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Neue Führungsspitze bei der Velux-Gruppe

David Briggs

Seit dem 1. Januar 2018 ist David Briggs neuer Chef der Velux-Gruppe. Er tritt damit die Nachfolge von Jørgen Tang-Jensen an, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Erstmals wurde der Führungswechsel bei der Velux World Conference im September 2017 öffentlich bekannt gegeben. Im Rahmen der alle vier Jahre stattfindenden Konferenz, bei der die Strategie für die jeweils nächste Periode festgelegt wird, skizzierte Briggs eine ehrgeizige Wachstumsstrategie für die kommenden vier Jahre. Basis ist dabei das hervorragende Ergebnis der vorigen Perioden, in der das Unternehmen im Jahr 2016 sein bislang bestes Ergebnis erzielte.

Der 52-jährige David Briggs ist bereits seit 25 Jahren bei Velux sowie dem Schwesterunternehmen Altaterra tätig. Zuletzt hatte er die Position des Velux Group Senior Vice President for Sales inne. In dieser Funktion war er Mitglied der Velux Management Group und leistete einen wichtigen Beitrag zur positiven Unternehmensleistung der letzten zwei Jahre. Zuvor verantwortete er eine Reihe wichtiger Managementpositionen innerhalb der Velux-Gruppe, unter anderem als General Manager des Vertriebsunternehmens in Großbritannien, Velux Great Britain. Zudem war er für den Aufbau des Schwesterunternehmens Altaterra verantwortlich, welches seine Produkte heute in 30 Ländern vertreibt.

 

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Baugewerbe spricht sich entschieden gegen Staugebühren aus

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) lehnt den Vorschlag der EU-Kommission, durch Staugebühren den Verkehr lenken zu können, entschieden ab.

„Für das Unterlassen von Investitionen in die Infrastruktur sollen die im Stau stehenden Autofahrer zukünftig auch noch in die Staatskasse einzahlen. Das kann nicht wahr sein“, wird Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, auf der Verbandshomepage zitiert. Er nimmt damit direkten Bezug auf die positive Stellungnahme des Bundesrats am 15. Dezember 2017 zu Plänen der EU, die Mautsysteme auf europäischen Straßen zu ändern und außerdem optionale Staugebühren im außerstädtischen Verkehr zu erheben.

„Wenn baugewerbliche Unternehmen mit ihren Fahrzeugen Material zur Baustelle anliefern oder Geräte transportieren müssen, haben sie keine Alternative, an Stoßzeiten auf stauärmere Strecken auszuweichen“, so Pakleppa.

Durch eine Staugebühr werde lediglich ein weiterer Anreiz gesetzt, das Bauen zu erschweren. Zudem sei sie unsozial für die pendelnden Arbeitnehmer, die sich nicht aussuchen können, wann sie zur Baustelle oder zum Betrieb müssen. „Dadurch wird keine effektive Entlastung für die Infrastruktur erreicht“, konstatiert Felix Pakleppa. Er lehnt die Staugebühren deshalb als „modernes Raubrittertum“ ab.

Maut-Pläne führen zu erheblichen Belastungen für das Baugewerbe

„Ferner spricht sich das deutsche Baugewerbe gegen den EU-Vorschlag aus, die Maut auf leichte Nutzfahrzeuge auszudehnen und sie nicht mehr nach dem Vignettensystem, sondern nach gefahrenen Kilometern abzurechnen“, heißt es auf der Internetseite des ZDB. Denn während die Mautnetze in Frankreich oder Italien aktuell nur wenige Tausend Kilometer umfassen, soll das deutsche Mautnetz nächstes Jahr auf alle Bundesstraßen und damit auf 55.000 km ausgedehnt werden. Jede Veränderung bei der Maut habe damit in Deutschland erheblich weitreichendere Belastungen für das regional tätige Bau- und Ausbaugewerbe zur Folge als dies in anderen EU-Staaten der Fall wäre, so der ZDB.

„Damit wird der Unmut gegenüber der EU weiter anwachsen. Das ist neben den konkreten Auswirkungen dieser Pläne kontraproduktiv!“, erklärt Pakleppa.

 

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Neue Vorschriften zum Schutz vor Xylella fastidiosa

In Teilen Südeuropas werden immer mehr Pflanzen von dem aggressiven Bakterium Xylella fastidiosa befallen, weswegen die EU jetzt die Sicherheitsvorschriften verschärft.

Apulien, Korsika, Provence/Cote d’Azur, Mallorca, Menorca, Ibiza – Gegenden, die eigentlich als Urlaubsregionen bekannt sind, leiden zurzeit unter dem Bakterium Xylella fastidiosa. Seitdem es vor einigen Jahren zum ersten Mal in Europa nachgewiesen werden konnte, breitet es sich rasch aus. Aus diesem Grund hat die Europäische Union nun die Schutzmaßnahmen intensiviert.

Zustimmung aus Deutschland

Ist eine Pflanze nachgewiesenerweise mit dem Bakterium befallen, müssen eine Befallszone mit 100 Metern Breite und eine Pufferzone eingerichtet werden. Letzte wurde in der neuen Regelung von zehn auf fünf Kilometer reduziert. „Zur Schonung verfügbarer Ressourcen und zur Umsetzung schneller und effektiver Maßnahmen gegen die Etablierung und weitere Ausbreitung des Bakteriums ist diese Maßnahme ausdrücklich zu begrüßen“, freut sich Marius Tegethoff, Bereichsleiter Produktion / Qualitätssicherung beim Bund deutscher Baumschulen (BdB).

Darüber hinaus gibt es nun eine Liste der EU, auf der besonders anfällige Pflanzensorten aufgelistet sind. Darunter finden sich auch Lavendel, Rosmarin, Oleander und Kaffee, deren Ausfuhr als riskant gilt. Aus den oben genannten Risikogebieten dürfen diese Pflanzen gar nicht mehr exportiert werden. Betriebe mit Bakterienauftreten werden außerdem jährlich von der EU inspiziert.

Mehr als 100 Pflanzenarten können durch Xylella fastidiosa befallen werden. Das Bakterium setzt sich im Leitbündel (Xylem) der Pflanze fest und blockiert langsam die Wasser- und Nährstoffzufuhr. Zunächst äußert sich der Befall mit dem Braunwerden von Blättern, später stirbt dann die gesamte Pflanze ab. In Deutschland ist Xylella fastidiosa auch als Feuerbakterium bekannt.

 

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Uponor präsentiert Online-Tool für Flächenheizungen

Die korrekte Planung von Bodenaufbauten für Flächenheizungssysteme ist eine Kunst für sich. Zu diesem Zweck hat der Hersteller Uponor nun den „Configurator“ entwickelt.

Dämpfung, Isolierung, Aufbauhöhe – die verschiedenen Aspekte, die beim Planen von Bodenaufbauten für Flächenheizungssysteme beachtet werden müssen, haben es in sich. Das finnische Unternehmen Uponor hat sich deshalb ein Tool entwickelt, mit dem die einzelnen Komponenten und Aufbauschritte berechnet werden können.

Nutzung in vier Schritten

Zunächst muss der User in vier Schritten den Gebäudetyp, die Größe des Gebäudes und das gewünschte Komfort-Level festlegen, im letzten Schritt wird dann ein bestimmtes Heizungssystem vorgeschlagen. Wenn man dann ein System ausgewählt hat, fragt der „Configurator“ nach den Begebenheiten des Untergrunds, auf dem die Heizung und der dazugehörige Bodenaufbau installiert werden sollen. Abgefragt werden unter anderem die Art der Bodenplatte, die Fußbodenaufbauhöhe, die Wärmeschutzanforderungen und mögliche Unebenheiten.

„Nach einer schrittweisen Ermittlung der Einbausituation schlägt das Programm basierend auf der breiten Vielfalt von Flächenheizungssystemen des Herstellers die passenden Bodenaufbauten inklusive möglicher Dämmungen vor. Zu jeder Variante lässt sich eine detaillierte Übersicht mit konkreten Angaben zum Wärmeleitwiderstand, der zulässigen Flächenlast oder auch dem Norm-Trittschallpegel aufrufen“, wirbt Uponor für sein neues Werkzeug. Der Vorteil für Handwerker und Planer: Da das Programm so viele verschiedene Aspekte der vorhandenen Umgebung miteinbezieht, ist langwieriges Planen überflüssig. Gerade bei Renovierungsarbeiten, wo der Platz meist begrenzt ist, soll dies helfen.

Der Configurator ist für jedermann kostenlos nutzbar und unter www.uponor.de/configurator zu finden.

 

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VFF mit neuer Geschäftsführung

Zum neuen Jahr wurde Frank Koos zum Geschäftsführer für Normung, Technik und internationale Aktivitäten des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) berufen.

Der 52-jährige Diplom-Ingenieur Frank Koos leitet seit dem 1. Januar 2018 zusammen mit Ulrich Tschorn, bisher alleiniger VFF-Geschäftsführer, die Geschäfte des VFF. Die Notwendigkeit einer weiteren Geschäftsführung wurde im Rahmen der Präsidiumssitzung des Verbandes bereits Mitte Dezember beschlossen.

Nach seinem Maschinenbau-Studium an der TH Darmstadt (heute: TU Darmstadt), wurde Frank Koos 1994 beim VFF als Leiter des Referats Technik angestellt. Bereits seit 2004 war er als stellvertretender Geschäftsführer unter anderem verantwortlich für die Bereiche Normung, Technik und Ökologie, Datenverarbeitung und Neue Medien sowie Aus- und Weiterbildung.

Internationale Erfahrung

Auch international ist Koos seit 2004 aktiv: So arbeitet er unter anderen in den materialgebundenen europäischen Verbänden FAECF (Metall), EPW (Kunststoff) und FEMIB (Holz) und ist seit 2008 Generalsekretär der FEMIB und seit 2012 Generalsekretär des EPW. Zudem ist er seit 2015 Generalsekretär der internationalen Non-Profit Organisation EuroWindoor AISBL mit Sitz in Brüssel.

„Ich freue mich, dass Frank Koos jetzt als Geschäftsführer an der Seite von Ulrich Tschorn die VFF-Geschäfte in seinen Arbeitsschwerpunkten Normung, Technik und internationale Aktivitäten führt“, wird VFF-Präsident Detleff Timm im Online-Fachmagazin baulinks.de zitiert. „Wir wissen um die Verdienste von Frank Koos, der national und international großes Ansehen genießt. Weiterhin schätze ich seine Arbeit für den Technischen Ausschuss mit der Schaffung der umfangreichen Merkblattsammlung des VFF. Und schließlich steht Frank Koos auch für die Bildung einer starken Interessenvertretung unserer Branche in Europa.“

 

Bild: © iStock.com/vencavolrab, Bode Planungsgesellschaft für Energieeffizienz m.b.H.

Von NRW nach Japan: Bode-Mitarbeiter als Experten geladen

Bei der effizienten Nutzung von erneuerbaren Energien gibt es in Japan noch Nachholbedarf. Hilfe kommt dabei unter anderem auch aus Deutschland!

Wo Deutschland Weltmarktführer ist, will Japan noch dazu lernen. Unter Leitung der EU-geförderten EnergieAgentur.NRW nahm eine deutsche Delegation Anfang November an einer einwöchigen Reise inklusive Messeauftritt in die Präfektur Fukushima teil. Die Bode Planungsgesellschaft erhielt als eines von sechs Unternehmen aus NRW die Möglichkeit, sich auf der Erneuerbaren Energien Messe REIF zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen.

EU-geförderter Wissenstransfer

Besonders im Bereich der Energieeffizienz herrscht in Japan noch Nachholbedarf, wie Jan Ortmann beschreibt: „In der Solarenergie sind die japanischen Unternehmen schon sehr weit, aber wenn es darum geht, mit der erzeugten Energie effizient umzugehen, sehen wir noch deutliches Verbesserungspotential.” Auch das Bewusstsein von Privathaushalten für Fragen der Energieeffizienz steigt deutlich an. Die neu gegründete Energy Agency. FUKUSHIMA hat sich zum Ziel gesetzt, die Präfektur bis 2040 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Marcel Stüer und Jan Ortmann konnten hier als Experten wertvolle Hinweise geben.

Kooperationen mit japanischen Unternehmen

Neben dem Messeauftritt standen eine Vorstellung des Unternehmens Bode auf einem NRW-Seminar sowie Netzwerktreffen und Gespräche mit japanischen Unternehmen sowie Vertretern von Regierung und Regierungsorganisationen auf dem Programm. „Wir können uns sehr gut vorstellen, in Zukunft mit einem japanischen Unternehmen für ein Projekt zusammen zu arbeiten”, sagt Marcel Stüer, der als Verantwortlicher für Gewerbe, Industrie und Handel bei Bode nach Japan gereist ist. Als erster Schritt wurde im Rahmen des Besuchs ein Memorandum of Understanding zwischen der EnergieAgentur.NRW und seinem japanischen Pendant von Dr. Michael Baumann und dem Präsidenten der Energy Agency. FUKUSHIMA Yasuhiro Hattori in einem feierlichen Akt unterzeichnet.

Weitere interessante Informationen zur Energiepolitik in Japan gibt es unter:

www.energieagentur.nrw/international/laenderinformationen/japan

http://energy-agency-fukushima.com/en/

https://nautilus.org/napsnet/napsnet-special-reports/japanese-energy-policies-after-fukushima/

und auf facebook

 

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Kesselberechnungen nun nach neuem Schema

Die Leistung eines Heizkessels einzuschätzen ist wichtiger Bestandteil der Heizungsplanung. Ein breites Verbändebündnis hat sich nun auf ein neues Regelwerk geeinigt.

Die Lieferung von Fernwärme wird hierzulande durch die Wärmelieferverordnung geregelt, die als wichtiger Bestandteil der klimaneutralen Energieversorgung für den Wohnbestand gilt. Da die hier festgelegten Regelungen zur Berechnung von Heizkesselgrößen aber als praxisfremd gelten, haben sich mehrere große Verbände darauf geeinigt, ein neues Schema zur besseren Einschätzung von Altkesseln zu übernehmen.

Aufnahme in das AGFW-Regelwerk

An der Entscheidung mitgewirkt haben der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), das ESCO Forum im ZVEI (ESCO steht für Energy Service Company), der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und der Verband für Wärmelieferung (VfW). Zusammen einigte man sich auf eine neue Berechnungsmethode für Altkessel in Heizungsanlagen.

Für die Fernwärmeversorgung ist die korrekte Berechnung der bisherigen Heizleistung ein wichtiger Schritt. Zukünftig soll das gewerbliche Anbieten von Fernwärme, das so genannte Contracting, durch die Regelung, die nun in das AGFW-Regelwerk aufgenommen wird, deutlich erleichtert und profitabler gemacht werden.

 

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Urteil: Prügelei kann als Arbeitsunfall zählen

Wenn es im Betrieb zu Handgreiflichkeiten kommt, kann sich der Verletzte in manchen Fällen als Opfer eines Arbeitsunfalls sehen, urteilte nun das LSG Baden-Württemberg.

Auch wenn es eigentlich nie vorkommen sollte, manchmal eskalieren Streitigkeiten am Arbeitsplatz. Wenn es dabei zu Handgreiflichkeiten oder Prügeleien kommt, kann das Opfer in bestimmten Fällen geltend machen, einen Arbeitsunfall erlitten zu haben. Für den Täter kommt dies allerdings nicht in Betracht, entschied nun das Landessozialgericht Baden-Württemberg in zwei Urteilen.

Unterschiedliche Regeln für Täter und Opfer

Grundsätzlich gilt: Wird jemand während der Arbeitszeit verletzt, gilt dies als Arbeitsunfall und die zuständige Berufsgenossenschaft trägt die Kosten der medizinischen Behandlung. Dies gilt auch, wenn der Verletzte Opfer einer vorsätzlichen Körperverletzung wird.

Im konkreten Fall hatten sich mehrere Beschäftigte einer Baufirma bei der Fahrt in einem Transporter wegen der schlechten Luft im Fahrzeug gestritten. Der Fahrer wurde von einem Kollegen in einer Prügelei schwer verletzt, der Kollege zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Berufsgenossenschaft weigerte sich, die Kosten zu übernehmen, da die Prügelei nicht zur Arbeit zähle und somit kein Arbeitsunfall sei. Das Gericht entschied aber anders: Der verletzte Fahrer war in Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit angegriffen worden und sei damit versichert, denn der Heimweg von der Arbeitsstätte stehe unter dem Schutz der gesetzlichen Wegeunfallversicherung.

Anders sieht es aus, wenn sich der Angreifer verletzt: In einem weiteren Fall war es zu Handgreiflichkeiten in einem Warenlager gekommen. Der Angreifer wollte einem Kollegen einen Kopfstoß versetzen, verletzte sich dabei aber selbst schwer. In diesem Fall wertete dasselbe Gericht den Zwischenfall nicht als Arbeitsunfall, weil der Angreifer nicht im betrieblichen Interesse gehandelt habe. Dementsprechend sei die Handlung keine berufliche Tätigkeit, die Verletzung kein Arbeitsunfall und nicht vom Versicherungsschutz durch die Berufsgenossenschaft gedeckt.

 

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Umfrage: Öko und Bio müssen sich Geld sparen

Keine Überraschung: Öko- und Bioprodukte verkaufen sich besser, wenn der Verbraucher dadurch bares Geld spart, hat nun eine neue Studie des Umweltbundesamts bestätigt.

Von wegen Umweltschutz: Laut der Studie „Grüne Produkte in Deutschland 2017“ des Umweltbundesamts (UBA) sind Öko- und Bio-Produkte vor allem wegen ihres Sparpotentials derzeit in Deutschland beliebt. Nachhaltigkeit und Ökobilanz spielen dabei aber nur eine untergeordnete Rolle, finanzielle Aspekte sind am wichtigsten.

Umweltbilanz bei Elektrogeräten am wichtigsten

Deutlich wird dies gerade bei großen Elektrogeräten wie Kühlschränken, Waschmaschinen oder Geschirrspülern, bei denen sich Geräte mit guter Ökobilanz auch gut verkaufen lassen. Dies habe aber mehr mit der Effizienz bei Wasser- und Stromverbrauch und weniger mit dem guten Gewissen der Kunden zu tun, glauben die Autoren der Studie. Gleiches gelte auch für günstigen Ökostrom, der in Deutschland große Marktanteile hat – was sich rentiert, wird auch gekauft.

Dies zeige sich gerade auch an anderen Produktkategorien, bei denen diese Gleichung eben nicht aufgeht: Bio-Lebensmitteln oder -Textilien erreichten trotz zuletzt steigender Verkaufszahlen nur Marktanteile von circa fünf Prozent. „Damit grüne Produkte stärker nachgefragt werden, muss der Preis stimmen. Das heißt, sie müssen günstiger, attraktiver sein als ihre konventionellen Gegenspieler“, fasst es Dr. Michael Bilharz vom Umweltbundesamt zusammen.

Trotzdem kein Rückgang der Emissionen

Der derzeitige Trend zu Öko-Produkten ist damit nicht nur auf bestimmte Produktkategorien bezogen, er senkt auch nicht den CO2-Ausstoß der deutschen Bürger: Es werden zwar immer effizientere Produkte gekauft und Dienstleistungen in Anspruch genommen, doch wird auch deutlich mehr konsumiert. So werden Fortbewegungsmittel immer sparsamer, doch legen die Deutschen auch mehr Wege zurück, die Einsparungen durch Bio-Gemüse werden durch den gestiegenen Fleischkonsum ausgeglichen und der gesparte Strom durch neuere Küchengeräte fließt dann eben in mehr Unterhaltungselektronik.

Dies betrifft auch das Bauen: Zwar wird die durchschnittliche Wohnung pro Quadratmeter immer sparsamer, doch wächst auch die Wohnfläche pro deutschem Bürger von Jahr zu Jahr. Das UBA will in den kommenden Jahren trotzdem an seinem Einsatz für energiesparendes Leben und Wohnen festhalten. So ergab die Studie nämlich auch, dass Verbraucher durch die staatlichen Umweltsiegel zu nachhaltigerem Konsum angeregt werden.

 

Bild: Zeppelin Rental

Das passende Heizgerät für Ihre Baustelle

Welches Heizgerät zu welcher Baustelle passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein neuer Heizbedarfrechner kann bei der richtigen Auswahl helfen.

Sobald die Temperaturen fallen, sind mobile Heizgeräte auf Baustellen unverzichtbar. Denn egal ob Estrich- oder Fliesenleger, Trockenbauer oder Maler – viele am Bau beteiligte Unternehmen benötigen im Winter Mindesttemperaturen, um ihre Materialien fachgerecht verarbeiten zu können. Zusätzlich eignen sich Heizgeräte während der Kälteperiode zur Winterbaubeheizung oder zur Bautrocknung.

Grundsätzlich gilt es, zwischen drei verschiedenen Heizgerätearten zu unterscheiden. So gibt es robuste und leistungsstarke Öl-Lufterhitzer mit diversem Zubehör, flexibel einsetzbare Gas-Lufterhitzer geringer bis hoher Heizleistung oder leicht bewegliche und einfach zu bedienende Elektro-Heizgeräte für die rasche Erwärmung kleinerer Räume.

Den richtigen Heizbedarf ermitteln

Bevor Sie sich jedoch für das passende Heizgerät entscheiden, sollte geklärt werden, welcher Heizbedarf auf der Baustelle überhaupt gedeckt werden muss. Hier hilft Ihnen beispielsweise der Heizbedarfrechner des Vermietunternehmens Zeppelin Rental. Unter www.zeppelin-rental.de/heizbedarf-rechner geben Sie die Höhe, Länge und Breite Ihres zu beheizenden Gebäudes, die herrschende Außen- sowie die gewünschte Innentemperatur und die Art der Isolierung an. Anhand Ihrer Angaben berechnet das Tool den benötigten Heizbedarf – und dieses Ergebnis hilft Ihnen bei der Wahl des passenden Geräts.

Wenn Ihr Heizbedarf gering ausfällt, sind kleinere Elektro-Lufterhitzer häufig ausreichend. Die mit Strom betriebenen Geräte zeichnen sich durch einen geräuscharmen und sauberen Betrieb aus und sind umweltfreundlich: Der Strom wird mit einem fast hundertprozentigen Nutzungseffekt in Wärme umgesetzt. Optimal eignen sich Elektro-Lufterhitzer deshalb für den Einsatz in geschlossenen und gut isolierten Räumen. Da sie keinen Sauerstoff verbrauchen, werden sie auch häufig in Räumen eingesetzt, die nicht belüftet werden können. Ein weiterer Vorteil der Elektro-Lufterhitzer ist ihre einfache Bedienung.

Haben Sie mittleren oder hohen Heizbedarf, sind leistungsstarke Öl- und Gas-Lufterhitzer die richtige Wahl. Bei ihrem Betrieb müssen allerdings einige Sicherheitsaspekte und Besonderheiten beachtet werden.

Abgase beachten

Öl-Heizgeräte eignen sich für die Erwärmung größerer Lagerhallen oder von Werkstätten – auch dann, wenn im Inneren empfindliche Materialien gelagert werden. Zudem werden die Geräte häufig für die Bautrocknung oder auch für Punktbeheizungen im Außenbereich eingesetzt. Obwohl mit Gas und Öl betriebene Heizgeräte vielseitig anwendbar sind, müssen die entstehenden Abgase bei Verwendung in Innenbereichen unbedingt nach außen geleitet werden. Zu diesem Zweck verwenden Sie passendes Zubehör wie beispielsweise Abgasrohre.

Die ebenfalls optimal für die Winterbaubeheizung geeigneten Gas-Lufterhitzer sind leistungsstark, verbrauchsarm und dank ihrer geringen Abmessungen einfach zu transportieren und aufzustellen. So ist eine schnelle Inbetriebnahme gewährleistet. Auch aufgrund ihres niedrigen Gewichts entscheiden sich Unternehmen bei der Beheizung oberer Stockwerke in mehrgeschossigen Gebäuden häufig für gasbetriebene Geräte. Wenn Sie Gas-Lufterhitzer in geschlossenen Räumen betreiben, müssen Sie allerdings auf ausreichend Frischluftzufuhr achten. Da bei der Verbrennung von Gas Wasserdampf freigesetzt wird, sind Gas-Heizer für die Bautrocknung eher weniger geeignet.

Öl- und Gas-Lufterhitzer müssen zudem auf feuerfestem Untergrund stehen und ausreichend Abstand zu Wänden oder brennbaren und nicht-brennbaren Materialien aufweisen.