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19 Prozent der Deutschen nutzen bereits Smart Home-Technik

Jeder fünfte deutsche nutzt Technologien aus dem Bereich des Smart Home, fand nun eine Studie des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) heraus.

Die intelligente und vernetzte Gebäudeelektronik, die gemeinhin als „Smart Home“ bezeichnet wird, gilt als die nächste große Entwicklung der Branche. Gestützt wird diese These von einer neuen Umfrage des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), die vom Marktforschungsinstitut GfK durchgeführt wurde und nach der Nutzung dieser Technologien fragte.

19 Prozent Smart Home-Nutzer in Deutschland

Die größte Erkenntnis vorweg: Mit 19 Prozent der gut 2000 Studienteilnehmer nutze rund jeder fünfte Befragte Technologien aus dem Smart Home-Bereich. Ein Anstieg um satte fünf Prozent, waren es 2016 bei der gleichen Frage noch 14 Prozent gewesen. Zuversichtlich stimmt den Industrieverband auch, dass es in der marktbestimmenden Gruppe der 14 bis 35-Jährigen noch mehr Nutzer gibt: 28 Prozent der so genannten „Millenials“ besitzen Smart Home-Produkte, das sind neun Prozentpunkte mehr als 2016.

Aber was wird da eigentlich gesteuert? Auf diese Frage antworteten die Nutzer, dass sie vor allem die Beleuchtung im oder außerhalb des Hauses (38 Prozent der Nutzer), Heizkörper und Heizungsanlage (37 Prozent) und Fernseh-Receiver oder -Recorder (34 Prozent) mit ihrem Smartphone oder Tablet steuern können. Beliebte Smart Home-Produkte sind außerdem intelligente Steckdosen, Bewegungsmelder und Kameras, Rauchmelder und Rollläden.

Sprachsteuerung als Schlüsseltechnologie

Für den ZVEI stellt die Sprachsteuerung moderner Elektronik eine Schlüsselfunktion dar, denn immer mehr Produkte lassen sich über Sprache steuern. Wie die Studie herausfand, sind dies in erster Linie Smartphones und Tablets: 19 Prozent aller Befragten nutzt eine Form von Audio-Befehlen, zwei Drittel von ihnen am Handy. Bei Smart Home-Technik steigt der Anteil der sprachgesteuerten Produkte ebenfalls: In der Umfrage gaben 15 Prozent der Sprachsteuerung-Nutzer (19 Prozent der Millenials) an, ihre Gebäudeelektronik mit Sprachbefehlen zu bedienen.

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Herstellerinitiative „Bauprodukte Digital“ will wachsen

Im Zuge der Digitalisierung wird BIM immer wichtiger. Um hierfür einheitliche Standards zu erreichen, wurde nun die Herstellerinitiative „Bauprodukte Digital“ gegründet.

In der Zusammenarbeit mit Architekten und Bauplanern spielt das Building Information Modeling (BIM), die digitale Bauwerksmodellierung, eine immer bedeutendere Rolle. Allerdings fehlen in Europa noch einheitliche Standards und praxistaugliche Implementierungsansätze. Um hier aktiv mitzuarbeiten, haben Hersteller von Bauprodukten 2017 zunächst die Herstellerinitiative „Bauprodukte Digital“ gegründet. Um für die gesetzten Ziele den entsprechenden Rahmen zu haben, hat sich die Initiative zwischenzeitlich dem Bundesverband Bausysteme e.V. angeschlossen und wird dort im Fachverband „Bauprodukte Digital“ proaktiv sein Wachstum fortsetzen. Nach einer Informationsveranstaltung am 16. März in Steinhagen bei Hörmann, gilt als offizieller Start, an dem der Fachverband seine Arbeit aufnimmt der 01. April 2018.

Das Ziel des Fachverbands ist die Sicherstellung der praxisnahen Umsetzung von digitalen Herstellerinformationen, um die digitalen Prozesse für Planer, Verarbeiter, Produkthersteller und Betreiber von Gebäuden voranzutreiben. Mitglieder sind bereits die Unternehmen dormakaba, Hörmann, Jansen Building Systems, Schüco, Xella und Forbo Flooring. Als weitere Anwärter sind Hilti und Knauf zu sehen, die bereits bei der Initiative mitgewirkt haben.

Digitalisierung gelingt nur gemeinsam

Hinter dem Fachverband steht die Erkenntnis, dass nur gemeinsam die digitalen Chancen und Herausforderungen besser erschlossen werden können. So geht es um einen ganzheitlichen Ansatz, nicht nur um einzelne Produkte. Die Mitglieder im Fachverband möchten praxiskonforme digitale Produktdaten und Services gestalten, Informationen und Erfahrungen untereinander austauschen, Hersteller und Kunden vernetzen und digitale Wertschöpfungsketten erweitern. So hat man das Ziel, die Entwicklung von den meist noch klassischen, noch nicht durchgängig digital unterstützten Abläufen hin zu einer durchgängigen Methode BIM mit großem Erfolg mitzugestalten.

Um dies zu erreichen, müssen reale Produkt-Planungsdaten erstellt und anwendergerecht verfügbar gemacht werden. Dabei müssen die Vorteile ihrer Verwendung herausgearbeitet werden, so dass die Anwender der Planungsdaten diese gut verstehen und nutzen können. Zwischen den beteiligten Akteuren in Planung, Bauen und Betrieb, aber auch zwischen den verschiedenen Gewerken, müssen klare Arbeitsweisen und Regeln etabliert werden, wie Produktinformationen genutzt werden sollen.

„Productsforbim“

Übergeordnetes Ziel des Fachverbands „Bauprodukte Digital“ im Bundesverband Bausysteme e.V. ist es, dem jeweils Verantwortlichen einen optimalen Umgang mit den Bauprodukten während Planung, Ausführung und Bewirtschaftung zu ermöglichen. Alle Teilnehmer stellen sich den Herausforderungen der Digitalisierung und blicken gemeinsam in die Richtung einheitlicher Produktdaten, einfacher Zugänglichkeit und praxisnaher Gestaltung. Mit dem Label „productsforbim“ steht des neuen Fachverbands konsequent für die Nutzung der Methode BIM, im konkreten Bezug zu den realen Produkten. Mit den gemeinsamen Erfahrungen soll auch viel zukünftiges Neuland von BIM erkundet und die aktive Mitarbeit an der erfolgreichen Entwicklung von BIM mit den Produktdaten der Hersteller gefördert werden.

 

Bei der Informationsveranstaltung am 16. März stellte sich der in Gründung befindliche Fachverband mit seinen Zielen und Projekten interessierten Unternehmen vor. Dabei wurden auch die Vorteile der Mitgliedschaft im Bundesverband Bausysteme thematisiert.

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Fernwartung per Service-Cloud

Eine neue Service-App ermöglicht es Fachhandwerksbetriebe künftig auch über das Internet auf Aquarea Luft-Wasser-Wärmepumpen zuzugreifen.

In Zeiten hoher Auslastungen der SHK-Betriebe sowie des zu erwartenden Fachkräftemangels im Handwerk, wird eine möglichst effiziente Reparatur- und Wartungszeit immer wichtiger. Um hier Abhilfe zu schaffen und ein intelligentes Monitoring zu ermöglichen, ist nun die kostenlose Aquarea Service Cloud erschienen.

Mit der App ist es dem Fachbetrieb bereits im Büro mit einem Blick möglich, etwaige Probleme am Gerät zu erkennen. So sind alle Installationen, auf die der Fachhandwerker Zugriff hat, auf der Startseite aufgelistet. Mit nur einem Klick zeigt das System auf einer Landkarte an, wo sich die Anlage befindet und gibt eine klare Erklärung des Fehlercodes aus. Zudem werden in dem Programm die wichtigsten Daten der Installation sowie die komplette Service-Historie angezeigt. Bis zu 28 verschiedene Parameter, wie die Vor- und Rücklauftemperaturen oder ob die Wärmepumpe gerade bivalent arbeitet, können online abgelesen werden.

Analyse-Hilfe

Ein Kurven-Diagramm bietet die Möglichkeit, den Verlauf von 73 verschiedenen Parametern des Heizsystems in einer 7-Tage-Historie zu analysieren. Sämtliche Einstellungen des Reglers können zudem aus der Ferne bearbeitet werden, als stünde man direkt vor dem Gerät. Auf diese Weise lassen sich die Vor-Ort-Einsätze auf ein Minimum reduzieren und sparen Fahrtkosten und Manpower ein.

Ist der Fachmann dann vor Ort, muss er nicht erst mühsam das Problem suchen, sondern kann sich die detaillierte Fehleranalyse aus der Service Cloud direkt auf sein Smartphone oder Notebook laden. Zudem lässt sich bereits vor dem Termin erkennen, welche Ersatzteile mitgebracht werden müssen.

Nachhaltiger Nutzen

Die kontinuierliche Überwachung der Heizungsanlagen bringt für den Endkunden auch auf lange Sicht einen Vorteil mit sich: So laufen die Geräte stets im optimalen Bereich und sparen dadurch Energiekosten. Zudem können durch rechtzeitiges Eingreifen im Service-Fall die Reparaturkosten so niedrig wie möglich gehalten und die Lebensdauer der Geräte erhöht werden.

Die Aktivierung des Dienstes wird entweder vom Endverbraucher oder vom Installateur initiiert. Der Endkunde muss lediglich das Online-Formular für die Aquarea Service Cloud ausfüllen und festlegen, wie tief der Fachhandwerker in seine Wärmepumpenanlage eingreifen darf.

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BFW lädt zum Digitalisierungsforum

Unter dem Motto: „BFW 4.0: Der Norden – smart, innovativ und digital“ lädt der BFW am 26. April zum zweiten Mal zum Digitalisierungsforum nach Hamburg.

Bereits zum zweiten Mal veranstalten der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) und der BFW Landesverband Nord am 26. April 2018 in Hamburg ihr Digitalisierungsforum. Alle Akteure der Bau- und Immobilienwirtschaft haben dann wieder die Möglichkeit, über ihre Erfahrungen mit digitalen Lösungen zu diskutieren. Partner der Veranstaltung ist die Kanzlei GSK Stockmann Rechtsanwälte.

Hauptprogrammpunkte der Veranstaltung werden sowohl Erfahrungsberichte von Immobilienunternehmen sowie verschiedene Denkanstöße aus anderen Branchen sein. So wird beispielsweise Dr. Andreas Rückemann, Head of Sales Europe bei der Mercedes-Benz Energy GmbH, den Blick auf die Zukunft der Energiespeicher richten. Zudem wird Oliver Behrendt, General Counsel der MV Werften Wismar GmbH, zeigen, wie stark Building Information Modeling (BIM) im Schiffbau bereits eingesetzt wird.

„Start-up, Grown-up, Fuck-up“

Unter dem Motto „Start-up, Grown-up, Fuck-up“ stehen weitere Erfahrungsberichte auf dem Programm, in denen Proptech-Unternehmen ihre Projekte vorstellen, die sie mit Mitgliedsunternehmen des BFW realisiert haben. Zudem präsentieren digitale Dienstleister ihre Angebote für die Immobilienwirtschaft.

Ziel des BFW mit dieser Veranstaltung ist es, neue Spielräume für die Branche aufzeigen und den Besuchern einen Informationsvorsprung vermitteln. Darüber hinaus wird ausreichend Gelegenheit zum Netzwerken geboten.

Das Digitalisierungsforum des BFW findet unter dem Motto „BFW 4.0: Der Norden – smart, innovativ und digital“ im Altonaer Museum in Hamburg statt. Die Veranstaltung beginnt um 10:30 Uhr. Weitere Programminformationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.bfw-nord.de.

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Gemeinsame Sache: Danfoss, Somfy und Schneider Electric kooperieren

Um die Vernetzung intelligenter Hausautomation weiter voran zu treiben, haben Danfoss, Somfy und Schneider Electric eine strategische Partnerschaft vereinbart.

Danfoss, Somfy und Schneider Electric gehen eine strategische Partnerschaft ein, um ein „Ökosystem der Konnektivität“ zu entwickeln. Dieses soll die Vernetzung im Wohnbau und bei mittelgroßen Gebäuden beschleunigen. Die drei Unternehmen vereinen 300 Jahre Innovation und Know-how mit dem größten globalen Netzwerk zuverlässiger Installateure in der Branche. Die Partnerschaft dient der verstärkten Vernetzung intelligenter Hausautomation mit effizienten Produktlösungen, die leicht und schnell installiert und perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Der globale Markt der Konnektivität nimmt rasant zu, bis 2022 rechnet das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan in Europa mit einem zweistelligen Wachstum für den Bereich „Hausautomatisierungssysteme“. Für viele gilt Konnektivität aber als zu kompliziert und unzuverlässig, mit Mängeln was Interoperabilität sowie Kundenservice anbelangt. Auch die Qualität der Installation stellt ein Problem dar, speziell wenn die nötige Qualifikation fehlt.

Kräfte und Kompetenzen bündeln

Der Heizungsspezialist Danfoss, der Antriebs- und Steuerungshersteller Somfy sowie der Elektrotechnik-Konzern Schneider Electric sind überzeugt, dass große Industrieunternehmen gemeinsam Konnektivität beschleunigen und effiziente, vernetzte Lösungen entwickeln müssen. Durch ihre Partnerschaft bringen diese drei weltweit führenden Firmen ihr eigenes Know-how in den Bereichen Beleuchtung, Heizung und Rollladen ein, unterstützt von ihrem vereinten professionellen Netz an Installateuren.

„In den letzten Jahrzehnten haben wir eine hohe Kompatibilität mit anderen Anwendungsführern in HLK-Geräten, Zugangskontrollen, Türeinstiegs- und Audio-Video-Systemen entwickelt. Wir glauben, dass es an der Zeit ist, die Interaktion zwischen anderen Akteuren weiter zu vertiefen und eine nahtlose und einfache Integration unserer Anwendungen zu ermöglichen“, sagt Lars Tveen, Präsident des Danfoss Heating Segments. Im Zuge der Partnerschaft werden Danfoss, Schneider Electric und Somfy ihre Konnektivitäts- und Technologiestrategien für ein offenes Ökosystem aufeinander abstimmen. Zudem werden die Produkte auf Controller- oder auf Cloud-Ebene durch eine Programmierschnittstelle (API) nahtlos interoperabel.

Maßgeschneiderte Lösungen

Da Konnektivität nur Sinn macht, wenn sie die gezielten Erwartungen in bestimmten Marktsegmenten erfüllt, arbeiten die drei Unternehmen mit Kunden und Partnern in verschiedenen Märkten zusammen. Gemeinsam prüfen und erstellen sie maßgeschneiderte Lösungen zur Entwicklung von einfacher und nahtloser Integration ihrer verschiedenen Anwendungen. Dies bietet einen echten Mehrwert für Installateure und Systemintegratoren sowie entscheidende Vorteile für Endverwender. Dazu zählen Komfort, Sicherheit, Gesundheit, Energieeffizienz und Benutzerfreundlichkeit.

Die ersten Anwendungsfälle des „Ökosystems Konnektivität“ präsentierten Danfoss, Schneider Electric und Somfy auf der Light + Building 2018. Darunter ein Hotel mit vollständig integrierter Gästeraumverwaltung. Die Vorteile für den Hotelbetrieb liegen in der nahtlosen Integration der Systeme, die eine Optimierung des Energieverbrauchs ermöglicht, ohne den Komfort und die Gesundheit der Kunden zu beeinträchtigen. Hotelmanager können dies alles über ein einziges integriertes System steuern.

Ein weiterer Bestandteil der Partnerschaft ist, dass Danfoss, Schneider Electric und Somfy ihr Installateur-Netzwerk so schulen, dass dieses die Fähigkeit von Betriebssystemen, zwischen einem Rechner und Netzwerken – besonders dem Internet – eine Verbindung herzustellen, bei seinen täglichen Aktivitäten unterstützt. Damit der globale Markt der Konnektivität von korrespondierenden Smart-Home-Lösungen bis zum Jahr 2022 auch weiterhin wächst.

Weitere Informationen unter www.danfoss.de

 

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TradeMaschines bietet Baumessekalender an

 

Der Online-Marktplatz TradeMaschines ist eigentlich für gebrauchte Maschinen bekannt, nun bietet er aber auch einen interaktiven Kalender für Baumessen in aller Welt an.

TradeMaschines, eine Online-Plattform zum Verkauf von gebrauchten Maschinen, bietet nun auch einen Kalender an, in dem die Baumessen auf der ganzen Welt verzeichnet sind. Über eine interaktive Weltkarte kann man sich hier jede Messe in einem Land anzeigen lassen.

In der Suchmaske gibt man zuerst den Kontinent, dann das Land und zuletzt die Ausrichtung der Messe an, danach spuckt der Kalender alle betreffenden Messen in dem Land aus. Nicht nur werden hier der Termin, die Webseite der Messe sowie die Zahl der Aussteller und Besucher angegeben, auch lässt sich das Event mit nur einem Klick direkt dem Google-Kalender hinzufügen.

Insgesamt enthält der Kalender über 1.000 Baumessen in 94 Ländern, darunter auch viele Einträge aus Deutschland. Zu finden ist der Kalender unter www.trademachines.de/info/messekalender/.

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BIM: EliteCAD und BDB planen Kooperation

Ab Frühjahr 2018 ist EliteCAD exklusiver BIM-Kooperationspartner des Bundes Deutscher Baumeister und Ingenieure (BDB).

Mit der bekannten Marke EliteCAD will der Softwarehersteller Xeometric den BDB künftig dabei unterstützen, den BIM-Planungsprozess bei Architekten zu etablieren. Bereits seit rund 30 Jahren entwickeln die Softwarespezialisten von Xeometric in ihrem Firmensitz in Linz unterschiedliche Planungssoftware für verschiedene Bereiche. Mit „Competence Centern“ in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie Vertretungen in über 25 Ländern ist Xeometric international aufgestellt.

Ein wesentlicher Inhalt der Kooperation wird dabei aus Service-, Workshop- und Software-Angebote speziell für BDB Mitglieder bestehen. Hierzu wird am 22. März 2018 das EliteCAD-Competence Center im forum baucultur München eingeweiht. Mitglieder des BDB und interessierte Architekten sowie Planer und Ingenieure sind hierzu herzlich eingeladen.

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Verfahren zur Anerkennung von BIM-Schulungen gestartet

Da die Technologie Building Information Modeling (BIM) immer beliebter wird, hat die Gesellschaft planen-bauen 4.0 ein Anerkennungsverfahren für Schulungen gestartet.

Nachdem die digitale Gebäudeplanung per BIM in den vergangenen Jahren deutlich beliebter geworden ist, sprossen auch die Seminare und Schulungen zu der neuen Technologie wie Pilze aus dem Boden. Damit diese Fortbildungen einigermaßen ähnlich verlaufen, hat die verbände- und kammergetragene Plattformgesellschaft planen-bauen 4.0 (pb4.0) nun einen Standard entwickelt, nach dem Schulungsangebote anerkannt werden können.

Liste mit anerkannten Anbietern

Nicht nur hält planen-bauen 4.0 diesen Schritt für notwendig, auch haben Anbieter der Schulungen selbst um eine Zertifizierung gebeten. Nach Angaben der Gesellschaft waren dies unter anderem die BWI-Bau GmbH – Institut der Bauwirtschaft, die Mensch und Maschine Deutschland GmbH, die Ruhr Akademie der Ruhr-Universität Bochum und k-BIM Kirstin Bunsendal.

Ab sofort führt pb4.0 eine Liste mit Anbietern, die den Standards der Gesellschaft entsprechen. „Die offizielle Listung bei der pb4.0 bescheinigt Weiterbildungsträgern eine angemessene Qualität ihres Weiterbildungsangebots hinsichtlich „Open BIM“ und macht Interessenten damit transparent, auf welches Angebot sie setzen können, um eine angemessene BIM-Qualifikation zu erhalten“, erklärt pb4.0 in einer Mitteilung. Gelistete Träger dürfen dann den Titel „anerkannter Anbieter“ führen und werden durch ein Logo mit demselben Namen gekennzeichnet.

Grundlage für die Listung ist, dass Anbieter und ihre Schulungen zwei Richtlinien folgen und deren Inhalte weitergeben: Zum einen ist dies die Richtlinie „Weiterbildung BIM Basis – Professional“ der pb4.0, zum anderen die VDI-Richtlinie 2552, Blatt 8 „BIM – Qualifikationen“.

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Wie Handwerker online begeistern – Tipps zum eigenen Internetauftritt

Jeder ist heutzutage immer und überall online, egal ob mit dem Rechner oder dem Smartphone. Der korrekte Aufbau einer Homepage ist für Handwerker deshalb unumgänglich.

Mund-zu-Mund-Propaganda, Zeitungsanzeigen, Kunden werben Kunden – um neue Kunden zu finden, haben sich Handwerker lange auf altmodische Strategien verlassen. Mittlerweile kommt aber selbst die kleinste Firma nicht mehr um einen eigenen Online-Auftritt herum. Dieser bietet viele Chancen für Handwerker, aber auch neue Herausforderungen. Wir beantworten Fragen zu Aufbau, Kosten und rechtlichen Aspekten bei Handwerker-Webseiten.

 

Klar und übersichtlich

Das wichtigste beim Erstellen einer Firmen-Homepage sind Übersichtlichkeit und schnelle Orientierung. Im Gegensatz zum Kundengespräch in der Niederlassung ticken die Uhren im Internet deutlich schneller: Kunden verbringen teils nur Sekunden auf einer Webseite, bevor sie sich die nächste ansehen. Daher ist es von oberster Bedeutung, keine langwierigen Begrüßungsformeln und verkopfte Menüstrukturen zu nutzen, sondern dem Besucher der Seite auf den ersten Blick die Stärken des Unternehmens zu präsentieren.

Die Webseite sollte deshalb unübersehbar folgende Fragen beantworten:

  • Wer sind wir?
  • Was bieten wir an?
  • Warum sollte sich der Kunde für uns entscheiden?
  • Wie erreicht man uns?

Um neue Kunden zu gewinnen, sind Ansprachen wie „Herzlich Willkommen“ und „Schauen Sie sich in Ruhe um“ deshalb fehl am Platz. Die besten Webseiten präsentieren ohne viel Gerede, warum sich der potentielle Kunde genau für dieses Unternehmen entscheiden sollte. Aus dem gleichen Grund ist es wichtig, Telefonnummer, Adresse, Email-Adresse und Geschäftszeiten direkt vorn auf der Homepage zu platzieren. Nur wenn er sich sofort für das Angebot begeistert, kann aus einem Online-Besucher ein realer Kunde werden.

Der Unternehmer sollte sich in die Lage des Kunden oder des interessierten Webseiten-Besuchers versetzen. Beantwortet sein Online-Auftritt jede Frage, die man sich stellt? Findet man sich leicht zurecht?

 

Kein Schnickschnack

Dazu gehört auch, dass Webseiten am besten auf grafische Spielereien, vorgeschaltete Begrüßungsseiten, aufwändige Diashows und jedwede Sounds verzichten. „Mit Intros und vorgeschalteten Startseiten verlieren Sie jede Menge potenzieller Kunden und vernichten Geld. Die Erfahrung zeigt, dass viele User direkt wieder wegklicken, wenn ein Intro vor die eigentliche Website geschaltet wird“, berichtet Werbefachmann und Online-Profi Daniel Dirkes im Handwerksblatt.

Bitte nicht übersehen: Viele Aufrufe kommen nicht von einem PC, sondern per Smartphone. Unerlässlich ist es daher, die Seite auch für den mobilen Zugriff zu optimieren. So genannte responsive Designs, die sowohl auf PCs als auch auf Smartphones und Tablets gut aussehen, sind mittlerweile Standard. Generell sollte das Design immer auf Höhe der Zeit sein und nicht allzu altbacken aussehen. „Niemand erwartet ein Top-Model. Aber als schmuddeliger Zausel sollte man auch nicht ankommen“, empfiehlt Werbetexter Michael Bondzio auf seiner Webseite.

 

Rechtliche Vorgaben beachten

Es ist kein Zufall, dass jede noch so kleine Internetseite einen eigenen Reiter für „Impressum“ und „Datenschutz“ hat. Bei beiden Angaben schreibt der Gesetzgeber nämlich vor, dass sie auf einer gesonderten Seite angegeben werden. Ein Impressum muss in erster Linie Namen, Anschrift, Telefonnummer und Email-Adresse des Seitenbetreibers enthalten, bei Unternehmen müssen außerdem die Rechtsform, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Wirtschafts-Identifikations-Nummer, die Registernummern aus dem Handels-, Vereins-, Partnerschafts- oder Genossenschaftsregister sowie das zuständige Registergericht angegeben werden.

Beim Datenschutz ist auf einer gesonderten Seite der Umgang mit den Daten der Seitenbesucher zu erläutern, außerdem bedarf es einer Erklärung für jedes Analyse-Tool (beispielsweise Google Analytics) und Web-Plugin (beispielsweise Facebook oder Twitter). Vorgefertigte Texte für solche Erklärungen finden sich recht einfach online, genauso wie Generatoren für rechtssichere Impressumstexte.

Aufpassen sollte man auch bei der Verwendung von fremden Fotos und Texten auf seiner Webseite, weil diese meist urheberrechtlich geschützt sind. Auf der sicheren Seite ist, wer nur ausdrücklich zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestelltes Material nutzt und die entsprechenden Quellen angibt. Das Kopieren von Bildern und Texten ohne Rücksicht auf die Urheberrechte kann sehr teuer werden! Bei einfachen Fotos kann man daher besser selbst zur Kamera greifen oder Bildagenturen nutzen.

 

Google ernst nehmen

Die meisten Online-Suchen nach Handwerker-Homepages erfolgen über Google, daher ist es oberste Priorität, unter den ersten Ergebnissen zu stehen. Wenn potentielle Kunden beispielsweise nach „Maler Hamburg“ suchen, sollten Hamburger Maler und Lackierer möglichst auf der ersten Seite der Google-Suche erscheinen – die wenigsten User klicken sich bis Seite 2 durch.

Dabei entscheidet Google in einem komplizierten Verfahren, in welcher Reihenfolge die Suchergebnisse angezeigt werden. Bevorzugt werden dabei Homepages, die regelmäßig eigene Texte veröffentlichen und viele Links beinhalten. Wichtig ist auch, dass bestimmte Schlagwörter der Branche – bei Malern beispielsweise Farben und Lacke, Hersteller-Namen, Name der Stadt und Umgebung – in den Texten und der Seitenbeschreibung (Meta-Daten) auftauchen, damit Google die Seite als besser betrachtet und höher einstuft. Diese Werbestrategie nennt man Suchmaschinenoptimierung oder SEO (search engine optimization).

Online-Marketing bietet neue Möglichkeiten

Die obersten Suchergebnisse bei Google sind allerdings meistens Anzeigen, die Firmen gebucht haben. Diese so genannten AdWords kosten zwar Geld, erscheinen dafür aber ganz oben auf der Seite und erzielen so mehr Klicks. Bezahlt wird nur – abgesehen von erstmaligen Einrichtungskosten–,  wenn ein Nutzer auch wirklich auf die Anzeige klickt. Für Handwerksunternehmen ist interessant, dass man Anzeigen auch regional begrenzt schalten kann, sodass die AdWords nur in bestimmten Städten erscheinen.

Investitionen ins Online-Marketing können sich durchaus lohnen und im Smartphone-Zeitalter mehr Kunden gewinnen als herkömmliche Wege. Daniel Dirkes meint deshalb in einem Beitrag im Online-Magazin Malerpraxis, dass Betriebe über ihre Werbeausgaben nachdenken sollten. „Verteilen Sie Ihr Budget doch ein wenig um. Erfolgreiche Betriebe setzen längst auf das Online-Marketing und wissen, dass bereits mit einer kleinen Investition großer Erfolg erzielt werden kann“, schreibt er.

 

Selbst erstellen…

All diese Tipps werfen die Frage auf, ob ein Handwerker eine aktuelle Webseite eigentlich noch selbst erstellen kann oder ob in jedem Fall eine Werbeagentur beauftragt werden muss. Hierauf gibt es keine endgültige Antwort.

Grundsätzlich kann jeder eine attraktive, Google-affine und rechtlich korrekte Webseite allein und kostenlos erstellen. Am einfachsten geht dies mit Baukasten-Systemen, mit denen manche Anbieter und auch Internetprovider werben. Diese sehr einfachen Designs werden von Experten aber durchweg abgelehnt. „Wenn Sie auf kostenlose Webseiten aus dem Baukasten setzen, wie sie 1&1 & Co. anbieten, verspielen Sie sich möglicherweise Chancen auf Erfolg“, warnt Webentwickler René Dasbeck in seinem Blog netz-gaenger. Nicht nur sähen diese Produkte nicht gut aus, auch ließen sie sich nicht auf Suchmaschinen optimieren.

Ebenfalls kostenlos und deutlich aufwändiger sind Webseiten auf Basis von WordPress. Hier muss man sich einen Webhoster suchen, der den Server für die Seite bereitstellt, und dann die eigentliche Seite mit der WordPress-Software zusammenbauen. Auch dies ist für Laien möglich, erfordert aber einigermaßen solides Wissen im Bereich Webdesign.

…oder Fachmann fragen?

Deutlich professioneller sind da Angebote von Webdesignern, egal ob freiberuflich oder bei Werbeagenturen. Profis können schnell und bedarfsgerecht modernste Seiten aufbauen und auf Wünsche ihrer Kunden gezielt eingehen. Gute Arbeit hat aber ihren Preis, sodass hier Kosten von mindestens 500 Euro auf Unternehmen zukommen, meistens auch mehr. Wenn die Agentur auch die Suchmaschinenoptimierung, das regelmäßige Befüllen mit Texten und das Online-Marketing übernehmen soll, können diese Kosten weiter steigen und regelmäßig anfallen.

Gerade für größere Firmen, die mit ihrer Webseite am Puls der Zeit bleiben wollen, sind solche Investitionen aber unumgänglich: Die Internetseite eines Betriebs ist nicht nur ein Aushängeschild, sie übernimmt auch die Aufgaben von Empfangshalle, Ausstellungsraum und Verkaufsfläche. Wer hier hinterherhinkt, kann wohlmöglich auch den realen Laden bald dicht machen.

Das Handwerk hat entschieden – Gewinner der Marktuntersuchung Stein im Brett stehen fest

In Deutschlands größter Branchenbefragung des Handwerks haben über 2.500 Handwerker und Fachunternehmer abgestimmt, welche Bauprodukte- und Bauelementhersteller den durch die ibau GmbH verliehenen Stein im Brett Award verdienen.

Unterstützt von der Heinze Marktforschung und der Online-Plattform Helden am Bau (www.heldenambau.de) forderte ibau über verschiedene Kanäle deutschlandweit Handwerker und Fachunternehmer unterschiedlicher Gewerke auf, zu bewerten, welche Hersteller bei ihnen einen Stein im Brett haben. Insgesamt wurden Meinungen zu fast 300 Herstellern in insgesamt 30 Produktkategorien geäußert. Die Bandbreite der Kategorien reichte dabei von Akustik über Bauchemie, Dämmstoffe und Fassadensysteme, Mauerwerk und Smart Building bis hin zu WDV-Systemen. Gefragt waren die Einschätzungen der Handwerker unter anderem zu Themen wie Produktqualität, Preis, Verarbeitungsfreundlichkeit oder, ob sie das jeweilige Produkt weiterempfehlen würden. Unter www.ibau-steinimbrett.de/gewinner-2018 erfahren Sie wer die Gewinner des Stein im Brett Award 2018 sind.

Umfangreiche Marktuntersuchung

Um im Handwerk eine zufriedenstellende Arbeit leisten zu können ist neben dem eigenen Know-how vor allem das richtige Material gefragt. Besonders für Profis ist es daher wichtig auf zuverlässige Hersteller und ihre Produkte zurückgreifen zu können. Doch welche Marke gilt als Qualitätsführer? Welche Marke genießt das Vertrauen des Handwerks und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis? Um diese Fragen beantworten zu können, führte die ibau GmbH im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal Deutschlands größte Branchenbefragung unter Handwerkern und Fachunternehmern durch.

Die bewerteten Unternehmen erhalten detaillierte Analysen hinsichtlich ihres Bekanntheitsgrades und der damit verbundenen regionalen Verteilung. Auch Fragen wie „Ist meine Marke stärker im Süden als im Norden etabliert?“ oder „Wo stehe ich im Vergleich zu meinen Mitbewerbern?“ werden beantwortet. Auf diese Weise helfen die Marktforschungsergebnisse dabei Marketing- und Vertriebsaktionen entsprechend zu planen und die eigene Marke nachhaltig zu positionieren.

Die härteste Jury ist der Bau

„Wer kann besser über die Qualität und Leistung der deutschen Bauprodukte- und Bauelementehersteller urteilen als diejenigen, die täglich mit dem Material arbeiten? Durch die Marktuntersuchung erhalten Hersteller ein ausführliches Feedback zu ihren Produkten und Leistungen“, so Sven Hohmann, Geschäftsführer der ibau GmbH in Münster.

Im Schnitt hat jeder der 2.500 teilnehmenden Handwerksbetriebe sieben Produktkategorien bearbeitet. Insgesamt wurden rund 18.000 Antworten ausgewertet. Aus diesen ergab sich eine Gesamtpunktezahl in der jeweiligen Produktkategorie, wovon der jeweils Erstplatzierte den begehrten Stein im Brett Award erhält.