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Mit smarter Technik Wasserschäden gering halten

Grohe AG kooperiert mit der Deutschen Telekom um Wasserschäden frühzeitig zu bemerken. Das Magenta SmartHome System kann jetzt mit dem Grohe Sense verbunden werden.

The ConsumerView berichtete im Januar 2017, dass nur rund 44 Prozent der Europäer davon ausgehen, dass ein Wasserschaden gravierende Schäden anrichten kann. In mehr als der Hälfte der europäischen Haushalte (54 Prozent) kam es aber bereits schon mindestens einmal zu einem Wasserschaden. Dabei sind Schutzmaßnahmen vor Feuer, Rauch und Einbrüchen für einen Großteil der Menschen mittlerweile selbstverständlich, oftmals sogar verpflichtend.

In Kombination mit SmartHome

Hier möchte Grohe mit seinem Grohe Sense oder dem Grohe Sense Guard ansetzten: Die Sensoren der Schutzsysteme bemerken Wasser und Temperaturstürze unter drei Grad. Gekoppelt mit der Magenta SmartHome App erhalten die Nutzer in einem solchem Fall dann eine Benachrichtigung auf ihr Smartphone. Zusätzlich kann der Alarm auch noch optisch oder akustisch erfolgen, wenn Leuchten oder Lautsprecher entsprechend vernetzt sind.

Vorteile für alle Beteiligten

Laut ISH 2017-Bericht hätten durch solche Systeme 93 Prozent der Schäden verhindert werden können. Das ist zum einen attraktiv für Haus- und Wohnungseigentümer, da sich bei entstehender Feuchtigkeit innerhalb von nur 24 Stunden Schimmel bilden kann. Die gesundheitlichen Risiken sind dabei hoch, kann dieser Atemwegsbeschwerden, Allergien oder auch Asthma auslösen. Aber auch die Versicherungsgesellschaften profitieren von einem solchen Warnsystem: 2015 beliefen sich die Reparaturkosten in Europa infolge von Wasserschäden für Hausratsversicherer auf rund 230 Millionen Euro. Gebäudeversicherer mussten mit 2,3 Milliarden Euro sogar noch tiefer in die Tasche greifen.

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BIM-Technologie kaum im Einsatz

Neue Studie zum Einsatz von Building Information Modeling zeigt, dass nicht nur die deutschen Mittelständler dem Einsatz der Technologie skeptisch gegenüber stehen.

Das Building Information Modeling (BIM) ist in der Bauindustrie angekommen. Das mittelständische Baugewerbe zögert hingegen noch etwas und steht dem Ganzen skeptischer entgegen. Nur ein kleiner Anteil der SHK-Installateure arbeitet mit BIM, obwohl es als die Zukunft des Bauens gilt. Das bezieht sich allerdings nicht nur auf Deutschland, auch europaweit hat digitales Bauen und Planen noch nicht richtig Fuß fassen können.

Building Information Modeling (BIM) wird in Zeiten knapper Ressourcen und mangelnder Effizienz als die Lösung für die Zukunft der Bauwirtschaft gehandelt. Da auch die Öffentliche Hand die verbindliche Einführung der Technologie bis zum Jahr 2020 fordert, wird das Thema in der Bauindustrie immer präsenter. Es bleibt die Frage, wie beziehungsweise ob das digitale Planen und Bauen von mittelständischen Unternehmen umgesetzt wird. Denn dort steht dem Ansatz laut einer aktuellen Studie eine große Menge Skepsis gegenüber. Der Zentralverband Sanitär-Heizung-Klima (ZVSHK) stellte kürzlich in dieser Studie heraus, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz der mehr als 51.000 SHK-Fachbetriebe in Deutschland bereits BIM nutzt.

Europaweite Skepsis

Das Marktforschungsinstitut USP bestätigte im Rahmen der europäischen SHK-Handwerksbefragungen, dass dies nicht nur in Deutschland so sei. Das Institut befragte dazu 1.002 Installationsbetriebe aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und den Niederlanden, ob überhaupt ein Bedarf für den Einsatz von BIM vorherrsche oder ob die Lüftungs- und Heizungsanlagen eher nach klassischen Vorgaben eingebaut werden. Deutschland liegt mit skeptischen 59 Prozent wenig überraschend auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von Großbritannien mit 52 Prozenten. Das wiederrum ist einigermaßen erstaunlich, gilt das Vereinigte Königreich gemeinsam mit den skandinavischen Ländern doch als Vorreiter für die Verwendung von BIM. Die Niederlande, Belgien und Frankreich haben dagegen mit 29 beziehungswiese 25 Prozent deutlich weniger Vorbehalte.

Kenntnismangel als Grund

Als Ursache für die Skepsis gegenüber dem Einsatz von BIM sieht die Studie vor allem den Umstand, dass bisher nur wenige Fachplaner über umfangreiche Kenntnisse über das BIM-Verfahren verfügen. So bekommen die SHK-Installateure häufig nicht die entsprechend aufbereiteten Daten von den zuständigen Planern. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis BIM in der Installationspraxis ankommt, vermutet Studienleiterin Ralitsa Ruseva und ist sich sicher, dass sich BIM im SHK-Handwerk bei entsprechender Verwendung schnell etablieren wird. Laut Studie sei bei den Installateuren nämlich durchaus ein Bewusstsein für die Bedeutung von BIM vorhanden.

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Wie Roboter die Zukunft des Bauens verändern sollen

Bezahlbarer Wohnraum, Fachkräftemangel, Digitalisierung – Die Baubranche steht vor vielen Herausforderungen. Bauroboter könnten Abhilfe schaffen, sagt Wienerberger.

Im Rahmen der Digitalisierung und in Verbindung mit dem Fachkräftemangel rücken Roboter , die die Arbeit auf Baustellen übernehmen können, zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund befasst sich auch der Ziegelproduzent Wienerberger unter anderem mit der modularen Bauweise sowie dem Einsatz von Baurobotern.

„Beide Ansätze erhöhen die Effizienz auf der Baustelle erheblich und schaffen zusätzliche Kapazitäten zur Bedienung der Nachfrage“, konstatiert Jürgen Habenbacher, Sprecher der Geschäftsführung der Wienerberger Deutschland GmbH. So könnten beispielsweise Fertigbauteile aus Ziegeln bereits in den Produktionshallen und damit in konstant hoher Qualität und unabhängig vom Wetter hergestellt werden. Anschließend verrichtet ein Bauroboter seinen Dienst wiederum direkt vor Ort.

Moderner Bauroboter Hadrian X

Um das Bauverfahren vor Ort mit Hilfe von Baurobotern schneller und sicherer zu machen, kooperiert Wienerberger mit Fastbrick Robotics Limited. Das an der australischen Börse gelistete Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Baurobotern für Mauerwerk spezialisiert. „Dazu entwickeln und erproben wir derzeit Ziegel, die speziell für den Bauroboter Hadrian X von Fastbrick optimiert sind“, erklärt Jürgen Habenbacher.

Mit der eigens entwickelten Stabilisierungstechnologie ist der Bauroboter Hadrian X speziell für die Arbeit im Freien ausgelegt. So soll es ihm möglich sein, Bewegungen, die durch Wind, Vibrationen oder Gegenbewegungen verursacht werden, in Echtzeit zu messen und auszugleichen. Auf diese Weise kann der Roboter vollautomatisiert Wohnbauten mit hoher Präzision und Qualität bei gleichzeitig optimiertem Materialeinsatz errichten.

Im Sommer wurde die Montage des ersten Hadrian X abgeschlossen. Dieser befindet sich derzeit in der Prüfungs- und Inbetriebnahmephase. „Mit dieser Technologie könnte künftig Wohnraum schneller und günstiger realisiert werden – bei gleichzeitig geringerem Ressourceneinsatz und weniger Arbeitsaufwand“, erwartet Jürgen Habenbacher. „Das ist ein weiterer Schritt in unserer Strategie, unseren Kunden innovative Produkte, Dienstleistungen und Lösungen anzubieten.“

 

Diese Themen bewegten das Handwerk 2018

Fahrverbote, Mindestlohn, Meisterpflicht und DSGVO – das Jahr 2018 war turbulent. In unserem Jahresrückblick zeigen wir, was die Helden am Bau am meisten beschäftigte.

Der Anfang des Jahres stand ganz im Zeichen der neuen Mindestlohnregelungen für Dachdecker und dem Bauhauptgewerbe. Aber auch die neuen Tarifverträge für den Garten- und Landschaftsbau waren ein Gesprächsthema:

„Neuer Mindestlohn für Dachdecker ab Januar 2018“

„Mindestlohn im Bauhauptgewerbe steigt ab 2018“

„Neuer GaLaBau-Tarifvertrag mit sofortiger Lohnerhöhung“

Die zum Januar geänderten Buchführungsgrenzen betrafen ebenfalls viele Handwerker.

Erstes Quartal 2018

Neben den gesetzlichen Änderungen interessierten sich unsere Leser aber auch für globalere Themen. So handelte einer der beliebtesten Artikel im März von schwindendem Sand und künstlich aufgeschütteten Stränden. Schuld daran sei vor allem die Bauwirtschaft sowie die sogenannten Sand-Mafia: „Die Sand-Mafia – Das schmutzige Geschäft mit den Stränden“

Die größte Aufmerksamkeit bekam allerdings das Bundesverwaltungsgericht, das in einem Urteil den Weg für mögliche Diesel-Fahrverbote freimachte. Im Laufe des Jahres zeigte sich, dass viele Städte davon Gebrauch machten – sehr zum Leidwesen des Handwerks: „Handwerk kritisiert Diesel-Urteil“

Ausblick auf viele neue Aufträge machte das im Frühjahr angekündigte Baukindergeld. Wir erklärten die „Vor- und Nachteile des neuen Baukindergeldes“

Zweites Quartal 2018

Zu Beginn des zweiten Quartals stand zunächst alles im Zeichen der Fahrtzeit zur Baustelle. Ein unklar formulierter Tarifvertrag ändert nämlich nichts daran, dass Anfahrtszeit zur Montage in eine andere Stadt wie reguläre Arbeitszeit vergütet werden muss: „Fahrtzeit zur Baustelle ist Arbeitszeit“

Auf besonders großes Interesse stieß bei unseren Lesern in diesem Zusammenhang die vom EU-Parlament beschlossene Ausweitung der Tachographenpflicht: Denn auch Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen, die gewerblich genutzt werden, müssen nun mit Fahrtenschreiber ausgestattet sein – mit Folgen für das Handwerk: „EU-Parlament beschließt Ausweitung der Tachographenpflicht“

Zudem gilt seit Juli 2018 eine Maut-Gebühr für Lkw ab 7,5 Tonnen, ähnlich wie auf Autobahnen, auch auf Bundesstraßen: „Maut auf Bundesstraßen kommt im Juli 2018“.

Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) machte Anfang des Jahres vielen Unternehmen zu schaffen. Umso erfreulicher war für viele Leser Mitte des Jahres die Meldung, dass sich die große Koalition aktiv gegen den entstandenen Abmahnmissbrauch einsetzt: „Handwerk begrüßt DSGVO-Abmahnschutz“

Drittes Quartal 2018

Für Aufsehen sorgte im dritten Quartal eine neue Initiative der Bauwirtschaft, mit der Baukostenexplosionen verhindert werden sollen: „Streit bei öffentlichen Projekten: Jetzt greift Bauindustrie durch!“

Dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht zeigte ein Urteil gegen das Edelstahl-Kartell: „205 Millionen Euro Strafe im Edelstahl-Kartell“

Auch organisierte Kriminalität und Schwarzarbeit auf Baustellen nehme laut Bundesvorsitzenden der IG Bau immer weiter zu, was auf großes Interesse unserer Leser stieß: „Baustellen: Organisierte Kriminalität nimmt zu“

Gute Nachrichten gab es hingegen für Dachdecker. So hatte die Sozialkasse der Dachdecker (Soka-Dach) bekannt gegeben, Einpersonenbetriebe künftig keine Berufsbildungsbeiträge mehr zu berechnen und bisherige Zahlungen zurückzuerstatten: „Soka-Dach entlastet Dachdecker“

Die Digitalisierung bringt auch neue Technologien und Werkzeuge für das Handwerk hervor. So nimmt die Anzahl an Drohnen stetig zu. Wir zeigten, was es alles zu beachten gilt: „Drohnen im Handwerk – dies gilt es zu beachten“

Viertes Quartal 2018

Neue Technologien erleichtern aber nicht nur die Arbeit, sie können sie zum Teil sogar ersetzen. Großen Anklang fand in diesem Zusammenhang daher sowohl die Meldung über handwerkende Roboter als auch aus dem 3-D Drucker stammende Häuser:

„Roboter als Handwerker – die Lösung des Fachkräftemangels?“

„Häuser aus dem 3D-Drucker – Das Ende des Handwerks?“

Neben Abmahnanwälten, die die Unsicherheit mit der neuen Datenschutzgrundverordnung auszunutzen versuchen, sorgte eine Warnung der Handwerkskammer vor einer falschen „Datenschutzauskunft-Zentrale“ für Aufsehen: „Falsche „Datenschutzauskunft-Zentrale“ bedroht Handwerk!“

In diesem Zusammenhang meldete sich schließlich auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zu Wort und stellte klar, dass die oftmals von Generalunternehmern oder Hausverwaltungen geforderten „Auftragsverarbeitungs-Verträge“ weder nötig noch sachgerecht seien: „Datenschutz im Handwerk oftmals übertrieben“

Mit großem Interesse haben unsere Leser schließlich die Ergebnisse der Kommission zur Aufklärung des Grenfell Tower-Brandes in London verfolgt. Bei dem verheerendem Unglück kamen am 14. Juni 2017 insgesamt 79 Menschen ums Leben. Lange Zeit stand hierbei die Wärmedämmung als Brandursache oder zumindest als Brandbeschleuniger fest. Jetzt zeigte sich aber: „Londoner Hochhausbrand: Wärmedämmung unschuldig!“

Gegen Ende des Jahres sorgte eine Initiative der bayerischen Regierung für Aufsehen und viel Zustimmung im Handwerk. So setzte sich die Landesregierung im Bundesrat für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ein. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) begrüßte die Initiative: „Bayern setzt sich für Meisterpflicht ein“

Ein glücklicher Zufall

Heute, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir Ihnen zur Einstimmung auf die Feiertage eine kleine Geschichte erzählen.

Die Geschäfte waren festlich dekoriert, die Lichterketten leuchteten bereits in allen Farben und egal wo man hinkam, konnte man die Leckereien der Weihnachtsmärkte riechen. An vielen Ecken standen die Menschen in Trauben um die kleinen Buden herum, um sich bei einer heißen Schokolade oder einem Punsch die Hände zu wärmen. Andere hetzten von Geschäft zu Geschäft, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Sie traten aus den warmen Läden in den kalten Winternachmittag hinaus, nur um kurz danach wieder schnell im nächsten zu verschwinden.

Unberührt von der ganzen Hektik um ihn herum, trank ein älterer Herr in einem Café ganz in Ruhe seinen Kaffee. Obwohl die Temperaturen bereits gefährlich nahe gegen null gingen, saß er draußen an einem der letzten dort noch aufgebauten Tische. Ein junger Mann, der sich seinen Weg durch die volle Innenstadt bahnte, kam an dem Café vorbei. Wie durch Zufall fiel ihm auf dieser Höhe etwas aus dem Rucksack, so dass der aufmerksame ältere Herr ihm etwas zurief. Der Jüngere drehte sich um und bedankte sich bei dem Herrn. „Alles gut, das ist ja selbstverständlich“, entgegnete er. „Wollen sie sich nicht auf einen Kaffee zu mir setzen und kurz ein wenig durchatmen? Sie sehen ja auch sehr schwer bepackt aus.“ Dem jungen Mann war das Erstaunen deutlich ins Gesicht geschrieben. Aber nach kurzem Überlegen entschied er sich, das Angebot anzunehmen; sah der Herr doch wirklich sehr freundlich aus.

„Wissen Sie was? Das mache ich tatsächlich. Ich bin gerade auf dem Weg zum Bahnhof, um über die Feiertage nach Hause zu fahren. Aber mein Zug geht sowieso erst in einer Stunde. Da habe ich noch Zeit für einen Kaffee. Ich bin übrigens Freddy.“ „Freut mich dich kennenzulernen, Freddy. Mein Name ist Michael“, lächelte der ältere Herr, der ziemlich erstaunt war, dass der junge Mann sich tatsächlich zu ihm setzte. Und so kamen die beiden auf unerwartete Art und Weise ins Gespräch.

Freddy, der direkt zu Beginn das Gefühl verspürt hatte, dass Michael vielleicht jemandem zum Reden brauchte, hörte ihm aufmerksam zu. Michael erzählte, dass er in der Weihnachtszeit ehrenamtlich in der Grundschule arbeitete. Er war gelernter Tischler und freute sich, dass er den Kindern in seinem Ruhestand noch etwas beibringen konnte. „Jedes Jahr ab Mitte November komme ich zweimal in der Woche in die Schule. Die haben dort einen super ausgestatteten Werkraum, da zeige ich den Mädels und Jungs, wie sie mit Holz arbeiten können. Natürlich geht es bei den meisten vor allem darum, Weihnachtsgeschenke für die Eltern, Geschwister oder auch für Oma und Opa zu basteln. Das macht die Sache ganz besonders schön. Zu sehen wie sie so viel Ehrgeiz entwickeln, aber auch die Geduld aufbringen etwas Schönes für ihre Liebsten zu schaffen, das macht mich immer wieder aufs Neue richtig glücklich.“

Während er sprach, wurde sein Lächeln immer breiter. Freddy, dessen Tag bisher nicht so gut gelaufen war, bereute es gar nicht, sich zu ihm gesetzt zu haben. Ihm wurde bei den Erzählungen des älteren Herrn schon viel wärmer ums Herz. „Leider wird es in diesem Jahr wohl das letzte Mal sein, dass ich in der Schule war. So langsam werde ich wohl doch ein wenig zu alt und meine Hände machen nicht immer das, was sie sollen. Manchmal zittern sie so sehr, dass ich Werkzeuge aus der Hand legen muss aus Angst, dass ich sonst etwas fallenlasse.“ Michael wirkte sichtlich bekümmert. „Ich habe das immer so gerne gemacht, das wird mir wirklich fehlen. Aber dafür werde ich die letzte Woche bis zu den Weihnachtsferien nochmal so richtig genießen und nur an tollen Sachen mit den Kindern werkeln. Ich habe sie sogar schon tuscheln hören, dass sie zum Abschied eine Überraschung für mich planen.“ Er kicherte wie ein kleiner Junge, als er das sagte. „Aber wie unhöflich von mir! Quatsche hier die ganze Zeit vor mich hin, ohne dich auch mal zu Wort kommen zu lassen. Was machst du denn eigentlich?“ Erwartungsvoll schaute er Freddy an.

„Es ist wirklich ein sehr witziger Zufall, dass wir beide uns hier heute über den Weg gelaufen sind und du mir deine Geschichte erzählt hast. Ich mache nämlich gerade eine Ausbildung zum Tischler“, sagte Freddy. „Und wenn ich könnte, würde ich nächstes Jahr mit dir gemeinsam in die Schule gehen, damit du das nicht an den Nagel hängen musst. Das klingt nämlich wirklich nach einer tollen Sache.“

Bei diesen Worten huschte wieder ein Lächeln über Michaels Gesicht. „Das ist lieb von dir, das zu sagen. Aber mit einem Vollzeitjob hättest du ja gar keine Zeit dafür, das wäre ja viel zu viel.“ Doch Freddy ließ der Gedanke nicht los. Den Spaß, den der alte Mann bei seiner Arbeit in der Schule hatte, hatte er sogar bei diesem kurzen Gespräch gespürt. „Das stimmt, ich selber habe leider keine Zeit dafür. Aber weißt du was? Bei mir im Betrieb sind ja auch schon ein paar Leute in den Ruhestand gegangen. Was hältst du davon, wenn ich die mal frage? Ihr würdet euch mit Sicherheit gut verstehen und dann können die Kinder nächstes Jahr Weihnachten doch wieder an Geschenken basteln, werkeln, schnitzen und sägen.“ Jetzt strahlte Michael wie ein Honigkuchenpferd. „Oh junger Mann, du weißt ja gar nicht, was für ein riesiges Weihnachtsgeschenk du mir damit machen würdest.“

Und so tauschten die beiden ihre Telefonnummern aus und gingen ihrer Wege. Der eine völlig beschwingt davon, dass er sein Herzensprojekt doch nicht aufgeben muss, der andere glücklich, dass er jemand anderen pünktlich zu Weihnachten eine große Freude machen konnte.

 

Wir danken Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

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Ablesen aus der Ferne

Ein Essener Unternehmen stellt nach und nach auf vollständig fernauslesbare Mess- und Verteiltechnik um. Ist das die Zukunft der Erfassung des Heizenergieverbrauchs?

Mieter und Vermieter sollen von ihr gleichermaßen profitieren: Die digitale Erfassung des Heizenergieverbrauchs mit Hilfe von fernauslesbarer Mess- und Verteiltechnik. „Funkfähige Mess- und Verteilgeräte sorgen für hohe Mieterzufriedenheit und entlasten den Vermieter. Die batteriebetriebenen Endgeräte erfassen den Verbrauch bequem aus der Ferne, so dass für die Ablesung das Gebäude nicht mehr betreten werden muss“, erklärt Antonio Fischetti, Chief Marketing Officer der ista Deutschland GmbH. Das Essener Immobiliendienstleister ista befragte in einer Kampagne über 35.000 Kunden, ob sie sich vorstellen könnten auf diese Form der Verbrauchserfassung umzustellen. Die Hälfte wechselte zur digitalen Fernauslese. Das Unternehmen erfasst bereits bei über 30 Prozent ihrer Liegenschaften den Verbrauch auf diese Art und Weise.

Vollautomatisch und genau

Ein weiterer Pluspunkt der für die digitale Erfassung des Verbrauchs spricht, ist die hohe Ablese-und Abrechnungsqualität durch die elektronische Übermittlung. Die so gewonnenen Daten fließen direkt in die Abrechnung ein – zuverlässig, stichtagsgenau und vor allem vollautomatisch.

Damit die modernen Mess- und Verteilgeräte auch mit anderen Geräten kommunizieren können, erfolgt eine Einbindung in das Funksystem „symphonic sensor net“, das mit bidirektionaler Funktechnologie arbeitet. So können die Geräte selbst unter schwierigen Bedingungen aus der Ferne abgelesen, umprogrammiert und überprüft werden. Als Schnittstelle zwischen der funkenden Messtechnik und dem Mobilfunk dient eine zentrale Kommunikationseinheit. Sie sammelt auch die Verbrauchswerte und leitet sie in regelmäßigen Abständen an das ista IT-System weiter. Selbstverständlich verschlüsselt.

Ein Webportal verwaltet alle abrechnungsrelevanten Daten. Hier lässt sich der jährliche Verbrauch von Liegenschaften einsehen, eine Möglichkeit für Kunden um Einsparpotenziale zu erkennen, aber auch um den Erfolg von Sanierungsmaßnahmen zu prüfen. Ebenfalls im Portal einsehbar ist der Funktionsstatus der Rauchmelder.

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Digitale Lösungen in der Baubranche bekommen eigene Messe

Die Messe München und der BVBS haben mit der digitalBAU eine neue Fachmesse für digitale Lösungen in der Baubranche geschaffen – als Ergänzung zur regulären BAU.

Alle zwei Jahre findet in München die weltweit größte Fachmesse für Architektur, Materialien und Systeme statt: die BAU. Um ein Gegengewicht im schnell wachsenden Bereich der digitalen Lösungen in der Baubranche zu schaffen, wird ab 2020 erstmals die digitalBAU ins Leben gerufen. Initiiert wird die neue Fachmesse von der Messe München und dem Bundesverband Bausoftware (BVBS).

Die digitalBAU soll erstmals vom 18. bis 20. Februar 2020 in Köln stattfinden. Sie richtet sich hauptsächlich an Planer, Architekten, Ingenieure, Bauunternehmer und Handwerker. Angelehnt an die BAU ist auch für das neue Projekt ein Zweijahres-Rhythmus geplant. Demnach findet die digitalBAU künftig immer in den geraden Jahren statt – also in den Zwischenjahren zur BAU. Zum Start rechnen die Veranstalter mit 100 bis 120 Ausstellern auf insgesamt 10.000 Quadratmetern Fläche. Zudem werden bis zu 10.000 Fachbesucher erwartet.

digitalBAU nicht nur für Softwareunternehmen interessant

Der Titel der Fachmesse ist bewusst so gewählt worden, dass er nicht nur Softwareunternehmen anspricht. So schließt die neue Messe auf Ausstellerseite neben der Softwarebranche auch ausdrücklich alle Anbieter von digitalen Lösungen sowie Start-Up-Unternehmen mit ein. Das Portfolio soll die gesamte Wertschöpfungskette rund um das digitale Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden umfassen.

In die Ausstellung integriert sind zudem ein Kongress sowie ein Forum mit Vorträgen und Diskussionen rund um die digitale Zukunft des Bauens. Ein „Digital Village“ – das unter diesem Begriff bereits auf der BAU 2019 in München Premiere feiern wird – bietet Präsentationsmöglichkeiten für Start-Ups. Die besten digitalen Ideen von Ausstellern und Besuchern werden prämiert.

„Wir freuen uns sehr darauf, dieses zukunftsweisende Messeprojekt gemeinsam mit dem BVBS und seinen Mitgliedern umzusetzen“, erklärt Reinhard Pfeiffer, stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. „Die Zukunft des Bauens hängt maßgeblich von der Entwicklung der Bausoftwarebranche ab, die einen deutlich schnelleren Innovationszyklus aufweist als alle übrigen bauspezifischen Segmente. Mit der digitalBAU begleitet unsere Weltleitmesse BAU diese Branche auch in den Zwischenjahren und bindet sie damit noch stärker an sich. Vom Standort Köln erreicht man ein wichtiges Herzstück der deutschen Bauindustrie und bietet die Möglichkeit, Architekten, Ingenieure und die Bauindustrie in der bevölkerungsstärksten Region Deutschlands anzusprechen. Eine perfekte Ergänzung zur BAU in München“.

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Baubranche entdeckt Elektromobilität

Auch Baumaschinen werden nachhaltiger. Eines der Schwerpunktthemen der diesjährigen bauma, die Weltleitmesse für Baumaschinen, ist daher die Elektromobilität im Baubereich.

„Wir haben festgestellt, dass sich bei den Herstellern und Dienstleistern in der Baumaschinenbranche die Themen Elektromobilität und Autonomes Fahren immer stärker durchsetzen“, sagte bauma-Projektleiterin Mareile Kästner fünf Monate vor der nächsten Ausgabe der Weltleitmesse für Baumaschinenmesse, und sie versprach: „Diesen Trendthemen wollen wir auf der bauma 2019 eine Bühne geben. Das Besondere ist, dass wir die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten führender Aussteller nicht nur präsentieren, sondern auch eine Plattform bieten, sich über Ziele, Potenziale und Nachhaltigkeit der neuen Technologien auszutauschen.“

Mit alternativem Antrieb in die Zukunft

Viele Baumaschinenhersteller folgen dem Trend und wollen künftig saubere, leisere und effizientere Maschinen und Geräte liefern können. Denn gerade im unteren Leistungsbereich rüsten viele Unternehmen ihre kleineren Maschinen bereits jetzt schon mit elektrischen Antrieben auf. Auch hybride Antriebe werden zunehmend interessanter. So sind bereits Systeme in der Entwicklung, die leichte Tätigkeiten elektrisch unterstützen und erst bei Höchstleistung den Verbrennungsmotor einschalten.

In abgeschlossenen Bereichen, beispielsweise in Steinbrüchen, wo von der Abbauregion bis zur Weiterverarbeitung immer dieselben Wege gefahren werden, kommen zudem bereits heute schon vermehrt autonom fahrende Baumaschinen zum Einsatz. Zukünftig soll es auch Bagger geben, die unter anderem autonom Baugruben ausheben können. Trotz vielversprechender Ansätze sind autonom fahrende Maschinen aber unter den Sicherheitsaspekten komplexer Baustellen derzeit noch nicht vollständig zu realisieren. Aus diesem Grund sind die aktuellen Entwicklungen führender Hersteller eines der großen Trendthemen auf der bauma 2019.

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Schnelles Internet um Wirtschaftsstandorte zu stärken

Die von der Bundesnetzagentur verkündigten Regeln zur 5G-Versteigerung seien nicht ausreichend für Unternehmen, finden Verbände aus Landwirtschaft, Handwerk und Industrie.

Während es in anderen Ländern bereits reibungslos läuft, scheint die flächendeckende Abdeckung mit schnellem mobilem Internet in Deutschland noch in ferner Zukunft zu liegen. Gerade im ländlichen Raum gibt es in der ganzen Bundesrepublik noch viele Engpässe. Die Versteigerung der 5G-Frequenzen soll jetzt Abhilfe schaffen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat für die Auktion extra Versorgungsauflagen aufgestellt. Genau diese kritisieren jetzt sowohl der Deutsche Bauernverband als auch der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHK), der Deutsche Landkreistag und der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Wichtiger Faktor für die Wirtschaft

Das Thema ist von großer Bedeutung, entscheidet doch eine gute digitale Infrastruktur über die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes. Besonders Kleinstädte, die für Unternehmen interessant bleiben wollen oder werden, sind daher auf eine konstante und schnelle Internetversorgung angewiesen. Davon hängt schon jetzt die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit ab. Die von der BNetzA geforderten Bedingungen nehmen laut der Verbände neben dem Schienennetz und den wichtigsten Bundesautobahnen zwar auch den Ausbau des mobilen Internet im ländlichen Raum in den Blick, der Fokus liege aber auf den Haushalten. Das ist den Vertretern aus Handwerk, Industrie und Landwirtschaft zu wenig. Unternehmen brauchen zusätzlich zur Glasfaseranbindung in erster Linie auch 5G für ihre Geschäftsmodelle. Vom Gesundheitswesen über das Handwerk und die Industrie bis hin zur Landwirtschaft – modernste Technologien und Anwendungen benötigen zuverlässiges und schnelles Internet, um genau arbeiten zu können.

Gleiche Bedingungen wie in Städten

Damit Menschen nicht in die größeren Städte abwandern, müssen auf dem Land Perspektiven geschaffen werden. Arbeitsplätze schaffen Perspektiven. Ein anziehender Standort für Unternehmen zu sein, ist also von enormer Bedeutung für Regionen. Die Verbände fordern daher von der Politik für eine Infrastruktur zu sorgen, die der in den Städten gleichwertig ist. Nur so könnten gleiche Voraussetzungen für Wirtschaftsstandorte geschaffen werden. Hochleistungsfähiges Internet sollte hierbei an erster Stelle stehen. Weiter besteht der Wunsch, dass die Politik die bisherigen Lösungsansätze noch einmal überdenkt und auch neue oder unkonventionelle Lösungsansätze in Erwägung ziehen. Die Vertreter legten dafür einen Verfahrensvorschlag vor, der vom anerkannten 5GLab Germany entwickelt wurde.

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Dachdecker sind auf Digitalisierung vorbereitet

Laut einer Umfrage unter den Mitgliedern des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), sind die deutschen Dachdecker digital gut aufgestellt.

Die Zukunft wird digital – auch für Dachdecker. Dass diese hierauf aber gut vorbereitet sind, zeigt eine aktuelle Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerverbands. Demnach nutzen bereits heute rund 40 Prozent der Befragten Mitglieder Online-Bestellsysteme und Betriebssoftware für Finanzen sowie digitales Dokumentenmanagement. Rund ein Drittel nutzen digitale Kundenakten, Apps zur Arbeitssicherheit und CAD-Software zur Aufmaßerstellung. Auch die Drohne zur Begutachtung von Dächern und Fassaden kommt immerhin schon bei jedem fünften Dachdeckerbetrieb zum Einsatz.

Neben der heute schon angewendeten Technik zeigt die Umfrage aber auch, dass Dachdecker auch für zukünftige Anwendungen offen sind. So will ein Drittel der Betriebe schon in naher Zukunft Apps zur digitalen Zeiterfassung und zur Gefährdungsanalyse einsetzen. Wer heute noch überwiegend analog arbeitet, will schon bald auf digitale Kundenakten umstellen (24 Prozent). Weitere 22 Prozent der Befragten wollen künftig auch mit Drohnen über die Dächer fliegen.

Soziale Netzwerke nutzen

Im Internet sind die befragten Dachdecker eher klassisch unterwegs. Zwar nutzen 34 Prozent zur Kundenbindung und –gewinnung Social-Media-Kanäle wie Facebook, auf die eigene Homepage setzen jedoch ganze 92 Prozent. Andere (soziale) Bildernetzwerke wie Instagram oder Pinterest werden hingegen nur wenig genutzt. Auch eigene Mail-Newsletter, Messengerdienste oder Fach-Blogs kommen durchschnittlich nur bei knapp drei Prozent der Betriebe zum Einsatz.

Hauptursache gegen den digitalen Einstieg sind für viele Dachdecker vor allem die hohen Kosten, der hohe Zeitaufwand, Unsicherheiten beim Datenschutz sowie zu geringes Wissen über die Einsatzmöglichkeiten. Auch eine schlechte Internetverbindung mache vielen zu schaffen.

ZVDH hilft bei Digitalisierung

„Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des ZVDH war es für uns wichtig herauszufinden, wie digital unser Gewerk schon ist und wo wir noch unterstützen können. Die Ergebnisse haben deutlich gezeigt, dass wir mehr über sinnvolle Tools, die sich in der Praxis bewährt haben, informieren müssen. Wichtig aber auch, Ängste zu nehmen, vor allem in puncto IT-Sicherheit. Durch die DSGVO ist leider wieder viel an Mut verloren gegangen. Wichtig war daher auch der Schulterschluss mit Industrie und Handel, um für durchgängige Lösungen zu sorgen, sowie unsere Kooperation als Transferpartner im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk“, erklärt ZVDH-Vizepräsident Michael Zimmermann.