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Umwelthilfe warnt vor belasteten Teppichen

Sind Teppichböden in der EU stark mit Chemikalien belastet? Dies berichtet die Deutsche Umwelthilfe (DUH), doch das deutsche Raumausstatter-Handwerk glaubt das nicht.

In der Boden-Branche sorgte nun eine Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für Aufsehen, die vor gesundheitsgefährlichen Chemikalien in Teppichen und Teppichböden warnt. Im deutschen Handwerk und der hiesigen Industrie widersprach man diesem vehement, denn solche Produkte unterliegen strengen Regeln. Lediglich Importwaren könnten diese Probleme aufweisen, glaubt man.

Richtige Chemikalien getestet?

Grundsätzlich sind Chemikalien bei der Herstellung von Textilien unverzichtbar, da Stoffe nur mit ihnen weich, farbig, haltbar, widerstandsfähig und feuerresistent gemacht werden können. Dies bedeutet aber nicht, dass durch solchen Chemikalieneinsatz in jedem Fall auch eine Gesundheitsgefährdung einhergeht.

Die Studie listet allerdings auch einige Stoffe auf, die dem Verbraucher und dem verarbeitenden Handwerker gefährlich werden könnten. Während die DUH deshalb ein Gesundheitsrisiko sieht, weist der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie (Heimtex) solche Vorwürfe von sich und den hiesigen Produzenten. Zunächst einmal kritisiert er, dass in der Studie viele Stoffe nur erwähnt werden, ohne dass sie für die Herstellung von Teppichen relevant seien. Andere Chemikalien seien in den Textilien nicht gefunden worden und fänden sich trotzdem in der Liste.

„Dies hilft auch dem Verbraucher nicht, der sich mit dem Thema sachlich auseinandersetzen möchte. Würden z.B. im Zusammenhang mit Brötchen von Chemikalien gesprochen, die nur für die Herstellung von Holzanstrichen Verwendung finden, würde auch das nur zu einer unnötigen Verunsicherung der Verbraucher führen, statt in der Sache zu informieren“, erklärt Heimtex in einer Stellungnahme.

Teppich oder Teppichboden?

Daneben muss man zwischen Teppichen und Teppichböden unterscheiden. Teppiche sind nach festen Maßen produzierte Stoffstücke, und werden deshalb auch als „Abgepasste Teppiche“ bezeichnet. Teppichboden dagegen wird als Meterware hergestellt, immer von Wand zu Wand verlegt und gilt als „textiler Bodenbelag“. Der Unterschied: Bodenbeläge sind Baustoffe, abgepasste Teppiche dagegen Haushaltswaren.

Damit fallen Teppichböden, genauso wie die Bodenbeläge aus Laminat, unter EU-Bauproduktenverordnung und müssen nach EN 14041 CE-gekennzeichnet sein. Damit ist bei diesen Produkten eine europäische Regelung gegeben, die den Einsatz gefährlicher Chemikalien verbietet. Von Raumausstattern und Bodenlegern in der EU dürfen ausschließlich Stoffe verwendet werden, die dieses Zeichen tragen.

Unsicherheit bei abgepassten Teppichen

Bei abgepassten Teppichen gelten diese Regeln nicht, weil sie nicht als Baustoffe klassifiziert sind. Allerdings gibt es für europäische Textilienhersteller trotzdem hohe Hürden beim Einsatz von chemischen Stoffen, sodass von einer Belastung pauschal nicht gesprochen werden könne, so Heimtex. Nicht nachvollziehbar sei dies allerdings bei Importwaren aus dem Nicht-EU-Ausland, vor allem bei asiatischen Produkten aus China, Indien oder dem Nahen Osten.

Verbraucher sollten deshalb sowohl bei Teppichböden als auch bei abgepassten Teppichen auf die Güte-Siegel achten. Zu betonen ist, dass nur das CE-Label verpflichtend ist und Gesundheit und Nachhaltigkeit garantiert. Alle anderen Siegel werden vom Hersteller freiwillig beantragt. So gibt es hier die TÜV-Siegel „TÜV-Umweltsiegel“ und „Auf Schadstoffe geprüft“ sowie den „Blauen Engel“, der von der DUH empfohlen wird. Zuletzt hat die Industrie eigene Standards eingeführt und belohnt deren Überwachung mit dem Prodis-Siegel und dem greenline-Zeichen.

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Bodenhandwerk schließt sich zusammen

Verschiedene Interessenvertretungen des Bodenhandwerks haben sich zum 1. Juli 2018 zusammengeschlossen, um ihre Kompetenzen besser bündeln zu können.

Der Bundesverband Estrich und Belag (BEB), der Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik (BVPF) und die Bundesfachgruppe Estrich und Belag im Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) stehen ab dem 1. Juli 2018 unter einer gemeinsamen Geschäftsführung.

Die drei Branchenorganisationen unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung, nach der somit eine engere Zusammenarbeit für das Bodenhandwerk erfolgen soll. Die Geschäftsführung wird im Geschäftsbereich Unternehmensentwicklung des ZDB in Berlin angesiedelt sein und von Dipl.-Ing. (FH) Dieter Kuhlenkamp verantwortet.

„Ein erster Schritt zur Schaffung einer Plattform Fußbodenkonstruktionen ist geschafft“, so Simon Thanner, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im ZDB. Thanner hebt die thematische Notwendigkeit einer intensiveren Kooperation hervor: „Neben der technischen Zusammenarbeit ist es wichtig, als Branchenvertreter im Rahmen der Ausbildungsinitiative des Bundesverbandes Parkett und Fußbodentechnik ‚Zukunft Bodenhandwerk‘ sowie in der Aus- und Fortbildung gemeinsam zu agieren.“

Gesamtorganisation stärken

Dieser Einschätzung stimmt auch Michael Schlag, Vorsitzender des BEB, zu. „Die Konzentration der verbandlichen Interessen der wichtigsten handwerklichen Organisationen des Bodenbaus ist eine zukunftsweisende Weichenstellung. Die strategische Überlegung des BEB ist dabei, näher an das Zentrum der Berliner Entscheidungsträger zu rücken.“ Dies gilt insbesondere für die Baunormung und das Bauordnungsrecht, um im politischen Umfeld mit einer Stimme zu sprechen. Die Gesamtorganisation des deutschen Estrich- und Belaggewerbes würden somit gestärkt.

Peter F. Fendt, Bundesinnungsmeister des BVPF betont, dass angesichts der wachsenden Bedeutung europäischer Gesetzgebungsverfahren und Normen eine gebündelte Interessenvertretung zunehmend unerlässlich ist. Zahlreiche Merkblätter und technische Informationen hätten bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass eine Kooperation der Branchenorganisationen erforderlich ist.

Gemeinsame Pressearbeit

Neben der gemeinsamen Geschäftsführung wird dann auch die Pressearbeit sowie die Tarif- und Sozialpolitik für das Bodenhandwerk vom ZDB begleitet. Der BEB und der BVPF bleiben dabei eigenständig. Die Sitzverlegung des BVPF von Troisdorf nach Berlin ist bereits in der Mitgliederversammlung im November 2017 beschlossen worden. So findet auch die nächste Obermeistertagung des BVPF am 25. und 26. Oktober 2018 Berlin statt und wird sich unter anderem mit dem Zukunftsprojekt einer Innungsstrukturreform befassen.

Der Sitz des BEB sowie des Instituts für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung IBF bleiben in Troisdorf bestehen und das IBF wird weiterhin für die Fremdüberwachung des Güteschutz Estriche zuständig sein.

„Die Anliegen des BEB und des BVPF, eine bessere Interessenvertretung sowie stärkere Zusammenarbeit in technischen Themen zu gewährleisten, hat der ZDB gerne aufgegriffen“, erklärt Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, abschließend. „Die Bündelung der Interessen des klein- und mittelständischen Bau- und Ausbaugewerbes stärkt damit unsere Position.“

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Beton trifft Holz: Erster Kongress zum Thema Hybridbau

Holz und Beton müssen sich nicht ausschließen. Warum das so ist, zeigte der eintägige Kongress „Beton trifft Holz“ im Steigerwald-Zentrum im fränkischen Oberschwarzwach.

„Wenn Decken in Beton und Wände aus Holz konstruiert werden, eröffnet das beim Bau ganz neue Möglichkeiten“, sagt Christof Wirth, Prokurist der Dennert Baustoffwelt, die erstmals zur Tagung „Beton trifft Holz“ am 19. April eingeladen hatte. Das Fachpublikum – vorwiegend Architekten, Fachplaner und Holzbauer – konnte sich bei den Vorträgen umfassend zu diesem Thema informieren.

Die Kombination mit Beton in Form der Dennert DX-Decke erweitert das Spektrum baulicher Möglichkeiten erheblich. Auf Vorteile und Erfahrungen mit der Hybridbauweise gingen Christof Wirth und Heiko Seen von der HU-Holzunion GmbH ein: So lassen Betondecken größere Spannweiten und Geschosshöhen zu, als das bei Holz allein der Fall wäre. Durch seine Masse ist Beton belastbarer, weist bessere Werte im Schwingungsverhalten und beim Lärmschutz auf. Mit einer Feuerwiderstandsklasse F90 ist der Baustoff so gut wie feuerresistent. Auch der finanzielle Aspekt der DX-Decken spielt eine wichtige Rolle.

 

Betondecken größere Spannweiten und Geschosshöhen

Ein gelungenes Beispiel für einen Hybridbau im städtischen Umfeld ist das siebengeschossige Büro- und Geschäftshaus H7 am Stadthafen von Münster, derzeit das höchste Holz-Hybridgebäude Nordrhein-Westfalens. Sieben Etagen bieten auf insgesamt 4.500 Quadratmeter Platz für einen Biomarkt sowie Büros verschiedener Größen. Neben diesem Projekt wurden bei dem Kongress wasserundurchlässige Kellersysteme, Bauwerksabdichtungen, das Thema Trittschallschutz im Boden und die Energiespar-Bodenplatte vorgestellt.

Der Gastgeber Dennert produziert seit 1978 Betonfertigteildecken, die in trockener Bauweise montiert werden. Bei Bedarf gewährleisten Leitungssysteme, die vor Ort eingebaut werden, eine kontrollierte Be- und Entlüftung. Die Heiz-Kühl-Decken DX-Therm sorgen ganzjährig für angenehme Raumtemperaturen und ein wohngesundes, sanftes Raumklima.

„Mit der Hybridbauweise lassen sich Gebäude mit einem Wohnkomfort realisieren, der mit Holz oder Beton alleine nicht zu erzielen wäre“, urteilt Wirth. „Insofern bilden diese beiden Materialien ein ideales Doppel, wenn es um zukunftsträchtiges und nachhaltiges Bauen geht.“ Dennert plant, den Kongress im Steigerwald zu einer festen Institution zu machen.

Gewinne für Handwerker bei Wahl der beliebtesten Hersteller

Mit der Umfrage ibau Stein im Brett wählten Handwerker jüngst die bei Ihnen beliebtesten Hersteller. Dabei räumten die teilnehmenden Handwerker erstklassige Preise ab.

„Welche Marke gilt in meinem Gewerk als Qualitätsführer und wer bietet die besten Verarbeitungsvorteile zum günstigen Preis?“ Diese Fragen stellen sich wohl alle Handwerker, die qualitativ hochwertige Arbeit abliefern und damit ihre Kunden zufriedenstellen wollen. Um diese Fragen beantworten zu können, führt die ibau GmbH einmal im Jahr Deutschlands größte Branchenbefragung unter Handwerkern und Fachunternehmern durch.

Rund 2.600 Handwerker und Fachunternehmer unterschiedlicher Gewerke gaben hierzu ihre Stimmen ab und wählten aus knapp 300 Herstellern diejenigen aus, die bei ihnen einen „Stein im Brett“ haben.

Begehrte Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro

Unter allen Teilnehmenden verloste ibau insgesamt zwei Weber Gasgrills „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“, fünf Philips Perfect Draft Bierzapfanlagen inklusive zwölf Fässern Bier, sechs Kickertische „Ullrich Sport“, sowie acht Bluetooth Lautsprecher der Marke UE Boom 2.

Wenn Sie sich bei der nächsten Umfrage ebenfalls einen dieser tollen Gewinne sichern wollen, registrieren Sie sich jetzt auf Helden am Bau und wir informieren Sie rechtzeitig über die nächste Umfrage: Hier registrieren.

Die Freude unter den Gewinnern war groß:

Mit einem Weber Gasgrill „Genesis® II E-410™ GBS™, Black“ ist Iris Greiner von der Gärtnerei Greiner Garten und Landschaftsbau samt Kollegen und Familie für eine sommerliche Grillparty bestens ausgestattet.

Auch Christian Laumann ist einer der glücklichen Gewinner und grillt seine Würstchen künftig ebenfalls auf einem neuen Weber Gasgrill.

Fliesenleger Bernd Krepinsky und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen sich schon einmal warm für die diesjährige Fußballweltmeisterschaft.

Und auch die Innenausbau Wittstock GmbH freut sich über einen nagelneuen Tischkicker.

 

Die diesjährigen Preisträger reihen sich damit in die Riege glücklicher Gewinner aus der vergangenen Umfrage ein.

 

Welche Hersteller bei den Gewinnern einen „Stein im Brett“ haben und wer den „Oscar der Baubranche“ abräumen konnte lesen Sie auf: https://www.ibau-steinimbrett.de/gewinner-2018/

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Neuer Vorstand im MMFA gewählt

Personalkarussell: Die Mitglieder des Verbands der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge (MMFA) haben auf ihrer letzten Jahrestagung den Vorstand neu gewählt.

Matthias Windmöller (Windmöller) wurde von den Mitgliedern für zwei weitere Jahre als Vorstandsvorsitzender im Amt bestätigt. Gründungsvorstand Volker Kettler (Meisterwerke Schulte) stand nach sechsjähriger Arbeit nicht mehr zur Wahl. Seine Aufgaben als stellvertretender Vorsitzender und Obmann des Arbeitskreises Technik übernimmt nun Vorstand Sebastian Wendel (Akzenta/Classen-Gruppe), bisheriger Obmann des Arbeitskreises Marktentwicklung.

Die neue Leitung dieses Arbeitskreises übernimmt der neu in den Vorstand gewählte Carl Ruland (Novalis).Dr. Peter M. Hamberger (Hamberger Flooring) wurde als MMFA-Kassenprüfer wiedergewählt.

Neben der Teilnahme an der Vorstandswahl informierten sich die rund 80 Teilnehmer bei der Mitgliederversammlung außerdem über die neuesten Branchenentwicklungen und zum Stand der laufenden Verbandsprojekte.

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MeisterWerke werden 100 Prozent-Gesellschafter bei Hain Natur-Böden

Die MeisterWerke Schulte GmbH, Anbieter von Hartbodenbelägen aus Meiste im Sauerland, hat das Familienunternehmen Hain Natur-Böden, Spezialist für naturbelassene Holzböden aus Rott am Inn übernommen.

Guido Schulte, Mehrheitsgesellschafter der MeisterWerke in dritter Generation: „Mit dieser Investition unterstreichen wir unsere Strategie, Innovation und Qualität made in Germany in einem sich wandelnden Markt nachhaltig zu verankern. Wir haben großen Respekt vor der unternehmerischen Leistung der Familie Hain – unsere Werte verbinden uns.“ Susanne Hain, geschäftsführende Gesellschafterin der Hain Industrieprodukte Vertriebs GmbH in dritter Generation, bestätigt: „Als traditionelles Familienunternehmen zu einem anderen starken Familienunternehmen der Branche zu gehören sichert unsere Zukunftsoptionen, unsere Kompetenz und unser Selbstverständnis – das ist die beste Art, der Verantwortung für Mitarbeiter, Standort und Marktpartner gerecht zu werden.“

Die beiden Unternehmen werden auch weiter eigenständig geführt, die Standorte bleiben erhalten. So werden die MeisterWerke unter der Erfolgsmarke Meister als produzierender Vollsortimenter ihre Position im kompetenten Fachvertrieb weiter ausbauen. Ludger Schindler, neben Guido und Johannes Schulte Geschäftsführer der MeisterWerke, unterstreicht: „Jüngstes Beispiel dafür ist unsere neue Designboden-Plattform. Sie zeigt einmal mehr, dass wir mit unserem Sortiment Trends setzen – so wie wir das in unserem Markt nun seit über 80 Jahren tun.“ Das Unternehmen beschäftigt heute an seinem Standort Meiste 675 Mitarbeiter, liefert in 70 Länder der Welt und bietet neben Böden auch Leisten, Paneele und Zubehör.

Nachhaltiges Parkett

Hain Natur-Böden konzentriert sich weiter auf sein Erfolgs-Sortiment im Parkett. Als Manufaktur für naturbelassene Holzböden mit allein 100 Oberflächenvarianten bietet es vom eigenen Sägewerk bis zur fertigen Diele eine durchgängig nachhaltige Produktion, sichert die hochwertige Qualität in aufwendigen Verfahren. Das begründet das Vertrauen von Kunden aus dem Wohn- und Objektbereich in ganz Europa. Die hochmoderne Produktion erlaubt zudem, sehr flexibel auf individuelle Marktanforderungen einzugehen. Susanne Hain: „Wir sind und bleiben für unsere Kunden und Lieferanten der zuverlässige Partner, als den man uns seit fast 30 Jahren kennt.“

Synergien in der Zusammenarbeit sehen die MeisterWerke in erster Linie im Parkett-Bereich. Guido Schulte: „Hain hat insbesondere durch seine integrierte Produktion eine unvergleichliche Kompetenz aufgebaut. Das ist Erfolgsgarant für das Unternehmen selbst, kann aber auch für die MeisterWerke einen wertvollen Knowhow-Transfer bringen.“ Zudem sieht das Unternehmen aus Meiste Optionen im gemeinsamen Bezug von Rohstoffen und der Deckschichtfertigung. Umgekehrt kann Hain von den umfangreichen Erfahrungen der MeisterWerke in der Digitalisierung von Prozessen und Märkten profitieren. Guido Schulte: „Unser Markt wird sich in den kommenden Jahren sehr stark verändern. Die Digitalisierung, die Internationalisierung und die Ausrichtung auf neue Kundengruppen brauchen den Rückhalt in einer langjährigen Unternehmenskultur, kompetenten Mitarbeitern und tragfähigen Strukturen. Diese solide Basis können wir gemeinsam nun weiter ausbauen.“

 

Pressekontakt

MeisterWerke Schulte GmbH
Nina Middel
Johannes-Schulte-Allee 5
59602 Rüthen-Meiste
Tel.: +49 2952 816-1350
Fax: +49 2952 816-951350

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Parkettproduktion im Rückgang

Für 2017 müssen deutsche Parketthersteller einen Produktionsrückgang von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Umsätze fielen aber trotzdem fast gleich aus.

Nach Angaben des Verbands der Deutschen Parkettindustrie (vdp), die auf Basis der amtlichen Statistik erstellt wurden, sank die Produktionsmenge 2017 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 4,1 Prozent auf 7,53 Millionen Quadratmeter. Trotz des Rückgangs fielen die Umsätze allerdings nur um 0,2 Prozent auf 192,2 Millionen Euro, was auf Preiserhöhungen insbesondere aufgrund gestiegener Rohstoffpreise zurückzuführen ist.

Mit einem Minus von 4,3 Prozent auf knapp sieben Millionen Quadratmeter trug vor allem das Mehrschichtparkett zum negativen Gesamtergebnis bei. Auch die Produktionsmenge von Stabparkett ging um 4,7 Prozent auf 222.100 Quadratmeter zurück. Das Mosaikparkett konnte jedoch leicht um 0,5 Prozent auf 324.000 Quadratmeter zulegen.

Als gutes Zeichen sieht vdp-Vorsitzender Michael Schmid den Umstand, dass das vierte Quartal mit einem Mengenplus von 1,6 Prozent vergleichsweise besser ausfiel als die Quartale davor.

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Erfolgreiches Jahr für Uzin Utz

Die Bodensystem-Spezialisten von Uzin Utz sind weiterhin auf Wachstumskurs: Das vergangene Geschäftsjahr konnte mit einem Plus von 8,4 Prozent abgeschlossen werden.

Der dynamische Erfolgskurs der Uzin Utz AG mit Sitz in Ulm konnte auch im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt werden. So erreichte der Umsatz des weltweit agierenden Komplettanbieters für Bodensysteme einen neuen Rekordwert und stieg von 272,9 Millionen Euro (2016) auf 295,8 Millionen Euro, was einem Plus von rund 8,4 Prozent entspricht. Aufgrund verschiedener Investitionen zur Erschließung von Zukunftsmärkten, lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Plus von 24,4 Millionen Euro allerdings nur knapp unter dem des Vorjahrs (24,9 Millionen Euro).

„Die Zahlen belegen unsere gemeinsamen erfolgreichen Anstrengungen für profitables Wachstum und nachhaltige Ergebnissicherung“, wird Vorstandsvorsitzender Thomas Müllerschön auf der Internetseite des Unternehmens zitiert. „In einem Jahr, das einerseits von zunehmendem Wettbewerb und andererseits von wichtigen Investitionen geprägt war, haben wir uns sehr gut behauptet.“

2017 waren insgesamt 1.164 Mitarbeiter für Uzin Utz tätig. Im Jahr zuvor waren es noch 1.102. Allein in Deutschland beschäftigt das Unternehmen 602 Mitarbeiter.

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Cirkel baut neues Kalksandsteinwerk

Gefördert durch das Bundesumweltministerium errichtet die Cirkel GmbH & Co. KG am Standort Neuenkirchen-Vörden (Niedersachsen) ein neues und hochmodernes Kalksandsteinwerk.

Mit dem Bau eines neuen und innovativen Kalksandsteinwerks will die Cirkel GmbH & Co. KG neue Maßstäbe für Klimafreundlichkeit in der Baustoffindustrie und neue Standards bei der Energieeffizienz setzen. Das Investitionskonzept sieht insbesondere Innovationen in den Bereichen Umweltschutz und Flächenverbrauch vor und wird deshalb im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms mit knapp 1,8 Millionen Euro gefördert. Dies teilte Bundesumweltministerin Frau Dr. Barbara Hendricks (SPD) dem Unternehmen aus Haltern am See persönlich mit. Zudem werden durch den Bau bis zu 20 neue Arbeitsplätze geschaffen.

„Durch die Digitalisierung in der Fertigung (Industrie 4.0) und eine neuartige Pressentechnologie ist die Produktion deutlich flexibler als in konventionellen Werken der Mauerwerksindustrie. Dadurch sinkt die benötigte Lagerfläche“, erklärt Geschäftsführer Julian Cirkel. Darüber hinaus plane das Unternehmen Innovationen im Bereich der Wärmegewinnung und der Dampftechnik, wodurch der Energieverbrauch deutlich verbessert werden soll.

Die Förderzusage, die nach ausführlicher Prüfung durch die KFW-Bankengruppe und das Bundesumweltministerium erfolgte, bestätigt das innovative Produktionskonzept. Bereits am 11. Mai 2017 hatte Bundesumweltministerin Hendricks den Förderbescheid persönlich am Stammsitz des Unternehmens in Haltern am See überreicht.

Wohnungsbau vorantreiben

„Aufgrund des hohen Bedarfes an zusätzlichem Wohnraum in Deutschland besteht auch auf Seiten der Baustoffindustrie die Notwendigkeit, umweltfreundliche Produktionskapazitäten zu schaffen. Dies trifft insbesondere auf Kalksandstein als den führenden Baustoff im Wohnungsbau in NRW und Niedersachsen zu. Mit dem neuen Standort in Neuenkirchen-Vörden freuen wir uns, Teil einer innovativen und starken Region zu werden“, erläutert Cirkel die Standortwahl. „Gerade in der Region zwischen Osnabrück und Bremen wird aufgrund einer positiven Bevölkerungsentwicklung in den nächsten Jahren ein erhöhter Wohnungsbedarf entstehen.“

Mit Gründungsjahr 1898 ist die Cirkel GmbH & Co. KG nach eigenen Angaben der älteste, noch existierende Kalksandsteinhersteller der Welt mit Werken in Wickede (Ruhr) und Haltern am See. In letzterem wird zusätzlich auch Porenbeton produziert. An den Standorten Emsdetten und Bad Salzdetfurth produziert das Unternehmen Granulate und Katzenstreuvorprodukte. Der Einsatz der Rohstoffe Kalk, Sand und Wasser bildet hierbei die Klammer über alle Produkte, die in unterschiedlichen Industrien eingesetzt werden. An allen vier Standorten beschäftigt das Familienunternehmen heute rund 150 Mitarbeiter.

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Österreichische Farben werden grün

Wie eine aktuelle Studie zeigt, wuchs der österreichische Markt für Farben und Lacke 2017 moderat. Zudem wurde die Ökologisierung der Produkte weiter vorangetrieben.

Laut einer aktuellen Marktstudie von Branchenradar.com setzten die Hersteller von Farben und Lacken für bauliche Zwecke vergangenes Jahr in Österreich rund 182,7 Millionen Euro um. Im Vergleich zu 2016 erhöhten sich die Erlöse damit um gut 1,3 Prozent. Im Detail zeigte sich jedoch, dass nur bei Holzschutzmitteln und Lasuren (+1,7 Prozent) sowie bei den Wandfarben (+1,4 Prozent) Zuwächse verzeichnet werden konnten. Der Umsatz mit Bautenlacken stagnierte hingegen bei 22,9 Millionen Euro.

Grund für das leichte Wachstum waren vor allem die stetig anziehenden Preise. Denn die Nachfrage nach Holzschutzmitteln und Lasuren sank gegenüber 2016 um 1,3 Prozent, die nach Bautenlacke sogar um 2,6 Prozent. Die Nachfrage nach Wandfarben stagnierten mengenmäßig auf Vorjahresniveau (+0,4 Prozent).

Ökologisierung auf dem Vormarsch

Um der geringen Nachfrage entgegenzuwirken und dem Wunsch nach umweltschonender Produkte nachzukommen, trieben die Hersteller von Bautenlacken, Holzschutzmitteln und Lasuren vor allem die Ökologisierung ihres Produktportfolios voran. So sank der Absatz von lösungsmittelhaltigen Produkten gegenüber 2016 um 5,2 Prozent, während sich die Menge wässriger und anderer umweltfreundlicher System um rund vier Prozent erhöhte. Bei Holzschutzmitteln und Lasuren wurden sogar erstmals mehr nicht-biozide als biozide Produkte verkauft. Insgesamt erhöhte sich die Nachfrage nach Holzölen und Wachsen im vergangenen Jahr um gut dreizehn Prozent.