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Essener Innenstadt glänzt mit Plastiktüten-Möbeln

Ein echter Hingucker: In der Fußgängerzone der Ruhrmetropole Essen stehen seit Neuestem große, Bunte Sitzgelegenheiten und Pflanzkübel, die aus altem Plastik bestehen.

Grüne Pflanzkübel, rote Tische, gelbe Bänke – in der Essener Fußgängerzone haben Farben Einzug gehalten. Doch diese Freiraummöbel sehen nicht nur gut aus, sie erfüllen auch einen Zweck: Materialgrundlage dieser Installationen ist Plastikmüll, der schwer zu recyceln ist.

„Grüne Hauptstadt Europa“

Entstanden sind diese Freiraummöbel im Projekt „Grüne Hauptstadt Europa“, das 2017 in Essen beheimatet war. Um ein Zeichen gegen die weltweit wachsende Masse an Plastikmüll zu setzen, entwickelte der Kieler Hersteller UNION-FreiraumMobiliar die bunten Kübel und Sitzgelegenheiten. Sie bestehen aus Plastik, das zu 100 Prozent aus zermahlenem und eingefärbtem Kunststoffmüll gewonnen wurde, größtenteils aus Plastiktüten. Insgesamt 400 Kilogramm davon zieren nun die Essener Innenstadt, das entspricht etwa 20.000 alten Plastiktüten.

Das Konzept dahinter nennt sich „Upcycling“. Im Gegensatz zum Recycling, bei dem ein Rohstoff nochmals für einen ähnlichen Zweck genutzt wird, soll das Upcycling ihm eine höherwertige Verwendung erlauben – zum Beispiel von der Plastiktüte zum Blumenkübel. „Was wir uns nun wünschen würden, sind weitere Projekte in deutschen Städten, in denen diese bunten und zum Sitzen einladenden (bepflanzten) Außenraummöbel zur Attraktivierung innerstädtischer Bereiche Verwendung finden und alle Beteiligten damit einen kleinen Anteil leisten, unsere Umwelt sauberer zu machen“, kommentierte Stefan Zimmermann von UNION-FreiraumMobiliar.

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Deutscher Lichtdesign-Preis 2018 vergeben

Die höchste deutsche Auszeichnung für die Beleuchtung verschiedener Gebäudetypen und öffentlicher Plätze wurde nun in Köln verliehen: der Deutsche Lichtdesign-Preis 2018.

In 16 Kategorien wurde wie schon in den vergangenen Jahren auch jetzt wieder der der Deutsche Lichtdesign-Preis für besondere Leistungen in der Beleuchtung von Gebäuden vergeben. Bei der festlichen Veranstaltung im Kölner Tanzbrunnen wurden zwölf Projekte geehrt, außerdem vergab die Jury je zwei Sonderpreise und zwei persönliche Auszeichnungen.

Andreas Schulz räumt ab

Als große Gewinner des Abends können sicherlich Andreas Schulz und sein Büro Licht Kunst Licht AG gelten: Nicht nur erhielt Schulz nach 2011 und 2015 bereits zum dritten Mal den Titel „Lichtdesigner des Jahres“, auch gewann sein Team vier weitere Preise. Ausgezeichnet wurde die filigrane Beleuchtung des Deutschen Elfenbeinmuseums in Erbach genauso wie die Lichtgestaltung des Erzbischöflichen Berufskollegs in Köln. Darüber hinaus bekam Licht Kunst Licht den begehrten Preis für die Arbeit im HSBC Casino in Düsseldorf und den Sonderpreis „Tageslicht“ für die Deckenbeleuchtung im sanierten Stuttgarter Landtag.

Immerhin zweimal durften sich die Lichtdesigner der Kölner Lichtwerke GmbH freuen, die für das Beleuchtungskonzept des AEB Headquarters in Stuttgart und die Fassadeninstallation am Jelzin-Museum im russischen Ekaterinburg ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus erhielt Christian Bartenbach den Ehrenpreis der Jury für seinen jahrzehntelangen Einsatz in der deutschen Lichtdesign-Community.

Gewinne für Handwerker bei Wahl der beliebtesten Hersteller

Mit der Umfrage ibau Stein im Brett wählten Handwerker jüngst die bei Ihnen beliebtesten Hersteller. Dabei räumten die teilnehmenden Handwerker erstklassige Preise ab.

„Welche Marke gilt in meinem Gewerk als Qualitätsführer und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis?“ Diese Fragen stellen sich wohl alle Handwerker, die qualitativ hochwertige Arbeit abliefern und damit ihre Kunden zufriedenstellen wollen. Um diese Fragen beantworten zu können, führt die ibau GmbH einmal im Jahr Deutschlands größte Branchenbefragung unter Handwerkern und Fachunternehmern durch.

Rund 2.600 Handwerker und Fachunternehmer unterschiedlicher Gewerke gaben hierzu ihre Stimmen ab und wählten aus knapp 300 Herstellern diejenigen aus, die bei ihnen einen „Stein im Brett“ haben.

Begehrte Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro

Unter allen Teilnehmenden verloste ibau insgesamt zwei Weber Gasgrills „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“, fünf Philips Perfect Draft Bierzapfanlagen inklusive zwölf Fässern Bier, sechs Kickertische „Ullrich Sport“, sowie acht Bluetooth Lautsprecher der Marke UE Boom 2.

Wenn Sie sich bei der nächsten Umfrage ebenfalls einen dieser tollen Gewinne sichern wollen, registrieren Sie sich jetzt auf Helden am Bau und wir informieren Sie rechtzeitig über die nächste Umfrage: Hier registrieren.

Die Freude unter den Gewinnern war groß:

Mit einem Weber Gasgrill „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“ ist Iris Greiner von der Gärtnerei Greiner Garten und Landschaftsbau samt Kollegen und Familie für eine sommerliche Grillparty bestens ausgestattet.

Auch Christian Laumann ist einer der glücklichen Gewinner und grillt seine Würstchen künftig ebenfalls auf einem neuen Weber Gasgrill.

Fliesenleger Bernd Krepinsky und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen sich schon einmal warm für die diesjährige Fußballweltmeisterschaft.

Und auch die Innenausbau Wittstock GmbH freut sich über einen nagelneuen Tischkicker.

 

Die diesjährigen Preisträger reihen sich damit in die Riege glücklicher Gewinner aus der vergangenen Umfrage ein.

 

Welche Hersteller bei den Gewinnern einen „Stein im Brett“ haben und wer den „Oscar der Baubranche“ abräumen konnte lesen Sie auf: https://www.ibau-steinimbrett.de/gewinner-2018/

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Bei Hoffmeister Leuchten gehen die Lichter aus

Der Leuchtenhersteller Hoffmeister hat beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Rund 100 Mitarbeiter sind unmittelbar davon betroffen.

Erst vor zehn Jahren zog der Leuchtenhersteller Hoffmeister von Lüdenscheid nach Schalksmühle – geholfen hat es nicht. Nun musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Jörg Bornheimer von der Sozietät GÖRG bestellt.

Auch die Tochtergesellschaften, SILL Leuchten GmbH und SRM Technik Gesellschaft für Steuern, Regeln und Messen mbH, jeweils mit Sitz in Berlin, haben beim zuständigen Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als vorläufiger Insolvenzverwalter für diese beiden Gesellschaften mit knapp 80 Beschäftigten wurde Rechtsanwalt Sascha Feies von GÖRG Insolvenzverwalter GbR bestellt.

Sanierungsbemühungen vergeblich

„Der Insolvenzantrag war unumgänglich, weil die bisherigen Sanierungsbemühungen der Geschäftsleitung außerhalb eines Insolvenzverfahrens sowie die Bemühungen, einen Investor oder einen Erwerber für die Gesellschaft zu finden, zeitlich nicht mehr umsetzbar waren“, begründet Hoffmeister-Geschäftsführer Jens Gerhard Hanfland den Gang zu den Amtsgerichten.

„Unser Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb mit gut 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglichst uneingeschränkt aufrecht zu erhalten“, betont Dr. Jörg Bornheimer nach erster Prüfung der wirtschaftlichen Lage. „So sichern wir uns die notwendige Substanz, Prozesse und Strukturen neu zu justieren und einen strukturierten Investorenprozess zügig abzuschließen.“

Nach Aussagen des vorläufigen Insolvenzverwalters sei die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die Monate April, Mai und Juni bereits eingeleitet. Mit den Berliner Kollegen werde zudem abgestimmt, ob im Interesse der Gläubiger die Vermögenswerte der drei Unternehmen in einem koordinierten oder in einem gemeinsamen Prozess veräußert werden können.

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Telekom und Trilux geht ein Licht auf

Zur Realisierung vernetzter Beleuchtungssystemen kooperieren die Deutsche Telekom und Trilux im Bereich des Internets der Dinge (IoT).

Von der Digitalisierung ist nicht nur die Industrie 4.0 betroffen, auch im Lichtmarkt entstehen völlig neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle. So können mit vernetzten Beleuchtungssystemen, beispielsweise mit den neuen Cloud-basierten Digital Services „Energy Monitoring“ und „Light Monitoring“ von Trilux, und mit Hilfe von speziellen Lichtmanagementsystemen, alle Leistungsdaten der angeschlossenen Leuchten ausgelesen werden.

Auf diese Weise lassen sich nicht nur Energiekosten kontrollieren, sondern auch Wartungszyklen optimieren. Hierzu erkennt das System aus den spezifischen Betriebs- und Verbrauchsdaten den individuellen Servicebedarf einer Leuchte und benachrichtig auf Wunsch die zuständigen Mitarbeiter oder Firmen.

Beleuchtung per Cloud

Um die Vernetzung der Beleuchtung über eine Cloud zu steuern, hat die Telekom nun ein spezielles Plug-&-Play-System entwickelt. Gleichzeitig bietet das Unternehmen eine kostenfreie Hotline an, die sowohl Trilux- als auch Telekomkunden bei Fragen zur Telekom-Hardware und den Leuchten zur Seite steht.

„Wir freuen uns über die neue Partnerschaft mit der Deutschen Telekom. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, innovative, qualitativ hochwertige und dennoch einfache Lösungen zu realisieren, die dem Kunden das Leben leichter machen“, sagte Mark Henrik Körner, CSO der Trilux Group. „Dank der gemeinsamen Cloud-Lösung gehen wir den nächsten Schritt in der digitalen Transformation des Lichts: Wir bieten unseren Kunden mit den neuen Serviceleistungen umfangreiche Mehrwerte bei der Steuerung, Kontrolle und Wartung ihrer Beleuchtungsanlage. So können wir die Digitalisierung sowohl in einen sinnvollen Service überführen als auch die Vorteile der Vernetzung ideal nutzen.“

Björn Weidenmüller, Leiter Vertrieb Großkunden bei der Telekom ergänzt: „Unser gemeinsames IoT-Projekt zeigt, welche Chancen die Digitalisierung bietet, um bestehende Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln. Trilux eröffnet hier eine neue Kategorie von Services, die das Investment in IoT rechtfertigen und die Kundenbindung erhöhen.“

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Studie: Schwaches Licht macht dumm

Eine aktuelle Studie zeigt, dass schwaches Licht zu strukturellen Veränderungen im Gehirn führen kann, wodurch Gedächtnisleistung und Lernfähigkeit beeinträchtigt werden können.

Wer sich auf Dauer und über einen längeren Zeitraum ausschließlich schwachem Licht aussetzt, könnte womöglich neuronale Schäden davontragen. Zu diesem Ergebnis kamen Neurowissenschaftler der Michigan State Universität, die die Auswirkungen unterschiedlicher Lichtintensitäten auf den menschlichen Körper untersuchten.

Für ihre Studie verglichen die Forscher die Gehirne zweier Gruppen von Nilgrasratten, die wie Menschen tagsüber aktiv sind und nachts schlafen. Über einen Zeitraum von vier Wochen wurde eine Gruppe hellem Licht, die andere schwachem Licht ausgesetzt. Die Lichtintensität der zweiten Gruppe wurde dabei so gewählt, dass sie der Beleuchtung an bewölkten Wintertagen beziehungsweise von typischen Innenräumen entsprach.

Das Ergebnis

Die erste Gruppe zeigte keine Ausfallerscheinungen und konnte die ihnen zuvor antrainierten Aufgaben problemlos meistern. Nach einiger Zeit stellte sich sogar ein Trainingseffekt ein, sodass die Tiere noch schneller wurden. Die Ratten aus dem Dämmerlicht zeigten jedoch deutlich schlechtere Leistungen. Vor allem bei der räumlichen Orientierung kamen schon nach kurzer Zeit große Defizite zum Vorschein. Die schlechten Leistungen spiegelten sich zudem in veränderten Gehirnstrukturen wider. So hatten die Ratten der zweiten Gruppe rund 30 Prozent ihrer Kapazität im Hippocampus verloren, einer Gehirnregion, die für Lernen und Gedächtnis zuständig ist.

Die gute Nachricht: Nach weiteren vier Wochen unter heller Beleuchtung hatten sich die Ratten wieder vollständig erholt. Der Lichtmangel konnte demnach wieder ausgeglichen werden und es kam zu keinen dauerhaften Schäden.

Die Ursache

Als Grund für die Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit vermuten die Wissenschaftler die durch den Lichtmangel verursachte Reduktion des Peptids BDNF. Dieser spezielle Wachstumsfaktor ist jedoch besonders wichtig für den Schutz und das Wachstum von Neuronen im Gehirn. Ist der BDNF-Wert zu niedrig, können auch nur wenige neuronale Verbindungen hergestellt werden, was zu einer verminderten Lern- und Gedächtnisleistung führt.

Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler nun untersuchen, ob sich die Ratten auch ohne helles Licht erholen können, wenn ihnen das Peptid Orexin verabreicht wird, das eine Vielzahl von Gehirnfunktionen beeinflusst.

Bis dahin sollte allerdings auch weiterhin für eine ausreichende Beleuchtung innerhalb geschlossener Räume gesorgt werden.

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Neue Geschäftsführung bei HDH und VDM

Zum 1. Mai 2018 wird Jan Kurth die Geschäftsführung des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH) und des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) übernehmen.

Wie die Präsidenten der Spitzenverbände der Holz- und Möbelindustrie, Johannes Schwörer (HDH) und Axel Schramm (VDM) mitteilten, wird Jan Kurth zum 1. Mai 2018 die Geschäftsführung der Verbände übernehmen.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Jan Kurth einen ausgewiesenen Kenner unserer Branche für die gemeinsame Geschäftsführung der Verbände gewinnen konnten. Er verfügt über ein gutes Netzwerk in unseren Industriezweigen und genießt hohes Ansehen bei allen Beteiligten. So kann er in den nächsten Jahren von innen heraus die notwendigen Strukturveränderungen und Anpassungen der Verbändelandschaft entwickeln und gemeinsam mit Unternehmen, Regional- und Fachverbänden erfolgreich umsetzen“, so Schwörer und Schramm.

Kurth war von 2001 bis 2015 bereits als Leiter der Abteilung „Wirtschaft und Tarifpolitik“ bei HDH und VDM tätig. 2015 wechselte der 50-jährige als Geschäftsführer zum Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) nach Bonn.

Fasbenders Nachfolge

Die offizielle Amtseinführung Kurths erfolgt auf der Mitgliederversammlung der Verbände am 27. April in Frankfurt. Er tritt dann die Nachfolge von Volker Fasbender an (72), der das Amt im Juli 2017 interimsmäßig übernommen hatte. Beide Präsidenten dankten Fasbender für seinen Einsatz und die geleistete Arbeit sowie für seine Bereitschaft, diese schwierige Aufgabe übergangsweise übernommen zu haben.

Sowohl HDH als auch VDM haben ihren Sitz in Bad Honnef, wo insgesamt neun Verbände der Holzindustrie in einem Verbandshaus des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) angesiedelt sind. Dieser verfügt seit Mai 2017 mit Achim Hannott und Georg Lange über zwei eigene Geschäftsführer.

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Glamox plant O. Küttel AG-Übernahme

Der Leuchtenhersteller Glamox hat mit der O. Küttel AG, einem Schweizer Lichttechnik-Spezialisten, eine Vereinbarung für den Erwerb aller Kapitalanteile getroffen.

„Wir freuen uns über diese strategische Chance, die uns den Eintritt in den Schweizer Beleuchtungsmarkt ermöglichen wird. Küttel ist eine anerkannte und respektierte Marke in der Schweizer Industrie“, wird Rune E. Marthinussen, CEO von Glamox, im Online-Fachmagazin baulinks.de zitiert.

„Das gesamte Küttel-Team freut sich, der Glamox-Familie beizutreten. Unter dem Eigentum von Glamox wird Küttel in der Lage sein, das Angebot an Produkten und Lösungen für unsere Kunden zu stärken“, ergänzte Walter Glanzmann, CEO von Küttel.

Schon im zweiten Quartal 2018 solle die Transaktion abgeschlossen werden. Bis dahin werden beide Unternehmen auch weiterhin separat tätig sein. Über die Bedingungen der Transaktion hätten beide Parteien laut Baulinks.de Stillschweigen vereinbart.

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Holz – Brennstoff der Zukunft?

Holz zum Heizen zu verwenden, das klingt irgendwie nach Lagerfeuer und altem Kachelofen. Dabei hat sich der Brennstoff längst als zukunftsfähige Energiequelle bewiesen.

Kaminholz, Pellets, Briketts, Hackschnitzel – noch nie gab es so viele Möglichkeiten, Holz zu verheizen. Der nachwachsende Rohstoff besticht dabei nicht nur durch seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, er hat auch gute Umwelteigenschaften, stabile Preise und wird stark finanziell gefördert. Doch welche Vor- und Nachteile bringt diese Form der Heizung eigentlich und wie schlägt sie sich im Vergleich zu fossilen Brennstoffen?

Kamine, Öfen und Kaminöfen

Dass das Heizen mit Holz der Vergangenheit angehört, lässt sich statistisch nicht belegen: Bis heute gibt es über zehn Millionen dieser so genannten Einzelraumfeuerungsanlagen in Deutschland. Dies sind in Wohngebäuden meistens Kaminöfen, die eine geschlossene Brennkammer haben und über ein Rohr mit dem Schornstein verbunden sind. Offene Kamine, bei denen man ohne Trennscheibe vor dem Feuer sitzt und die direkt über dem Schornstein stehen, werden kaum noch verwendet. Kachelöfen dagegen, bei denen ein nicht sichtbares Feuer für Wärme sorgt, sind teilweise noch im Einsatz.

Selbstredend lassen sich eigentlich nur moderne Kaminöfen sinnvoll in eine Heizungsanlage einbinden. Sie haben mit Abstand die höchsten Effizienzraten bei der Verbrennung, stoßen weniger Schadstoffe aus und lassen sich besser regeln. Manche von ihnen sind außerdem wassergeführt: In diesen Systemen fließt Heizungswasser durch den Kamin, was die eigentliche Heizanlage entlastet und Energie spart. Darüber hinaus sind diese Modelle meist raumluftunabhängig, sie nutzen also keine direkte Umgebungsluft für die Verbrennung, sondern ziehen sich ihren Sauerstoff von außen an. Damit wird verhindert, dass im beheizten Raum irgendwann die Luft knapp wird.

Was wird verbrannt?

Grundsätzlich gibt es vier Formen, in denen Holz in einen Kamin gegeben werden kann: In rohem Zustand als Scheitholz oder Hackschnitzel, oder gepresst als Pellets oder Briketts. Ihr Preis misst sich in erster Linie daran, wie viel man zur Erzeugung einer Kilowattstunde Wärme (kWh) ausgeben muss. Zum Vergleich: Gas kostete in den vergangenen Jahren acht bis neun Cent pro kWh, der Heizölpreis schwankte stark zwischen sechs und zehn Cent pro kWh.

Rohes Holz

Rohholz wird meistens in herkömmlichen Kaminöfen oder in Brennwertkesseln verbrannt. Im klassischen Kamin wird grobes Scheitholz verbrannt, das man als normales Kaminholz kennt. Solange es chemisch unbehandelt ist und eine gewisse Zeit getrocknet wurde, muss es nur trocken und hinterlüftet gelagert werden, was seine Aufbewahrung sehr einfach macht. Scheitholz ist in waldreichen Ländern wie Deutschland immer gut verfügbar und gerade im Sommer auch günstig zu kaufen – man muss mit Preisen von vier bis fünf Cent pro kWh rechnen. Seine einfache Lagerung kommt dem Scheitholz allerdings zu Gute, da man in den warmen Monaten billiger einkaufen kann.

 

Hackschnitzel dagegen sind für den häuslichen Gebrauch vielleicht am wenigsten geeignet. Hierbei handelt es sich um zerkleinerte Holzabfälle, die in einem so genannten Hacker auf die richtige Größe zerteilt werden. Da Hackschnitzel aus reinem Abfall bestehen und kaum behandelt sind, sind sie von den vier Brennstoffarten am günstigsten (unter vier Cent pro kWh), haben jedoch den mit Abstand niedrigsten Brennwert. Dementsprechend sind sie als wirtschaftlicher Energieträger nur für die Verbrennung in großen Öfen anerkannt, beispielsweise in Blockheizkraftwerken für Schwimmbäder oder Krankenhäuser. In Einfamilienhäusern lohnen sie sich dagegen nur selten.

Pressholz

Gepresstes Brennholz besteht aus Holzresten wie Sägemehl, die unter großem Druck in Form gepresst werden. Dadurch hat das Produkt eine höhere Energiedichte als rohes Holz, kostet aber auch mehr: um die fünf Cent pro kWh. Bei Pressholz sollten Verbraucher auf das Siegel Enplus achten

Bekannt sind vor allem Holzpellets. Die kleinen Kügelchen oder Stäbchen können wegen ihrer Form als Schüttgut verwendet werden. Das bedeutet, dass sie nicht nur in großen Mengen im Tanklaster transportiert werden, mit Hilfe von Förderschnecken und Saugsystemen können spezielle Pellet-Kaminöfen vollautomatisch befüllt werden. Ein Nachlegen des Holzes ist nicht nötig. Solche automatischen Anlagen sind allerdings technisch aufwändiger, sodass sie in Anschaffung und Unterhalt mehr kosten.

Ähnlich wie Pellets werden auch Briketts unter hohem Druck gepresst und haben deshalb in etwa dieselben Preise und Brenneigenschaften. Sie sind allerdings deutlich größer: Pressholz mit einem Durchmesser von 25 Millimetern und aufwärts nennt man Brikett, alles darunter gilt als Pellet. Briketts waren ursprünglich aus Kohle gemacht, aus Holz haben sie aber einen fast identischen Heizwert und kosten auch in etwa so viel. Genauso wie bei der Kohlevariante wird meist nur eines der großen Briketts in den Kaminofen gelegt und mit einem speziellen Anzünder zum Brennen gebracht.

Vor- und Nachteile

Holzprodukte profitieren von dem Umstand, dass der Rohstoff vor Ort in großen Mengen wächst. Damit ist immer genügend und preisgünstiger Nachschub vorhanden, außerdem sind die Lieferwege kurz, was sich positiv auf die CO2-Bilanz der Produkte auswirkt. Diese Bilanz ist in den Augen der Pelletindustrie sowieso immer ausgeglichen: Grundsätzlich wird beim Verbrennen von Holz natürlich CO2 ausgestoßen, doch die verbrannten Bäume haben ja vorher in ihrem Leben CO2 zum Wachsen aufgenommen, argumentieren Befürworter von holzgefeuerten Heizungen. Untersuchungen wie eine aktuelle Studie unter der Führung des Max-Planck-Institutes Jena haben diese These allerdings widerlegt.

Darüber hinaus kann man viele Kaminmodelle mit existierenden oder neu geplanten Heizungssystemen kombinieren: Sowohl eine konventionelle, fossile Heizung als auch eine Solaranlage können mit einem Kamin zusammen genutzt werden und sich gegenseitig unterstützten. Im Neubau fordert das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz eine Bereitstellung von 15 Prozent der Wärmeenergie in einem Gebäude, was durch solch eine Kombination erreicht wird.

Die Umweltbilanz mancher Öfen wird allerdings dadurch verringert, dass sie neben den CO2-Emissionen auch Feinstaub produzieren – die Menge ist dabei abhängig vom verbrannten Holz. In Stuttgart wurde dieses Problem 2017 so schlimm, dass Kamine ohne Heizfunktion bei Feinstaubalarm nicht mehr genutzt werden durften. Pelletheizungen waren davon nicht betroffen, produzieren aber trotzdem eine gewisse Menge Feinstaub, übrigens mehr als Heizöl.

Dazu kommt, dass alle holzgefeuerten Heizungen einen höheren Wartungsaufwand als andere Heizungstypen haben, da die entstehende Asche regelmäßig entfernt werden muss und einen besonderen Raum zur Lagerung der Brennstoffe brauchen – ein Einfamilienhaus verbraucht im Jahr rund sechs Tonnen Pellets!

Kosten und Förderung

Neben den Brennstoffkosten muss man sich natürlich die Frage stellen, wie teuer solch eine Heizung eigentlich in der Anschaffung ist. Während Öl- und Gasheizungen oftmals knapp unter 10.000 Euro liegen, muss man für Holzheizungen anders rechnen, da hier viele verschiedene Systeme auf dem Markt sind: Während es schon recht günstige Kaminöfen für Scheitholz gibt, sind aufwändige Kessel für Rohholz schon deutlich teurer als fossile Heizungen. Pelletsysteme kommen sogar auf bis zu 25.000 Euro für Anschaffung, Einbau und die Einrichtung des Lagerraums.

Da alle mit Biomasse betriebenen Heizanlagen von der Politik als Beitrag zum Klimaschutz gesehen werden, gibt es üppige Förderungen für ihren Einbau bei Sanierungen oder im Neubau. Unterstützt werden diese Maßnahmen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in seinem Marktanreizprogramm (MAP). Unterstützt werden:

  • Kessel zur Verbrennung von Biomassepellets und Hackschnitzeln
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskessel zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz
  • Besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel
  • Nachrüstung mit einer Einrichtung zur Brennwertnutzung
  • Nachrüstung mit einer Einrichtung zur Staubminderung
  • Bereitstellung von Prozesswärme

Dabei gibt es zwischen 2.000 und 5.000 Euro dafür, wenn ein solcher Kessel im Gebäudebestand nachgerüstet wird. Wenn zusätzlich Technik zur Brennwertnutzung und/oder Partikelabscheidung installiert werden, können diese Summen noch einmal deutlich steigern. Günstiger als eine fossile Heizung wird das System dadurch aber nicht, erst durch die niedrigeren Brennstoffkosten amortisieren sich Holzheizungen auf Dauer.

Das Handwerk hat entschieden – Gewinner der Marktuntersuchung Stein im Brett stehen fest

In Deutschlands größter Branchenbefragung des Handwerks haben über 2.500 Handwerker und Fachunternehmer abgestimmt, welche Bauprodukte- und Bauelementhersteller den durch die ibau GmbH verliehenen Stein im Brett Award verdienen.

Unterstützt von der Heinze Marktforschung und der Online-Plattform Helden am Bau (www.heldenambau.de) forderte ibau über verschiedene Kanäle deutschlandweit Handwerker und Fachunternehmer unterschiedlicher Gewerke auf, zu bewerten, welche Hersteller bei ihnen einen Stein im Brett haben. Insgesamt wurden Meinungen zu fast 300 Herstellern in insgesamt 30 Produktkategorien geäußert. Die Bandbreite der Kategorien reichte dabei von Akustik über Bauchemie, Dämmstoffe und Fassadensysteme, Mauerwerk und Smart Building bis hin zu WDV-Systemen. Gefragt waren die Einschätzungen der Handwerker unter anderem zu Themen wie Produktqualität, Preis, Verarbeitungsfreundlichkeit oder, ob sie das jeweilige Produkt weiterempfehlen würden. Unter www.ibau-steinimbrett.de/gewinner-2018 erfahren Sie wer die Gewinner des Stein im Brett Award 2018 sind.

Umfangreiche Marktuntersuchung

Um im Handwerk eine zufriedenstellende Arbeit leisten zu können ist neben dem eigenen Know-how vor allem das richtige Material gefragt. Besonders für Profis ist es daher wichtig auf zuverlässige Hersteller und ihre Produkte zurückgreifen zu können. Doch welche Marke gilt als Qualitätsführer? Welche Marke genießt das Vertrauen des Handwerks und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis? Um diese Fragen beantworten zu können, führte die ibau GmbH im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal Deutschlands größte Branchenbefragung unter Handwerkern und Fachunternehmern durch.

Die bewerteten Unternehmen erhalten detaillierte Analysen hinsichtlich ihres Bekanntheitsgrades und der damit verbundenen regionalen Verteilung. Auch Fragen wie „Ist meine Marke stärker im Süden als im Norden etabliert?“ oder „Wo stehe ich im Vergleich zu meinen Mitbewerbern?“ werden beantwortet. Auf diese Weise helfen die Marktforschungsergebnisse dabei Marketing- und Vertriebsaktionen entsprechend zu planen und die eigene Marke nachhaltig zu positionieren.

Die härteste Jury ist der Bau

„Wer kann besser über die Qualität und Leistung der deutschen Bauprodukte- und Bauelementehersteller urteilen als diejenigen, die täglich mit dem Material arbeiten? Durch die Marktuntersuchung erhalten Hersteller ein ausführliches Feedback zu ihren Produkten und Leistungen“, so Sven Hohmann, Geschäftsführer der ibau GmbH in Münster.

Im Schnitt hat jeder der 2.500 teilnehmenden Handwerksbetriebe sieben Produktkategorien bearbeitet. Insgesamt wurden rund 18.000 Antworten ausgewertet. Aus diesen ergab sich eine Gesamtpunktezahl in der jeweiligen Produktkategorie, wovon der jeweils Erstplatzierte den begehrten Stein im Brett Award erhält.