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Durchwachsene Halbjahresbilanz im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalt

Mit Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten durch das Statistische Bundesamt, zeige sich, dass sich die Nachfrage nach Bauleistungen in Sachsen-Anhalt im ersten Halbjahr 2017 positiv entwickelt habe. Außerdem habe dies zu einer Stabilisierung der Bautätigkeit im Bundesland geführt, erklärt Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt e. V. auf der offiziellen Verbandshomepage.

Demnach erhöhte sich der Gesamtauftragseingang des Bauhauptgewerbes um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Volumen von rund 988,5 Millionen Euro. „Nach einem schwachen Jahresstart stiegen die Aufträge ab März etwas an und sorgten für das leichte Halbjahresplus“, wird Momberg auf der Verbandshomepage www.bauindustrie-ssa.de zitiert. Der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalt lag dabei bei rund 902,6 Millionen Euro und liegt etwa auf Vorjahresniveau.

Auch wenn der Auftragseingang im ersten Halbjahr eine Höhe von 125,8 Millionen Euro erreichte (+7,3 Prozent), ließ die Nachfrage im Wohnungsbau im bisherigen Jahresverlauf tendenziell eher nach, so Momberg. Mit einem Volumen von 148,6 Millionen Euro lag der Umsatz 3,4 Prozent hinter dem Vergleichswert aus 2016.

Auch der Wirtschaftsbau musste einen Rückgang der Auftragseingänge um 7,4 Prozent hinnehmen. Insgesamt lag das Auftragsvolumen hier bei 431,4 Millionen Euro. „Zurückzuführen war das auf einen starken Nachfrageeinbruch im ersten Quartal 2017, die Frühjahrsbelebung brachte eine gewisse Entspannung, aber noch keine Trendwende“, erklärte Momberg. Dennoch wurde auch hier der Umsatz um 4,2 Prozent auf 447,7 Millionen Euro gesteigert.

Lediglich im öffentlichen Bau entwickelte sich die Nachfrage nach Bauleistungen im ersten Halbjahr 2017 positiv. So betrug der Zuwachs an Auftragseingängen 12,4 Prozent und belief sich auf rund 431,3 Millionen Euro. Allerdings lag das Umsatzaufkommen des Bauhauptgewerbes mit 306,3 Millionen Euro um 3,2 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. „Hier erwarten wir angesichts der Auftragsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte ein besseres Ergebnis“, sagt Momberg.

Die Beschäftigungszahlen im Bauhauptgewerbe gingen ebenfalls um 2,1 Prozent zurück und lagen bei rund 15.400 Beschäftigten. Insgesamt sank die Zahl der Arbeitslosen mit Bauberufen jedoch um 19,8 Prozent auf rund 4.300.

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