Image: Synavision

Nicht funktionierende Gebäudetechnik? Ade!

Moderne Gebäudeautomation ist der Schlüssel, um den Energieeinsatz in Gebäuden entscheidend zu senken. Gerade Gewerbebauten bieten ein enormes Energieeffizienzpotenzial, das mit moderner Gebäudetechnik und Automation erschlossen werden könnte. Doch Studien belegen, dass diese in vielen Fällen nicht wie geplant funktioniert. Erhebliche Mehrkosten im Betrieb von bis zu 30% gegenüber der Planung und Belastung der Gebäudenutzer sind die Folge. Alleine durch die Inspektion von Klima- und Lüftungsanlagen ließen sich bis zu 10 Mio. t CO2 einsparen. Bis heute sind allerdings nur 3% der Klimaanlagen auf korrekte Funktionsweise geprüft worden – trotz gesetzlicher Verpflichtung. Dies ist entscheidend durch den hohen Aufwand, der damit einhergeht, begründet.

Der Prüfstand 4.0 für Gebäudeperformance: Erfolgreiche Inbetriebnahme und effektives Monitoring

Genau an dieser Stelle setzt der Prüfstand 4.0 für Gebäudeperformance der synavision GmbH an. Mit der innovativen Software-Plattform können die Experten der synavision präzise Prüfungen der Gebäudetechnik durchführen und transparente sowie konkrete Hinweise auf Fehlfunktionen geben. Dabei werden Anlagenfunktionen schon in der Planung spezifiziert („Design for Testability“). Bei der Inbetriebnahme wird geprüft, ob die Anlagen entsprechend der Vorgaben funktionieren. Die Analysen werden durch softwarebasierte Modellierungsverfahren automatisiert erstellt und unterstützen alle Beteiligten bei der Fehleridentifikation. Benötigt werden dazu lediglich das Hydraulikschema der Anlage und die vorhandenen Betriebsdaten der Gebäudeleittechnik. „Durch die Spezifikation in der Planung erhält der Bauherr ergänzend zur Fachplanung eine prüfbare Spezifikation der Gebäude- und Anlagenperformance“, erläutert Dr. Stefan Plesser, Geschäftsführer der synavision GmbH. „Damit legen wir die Grundlage für eine effiziente Inbetriebnahme und hohe Qualität der Gebäudeautomation im Betrieb – schnell, präzise und kostengünstig!“

Praxisbeispiel

Bei der Erneuerung der Heizzentrale im Celler Badeland wurden im Rahmen einer energetischen Sanierung zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) installiert, die für die Deckung der elektrischen und thermischen Grundlasten sorgen. Um die Heizzentrale auf die unterschiedlichen Last- und Umgebungssituationen effizient abstimmen zu können, hat die Fachplanung eine Vielzahl von Betriebszuständen definiert: Eine regelungstechnische Herausforderung! synavision erstellte in Zusammenarbeit mit dem Fachplaner vor der Inbetriebnahme eine Spezifikation der verschiedenen Betriebszustände und der jeweils geplanten Anlagenfunktionen. Danach erfolgt der Import von Messdaten aus der Automationsstation in den Prüfstand. Die Ergebnisse zeigten für einzelne Betriebszustände Fehlfunktionen wie z.B. den Fehlbetrieb einer Umwälzpumpe an. Mit diesen konkreten Fehlermeldungen war der Errichter in der Lage zeitnah die Betriebsgüte der Anlage zu steigern.

Das Ziel: Perfekte Gebäudeperformance

Das Beispiel verdeutlicht das Potenzial des Prüfstands. Die Innovation liegt in der intelligenten Spezifikation und Automatisierung des gesamten Prozesses, der robust skalierbar ist und somit eine wirtschaftliche Anwendung auf eine Vielzahl von Gebäuden ermöglicht. „Nach der Inbetriebnahme haben wir festgestellt, dass eine Ladepumpe falsch aufgelegt war“, berichtet GA-Planer Jonas Rau vom Ing.-Büro Koch & Partner GmbH von seinen Erfahrungen. „Diese lief als Dauerläufer und hätte die Schichtung von zwei jeweils 57m³-Speichern permanent durcheinander gebracht. Mithilfe des Prüfstands von synavision konnte der Fehler schnell identifiziert und behoben werden.“ Das Beispiel verdeutlicht, dass es nicht allein um die Optimierung einzelner Anlagen geht, sondern um die Etablierung eines effektiven Qualitätsmanagements als Standardleistung für Gebäude. Der Prüfstand für Gebäudeperformance bietet die Chance, dem Ziel perfekter Gebäudeperformance in der Praxis ein großes Stück näher zu kommen.

 

Next ArticleMögliche Abhilfe für mehr bezahlbaren Wohnraum