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Bauindustrie NRW fordert Breitbandausbau im Tiefbauverfahren

Bauindustrie NRW warnt Netzbetreiber und Kommunen vor „Billig-Verfahren“ im Breitbandausbau. Gerade das sogenannte „Trenching“-Verfahren steht in starker Kritik.

„Die Breitbandnetze sind die Nervenbahnen der Digitalisierung. Neue Gigabitleitungen sind grundlegend für zukünftige Produktionsverfahren, eine intelligente Logistik und für autonomes Fahren. Doch aktuell regiert das Prinzip ‚Hauptsache schnell und billig‘. Die Kommunen hoffen heute auf schnelle Erfolge und schaffen sich die Probleme von morgen“, mit diesen deutlichen Worten kommentierte Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, die steigende Zahl sogenannter „Trenching“-Verfahren im Breitbandausbau.

Anstatt die Kabel in bewährter Tiefbaumethode mit entsprechendem Sicherheitsabstand tief unter der Erde zu platzieren, werden sie beim Trenching-Verfahren nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche in einen gefrästen Schlitz eingezogen. Bestehende Gas-, Wasser-, Telefon- und Stromleitungen sowie andere bereits vorhandene Infrastrukturen finden dabei keine Berücksichtigung.

„Die Digitalisierung ist das Mega-Thema unserer Zeit. Aber die Grundlage dafür schaffen Kommunen und Netzbetreiber gerade im ‚Hauruckverfahren‘“, so Prof. Wiemann.

Erhöhte Beschädigungsgefahr

Da beim einfachen Trenching-Verfahren oftmals keine genaue Dokumentation der Arbeiten erfolgen muss, bestehe laut Bauindustrie NRW die Gefahr, dass die Kabel bei zukünftigen Straßenbauarbeiten beschädigt oder gar durchtrennt werden könnten. Bei einem qualifizierten Tiefbauverfahren bestünde dieses Problem jedoch nicht: Zum einen lägen die Kabel tief unterhalb der Straße in Versorgungsrohren, zum anderen wären sämtliche Tiefbauarbeiten entsprechend katalogisiert. Ein Katastereintrag sei also auch für „Trenching“-Verfahren zwingend notwendig.

Mehr Koordination gefordert

Neben der Nutzung etablierter Tiefbaumethoden fordert die Bauindustrie Nordrhein-Westfalen die Kommunen dazu auf, Bauarbeiten verschiedener Infrastrukturbetreiber in Zukunft besser zu koordinieren. Unterirdische Arbeiten könnten dann zusammengefasst und etwaige Glasfaserleitungen direkt mitverlegt werden. Darüber hinaus befürwortet die Bauindustrie das Verlegen von Leerrohren. In diese könnten zu einem späteren Zeitpunkt Breitbandkabel gezogen werden, ohne Straßen und Fußwege erneut zu öffnen, was die Anzahl an Baustellen nachhaltig reduzieren würde.

„Konventioneller Tiefbau ist nicht langsam und teuer, sondern sorgfältig durchdacht und von hoher Qualität. Die Digitalisierung baut man nicht aus Flickwerk“, so Prof. Beate Wiemann weiter. „Der Glasfaserausbau benötigt eine sorgfältige Planung. Die Beschaffenheit des Bodens, das Vorhandensein anderer Leitungen und die Festigkeit der Oberfläche verlangt nach qualifizierten Verfahren und erfahrenen Unternehmen.“

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Haus aus dem 3D-Drucker – Das Ende des Handwerks?

In Frankreich ist das erste Haus aus dem 3D-Drucker bezogen worden, das in der Herstellung günstiger ist, als bei herkömmlicher Bauweise. Ist das das Ende des Handwerks?

Die Automatisierung trifft zunehmend auch das Handwerk. Die Verwendung neuster 3D-Drucktechnologien im Bauwesen ist dabei keine neue Idee. So wurde beispielsweise bereits 2017 vom US-Militär eine 3D-gedruckte Kaserne mit dem Namen „B-Hut“ erstellt. In Alcobendas bei Madrid entstand mit rund 12 Metern Länge und 1,75 Metern Breite die erste gedruckte Fußgängerbrücke. All die bisherigen Projekte hatten dabei gemein, dass bei den angewandten 3D-Druckverfahren ausschließlich Betonmischungen zum Einsatz kamen.

Volle Isolierung durch neues Verfahren

Im französischen Nantes wurde nun das erste 3D-gedruckte Haus fertiggestellt, das verschiedene Baumaterialien vereint. Das eigens hierfür entwickelte additive BatiPrint3D Fertigungsverfahren verwendet einen vier Meter langen und lasergesteuerten Roboterarm, mit dem verschiedene Baumaterialien in vorbestimmte Formen abgeschieden werden. Hierbei druckt der 3D-Drucker in verschiedene Schichten vom Boden bis nach oben und erzeugt so eine Strukturierungsschicht aus einer speziellen Betonmischung, eine Isolierschicht sowie eine Schalungsschicht aus einem schaumstoffartigen Material. Hieraus ergibt sich am Ende dann eine beständige, dicke und voll isolierte Wand.

Das 3D-gedruckte Wohnprojekt mit dem Namen „Yhnova“ entstand aus einer Kooperation zwischen dem Stadtrat, Bouygues Construction, der Nantes Metropole Habitat Organisation, der Universität von Nantes, Lafarge Holcim und TICA architectes & urbanistes.

Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Auch wenn Yhnova nicht das erste gedruckte Haus war, so ist es doch das günstigste. Rund 20 Prozent günstiger als bei herkömmlicher Bauweise soll es laut Hersteller sein. Dies war auch das vordergründige Projektziel: Nicht nur grundsätzlich lebenswerte Wohnbauten können mit der 3D-Drucktechnologie gebaut werden, sondern auch bezahlbare.

Insgesamt bietet das gedruckte Haus 95 Quadratmeter Platz, verteilt auf fünf Zimmer. Hierfür benötigte der Roboterarm rund 54 Stunden Druckzeit, die sich laut Projektteam aber noch auf rund 33 Stunden optimieren ließen.

Sind Handwerker bald arbeitslos?

Nein! Denn ein komplettes, schlüsselfertiges Haus kann auch das Team aus Nantes noch nicht drucken. Neben den vorher benötigten arbeiten am Fundament, müssen vor allem Fenster, Türen sowie das komplette Dach hinterher immer noch auf traditionelle Art eingebaut werden. Dennoch hat der gesamte Hausbau nur 18 Tage gedauert.

„Ist das die Zukunft? Es ist eine Lösung und ein Konstruktionsprinzip, das interessant ist, weil wir das Haus direkt vor Ort bauen und dank des Roboters auch Wände mit komplexen Formen herstellen können“ sagte Benoit Furet von der Universität Nantes der britischen Nachrichtenagentur Reuters.

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Häuser aus dem 3D-Drucker – Das Ende des Handwerks?

In Frankreich ist das erste Haus aus dem 3D-Drucker bezogen worden, das in der Herstellung günstiger ist, als bei herkömmlicher Bauweise. Ist das das Ende des Handwerks?

Die Automatisierung trifft zunehmend auch das Handwerk. Die Verwendung neuster 3D-Drucktechnologien im Bauwesen ist dabei keine neue Idee. So wurde beispielsweise bereits 2017 vom US-Militär eine 3D-gedruckte Kaserne mit dem Namen „B-Hut“ erstellt. In Alcobendas bei Madrid entstand mit rund 12 Metern Länge und 1,75 Metern Breite die erste gedruckte Fußgängerbrücke. All die bisherigen Projekte hatten dabei gemein, dass bei den angewandten 3D-Druckverfahren ausschließlich Betonmischungen zum Einsatz kamen.

Volle Isolierung durch neues Verfahren

Im französischen Nantes wurde nun das erste 3D-gedruckte Haus fertiggestellt, das verschiedene Baumaterialien vereint. Das eigens hierfür entwickelte additive BatiPrint3D Fertigungsverfahren verwendet einen vier Meter langen und lasergesteuerten Roboterarm, mit dem verschiedene Baumaterialien in vorbestimmte Formen abgeschieden werden. Hierbei druckt der 3D-Drucker in verschiedene Schichten vom Boden bis nach oben und erzeugt so eine Strukturierungsschicht aus einer speziellen Betonmischung, eine Isolierschicht sowie eine Schalungsschicht aus einem schaumstoffartigen Material. Hieraus ergibt sich am Ende dann eine beständige, dicke und voll isolierte Wand.

Das 3D-gedruckte Wohnprojekt mit dem Namen „Yhnova“ entstand aus einer Kooperation zwischen dem Stadtrat, Bouygues Construction, der Nantes Metropole Habitat Organisation, der Universität von Nantes, Lafarge Holcim und TICA architectes & urbanistes.

Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Auch wenn Yhnova nicht das erste gedruckte Haus war, so ist es doch das günstigste. Rund 20 Prozent günstiger als bei herkömmlicher Bauweise soll es laut Hersteller sein. Dies war auch das vordergründige Projektziel: Nicht nur grundsätzlich lebenswerte Wohnbauten können mit der 3D-Drucktechnologie gebaut werden, sondern auch bezahlbare.

Insgesamt bietet das gedruckte Haus 95 Quadratmeter Platz, verteilt auf fünf Zimmer. Hierfür benötigte der Roboterarm rund 54 Stunden Druckzeit, die sich laut Projektteam aber noch auf rund 33 Stunden optimieren ließen.

Sind Handwerker bald arbeitslos?

Nein! Denn ein komplettes, schlüsselfertiges Haus kann auch das Team aus Nantes noch nicht drucken. Neben den vorher benötigten arbeiten am Fundament, müssen vor allem Fenster, Türen sowie das komplette Dach hinterher immer noch auf traditionelle Art eingebaut werden. Dennoch hat der gesamte Hausbau nur 18 Tage gedauert.

„Ist das die Zukunft? Es ist eine Lösung und ein Konstruktionsprinzip, das interessant ist, weil wir das Haus direkt vor Ort bauen und dank des Roboters auch Wände mit komplexen Formen herstellen können“ sagte Benoit Furet von der Universität Nantes der britischen Nachrichtenagentur Reuters.

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Dachsanierung: Kosten online ermitteln

Was kostet eine Dachsanierung? Eine neue Online-Plattform bei der Kostenermittlung soll nun für Klarheit sorgen.

Ein gut gedämmtes Dach schont nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel. Auch die Notwendigkeit einer Asbestsanierung oder schlicht die nachhaltige Modernisierung von maroden (Flach-)Dächern rufen zunehmend Architekten, Fachplaner, Investoren und Gebäudebesitzer auf den Plan. Doch gerade bei größeren Projekten wird schnell nach der Wirtschaftlichkeit oder der Amortisationsdauer gefragt. Um hier nicht den Überblick zu verlieren und eine schnelle und einfache Kostenübersicht zu geben, hat Kalzip – eine Business Unit innerhalb von Tata Steel Europe einen kostenlosen Online-Rechner entwickelt.

So können mit dem Tool anhand einfacher Eckdaten wie Form, Größe und Neigung des Dachs oder auch den verwendeten Materialien die zu erwartenden Kosten für Sanierungsprojekte für einen ersten Budgetüberblick ermittelt werden.

Den kostenlose Online-Rechner gibt es hier.

Image: iStock/vm

Europäische Versicherer: Smart Home nicht sicher

Smart Home-Systeme verfügen oft über Kameras und Sensoren zum Einbruchsschutz. Bei Versicherungen und Polizei sind sie aber unbeliebt, weil sie nicht gut genug schützen.

Smart Home ist derzeit der absolute Renner auf dem Markt der elektronischen Hauseinrichtung. Mit diesem Begriff bezeichnet man die zentralisierte Steuerung von Licht- und Heizungselementen sowie die Einbindung von Unterhaltungs- und Sicherheitselektronik. Gerade letzteres hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt: Bei Systemen wie Amazon Alexa oder Google Nest lassen sich für relativ kleines Geld Kameras und Sensoren einbinden, die das eigene Zuhause Tag und Nacht überwachen und nach ungebetenen Gästen Ausschau halten. Was in der Theorie gut klingt, wird von Versicherern und der Polizei kritisch beäugt.

Schlechte Testergebnisse

Gleich von mehreren Stellen kommen Warnungen, dass Smart Home-Komponenten eine klassische Alarmanlage nicht ersetzen können. So hatte Stiftung Warentest 2018 die beliebtesten Systeme unter die Lupe genommen und kein einziges davon gut bewertet. „Branchenprofis wissen: ‚Smart‘ ist definitiv nicht automatisch gleichzusetzen mit ‚sicher‘ “, warnt auch die VdS Schadenverhütung GmbH, ein Dienstleister aus der Unternehmenssicherheit. Auch sind viele Polizisten noch sehr skeptisch, ob diese Systeme verlässlich Einbrüche aufdecken und verhindern.

Kritik kommt auch von Seiten der Versicherungsbranche, die ja viele Einbruchschäden letztlich tragen muss. Der europäische Verband der Versicherer, Insurance Europe (IE), hat bereits 2017 eine umfangreiche Stellungnahme herausgegeben, in der Smart Home eher als Sicherheitsrisiko denn als Gewinn herausgestellt wird. Die Unternehmen warnen davor, dass sich Hausbesitzer und kleine Unternehmen auf die günstigen Komponenten verlassen und keine verlässlichen Sicherheitssysteme mehr installieren. Wenn dann doch eingebrochen wird, trägt oft der Versicherer den Schaden.

Etliche Schwachstellen

Dass Smart Home nicht sicher genug ist, hängt nach Ansicht von IE von mehreren Faktoren ab: Zunächst einmal sind die meisten von ihnen nur mit einem Faktor geschützt, also nur mit einem Passwort. Das macht sie einfacher zu hacken oder zu umgehen. Auch andere Bestandteile der Sicherheits-IT, wie zum Beispiel die Videoübertragung, Benutzeroberflächen oder die dazugehörigen Smartphone-Apps gelten nicht als besonders sicher und können von findigen Einbrechern umgangen werden. Wenn ein Unternehmen meint, nur hiermit seine Geschäftsstelle zu sichern, kann dies teuer werden, wissen die Versicherer aus schmerzlicher Erfahrung.

Sebastian Brose, Leiter des VdS-Produktmanagements im Geschäftsbereich Produkte und Unternehmen, warnt vor falscher Sicherheit durch Smart Home. Er sagt: „Die Versicherungsexperten wagen auch einen für die Sicherheitsbranche hoffentlich hilfreichen Ausblick in die Zukunft – und fordern ihre Mitglieder in Europa auf, zu verhindern, dass sich bei den Versicherungsnehmern eine Scheinsicherheit einstellt. Wichtig für qualifizierte Errichter: Gerade vor Do-it-yourself-Einbau wird gewarnt.“ Wenn man sich wirklich auf die Systeme verlassen wolle, dann müsse man sie wenigstens vom Fachmann installieren lassen.

Eine gute Lösung ist das für VdS und IE aber nicht. Sie wollen so lange von Smart Home als Sicherheitstechnik abraten, wie es keinen einheitlichen Standard für die Systeme gibt. Erst wenn man sich bei jedem Gerät darauf verlassen könne, dass es einen gewissen Grad an Schutz bietet, werde die Empfehlung eventuell geändert.

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Neues Elektro-Gesetz betrifft auch Händler

Seit August gilt die finale Fassung des „ElektroG“: Registrierungspflichten für Händler gelten nun auch für Anbieter von Smart-Home-Produkten oder elektronischer Schließsysteme.

Wie der Händlerbund mitteilt, sind von der finalen Fassung des ElektroG, das bereits seit dem 15. August 2018 gilt, auch Fachhändler für Smart-Home-Produkte und andere haustechnische Händler betroffen. Demnach ändere sich vor allem der Gesetzeswortlaut, womit eine Ausweitung des Anwendungsbereichs des ElektroG auf alle elektrischen und elektronischen Geräte (abgesehen von explizit gesetzlich geregelten Ausnahmetatbeständen, § 2 Abs. 2 ElektroG) einhergeht. Aus diesem Grund gelte nun der sogenannte „Open Scope“ Anwendungsbereich.

Hierbei gilt die Registrierungspflicht für alle Hersteller im Sinne des ElektroG. Als Hersteller gilt dabei jeder, der unabhängig von der Verkaufsmethode, einschließlich der Fernkommunikationsmittel, gewerbsmäßig

  • Geräte unter seinem Namen oder Marke herstellt und innerhalb Deutschlands anbietet oder Geräte innerhalb Deutschlands anbietet, die er unter seinem Namen oder seiner Marke herstellen lässt;
  • Geräte anderer Hersteller unter eigenem Namen oder Marke innerhalb Deutschlands weiterverkauft, sofern nicht die Marke oder der Name des Herstellers auf dem Gerät erscheint;
  • erstmalig importierte Geräte in Deutschland anbietet oder außerhalb Deutschlands niedergelassen ist und Geräte direkten Endnutzern in Deutschland anbietet.

Aber auch bloße Vertreiber können von der Registrierungspflicht erfasst werden, soweit sie Elektro bzw. Elektronikgeräte anbieten, die der Hersteller nicht ordnungsgemäß registriert hat.

Eine Registrierung für Hersteller ist nach wie vor notwendig und erforderlich. Der offene Anwendungsbereich hat jedoch zur Folge, dass an sich alle elektrischen und elektronischen Geräte registrierungspflichtig sind, soweit nicht ein Ausnahmegrund vorliegt.

Hilfestellung und weiterführende Informationen dazu bietet die Website der Stiftung EAR. Der Händlerbund stellt auf seiner Webseite ein FAQ  zu dem Thema zur Verfügung.

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Drohnen im Handwerk – dies gilt es zu beachten

Um einen Blick von oben auf ein Objekt werfen zu können, haben sich Drohnen im Handwerk als wichtiges Werkzeug etabliert. Ihr Einsatz ist aber nicht ganz regelfrei.

Es surrt und schwirrt im deutschen Luftraum – und daran sind in diesem Fall nicht die Wespen oder andere Insekten schuld, sondern die steigende Beliebtheit von Drohnen. Die kleinen fliegenden technischen Helfer werden speziell im Handwerk beispielsweise zur Begutachtung von Dächern, Solaranlagen oder Fassaden eingesetzt. Ohne die Notwendigkeit eines Gerüsts oder einer Leiter spart dies nicht nur Zeit, sondern auch sehr viel Geld. Zwar ist der Betrieb einer Drohne relativ einfach, unterliegt jedoch zahlreichen luftverkehrsrechtlichen Regeln und Pflichten.

So wird in der vom ehemaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt auf den Weg gebrachten „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten (Drohnen)“ gerade die gewerbliche Nutzung von Drohnen strenger reguliert.

Was die Drohnenverordnung vorschreibt

Zunächst einmal wird mit der aktuellen Verordnung eine ältere Regel entschärft: Die Aufstiegserlaubnis, die von der Landesluftfahrtbehörde erteilt wird, wird jetzt nur noch für Flugobjekte über fünf Kilogramm benötigt – egal ob bei gewerblicher oder privater Nutzung. Wenn die Drohne allerdings mit einem Verbrennungsmotor näher als 1,5 Kilometer zur nächsten Wohnbebauung oder Flugplatzbegrenzung fliegen soll, ist auch für leichtere Modelle eine Aufstiegserlaubnis nötig.

Drohnenführerschein erforderlich: Für Drohnen mit einem Gewicht von mehr als zwei Kilogramm müssen Piloten einen Nachweis über ihre Flugkenntnisse erbringen können. Diesen kann man bei einer staatlichen Stelle, einem Luftsportverband oder auf einer Online-Plattform erbringen.

Weitere Regelungen umfassen ein Flugbuch, in dem jeder gewerbliche Flug zu dokumentieren ist, und eine Haftpflichtversicherung, die jeder Pilot besitzen muss. Gewerbliche Flüge müssen darüber hinaus bei Polizei oder Ordnungsämtern angemeldet sein und dürfen nur mit Erlaubnis der betroffenen Grundstücksbesitzer erfolgen. Auch die Verwendung von Bildmaterial dieser Grundstücke und Gebäude sollte im Sinne des Datenschutzes genehmigt sein. Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm müssen außerdem mit einer Plakette versehen sein, die Name und Adresse des Besitzers verrät.

Drohnenflüge sind nicht überall erlaubt

Darüber hinaus listet die Verordnung eine ganze Reihe von Orten auf, an denen der Betrieb von Drohnen nicht erlaubt ist: Im Höhen- und Seitenabstand von 100 Metern von Unglücks- und Einsatzorten der Sicherheitskräfte, von Behörden und Polizeidienststellen, Krankenhäusern, Justizvollzugsanstalten, Kraftwerken, Fern- und Wasserstraßen sowie Bahnanlagen. Des Weiteren verboten sind Flüge über Naturschutzgebiete, bei Nacht und generell außerhalb der Sichtweite des Piloten. Da diese Fülle an Neuerungen nur schwer zu überblicken ist, empfiehlt sich ein Blick in die Bestimmungen der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde.

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IKEA plant Second-Hand-Shop für eigene Möbel

Gebrauchte IKEA-Möbel soll man demnächst dem Möbelhaus wieder zurückverkaufen können. In manchen Häusern sollen dann Second-Hand-Shops mit günstigen Preisen entstehen.

Die schwedische Möbelhaus-Kette IKEA plant derzeit, gut erhaltene, gebrauchte Möbel von ihren Kunden wieder zurückzukaufen und als Second-Hand-Ware in ihren Filialen anzubieten. Was auf den ersten Blick nach einem aberwitzigen Projekt klingt, soll bald in mehreren Häusern der Kette ganz normal werden. Die Aktion heißt „Zweite Chance“ und soll gebrauchten Möbeln ein zweites Leben in einem neuen Zuhause ermöglichen. Damit will IKEA einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten, die sich gegen das Wegwerfen alter Produkte einsetzt. Wie das Unternehmen mitteilt, möchte es sich in Zukunft mehr in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz engagieren.

Online-Preisvorschlag

Aber wie funktioniert das Konzept? Bestimme, sehr beliebte Produktgruppen wie KALLAX, MALM oder HEMNES findet man zum Start des Projekts am 1. September 2018 im Online-Portal unter www.ikea.de/zweitechance. Hier gibt man an, welches Produkt man zurückgeben möchte und beantwortet einige Fragen zum Zustand des Möbelstücks. Danach erhält man noch in dem Portal ein Dokument mit Preisvorschlag. Wenn man das Produkt zu diesem Preis an IKEA verkaufen will, nimmt man das Dokument und das aufgebaute Möbelstück in eine der teilenehmenden Filialen. Insofern alle Angaben korrekt waren, kauft IKEA das Produkt zurück.

Der Preis soll nach Angaben des Unternehmens bei 30 bis 50 Prozent des Neuwerts liegen, abhängig vom Zustand des Möbelstücks. Der verkaufende Kunde erhält das Geld allerdings nicht in bar, sondern als Guthabenkarte und kann damit neue IKEA-Produkte kaufen. Das gebrauchte Teil landet in der „Fundgrube“ und wird zum selben Preis oder günstiger weiterverkauft, sodass IKEA an den Gebrauchtmöbeln kein Geld verdient.

Ob „Zweite Chance“ bald in allen Filialen angeboten wird, hängt vom Verlauf der Pilotphase ab. Zunächst einmal wird die Rückkaufoption in den Pilothäusern Berlin Lichtenberg, Kaarst, Siegen, Hannover Expo Park und Würzburg angeboten. „Sobald uns aussagekräftige Zahlen vorliegen und wir sehen, dass unsere Kunden den neuen Service gern in Anspruch nehmen, werden wir die „Zweite Chance“ auf weitere Häuser ausrollen“, erklärt Projektleiterin Cornelia Obitz.

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BIM-Preview 2018

BIM-Events.de veröffentlicht die „BIM-Preview 2018“. Damit entsteht erstmalig auch eine Marktvorschau und Übersicht über BIM im Raum Deutschland, Österreich und Schweiz.

Building Information Modelling (BIM) ist der Vorläufer der Digitalisierung der Baubrache und bedeutet einen grundlegenden Kulturwandel. Die Auseinandersetzung der Industrie mit BIM ist ein hochdynamischer Prozess, der wiederholt von immerwährenden Veränderungen in Bereichen wie Ausbildung, Richtlinien oder Technologie getragen ist. Ein klarer Blick auf bestehende, aktuelle Entwicklungen und die damit verbundenen Angebote sind unerlässlich.

Vor diesem Hintergrund hat BIM-Events.de die „BIM-Preview 2018“ veröffentlicht. Die Bereiche Markttrends, Neuheiten und Marktübersicht geben einen guten Orientierungspunkt auf den aktuellen Stand und kommende Neuheiten zur Digitalisierung im Bauwesen im Jahr 2018. Vor allem Autoren wie Michael Krüger, Innovationsmanager Industrie Service, TÜV Rheinland/IFES, oder Annette von Hagel, PKS Kommunikations- und Strategieberatung, geben einen guten Einblick in maßgebliche Trends wie Predictive Maintenance, BIMIot, aber auch den Einfluss von Nachhaltigkeitsgesetzen auf die Digitalisierung.

Eine Marktübersicht mit über 200 Einträgen bietet darüber hinaus erstmals einen transparenten Überblick über bestehende BIM-Richtlinien, Publikationen, Softwareprodukte, Beratungsunternehmen, BIM-Ausbildung und vieles mehr in D/A/CH.

Der Leser profitiert von einem transparenten Blick auf das „BIM-Dickicht“. Die „BIM-Preview“ wird jährlich erscheinen. Registrierte Leser werden über Neuerscheinungen stets informiert.

Die Veröffentlichung wird durch die BIM World MUNICH und den Verlag Ernst & Sohn unterstützt. Die „BIM-Preview 2018“ ist kostenlos als Download erhältlich unter: https://www.bim-events.de/BIM-Info/bim-preview-2018-bim-events-de/

 

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Onlinedienst „Sichere Verwendung von Bauprodukten“ gestartet

Das DIN Bauportal hat einen neuen kostenlosen Onlinedienst gestartet. Die Hilfestellungen sollen Planer bei der Anwendung harmonisierter Bauproduktnormen unterstützen.

Seit dem 1. Juli 2018 ist der neue Onlinedienst „Sichere Verwendung von Bauprodukten“ unter www.sichere-bauprodukte.de verfügbar. Er bietet Planern eine Hilfestellung für die sichere Verwendung von Bauprodukten auf Basis der Prioritätenliste des DIBt und enthält zusätzliche Informationen zu deutschen Bauwerksanforderungen. Diese Informationen können im Rahmen von Ausschreibungen berücksichtigt werden. Der Onlinedienst wurde durch die DIN Bauportal GmbH erstellt und ist nach einer Registrierung kostenfrei nutzbar.

Am 4. April 2011 gab die Europäische Union in ihrem Amtsblatt die Bauproduktenverordnung zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten bekannt. Sie definiert sieben Grundanforderungen an Bauwerke mit dem Ziel, dass Bauwerke flächendeckend diese Anforderungen über einen wirtschaftlich angemessenen Zeitraum erfüllen, sofern sie instand gehalten werden.

Prioritätenliste zu harmonisierten Bauproduktnormen

Einige harmonisierte Bauproduktnormen, die im Rahmen der Bauproduktenverordnung erarbeitet wurden, sind für die Ermittlung und Angabe bestimmter in Deutschland anzugebender wesentlicher Merkmale auf Basis der Grundanforderungen nicht oder nicht vollständig anwendbar. Die ARGEBAU hat hierzu eine Prioritätenliste erstellt, welche die harmonisierten Bauproduktnormen enthält, die aus der Sicht der Länder harmonisierte Verfahren und Kriterien für die Bewertung der Leistung dieser Bauprodukte zur sicheren Verwendung in Deutschland vermissen lassen.

Weil die Überarbeitung dieser Normen einige Zeit in Anspruch nehmen wird, wurde der vorliegende Onlinedienst erstellt. Hier werden für die benannten Normen Informationen zur Verfügung gestellt, die im Rahmen von Ausschreibungen berücksichtigt werden können. Erhältlich sind diese über den Onlinedienst „Sichere Verwendung von Bauprodukten“, abrufbar unter www.sichere-bauprodukte.de