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Studie: Schwaches Licht macht dumm

Eine aktuelle Studie zeigt, dass schwaches Licht zu strukturellen Veränderungen im Gehirn führen kann, wodurch Gedächtnisleistung und Lernfähigkeit beeinträchtigt werden können.

Wer sich auf Dauer und über einen längeren Zeitraum ausschließlich schwachem Licht aussetzt, könnte womöglich neuronale Schäden davontragen. Zu diesem Ergebnis kamen Neurowissenschaftler der Michigan State Universität, die die Auswirkungen unterschiedlicher Lichtintensitäten auf den menschlichen Körper untersuchten.

Für ihre Studie verglichen die Forscher die Gehirne zweier Gruppen von Nilgrasratten, die wie Menschen tagsüber aktiv sind und nachts schlafen. Über einen Zeitraum von vier Wochen wurde eine Gruppe hellem Licht, die andere schwachem Licht ausgesetzt. Die Lichtintensität der zweiten Gruppe wurde dabei so gewählt, dass sie der Beleuchtung an bewölkten Wintertagen beziehungsweise von typischen Innenräumen entsprach.

Das Ergebnis

Die erste Gruppe zeigte keine Ausfallerscheinungen und konnte die ihnen zuvor antrainierten Aufgaben problemlos meistern. Nach einiger Zeit stellte sich sogar ein Trainingseffekt ein, sodass die Tiere noch schneller wurden. Die Ratten aus dem Dämmerlicht zeigten jedoch deutlich schlechtere Leistungen. Vor allem bei der räumlichen Orientierung kamen schon nach kurzer Zeit große Defizite zum Vorschein. Die schlechten Leistungen spiegelten sich zudem in veränderten Gehirnstrukturen wider. So hatten die Ratten der zweiten Gruppe rund 30 Prozent ihrer Kapazität im Hippocampus verloren, einer Gehirnregion, die für Lernen und Gedächtnis zuständig ist.

Die gute Nachricht: Nach weiteren vier Wochen unter heller Beleuchtung hatten sich die Ratten wieder vollständig erholt. Der Lichtmangel konnte demnach wieder ausgeglichen werden und es kam zu keinen dauerhaften Schäden.

Die Ursache

Als Grund für die Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit vermuten die Wissenschaftler die durch den Lichtmangel verursachte Reduktion des Peptids BDNF. Dieser spezielle Wachstumsfaktor ist jedoch besonders wichtig für den Schutz und das Wachstum von Neuronen im Gehirn. Ist der BDNF-Wert zu niedrig, können auch nur wenige neuronale Verbindungen hergestellt werden, was zu einer verminderten Lern- und Gedächtnisleistung führt.

Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler nun untersuchen, ob sich die Ratten auch ohne helles Licht erholen können, wenn ihnen das Peptid Orexin verabreicht wird, das eine Vielzahl von Gehirnfunktionen beeinflusst.

Bis dahin sollte allerdings auch weiterhin für eine ausreichende Beleuchtung innerhalb geschlossener Räume gesorgt werden.

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Neue Geschäftsführung bei HDH und VDM

Zum 1. Mai 2018 wird Jan Kurth die Geschäftsführung des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH) und des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) übernehmen.

Wie die Präsidenten der Spitzenverbände der Holz- und Möbelindustrie, Johannes Schwörer (HDH) und Axel Schramm (VDM) mitteilten, wird Jan Kurth zum 1. Mai 2018 die Geschäftsführung der Verbände übernehmen.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Jan Kurth einen ausgewiesenen Kenner unserer Branche für die gemeinsame Geschäftsführung der Verbände gewinnen konnten. Er verfügt über ein gutes Netzwerk in unseren Industriezweigen und genießt hohes Ansehen bei allen Beteiligten. So kann er in den nächsten Jahren von innen heraus die notwendigen Strukturveränderungen und Anpassungen der Verbändelandschaft entwickeln und gemeinsam mit Unternehmen, Regional- und Fachverbänden erfolgreich umsetzen“, so Schwörer und Schramm.

Kurth war von 2001 bis 2015 bereits als Leiter der Abteilung „Wirtschaft und Tarifpolitik“ bei HDH und VDM tätig. 2015 wechselte der 50-jährige als Geschäftsführer zum Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) nach Bonn.

Fasbenders Nachfolge

Die offizielle Amtseinführung Kurths erfolgt auf der Mitgliederversammlung der Verbände am 27. April in Frankfurt. Er tritt dann die Nachfolge von Volker Fasbender an (72), der das Amt im Juli 2017 interimsmäßig übernommen hatte. Beide Präsidenten dankten Fasbender für seinen Einsatz und die geleistete Arbeit sowie für seine Bereitschaft, diese schwierige Aufgabe übergangsweise übernommen zu haben.

Sowohl HDH als auch VDM haben ihren Sitz in Bad Honnef, wo insgesamt neun Verbände der Holzindustrie in einem Verbandshaus des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) angesiedelt sind. Dieser verfügt seit Mai 2017 mit Achim Hannott und Georg Lange über zwei eigene Geschäftsführer.

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Glamox plant O. Küttel AG-Übernahme

Der Leuchtenhersteller Glamox hat mit der O. Küttel AG, einem Schweizer Lichttechnik-Spezialisten, eine Vereinbarung für den Erwerb aller Kapitalanteile getroffen.

„Wir freuen uns über diese strategische Chance, die uns den Eintritt in den Schweizer Beleuchtungsmarkt ermöglichen wird. Küttel ist eine anerkannte und respektierte Marke in der Schweizer Industrie“, wird Rune E. Marthinussen, CEO von Glamox, im Online-Fachmagazin baulinks.de zitiert.

„Das gesamte Küttel-Team freut sich, der Glamox-Familie beizutreten. Unter dem Eigentum von Glamox wird Küttel in der Lage sein, das Angebot an Produkten und Lösungen für unsere Kunden zu stärken“, ergänzte Walter Glanzmann, CEO von Küttel.

Schon im zweiten Quartal 2018 solle die Transaktion abgeschlossen werden. Bis dahin werden beide Unternehmen auch weiterhin separat tätig sein. Über die Bedingungen der Transaktion hätten beide Parteien laut Baulinks.de Stillschweigen vereinbart.

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Holz – Brennstoff der Zukunft?

Holz zum Heizen zu verwenden, das klingt irgendwie nach Lagerfeuer und altem Kachelofen. Dabei hat sich der Brennstoff längst als zukunftsfähige Energiequelle bewiesen.

Kaminholz, Pellets, Briketts, Hackschnitzel – noch nie gab es so viele Möglichkeiten, Holz zu verheizen. Der nachwachsende Rohstoff besticht dabei nicht nur durch seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, er hat auch gute Umwelteigenschaften, stabile Preise und wird stark finanziell gefördert. Doch welche Vor- und Nachteile bringt diese Form der Heizung eigentlich und wie schlägt sie sich im Vergleich zu fossilen Brennstoffen?

Kamine, Öfen und Kaminöfen

Dass das Heizen mit Holz der Vergangenheit angehört, lässt sich statistisch nicht belegen: Bis heute gibt es über zehn Millionen dieser so genannten Einzelraumfeuerungsanlagen in Deutschland. Dies sind in Wohngebäuden meistens Kaminöfen, die eine geschlossene Brennkammer haben und über ein Rohr mit dem Schornstein verbunden sind. Offene Kamine, bei denen man ohne Trennscheibe vor dem Feuer sitzt und die direkt über dem Schornstein stehen, werden kaum noch verwendet. Kachelöfen dagegen, bei denen ein nicht sichtbares Feuer für Wärme sorgt, sind teilweise noch im Einsatz.

Selbstredend lassen sich eigentlich nur moderne Kaminöfen sinnvoll in eine Heizungsanlage einbinden. Sie haben mit Abstand die höchsten Effizienzraten bei der Verbrennung, stoßen weniger Schadstoffe aus und lassen sich besser regeln. Manche von ihnen sind außerdem wassergeführt: In diesen Systemen fließt Heizungswasser durch den Kamin, was die eigentliche Heizanlage entlastet und Energie spart. Darüber hinaus sind diese Modelle meist raumluftunabhängig, sie nutzen also keine direkte Umgebungsluft für die Verbrennung, sondern ziehen sich ihren Sauerstoff von außen an. Damit wird verhindert, dass im beheizten Raum irgendwann die Luft knapp wird.

Was wird verbrannt?

Grundsätzlich gibt es vier Formen, in denen Holz in einen Kamin gegeben werden kann: In rohem Zustand als Scheitholz oder Hackschnitzel, oder gepresst als Pellets oder Briketts. Ihr Preis misst sich in erster Linie daran, wie viel man zur Erzeugung einer Kilowattstunde Wärme (kWh) ausgeben muss. Zum Vergleich: Gas kostete in den vergangenen Jahren acht bis neun Cent pro kWh, der Heizölpreis schwankte stark zwischen sechs und zehn Cent pro kWh.

Rohes Holz

Rohholz wird meistens in herkömmlichen Kaminöfen oder in Brennwertkesseln verbrannt. Im klassischen Kamin wird grobes Scheitholz verbrannt, das man als normales Kaminholz kennt. Solange es chemisch unbehandelt ist und eine gewisse Zeit getrocknet wurde, muss es nur trocken und hinterlüftet gelagert werden, was seine Aufbewahrung sehr einfach macht. Scheitholz ist in waldreichen Ländern wie Deutschland immer gut verfügbar und gerade im Sommer auch günstig zu kaufen – man muss mit Preisen von vier bis fünf Cent pro kWh rechnen. Seine einfache Lagerung kommt dem Scheitholz allerdings zu Gute, da man in den warmen Monaten billiger einkaufen kann.

 

Hackschnitzel dagegen sind für den häuslichen Gebrauch vielleicht am wenigsten geeignet. Hierbei handelt es sich um zerkleinerte Holzabfälle, die in einem so genannten Hacker auf die richtige Größe zerteilt werden. Da Hackschnitzel aus reinem Abfall bestehen und kaum behandelt sind, sind sie von den vier Brennstoffarten am günstigsten (unter vier Cent pro kWh), haben jedoch den mit Abstand niedrigsten Brennwert. Dementsprechend sind sie als wirtschaftlicher Energieträger nur für die Verbrennung in großen Öfen anerkannt, beispielsweise in Blockheizkraftwerken für Schwimmbäder oder Krankenhäuser. In Einfamilienhäusern lohnen sie sich dagegen nur selten.

Pressholz

Gepresstes Brennholz besteht aus Holzresten wie Sägemehl, die unter großem Druck in Form gepresst werden. Dadurch hat das Produkt eine höhere Energiedichte als rohes Holz, kostet aber auch mehr: um die fünf Cent pro kWh. Bei Pressholz sollten Verbraucher auf das Siegel Enplus achten

Bekannt sind vor allem Holzpellets. Die kleinen Kügelchen oder Stäbchen können wegen ihrer Form als Schüttgut verwendet werden. Das bedeutet, dass sie nicht nur in großen Mengen im Tanklaster transportiert werden, mit Hilfe von Förderschnecken und Saugsystemen können spezielle Pellet-Kaminöfen vollautomatisch befüllt werden. Ein Nachlegen des Holzes ist nicht nötig. Solche automatischen Anlagen sind allerdings technisch aufwändiger, sodass sie in Anschaffung und Unterhalt mehr kosten.

Ähnlich wie Pellets werden auch Briketts unter hohem Druck gepresst und haben deshalb in etwa dieselben Preise und Brenneigenschaften. Sie sind allerdings deutlich größer: Pressholz mit einem Durchmesser von 25 Millimetern und aufwärts nennt man Brikett, alles darunter gilt als Pellet. Briketts waren ursprünglich aus Kohle gemacht, aus Holz haben sie aber einen fast identischen Heizwert und kosten auch in etwa so viel. Genauso wie bei der Kohlevariante wird meist nur eines der großen Briketts in den Kaminofen gelegt und mit einem speziellen Anzünder zum Brennen gebracht.

Vor- und Nachteile

Holzprodukte profitieren von dem Umstand, dass der Rohstoff vor Ort in großen Mengen wächst. Damit ist immer genügend und preisgünstiger Nachschub vorhanden, außerdem sind die Lieferwege kurz, was sich positiv auf die CO2-Bilanz der Produkte auswirkt. Diese Bilanz ist in den Augen der Pelletindustrie sowieso immer ausgeglichen: Grundsätzlich wird beim Verbrennen von Holz natürlich CO2 ausgestoßen, doch die verbrannten Bäume haben ja vorher in ihrem Leben CO2 zum Wachsen aufgenommen, argumentieren Befürworter von holzgefeuerten Heizungen. Untersuchungen wie eine aktuelle Studie unter der Führung des Max-Planck-Institutes Jena haben diese These allerdings widerlegt.

Darüber hinaus kann man viele Kaminmodelle mit existierenden oder neu geplanten Heizungssystemen kombinieren: Sowohl eine konventionelle, fossile Heizung als auch eine Solaranlage können mit einem Kamin zusammen genutzt werden und sich gegenseitig unterstützten. Im Neubau fordert das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz eine Bereitstellung von 15 Prozent der Wärmeenergie in einem Gebäude, was durch solch eine Kombination erreicht wird.

Die Umweltbilanz mancher Öfen wird allerdings dadurch verringert, dass sie neben den CO2-Emissionen auch Feinstaub produzieren – die Menge ist dabei abhängig vom verbrannten Holz. In Stuttgart wurde dieses Problem 2017 so schlimm, dass Kamine ohne Heizfunktion bei Feinstaubalarm nicht mehr genutzt werden durften. Pelletheizungen waren davon nicht betroffen, produzieren aber trotzdem eine gewisse Menge Feinstaub, übrigens mehr als Heizöl.

Dazu kommt, dass alle holzgefeuerten Heizungen einen höheren Wartungsaufwand als andere Heizungstypen haben, da die entstehende Asche regelmäßig entfernt werden muss und einen besonderen Raum zur Lagerung der Brennstoffe brauchen – ein Einfamilienhaus verbraucht im Jahr rund sechs Tonnen Pellets!

Kosten und Förderung

Neben den Brennstoffkosten muss man sich natürlich die Frage stellen, wie teuer solch eine Heizung eigentlich in der Anschaffung ist. Während Öl- und Gasheizungen oftmals knapp unter 10.000 Euro liegen, muss man für Holzheizungen anders rechnen, da hier viele verschiedene Systeme auf dem Markt sind: Während es schon recht günstige Kaminöfen für Scheitholz gibt, sind aufwändige Kessel für Rohholz schon deutlich teurer als fossile Heizungen. Pelletsysteme kommen sogar auf bis zu 25.000 Euro für Anschaffung, Einbau und die Einrichtung des Lagerraums.

Da alle mit Biomasse betriebenen Heizanlagen von der Politik als Beitrag zum Klimaschutz gesehen werden, gibt es üppige Förderungen für ihren Einbau bei Sanierungen oder im Neubau. Unterstützt werden diese Maßnahmen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in seinem Marktanreizprogramm (MAP). Unterstützt werden:

  • Kessel zur Verbrennung von Biomassepellets und Hackschnitzeln
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskessel zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz
  • Besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel
  • Nachrüstung mit einer Einrichtung zur Brennwertnutzung
  • Nachrüstung mit einer Einrichtung zur Staubminderung
  • Bereitstellung von Prozesswärme

Dabei gibt es zwischen 2.000 und 5.000 Euro dafür, wenn ein solcher Kessel im Gebäudebestand nachgerüstet wird. Wenn zusätzlich Technik zur Brennwertnutzung und/oder Partikelabscheidung installiert werden, können diese Summen noch einmal deutlich steigern. Günstiger als eine fossile Heizung wird das System dadurch aber nicht, erst durch die niedrigeren Brennstoffkosten amortisieren sich Holzheizungen auf Dauer.

Das Handwerk hat entschieden – Gewinner der Marktuntersuchung Stein im Brett stehen fest

In Deutschlands größter Branchenbefragung des Handwerks haben über 2.500 Handwerker und Fachunternehmer abgestimmt, welche Bauprodukte- und Bauelementhersteller den durch die ibau GmbH verliehenen Stein im Brett Award verdienen.

Unterstützt von der Heinze Marktforschung und der Online-Plattform Helden am Bau (www.heldenambau.de) forderte ibau über verschiedene Kanäle deutschlandweit Handwerker und Fachunternehmer unterschiedlicher Gewerke auf, zu bewerten, welche Hersteller bei ihnen einen Stein im Brett haben. Insgesamt wurden Meinungen zu fast 300 Herstellern in insgesamt 30 Produktkategorien geäußert. Die Bandbreite der Kategorien reichte dabei von Akustik über Bauchemie, Dämmstoffe und Fassadensysteme, Mauerwerk und Smart Building bis hin zu WDV-Systemen. Gefragt waren die Einschätzungen der Handwerker unter anderem zu Themen wie Produktqualität, Preis, Verarbeitungsfreundlichkeit oder, ob sie das jeweilige Produkt weiterempfehlen würden. Unter www.ibau-steinimbrett.de/gewinner-2018 erfahren Sie wer die Gewinner des Stein im Brett Award 2018 sind.

Umfangreiche Marktuntersuchung

Um im Handwerk eine zufriedenstellende Arbeit leisten zu können ist neben dem eigenen Know-how vor allem das richtige Material gefragt. Besonders für Profis ist es daher wichtig auf zuverlässige Hersteller und ihre Produkte zurückgreifen zu können. Doch welche Marke gilt als Qualitätsführer? Welche Marke genießt das Vertrauen des Handwerks und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis? Um diese Fragen beantworten zu können, führte die ibau GmbH im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal Deutschlands größte Branchenbefragung unter Handwerkern und Fachunternehmern durch.

Die bewerteten Unternehmen erhalten detaillierte Analysen hinsichtlich ihres Bekanntheitsgrades und der damit verbundenen regionalen Verteilung. Auch Fragen wie „Ist meine Marke stärker im Süden als im Norden etabliert?“ oder „Wo stehe ich im Vergleich zu meinen Mitbewerbern?“ werden beantwortet. Auf diese Weise helfen die Marktforschungsergebnisse dabei Marketing- und Vertriebsaktionen entsprechend zu planen und die eigene Marke nachhaltig zu positionieren.

Die härteste Jury ist der Bau

„Wer kann besser über die Qualität und Leistung der deutschen Bauprodukte- und Bauelementehersteller urteilen als diejenigen, die täglich mit dem Material arbeiten? Durch die Marktuntersuchung erhalten Hersteller ein ausführliches Feedback zu ihren Produkten und Leistungen“, so Sven Hohmann, Geschäftsführer der ibau GmbH in Münster.

Im Schnitt hat jeder der 2.500 teilnehmenden Handwerksbetriebe sieben Produktkategorien bearbeitet. Insgesamt wurden rund 18.000 Antworten ausgewertet. Aus diesen ergab sich eine Gesamtpunktezahl in der jeweiligen Produktkategorie, wovon der jeweils Erstplatzierte den begehrten Stein im Brett Award erhält.

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„Folienserie Holzschutz“ neu aufgelegt

Der Herstellerverbund deutsche Holzchemie legt seine „Folienserie Holzschutz“ neu auf. Der Informationskatalog wurde im vergangenen Jahr von Grund auf neu konzipiert.

Wenn es um Holzschutz geht, kommt man in Theorie und Praxis um die „Folienserie Holzschutz“ der Deutschen Bauchemie kaum herum. Der Industrieverband hat nun mitgeteilt, dass er 2017 eine Expertengruppe mit der Neukonzeption und Überarbeitung der Serie beauftragt hat. Diese neueste Auflage lässt sich nun als PowerPoint-Präsentation und PDF-Datei herunterladen.

Neue Form, alter Zweck

Ursprünglich war die „Folienserie Holzschutz“ eine echte Serie von Folien für den Overheadprojektor, danach wurde sie zunächst als CD und nun als digitale Datei herausgegeben. Ihr Zweck hat sich allerdings nicht verändert: „Damals wie heute will man mit diesem Medium allgemeine Grundlagen sowie Basiswissen zum vorbeugenden und bekämpfenden Holzschutz vermitteln. Klar kommt dabei zum Ausdruck, dass der Umgang mit modernen Holzschutzmitteln sicher und zugleich wertschöpfend und erhaltend ist“, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Bauchemie.

Geändert hat sich allerdings die Struktur der Serie, denn nun beinhaltet sie auf über 90 Folien insgesamt acht Themenblöcke, von Holzeigenschaften und Schädlingen über Holzschutz und Holzschutzmittel bis hin zu aktuellen nationalen und europäischen rechtlichen Regelungen. „Die mit Ausgabedatum November 2017 vorliegende Präsentation richtet sich an Ausbildungsstätten, Planer, Architekten, Holz- und Bautenschützer, Imprägnierbetriebe sowie an all jene, die sich mit Holz und seinem Schutz durch Holzschutzmittel intensiver beschäftigen möchten“, informiert die Deutsche Bauchemie.

Herunterladen lässt sich die neue „Folienserie Holzschutz“ unter www.deutsche-bauchemie.de.

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Stabile Umsatzentwicklung in der Möbelbranche

Nach drei wachstumsstarken Jahren konnte die heimische Möbelindustrie auch 2017 ihr hohes Umsatzniveau halten – auch wenn sich das Wachstum verlangsamte.

Für das Jahr 2016 konnte die Möbelbranche ein Umsatzplus von 3,2 Prozent verzeichnen und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert. Doch auch wenn die endgültigen Zahlen noch nicht vorliegen, für 2017 ist der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) nur zurückhaltend optimistisch. Dennoch startete das Jahr positiv: So konnte im ersten Quartal 2017 ein Plus von 3,1 Prozent verzeichnet werden. Doch bereits im zweiten Quartal verlangsamte sich die konjunkturelle Entwicklung.

Bis einschließlich Oktober zeigte die Statistik dann ein geringfügig negatives Ergebnis von -0,2 Prozent bei einem Gesamtumsatz von 14,8 Milliarden Euro. Aus diesem Grund wird für das Gesamtjahr 2017 mit einer insgesamt stabilen Umsatzentwicklung und einem Umsatzwert von knapp unter 18 Milliarden Euro gerechnet.

Anzahl der Beschäftigten bei knapp 84.000

Durchschnittlich 492 produzierende Möbelfirmen waren in den ersten zehn Monaten aktiv. Aufgrund einiger Insolvenzen in der Branche ging die Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings um 1,3 Prozent zurück. Auch die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich leicht um 0,3 Prozent auf 83.960.

Während der Auslandsumsatz um 1,3 Prozent zulegen konnte, sank der Inlandsumsatz um 1 Prozent. Der VDM begründet dies vor allem mit dem rückläufigen Wohnungsbau, wodurch zwangsläufig weniger Wohnraum zum Einrichten zur Verfügung stünde. Trotz der hohen Konsumneigung und der niedrigen Zinsen profitiere die Möbelbranche deshalb nur unzureichend von der niedrigen Arbeitslosigkeit und den steigenden Einkommen der Bundesbürger.

Insgesamt geht der Verband Deutscher Möbelindustrie aber davon aus, dass das hohe Umsatzniveau auch 2018 weiterhin gehalten werden kann.

 

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DIN-Verbraucherrat veröffentlicht „Wissenswertes zum Möbelkauf“

Mit der kostenlosen Broschüre „Wissenswertes zum Möbelkauf“ gibt der DIN-Verbraucherrat nützliche Hinweise, was bei der Auswahl von Möbelstücken beachtet werden sollte.

Neben einer guten Optik und komfortabler Bedienung sollten Möbel vor allem sicher und robust sein. Worauf bei der Auswahl neuer Möbelstücke geachtet werden sollte, zeigt die aktuelle Infobroschüre „Wissenswertes zum Möbelkauf“ des DIN-Verbraucherrates.

So stehen besonders die Aspekte im Vordergrund der Broschüre, die nach einiger Nutzung von Möbeln häufig Anlass zur Reklamation sind. Hierzu gehören beispielsweise die Scheuerbeständigkeit von Möbelstoffen oder die Lichtechtheit von Oberflächen. Darüber hinaus gibt die Broschüre Verbrauchern Tipps und Anregungen, über welche Kriterien sich schon im Vorfeld eines Kaufes Gedanken gemacht werden sollten. Dazu zählt zum Beispiel die richtige Pflege der Bezugsstoffe bei Polstermöbel (relevant bei kleinen Kindern oder Haustieren) oder die Art der Polsterung (straff/fest/leger).

Zu allen in der Publikation ausgewiesenen Möbeln gibt es DIN-Normen, die unabhängig vom Material sicherheitstechnische Aspekte und gegebenenfalls Produkteigenschaften für jede Produktgruppe (wie Tische, Stühle, usw.) festlegen, und an deren Erarbeitung der DIN-Verbraucherrat beteiligt war.

Die Broschüre kann kostenlos auf der offiziellen DIN-Internetseite www.din.de heruntergeladen werden.

Direktlink: https://www.din.de/de/ueber-normen-und-standards/nutzen-fuer-den-verbraucher/verbraucherrat/veroeffentlichungen/broschueren-und-flyer-76582

 

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Umfrage: Öko und Bio müssen sich Geld sparen

Keine Überraschung: Öko- und Bioprodukte verkaufen sich besser, wenn der Verbraucher dadurch bares Geld spart, hat nun eine neue Studie des Umweltbundesamts bestätigt.

Von wegen Umweltschutz: Laut der Studie „Grüne Produkte in Deutschland 2017“ des Umweltbundesamts (UBA) sind Öko- und Bio-Produkte vor allem wegen ihres Sparpotentials derzeit in Deutschland beliebt. Nachhaltigkeit und Ökobilanz spielen dabei aber nur eine untergeordnete Rolle, finanzielle Aspekte sind am wichtigsten.

Umweltbilanz bei Elektrogeräten am wichtigsten

Deutlich wird dies gerade bei großen Elektrogeräten wie Kühlschränken, Waschmaschinen oder Geschirrspülern, bei denen sich Geräte mit guter Ökobilanz auch gut verkaufen lassen. Dies habe aber mehr mit der Effizienz bei Wasser- und Stromverbrauch und weniger mit dem guten Gewissen der Kunden zu tun, glauben die Autoren der Studie. Gleiches gelte auch für günstigen Ökostrom, der in Deutschland große Marktanteile hat – was sich rentiert, wird auch gekauft.

Dies zeige sich gerade auch an anderen Produktkategorien, bei denen diese Gleichung eben nicht aufgeht: Bio-Lebensmitteln oder -Textilien erreichten trotz zuletzt steigender Verkaufszahlen nur Marktanteile von circa fünf Prozent. „Damit grüne Produkte stärker nachgefragt werden, muss der Preis stimmen. Das heißt, sie müssen günstiger, attraktiver sein als ihre konventionellen Gegenspieler“, fasst es Dr. Michael Bilharz vom Umweltbundesamt zusammen.

Trotzdem kein Rückgang der Emissionen

Der derzeitige Trend zu Öko-Produkten ist damit nicht nur auf bestimmte Produktkategorien bezogen, er senkt auch nicht den CO2-Ausstoß der deutschen Bürger: Es werden zwar immer effizientere Produkte gekauft und Dienstleistungen in Anspruch genommen, doch wird auch deutlich mehr konsumiert. So werden Fortbewegungsmittel immer sparsamer, doch legen die Deutschen auch mehr Wege zurück, die Einsparungen durch Bio-Gemüse werden durch den gestiegenen Fleischkonsum ausgeglichen und der gesparte Strom durch neuere Küchengeräte fließt dann eben in mehr Unterhaltungselektronik.

Dies betrifft auch das Bauen: Zwar wird die durchschnittliche Wohnung pro Quadratmeter immer sparsamer, doch wächst auch die Wohnfläche pro deutschem Bürger von Jahr zu Jahr. Das UBA will in den kommenden Jahren trotzdem an seinem Einsatz für energiesparendes Leben und Wohnen festhalten. So ergab die Studie nämlich auch, dass Verbraucher durch die staatlichen Umweltsiegel zu nachhaltigerem Konsum angeregt werden.

 

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Einbruchschutz durch smarte Fensterscheiben

Forscher vom Fraunhofer-Institut haben einen neuartigen smarten Einbruchschutz für Fensterscheiben entwickelt, der bereits eine versuchte Manipulation erkennt.

Herkömmliche Alarmsysteme, die beim Bruch von Fensterscheiben zuverlässig Alarm schlagen, gibt es schon länger. Andere Einwirkungen auf eine Glasscheibe, die bei einem Einbruchsversuch relevant sein können, erkennen diese sogenannten Glasbruchmelder allerdings nicht. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT und vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS haben daher eine neuartige Alarmanlage entwickelt, die bereits die versuchte Manipulation am Fenster erkennen kann. Registriert werden dabei sowohl Temperaturänderungen als auch Erschütterungen durch äußeres Einwirken am Glas – und das in Echtzeit.

Klassisches Sicherheitsglas ist üblicherweise mit Metallfäden ausgerüstet, die bei einer mechanischen Beschädigung reißen und den Alarm auslösen. Dies kann aber umgangen werden, wenn das Glas nur lokal beschädigt wird und die Metallfäden intakt bleiben. Diesen Umstand können sich Einbrecher zunutze machen und anstelle eines Hammers beispielsweise einen Bohrer oder Gasbrenner verwenden.

Das neue Alarmsystem hat dieses Problem nicht: Schon ein leichter Schlag gegen das Sicherheitsglas oder die Manipulation durch eine Flamme reichen aus, um den Alarm auszulösen. Hierzu werden alle Veränderungen der mechanischen Eigenschaften der Scheibe vom System erfasst, was durch einen speziellen Glasbruchsensor mit sogenanntem Faser-Bragg-Gitter realisiert wird.

Lichtbasierte Glasscheiben-Überwachung

Dieser spezielle optische Sensor mit Faser-Bragg-Gitter reflektiert eine spezifische Wellenlänge des Lichts, die sich bei Temperatur- oder Dehnungsabweichungen verändert. „Übt jemand Druck auf die Glasscheibe aus oder wird sie erhitzt, ändert sich der Abstand der Gitterelemente zueinander und somit auch die übertragene Wellenlänge. Diese Änderungen können empfindliche optische Messgeräte erfassen. Sind die Veränderungen größer als ein vorher identifizierter Schwellenwert, werden Signale an die Alarmanlage übermittelt“, wird Udo Weinand, Diplom-Ingenieur am Fraunhofer INT, auf der Instituts-Homepage zitiert. „Wir können unser System sehr fein und gezielt einstellen, es kann sowohl auf leichte als auch auf starke Schläge reagieren. Das lässt sich je nach Anwendungsfall individuell anpassen“, ergänzt Dr. Peter Reinig, Wissenschaftler am Fraunhofer IPMS.

Zur Auswertung der Daten wird eine spezielle Auswerteeinheit benötigt, an die sich unterschiedliche Glasfasern anschließen lassen. Diese soll künftig im Rahmen der Fensterscheibe verbaut werden, wobei auch weitere Entfernungen möglich sind. „Die Messung mit optischen Glasfasersensoren stellt eine gute Lösung für diese Anforderungen dar, da sie Licht anstelle von Strom und handelsübliche Glasfasern anstelle von Kupferdrähten einsetzt“, so Weinand.

Fehlalarme vermeiden durch Mustererkennung

Elektronik ist störanfällig. So können beispielsweise die Impulse von Mikrowellen herkömmliche Alarmanlagen außer Funktion setzen oder einen ungewollten Alarm erzeugen. Für Glasfasern gilt dies nicht. Zudem schließt eine Mustererkennung Fehlalarme durch alltägliche Erschütterungen aus. „Ein Fußball oder ein Vogel hinterlassen eine andere Signatur als ein Hammer oder ein Baseballschläger“, erklärt Reinig. Um festzustellen, wann der Alarm zuverlässig auslöst, wurde das smarte Alarmsystem in diversen Angriffszenarien ausgiebig getestet. Zum Einsatz kamen dabei unter anderem Hammer, Baseballschläger, Bohrer, Schusswaffen, Axt und Heißgebläse.