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Neue VDI-Infobroschüre: „Barrierefreiheit im Wohnungsbau“

Der Verein Deutsche Ingenieure (VDI) hat in seinem aktuellen Statusreport sämtliche Informationen zum barrierefreien Wohnungsbau zusammengetragen und nun veröffentlicht.

Bei der Schaffung von adäquatem barrierefreiem Wohnraum gilt es einiges zu beachten: So müssen beispielsweise verschiedene Richtlinien, Bauordnungen und Ausführungsverordnungen eingehalten werden, die sogar für Architekten und Fachplaner oftmals nur schwer zu durchschauen sind. Hinzu kommt noch, dass sie in den einzelnen Bundesländern oftmals jeweils unterschiedlich ausgelegt werden.

Um hier eine Hilfestellung zu geben, hat der VDI nun einen übersichtlichen Statusreport veröffentlicht. Im Vordergrund der Publikation stehen dabei die Fragen:

Was bedeutet Barrierefreiheit im Wohnungsbau?

Was muss ein Planer in Bezug auf die unterschiedlichen Ausstattungsstandards „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ berücksichtigen?

Welche Fallstricke ergeben sich zwischen den Anforderungen des Bauordnungsrechts und dem Privatrecht?

Und welche Lösungen für die barrierefreie Gestaltung von Wohnraum gibt es zusätzlich zu den Mindeststandards der DIN 18040-2?

Im Statusreport wird zunächst die aktuelle Situation analysiert und die unterschiedlichen Begrifflichkeiten geordnet. Anschließend werden Tendenzen im Wohnungsbau und der steigende Einfluss der Barrierefreiheit beschrieben. Aufgrund des demografischen Wandels und der immer älter werdenden Gesellschaft werde diese laut VDI nämlich immer wichtiger.

Barrierefreiheit wird vielfältiger

Die Handlungsempfehlungen des VDI-Statusreports machen deutlich, dass der Begriff „Barrierefreiheit“ künftig facettenreicher gedacht werden muss. Denn neben eines bedarfsgerechten Ausbaus mit entsprechender Ausstattung, müssen zukünftig grundsätzlich mehr Wohnungen für besondere Belange erschlossen und auffindbar gemacht werden. „Mit der Idee der Anpassungsfähigkeit im Bedarfsfall könnte dies gelingen und die meist erforderlichen individuellen Anpassungen der Wohnumgebung viel stärker berücksichtigt werden“, schreibt der VDI auf seiner Homepage.

Der aktuelle VDI-Statusreport „Barrierefreiheit im Wohnungsbau“ kann über die Verbandshomepage unter www.vdi.de angefordert werden.

 

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