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Forschungsprojekt: Mixed Reality im Industrieservice

Durch mixed Reality soll der Arbeitsalltag der Handwerks- und Fertigungsindustrie in Zukunft stark vereinfacht werden. Erste Forschungsergebnisse scheinen vielversprechend.

In Kooperation mit der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart entwickelte Leadec einen Prototyp für eine App zum Thema „Mixed Reality“. Mittels Überlappung von virtuellen Komponenten in einer realen Umgebung, demonstriert die Applikation eine Unterstützung von technischen Aufgaben an einem physischen Objekt.

Unter dem Titel „Maintenance Assistance Application (MA²)“ veranschaulicht das Innovationsprojekt neuartige Arbeitsweisen eines Technikers mittels eines Smart Wearable (i.S.v. Computer, die am Körper getragen werden). Ziel ist es, die Nutzerinteraktion mittels neuartiger digitaler Lösungen mit 3D-Technologie zu untersuchen und praktische Anwendungen im Bereich der Mixed Reality für die Instandhaltung abzuleiten und „greifbarer“ zu machen. Dieses Verfahren kann unter anderem zu Schulungszwecken eingesetzt werden.

Projektarbeit in Rekordzeit

Spannend war die Kooperation für das Unternehmen und die Hochschule gleichermaßen. Nach einem Pitch und der Vorstellung des Unternehmens an der HdM startete die Zusammenarbeit. Medienaffine Studierende haben die Applikation auf Basis eines Mixed Reality Headsets mitentwickelt. Agiles Projektmanagement verkürzte die Gesamtprojektdauer bis der Prototyp vorlag auf lediglich zweieinhalb Monate. Die Studierenden unterstützten zum Beispiel im Bereich User Interface, Modellierung und Scripting.

Prof. Dr.-Ing. Krešimir Vidačković, Professor für Multimedia-Engineering und -Design an der HdM: „Für meine Studierenden war der Praxiseinsatz auf Basis konkreter Anforderungen aus dem Unternehmen eine spannende Lernerfahrung.“ Der entwickelte Prototyp soll zunächst ein Szenario der Arbeitswelt in einer gemischten physischen und virtuellen Realität (wie beispielsweise auch im Rahmen einer Roboterschulung) greifbar machen.

Effizienz durch Datenbrille

Das Anwendungsgebiet von Datenbrillen und anderen Wearables gewinnt besonders im Bereich der Instandhaltung zunehmend an Bedeutung. Eine 3D-Datenbrille als Assistent zur Verrichtung bestimmter Arbeiten in der Instandhaltung ist technisch nicht nur denkbar, sondern heutzutage bereits möglich. Die Überlappung von virtuellen Komponenten und realer Umgebung ermöglicht vielfältige Anwendungen in der Fertigungsumgebung. Der Einsatz solcher Technologien soll die Arbeit fehlerfreier, effizienter, interaktiver und einfacher gestalten. Für eine ideale Mensch-Maschine-Interaktion spielen jedoch unterschiedliche Faktoren der realen Umgebung, die visuelle Wahrnehmung des Nutzers, eine intuitive Nutzerinteraktion sowie eine zukünftige Weiterentwicklung der Geräte eine wesentliche Rolle. Das Thema bleibt für Industriedienstleister wie Leadec sicher spannend!

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„Digitale Vernetzung“: Europäischer Verband gründet Arbeitsgruppe

Der europäische Dachverband EVIA (European Ventilation Industry Association) hat eine neue Arbeitsgruppe „Connectivity“ gegründet.

Ziel des neuen Gremiums sei es, Wissen zur digitalen Vernetzung in der Lüftungsbranche zu bündeln und EVIA-Mitglieder in diesem Bereich auch auf europäischer Ebene vertreten zu können. Die Kernthemen der neuen Arbeitsgruppe sind dabei unter anderem: Internet of Things (IoT), Smart Readiness (SRI), Schnittstelle mit Ecodesign sowie EPBD (Energy Performance of Buildings Directive). Zudem solle die Sicherheit im Zusammenhang mit Lüftungen und Ventilatoren eine größere Rolle spielen.

Die Leitung der Arbeitsgruppe übernimmt Jürgen Albig, Leiter Produktmanagement Ziehl-Abegg AG. Die Gründung fand im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Verbandes statt.

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Überblick: Alles zur neuen Datenschutzgrundverordnung

Die DSGVO verunsichert zurzeit viele Selbstständige. Mit einer Infobroschüre will das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht nun Licht ins Dunkle bringen.

Die neue Datenschutzgrundverordnung betrifft nicht nur (Online-) Dienstleistungsunternehmen, auch Handwerksbetriebe müssen sich der neuen Regelung anpassen. Da viele Handwerker allerdings inzwischen mit Informationen regelrecht überflutet werden und oftmals einfach nicht die Zeit finden, sich durch das neue Regel-Wirrwarr zu kämpfen, hat das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) nun eine Handreichung zum Umgang mit Daten veröffentlicht.

Das Besondere daran: Anstatt nur allgemein über die Neuerungen zu informieren, erklärt das BayLDA die Regeln anschaulich anhand von einzelnen Fallbeispielen. Im Fokus stehen dabei vor allem kleinere Unternehmen sowie Vereine. Zur Auswahl stehen dem Handwerk dabei folgende Fallbeispiele:

  • DSGVO in Handwerksbetrieben
  • DSGVO in Kfz-Werkstätten
  • DSGVO in Online-Shops

Der jeweils zweiseitige Überblick kann kostenlos auf der Homepage des BayLDA unter www.lda.bayern.de/de/kleine-unternehmen.html heruntergeladen werden. Das BayLDA weist darauf hin, dass kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht und fallbezogen unterschiedliche Anforderungen gelten können.

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8 Tipps, mit denen Sie Ihren Betrieb online sichtbarer machen

„Das Örtliche“ hat auf seiner Homepage acht Tipps zusammengestellt, die Gewerbetreibende dabei unterstützen sollen, ihre Präsenz im Internet aufzubauen und zu verbessern.

Verbraucher nutzen bei der Unternehmenssuche heutzutage meist die Internetrecherche. Neben Neukunden trifft dies auch für Bestandskunden zu, die Kontaktdaten von Dienstleistern nachschlagen, mit denen sie bereits zusammengearbeitet oder von denen Sie schon ein Produkt oder eine Dienstleistung erworben haben. Wer dann als Unternehmen nicht in den Suchresultaten auftaucht, bekommt auch keinen Auftrag. Wie man im Internet präsenter werden kann, zeigen die folgenden Tipps.

  1. Nutzen Sie Verzeichnisdienste für eine schnelle Sichtbarkeit

Ein Eintrag in einem Verzeichnisdienst verschafft Ihnen eine erste Anlaufstelle im Web und ist auch mobil und per App auffindbar. Wer Top-Positionen bucht, steht bei der Suche im Verzeichnisdienst ganz oben. Der Vorteil: Sie sind mit geringem Kosten- und Zeitaufwand schnell sichtbar.

  1. Erstellen Sie ein Unternehmensprofil in Social-Media-Communities

Ein eigener Social-Media-Auftritt, wie z. B. eine Facebook-Seite, ist schnell erstellt und ein weiteres virtuelles Aushängeschild für Ihr Unternehmen. Sie verschafft Ihnen zudem direkten Kontakt zur Zielgruppe, ohne dass Sie sehr viel Aufwand betreiben müssen. Zwei oder drei Postings pro Woche reichen für den Anfang.

  1. Bauen Sie Ihre eigene Webseite auf

Eine eigene Webseite ist heute das Herzstück in der digitalen Selbstvermarktung. Hier haben Sie alle Zügel selbst in der Hand. Das Minimum ist eine digitale Visitenkarte, also eine Startseite mit Ihren Kontaktdaten. Beschreiben Sie am besten auch Ihre Dienstleistung, Ihre Produkte oder stellen Sie Kundenprojekte vor, die Sie erfolgreich abgeschlossen haben. Wichtig: Die Seite sollte professionell aussehen und mobiloptimiert sein.

  1. Belegen Sie die Keywords, nach denen Ihre Kunden suchen

Bei der Online-Suche nach Unternehmen verwenden Verbraucher stets bestimmte Schlagwörter bzw. Keywords. Finden Sie die zu Ihrem Gewerk passenden Keywords und verwenden Sie sie auf Ihrer Webseite, im Eintrag beim Verzeichnisdienst, bei Google AdWords oder auch in Ihren Inseraten.

  1. Liefern Sie die Infos, die Ihr Kunde braucht

Eine Studie von Das Örtliche zeigt, was Usern bei der Suche nach Unternehmen wichtig ist: Darunter fallen Basics wie Adressdaten, Infos zu den Leistungen und Produkten, verfügbare Parkplätze oder Öffnungszeiten. Ebenfalls wichtig sind den Befragten aber zum Beispiel auch Informationen zu den Qualifikationen des Dienstleisters (zum Beispiel Meisterausbildung, Urkunden), Markennamen verwendeter Produkte, Bezahlmöglichkeiten sowie Bewertungen von anderen Kunden.

  1. Fördern Sie Bewertungen zu Ihrem Unternehmen

Laut einer Studie von Greven Medien sind Kundenbewertungen der wichtigste Kaufimpuls für die Deutschen. Rund zwei Drittel aller Bundesbürger erkundigen sich vor einer verbindlichen Kaufentscheidung zunächst nach Bewertungen im Netz. Verlinken Sie deshalb zu bekannten Bewertungsportalen, die für Ihren Bereich relevant sind, um aktiv Bewertungen zu fördern oder holen Sie Stimmen von Ihren Kunden für Ihre Webseite ein.

  1. Zeigen Sie, dass Sie ein Experte auf Ihrem Gebiet sind

Sie arbeiten seit langer Zeit in Ihrem Job und haben Ihren Beruf von der Pieke auf gelernt. Zeigen Sie also, was Sie können: Ein schönes Foto von einem vollendeten Projekt, ein Video von einer typischen Arbeit, ein Zertifikat, das Sie erworben haben. Teilen Sie Informationen und News rund um die Entwicklungen und Neuerungen in Ihrer Branche, die für Ihre Kunden von Belang sein könnten.

  1. Vernetzen Sie sich mit anderen Unternehmern

Nutzen Sie Ihr Netzwerk an Geschäftspartnern und Dienstleistern, mit denen Sie arbeiten, doch auch für die Vermarktung: Verlinken Sie sich gegenseitig auf der Webseite, in Ihren Social-Media-Accounts oder legen Sie Broschüren im Geschäft des Partners aus. Empfehlen Sie sich gegenseitig, denn Mund-zu-Mund-Propaganda hat eine hohe Glaubwürdigkeit.

 

Über Das Örtliche:

Das Örtliche wird von Deutsche Tele Medien und 93 Verlagen Das Örtliche gemeinschaftlich herausgegeben. Die Herausgebergemeinschaft gewährleistet, dass die vielfältigen Inhalte von Das Örtliche den Nutzern als Buch, online und mobil über www.dasoertliche.de sowie u.a. als Apps für Smartphones und Tablets zur Verfügung stehen und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Im Jahr 2017 verzeichneten die Produkte von Das Örtliche medienübergreifend ca. 1,4 Milliarden Nutzungen*. Die Wortmarke Das Örtliche ist im Markenregister für die Das Örtliche Zeichen-GbR eingetragen und kennzeichnet u.a. neben der typisch blau-weißen Farbkombination alle Produktausprägungen in sämtlichen Medien.

*Quelle: GfK Studie zur Nutzung der Verzeichnismedien 2017; repräsentative Befragung von mehr als 15 Tsd. Personen ab 16 Jahren

Gewinne für Handwerker bei Wahl der beliebtesten Hersteller

Mit der Umfrage ibau Stein im Brett wählten Handwerker jüngst die bei Ihnen beliebtesten Hersteller. Dabei räumten die teilnehmenden Handwerker erstklassige Preise ab.

„Welche Marke gilt in meinem Gewerk als Qualitätsführer und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis?“ Diese Fragen stellen sich wohl alle Handwerker, die qualitativ hochwertige Arbeit abliefern und damit ihre Kunden zufriedenstellen wollen. Um diese Fragen beantworten zu können, führt die ibau GmbH einmal im Jahr Deutschlands größte Branchenbefragung unter Handwerkern und Fachunternehmern durch.

Rund 2.600 Handwerker und Fachunternehmer unterschiedlicher Gewerke gaben hierzu ihre Stimmen ab und wählten aus knapp 300 Herstellern diejenigen aus, die bei ihnen einen „Stein im Brett“ haben.

Begehrte Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro

Unter allen Teilnehmenden verloste ibau insgesamt zwei Weber Gasgrills „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“, fünf Philips Perfect Draft Bierzapfanlagen inklusive zwölf Fässern Bier, sechs Kickertische „Ullrich Sport“, sowie acht Bluetooth Lautsprecher der Marke UE Boom 2.

Wenn Sie sich bei der nächsten Umfrage ebenfalls einen dieser tollen Gewinne sichern wollen, registrieren Sie sich jetzt auf Helden am Bau und wir informieren Sie rechtzeitig über die nächste Umfrage: Hier registrieren.

Die Freude unter den Gewinnern war groß:

Mit einem Weber Gasgrill „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“ ist Iris Greiner von der Gärtnerei Greiner Garten und Landschaftsbau samt Kollegen und Familie für eine sommerliche Grillparty bestens ausgestattet.

Auch Christian Laumann ist einer der glücklichen Gewinner und grillt seine Würstchen künftig ebenfalls auf einem neuen Weber Gasgrill.

Fliesenleger Bernd Krepinsky und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen sich schon einmal warm für die diesjährige Fußballweltmeisterschaft.

Und auch die Innenausbau Wittstock GmbH freut sich über einen nagelneuen Tischkicker.

 

Die diesjährigen Preisträger reihen sich damit in die Riege glücklicher Gewinner aus der vergangenen Umfrage ein.

 

Welche Hersteller bei den Gewinnern einen „Stein im Brett“ haben und wer den „Oscar der Baubranche“ abräumen konnte lesen Sie auf: https://www.ibau-steinimbrett.de/gewinner-2018/

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IZEG bekommt neue Webseite

Das Informationszentrum Entwässerungstechnik Guss (IZEG) hat seinen Internetauftritt modernisiert und präsentiert sich in Zukunft mit einer komplett neuen Seite im Netz.

Alles neu macht der Mai: Das Informationszentrum Entwässerungstechnik Guss (IZEG) kommt mit einer neuen Webpräsenz daher. Die Plattform, die Informationen rund um gusseiserne Abflussrohrsysteme bietet, will damit auf ihre User zugehen – vor allem Bauherren und Sanitärfachleute sind angesprochen.

Auf der neuen Seite, die bald unter der bisherigen Adresse www.igez.de erreichbar sein soll, soll sich der Nutzer auf den ersten Blick gut zurecht finden und einfach an Informationen gelangen. „Sehr nützlich ist für die User auch der Verweis auf die Mitglieder, deren Webseiten mit nur einem Klick zu erreichen sind und weitere detaillierte Informationen zu allen wichtigen Bereichen bereitstellen“, informiert das IGEZ in einer Pressemitteilung.

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Baubranche und Social Media: Viel genutzt, weniger Hype

Auch wenn der Hype vorbei zu sein scheint, werden soziale Netzwerke immer häufiger auch geschäftlich genutzt. Facebooks Vormachtstellung gerät aber ins Wanken, wie eine Studie zeigt.

Als absolutes Nonplusultra wird die geschäftliche Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. schon lange nicht mehr angesehen. Manche Marketingforscher gehen sogar soweit, das sogenannte Social Net Marketing für gänzlich tot zu erklären – vor allem in der als innovationsresistent geltenden Baubranche. Eine aktuelle Studie zur Mediennutzung am Bau von BauInfoConsult zeigt allerdings ein anderes Bild: Tatsächlich werden soziale Netzwerke und Online-Medien inzwischen von vielen auch geschäftlich genutzt. Es zeigt sich aber, dass vor allem der Branchenriese Facebook zunehmend an Einfluss verliert.

Für die Studie wurden in Telefoninterviews unter anderem 125 Bauunternehmer nach ihrer Nutzung von sozialen Medien und Netzwerken befragt. Demnach war nur jeder fünfte in keinem sozialen Netzwerk vertreten – 2012 waren es noch doppelt so viele. Für die meisten Nutzer aus der Branche verschwimme jedoch die private und berufliche Nutzung, wie der Blick auf die drei meistgenutzten Netzwerke zeige.

Private Messenger auf dem Vormarsch

Mehr als jeder zweite der befragten Bauunternehmer nutzt regelmäßig Whatsapp. Jeder dritte greift dabei nicht nur privat zum Nachrichtendienst, sondern auch zur schnellen und formlosen Kommunikation mit Kunden oder Kollegen. Eine Minderheit (vier Prozent) gab sogar an, den Messengerdienst ausschließlich für rein geschäftliche Zwecke zu nutzen.

Auch das Videoportal YouTube wird von der Hälfte der Bauunternehmer regelmäßig besucht, wobei sich ein Viertel der Befragten auch schon mal im beruflichen Kontext zum Beispiel Installationstutorials oder Videos der Baustoffanbieter anschaut. Eine rein geschäftliche Nutzung ist mit rund sieben Prozent aber auch hier eher die Ausnahme.

Facebook in der Krise?

Nicht zuletzt durch den jüngsten Datenskandal verliert das einstige Flaggschiff der Social-Media Plattformen immer mehr an Zuspruch. So belegte Facebook bei den Bauunternehmern mit 38 Prozent Nutzern nur noch den dritten Platz der meistgenutzten sozialen Online-Dienste – bis 2016 hatte das kalifornische Kontaktnetzwerk noch in allen Bauunternehmer-Befragungen Platz eins belegt. Immerhin wird Facebook auch 2018 von 18 Prozent der Bauunternehmer nicht nur für private Zwecke, sondern auch zur Kontaktpflege und zur Kundengewinnung genutzt.

„Den Abstieg im Bauunternehmer-Ranking dürfte Facebook-Inhaber Mark Zuckerberg immerhin mit Leichtigkeit verschmerzen, denn immerhin gehört ihm auch Whatsapp, sodass er dem Dauerkonkurrenten Google (Inhaber von YouTube) dennoch eine Nasenlänge voraus ist – zumindest bei den Social Media-affinen Bauunternehmern“, heißt es in der Studie.

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Kompetenzzentrum Cottbus: Unterstützung bei der Digitalisierung

Das BMWi fördert bundesweit 23 Kompetenzzentren, die Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen. Nun ist auch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus gestartet.

Die digitale Transformation ist im vollen Gange. Um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bundesweit bereits 23 Kompetenzzentren. Seit kurzem gesellt sich auch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus dazu.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier sagte dazu: „Wer sich heute nicht auf die Digitalisierung einlässt, muss befürchten, künftig aus dem Geschäft gedrängt zu werden. Das gilt für Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, Handel und Handwerk in gleichem Maße. Die Digitalisierung ist auch für Mittelständler eine Pflichtaufgabe – und das BMWi unterstützt sie dabei. Unser neues Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Cottbus hilft KMU die Chancen der Digitalsierung zu nutzen und sie mit Informations- und Weiterbildungsangeboten fit zu machen für die eigene digitale Transformation. Gerade in Brandenburg, einem Bundesland ohne Großunternehmen, aber mit umso mehr KMU, kann solch ein Kompetenzzentrum starke Wirkung entfalten.“

Arbeit und Logistik 4.0

Mit einem vielfältigen Angebot an modularen Qualifizierungen nimmt das Kompetenzzentrum Cottbus vor allem Themen wie „Arbeit 4.0“ und „Logistik 4.0“ in den Blick. Als besonderes Merkmal unterbreitet das Kompetenzzentrum auch den Sozialpartnern Angebote rund um die Digitalisierung. Unterstützt wird es dabei von Kammern, Verbänden sowie Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter. Zudem sind der Deutsche Gewerkschaftsbund Regionalverband Brandenburg und die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. als assoziierte Partner integriert.

Insgesamt wird das neue Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus vom BMWi in den nächsten drei Jahren mit rund 3,6 Millionen Euro gefördert. Die Projektleitung übernimmt dabei die Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Senftenberg. Projektpartner sind außerdem die Technische Hochschule Wildau, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die IHP GmbH Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder) sowie die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Brandenburg, vertreten durch die Industrie- und Handelskammer Cottbus.

Weitere Informationen zu den Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren gibt es auf www.mittelstand-digital.de

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19 Prozent der Deutschen nutzen bereits Smart Home-Technik

Jeder fünfte deutsche nutzt Technologien aus dem Bereich des Smart Home, fand nun eine Studie des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) heraus.

Die intelligente und vernetzte Gebäudeelektronik, die gemeinhin als „Smart Home“ bezeichnet wird, gilt als die nächste große Entwicklung der Branche. Gestützt wird diese These von einer neuen Umfrage des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), die vom Marktforschungsinstitut GfK durchgeführt wurde und nach der Nutzung dieser Technologien fragte.

19 Prozent Smart Home-Nutzer in Deutschland

Die größte Erkenntnis vorweg: Mit 19 Prozent der gut 2000 Studienteilnehmer nutze rund jeder fünfte Befragte Technologien aus dem Smart Home-Bereich. Ein Anstieg um satte fünf Prozent, waren es 2016 bei der gleichen Frage noch 14 Prozent gewesen. Zuversichtlich stimmt den Industrieverband auch, dass es in der marktbestimmenden Gruppe der 14 bis 35-Jährigen noch mehr Nutzer gibt: 28 Prozent der so genannten „Millenials“ besitzen Smart Home-Produkte, das sind neun Prozentpunkte mehr als 2016.

Aber was wird da eigentlich gesteuert? Auf diese Frage antworteten die Nutzer, dass sie vor allem die Beleuchtung im oder außerhalb des Hauses (38 Prozent der Nutzer), Heizkörper und Heizungsanlage (37 Prozent) und Fernseh-Receiver oder -Recorder (34 Prozent) mit ihrem Smartphone oder Tablet steuern können. Beliebte Smart Home-Produkte sind außerdem intelligente Steckdosen, Bewegungsmelder und Kameras, Rauchmelder und Rollläden.

Sprachsteuerung als Schlüsseltechnologie

Für den ZVEI stellt die Sprachsteuerung moderner Elektronik eine Schlüsselfunktion dar, denn immer mehr Produkte lassen sich über Sprache steuern. Wie die Studie herausfand, sind dies in erster Linie Smartphones und Tablets: 19 Prozent aller Befragten nutzt eine Form von Audio-Befehlen, zwei Drittel von ihnen am Handy. Bei Smart Home-Technik steigt der Anteil der sprachgesteuerten Produkte ebenfalls: In der Umfrage gaben 15 Prozent der Sprachsteuerung-Nutzer (19 Prozent der Millenials) an, ihre Gebäudeelektronik mit Sprachbefehlen zu bedienen.

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Herstellerinitiative „Bauprodukte Digital“ will wachsen

Im Zuge der Digitalisierung wird BIM immer wichtiger. Um hierfür einheitliche Standards zu erreichen, wurde nun die Herstellerinitiative „Bauprodukte Digital“ gegründet.

In der Zusammenarbeit mit Architekten und Bauplanern spielt das Building Information Modeling (BIM), die digitale Bauwerksmodellierung, eine immer bedeutendere Rolle. Allerdings fehlen in Europa noch einheitliche Standards und praxistaugliche Implementierungsansätze. Um hier aktiv mitzuarbeiten, haben Hersteller von Bauprodukten 2017 zunächst die Herstellerinitiative „Bauprodukte Digital“ gegründet. Um für die gesetzten Ziele den entsprechenden Rahmen zu haben, hat sich die Initiative zwischenzeitlich dem Bundesverband Bausysteme e.V. angeschlossen und wird dort im Fachverband „Bauprodukte Digital“ proaktiv sein Wachstum fortsetzen. Nach einer Informationsveranstaltung am 16. März in Steinhagen bei Hörmann, gilt als offizieller Start, an dem der Fachverband seine Arbeit aufnimmt der 01. April 2018.

Das Ziel des Fachverbands ist die Sicherstellung der praxisnahen Umsetzung von digitalen Herstellerinformationen, um die digitalen Prozesse für Planer, Verarbeiter, Produkthersteller und Betreiber von Gebäuden voranzutreiben. Mitglieder sind bereits die Unternehmen dormakaba, Hörmann, Jansen Building Systems, Schüco, Xella und Forbo Flooring. Als weitere Anwärter sind Hilti und Knauf zu sehen, die bereits bei der Initiative mitgewirkt haben.

Digitalisierung gelingt nur gemeinsam

Hinter dem Fachverband steht die Erkenntnis, dass nur gemeinsam die digitalen Chancen und Herausforderungen besser erschlossen werden können. So geht es um einen ganzheitlichen Ansatz, nicht nur um einzelne Produkte. Die Mitglieder im Fachverband möchten praxiskonforme digitale Produktdaten und Services gestalten, Informationen und Erfahrungen untereinander austauschen, Hersteller und Kunden vernetzen und digitale Wertschöpfungsketten erweitern. So hat man das Ziel, die Entwicklung von den meist noch klassischen, noch nicht durchgängig digital unterstützten Abläufen hin zu einer durchgängigen Methode BIM mit großem Erfolg mitzugestalten.

Um dies zu erreichen, müssen reale Produkt-Planungsdaten erstellt und anwendergerecht verfügbar gemacht werden. Dabei müssen die Vorteile ihrer Verwendung herausgearbeitet werden, so dass die Anwender der Planungsdaten diese gut verstehen und nutzen können. Zwischen den beteiligten Akteuren in Planung, Bauen und Betrieb, aber auch zwischen den verschiedenen Gewerken, müssen klare Arbeitsweisen und Regeln etabliert werden, wie Produktinformationen genutzt werden sollen.

„Productsforbim“

Übergeordnetes Ziel des Fachverbands „Bauprodukte Digital“ im Bundesverband Bausysteme e.V. ist es, dem jeweils Verantwortlichen einen optimalen Umgang mit den Bauprodukten während Planung, Ausführung und Bewirtschaftung zu ermöglichen. Alle Teilnehmer stellen sich den Herausforderungen der Digitalisierung und blicken gemeinsam in die Richtung einheitlicher Produktdaten, einfacher Zugänglichkeit und praxisnaher Gestaltung. Mit dem Label „productsforbim“ steht des neuen Fachverbands konsequent für die Nutzung der Methode BIM, im konkreten Bezug zu den realen Produkten. Mit den gemeinsamen Erfahrungen soll auch viel zukünftiges Neuland von BIM erkundet und die aktive Mitarbeit an der erfolgreichen Entwicklung von BIM mit den Produktdaten der Hersteller gefördert werden.

 

Bei der Informationsveranstaltung am 16. März stellte sich der in Gründung befindliche Fachverband mit seinen Zielen und Projekten interessierten Unternehmen vor. Dabei wurden auch die Vorteile der Mitgliedschaft im Bundesverband Bausysteme thematisiert.