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„Diese erfreuliche Entwicklung gilt es zu stärken und nicht abzuwürgen!“

Kürzungspläne zur Förderung neuer Solarmstromanlagen rufen heftige Kritik auf den Plan. Bundesverband Solarwirtschaft sieht Existenzen von Handwerksbetrieben bedroht.

Betroffen wäre von solchen Plänen besonders das PV-Anlagensegment mit einer Leistungsspanne von 40 bis 750 Kilowattpeak – was fast die Hälfte der jährlich neu in Betrieb genommenen PV-Leistung entspricht. Dabei verbuchte vor allem dieses Marktsegment in den letzten Jahren ein erfreuliches Wachstum, so dass in 2018 zum ersten Mal seit fünf Jahren das Zubauziel der Bundesregierung erreicht werden könnte.

Für Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), einer der vielen Gründe, warum die geplante Kürzung ein herber Rückschlag für die gesamte Energiewende ist, gerade wenn die Politik eine solche Zunahme eigentlich freuen sollte. „Diese erfreuliche Entwicklung gilt es zu stärken und nicht abzuwürgen“, merkte er mit Blick auf die Pläne an. Körnig und der Verband verlangen daher nun im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens die Förderkürzung wenigstens zeitlich zu verschieben, damit auch der Vertrauensschutz der Branche gesichert werden kann.

Mögliche Insolvenz für Betriebe

Laut Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums vom ersten November soll eine Reduzierung der Förderung von bis zu 20 Prozent bereits mit Beginn des neuen Jahres greifen. Nicht nur, dass die Bundesregierung bei einer Umsetzung enorme Chancen auf dem Weg hin zur Energiewende verpassen würde, sie riskiert auch Existenzen von ausführenden Betrieben: „Eine so hohe Förderkürzung mit so kurzer Vorwarnung greift tief in die Planungssicherheit der Handwerksbetriebe ein. Viele Vertragsverpflichtungen und Finanzierungen werden sich nicht mehr erfüllen lassen. Das könnte in Einzelfällen sogar bis zur Insolvenz von Installationsbetrieben führen“, bringt Körnig die Problematik auf den Punkt. Aussagen des BSW zufolge, hätte sich eine gemäßigte Anpassung der Solarstromvergütung für neue Solarstromanlagen in nächster Zeit durch die in §49 EEG geregelten Degressionsmechanismus dabei sowieso von selbst ergeben.

Falsches Signal in puncto Klimaschutz

Der Hauptgeschäftsführer des BSW sieht vor allem fehlende Akzeptanz als Hindernis für eine zentralisierte Energiewende. „Die geplanten Einschnitte treffen einen der wichtigsten Motoren der Energiewende: Photovoltaikanlagen auf Gebäuden, die oft von Bürgerhand und vom Mittelstand bezahlt und installiert werden. Unter diesen Vorzeichen wird weder ein Ausstiegspfad aus der Kohleverbrennung, geschweige denn eine Steigerung des Anteils Erneuerbarer Energien zu machen sein.“ So sende die Bundesregierung was die Energiewende angeht, ein komplett falsches Signal an die Bevölkerung und die Wirtschaft.

Allerdings braucht Deutschland insbesondere den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden, um zum einen Strafzahlungen für zu hohe CO2-Emissionen abzuwenden und vor allem, um zum anderen die Klimaschutzziele zu erreichen. „Überzogene Fördereinschnitte stehen diesem Ziel ebenso im Wege wie der 52-Gigawatt-Förderdeckel, der spätestens im Verlauf des Jahres 2020 erreicht werden dürfte. Die Bundesregierung kann nicht auf der einen Seite den Eigenverbrauch und die Direktversorgung mit Solarstrom unter anderem durch die anteilige EEG-Umlage weiterhin massiv behindern und andererseits noch erforderliche EEG-Marktprämien zu schnell kappen“, kritisiert Körnig die Vorgehensweise der Regierung in der Energiepolitik.

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Gebäudesektor bleibt in puncto Klimaschutz politische Baustelle

Deutschland hat ein Problem: Die Klimaziele werden nicht erreicht. Experten kritisieren die Politik dafür, dass im Gebäudebereich Einsparpotenziale verpasst werden.

Die Bundesregierung schiebt gesetzliche Entscheidungen in puncto Klimaschutz vor sich her. Doch genau das könnte kostenintensiv werden. Sollte Deutschland die europäischen Klimaziele verfehlen, und danach sieht es im Moment stark aus, kommen Ausgleichszahlung von bis zu 30 Milliarden Euro auf die Bundesrepublik zu.

Die Technik ist da, nur der Wille fehlt

Im Klimaschutzbericht 2017 kommt Deutschland nur sehr schlecht weg. Allein im Nationalen Aktionsplan Energieeffizient (NAPE) wurden nur 230.000 Tonnen CO2 eingespart – anstatt der veranschlagten 2,1 Millionen Tonnen. Gerade im Gebäudebereich könnte dabei viel eingespart werden. An der fehlenden Technik liege es nicht, weiß Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle. Problem sei vor allem die zögerliche Politik der Bundesregierung. Denn viele Hausbesitzer, die in Modernisierungen investieren wollen warten lieber ab, als Geld in die Hand zu nehmen. Dafür fehlen klare politische Richtlinien und die daraus resultierende Sicherheit.

Förderprogramme wenig effektiv

Der Plan der Regierung mit einem Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Hausbauer Anreize zu schaffen, in energiesparende Eigenheime zu investieren, ist nach Änderung der Konditionen für die Förderung nicht weiter aufgegangen. 2018 wurden nur 17.500 Effizienzhäuser gefördert, 2017 waren es noch 45.000. Grund dafür ist unter anderem, dass die Zinsbindung von 20 auf zehn Jahre verkürzt worden ist und die Möglichkeiten für Sondertilgungen wegfielen. Alles Aspekte, die die Attraktivität einer solchen Förderung erheblich beeinflussen.

Reduziert man das Modell auf die wirtschaftlichen Bedingungen können unabhängige Banken bessere Voraussetzungen bieten. Allerdings liegt der Fokus dann nicht mehr auf dem Klimaschutz und der Energieeffizienz der Neubauten. Diese Häuser, die dann wieder nach fragwürdigen Vorgaben und Mindeststandards gebaut werden, schützen weder das Klima, noch helfen sie den Besitzern jährlich Geld einzusparen.

Wohnhäuser nicht die einzigen Klimasünder

Die fehlende Gesetze und Förderungen im Gebäudesektor sind dabei nicht die einzige Baustelle. Anstatt dass die Deutschen mehr auf Bus und Bahn umsteigen oder zumindest kleinere Autos fahren, sind in den letzten Jahren SUVs und Wagen der oberen Mittelklasse immer beliebter geworden. In 2017 ist der CO2-Ausstoß aller zugelassenen Neufahrzeuge nochmal angestiegen. Deutschlands Werte liegen damit im europäischen Vergleich sieben Prozent über dem Durchschnitt. Elektro- und Erdgas-Fahrzeuge führen dagegen immer noch ein Nischendasein – sie machen nur 3,4 Prozent der Neuzulassungen aus.

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Wohnbauförderung – Steigende Baukosten werden ignoriert

Der Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen sieht durch Beschluss des Bundesrates zur Sonderabschreibung keine Entspannung der Wohnungssituation.

Die aktuelle Wohnungsnot, die insbesondere in den deutschen Großstädten ein immer massiveres Problem darstellt, soll durch den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen in Angriff genommen werden. Investoren sollen mit Sonderabschreibungen Anreize geboten werden, sich an Wohnungsbauprojekten in Ballungszentren zu beteiligen. Die Entscheidung des Bundesrats zum Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus ist am 19. Oktober gefallen.

Empfehlung der Ausschüsse nicht berücksichtigt

Die Bundesratsausschüsse hatten im Vorfeld empfohlen, die Begrenzung der förderfähigen Anschaffungs- und Herstellungskosten auf 4.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und die Bemessungsgrundlage auf einen Betrag in Höhe von 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu erhöhen. Begründet wurde die Empfehlung unter anderem mit schwierig zu erschließenden Baugrundstücken, der Nutzung von Baulücken, notwendigen Lärmschutzmaßnahmen, dem Bau von Tiefgaragen in innerstädtischen Lagen sowie der Gründung zu direkt angrenzenden Nachbargebäuden. Diese Faktoren würden das Bauen in Ballungszentren erheblich teurer machen. Mit überzogenen Erwartungen an die Wohnqualität, sprich Luxusaustattungen, habe die Empfehlung für eine Erhöhung dagegen nichts zu tun. Der Rat bestätigte in seiner Entscheidung jetzt aber das Festhalten an der Baukostenobergrenze der Sonderabschreibung von 3.000 Euro.

Wohnungsproblem werde so nicht gelöst

Der Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) Andreas Ibel sieht in der gleichbleibenden Obergrenze ein Hindernis: „Wenn die Politik nicht auf ihre eigenen Fachleute hört, wird das Wohnungsproblem nicht gelöst.“ Ibel hält die Baukostenobergrenze für zu gering. Unrealistische Vorstellungen von Baukosten würden nach Meinung des BFW-Präsidenten nur unrealistische Erwartungen bei den Mietpreisen erzeugen. Die Bau- und Baustoffkosten steigen weiter an. In Bayern zum Beispiel stieg der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden von August 2017 bis August 2018 um 4,9 Prozent. „Offensichtlich wollen die Ministerpräsidenten keine Entspannung in den Ballungszentren, sonst wären sie dem Hinweis der Bundesratsausschüsse gefolgt und hätten für eine Anhebung der Grenzen gestimmt“, kritisiert er die Entscheidung.

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Studie: Das Handwerk ist ländlich

Laut einer Studie des ifh Göttingen übernimmt das Handwerk auf dem Land eine wichtige stabilisierende Funktion. Förderungen sollten darauf angepasst werden.

„Das Handwerk ist ländlich“, dies ist das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Analyse des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen. Natürlich spiele das Handwerk auch in Städten eine wichtige Rolle, allerdings liege der Beschäftigungsbeitrag des Handwerks in ländlichen Regionen um rund 30 Prozent höher, so die Forscher. In 80 Prozent der 402 deutschen Kreise liege der Anteil der Handwerker an allen Erwerbstätigen über zehn Prozent. Vor allem in ländlichen Räumen mit niedrigerer Wirtschaftsleistung, übernehme das Handwerk eine stabilisierende Funktion.

GRW-Strukturförderung in der Kritik

Gerade in diesen Regionen stellten die Forscher daher eine geringere Armut sowie eine hohe Ausbildungsquote bei Jugendlichen fest. Auch die Abwanderung in Städte fiel hier insgesamt geringer aus. Gleichzeitig wiesen die Autoren der Studie aber darauf hin, dass sich die GRW-Strukturförderung vermehrt auf Räume konzentriere, die weniger stark handwerklich geprägt seien. Dies sei vor allem durch die entsprechenden Förderrichtlinien zu erklären, die einen überregionalen Absatz bei den Unternehmen voraussetzen.

„Untersucht man aber die Bevölkerungsentwicklung der Förderregionen, zeigt sich, dass gerade solche Kreise gefördert werden, die langfristig die stärkste Schrumpfung zu verzeichnen haben“, heißt es dazu in der Studie. Wenn man das Ziel einer räumlichen Strukturförderung prinzipiell akzeptiere, stelle sich allerdings die Frage, ob dies nachhaltig sei oder ob man stattdessen strukturschwache Räume mit Zukunft fördern sollte, so die Forscher.

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Denkmalschutz: Hoch geschätzt, wenig gefördert

Die Aktionsgemeinschaft privates Denkmaleigentum fordert, mehr in bauliches Kulturerbe zu investieren. Die Förderung denkmalgeschützter Häuser käme demnach viel zu kurz.

Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 wird das kulturelle Erbe in den Mittelpunkt gestellt und auf allen politischen Ebenen das reiche und vielfältige Kulturerbe von Politikern gewürdigt. Doch zwischen der offiziellen Wertschätzung dieser Denkmale und deren Förderung klafft eine unschöne Lücke. „Die Landesregierungen sparen nach wir vor an der Denkmalförderung und auch der Entwurf des Bundeshaushalts 2018 enthielt zunächst dort eine große Null, wo sonst ein Denkmalschutz-Sonderprogramm ein Vielfaches an Investitionen beflügelte, um wertvolle Bausubstanz vor dem Verfall zu retten.“, sagte Hubertus v. Dallwitz, der Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum in Berlin, im Vorfeld des diesjährigen Tages des offenen Denkmals.

Privater Denkmalschutz muss gefördert werden

„Der Großteil denkmalgeschützter Gebäude wird von privater Hand bewahrt und gepflegt. Je nach Bundesland sind es zwischen 65 bis 80 Prozent aller Baudenkmale. Die Landesregierungen sollten sich jetzt, im Jahr des europäischen Kulturerbes, dazu entschließen, ihre Denkmalförderetats aufzustocken, um das Engagement im privaten Denkmaleigentum zu unterstützen.“, so v. Dallwitz weiter. Die Leistungen der Privaten sind für das Kulturerbe unseres Landes von unübersehbarer und unverzichtbarer Bedeutung! Doch für sehr viele Denkmaleigentümer sind dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen ihres Denkmals erst machbar, wenn sich Bund oder Land mit einem Zuschuss an den Kosten beteiligt.

Die denkmalfachlichen Mehrkosten durch behördliche Auflagen sind erheblich. Daher fordert die Aktionsgemeinschaft die Länder auf, je 10.000 Denkmale mindestens zwei Millionen Euro an Zuwendungen bereitzustellen. Nur Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt erfüllen bisher dieses Ziel.

Steuerliche Vorteile für Denkmalschutz

Weitere Forderungen der Aktionsgemeinschaft, welche sich für die Denkmal besitzenden Mitglieder zweier Bundesverbände einsetzt, sind: Befreiung der Denkmaleigentümer von der Grundsteuer und Wiederanhebung der Abzugsfähigkeit von Aufwendungen in zu eigenen Wohnzwecken genutzten Baudenkmalen von 90 Prozent auf 100 Prozent (§ 10f EStG).

Die von der Deutschen Burgenvereinigung und den Familienbetrieben Land und Forst gegründete Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum vertritt die Interessen von rund 1.000 privaten Denkmaleigentümern gegenüber Bund und Ländern in Fragen des Denkmalschutzrechts.

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KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ bis 2022 gesichert

Das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“, mit dem Bäder und Teile der Wohnung barrierefrei gestaltet werden können, wurde im Finanzplan des Bundes bis 2022 finanziert.

455 – eine Aussagelose Zahl, doch bei Hausbesitzern beliebt. Das KfW-Programm 455 mit dem Titel „Altersgerecht Umbauen“ ist nämlich in den vergangenen Jahren eines der beliebtesten Programme der Bank gewesen und musste deshalb immer wieder aufgrund von zu vielen Anfragen schon vor Laufzeitende beendet werden. Der Grund war, dass nur begrenzte Mittel für das Programm bereitgestellt waren, die in mehreren Jahren hintereinander schnell vergriffen waren.

Neue Gelder ab sofort

Nun sind die Töpfe wieder voll: Ende August 2018 teilte die Bundesregierung mit, dass allein für das Jahr 2018 75 Millionen Euro für das Programm bereitgestellt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Antragsteller auch Zuschüsse bekommen. Auch für die kommenden Jahre soll genug Geld da sein, denn die Regierung hat die Gelder für das Programm bis 2022 im Finanzplan des Bundes verankert.

Ob die Töpfe aber diesmal gut genug gefüllt sind, um das ganze Jahr lang allen Antragstellern ihre Wünsche zu erfüllen, bleibt offen. Sollte es jetzt wieder einen Run auf das Programm geben, könnte es schnell wieder vorbei sein mit der Modernisierungshilfe. Verbände raten deshalb dazu, möglichst schnell einen Antrag auf Förderung zu stellen.

Bekannten Weg nutzen

Zuschüsse bekommt man, wie in den vergangenen Jahren auch, über das Zuschussportal der KfW-Bank, mit dem das Verfahren geregelt wird. Wichtig ist, dass der Antrag zur Förderung einer Maßnahme vor Baubeginn gestellt wird und die Auszahlung erst nach Fertigstellung erfolgt. Die Maßnahme muss durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden und bestimmten technischen Mindestanforderungen genügen.

Barrierefreiheit weiterhin wichtig

Dass in Deutschland noch viel für die Barrierefreiheit im Baubestand getan werden muss, da sind sich die meisten Experten einig. Wie die „Aktion Barrierefreies Bad“, eine Initiative der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), mitteilt, sind nur 17 Prozent der Bäder in deutschen Haushalten einwandfrei barrierefrei und für Senioren ohne Einschränkung nutzbar.

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Motorabgase auf Baustellen vermeiden

Der Einsatz benzinbetriebener Glättmaschinen geschlossenen Arbeitsbereichen ist grundsätzlich nicht zulässig, wie die BG BAU mitteilte. Doch was sind die Alternativen?

Glättmaschinen werden im Industrie- und Wohnungsbau eingesetzt, um die Oberfläche von Beton, Estrich oder anderen Fußbodenbelägen zu bearbeiten. „Bei Glättmaschinen mit Benzinmotoren ohne Katalysator ist die Konzentration von Kohlenmonoxyd (CO) in der Luft am Arbeitsplatz so hoch, dass akute Vergiftungsgefahr besteht“, sagt Frank Werner, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. Und weil CO farb- und geruchlos ist, nehmen die Menschen es nicht wahr. Daher führe der Einsatz benzinbetriebener Baumaschinen in Hallen und Räumen immer wieder zu Vergiftungen, in manchen Fällen mit Todesfolge.

CO verdrängt den Sauerstoff im Blut, da es sich mehr als 200 bis 300 mal stärker an die roten Blutkörperchen bindet als Sauerstoff. Der zulässige Arbeitsplatzgrenzwert von CO liegt derzeit bei 35 Milligramm pro Kubikmeter. Wird eine Glättmaschine mit Benzinmotoren ohne Katalysator in einer geschlossenen Arbeitsumgebung eingesetzt, können die Werte auf bis zu 250-500 Milligramm pro Kubikmeter ansteigen.

Gefährdungsbeurteilung durchführen

Bevor Maschinen erstmals verwendet werden, müssen die Unternehmen deshalb eine Gefährdungsbeurteilung durchführen. Wichtige Informationsquellen zu möglichen Einsatzbereichen und für die Festlegung geeigneter Schutzmaßnahmen sind dabei die Herstellerangaben. So ist im Regelfall der Einsatz benzinbetriebener Maschinen in geschlossenen Räumen schon laut der Betriebsanleitung der Hersteller verboten oder nur beim Einsatz von besonderen Maßnahmen erlaubt. Auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung müssen die Betriebe präventive Maßnahmen planen und auch arbeitsmedizinische Vorsorge veranlassen. Zu diesem Thema können sich die Unternehmen durch die BG BAU beraten lassen.

Und es gibt Alternativen, wie Frank Werner betont: „Sicher und sinnvoll sind elektrobetriebene Glättmaschinen im Wohnungsbau. Im Estrich- und Industriebodenbau sind gasbetriebene Maschinen von Vorteil. Das Mindeste sind Katalysatoren, wenn schon benzinbetriebene Glättmaschinen im Einsatz bleiben sollen, aber auch hier sind die Einsatzgrenzen sehr eng.“

Für den Neukauf von Glättmaschinen mit einem Katalysator oder wenn die Maschinen mit einem Katalysator nachgerüstet werden, kann durch die Mitgliedsunternehmen bei der BG BAU ein Zuschuss von bis zu 250 Euro beantragt werden. Die Anschaffung von gasbetriebenen Doppel-Glättmaschinen wird von der BG BAU mit bis zu 500 Euro gefördert. Informationen zu den Fördersummen und -voraussetzungen finden Sie unter www.bgbau.de/praemien. Anfragen unter der E-Mail: arbeitsschutzpraemien@bgbau.de, Antragsteller erhalten Auskünfte unter Telefon: 0231 5431-1007.

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Zuschüsse für Barrierefreiheit und Einbruchsschutz verfügbar

Bei der KfW-Bank stehen jetzt wieder Mittel für die Sanierung von Eigenheimen zur Verfügung. Aufgestockt wurde die Förderung bei Barrierefreiheit und Einbruchsschutz.

Das Bundesministerium des Inneren, Bauen und Heimat (BMI) und die staatliche KfW-Bank teilen mit, dass die Mittel für die Sanierung von Eigenheimen aufgestockt wurden. Zum einen gibt es für das Jahr 2018 wieder Gelder zur barrierefreien Modernisierung, zum anderen wurde der Etat für den Einbruchsschutz aufgestockt.

65 und 75 Millionen Euro

Der bisherige Fördertopf für Investitionen in den Einbruchschutz wurde für dieses Jahr von 50 auf 65 Millionen Euro vergrößert, informieren BMI und KfW. Grund dafür sei die anhaltend hohe Nachfrage von Hausbesitzern nach Zuschüssen für diese Modernisierungen. Im vergangenen Jahr 2018 hatte man den Mindestinvestitionsbetrag gesenkt und die Zuschussförderung anders gestaffelt. Dadurch wurde das Programm sehr beliebt und allein 2017 für rund 80.000 Wohneinheiten in Anspruch genommen.

Darüber hinaus ist es nun wieder möglich, Zuschüsse für barrierereduzierende Maßnahmen zu beantragen. Für alle 2018 durchgeführten Sanierungen stehen ab sofort 75 Millionen Euro zur Verfügung, so das BMI. Damit soll vor allem dem demographischen Wandel Rechnung getragen werden.

„Große Relevanz der Programme“

Damit sind allein in den beiden Programmen 140 Millionen Euro gebündelt. Bundesinnenminister Horst Seehofer begrüßte die Einigung zur Förderung: „Die Wohnungspolitik bleibt eine zentrale Aufgabe der Bundesregierung. Bei allen Maßnahmen, vor allem im Wohnungsbestand, müssen wir insbesondere die Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschland beachten. Dies gilt ebenso für das hohe Bedürfnis nach Sicherheit in der Bevölkerung. Ich begrüße sehr, dass wir die Förderung des altersgerechten Umbaus fortsetzen und die Mittel für Einbruchschutz deutlich erhöhen können.“

Zustimmung kam auch von Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe: „Die hohe Nachfrage nach der KfW-Zuschussförderung für die Barrierereduzierung und den Einbruchschutz zeigt die große Relevanz der Programme. Ich freue mich, dass durch die Bereitstellung der Mittel für den Barriereabbau bzw. die Aufstockung der Fördermittel für den Einbruchschutz noch mehr Menschen in Deutschland in eine komfortablere Wohnqualität sowie in die Sicherheit ihrer Wohnungen und Häuser investieren können.“

 

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Energieeffizient dank BAFA-Finanzierung

Moderne Absaug- und Filtertechnik hält die Luft sauber, schont die Mitarbeitergesundheit und das Klima. Der Schritt zu Neu- und Reinvestitionen war dabei so leicht wie noch nie.

Steigende Energiekosten sind ein zentrales Thema gerade für Unternehmen der Metall verarbeitenden Industrie und gehen einher mit einem gestiegenen Bewusstsein für Prävention, Umwelt- und Klimaschutz. Seit rund fünf Jahren erleichtert dabei das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) mit seinem Förderprogramm zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien die Anschaffung einer modernen Absaug- und Filtertechnik.

Bis zu 30 Prozent staatlichen Investitionszuschuss können Antragsteller in diesem Programm bei ganzheitlichen Modernisierungen bzw. für förderfähige Komponenten von Einzelmaßnahmen erhalten. Bereits in mehr als 150 Fällen verhalf TEKA seinen Kunden durch die Antragsunterstützung und –abwicklung zur staatlichen Finanzspritze. Der höchste, über TEKA vermittelte Förderbetrag lag bei 65.000 Euro von maximal möglichen 100.000 Euro.

Profitabel auch für kleine und mittelständische Unternehmen

„Wir wollten und mussten etwas für unsere Energiebilanz tun“, berichtet Geschäftsführerin Marion Rosing von der Firma Elsing-Brüning. Der Spezialist für Sonder- und Individuallösungen im Maschinen-, Anlagen- und Laborbau aus dem münsterländischen Gescher stand erst im vergangenen Jahr vor der Situation, dass sich die Energiekosten mit zunehmenden Kapazitäten und wachsendem Maschinenpark für die 4.000 qm große Produktion vervierfacht hatten. So fiel die Entscheidung leicht, für die neue Edelstahlfertigungsanlage sowie auf allen Handschweißplätzen neueste Filter- und Absaugtechnik einzusetzen.

„Man muss sich einfach einmal mit der Materie befassen. Es lohnt sich. Es handelt sich schließlich um anständige Summen und keine Kleckerbeträge“, resümiert Marion Rosing.

„So wie bei Elsing-Brüning steht derzeit bei vielen Unternehmen der Austausch von Anlagen an, oftmals fehlen jedoch zeitliche Kapazitäten für die nicht selten monatelang dauernde Förderprozedur“, berichtet Uwe Heinz, TEKA-Vertriebsleiter. Wichtig sei dabei vor allem, die Anträge vor der Anlagenbestellung einzureichen.

Aktuell steigt die Nachfrage von Kunden, die den Förder-Service von TEKA zur Reduzierung von Investitionskosten für die Neuanschaffung von Absaug- und Filteranlagen, den Austausch alter gegen neuer, moderner Anlagentechnik und auch förderfähige Einzelmaßnahmen in Anspruch nehmen, stark an. So werden Neuinvestitionen nicht nur durch die Belastung zunehmender Energiekosten, sondern auch von der gesetzlich vorgeschriebenen Absenkung des Staubgrenzwertes angetrieben. Bis Ende 2018 müssen Unternehmen Maßnahmen zur Modernisierung ihrer Lüftungstechnik ergreifen, die die Senkung des Staubgrenzwertes für alveolengängige, also lungengängie Stäube von 3 auf 1,25 mg/m3 Luft sicherstellen.

100 Prozent Bewilligungsquote

„Die durch uns erzielte Bewilligungsquote liegt bei 100 Prozent. Unsere Kunden vertrauen uns in diesem Segment“, so TEKA-Geschäftsführer Erwin Telöken und betont, dass flächendeckend auch über das weit verzweigte Händlernetz eine fördertechnische Beratung, z.B. durch beauftragte Energieberater, sicher gestellt sei. Noch bis Ende 2019 läuft das BAFA-Förderprogramm.

 

Gewinne für Handwerker bei Wahl der beliebtesten Hersteller

Mit der Umfrage ibau Stein im Brett wählten Handwerker jüngst die bei Ihnen beliebtesten Hersteller. Dabei räumten die teilnehmenden Handwerker erstklassige Preise ab.

„Welche Marke gilt in meinem Gewerk als Qualitätsführer und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis?“ Diese Fragen stellen sich wohl alle Handwerker, die qualitativ hochwertige Arbeit abliefern und damit ihre Kunden zufriedenstellen wollen. Um diese Fragen beantworten zu können, führt die ibau GmbH einmal im Jahr Deutschlands größte Branchenbefragung unter Handwerkern und Fachunternehmern durch.

Rund 2.600 Handwerker und Fachunternehmer unterschiedlicher Gewerke gaben hierzu ihre Stimmen ab und wählten aus knapp 300 Herstellern diejenigen aus, die bei ihnen einen „Stein im Brett“ haben.

Begehrte Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro

Unter allen Teilnehmenden verloste ibau insgesamt zwei Weber Gasgrills „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“, fünf Philips Perfect Draft Bierzapfanlagen inklusive zwölf Fässern Bier, sechs Kickertische “Ullrich Sport”, sowie acht Bluetooth Lautsprecher der Marke UE Boom 2.

Wenn Sie sich bei der nächsten Umfrage ebenfalls einen dieser tollen Gewinne sichern wollen, registrieren Sie sich jetzt auf Helden am Bau und wir informieren Sie rechtzeitig über die nächste Umfrage: Hier registrieren.

Die Freude unter den Gewinnern war groß:

Mit einem Weber Gasgrill „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“ ist Iris Greiner von der Gärtnerei Greiner Garten und Landschaftsbau samt Kollegen und Familie für eine sommerliche Grillparty bestens ausgestattet.

Auch Christian Laumann ist einer der glücklichen Gewinner und grillt seine Würstchen künftig ebenfalls auf einem neuen Weber Gasgrill.

Fliesenleger Bernd Krepinsky und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen sich schon einmal warm für die diesjährige Fußballweltmeisterschaft.

Und auch die Innenausbau Wittstock GmbH freut sich über einen nagelneuen Tischkicker.

 

Die diesjährigen Preisträger reihen sich damit in die Riege glücklicher Gewinner aus der vergangenen Umfrage ein.

 

Welche Hersteller bei den Gewinnern einen „Stein im Brett“ haben und wer den „Oscar der Baubranche“ abräumen konnte lesen Sie auf: https://www.ibau-steinimbrett.de/gewinner-2018/