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Nicht-invasive Wassermessung an der TU Berlin optimiert

Um zu wissen, was durch ein Rohr fließt, muss man es öffnen und hineinsehen – oder etwa nicht? Die TU Berlin hat das Messen von Rohrinhalten von außen stark verbessert.

Die Technische Universität Berlin hat das Messen von Rohrinhalten mithilfe von Ultraschall-Wellen stark verbessert. Das Projekt „nivEx“, das im Rahmen des Forschungsprogramms „Energiewendebauen“ gefördert wird, beschäftigt sich dabei in erster Linie mit Wärmetauschern, und wie diese im laufenden Betrieb auf Temperaturschwankungen und Schadstoffablagerungen überprüft werden können.

Korrosion und Faulstellen erkennen

Das Problem bei Geräten wie Wärmetauschern ist, dass sich über die Jahre der Nutzung ungebetene Gäste in das Wasser einschleichen können: Durch Korrosion und Ablagerungen („Founling“) können Rückstände auftreten und das Wasser verschmutzen. Auch können sich Temperatur und andere Eigenschaften über die Zeit ändern.

Um solche Veränderungen von der ursprünglichen Planung zu identifizieren, soll die Ultraschallmessung eingesetzt werden. Mit ihr lässt sich ein Blick in das Rohr werfen, ohne es öffnen und den Betrieb unterbrechen zu müssen. Diese Technik gab es auch schon vor dem Berliner Projekt, sie unterlag allerdings großen Genauigkeitsproblemen, die nun behoben sein sollen. „Im Rahmen des Projekts wurden bereits Optimierungsanalysen für Kältezentralen, Eisspeicher, Druckluftkühlung und Pasteurisationsanlagen erfolgreich durchgeführt“, berichtet „Energiewendebauen“.

Mit „nivEx“ soll es nun möglich sein, mit hoher Präzision den ordnungsgemäßen Betrieb von Heizungs- und Kälteanlagen im Bestand zu überprüfen und gegebenenfalls Optimierungsvorschläge machen zu können.

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