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Aufforderung an den Landtag NRW: Straßengebühren abschaffen

Kaputte Straßen und hohe Kosten für Hausbesitzer. Der Bund der Steuerzahler NRW (BdSt) mobilisiert für eine Abschaffung der Straßenbaugebühren.

Vor dem Haus den Schlaglöchern ausweichen und auf dem Gehweg anderen Stolperfallen: Deutschlands Straßen sind teilweise in schlechtem Zustand. Werden die Probleme behoben, müssen vor allem Grundstückseigentümer und Wohnungsbesitzer viel Geld auf den Tisch legen. Die Straßenbaugebühren sorgen fast immer für Unruhe und führen häufig auch zu Rechtsstreiten zwischen Bürgern und Kommunen.

„Straßenbaubeiträge müssen abgeschafft werden.“

Heiner Wirz vom Steuerzahlerverbund NRW erklärt die Beweggründe der Initiative: „Kommunen lassen ihre Straßen verfallen, weil sie für die Instandhaltung kein Geld haben und die Anlieger an einfachen Reparaturen finanziell nicht beteiligen können. Und wenn nichts mehr geht, wird die Straße grundlegend erneuert und verbessert – und die Bürger müssen sich auf fünf- oder gar sechsstellige Straßenbaubeiträge einrichten. So geht es nicht. Die Straßenbaubeiträge müssen abgeschafft werden“, fordert der Rechtsanwalt und Vorsitzende des BdSt NRW. Die Kommunen in NRW können die Höhe der Beiträge selbst festlegen, so dass diese je nach Wohnort enorm unterschiedlich ausfallen. Anliegende Grundstücksbesitzer müssen bei Straßenarbeiten tief in die Tasche greifen, von 3.000 Euro über 34.000 Euro bis hin zu 150.000 Euro im Extremfall.

In mehreren Bundesländern bereits abgeschafft

Dabei scheint es auch ohne die finanzielle Belastung der Bürger zu gehen. In Bayern sind die Beiträge seit dem Beginn des Jahres Geschichte, Berlin schaffte sie bereits 2012 ab, Hamburg 2016. Baden-Württemberg kommt ganz ohne das Kommunalabgabengesetz aus und somit auch ohne Straßenbaubeiträge – und das bereits seit Jahrzehnten. Auch in anderen Bundesländern gibt es bereits Initiativen, die die Abschaffung fordern.

Ruinöse Belastung

Hauseigentümer die finanziell schwächer dastehen, haben in der Regel nur eine Möglichkeit: Ratenzahlung. Denn eine Erlassung der Gebühren erfolgt fast nie. Auf die Ratenzahlungen kommen dann auch noch sechs Prozent Zinsen im Jahr, an denen die Gemeinden dann auch noch verdienen. Zu der teilweise gewaltigen finanziellen Belastung gesellt sich damit auch ein Stück gesellschaftliche Ungerechtigkeit. „Die Belastung ist zum Teil ruinös und erfolgt ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit des Beitragsschuldners. Gegen eine existenzgefährdende Beitragshöhe bestehen nur scheinbar Auswege“, verdeutlicht Wirz die unfaire Situation.

Volksinitiative des BdSt NRW

Aus Sicht der Steuerzahler gibt es also genug Gründe, gegen die Gebühren vorzugehen. Der BdSt NRW startete daher am 31. Oktober seine Volksinitiative. Mit einer Unterschriftenaktion, an der sich Betroffene beteiligen können, soll die Politik aufgefordert werden, die Straßenbaubeiträge abzuschaffen. Bis Ende Oktober 2019 müssen 66.000 Unterschriften zusammenkommen, dann ist der Landtag verpflichtet, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Bürger, die sich mit ihrer Unterschrift beteiligen wollen, finden hier alle notwendigen Informationen.

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Professionell Entwässern im Tiefbau, Garten- und Landschaftsbau sowie Gewässerschutz

askACO – Ihr erster Ansprechpartner in allen Projektphasen

Urbanisierung, Klimawandel und Umweltschutz erfordern immer leistungsfähigere Produkte. Da gilt es ökonomische und ökologische Lösungen für das Aufnehmen, Aufbereiten, Zwischenspeichern und Wiederverwenden des Wassers zu finden. So bietet ACO Produkte für die Oberflächenentwässerung, eine nachhaltige Regenwasserbehandlung, den Gewässerschutz und das Abdecken von Schächten.

Mit askACO macht das Unternehmen deutlich: ACO ist Produzent und Lieferant innovativer, leistungsfähiger und marktgerechter Entwässerungslösungen. Zudem wird die tägliche Projektarbeit aller Beteiligten mit Planungshilfen und Servicedienstleitungen unterstützt.

Noch Fragen? askACO!

train: Information und Weiterbildung

Seit jeher legt ACO als Beratungspartner von Bauunternehmen, Architekten, Planern und dem Handel großen Wert auf den fachlichen Austausch zu aktuellen Themen und Zukunftstrends. Zusammengefasst unter dem Begriff „train“ führt das Unternehmen in der ACO Academy zahlreiche Fachseminare, Produktschulungen und Trainings unter Berücksichtigung von Verlege- und Wartungsaspekten durch. Darüber hinaus bietet ACO gemeinsam mit Partnern aus der Branche, verschiedene, deutschlandweite Seminarreihen und Events an. Dazu gehören beispielsweise die Roadshow ACO Regenwelten oder die Architekten- und Planertage. Dabei haben alle Veranstaltungen eines gemeinsam: Das Vermitteln von Expertenwissen durch renommierte, hochqualifizierte Referenten. Ein weiterer Baustein im Bereich „train“ ist die Website www.aco-tiefbau.de. Sie enthält zahlreiche Informationen zu Referenzen, Videos sowie Produktinformationen und Montageanleitungen, die stets aktuell aufbereitet sind.

design: Planung und Optimierung

Zahlreiche ACO Mitarbeiter stehen den Projektbeteiligten im Bereich „design“ zur Verfügung. Je nach Projekt und Fortschritt beraten und unterstützen sie Bauunternehmen, Architekten und Planer wie beispielsweise im schleswig-holsteinischen Heide. Hier entstand ein 25.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum. Gemeinsam mit den Planungs- und Baupartnern erstellte das ACO Team ein modernes Entwässerungskonzept. Bei der Produktauswahl unterstützten bereits im Rahmen der Grundlagenermittlung und Vorplanung die ACO Projektberater. Anwendungstechniker lieferten Ergebnisse für die hydraulische Auslegung und Massen- und Kostenermittlung. Sie standen dem Planer weiterhin bei der Detailabstimmung in der Entwurfs- und Ausführungsplanung bis hin zur Ausschreibung und konkreten Ausarbeitung der Entwässerungslösung beratend zur Seite. Der Vorteil für alle am Projekt Beteiligten: Bereichsübergreifende Projektkenntnisse und Koordination verbunden mit Know-how und Engagement.

support: Bauberatung und -begleitung

Unter dem Begriff „support“ fasst ACO die konkrete Hilfestellung für alle Projektbeteiligten direkt vor Ort zusammen. Sie trägt zur reibungslosen Realisierung des Entwässerungskonzepts, bis hin zum Betrieb, bei. So werden bei Bauvorhaben der Einbau und die Montage der ACO Produkte durch den ACO Außendienstmitarbeiter auf der Baustelle individuell begleitet. Die Mitarbeiter des bauausführenden Unternehmens in Heide erhielten u.a. eine Installationseinweisung für das Rigolensystem ACO Stormbrixx. Durch die Anwendungstechnik bekamen die Mitwirkenden darüber hinaus eine lückenlose Dokumentation der Entwässerungsanlage. Die Lieferung der ACO Produkte just in time an die Baustelle wurde durch den ACO Vertriebsinnendienst und ACO Logistik koordiniert und ermöglichte den Mitarbeitern auf der Baustelle die zeitgerechte Fertigstellung der Anlage.

 

care: Inspektion und Wartung

Nach der erfolgreichen Installation bzw. Montage der Produkte im Einkaufszentrum Heider Marktpassage sorgt ACO mit dem After-Sales-Service noch Jahre nach dem Einbau dafür, dass die Öl- und Fettschabscheider, Pumpstationen und Rückhaltesysteme zuverlässig funktionieren. Die Leistungen im Bereich „care“ beinhalten Wartung, Reparatureinsatz und regelmäßige Generalsinspektion. Somit trägt ACO nicht nur zu einem wirtschaftlichen, langfristigen Betrieb, sondern auch zum Schutz von Mensch und Umwelt bei.

Noch Fragen? askACO. Unterstützt werden diese Leistungen durch praktische Tools wie den ACO Project Manager, den ACO DRAIN Design Rostkonfigurator oder den Ausschreibungstexten im Web unter www.aco-tiefbau.de/askaco.

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Vormauerziegel weiter auf dem Vormarsch

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Produktion von Vormauerziegeln in den letzten zwei Jahren beachtlich angestiegen ist.

Die Hersteller von Vormauerziegeln melden laut Angaben des Statistischen Bundesamtes kräftige Produktionszuwächse. Demnach stieg die Produktion im 1. Halbjahr 2017 um 14,5 Prozent auf 77 Millionen Euro beziehungsweise um 9,2 Prozent auf 361 Millionen Kubikmeter gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im 1. Halbjahr 2018 stieg sie noch einmal um 11,6 Prozent auf 86 Millionen Euro beziehungsweise um 8,3 Prozent auf 391 Millionen Kubikmeter gegenüber 2017.

„Das ist ein deutlicher Trend zugunsten der zweischaligen Ziegel-Bauweise“, freut sich Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie. So würden immer mehr Architekten, Bauherren und Investoren die Vorteile erkennen: „Vormauerziegel haben eine unbegrenzte Lebensdauer, sind dauerhaft farbecht, wartungsfrei und wertbeständig.“ Darüber hinaus würden sie einen hohen Wärme-, Schall- und Schlagregenschutz sowie die Möglichkeit der kreativen Fassadengestaltung durch individuelle Farben und Formen der Vormauerziegel bieten.

„Wir stellen fest, dass Architekten vor allem beim Objekt- und Wohnungsbau verstärkt auf individuelle Lösungen bei der Fassadengestaltung mit Ziegeln setzen.“ Die Vormauerziegelindustrie habe sich schnell auf diesen Trend eingestellt und könne die geeigneten Produkte entwickeln und herstellen, so der Hauptgeschäftsführer.

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Schäden vermeiden – Ladungssicherung für Handwerker

Jährlich verunglücken mehr als 800 Menschen wegen mangelnder Ladungssicherung. Um Unfälle vorzubeugen, muss auch im Transporter auf eine korrekte Sicherung geachtet werden.

Die Ladung muss gesichert werden, ganz egal wie kurz oder lang die zurückzulegende Strecke ist. Ist das nicht der Fall, kann es bei einem Unfall zu gefährlichen bis tödlichen Verletzungen kommen. Auch Bußgelder, Punkte in Flensburg und teure Materialschäden sind mögliche Folgen. Gerade im Transporter muss auf die richtige Ladungssicherung geachtet werden. Ansonsten reicht schon eine einfache Bodenwelle aus und die Massekräfte, die durch die Schnelligkeit und Wendigkeit eines Transporters wesentlich höher sind als bei einem LKW, sorgen dafür, dass sich das Material zu gefährlichen Geschossen entwickelt.

Gesetzliche Regelung der Ladungssicherung

Grundsätzlich regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO), wie die Ladung gesichert werden muss. Hiernach sollte die Ladung generell so gesichert und verstaut werden, dass sie nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen könnte. Diese Reglungen gelten für den normalen Fahrbetrieb, aber natürlich auch für Situationen wie Vollbremsungen oder Ausweichmanöver. In der StVO finden sich auch genaue Angaben dazu, wie hoch und breit ein Fahrzeug maximal beladen sein und wie weit die Ladung nach vorn, hinten und zur Seite höchstens hinausragen darf. Die Verantwortung für die Sicherung trägt übrigens derjenige, der den Schaden oder den verkehrsunsicheren Zustand verschuldet hat. Das ist in der Regel der Fahrer oder auch der Fahrzeughalter. Je nach Fall kann es aber auch der Betriebsinhaber, Absender oder Verlader sein.

Pflichten und Aufgaben von Fahrzeughalter und Fahrer

Für den Zustand des Fahrzeugs ist der Halter verantwortlich. Das bedeutet, dass er vor Fahrantritt dafür sorgen muss, dass es sich in einem verkehrstauglichen Zustand befindet und für den konkreten Transport geeignet ist. Auch muss er die entsprechenden Ladungssicherungsmittel zur Verfügung stellen. Die regelmäßige Kontrolle der Ausrüstung und des Fahrzeugs zählt ebenso zu den Aufgaben des Halters. Weiter ist es die gesetzliche Pflicht des Fahrzeughalters den Fahrer einzuweisen und zu schulen, insbesondere bei Gefahrguttransporten. Sicherheit bieten vor allem Betriebsanweisungen, die aufzeigen, wie Arbeitsmaterial und Werkzeuge zu verladen sind.

Der Fahrer selbst hat vor Fahrtantritt die Lastverteilung und Ladungssicherung zu überprüfen, auch wenn ein Kollege oder ein Kunde die Sicherung der Ladung übernommen hat. Findet er Mängel vor, muss er die Durchführung des Transports verweigern. Ansonsten geht er ein großes Haftungsrisiko ein. Während der Fahrt – und vor allem nach steilen Kurven, Schlaglöchern und Bremsmanövern – sollte er die Ladung regelmäßig kontrollieren. Je nach Art der Ladung sollte aber auch das Fahrverhalten angepasst werden.

Wer seine Ladung nur mangelhaft sichert und von der Polizei angehalten wird, dem drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 200 Euro sowie Punkte in Flensburg.

Die Ladung richtig sichern

Grundlegend gilt: Entweder wird formschlüssig oder kraftschlüssig gesichert. Abhängig von der Art der Ladung können diese beiden Methoden aber auch kombiniert werden. Unabhängig von der Variante müssen die zulässigen Abmessungen nach StVO und Achslasten immer beachtet werden. Darüber hinaus müssen schwere Gegenstände immer zuerst eingeladen werden. Beim Transport von Werkzeug oder anderen Kleinteilen ist es sinnvoll eine professionelle Einbaulösung zu wählen.

Formschlüssige Ladungssicherung

Beim Transport von mehreren Elementen müssen diese so aneinander gereiht werden, dass sie sich gegenseitig stützen. Wenn die Kisten oder Kartons auf der Ladefläche verteilt und nicht gestapelt werden, gelingt so die Sicherung. Für zusätzliche Bodenhaftung kann eine Anti-Rutschmatte sorgen. Die Ladung muss immer in alle Richtungen gesichert werden. Die Stirn- oder Bordwand dient hierbei als Festpunkt. Eine sinnvolle Unterstützung können darüber hinaus Sperrbalken sein, die an entsprechenden Lochschienen in der Seitenwand oder der Ladefläche befestigt werden. Beim sogenannten Diagonalzurren werden an der Ladung vier vorgespannte Zurmittel angebracht. Die Haltekraft verhindert ein Verrutschen der Ladung.

Kraftschlüssige Sicherung

Bei dieser Form der Sicherung wird die Ladung durch Zurmittel wie Spanngurte oder Netze niedergezurrt – die Ladung wird auf den Boden gepresst. Das Ladungssicherungsmittel muss direkt an der Ladung anliegen, ansonsten ist die Sicherung nicht gewährleistet. Hierbei macht es Sinn, die Karosserie und Befestigungspunkte im Vorfeld darauf zu prüfen, ob sie für die Belastung ausgelegt sind. Von besonderer Bedeutung bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung ist der sogenannte Zurrwinkel. Je flacher der Winkel des Spanngurtes ist, desto weniger Anpresskraft überträgt der Gurt auf die Ladung. Empfohlen wird ein Winkel von mindestens 35 Grad.

Hat man seine Ladung vorschriftsmäßig gesichert, bleibt immer noch das Überprüfen und Nachziehen der Gurte nach ein paar Kilometern.

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EU-Maut: ZDH sieht finanzielle Lasten auf Handwerker zukommen

Die Pläne der EU-Kommission sind vom Parlament bestätigt worden. Ab 2020 soll das Mautsystem auch für Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht von über 3,5 Tonnen greifen.

Die Entscheidung des EU-Parlaments vom 25. Oktober könnte gravierende Veränderung für das Handwerk bringen. Das geplante streckenabhängige Mautsystem betrifft in Deutschland Straßen mit einer Länge von mehr als 50.000 Kilometer. Auf regional tätige Handwerksunternehmen kämen so erhebliche finanzielle Mehrausgaben zu.

 

ZDH hofft auf den Europäischen Rat

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) spricht sich weiterhin gegen diese zusätzliche Belastung aus. „Die Handwerksbetriebe tragen über die Kfz- und Energiesteuer bereits in angebrachter Höhe zum Straßenunterhalt bei“, verteidigt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke seine Mitglieder. Außerdem würden die leichten und mittelschweren Fahrzeuge des Handwerks keinen erheblichen Verschleiß verursachen – im Gegensatz zu schweren LKWs. Die erst kürzlich eingeführte Ausdehnung der Maut auf Bundesstraßen für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen hätte verdeutlicht, mit welchen Komplikationen das Handwerk zu rechnen hat, sollte die Maut ab 2020 tatsächlich auch für die Gewichtsklassen ab 3,5 bis 7,5 Tonnen kommen. „Damit werden nahezu alle im Handwerk eingesetzten Fahrzeuge von der Maut erfasst“, kritisiert auch der Präsident des Bayerischen Handwerkstag (BHT) Franz Xaver Peteranderl das Vorhaben der EU. Insbesondere auf dem Land würde das zu Problemen führen, da lange Anfahrtswege hier oft unumgänglich seien. Der ZDH setzt seine Hoffnungen nun in den Europäischen Rat, der vermitteln kann, sollte es auf Ministerebene zu keiner Einigung kommen.

Nicht nur strecken- sondern auch stauabhängig

Ein weiteres Novum, dass mit dem geplanten Mautsystem eingeführt werden würde, wäre die stauabhängige Maut. Mitgliedsländer könnten auf besonders stark befahrenen Straßen zu den Stoßzeiten zusätzliche Gebühren erheben. Hintergrund ist, dass das Verkehrsaufkommen gesenkt und die Bürger auf Öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sollen. Peteranderl kann auch das nicht nachvollziehen: „Es ist schon ärgerlich genug, dass unsere Handwerker oft im Stau stehen. Jetzt sollen sie auch noch dafür bezahlen.“

Politische Diskussion

Sowohl Schwannecke als auch der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber sprechen sich dafür aus, dass im Fall der Maut, die EU den Mietgliedstaaten die Entscheidung hätte überlassen sollen. „Für uns als CSU gilt: Autofahren darf für den deutschen Autofahrer nicht teurer werden“, fügte Ferber weiter hinzu. Der Verkehrsexperte der Grünen auf Europaebene Michael Cramer hingegen begrüßt den Vorstoß. Es sei an der Zeit, dass Autofahrer für die Verursachung von Lärm, Stau und den Ausstoß von Stickoxiden und CO2 in die Verantwortung genommen werden. Auch im Hinblick auf den Klimawandel sei ein Umbruch in der Mobilität mehr als an der Zeit.

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Das Handwerk soll unsexy sein?

Das Bundesinstitut für Weiterbildung hat 1.700 Schüler befragt, was eine Berufsausbildung im Handwerk attraktiv macht.

In einem Punkt waren sich die Jugendlichen einig: Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Handwerk stehen gut. Doch von den circa 1.700 Befragten, konnten sich nur 17 Prozent vorstellen später einmal im Handwerk zu arbeiten. Die Ursache hierfür könnte darin liegen, dass die Schüler das Ansehen, das sie mit einem Job erlangen als wichtiger empfinden, als die eigentlichen Aufgaben. Sorgt der angestrebte Beruf nicht für die Sicherung oder Erhöhung des sozialen Status, verwerfen viele ihren Plan und orientieren sich neu. Soweit die Ergebnisse der Befragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Das Interesse muss geweckt werden

Junge Menschen wünschen sich im Berufsalltag spannende und kreative Arbeit unter Einsatz modernster Technik. Genau damit kann das Handwerk aber nach Meinung vieler Ausbilder aufwarten – dem potenziellen Nachwuchs muss nur gezeigt werden, dass sie das und vieles mehr in einer Berufsausbildung erwartet. Eine Idee, um in Schulen nicht nur über Handwerksberufe und ihre modernen Arbeitsanforderungen zu informieren, wäre beispielsweise Auszubildende als Botschafter in Schulkassen zu schicken. „Eine junge Auszubildende mit höherem Schulabschluss, die sich bewusst für einen männertypischen Beruf, wie zum Beispiel Klempner oder Metallbauer, entschieden hat, hat eine emotional wesentlich bedeutsamere Wirkung auf Schülerinnen und Schüler als eine Broschüre, in der mit klugen Argumenten für eine von Klischees unabhängige Berufswahl geworben wird“, erklärt BIBB-Präsident Hubert Esser den Lösungsansatz.

Soziales Umfeld als großer Einflussfaktor

Eine große Aufgabe für den Nachwuchsgewinn ist außerdem der Einfluss des sozialen Umfeldes. Viele Schüler haben heutzutage keine direkte Verbindung mehr zum Handwerk, da sie Elternhäusern entstammen, in denen niemand einem handwerklichen Beruf nachgeht. Der Kontakt zu vielen möglichen Berufsfeldern fehlt somit gänzlich. Hinzukommend erwarten immer mehr Eltern, dass ihre Kinder Abitur machen und eine akademische Laufbahn einschlagen. Esser fordert deswegen, dass Eltern die Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung wieder stärker vor Augen geführt werden muss. „Es bleibt eine besondere Herausforderung, die Eltern zu erreichen, um dem Lehrlingsmangel im Handwerk zu begegnen“, so der BIBB-Präsident weiter.

Als mögliche Lösung sieht er kommunikationspolitische Initiativen, die verdeutlichen das und wie man im Handwerk Karriere machen kann. Gerade die Möglichkeit eines eigenen Unternehmens müsse in den Mittelpunkt gerückt werden. Auch Anreize wie Wohnheime oder überregional gültige Bahntickets von denen sonst nur Studenten profitieren, sollen auch für Auszubildende zugänglich gemacht werden. Alles um das Handwerk für den Nachwuchs wieder attraktiver zu machen.

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Volle Auftragsbücher, leere Baustellen

Viele Handwerker und Bauunternehmer können sich zurzeit vor Aufträgen kaum retten – zum Ärgernis vieler Städte und Gemeinden. Ihre Baustellen bleiben oftmals leer.

Die gute Konjunktur sorgt bei vielen Handwerkern und Bauunternehmern dafür, dass die Auftragsbücher gut gefüllt sind. Gleichzeitig wird es zunehmend schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass viele Handwerksbetriebe nicht gerade erpicht darauf sind, an zeitraubenden und komplizierten Vergabeverfahren teilzunehmen. Auch, weil die öffentliche Hand für eine eher späte Zahlungsmoral bekannt ist.

Für Städte und Gemeinden ist es daher immer schwieriger, geeignete Handwerksfirmen für ihre Aufträge zu finden. Nicht selten kommt es vor, dass Ausschreibungen erfolglos und Baustellen leer bleiben.

Vergabeverfahren zum eigenen Vorteil nutzen

Trotz der vielen Bürokratie kann es sich für Betriebe aber lohnen, an einem Vergabeverfahren teilzunehmen. Denn jährlich werden Aufträge in Höhe eines dreistelligen Milliardenbetrages per Ausschreibung vergeben. Über 95 Prozent hiervon finden dabei im sogenannten Unterschwellenbereich statt, müssen also nicht EU-weit und im offenen Verfahren ausgeschrieben werden, sodass noch weniger Konkurrenzdruck herrscht.

Da sich die verschiedenen Vergabeverfahren sehr ähneln, kommt bei regelmäßiger Teilnahme und beim Ausfüllen der Formulare schnell Routine ins Spiel. Aufgrund der aktuell eher überschaubaren Konkurrenzsituation, lohnt sich die Mühe meist. Und treten bei einer Vergabe doch einmal unerwartete (rechtliche) Probleme auf, stehen viele Handwerkskammern mit Rat und Tat zur Seite.

Sogar Vergabestellen sind manchmal überfordert

Nichtsdestotrotz stellt die Teilnahme an einem Vergabefahren eine zusätzliche Belastung für viele Unternehmen dar und hat durch ihre zunehmende Komplexität oftmals eine eher abschreckende Wirkung, meint der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Als anschauliches Negativbeispiel dient laut Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) in diesem Zusammenhang das ehemalige nordrhein-westfälische Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG). Denn bereits unmittelbar nach Inkrafttreten des Gesetzes wurde klar, dass die Regelungen praxisuntauglich waren. Sogar die Vergabestellen waren daraufhin mit der Anwendung des Gesetzes überfordert.

Erst eine Reform, mit der das gesamte TVgG gestrafft und auf die notwendigen Vorschriften reduziert wurde, brachte eine Erleichterung für Betriebe und Behörden. Daher fordert auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStB) deutliche Erleichterungen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen – und zwar bundesweit. Die einzelnen Vergabevorschriften sind nämlich auch noch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Bundesweit tätige Bauunternehmen müssen sich deshalb notgedrungen auf 16 verschiedene landesvergaberechtliche Regime einstellen. Lediglich Bayern verzichtet auf ein eigenes Landesvergabegesetz, sehr zur Freude des ZDB.

Neue Aufträge durch gute Vorbereitung

Natürlich ist nicht alles schlecht. So können sich Unternehmen die Teilnahme an Ausschreibungen erleichtern, indem sie sich in eine Präqualifizierungs-Datenbank (PQ-Bau und PQ-VOL) eintragen lassen. Hierin wird die Eignung eines Bieters für ein Jahr lang gespeichert, sodass das erneute Einreichen der Unterlagen bei der nächsten Vergabe ausgelassen werden kann.

Insgesamt sollte die öffentliche Hand als Auftraggeber nicht außer Acht gelassen werden, denn niemand kann sagen, wie die Konjunktur in Zukunft aussehen wird. Daher ist es ratsam, auch in guten Zeiten die Kontakte zu pflegen und sich breit aufzustellen. Nicht vergessen werden darf hierbei: Was heute gebaut wird, muss morgen instand gehalten werden – auch im öffentlichen Bereich.

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EU will Handwerker besser vor Krebs schützen

Arbeitnehmer und Handwerker sollen besser vor krebserzeugenden Chemikalien geschützt werden. Auch Dieselabgase sollen laut EU in die Liste mit aufgenommen werden.

Die europäische Union will die Liste der als krebserzeugend anerkannten chemischen Stoffe am Arbeitsplatz um acht weitere Stoffe erweitern. Dass auch Dieselabgase dazu gehören, darauf einigten sich das Europäische Parlament und der Rat Mitte Oktober und folgten damit dem zweiten Vorschlag der Kommission. Von den neuen Vorschriften profitieren sollen hierbei vor allem die Beschäftigten der chemischen Industrie, der Metall- und Automobilindustrie, Berufskraftfahrer, Bauarbeiter und Handwerker sowie Arbeitnehmer im Hafensektor.

„Heute haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zum Schutz der europäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor arbeitsbedingten Krebserkrankungen unternommen“, kommentierte Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, die Einigung. „Ich hoffe, dass diese Einigung rasch bestätigt wird, damit wir tatsächlich etwas bewirken und über die nächsten 50 Jahre mehr als 100.000 Krebserkrankungen vorbeugen können.“ Neben den gesundheitlichen Vorteilen erhofft sich die EU-Kommissarin von den Maßnahmen einen vereinfachten und gerechteren Binnenmarkt, da es vor allem für Klein- und Kleinstunternehmen leichter werden solle, die Arbeitsschutzvorschriften zu befolgen.

Wie geht es weiter?

Als nächstes wird die Einigung dem Ausschuss der Ständigen Vertreter zur Billigung vorgelegt. Sobald die Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten die Einigung bestätigt haben, wird sie dem Europäischen Parlament zur Abstimmung im Plenum vorgelegt.

Handwerker aufgepasst: Jetzt abstimmen und gewinnen

Welches Unternehmen hat im Handwerk einen Stein im Brett? Die ibau GmbH ruft erneut zur größten Branchenbefragung auf und verlost Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Damit Handwerker gute und zufriedenstellende Arbeit leisten können, müssen sie sich auf Hersteller und entsprechende Marken verlassen können. Aber welcher Hersteller und welche Marke sind in ihrer jeweiligen Branche am beliebtesten und haben im Handwerk einen Stein im Brett? Um dies herauszufinden ruft die ibau GmbH erneut zur größten Branchenbefragung des Handwerks auf. Unter allen Umfrageteilnehmern verlost ibau Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Direkt zur Umfrage

Wer als Handwerker seine Kunden zufriedenstellen und neue Aufträge generieren will, der braucht neben dem eigenen Know-how vor allem das richtige Material. Gerade für Profis ist es daher besonders wichtig, auf zuverlässige Hersteller und ihre Produkte zurückgreifen zu können. Doch welche Marke gilt als Qualitätsführer? Welche Marke genießt das Vertrauen des Handwerks und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis?

Favoriten nennen und gewinnen

Zur Beantwortung dieser Fragen führt die ibau GmbH regelmäßig die größte Branchenbefragung zum Thema Markenbekanntheit, Markenpräferenz und Markenakzeptanz unter Handwerkern und Fachunternehmern durch. Im Vordergrund steht dabei die Frage, welche Marken und Hersteller bei ihren Kunden einen „Stein im Brett“ haben.

Handwerker und Fachunternehmer haben noch bis zum 30. November die Möglichkeit an der Umfrage teilzunehmen und sich die Chance auf einen Weber Gasgrill “Genesis® II E-410™ GBS™, Black” aus Edelstahl, eine Philips Perfect Draft Bierzapfanlage inklusive zwölf Fässern Bier, einen Kickertisch oder einen Bluetooth Lautsprecher UE Boom 2 zu sichern. Hierzu brauchen lediglich diejenigen Hersteller- und Industrieunternehmen genannt werden, die die besten Produkte und Lösungen in den einzelnen Gewerken bieten. Die Teilnahme an der Umfrage ist kostenlos.

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Wird der Gips bald knapp?

Das Mineral Gips lässt sich sowohl aus natürlichen Vorkommen abbauen als auch chemisch gewinnen. Aus Letzterem könnten sich in Zukunft allerdings Engpässe ergeben.

Dass Gips in Zukunft „knapp und teuer“ wird, davon ist zumindest das Magazin „Der Spiegel“ überzeugt. Schuld daran sei vor allem ausgerechnet die Energiewende! Demnach werde mehr als die Hälfte des Gipsbedarfs in Deutschland aus Kohlekraftwerken gedeckt. Bei der Abgasreinigung entsteht nämlich Kalziumsulfat, sogenannter REA-Gips.

REA-Gips ist mit dem in der Natur vorkommenden Gips (Naturgips) chemisch identisch und wird aus den Abgasen von Rauchgasentschwefelungsanlagen („REA“) gewonnen. Das in den Abgasen enthaltene Schwefeldioxid reagiert dabei mit zusätzlich beigemischtem Kalkstein zu Gips.

Weniger Kraftwerke, weniger Gips

Werden nun im Zuge der Energiewende immer mehr Braunkohlekraftwerke abgeschaltet, wird dort auch kein Gips mehr produziert. Die Folge werde laut Auffassung des Spiegels ein enormer Preisanstieg sein. Erste Anzeichen hierfür seien bereits zu beobachten.

Gips kommt in vielen Produkten zum Einsatz, beispielsweise für Mauerputz, Trennwände aus Gipskarton oder zur Versorgung und Ruhigstellung gebrochener Gliedmaßen. Sogar als Lebensmittelzusatzstoff wird Gips verwendet.