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Handwerk.NRW: Bereits einiges angepackt

Auf dem zweiten Spitzentreffen zur Umsetzung der Empfehlungen der Enquetekommission zeigten sich die Vertreter mit dem bisher Erreichten schon sichtlich zufrieden.

Die Landesregierung sei auf dem richtigen Kurs, zog Andreas Ehlert, Präsident von Handwerk.NRW, beim zweiten Spitzengespräch der Enquetekommission ein positives Fazit. Die Kommission wurde 2015 vom nordrhein-westfälischen Landtag eingesetzt und hat Ende 2017 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Dieser enthielt 171 Handlungsempfehlungen, mit deren Umsetzung sowohl das Handwerk als auch die Landesregierung bisher gut vorangekommen sind.

Hohe Zufriedenheit

„Die Enquetekommission zeigt Wirkung“, ergänze Ehlert sein Fazit. Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags fügte hinzu, dass die Fokussierung auf die Förderung des Handwerks eine wichtige Entscheidung sei, um das Land zu stärken. Auch beim ersten Spitzengespräch im März 2018, war die Zufriedenheit bei allen Beteiligten hoch.

Laut des zugehörigen Umsetzungsberichts hätten auch schon viele Landes- und auch Bundesministerien und weitere Institutionen die Vorschläge in ihre Arbeit integriert. Dem Bericht ist auch zu entnehmen, dass bereits mehr als zwei Drittel der 171 Empfehlungen in Umsetzung oder bereits umgesetzt sind. Auch die Handwerksorganisationen arbeiteten daran, die an sie selbst gerichteten Empfehlungen umzusetzen. Im Bericht lässt sich genau nachverfolgen, welche Empfehlungen für welchen der vier großen Bereiche „Wettbewerb und Wirtschaftspolitik“, „Digitalisierung und technologischer Wandel“, „Bildung und Qualifizierung“ und „Arbeitswelt und Arbeitsmarkt“ bereits umgesetzt oder in Planung sind. Sowohl das Handwerk als auch die Landesregierung sehen es als notwendig an, dass die Beratungsstrukturen des Handwerks in puncto digitaler Infrastruktur weiter ausgebaut und gestärkt werden. Denn diese biete die Grundlage für eine weiter aufstrebende mittelständische Wirtschaft.

Fokus auch auf Rahmenbedingungen

Der Bericht beschäftigt sich im zweiten Teil aber auch mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Handwerksrecht, Gründung und Übergabe sowie Gewerbeförderung. Damit das Handwerk eine stärkere Kultur der Selbstständigkeit und bessere Standortbestimmungen aufbaut und entwickelt, sind in den Empfehlungen auch Entfesselungspakete, die geplante Gründerinitiative und Änderungen des Mittelstandsförderungsgesetzes verankert. Bürokratische Hürden sollen ebenfalls abgebaut werden.

Mitarbeiter in den Mittelpunkt

Auch der Bereich der Fachkräftesicherung wird im Blick behalten: „Um die Stärke des Handwerks zu erhalten, ist die Gewinnung und Sicherung von qualifizierten und motivierten Fachkräften von entscheidender Bedeutung.“ Arbeitsbedingungen und Altersvorsorge spielen hier eine wichtige Rolle. Aber nicht nur die Sicherung von Fachkräften ist wichtig, auch der Nachwuchs will gewonnen werden. Das vierte Themengebiet widmet sich daher ganz der Berufsorientierung, Integration sowie den Ausbildungsvorrausetzungen. Auch die Berufskollegs sollen intensiver unterstützt werden – mit einer Agenda zur Stärkung der beruflichen Bildung durch die Landesregierung.

Weitere Maßnahmen sind noch in Planung. Die Regierung will dafür eng mit dem Handwerk zusammenarbeiten.

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Enteignungen auf Dauer nicht die Lösung

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe äußert sich dem Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ gegenüber deutlich kritisch.

„Der Ansatz, private Wohnungsbaugesellschaften zu enteignen, führt komplett an einer konstruktiven Lösung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt vorbei. Forderungen nach Enteignungen bauen keine neuen Wohnungen und tragen nicht zur Entspannung der Lage am Wohnungsmarkt bei. Stattdessen brauchen wir ein Umfeld, das die Bautätigkeit fördert und Bauunternehmen ihre Arbeit machen lässt“ erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDH, zum Beginn des Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“.

Investitionsanreize schaffen

In den letzten Jahren habe die Baubranche beständig Kapazitäten aufgebaut, um sich den wachsenden Anforderungen im Bereich des Wohnungsbaus zu stellen. Investitionen in Anlagen und Maschinen seien seit 2010 um 50 Prozent gestiegen, seit 2011 seien 100.000 neue Beschäftigte eingestellt worden. „Unsere Anstrengungen müssen auch baupolitisch flankiert und mit langfristigen Investitionsanreizen unterstützt werden. Dazu gehören eine schnelle und einfache Bereitstellung von Bauland, eine dauerhafte Erhöhung der Abschreibung im Mietwohnungsbau und die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren“, so Pakleppa weiter. Denn nur wer schnelles und günstiges Bauen ermöglicht, könne die Lage am Wohnungsmarkt dauerhaft verbessern.

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Forscher entwickeln Baustoff aus Abfallprodukten

Einem Team von Wissenschaftlern der TU Darmstadt ist es gelungen, dass bisher nicht verwendbare Abfallprodukte aufbereitet und für Bauprodukte genutzt werden können.

Abfallprodukte, die in Waschanlagen bei der Herstellung von Kiesen oder Sanden anfallen, wenn diese in Aufbereitungsanlagen gewaschen werden, kommt eine immer größere Bedeutung zu: In Zeiten in denen mit Ressourcen bedacht umgegangen werden muss, haben Wissenschaftler der TU Darmstadt einen alternativen Rohstoff für Bauprodukte entdeckt. Aus den Abfallprodukten lässt sich sogenannter Waschschlamm gewinnen. Er kann aufgrund seiner besonderen bautechnologischen Eigenschaften in der Lage vielfältig eingesetzt werden. Auch für die aus dem Waschschlamm ressourcenschonend hergestellten Blähgranulate bieten sich breite Einsatzfelder an, wie zum Beispiel in der Dämmung und als Leichtzuschlag.

Die Mischung macht’s

Während der Auswaschung der klassierten Korngrößen wird gleichzeitig der „Waschschlamm“ ausgewaschen. Hierbei handelt es sich um Feinstkornanteile, die nicht direkt verwendbar sind und als Suspension abgetrennt werden. Bei diesen Anteilen handelt es sich um eine Mischung aus Feststoffen und Wasser, die auch Tonteilchenanteile enthält. Die Forschungen der TU Darmstadt ermöglichen es überhaupt erst, dass diese Abfallprodukte weiterverwendet werden könne.

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Verarbeitung leicht gemacht!

In einem Tischleralltag fallen täglich zahlreiche unterschiedliche Arbeitsschritte an. Blum ist stets bemüht, diese Fertigungsprozesse in einer Werkstatt zu kennen und somit die Verarbeitung für den Tischler permanent zu erleichtern. Wie der Tischler LEGRABOX und TANDEMBOX, die Boxsysteme von Blum, effizient, sicher und komfortabel montieren kann, verraten wir Ihnen hier:

Die Küche ist geplant, das Boxsystem für die Möbel ausgewählt und auch die einzelnen Elemente, wie Zargen und Rückwände und Böden, sind bereits zugeschnitten. Nun geht es für den Tischler an das Zusammenbauen. Auch bei diesem Schritt – wie beim vorhergehenden Planen, Auswählen und Bestellen der Beschläge – bietet Blum eine entsprechende Hilfe und unterstützt den Verarbeiter mit Montagegeräten. Diese sind ausgelegt für jeden Anspruch, abgestimmt auf die Größe der Werkstatt und auf die Menge, die der Tischler tagtäglich verarbeiten möchte.

BOXFIX E-L für das Boxsystem LEGRABOX und BOXFIX E-T für das Boxsystem TANDEMBOX sind beides Montagegeräte, die den Zusammenbau der Einzelteile deutlich vereinfachen und beschleunigen.

Sie passen für alle Zargenhöhen und -materialien, von Edelstahl über Stahl bis hin zu Aluminium. Der Aufwand ist dabei gering: In wenigen Handgriffen sind LEGRABOX und TANDEMBOX zusammengebaut – und das bis Korpusbreiten von 1.200 Millimetern.

Beide Montagegeräte lassen sich zudem überall in der Werkstatt aufstellen und sind so flexibel einsetzbar. Leicht an Gewicht und überschaubar in den Maßen können beide BOXFIX E-Ausführungen rasch und einfach versorgt werden oder können sogar an der Wand aufgehängt werden.

Nun fehlt nur noch die Front der Box, die der Tischler individuell nach den Wünschen seiner Kunden auswählt und herstellt. Um die genaue Befestigungsposition an der Front bequem und rasch zu finden, bietet Blum auch dazu eine Universalbohrlehre.

Für Verarbeiter, die ausreichend Platz für die fixe Installation eines Montagegerätes haben, und die eine höhere Stückzahl herstellen, empfiehlt Blum BOXFIX P, die pneumatische Variante.

Damit können beide Boxsysteme verarbeitet werden. Das heißt auf einem Gerät werden sowohl LEGRABOX als auch TANDEMBOX pneumatisch geklemmt und anschließend effizient und komfortabel verschraubt. Ein weiterer Vorteil: Leichtes Rüsten und voreinstellbare Anschläge sparen Zeit. Insgesamt wird somit eine hohe Verarbeitungsqualität erzielt.

Box für Box entstehen so wichtige Möbelteile für die neue Küche! Doch die Arbeit geht für den Tischler weiter und auch hier ist Blum an seiner Seite – mit weiterer Unterstützung durch die EASY-ASSEMBLY-App, der raffinierten Montage-App von Blum für das Montieren und Einstellen der Möbel vor Ort auf der Baustelle.

Weitere Informationen gibt es auf www.blum.com

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Wann hat der Handwerker Anspruch auf Vergütung?

Der Handwerker hat die vereinbarte Leistung erfüllt und ist bereit für die Abnahme. Doch was hat er für Rechte, wenn sich der Auftraggeber vor dieser Abnahme drückt?

Wird eine handwerkliche Leistung fertiggestellt, folgt eine durch den Auftraggeber initiierte Abnahme der Werkleistung. Dabei nimmt er die vertragsmäßige Leistung entgegen und erkennt sie an. Erst dann hat der Handwerker einen Vergütungsanspruch, so steht es im Gesetz. Doch in einem besonderen Absatz des Gesetzes ist außerdem von einer sogenannten „fiktiven Abnahme“ die Rede. Damit ein Handwerker dieses Recht der fiktiven Abnahme aber in Anspruch nehmen kann, muss er gewisse Voraussetzungen erfüllen: das Werk muss vollständig fertiggestellt sein. Auch muss von ihm selbst eine Abnahmeaufforderung erfolgen. Das kann zwar mündlich passieren, schriftlich ist das ganze allerdings leichter nachzuweisen und nachzuverfolgen. Außerdem muss dem Auftraggeber eine angemessene Frist gesetzt werden, am besten zusammen mit der Abnahmeaufforderung.

Grundsätzlich ist eine Frist dann gerecht, wenn dem Auftraggeber genug Zeit gegeben wird, eine zufriedenstellende Leistung als solche zu überprüfen und zu bestätigen. Das kann von Fall zu Fall eine andere Frist sein. In der Regelung wird allerdings eine Zeit von zwölf Werktagen als angemessen vorgegeben. Diese läuft dann meist ab dem Zeitpunkt ab, zu dem der Auftraggeber den Antrag erhalten hat. Unklar ist, ob solch eine angemessene Frist auch dann gesetzt werden muss, wenn der Auftraggeber bereits eine Abnahme verweigert hat. Wenn aber innerhalb der Frist keine Mängel durch den Auftraggeber beanstandet wurden, ist die letzte Voraussetzung für die fiktive Annahme erfüllt.

Abgelaufene Frist

Hat der Auftraggeber nach Ablauf der Frist immer noch keine Abnahme der Werkleistung vorgenommen, aber auch keine Verweigerung unter Angabe eines Mangels geltend gemacht, hat der Handwerker spätestens dann einen Anspruch auf den vereinbarten Werklohn, den er auch gerichtlich einfordern kann. Der Auftraggeber muss sich dann so behandeln lassen, als hätte er das Werk abgenommen.

Die fiktive Abnahme verhindern kann der Auftraggeber dadurch, dass er mindestens einen Mangel am Werk einwendet. Dabei ist es egal, ob dieser Mangel augenscheinlich erheblich ist oder nicht. Wendet er während der Frist keine Mängel ein, kann er nach der Abnahme keine (auch erheblichen) Mängel mehr beanstanden.

Notfall-Lösung: Zustandsfeststellung

Verweigert der Auftraggeber die Abnahme eines Werkes grundsätzlich, kann der Handwerker eine gemeinsame Zustandsfeststellung verlangen. Dabei schauen sich beide Parteien gemeinsam die Leistung an. Verpasst der Auftraggeber diesen Termin ohne triftigen Grund, kann der Handwerker eine einseitige Zustandsfeststellung vornehmen. Versieht er diese mit einem Datum und einer Unterschrift, ist sie rechtlich bindend für den Auftraggeber. Wurden keine Mängel angegeben, gilt das Werk als abgenommen und auch bei später auftretenden Mängeln hat der Handwerker keine Behebungs-Pflicht oder ähnliches. Das Mitwirken des Auftraggebers bei der gesamten Abnahme liegt also in seinem eigenen Interesse.

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Mehr Geld für Einbruchschutz

Wer sein Haus vor Einbrechern schützen will, erhält seit April mehr Zuschüsse als vorher. Die KfW-Förderbank hat ihre Förderbedingungen zum Einbruchschutz angepasst.

Im Programm „Einbruchschutz – Investitionszuschuss“ von der KfW wurde einiges geändert. Sowohl die Technischen Mindestanforderungen als auch die förderfähigen Einbruchschutzmaßnahmen wurden überarbeitet. So werden zukünftig auch Gefahrenwarnanlagen und Sicherheitstechnik in Smart Home-Anwendungen mit Einbruchmeldefunktion bezuschusst.

Die Zahlen

Wurden Investitionskosten in den Einbruchschutz als förderfähig eingestuft, erhalten die Eigentümer beziehungsweise Mieter einen Zuschuss in Höhe von zehn bis 20 Prozent. Bei Investitionen zwischen 500 und 1.000 Euro erhält man pro Antrag Zuschüsse in Höhe von 100 bis 200 Euro. Sind die förderfähigen Investitionskosten höher als 1.000 Euro, fördert die KfW die ersten 1.000 Euro mit 20 Prozent und die restlichen Kosten mit 10 Prozent. Maximal förderfähig sind Investitionskosten in Höhe von 15.000 Euro. So kann man Zuschüsse von maximal bis zu 1.600 Euro erhalten. Sowohl Mieter als auch Eigentümer, die in den Einbruchschutz investieren, können den Zuschuss beantragen und müssen diesen nicht zurückzahlen.

Anforderungen und Bedingungen

Gewisse technische Mindestanforderungen müssen die Anlagen allerdings erfüllen, bevor es einen Investitionszuschuss gibt. So müssen beim Einbau von Gefahrenwarnanlagen und von Sicherheitstechnik in Smart Home-Anwendungen die Anforderungen der DIN VDE V 0826-1 erfüllt werden und auch die Einbruchmeldefunktion muss einwandfrei nach den Normen funktionieren. Außerdem sieht die KfW seit dem 1. April eine Überprüfung der förderfähigen Maßnahmen durch einen Fachunternehmer vor. Der Antragsteller muss diese Prüfung zwar nicht durchführen lassen, eine Fachunternehmerbestätigung gibt ihm allerdings die Sicherheit, dass alle Anforderungen tatsächlich eingehalten wurden, was die Voraussetzung dafür ist, den Zuschuss auch zu bekommen.

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Immer mehr offene Stoßfugen auf dem Bau

Auf rund 70 Prozent aller Ein- oder Mehrfamilienhausbaustellen findet ein Experte fachliche Fehler. Aber was haben beispielsweise offene Stoßfugen eigentlich zur Folge?

Wurden beim Mauern früher die Steine vermörtelt, werden sie mittlerweile oftmals nur noch in der Lagerfuge verklebt. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) überprüfen des Öfteren, wie gut diese Leistungen erbracht wurden. Sie beklagen, dass immer mehr Fehler beim Mauern auftreten. Diplom-Ingenieur Johannes Deeters, Leiter des VPB-Büros, fand bei rund 70 Prozent aller begutachteten Ein- und Mehrfamilienhäusern Fehler an den Stoßfugen. Beauftragt wird er dazu von privaten Bauherren. „Die vertikalen Stoßfugen zwischen den Steinen im Mauerwerk klaffen über ein zulässiges Maß hinaus auseinander. Oft kann man direkt zwischen den Steinen hindurchsehen“, kritisiert der Experte.

Das Problem

Deeters führt das Problem auf mangelnde Fachkenntnisse zurück. So hätten viele auf dem Bau Beschäftigte das Maurerhandwerk nicht mehr richtig erlernt und wüssten demnach nicht, wie wichtig Stoßfugen für die Qualitätseigenschaften der Wand sind. Die Lücken würden später einfach überputzt, was nach dem Bauingenieur nicht passieren darf: „Breitere, offene Fugen sind ein technischer Fehler, der behoben werden muss.“ Die DIN EN 1996/NA- Norm legt fest, wie ein Mauerwerk bemessen und gelegt werden muss. So müssen Steine mit Nut- und Federsystem ohne Stoßfugenvermörtelung knirsch verlegt, das heißt ineinander verzahnt werden. Nach Deeters könnte man das auch von jedem Handwerker erwarten.

Mögliche Folgen

Die größten Probleme, die langfristig durch solche Fehler auftreten können, betreffen den Schallschutz und die Standsicherheit des Hauses. Treten vermehrt Lücken in den Fugen auf, so ist der Schallschutz nicht mehr vollständig gewährleistet. Das kann bei zwei aneinander angrenzenden Mietparteien zu viel Nachbarschaftsstreit führen. Kommen andere, parallel auftretende Fehler zu den fehlerhaften Fugen, können Schubkäfte nicht mehr ausreichend aufgenommen werden und die Standsicherheit des Hauses wird beeinträchtigt. Das kann sich später durch treppenförmige Risse im Putz bemerkbar machen. Bei Fehlern wie Lücken an den Stoßfugen fordert Deeters ganz klar zum Handeln auf: „Solche Fehler müssen fachgerecht nachgebessert werden. Im Extremfall bedeutet das Rückbau und Neubau der Mauerwerkswand. Alles andere ist häufig Flickschusterei!“

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Handwerkskammer braucht neuen Geschäftsführer

Die Handwerkskammer zu Köln beendet die Zusammenarbeit mit dem Hauptgeschäftsführer Dr. Ortwin Weltrich. Mit Juristen wurde ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen.

Seit 2007 war der 63-Jährige der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln. Insgesamt war Weltrich über 25 Jahre für die Kammer tätig. Ende März haben beide Parteien allerdings die Zusammenarbeit beendet. Auch mit dem stellvertretenden Geschäftsführer, Peter Panzer, wurde ein Aufhebungsvertrag vereinbart. Über den Inhalt der Aufhebungsverträge wurde Stillschweigen vereinbart.

Vor der Presse in Köln allerdings erläuterte Kammerpräsident Hans Peter Wollseifer die Gründe für die Trennung. So werden Entwicklungshilfeprojekte der Kammer zu 100 Prozent aus Mitteln des Bundes finanziert. Die Personalkosten der Experten, die vor Ort (beispielsweise in Afrika) arbeiten, vollständig erstattet. In den letzten Jahren allerdings, wurden viele dieser Erstattungszahlungen an Bildungs- und Beratungs-GmbHs nicht vollständig im Haushalt der Kammer verbucht, sondern stattdessen teilweise als Einnahmen der GmbHs verrechnet. Das führte zu einem Bilanzgewinn dieser arbeitenden Firmen und zu hohen Steuerzahlungen. Seit 2015 summierten sich diese Steuerzahlungen. Nachdem der Vorstand der Kammer Wind von der Sache bekam, ließ er Rechtsgutachten durchführen. Diese zeigen erhebliche Schäden für die Kammer auf. Für Wollseifer liegt die Gesamtverantwortung eindeutig bei der Geschäftsführung, was eine Beendigung der Arbeit mit sofortiger Kündigung rechtfertige und unumgänglich mache.

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Gibt es bald einen Azubi-Mindestlohn?

Bildungsministerin Anja Karliczek von der CDU hat Reformpläne: es soll einen Mindestlohn für Auszubildende geben. Außerdem ist sie für neue Abschlussbezeichnungen.

Für die Bildungsministerin muss es für die Auszubildenden eine ausgewogene Mindestvergütung geben, um ihnen eine Wertschätzung entgegenzubringen. Auch sollen damit leerbleibende Lehrstellen attraktiver werden. So lehnt sie sich mit ihrem Vorschlag einer Mindestvergütung von 504 Euro an das Schüler-Bafög an, das auswärts wohnende Fachschüler derzeit bekommen. Für die Folgejahre schlägt sie eine Erhöhung von jeweils fünf, zehn und 15 Prozent vor. Der Vorschlag könnte schon bald im Kabinett diskutiert werden.

Bedeutung für Handwerksbetriebe

Die Gefahr für die betroffenen Betriebe besteht vor allem im Handwerk darin, die Auszubildenden nicht mehr bezahlen zu können. Das könnte bedeuten, dass viele kleinere Betriebe keine Ausbildungsplätze mehr anbieten. Deshalb würde man es hier lieber weiter den Sozialpartnern überlassen, eine geeignete Vergütungshöhe festzulegen. Das hat aber langsam ein Ende, meint auch der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer: „Die Mindestausbildungsvergütung ist politisch beschlossen und wird kommen.“ Wichtig sei allerdings, dass diese nicht zu hoch ausfällt: „Mehr als die rund 500 Euro im ersten Lehrjahr dürfen es keinesfalls werden“, um zu verhindern, dass sich aufgrund der hohen Kosten kleinere Betriebe aus der Ausbildung zurückziehen.

Die Reformpläne haben eine große Diskussion ausgelöst. SPD und Gewerkschaften sehen in den knapp 500 Euro eine viel zu kleine Vergütung. „Die Mindestausbildungsvergütung ist eine Anerkennung für geleistete Arbeit. Sie sollte sich deswegen am Tarifgefüge orientieren und nicht an einer Sozialleistung wie dem Schüler-Bafög“, sagte die zuständige SPD-Berichterstatterin Yasmin Fahimi. Der Deutsche Gewerkschaftsbund schlägt eine an die durchschnittlichen tariflichen Jahres-Ausbildungsvergütungen angelehnte Mindestvergütung vor. Diese liegt nach den Zahlen für 2017 bei 635 Euro brutto für das erste Lehrjahr.

Bald neue Abschlussbezeichnungen?

Auch stießen Pläne für neue Abschlussbezeichnungen von Karliczek auf Unverständnis im Handwerk. So plant diese Bezeichnungen wie „Berufsspezialist“, „Berufsbachelor“ (für den Meister) und „Berufsmaster“. Der ZDH unterstützt diese Vorschläge und setzt sich dafür ein, dass es Bezeichnungen gibt, die sich mehr an akademische Titel anlehnen. Dabei hat Wollseifer allerdings Begriffe wie „Bachelor Professional“ oder „Master Professional“ im Sinn. Mit der Bildungsministerin sei bereits abgeklärt, dass diese Abschlussbezeichnungen die herkömmlichen auf dem Zeugnis nur ergänzen und nicht ersetzen werden. Das teilte Wollseifer der Augsburger Allgemeinen mit. Der Meistertitel werde so zukünftig mit „Bachelor Professional“ ergänzt. Der Titel des Betriebswirts werde durch „Master Professional“ und der des Gesellen durch „Professional Expert“ ergänzt.

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Die EU ist wichtig für das Handwerk

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bekennt sich ganz klar zur Europäischen Union und macht deutlich, wie wichtig sie für Bürger und Unternehmen ist.

Sieben Seiten hat das Dokument, in dem der Verband herausstellt, dass die Union nicht nur für das Handwerk wichtig ist. „Europa – Wert und Mehrwert“ lautet der Titel des Papiers. „Die Europäische Union muss auch in der Zukunft Friedens-, Wohlstands- und Sicherheitsgarant bleiben“, heißt es in der Einleitung seitens des ZDH-Präsidenten Hans Peter Wollseifer. „Das Handwerk ist für ein Europa, das groß ist in den großen Fragen, und das sich klein macht bei den Fragen, die sich besser im kleineren nationalen Rahmen lösen lassen. Sicherheit, Migration, internationaler Wettbewerb, Klimawandel: Da brauchen wir mehr Europa – und nicht weniger. Gleichzeitig bleibt das Prinzip der Subsidiarität wichtig: Was die Mitgliedsstaaten besser regeln können als die EU, das sollen sie auch weiterhin selbst regeln können. Eingriffe etwa in die nationalen Kompetenzen zur Berufsregulierung lehnen wir ab“, sagte Wollseifer.

Herausforderung Brexit

Der Präsident warnt auch vor den Folgen des Brexits, vor allem vor denen eines „No-Deal-Brexits“. Da das Handwerk Zulieferer für die deutsche Industrie sei, würden die Betriebe die Folgen mittelbar zu spüren bekommen. „Ungeachtet der ohne Zweifel bestehenden Herausforderungen ist nicht die EU das Problem, wie es uns derzeit Viele einreden wollen, sondern im Gegenteil: Die EU ist die Lösung. Das Handwerk sagt Ja zu Europa“, so Wollseifer.

Insgesamt fordert der ZDH vor allem Verbesserungen für mittelständische Betriebe. Die EU müsse weiter auf den bisherigen Errungenschaften aufbauen und insgesamt noch „wettbewerbsfähiger, innovativer und mittelstandsfreundlicher werden“. Zu hohe bürokratische Auflagen würden insbesondere kleine mittelständische Unternehmen momentan sehr belasten. Von den europäischen Förderprogrammen aber würden kleinere und mittlere Unternehmen deutlich profitieren. So fließen laut Angaben des Verbands 20 Prozent der gesamten Mittel der Regionalförderung in Deutschland an mittelständische Betriebe.