreiben sie, dass nur so ein Erreichen der deutschen Klimaschutzziele möglich sei.

„Fast allen, die sich intensiver mit der Umsetzung der Energiewende beschäftigen, ist daher klar: So, wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Deutschlands komplizierter Mix aus Instrumenten und politischen Entscheidungen widerspricht sich und reicht bei weitem nicht aus, um unsere klimapolitischen Ziele zu erreichen“, schreiben die Wissenschaftler und Verbandsvertreter in ihrer Stellungnahme. Sie fordern, beim CO2-Ausstoß klare Kante zu zeigen – wer mehr produziert, soll auch mehr zahlen. Damit könne man am schnellsten Verbraucher und Energiekonzerne davon abbringen, Strom und Wärme durch fossile Energieträger zu produzieren.

Nach ihrer Aussage soll diese CO2-Bepreisung vor allem sozial abgestimmt sein, also sozialschwache Haushalte nicht stark belasten, und im europäischen Energiesystem eingebunden sein, also in Abstimmung mit Frankreich und anderen Nachbarländern sowie dem europäischen Emissionshandel. In Frankreich gibt es eine ähnliche Abgabe bereits, sodass die beiden Länder die zentrale Stütze der europäischen CO2-Bepreisung sein könnten.

Die deutsche Mineralölwirtschaft sieht diese Pläne natürlich kritisch. Am effizientesten bewerkstellige man einen Systemwechsel in der Strom- und Wärmeproduktion, wenn man alle Produktionsarten im Markt im freien Wettbewerb gegeneinander konkurrieren ließe. Dann würden die besten technischen Lösungen schnell gewinnen.

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Innerstädtische Bauwirtschaft fürchtet Diesel-Fahrverbote

Großstädte wie Stuttgart planen Verbote für Dieselfahrzeuge, um die Luftverschmutzung zu bekämpfen. Doch sind Betriebe auf diese Fahrzeuge angewiesen.

Kaum ein Thema hat die vergangenen Monate so stark geprägt wie der Dieselskandal und alle dazugehörigen Diskussionen. Besonders kontrovers diskutierte man in Großstädten die Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, die mit ihrem Feinstaubausstoß einen großen Teil zur Luftverschmutzung in den Innenstädten beitragen. Doch solche Verbote könnten die Wirtschaft dieser Gebiete nachträglich gefährden, glauben Verbände.

 

Wer muss stehen bleiben?

Am meisten betroffen durch solche Regelungen, wie sie beispielsweise in Stuttgart ab 2018 geplant waren, wären dieselbasierte Transportfahrzeuge, zum Beispiel von Taxi- oder Omnibusbetrieben. Doch auch die Bauwirtschaft betreibt eine Menge Dieselfahrzeuge, denn fast alle Nutzfahrzeuge sind Selbstzünder. „Eine kurzfristige Verbannung des Diesel würde das Handwerk massiv treffen“, warnte der Düsseldorfer Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert schon im vergangenen Jahr. Doch seitdem sind die Pläne für Fahrverbote eher konkreter geworden.

In Stuttgart waren die Einschränkungen sogar schon ab dem 1. Januar 2018 festgesetzt, nur eine Klage der Landesregierung verhinderte bislang die Verbote. An dem Plan lässt sich schon sehr konkret erkennen, wie solch eine Regelung aussehen könnte: Für den kompletten Lieferverkehr, Fahrten von Schwerbehinderten, Fahrten mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Fahrten zur Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern und für unaufschiebbare technische Dienstleistungen sowie für soziale und pflegerische Dienste soll es Ausnahmen vom Fahrverbot geben. Damit würden bestimmte Bauhandwerker, beispielsweise SHK-Notfalldienste, weiterhin fahren dürfen, viele andere aber nicht.

 

Bauwirtschaft ist erzürnt

Wie von vielen Stimmen im Bauhandwerk betont, liegt das Dilemma der Branche nicht zuletzt auch in der verfügbaren Fahrzeugauswahl. Mit anderen Worten: Die meisten Baufahrzeuge gibt es nur mit Dieselantrieb. Und selbst Liefer- und Werkstattwagen, die keine reinen Nutzfahrzeuge sein müssen, stehen selten als reine Benziner und noch seltener mit Elektro- oder Gasantrieben im Katalog. Davon ganz abgesehen sind die meisten Betriebe wirtschaftlich wohl nicht in der Lage, kurzfristig ihre Flotte auf Nicht-Dieselantriebe umzurüsten – zumal die meisten gerade erst neue Fahrzeuge angeschafft haben, um die grüne Plakette zu bekommen.

Das Fazit des Handwerks steht deshalb fest: „Dieselfahrverbote sind unverhältnismäßig und sie treffen Handwerksbetriebe besonders stark, weil der handwerkliche Fuhrpark zu 80 Prozent aus Dieselfahrzeugen besteht. Wir brauchen ein Bündel an schnell umsetzbaren und wirksamen Maßnahmen, um die Belastung an den Hotspots spürbar zu senken: umweltsensitive Ampelanlage, Elektrobusse, Lkw-Durchfahrtverbote, strengere Kontrollen, Verkehrsumleitungen über umweltsensitive Navigation, Ausschluss von Umgehungsverkehren. Vieles davon ist sofort umsetzbar beziehungsweise könnte bereits seit Monaten umgesetzt sein“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln, Dr. Ortwin Weltrich.

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Lernplattform für Azubis soll Unterricht vereinfachen

Menschen verändern sich. Nicht nur persönlich. Auch gesellschaftlich finden im Laufe der Zeit immer wieder Umbrüche statt. Besonders deutlich wird dies zum Beispiel beim Lernen. So hat der traditionelle Frontalunterricht in vielen Schulen bereits ausgedient und auch Azubis haben zunehmend Probleme mit dieser Unterrichtsform. Dass das nicht zwangsläufig etwas mit fehlender Disziplin zu tun hat, sondern modernere Unterrichtsformen attraktiver und zielführender sein können, zeigt aktuell das überbetriebliche Ausbildungszentrum in Gütersloh.

Um das Wissen gezielt an den Azubi zu bringen, setzt das Ausbildungszentrum vor allem auf die Individualisierung der Ausbildung. Dies wird sowohl durch eine eigene Lernplattform realisiert als auch durch eine methodisch-didaktische und abwechslungsreich gestaltete Wissensvermittlung. Besonders für eher traditionell geprägte Unternehmen bringt dieses Format allerdings große Herausforderungen mit sich.

So wird in Gütersloh die betriebliche Ausbildung derzeit um fachspezifische Module in der Metallverarbeitung in den BANG-Trainingszentren (Berufliches Ausbildungsnetzwerk im Gewerbebereich e.V.) ergänzt. Hierfür hat sich das Netzwerk mit dem Lehrstuhl für Technische Didaktik in der Mathematik an der Universität Paderborn zusammengetan.

„In dem Zentrum werden die Inhalte für eine auf die Bedarfe der gewerblich-technischen Ausbildung zugeschnittenen Lernplattform, entwickelt“, heißt es hierzu auf der Homepage des Poko-Instituts (www.personal-fuehrung.de). „Es handelt sich überwiegend um Inhalte, die sonst auf dem klassischen Weg vermittelt werden. Es geht um praxisbezogene Aufgaben, etwa das Umrechnen von Maßeinheiten, in Modulen werden die Materialien zur Prüfungsvorbereitung aufgelistet oder es gibt Tutorials zum Gewindeschneiden“.

Zur moderneren und ansprechenderen Darstellung gehören hierzu unter anderem mehrere Computer, auf denen beispielsweise verschiedene YouTube-Videos mit firmeninternen Präsentationen das Wissen individuell und spielerisch vermitteln sollen. Das sogenannte E-Learning System entwickelt sich dabei stets weiter. „Es werden sogar kleine Filme an der Maschine gedreht während der Ausbildungsleiter den Azubis den Vorgang live erklärt. Diese Videos werden dann auf der Lernplattform hochgeladen und veröffentlicht“, schreibt das Poko-Institut.

Durch den hierdurch festgehaltenen und jederzeit abrufbaren Unterricht, erweitert sich die Autonomie der Azubis: War dieser einmal krank, kann er den verpassten Stoff jederzeit eins zu eins nachholen. Dies entlastet nicht nur den Ausbilder, es fördert auch das eigenverantwortliche Lernen. Auch wenn etwas unklar geblieben sein sollte, kann der Auszubildende in seinem eigenen Tempo Inhalte aufarbeiten und Fragen direkt an den Ausbilder übermitteln.

„Die zeitliche Flexibilität ist ein Vorteil des Lernportals. Der Azubi kann sich die Inhalte so oft anschauen bis er es verstanden hat, ohne den Ausbilder mehrmals zu fragen“, fasst das Poko-Institut zusammen.

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Gartenbau unterliegt weiterhin starkem Strukturwandel

Mit den jüngst veröffentlichten Ergebnissen des statistischen Bundesamts zur Gartenbauerhebung 2016 wird deutlich: Der Strukturwandel im Gartenbau geht weiter.

Demnach sind sowohl die Anzahl der Betriebe als auch die Anzahl der Produktionsflächen weiterhin rückläufig. Lediglich der Gemüseanbau stellt hier eine Ausnahme dar. „Mit einer Abnahme von Unternehmen und Flächen haben wir gerechnet. Das Ausmaß ist allerdings doch größer als erwartet. Neu ist, dass die Flächenverluste durch Betriebsaufgaben nicht mehr annähernd durch entsprechendes Wachstum der Verbleibenden kompensiert werden konnten“, wird Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) auf der Verbandshomepage zitiert.

„Dennoch ist die durchschnittliche Größe der Betriebe weiter angewachsen. Wir werden nunmehr das komplexe Zahlenwerk detaillierter analysieren und unsere Schlüsse daraus ziehen“, so Mertz.

Insgesamt wurden 2016 rund 229.000 Hektar gärtnerische Nutzfläche von 27.200 Betrieben bewirtschaftet. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) sank damit die Anzahl der Betriebe mit Anbau von Gartenbauerzeugnissen gegenüber der letzten Landwirtschaftszählung von 2010 um 24 Prozent.

Gleichzeitig stieg jedoch die gärtnerische Nutzfläche um 2,5 Prozent, was 5.600 Hektar entspricht. „Die durchschnittlich bewirtschaftete gärtnerische Nutzfläche je Betrieb stieg dadurch von 6,3 Hektar im Jahr 2010 auf 8,4 Hektar im Jahr 2016“, schreibt der ZVG.

Mit 130.000 Hektar entfiel der überwiegende Teil der gesamten gärtnerischen Nutzfläche auf den Gemüseanbau. Dies entspricht laut den Statistikexperten gegenüber dem Jahr 2010 einer Zunahme von rund sieben Prozent. „Auf einer Freilandfläche von rund 64.000 Hektar wurden im Jahr 2016 Baum- und Beerenobst einschließlich Nüsse angebaut (– 1 Prozent), gefolgt von Freilandflächen für Baumschulkulturen mit 19.300 Hektar (– 8 Prozent), Anbauflächen für Blumen und Zierpflanzen mit 7.300 Hektar (– 13 Prozent) sowie Heil-, Duft-, und Gewürzpflanzen mit 7.100 Hektar (+ 4 Prozent)“, so der ZVG.

Die letzten Nutzflächen von 1.200 Hektar (+ 4 Prozent) verteilen sich auf Gartenbausämereien, Dauerkulturflächen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen sowie Produktionsflächen für Speisepilze.

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Neuer alter FFN-Vorsitzender befürwortet Meisterpflicht-Gespräche

Die Spitze des Fachverbands Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) bleibt unverändert: Karl-Hans Körner, Fliesenlegermeister aus Stuttgart, wurde bei den turnusmäßigen Neuwahlen Anfang Oktober erneut einstimmig für eine zweite, vierjährige Amtszeit gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Detlef Börner aus Koblenz und Jürgen Kullmann aus Fulda ebenfalls im Amt bestätigt.

Ein besonderes Augenmerkt legte Körner in seinem Rechenschaftsbericht auf seine Gespräche mit Politikern zur Wiedereinführung der Meisterpflicht im Fliesenhandwerk. Insgesamt bewertet er diese Gespräche als positiv: „Wir haben gemeinsam viel Initiative gezeigt und deutlich gemacht, dass wir an unserer Forderung an einer Rückführung in die Anlage A der Hankwerksordnung festhalten“, wird Körner im Online-Fachmagazin baulinks.de zitiert. „Ich denke, wir sind einen guten Schritt weitergekommen und bleiben dran.“

In Zusammenarbeit mit der IG Bauen-Agrar-Umwelt hatte der FFN im letzten Jahr zahlreiche Gespräche mit Politikern unterschiedlicher Parteien geführt. So habe sich unter anderem der CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber für eine Wiedereinführung der Meisterpflicht im Handwerk ausgesprochen. Bundeskanzlerin Angela Merkel suchte auf dem Bundesmittelstandstag der CDU/CSU im September 2017 in Nürnberg ebenfalls das Gespräch mit dem FFN-Vorsitzenden.

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Klima-Branche steht vor Kältemittel-Revolution

Um die Produktion von Treibhausgasen zu reduzieren, hat die EU-Kommission bereits 2014 die Begrenzung von teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (HFKW) bis 2030 beschlossen. Diese Regelungen, die besonders bestimmte Kältemittel betreffen, greifen in diesem Jahr zum ersten Mal und werden für einige Veränderungen in der Branche sorgen.

Grund dafür ist vor allem, dass in Klima- und Kälteanlagen besonders aggressive Substanzen wie das F-Gas R-404A zum Einsatz kommen. Zwischen 2018 und 2020 will die EU nun dafür sorgen, dass ein Drittel dieses und ähnlicher Mittel durch andere Stoffe ersetzt werden. Bis 2030 sollen sogar vier Fünftel der derzeit genutzten Menge vom Markt verschwinden. Durchgesetzt wird dieses Prinzip in erster Linie durch das schrittweise Verbot von bestimmten Gasen in den kommenden Jahren, was einer kompletten Umstellung des gesamten Kältemarktes innerhalb nur eines Jahrzehnts gleichkommen wird.

Wie Volker Weinmann, Beauftragter Politik, Umwelt und Verbände beim deutschen Lüftungsproduzenten Daikin, in einem Gastbeitrag auf ikz.de betont, sollten Hersteller und Handwerker bereits jetzt die neuen Gase in entsprechenden Geräten nutzen. „Um zukunftsfähig zu wirtschaften und Marktanteile zu sichern, ist ein frühzeitiger Wechsel auf Systeme mit alternativen, umweltschonenden Kältemitteln für Planer und Anlagenbauer unerlässlich“, schreibt Weinmann. Kältemittel könnten nämlich bald der größte Wirtschaftsfaktor in einer Anlage werden: Manche werden nämlich schon in naher Zukunft verboten – so wie R-404A und R-507 ab 2020 – und bereits jetzt in kleineren Mengen hergestellt. Handwerker und Bauherren sollten sich der Umwälzungen bewusst sein: Wer jetzt noch Geräte verbaut, die diese Gase nutzen, dürfte bald ein böses Erwachen erleben.

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Steigende Umsätze in der Stahlbaubranche

Im Geschäftsjahr 2016 konnte die gesamte Stahlbaubranche „Planen und Bauen mit Stahl“ 11,3 Milliarden Euro Umsatz generieren. Dies geht aus den aktuellen Wirtschaftszahlen des Bauforumstahl e. V. hervor.

Demnach erzielte mit 4,3 Milliarden Euro der ausführende Stahlbau den größten Umsatz. Ingenieure und Architekten konnten ihre Umsätze auf 2,7 beziehungsweise 0,2 Milliarden Euro steigern. Mit 0,3 Milliarden Euro erzielten Verzinker gleichbleibende Umsätze wohingegen Stahlhersteller mit 2,5 Milliarden Euro Umsatz einen leichten Rückgang verzeichneten. Aufgrund der gestiegenen Stahlpreise konnte auch der Stahlhandel mit 1,5 Milliarden Euro einen steigenden Umsatz generieren.

„Die Produktion im deutschen Stahlbau hat sich in den vergangenen Jahren bei rund 2 Millionen Tonnen eingependelt: 2016 wurde mit 2,08 Millionen Tonnen eine nahezu gleiche Stahlbautonnage wie in den vergangenen Jahren erreicht“, heißt es dazu auf der Verbandshomepage von Bauforumstahl.

Auch im Geschossneubau habe sich der Marktanteil von Baustahl (8,7 Prozent) zum zweiten Mal in Folge leicht erhöht. Der Anteil von Stahlbeton (63,9 Prozent) sei hingegen leicht gesunken.

Im Hallenbau sank der Marktanteil von Stahl auf 24,7 Prozent. Zurückzuführen sei dies auf die geänderte Bauaktivität in diesem Segment und die unterschiedliche Entwicklung der Baupreisindizes. So werde in Handels- und Lagergebäuden im Verhältnis zu Beton weniger Stahl eingesetzt als in anderen Hallenbauten.

„2016 ist der Anteil von Handels- und Lagergebäuden im Vergleich zum Vorjahr jedoch von 52,6 auf 55,9 Prozent angestiegen. Gleichzeitig ist auch der Preisindex für Betonarbeiten stärker gestiegen als der entsprechende Index für Stahlbauarbeiten“, meldet Bauforumstahl.

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Neue Führungsspitze bei Apleona

Zum 1. Oktober 2017 hat Max Teichner die Leitung des Geschäftsbereichs Facility Management International übernommen und wird ins Management Board der Apleona Gruppe berufen. In seiner neuen Funktion verantwortet der 46-jährige das gesamte ausländische Facility-Management-Geschäft des Immobiliendienstleisters mit Ausnahme der Märkte Österreich und Schweiz.

Wie es aus dem Unternehmen heißt, wird Teichner hierzu eng mit Otto Kajetan Weixler, Chief Operating Officer (COO) der Apleona Gruppe zusammenarbeiten, der unter anderem die Facility-Management-Aktivitäten in der DACH-Region verantwortet. Auch an Dr. Gert Riegel, welcher als Leiter des Geschäftsbereichs International Corporate Clients die länderübergreifenden Portfolios großer Industriekunden betreut, wird Teichner berichten.

Max Teichner studierte Wirtschaftsingenieurwesen und war zuletzt seit 2010 Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der CWS-boco Gruppe, einem europaweit tätigen Anbieter von Waschraumhygienelösungen und Berufsbekleidung. Zuvor war er bei der Haniel-Gruppe tätig und verantwortete den Bereich Unternehmensentwicklung sowie Teile des Auslandsgeschäfts beim Baustoffhersteller Xella.